6510#Richter,1,1#1. UND es war nach dem Tod Jehoschuas, da befragten die Kinder Jisraël den Ewigen und sprachen: «Wer soll von uns zuerst gegen den Kenaanäer hinaufziehn, um mit ihm zu kämpfen?»
6511#Richter,1,2#2. Und der Ewige sprach: «Jehuda ziehe hinauf. Sieh, ich habe das Land in seine Hand gegeben.»
6512#Richter,1,3#3. Da sprach Jehuda zu seinem Bruder Schim'on: «Zieh mit mir in mein Los hinauf, daß wir gegen den Kenaanäer kämpfen; dann will auch ich mit dir in dein Los kommen.» So ging Schim'on mit ihm.
6513#Richter,1,4#4. Da zog Jehuda hinauf, und der Ewige gab den Kenaani und den Perisi in ihre Hand; und sie schlugen sie zu Besek, zehntausend Mann.
6514#Richter,1,5#5. Und sie fanden Adoni-Besek in Besek, kämpften gegen ihn und schlugen den Kenaani und den Perisi.
6515#Richter,1,6#6. Da floh Adoni-Besek, und sie jagten ihm nach, ergriffen ihn und hieben ihm die Daumen seiner Hände und die Großzehen seiner Füße ab.
6516#Richter,1,7#7. Da sprach Adoni-Besek: «Siebzig Könige, die Daumen ihrer Hände und die Großzehen ihrer Füße abgehauen, lasen (Brosamen) auf unter meinem Tisch. Wie ich getan, so hat Gott mir heimgezahlt.» Dann brachten sie ihn nach Jeruschalaim, dort starb er.
6517#Richter,1,8#8. Und die Söhne Jehudas kämpften gegen Jeruschalaim, eroberten es und schlugen es, ins Schwert hinein, und die Stadt steckten sie in Brand.
6518#Richter,1,9#9. Danach zogen die Söhne Jehudas hinab, um gegen den Kenaanäer zu kämpfen, der das Gebirge, die Südsteppe und das Tiefland bewohnte.
6519#Richter,1,10#10. Dann zog Jehuda gegen den Kenaanäer, der in Hebron wohnte. Hebron aber hieß früher Kirjat-Arba. Und sie schlugen Scheschai, Ahiman und Talmai.
6520#Richter,1,11#11. Von dort zog er gegen die Bewohner von Debir, und der Name Debirs war vormals Kirjat-Sefer.
6521#Richter,1,12#12. Da sprach Kaleb: «Wer Kirjat-Sefer schlägt und es erobert, dem gebe ich meine Tochter Achsa zum Weib.»
6522#Richter,1,13#13. Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, der jüngere Bruder Kalebs, und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weib.
6523#Richter,1,14#14. Es war nun, als sie einzog, da überredete sie ihn, von ihrem Vater das Feld zu erbitten. Und sie glitt vom Esel herab, und Kaleb sprach zu ihr: «Was ist dir?»
6524#Richter,1,15#15. Da sagte sie: «Gib mir doch eine Segengabe, denn in das Trockenland hast du mich vergeben, so gib mir Wasserquellen!» Da gab ihr Kaleb die oberen Quellen und die unteren Quellen.
6525#Richter,1,16#16. Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Mosches, waren mit den Söhnen Jehudas aus der Palmenstadt hinaufgezogen nach der Wüste Jehuda, die südlich von Arad liegt, und er ging hin und siedelte sich bei dem Volk an.
6526#Richter,1,17#17. Da zog Jehuda mit seinem Bruder Schim'on aus. Und sie schlugen den Kenaanäer, der Zefat bewohnte, und bannten es. Und man nannte die Stadt Horma-1-. -1) Bann.++
6527#Richter,1,18#18. Dann eroberte Jehuda Asa und sein Gebiet, Aschkelon und sein Gebiet und Ekron und sein Gebiet.
6528#Richter,1,19#19. Und der Ewige war mit Jehuda, daß er das Gebirge entsetzte. Denn nicht zu vertreiben waren die Bewohner des Tales; denn sie hatten eiserne Wagen.
6529#Richter,1,20#20. Und sie gaben Kaleb Hebron, wie Mosche geheißen hatte, und er vertrieb von dort die drei Söhne Anaks.
6530#Richter,1,21#21. Aber den Jebusäer, der Jeruschalaim bewohnte, trieben die Söhne Binjamins nicht aus. So blieb der Jebusäer mit den Söhnen Binjamins in Jeruschalaim wohnen bis auf diesen Tag.
6531#Richter,1,22#22. Und auch die vom Haus Josef zogen aus gegen Bet-El, und der Ewige war mit ihnen.
6532#Richter,1,23#23. Und das Haus Josef ließ in Bet-El erkunden gehen; der Name der Stadt war aber vormals Lus.
6533#Richter,1,24#24. Da sahen die Späher einen Mann aus der Stadt kommen und sagten zu ihm: «Zeig uns doch den Zugang der Stadt, so wollen wir dir Liebe erweisen.»
6534#Richter,1,25#25. Und er zeigte ihnen den Zugang der Stadt, und sie schlugen die Stadt, ins Schwert hinein. Den Mann aber und sein ganzes Geschlecht ließen sie ziehen.
6535#Richter,1,26#26. Und der Mann zog in das Land der Hittiter und baute eine Stadt, die nannte er Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.
6536#Richter,1,27#27. Und Menaschsche entsetzte nicht Bet-Schean und seine Tochterstädte, Taanach und seine Tochterstädte, die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, die Bewohner von Jibleam und seine Tochterstädte und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte. So wagte es der Kenaanäer, in diesem Land wohnen zu bleiben.
6537#Richter,1,28#28. Es war aber, als Jisraël erstarkte, da machte es den Kenaanäer fronpflichtig, doch vertreiben konnte es ihn nicht.
6538#Richter,1,29#29. Auch Efraim vertrieb den Kenaanäer nicht, der in Geser wohnte; so blieb der Kenaanäer in seiner Mitte in Geser wohnen.
6539#Richter,1,30#30. Sebulun vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol; so blieb der Kenaanäer in seiner Mitte wohnen, und sie wurden fronpflichtig.
6540#Richter,1,31#31. Ascher vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von Zidon, sowie Ahlab, Achsib, Helba, Afik und Rehob.
6541#Richter,1,32#32. So wohnten die von Ascher inmitten der Kenaanäer, der Bewohner des Landes; denn sie hatten sie nicht vertrieben.
6542#Richter,1,33#33. Naftali vertrieb nicht die Bewohner von Bet-Schemesch und die Bewohner von Bet-Anat und wohnte so mitten unter den Kenaanäern, den Bewohnern des Landes. Doch die Bewohner von Bet-Schemesch und BetAnat wurden ihnen fronpflichtig.
6543#Richter,1,34#34. Und die Emoriter drängten die Söhne Dans ins Gebirge; denn sie ließen sie nicht ins Tal hinabkommen.
6544#Richter,1,35#35. So wagte es der Emoriter, in Har-Heres, in Ajjalon und in Schaalbim wohnen zu bleiben; doch die Hand des Hauses Josef ward wuchtig, und so wurden sie fronpflichtig.
6545#Richter,1,36#36. Aber das Gebiet des Emoriters war vom Akrabbim-Anstieg, von ha-Sela an und weiter hinauf.
6546#Richter,2,1#1. Da kam ein Sendbote des Ewigen vom Gilgal nach ha-Bochim hinauf; und er sprach: «Ich habe euch aus Mizraim heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen, und habe gesprochen: Nie werde ich meinen Bund mit euch brechen.
6547#Richter,2,2#2. Ihr aber sollt keinen Bund schließen mit den Bewohnern dieses Landes, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Doch ihr habt nicht auf meine Stimme gehört. Was habt ihr da getan?
6548#Richter,2,3#3. Und so sage denn auch ich: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben, damit sie euch zu Fangeisen und ihre Götter euch zum Fallstrick werden.»
6549#Richter,2,4#4. Es war nun, als der Bote des Ewigen diese Worte zu allen Kindern Jisraël geredet hatte, da hob das Volk seine Stimme und weinte.
6550#Richter,2,5#5. Und sie nannten jenen Ort Bochim-1- und opferten dort dem Ewigen. -1) Weinende.++
6551#Richter,2,6#6. Und Jehoschua hatte das Volk entlassen; da waren die Kinder Jisraël ein jeder nach seinem Besitz gezogen, um das Land in Besitz zu nehmen.
6552#Richter,2,7#7. Und das Volk diente dem Ewigen alle Tage Jehoschuas und alle Tage der Ältesten, die noch länger lebten nach Jehoschua, die das ganze große Werk des Ewigen gesehen hatten, das er an Jisraël getan.
6553#Richter,2,8#8. Dann starb Jehoschua, der Sohn Nuns, der Knecht des Ewigen, hundertzehn Jahre alt.
6554#Richter,2,9#9. Und sie begruben ihn im Gebiet seines Besitztums, in TimnatHeres auf dem Gebirge Efraim, nördlich vom Berg Gaasch.
6555#Richter,2,10#10. Und auch jenes ganze Geschlecht ward eingetan zu seinen Vätern, und es erstand ein anderes Geschlecht nach ihnen, das den Ewigen nicht kannte noch auch das Werk, das er für Jisraël getan.
6556#Richter,2,11#11. Da taten die Kinder Jisraël, was übel war in den Augen des Ewigen, und dienten den Baalen.
6557#Richter,2,12#12. Und sie verließen den Ewigen, den Gott ihrer Väter, der sie aus Mizraim geführt hatte, und gingen andern Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie waren. Und sie warfen sich vor ihnen nieder und kränkten den Ewigen.
6558#Richter,2,13#13. Und sie verließen den Ewigen und dienten dem Baal und den Astarten.
6559#Richter,2,14#14. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, und er gab sie in die Hand von Plünderern, die sie plünderten, und lieferte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, daß sie nicht mehr standhalten konnten vor ihren Feinden.
6560#Richter,2,15#15. Überall, wohin sie auszogen, war die Hand des Ewigen auf ihnen zum Unheil, wie der Ewige gesprochen, und wie der Ewige es ihnen geschworen hatte. So waren sie sehr bedrängt.
6561#Richter,2,16#16. Da ließ der Ewige Richter erstehen, und sie halfen ihnen aus der Hand ihrer Plünderer.
6562#Richter,2,17#17. Aber auch auf ihre Richter hörten sie nicht, sondern buhlten andern Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder. Rasch gingen sie von dem Weg ab, den ihre Väter gewandelt waren, den Geboten des Ewigen gehorchend. Sie taten nicht so.
6563#Richter,2,18#18. Sooft nun der Ewige ihnen Richter erstehen ließ, war der Ewige mit dem Richter und half ihnen aus der Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters, da es dem Ewigen leid tat ob ihres Gestöhns vor ihren Drängern und Drückern.
6564#Richter,2,19#19. Dann aber, wenn der Richter gestorben war, wurden sie rückfällig und handelten noch verderbter als ihre Väter, andern Göttern nachzugehn, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie ließen nichts fallen von ihrem Treiben und ihrem frechen Wandel.
6565#Richter,2,20#20. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, und er sprach: «Weil dieses Volk meinen Bund, den ich ihren Vätern geboten habe, übertreten und auf meine Stimme nicht gehört hat,
6566#Richter,2,21#21. so will auch ich niemand mehr vor ihnen vertreiben von den Völkern, die Jehoschua übrigließ, da er starb,
6567#Richter,2,22#22. um durch sie Jisraël zu prüfen, ob sie den Weg des Ewigen wahren, darin zu wandeln, wie ihre Väter ihn gewahrt, oder nicht.»
6568#Richter,2,23#23. So beließ der Ewige diese Völker, ohne sie schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Jehoschuas.
6569#Richter,3,1#1. Und dies sind die Völker, die der Ewige beließ, um durch sie Jisraël zu prüfen, alle die nicht kennengelernt all die Kriege um Kenaan,
6570#Richter,3,2#2. nur um der Kenntnis der künftigen Geschlechter der Kinder Jisraël willen, um sie den Krieg zu lehren; aber jene (Kriege), die ehedem waren, kannten sie nicht:
6571#Richter,3,3#3. Die fünf Fürstentümer der Pelischtäer, alle Kenaanäer, die Zidonier und die Hiwwiter, die auf dem Gebirge Libanon wohnten vom Berg Baal-Hermon bis Lebo von Hamat.
6572#Richter,3,4#4. Und sie dienten dazu, durch sie Jisraël zu prüfen, um zu erkennen, ob sie den Geboten des Ewigen gehorchen würden, die er ihren Vätern durch Mosche befohlen hatte.
6573#Richter,3,5#5. Und die Kinder Jisraël wohnten inmitten des Kenaani, Hitti und Emori, des Perisi, Hiwwi und Jebusi.
6574#Richter,3,6#6. Und sie nahmen deren Töchter sich zu Frauen, und ihre Töchter gaben sie deren Söhnen, und sie dienten ihren Göttern.
6575#Richter,3,7#7. So taten die Kinder Jisraël, was übel war in den Augen des Ewigen, und sie vergaßen den Ewigen, ihren Gott, und dienten den Baalen und Baumgottheiten.
6576#Richter,3,8#8. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, und er lieferte sie in die Hand Kuschan-Risch'ataims, des Königs von AramNaharaim, und die Kinder Jisraël waren Kuschan-Risch'ataim dienstbar, acht Jahre.
6577#Richter,3,9#9. Da schrien die Kinder Jisraël zum Ewigen, und der Ewige ließ ihnen einen Retter erstehen, der sie errettete: Otniël, den Sohn des Kenas, den jüngern Bruder Kalebs.
6578#Richter,3,10#10. Und über ihn kam der Geist des Ewigen, und er richtete Jisraël. Und er zog in den Kampf aus, und der Ewige gab Kuschan-Risch'ataim, den König von Aram, in seine Hand, und seine Hand wuchtete auf Kuschan-Risch'ataim.
6579#Richter,3,11#11. Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre. Dann starb Otniël, der Sohn des Kenas.
6580#Richter,3,12#12. Und die Kinder Jisraël taten weiter, was übel war in den Augen des Ewigen. Da gab der Ewige Eglon, dem König von Moab, Macht über Jisraël, weil sie getan, was übel war in den Augen des Ewigen.
6581#Richter,3,13#13. Und er sammelte um sich die Söhne Ammons und Amaleks, ging hin und schlug Jisraël, und sie nahmen die Palmenstadt ein.
6582#Richter,3,14#14. Und die Kinder Jisraël waren Eglon, dem König von Moab, dienstbar, achtzehn Jahre.
6583#Richter,3,15#15. Da schrien die Kinder Jisraël zum Ewigen, und der Ewige ließ ihnen einen Retter erstehen: Ehud, den Sohn Geras, den Binjaminiten, einen Mann, beiderseits rechthändig. Und die Kinder Jisraël sandten durch ihn ein Geschenk an Eglon, den König von Moab.
6584#Richter,3,16#16. Ehud aber verfertigte sich ein Schwert, das hatte zwei Schneiden, eine Spanne lang, und er gürtete es unter seinem Gewand an seine rechte Hüfte.
6585#Richter,3,17#17. Und er brachte das Geschenk vor Eglon, den König von Moab. Eglon aber war ein sehr feister Mann.
6586#Richter,3,18#18. Und es war, als er mit der Überreichung des Geschenks fertig war, da entließ er die Leute, die das Geschenk getragen hatten.
6587#Richter,3,19#19. Er aber kehrte wieder zurück von ha-Pesilim, das bei dem Gilgal liegt, und sprach: «Ein geheimes Wort habe ich an dich, o König!» Da sprach er: «Still!» Und alle, die bei ihm standen, gingen hinaus.
6588#Richter,3,20#20. Ehud aber war zu ihm gekommen, da er eben in dem gebälkten Obergemach saß, das für ihn allein bestimmt war. Da sprach Ehud: «Ein Gotteswort habe ich an dich.» Da erhob er sich von dem Sessel.
6589#Richter,3,21#21. Da fuhr Ehud mit seiner linken Hand aus, nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Leib,
6590#Richter,3,22#22. daß auch der Griff der Klinge eindrang; und das Fett schloß sich um die Klinge; denn er zog das Schwert nicht aus dem Leib. Dann ging er zum Fluchtausgang hinaus.
6591#Richter,3,23#23. Und Ehud trat in den Säulengang hinaus und verschloß die Türen des Obergemachs hinter sich und verriegelte sie.
6592#Richter,3,24#24. Eben war er hinausgegangen, als seine Diener kamen; da sahen sie, daß die Türen des Obergemachs verriegelt waren. Und sie dachten: Er verdeckt sich wohl nur die Beine in der gebälkten Kammer.
6593#Richter,3,25#25. Und sie warteten gar lange. Doch da er die Türen des Obergemachs nicht öffnete, nahmen sie den Schlüssel, schlossen auf und sieh, ihr Herr lag tot zu Boden.
6594#Richter,3,26#26. Ehud aber war entronnen, während sie so säumten; und er kam an ha-Pesilim vorüber und flüchtete sich nach Sëira.
6595#Richter,3,27#27. Als er aber heimkam, stieß er in das Horn im Gebirge Efraim, und die Kinder Jisraël zogen mit ihm vom Gebirge herab, er ihnen voran.
6596#Richter,3,28#28. Und er sprach zu ihnen: «Folgt mir nach, denn der Ewige hat eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand gegeben.» Und sie zogen hinab, ihm nach, besetzten die Furten des Jardens nach Moab hin und ließen niemand hinüber.
6597#Richter,3,29#29. So schlugen sie Moab zu jener Zeit, an zehntausend Mann, jeden blühenden und kriegstüchtigen Mann, und keiner entrann.
6598#Richter,3,30#30. So beugte sich Moab zu jener Zeit unter die Hand Jisraëls, und das Land hatte Ruhe achtzig Jahre.
6599#Richter,3,31#31. Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anats. Er schlug die Pelischtäer, sechshundert Mann, mit einem Rinderstecken, und auch er rettete Jisraël.
6600#Richter,4,1#1. Aber die Kinder Jisraël taten weiter, was übel war in den Augen des Ewigen; Ehud aber war gestorben.
6601#Richter,4,2#2. Da lieferte sie der Ewige in die Hand Jabins, des Königs von Kenaan, der in Hazor regierte; und sein Heerführer war Sisera, der wohnte in Haroschet-ha-Gojim.
6602#Richter,4,3#3. Da schrien die Kinder Jisraël zum Ewigen; denn neunhundert eiserne Wagen hatte er, und er bedrängte die Kinder Jisraël mit Gewalt, zwanzig Jahre.
6603#Richter,4,4#4. Debora aber, eine gottbegeistete Frau, das Weib Lapidots, sie war Richterin in Jisraël zu jener Zeit.
6604#Richter,4,5#5. Und sie saß unter der Deborapalme zwischen ha-Rama und Bet-El im Gebirge Efraim, und die Kinder Jisraël kamen zu ihr hinauf zum Gericht.
6605#Richter,4,6#6. Sie sandte nun hin und ließ Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedesch in Naftali rufen und sprach zu ihm: «Hat nicht der Ewige, der Gott Jisraëls, geboten: Geh, greif zu auf dem Berg Tabor und nimm mit dir zehntausend Mann von den Söhnen Naftalis und den Söhnen Sebuluns!
6606#Richter,4,7#7. Und ich will dir Sisera zubringen, den Heerführer Jabins, mit seinen Wagen und seinen Kriegsscharen an den Fluß Kischon und ihn in deine Hand geben.»
6607#Richter,4,8#8. Da sprach zu ihr Barak: «Wenn du mit mir gehst, will ich gehen; wenn du aber nicht mit mir gehst, gehe ich nicht.»
6608#Richter,4,9#9. Und sie sprach: «Wohl will ich mit dir gehen, doch wird es nicht dein Ruhm werden auf dem Weg, den du gehst, denn in eines Weibes Hand wird der Ewige Sisera liefern.» So machte sich Debora auf und zog mit Barak nach Kedesch.
6609#Richter,4,10#10. Darauf entbot Barak Sebulun und Naftali nach Kedesch, und es zogen hinauf, ihm nach, zehntausend Mann, und Debora zog mit ihm hinauf.
6610#Richter,4,11#11. Der Keniter Heber aber hatte sich von Kain, von den Söhnen Hobabs, des Schwiegervaters Mosches, getrennt und sein Zelt bis zur Eiche Bezaanannim hin aufgeschlagen, die bei Kedesch ist.
6611#Richter,4,12#12. Als man Sisera berichtete, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor gezogen war,
6612#Richter,4,13#13. da entbot Sisera alle seine Wagen, neunhundert eiserne Wagen, und alles Volk, das bei ihm war, von Haroschet-ha-Gojim an den Fluß Kischon.
6613#Richter,4,14#14. Da sprach Debora zu Barak: «Auf! Denn das ist der Tag, an dem der Ewige Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist doch der Ewige vor dir her ausgezogen!» Da zog Barak vom Berg Tabor herab, und zehntausend Mann ihm nach.
6614#Richter,4,15#15. Und der Ewige brachte Sisera und alle Wagen und das ganze Heerlager vor Barak in Verwirrung, ins Schwert hinein. Und Sisera stieg vom Wagen und floh zu Fuß.
6615#Richter,4,16#16. Barak aber setzte den Wagen und dem Heerlager nach bis nach Haroschet-ha-Gojim, und das ganze Heerlager Siseras fiel, ins Schwert hinein. Auch nicht einer blieb übrig.
6616#Richter,4,17#17. Und Sisera floh zu Fuß zum Zelt Jaëls, des Weibes des Keniters Heber; denn Friede war zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Haus Hebers, des Keniters.
6617#Richter,4,18#18. Da trat Jaël heraus, Sisera entgegen, und sprach zu ihm: «Kehr ein, mein Herr, kehr ein bei mir, fürchte nichts!» Und er kehrte zu ihr ins Zelt ein, und sie deckte ihn mit dem Fell zu.
6618#Richter,4,19#19. Und er sprach zu ihr: «Gib mir doch ein wenig Wasser zu trinken, denn mich dürstet!» Da öffnete sie den Milchschlauch, gab ihm zu trinken und deckte ihn zu.
6619#Richter,4,20#20. Und er sprach zu ihr: «Stell dich an den Eingang des Zeltes, und wenn dann jemand kommt und dich fragt: ,Ist hier jemand?' So sprich: Nein!»
6620#Richter,4,21#21. Da ergriff Jaël, das Weib Hebers, einen Zeltpflock, nahm den Hammer in die Hand, trat leise an ihn heran und stieß ihm den Pflock in die Schläfe, daß er in die Erde eindrang. Er aber hatte geschlafen; da wurde er schwach und starb.
6621#Richter,4,22#22. Nun kam gerade Barak, der Sisera nachjagte. Da trat Jaël heraus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: «Komm, daß ich dir den Mann zeige, den du suchst!» Und er trat zu ihr hinein, sieh, da lag Sisera tot, den Pflock in der Schläfe.
6622#Richter,4,23#23. So beugte Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kenaan, vor den Kindern Jisraël.
6623#Richter,4,24#24. Und die Hand der Kinder Jisraël kam immer härter auf Jabin, den König von Kenaan, bis sie Jabin, den König von Kenaan, vernichtet hatten.
6624#Richter,5,1#1. Und es sangen Debora und Barak, der Sohn Abinoams, an jenem Tag und sprachen:
6625#Richter,5,2#2. Mit Zahlung von Gelübden in Jisraël, Mit Volkes Edelgaben preist den Ewigen!
6626#Richter,5,3#3. Hört, Könige, vernehmt es, Fürsten! Ich will dem Ewigen, ich will ihm singen, Besingen ich den Ewigen, Gott Jisraëls.
6627#Richter,5,4#4. Als, Ewiger, du auszogst von Seïr, Herschrittest aus Edoms Gefild, Da bebt' die Erde, ja, die Himmel troffen, Und auch die Wolken troffen Wasser.
6628#Richter,5,5#5. Die Berge flossen nieder vor dem Ewigen, Der Sinai vor dem Ewigen, Gott Jisraëls.
6629#Richter,5,6#6. In Schamgars Tagen, Sohns Anats, In Jaëls Tagen gabs mehr keine Straßen, Und die der Wege zogen, gingen krumme Pfade.
6630#Richter,5,7#7. Freisiedlung wagt man nicht in Jisraël, wagts nimmer, Bis daß ich aufgestanden, Debora, Aufstand als Mutter in Jisraël.
6631#Richter,5,8#8. Es hatte neue Götter sich erwählt! Gabs damals Kampf an den Toren, - Ob Schild und Lanze ward gesehn Bei vierzigtausenden in Jisraël!
6632#Richter,5,9#9. Mein Herz den Schreibekundigen in Jisraël, Den edel Schenkenden im Volk! Preist ihr den Ewigen!
6633#Richter,5,10#10. Die auf Zehorots Eselstuten reiten, Auf Middins (Tieren) sitzen Und die des Weges ziehen, (Denen) sagts,
6634#Richter,5,11#11. Sie sollen bei Trompeterschall am Schöpfbrunn Dort laut des Ewgen Gnadentaten künden, Heilstat an seiner Freisiedlung in Jisraël, Als zu den Toren niederschritt des Ewgen Volk:
6635#Richter,5,12#12. ,Auf, auf, Debora! Auf, auf, sag Sang! Steh auf, Barak, Raub dir Gefangene, Sohn Abinoams!'
6636#Richter,5,13#13. Der Hirten Restling zwang damals ein Volk, Der Ewige bezwang für mich die Helden.
6637#Richter,5,14#14. Von Efraim die, deren Wurzel in Amalek, Dir nach dann Binjamin mit deinen Stämmen. Von Machir kamen sie herab, die Schreibekundigen, Von Sebulun, Amtsschreibers Stab umfassend.
6638#Richter,5,15#15. Die Fürsten in Jissachar mit Debora, - Und treuen Lohn bringt (Jis-sachar) Barak! Ins Tal entsandt, ihm nach! In Rëubens Abteilungen gab's Große, Gabs kluge Schreiber;
6639#Richter,5,16#16. Warum denn bliebst du bei der Anrichte, Zu lauschen auf der Herden Blöken? Gabs Große doch bei Rëubens Abteilungen, Gabs kluge Räte!
6640#Richter,5,17#17. Gil'ad, der überm Jarden wohnt, und Dan - Warum weilt bei den Schiffen Ascher, des Sitz an Meeres Küste, An seinen Buchten wohnt er?
6641#Richter,5,18#18. Sebulun, Volk, dem Tode schändet es sein Leben, Und Naftali, auf Höhen des Gefilds.
6642#Richter,5,19#19. Da kamen Könige und kämpften, Da kämpften Könige Kenaans Bei Ta'nach, an Megiddos Wassern. Gewinn an Silber holten sie sich nicht.
6643#Richter,5,20#20. Vom Himmel her sie stritten, Die Sterne her von ihren Bahnen Mit Sisera sie stritten.
6644#Richter,5,21#21. Der Fluß Kischon, er rafft sie, Der Fluß von Kedumim, der Fluß Kischon. Mit Macht trittst, meine Seele, du einher!
6645#Richter,5,22#22. Da hämmerten der Rosse Hufe Im Traben, Trappen ihrer Helden.
6646#Richter,5,23#23. ,Verflucht Meros', so spricht des Ewgen Bote, ,Flucht, fluchet seinen Wohnern, Weil sie nicht kamen zu des Ewgen Hilfe, Des Ewgen Hilfe bei den Helden!'
6647#Richter,5,24#24. Gesegnet vor den Frauen sei Jaël, Das Weib des Heber, des Keniters, Vor Fraun im Zelt gesegnet!
6648#Richter,5,25#25. Um Wasser bat er, Milch gab sie, In der Hirten Schüssel reicht' sie Rahm.
6649#Richter,5,26#26. Die Hand streckt nach dem Pflock sie aus, Die Rechte nach dem Arbeitshammer. Haut' ein auf Sisera, schlug ihm den Kopf, Zerschmettert' und durchbohrte seine Schläfe.
6650#Richter,5,27#27. Zu ihren Füßen brach er nieder, sank, lag da, Zu ihren Füßen brach er nieder, fiel. Da wo er niederbrach, da lag er, totgeschlagen.
6651#Richter,5,28#28. Durchs Fenster schaut und jammert Die Mutter Siseras, durchs Gitter: ,Warum doch zögert sein Gefährt zu kommen? Warum doch säumen seiner Wagen Tritte?'
6652#Richter,5,29#29. Die Weisen ihrer Edelfrauen tun ihr Antwort, Auch selbst gibt sie mit Worten sich Bescheid:
6653#Richter,5,30#30. ,Gewiß, sie finden, teilen Beute, Geschenk, Geschenke für der Männer Kopf, Der Beute Schatz für Sisera, Der Beute Schatz, geplündert, Geplünderte Schätze, In Haufen Beute!'
6654#Richter,5,31#31. So gehen unter alle deine Feinde, Ewiger, Doch die ihn lieben - Wie Sonne strahlt in ihrer Macht!» Dann hatte das Land Ruhe vierzig Jahre.
6655#Richter,6,1#1. Und die Kinder Jisraël taten, was übel war in den Augen des Ewigen. Da gab sie der Ewige in die Hand Midjans, sieben Jahre.
6656#Richter,6,2#2. Und die Hand Midjans wuchtete auf Jisraël. Wegen Midjans machten sich die Kinder Jisraël die Schachte in den Bergen und die Höhlen und Bergvesten.
6657#Richter,6,3#3. Und es war, so oft Jisraël gesät hatte, zogen Midjan, die Amalekiter und die Söhne des Ostens heran gegen sie.
6658#Richter,6,4#4. Und sie lagerten sich wider sie und vernichteten den Ertrag des Landes bis gegen Asa hin. Und sie ließen keinerlei Lebensmittel in Jisraël übrig, noch auch Schafe, Rinder und Esel.
6659#Richter,6,5#5. Denn mit ihren Herden und Zelten zogen sie heran und kamen, wie Heuschrecken so viel, und sie und ihre Kamele waren ohne Zahl, und sie kamen in das Land, um es zu verwüsten.
6660#Richter,6,6#6. So verarmte Jisraël gar sehr wegen Midjan. Da schrien die Kinder Jisraël zum Ewigen.
6661#Richter,6,7#7. Es war nun, als die Kinder Jisraël wegen Midjans zum Ewigen schrien,
6662#Richter,6,8#8. da sandte der Ewige einen gottbegeisteten Mann zu den Kindern Jisraël, und der sprach zu ihnen: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Ich habe euch aus Mizraim heraufgebracht und euch aus dem Sklavenhaus geführt.
6663#Richter,6,9#9. Ich habe euch errettet aus der Hand der Mizräer und aus der Hand aller eurer Bedrücker, habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben.
6664#Richter,6,10#10. Und ich habe zu euch gesagt: ,Ich, der Ewige, bin euer Gott; fürchtet nicht die Götter der Emoriter, in deren Land ihr wohnt.' Ihr aber habt auf meine Stimme nicht gehört.»
6665#Richter,6,11#11. Da kam ein Sendbote des Ewigen und er saß unter der Terebinthe bei Ofra, das dem Abiësriten Joasch gehörte; und Gid'on, sein Sohn, klopfte eben Weizen in der Kelter, um ihn vor Midjan zu bergen.
6666#Richter,6,12#12. Da erschien ihm der Bote des Ewigen und sprach zu ihm: «Der Ewige mit dir, du wackrer Held!»
6667#Richter,6,13#13. Da sprach zu ihm Gid'on: «Ach, mein Herr! Ist so der Ewige mit uns, warum denn hat uns alles dies betroffen? Und wo sind alle seine Wundertaten, von denen unsere Väter uns erzählten, sprechend: ,Hat der Ewige uns nicht aus Mizraim heraufgeführt?' Jetzt aber hat der Ewige uns verstoßen und uns in Midjans Hand gegeben.»
6668#Richter,6,14#14. Da wandte sich der Ewige zu ihm und sprach: «Geh mit dieser deiner Kraft und rette Jisraël aus der Hand Midjans. Habe doch ich dich gesandt!»
6669#Richter,6,15#15. Er aber sprach zu ihm: «Ach, Herr! Womit soll ich Jisraël erretten? Sieh, mein Geschlecht ist das Geringste in Menaschsche, und ich bin der Jüngste in meines Vaters Haus.»
6670#Richter,6,16#16. Da sprach der Ewige zu ihm: «Weil ich mit dir sein werde! So wirst du Midjan schlagen wie einen Mann.»
6671#Richter,6,17#17. Da sprach er zu ihm: «Wenn ich denn Gunst in deinen Augen gefunden habe, so wirke mir ein Wunderzeichen, daß du mit mir redest.
6672#Richter,6,18#18. Weiche doch nicht von hier, bis ich zu dir komme und meine Gabe herausbringe und sie vor dich lege.» Und er sprach: «Ich will bleiben, bis du zurückkommst.»
6673#Richter,6,19#19. Und Gid'on ging hinein, bereitete ein Ziegenböcklein und ein Efa Mehl als ungesäuerte Brote, das Fleisch tat er in den Korb und die Brühe in den Topf und brachte es hinaus zu ihm unter die Terebinthe und reichte es dar.
6674#Richter,6,20#20. Da sprach zu ihm der Bote Gottes: «Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Brote und lege sie an jenen Felsen; die Brühe aber schütte aus.» Und er tat so.
6675#Richter,6,21#21. Da streckte der Bote des Ewigen das Ende des Stabes hin, der in seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Brote; da stieg das Feuer aus dem Felsen empor und verzehrte das Fleisch und die ungesäuerten Brote. Der Bote des Ewigen aber schwand ihm aus den Augen.
6676#Richter,6,22#22. Da sah Gid'on, daß es ein Bote des Ewigen gewesen, und Gid'on sprach: «Ach, Herr, o Gott! Weil ich doch einen Boten des Ewigen geschaut von Angesicht zu Angesicht!»
6677#Richter,6,23#23. Der Ewige aber sprach zu ihm: «Friede mit dir! Fürchte nicht, du wirst nicht sterben!»
6678#Richter,6,24#24. Da baute Gid'on dort einen Altar dem Ewigen und nannte ihn: «Der Ewige ist Friede.» Bis zu diesem Tag steht er noch in dem Ofra derer von Abiëser.
6679#Richter,6,25#25. Es war aber in jener Nacht, da sprach zu ihm der Ewige: «Nimm den jungen Stier deines Vaters und den zweiten, siebenjährigen Stier, reiße den Baalsaltar nieder, der deinem Vater gehört, und den Weihbaum, der neben ihm steht, hau um.
6680#Richter,6,26#26. Dann erbaue einen Altar dem Ewigen, deinem Gott, auf der Spitze dieser Bergveste mit der (Stein)schicht, und nimm den zweiten Stier und bringe ihn als Hochopfer dar mit dem Holz des Weihbaums, den du umhaust.»
6681#Richter,6,27#27. Da nahm Gid'on zehn Mann von seinen Knechten und tat, wie der Ewige zu ihm geredet hatte. Weil er aber vor seines Vaters Haus und vor den Leuten der Stadt fürchtete, es bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht.
6682#Richter,6,28#28. Als nun die Leute der Stadt am Morgen aufstanden, sieh, da war der Altar des Baal niedergerissen und der Weihbaum, der neben ihm stand, umgehauen, der zweite Stier aber war dargebracht auf dem erbauten Altar!
6683#Richter,6,29#29. Da sprachen sie einer zum andern: «Wer hat dies getan?» Und sie fragten nach und forschten, da sagte man: «Gid'on, der Sohn Joaschs, hat dies getan.»
6684#Richter,6,30#30. Da sprachen die Leute der Stadt zu Joasch: «Gib deinen Sohn heraus, daß er sterbe, weil er den Altar des Baal niedergerissen und den Weihbaum neben ihm umgehauen hat.»
6685#Richter,6,31#31. Da sprach Joasch zu allen, die ihn umstanden: «Braucht ihr für den Baal zu streiten oder ihr ihm zu helfen? Wer für ihn streitet, wird getötet werden bis zum Morgen. Ist er ein Gott, so mag er für sich streiten, weil man seinen Altar niedergerissen hat.»
6686#Richter,6,32#32. Und man nannte ihn an jenem Tag Jerubbaal, was besagt: Mag der Baal mit ihm streiten, weil er seinen Altar niedergerissen hat.
6687#Richter,6,33#33. Ganz Midjan aber und Amalek und die Söhne des Ostens hatten sich gesammelt, waren herübergezogen und lagerten sich im Tal Jisreel.
6688#Richter,6,34#34. Aber der Geist des Ewigen fuhr in Gid'on, und er stieß in die Posaune, da sammelten sich die von Abiëser, ihm nach.
6689#Richter,6,35#35. Und Boten sandte er aus in ganz Menaschsche, und auch die sammelten sich, ihm nach; und Boten sandte er aus in Ascher, Sebulun und Naftali, und sie zogen herauf, ihnen entgegen.
6690#Richter,6,36#36. Da sprach Gid'on zu Gott: «Wenn du Jisraël durch meine Hand erretten willst, wie du gesagt hast,
6691#Richter,6,37#37. wohlan! Ich lege die Wollschur hin in der Tenne: Wenn auf der Schur allein Tau sein wird, auf dem ganzen Boden aber Trockenheit, so werde ich erkennen, daß du Jisraël durch meine Hand retten wirst, wie du gesagt hast.»
6692#Richter,6,38#38. Und es geschah so. Als er am andern Morgen aufstand und die Schur ausdrückte, preßte er Tau aus der Schur, die Schüssel voll Wasser.
6693#Richter,6,39#39. Gid'on aber sprach zu Gott: «Mag dein Angesicht nicht aufflammen gegen mich, wenn ich noch diesmal rede! Ich will nur diesmal noch es erproben mit der Schur: Soll doch Trockenheit sein an der Schur allein, auf dem ganzen Boden aber sei Tau!»
6694#Richter,6,40#40. Da tat Gott so in jener Nacht: Es war Trockenheit an der Schur allein, auf dem ganzen Boden aber lag Tau.
6695#Richter,7,1#1. Da machten sich Jerubbaal, das ist Gid'on, und alles Volk, das bei ihm war, früh auf und lagerten sich bei dem Quell Harod. Das Lager Midjans aber war nördlich von ihm, am Hügel des Weisers-1- im Tal. -1) -+More-.++
6696#Richter,7,2#2. Da sprach der Ewige zu Gid'on: «Zu viel ist das Volk, das bei dir ist, als daß ich Midjan in seine Hand geben sollte; sonst könnte Jisraël sich gegen mich rühmen und sagen: Meine Hand hat mir Rettung geschafft.
6697#Richter,7,3#3. So rufe denn aus vor den Ohren des Volkes und sprich: Wer furchtsam und ängstlich-1- ist, der kehre um und wende sich vom Berg Gil'ad!» Da kehrten von dem Volk zweiundzwanzigtausend um, und zehntausend blieben. -1) -+hared-.++
6698#Richter,7,4#4. Der Ewige aber sprach zu Gid'on: «Noch ist des Volkes zu viel. Führ sie hinab an das Wasser, daß ich sie dir dort sichte. Und es soll sein: Der, von dem ich dir sage, er soll mit dir gehen, der gehe mit dir, jeder aber, von dem ich sage, er soll nicht mit dir gehen, der gehe nicht.»
6699#Richter,7,5#5. Da führte er das Volk an das Wasser hinab, und der Ewige sprach zu Gid'on: «Jeden, der mit der Zunge vom Wasser (in der Hand) leckt, wie der Hund leckt, den stelle besonders, und jeden, der sich auf die Knie niederläßt, um zu trinken.»
6700#Richter,7,6#6. Da war die Zahl derer, die leckten, mit der Hand zum Mund, dreihundert Mann, alles übrige Volk aber hatte sich auf die Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken.
6701#Richter,7,7#7. Da sprach der Ewige zu Gid'on: «Mit den dreihundert Mann, die leckten, will ich euch erretten und Midjan in deine Hand geben; das ganze Volk aber ziehe, ein jeder nach seinem Ort.»
6702#Richter,7,8#8. Und sie nahmen den Mundvorrat des Volkes und ihre Posaunen mit sich. Alle Mannschaft Jisraëls aber entließ er, jeden nach seinen Zelten, doch die dreihundert Mann behielt er. Das Lager Midjans aber war abwärts von ihm im Tal.
6703#Richter,7,9#9. Es war aber in jener Nacht, da sprach zu ihm der Ewige: «Auf, geh hinab ins Lager, denn ich habe es in deine Hand gegeben!
6704#Richter,7,10#10. Fürchtest du aber hinabzugehn, so geh du mit deinem Knappen Pura zum Lager hinunter
6705#Richter,7,11#11. und höre, was sie sprechen. Und danach werden deine Hände sich festigen, ins Lager hinabzuziehn.» Da ging er mit seinem Knappen Pura hinunter an den Rand der Heerhaufen im Lager.
6706#Richter,7,12#12. Midjan aber, Amalek und alle Söhne des Ostens lagen da im Tal, wie die Heuschrecken so viel, und ihre Kamele waren ohne Zahl, wie der Sand am Ufer des Meeres so viel.
6707#Richter,7,13#13. Und Gid'on kam, da erzählte eben ein Mann seinem Gefährten einen Traum und sprach: «Sieh, ich hatte einen Traum, da sah ich, wie eine Scheibe Gerstenbrot durch das Lager Midjans rollte. Sie kam bis zum Zelt, traf es, daß es umfiel, und kehrte es nach oben, so daß das Zelt einfiel.»
6708#Richter,7,14#14. Da hob sein Gefährte an und sprach: «Das ist nichts als das Schwert Gid'ons, des Sohnes Joaschs, des Mannes von Jisraël. In seine Hand hat Gott Midjan gegeben und das ganze Lager.»
6709#Richter,7,15#15. Es war nun, als Gid'on die Erzählung des Traums und seine Deutung hörte, da warf er sich nieder. Dann kehrte er in das Lager Jisraëls zurück und sprach: «Auf! Denn in eure Hand hat der Ewige das Lager Midjans gegeben.»
6710#Richter,7,16#16. Dann teilte er die dreihundert Mann in drei Ausläufe und gab ihnen allen Posaunen und leere Krüge in die Hand; und Fackeln waren in den Krügen.
6711#Richter,7,17#17. Und er sprach zu ihnen: «Mir seht es ab, und tut ebenso! Seht, wenn ich an den Rand des Lagers komme, wie ich dann tue, so tut ihr.
6712#Richter,7,18#18. Werden dann ich und alle, die mit mir sind, in die Posaune stoßen, dann sollt auch ihr in die Posaunen stoßen rings um das ganze Lager und rufen: ,Für den Ewigen und Gid'on!'»
6713#Richter,7,19#19. So kam Gid'on mit den hundert Mann, die bei ihm waren, an den Rand des Lagers, zu Anfang der mittlern Nachtwache, da sie eben die Wächter aufgestellt hatten. Und sie stießen in die Posaunen und zerschlugen die Krüge, die sie in der Hand hatten.
6714#Richter,7,20#20. Und die drei Ausläufe stießen in die Posaunen, zerbrachen die Krüge, ergriffen mit der linken Hand die Fackeln, mit der rechten die Posaunen, um zu blasen, und riefen: «Das Schwert für den Ewigen und Gid'on!»
6715#Richter,7,21#21. Und sie blieben stehen, ein jeder an seiner Stelle, rings um das Lager. Das ganze Lager aber rannte umher, schrie und floh.
6716#Richter,7,22#22. Und sie bliesen die dreihundert Posaunen, und der Ewige richtete das Schwert eines jeden gegen seinen Gefährten und gegen das ganze Lager, und das Heerlager floh bis Bet-ha-Schitta, gegen Zerera hin, bis an den Rand von Abel-Mehola bei Tabbat.
6717#Richter,7,23#23. Dann sammelten sich die Männer Jisraëls aus Naftali, Ascher und ganz Menaschsche und jagten Midjan nach.
6718#Richter,7,24#24. Und Boten sandte Gid'on aus durch das ganze Gebirge Efraim und ließ sagen: «Kommt herab, Midjan entgegen, und besetzt ihnen das Wasser bis Bet-Bara und den Jarden.» Da sammelten sich alle Männer Efraims, und sie besetzten das Wasser bis Bet-Bara und den Jarden.
6719#Richter,7,25#25. Und sie nahmen zwei Fürsten Midjans gefangen, Oreb und Seeb, und erschlugen Oreb bei dem Oreb-Felsen, und Seeb erschlugen sie bei der Seeb-Kelter. Dann setzten sie Midjan nach, und die Köpfe Orebs und Seebs brachten sie zu Gid'on auf die andere Seite des Jardens.
6720#Richter,8,1#1. Die Männer von Efraim aber sprachen zu ihm: «Was hast du uns da getan, daß du uns nicht riefst, als du auszogst, gegen Midjan zu kämpfen?» Und sie zankten heftig mit ihm.
6721#Richter,8,2#2. Da sprach er zu ihnen: «Was habe ich denn schon gleich euch getan? Ist nicht die Nachlese Efraims besser als die Ernte Abiësers?
6722#Richter,8,3#3. In eure Hand hat Gott die Fürsten Midjans gegeben, Oreb und Seeb. Und was vermochte ich gleich euch zu tun?» Da legte sich ihr Zorn gegen ihn, als er solches redete.
6723#Richter,8,4#4. Und Gid'on kam an den Jarden und setzte hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, ermattet auf der Verfolgung.
6724#Richter,8,5#5. Und er sprach zu den Männern von Sukkot: «Gebt doch dem Volk, das mir folgt, Flachbrote, denn sie sind ermattet, und ich jage Sebah und Zalmunna nach, den Königen von Midjan.»
6725#Richter,8,6#6. Da sprachen die Oberen von Sukkot: «Hast du denn die Hand Sebahs und Zalmunnas in deinem Griff, daß wir deinem Heer Brot geben sollten?»
6726#Richter,8,7#7. Da sprach Gid'on: «Darum, wenn der Ewige Sebah und Zalmunna in meine Hand gibt, werde ich euren Leib dreschen mit den Dornen der Wüste und den Stechdisteln.»
6727#Richter,8,8#8. Von dort zog er nach Penuël und redete zu ihnen ebenso. Aber die Männer von Penuël antworteten ihm, wie die von Sukkot geantwortet hatten.
6728#Richter,8,9#9. Da sprach er auch zu den Männern von Penuël: «Wenn ich in Frieden zurückkehre, werde ich diesen Turm niederreißen.»
6729#Richter,8,10#10. Sebah und Zalmunna aber waren in Karkor, und ihr Heerlager war bei ihnen, etwa fünfzehntausend, alle die übrig geblieben waren vom ganzen Heerlager der Söhne des Ostens. Die Gefallenen aber waren hundertzwanzigtausend Mann, die ein Schwert führten.
6730#Richter,8,11#11. Da zog Gid'on den Weg der Zeltbewohner hinauf, östlich von Nobah und Jogbeha, und schlug das Heerlager, während das Lager sich sicher glaubte.
6731#Richter,8,12#12. Und Sebah und Zalmunna flohen; er aber jagte ihnen nach, fing beide Könige von Midjan ab, Sebah und Zalmunna, und setzte das ganze Lager in Schrecken.
6732#Richter,8,13#13. Dann kehrte Gid'on, der Sohn Joaschs, vom Kampf zurück, über den Anstieg von ha-Heres.
6733#Richter,8,14#14. Und er griff einen Burschen auf von den Männern von Sukkot und fragte ihn aus; und er schrieb ihm die Oberen von Sukkot und seine Ältesten auf, siebenundsiebzig Mann.
6734#Richter,8,15#15. Dann kam er zu den Männern von Sukkot und sprach: «Da sind nun Sebah und Zalmunna, um die ihr mich gehöhnt habt, sprechend: ,Hast du denn die Hand Sebahs und Zalmunnas schon in deinem Griff, daß wir deinen erschöpften Leuten Brot geben sollten?»'
6735#Richter,8,16#16. Da nahm er die Ältesten der Stadt und dazu die Dornen der Wüste und die Stechdisteln und züchtigte damit die Männer von Sukkot.
6736#Richter,8,17#17. Und den Turm von Penuël riß er nieder und erschlug die Männer der Stadt.
6737#Richter,8,18#18. Dann sprach er zu Sebah und Zalmunna: «Wie waren die Männer, die ihr in Tabor erschlagen habt?» Sie sprachen: «Wie du, so sie, (ganz) eins, gleich der Gestalt der Königssöhne.»
6738#Richter,8,19#19. Da sprach er: «Meine Brüder, meiner Mutter Söhne waren sie. Der Ewige lebt! Hättet ihr sie am Leben gelassen, würde ich euch nicht töten.»
6739#Richter,8,20#20. Da sprach er zu seinem Erstgeborenen Jeter: «Auf, erschlage sie!» Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete, weil er noch ein Knabe war.
6740#Richter,8,21#21. Da sprachen Sebah und Zalmunna: «Auf, du, stoß du uns nieder! Denn wie der Mann, so seine Kraft.» Da stand Gid'on auf und erschlug Sebah und Zalmunna. Und er nahm die Möndchen, die an den Hälsen ihrer Kamele waren.
6741#Richter,8,22#22. Nun sprachen die Männer von Jisraël zu Gid'on: «Herrsche über uns, so du, wie dein Sohn und deines Sohnes Sohn, denn du hast uns aus der Hand Midjans gerettet.»
6742#Richter,8,23#23. Aber Gid'on sprach zu ihnen: «Nicht will ich über euch herrschen, noch soll mein Sohn über euch herrschen, der Ewige soll über euch herrschen.»
6743#Richter,8,24#24. Und Gid'on sprach zu ihnen: «Erbitten will ich mir etwas von euch! Gebt mir ein jeder die Ringe seiner Beute.» Denn sie hatten goldene Ringe, da sie Jischmaëliter waren.
6744#Richter,8,25#25. Da sprachen sie: «Wir wollen sie dir geben.» Und sie breiteten das Tuch aus, und warfen dahin jeder die Ringe seiner Beute.
6745#Richter,8,26#26. Da war das Gewicht der goldenen Ringe, die er sich erbeten hatte, eintausendsiebenhundert (Schekel) Gold, ohne die Möndchen, die Ohrgehänge und Purpurkleider, welche die Könige von Midjan getragen hatten, und ohne die Ketten an dem Hals ihrer Kamele.
6746#Richter,8,27#27. Und Gid'on machte es zum Efod und stellte es auf in seiner Stadt, Ofra. Und ganz Jisraël buhlte ihm dort nach, und es wurde für Gid'on und sein Haus zum Fallstrick.
6747#Richter,8,28#28. Midjan aber war gebeugt vor den Kindern Jisraël, daß sie ihr Haupt fortan nicht heben konnten. Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe in den Tagen Gid'ons.
6748#Richter,8,29#29. Und Jerubbaal, der Sohn Joaschs, ging hin und blieb in seinem Haus.
6749#Richter,8,30#30. Und Gid'on hatte siebzig Söhne, seine Leibesnachkommen; denn er hatte viele Frauen.
6750#Richter,8,31#31. Und auch seine Kebse in Schechem gebar ihm einen Sohn, den nannte er Abimelech.
6751#Richter,8,32#32. Dann starb Gid'on, der Sohn Joaschs in schönem Greisenalter und wurde begraben im Grab seines Vaters Joasch im Ofra derer von Abiëser.
6752#Richter,8,33#33. Es war aber nachdem Gid'on gestorben war, da buhlten die Kinder Jisraël wieder den Baalen nach und machten sich den Baal-Berit zum Gott.
6753#Richter,8,34#34. Nicht gedachten die Kinder Jisraël des Ewigen, ihres Gottes, der sie aus der Hand aller ihrer Feinde ringsum gerettet hatte.
6754#Richter,8,35#35. Auch erwiesen sie keine Liebe dem Haus Jerubbaal-Gid'ons gemäß all dem Guten, das er Jisraël erwiesen hatte.
6755#Richter,9,1#1. Und Abimelech, der Sohn Jerubbaals, ging nach Schechem zu den Brüdern seiner Mutter und redete zu ihnen und zum ganzen Geschlecht vom Haus des Vaters seiner Mutter und sprach:
6756#Richter,9,2#2. «Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Schechem: Was ist euch besser: Daß siebzig Männer, alle Söhne Jerubbaals, über euch herrschen, oder daß ein Mann über euch herrsche? Gedenkt aber, daß ich euer Fleisch und Bein bin!»
6757#Richter,9,3#3. Da redeten die Brüder seiner Mutter seinetwegen alle diese Worte vor den Ohren aller Bürger von Schechem, und ihr Herz neigte sich Abimelech zu, weil sie sagten: «Unser Bruder ist er.»
6758#Richter,9,4#4. Und sie gaben ihm siebzig Silberstücke aus dem Haus des Baal-Berit, und damit dang sich Abimelech leere, habelose Männer, die ihm nachfolgten.
6759#Richter,9,5#5. Und er kam zu seines Vaters Haus nach Ofra und tötete seine Brüder, die Söhne Jerubbaals, siebzig Mann auf einem Stein. Es blieb aber Jotam übrig, der jüngste Sohn Jerubbaals, denn er hatte sich versteckt.
6760#Richter,9,6#6. Dann versammelten sich alle Bürger von Schechem und ganz Bet-Millo und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Standmalseiche, die zu Schechem ist.
6761#Richter,9,7#7. Und man berichtete das Jotam; da ging er hin, stellte sich auf den Gipfel des Berges Gerisim, hob seine Stimme und rief und sprach zu ihnen: «Hört auf mich, ihr Bürger von Schechem, Daß auch Gott auf euch höre!
6762#Richter,9,8#8. Einst gingen die Bäume, Einen König über sich zu salben. Und sie sprachen zum Ölbaum: Sei König über uns!
6763#Richter,9,9#9. Da sprach zu ihnen der Ölbaum: Sollt meine Fettigkeit ich lassen, Womit durch mich man Götter ehrt und Menschen, Um hinzugehn, zu schweifen ob den Bäumen?
6764#Richter,9,10#10. Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns!
6765#Richter,9,11#11. Da sprach zu ihnen der Feigenbaum: Sollt meine Süßigkeit ich lassen Und meine köstliche Frucht, Um hinzugehn, zu schweifen ob den Bäumen?
6766#Richter,9,12#12. Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, sei König über uns!
6767#Richter,9,13#13. Da sprach zu ihnen der Weinstock: Sollt meinen Most ich lassen, Der Gott erfreut und Menschen, Um hinzugehn, zu schweifen ob den Bäumen?
6768#Richter,9,14#14. Da sprachen alle Bäume zum Dornstrauch: Komm du, sei König über uns!
6769#Richter,9,15#15. Und der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wollt wirklich ihr zum König über euch mich salben, So kommt und berget euch in meinem Schatten. Wenn aber nicht, Soll Feuer aus dem Dornstrauch fahren Und fressen des Libanon Zedern!
6770#Richter,9,16#16. Nun denn, wenn ihr treu und untadlig gehandelt habt, als ihr Abimelech zum König machtet, und wenn ihr wohl gehandelt habt an Jerubbaal und seinem Haus und ihm nach dem Verdienst seiner Hände vergolten habt -
6771#Richter,9,17#17. da doch mein Vater für euch gekämpft, sein Leben von sich geworfen und euch aus der Hand Midjans gerettet hat,
6772#Richter,9,18#18. während ihr euch heute gegen das Haus meines Vaters erhoben, seine Söhne - siebzig Mann auf einem Stein - erschlagen und Abimelech, den Sohn seiner Magd, zum König über die Bürger von Schechem gemacht habt, weil er euer Bruder ist.
6773#Richter,9,19#19. Wenn ihr so treu und untadlig an Jerubbaal und seinem Haus gehandelt habt an diesem Tag, so freut euch Abimelechs, und freue auch er sich euer!
6774#Richter,9,20#20. Wenn aber nicht, so fahre Feuer aus von Abimelech und verzehre die Bürger von Schechem und Bet-Millo, und fahre Feuer aus von den Bürgern Schechems und von Bet-Millo und verzehre Abimelech!»
6775#Richter,9,21#21. Dann entwich Jotam und floh und ging nach Beer und blieb dort wegen seines Bruders Abimelech.
6776#Richter,9,22#22. Und Abimelech herrschte über Jisraël drei Jahre,
6777#Richter,9,23#23. da sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Schechem, und die Bürger von Schechem wurden Abimelech untreu.
6778#Richter,9,24#24. Auf daß der Frevel an den siebzig Söhnen Jerubbaals heimkäme, und ihr Blut gelegt würde auf ihren Bruder Abimelech, der sie erschlagen, und auf die Bürger von Schechem, die ihm die Hände gefestigt, seine Brüder zu erschlagen.
6779#Richter,9,25#25. Und die Bürger von Schechem legten gegen ihn Lauerer auf die Höhen der Berge, die jeden, der des Weges an ihnen vorüberzog, beraubten. Das wurde Abimelech berichtet.
6780#Richter,9,26#26. Und es kam Gaal, der Sohn Ebeds, mit seinen Brüdern, und sie zogen durch Schechem; da setzten die Bürger von Schechem auf ihn ihr Vertrauen.
6781#Richter,9,27#27. Und sie zogen aufs Feld hinaus, hielten Lese in ihren Weingärten, kelterten und veranstalteten ein Jubelfest. Dann gingen sie in das Haus ihres Gottes, aßen und tranken und fluchten Abimelech.
6782#Richter,9,28#28. Da sprach Gaal, der Sohn Ebeds: «Wer ist Abimelech und wer Schechem, daß wir ihm dienen? Ja, der Sohn Jerubbaals und Sebul, sein Beamter, ihr dient den Männern Hamors, des Vaters von Schechem! Warum aber sollten wir ihm dienen?
6783#Richter,9,29#29. Gäbe doch wer dieses Volk in meine Hand, ich wollte Abimelech abtun!» Und er ließ Abimelech sagen: «Mehre dein Heer und zieh aus!»
6784#Richter,9,30#30. Als aber Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, da flammte sein Antlitz,
6785#Richter,9,31#31. und er sandte Boten an Abimelech in Torma, ihm zu sagen: «Sieh, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Schechem gekommen, und sie drängen die Stadt gegen dich.
6786#Richter,9,32#32. Und nun, mach dich nachts auf, du und das Volk, das bei dir ist, und leg dich auf dem Feld in den Hinterhalt.
6787#Richter,9,33#33. Am Morgen aber, sobald die Sonne aufgeht, brich früh auf, und schwärme aus gegen die Stadt. Da wird er dann mit seinen Leuten gegen dich hinausziehn, und du magst ihm tun, wie deine Hand vermag.»
6788#Richter,9,34#34. Da machte sich Abimelech mit allem Volk, das bei ihm war, des Nachts auf, und sie legten sich gegen Schechem in den Hinterhalt in vier Ausläufen.
6789#Richter,9,35#35. Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog aus; und er hielt am Eingang des Stadttors, als Abimelech mit dem Volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt hervorbrach.
6790#Richter,9,36#36. Da bemerkte Gaal das Volk und sprach zu Sebul: «Sieh, Volk kommt da herab von den Höhen der Berge!» Doch Sebul sprach zu ihm: «Den Schatten der Berge siehst du für Menschen an.»
6791#Richter,9,37#37. Da sprach Gaal noch weiter: «Sieh, Volk kommt da heran vom Leib der Erde, und ein Auslauf kommt des Weges von der Wolkendeuter-Eiche.»
6792#Richter,9,38#38. Da sprach zu ihm Sebul: «Wo ist denn nun dein Maul, da du sprachst: ,Wer ist Abimelech, daß wir ihm dienen?' Das ist ja das Volk, das du verachtet hast. Zieh doch jetzt aus und kämpfe mit ihm!»
6793#Richter,9,39#39. Da zog Gaal aus vor den Bürgern von Schechem und kämpfte mit Abimelech.
6794#Richter,9,40#40. Und Abimelech kam hinter ihn, und er floh vor ihm, und viele Erschlagene fielen bis an den Eingang des Tores.
6795#Richter,9,41#41. Und Abimelech blieb in (Ba)ruma, Sebul aber vertrieb Gaal und seine Brüder, daß sie nicht in Schechem blieben.
6796#Richter,9,42#42. Es war aber am andern Tag, da zog das Volk aufs Feld hinaus, und man berichtete es Abimelech.
6797#Richter,9,43#43. Da nahm er das Volk, teilte es in drei Ausläufe und legte sich auf dem Feld in den Hinterhalt; und als er sah, wie das Volk aus der Stadt kam, fiel er über sie her und schlug sie.
6798#Richter,9,44#44. Und Abimelech und die von den Ausläufen, die bei ihm waren, schwärmten aus und hielten am Eingang des Stadttors, während die zwei Ausläufe über alle, die auf dem Feld waren, ausschwärmten und sie niederschlugen.
6799#Richter,9,45#45. Und Abimelech kämpfte gegen die Stadt jenen ganzen Tag, nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, erschlug er, zerstörte die Stadt und bestreute sie mit Salz.
6800#Richter,9,46#46. Als alle Bürger von Migdal-Schechem dies hörten, begaben sie sich in das Gewölbe des Tempels des Gottes El-Berit-1-. -1) Bundesgott.++
6801#Richter,9,47#47. Und man berichtete Abimelech, daß alle Bürger von Migdal-Schechem sich versammelt hätten,
6802#Richter,9,48#48. da zog Abimelech auf den Berg Zalmon, er und alles Volk, das bei ihm war. Und Abimelech nahm die Axt in seine Hand, hieb einen Baumast ab, hob ihn auf und tat ihn auf seine Schulter. Dann sprach er zu dem Volk, das bei ihm war: «Was ihr gesehen, daß ich tat, das tut eilends mir nach!»
6803#Richter,9,49#49. Da schnitt auch alles Volk jeder seinen Ast ab, gingen Abimelech nach, taten es an das Gewölbe und steckten über ihnen das Gewölbe in Brand. So kamen die Leute von Migdal-Schechem allesamt um, an tausend Männer und Frauen.
6804#Richter,9,50#50. Dann zog Abimelech nach Tebez, belagerte Tebez und nahm es ein.
6805#Richter,9,51#51. Und ein fester Turm war inmitten der Stadt; dorthin flüchteten alle Männer und Frauen und alle Bürger der Stadt, schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes.
6806#Richter,9,52#52. Da kam Abimelech an den Turm und griff ihn an. Und er trat heran an den Eingang des Turmes, um ihn im Feuer zu verbrennen.
6807#Richter,9,53#53. Da warf ein Weib die Scheibe eines Mühlsteins auf den Kopf Abimelechs und zerschmetterte ihm den Schädel.
6808#Richter,9,54#54. Da rief er schleunigst den Knappen, der ihm die Waffen trug, und sprach zu ihm: «Zieh dein Schwert und töte mich, damit man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn getötet.» Da durchstach ihn sein Knappe, daß er starb.
6809#Richter,9,55#55. Da sahen die Männer von Jisraël, daß Abimelech tot war, und gingen ein jeder nach seinem Ort.
6810#Richter,9,56#56. So vergalt Gott das Böse Abimelechs, das er an seinem Vater begangen, seine siebzig Brüder zu erschlagen;
6811#Richter,9,57#57. und alles Böse der Leute von Schechem ließ Gott auf ihr Haupt zurückfallen. Und es kam über sie der Fluch Jotams, des Sohnes Jerubbaals.
6812#Richter,10,1#1. Und nach Abimelech trat auf, um Jisraël zu retten, Tola, der Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann aus Jissachar; und er wohnte zu Schamir auf dem Gebirge Efraim.
6813#Richter,10,2#2. Und er richtete Jisraël dreiundzwanzig Jahre, dann starb er und wurde begraben zu Schamir.
6814#Richter,10,3#3. Dann trat nach ihm auf Jair aus dem Gil'ad, und er richtete Jisraël zweiundzwanzig Jahre.
6815#Richter,10,4#4. Und er hatte dreißig Söhne, die auf dreißig Eselsfüllen ritten und dreißig Ortschaften besaßen. Die nennt man die Zeltdörfer Jairs bis auf diesen Tag, die im Land Gil'ad sind.
6816#Richter,10,5#5. Und Jair starb und wurde begraben in Kamon.
6817#Richter,10,6#6. Die Kinder Jisraël aber taten weiter, was übel war in den Augen des Ewigen. Sie dienten den Baalen und den Astarten, den Göttern Arams und den Göttern Zidons, den Göttern Moabs, den Göttern der Söhne Ammons und den Göttern der Pelischtäer und verließen den Ewigen und dienten ihm nicht.
6818#Richter,10,7#7. Da flammte des Ewigen Antlitz auf wider Jisraël, und er lieferte sie in die Hand der Pelischtäer und in die Hand der Söhne Ammons.
6819#Richter,10,8#8. Und die plagten und plackten die Kinder Jisraël in jenem Jahr - achtzehn Jahre - alle Kinder Jisraël, die jenseits des Jardens im Land der Emoriter, im Gil'ad, waren.
6820#Richter,10,9#9. Und die Söhne Ammons durchzogen den Jarden, um auch Jehuda, Binjamin und das Haus Efraim zu bekriegen; so ward Jisraël sehr bedrängt.
6821#Richter,10,10#10. Da schrien die Kinder Jisraël zum Ewigen und sprachen: «Wir haben gegen dich gesündigt, weil wir unsern Gott verlassen und den Baalen gedient haben.»
6822#Richter,10,11#11. Da sprach der Ewige zu den Kindern Jisraël: «Ists nicht so? Vor den Mizräern, den Emoritern, den Söhnen Ammons und den Pelischtäern
6823#Richter,10,12#12. (und) als die Zidonier, Amalek und Maon euch bedrängten, und ihr zu mir schriet, habe ich euch aus ihrer Hand errettet.
6824#Richter,10,13#13. Ihr aber habt mich verlassen und dientet andern Göttern. Deshalb will ich euch fortan nicht mehr retten.
6825#Richter,10,14#14. Geht hin und schreit zu den Göttern, die ihr euch erwählt habt! Sie mögen euch helfen zur Zeit eurer Not!»
6826#Richter,10,15#15. Da sprachen die Kinder Jisraël zum Ewigen: «Wir haben gesündigt, tu du mit uns ganz, wie es recht ist in deinen Augen. Nur rette uns doch an diesem Tag!»
6827#Richter,10,16#16. Und sie entfernten die Götter der Fremde aus ihrer Mitte und dienten dem Ewigen. Da wurde er ungeduldig ob des Elends Jisraëls.
6828#Richter,10,17#17. Und die Söhne Ammons taten sich zusammen und lagerten im Gil'ad; da kamen die Kinder Jisraël zusammen und lagerten in ha-Mizpa.
6829#Richter,10,18#18. Da sprachen sie, das Volk, die Obersten von Gil'ad, einer zum andern: «Welcher Mann den Anfang macht, gegen die Söhne Ammons zu kämpfen, der soll Oberhaupt sein über alle Bewohner Gil'ads.»
6830#Richter,11,1#1. Und Jiftah, der Gil'adite, war ein tapferer Held, er war aber der Sohn eines Buhlweibes, Gil'ad hatte Jiftah gezeugt.
6831#Richter,11,2#2. Da gebar (auch) das Weib Gil'ads ihm Söhne, und als die Söhne des Weibes groß geworden waren, vertrieben sie Jiftah und sprachen zu ihm: «Du sollst nicht erben im Haus unseres Vaters, denn der Sohn eines andern Weibes bist du.»
6832#Richter,11,3#3. Da floh Jiftah vor seinen Brüdern und ließ sich in der Landschaft Tob nieder. Dort scharten sich um Jiftah leere Leute, die mit ihm auszogen.
6833#Richter,11,4#4. Nun war es nach einer Zeit, daß die Söhne Ammons Krieg hatten mit Jisraël.
6834#Richter,11,5#5. Es war nun, als die Söhne Ammons Jisraël bekriegten, da gingen die Ältesten Gil'ads, um Jiftah aus der Landschaft Tob zu holen.
6835#Richter,11,6#6. Und sie sprachen zu Jiftah: «Komm und sei unser Anführer, daß wir gegen die Söhne Ammons kämpfen!»
6836#Richter,11,7#7. Da sprach Jiftah zu den Ältesten Gil'ads: «Habt ihr mich nicht gehaßt und aus dem Haus meines Vaters vertrieben? Und warum kommt ihr jetzt zu mir, da ihr in Not seid?»
6837#Richter,11,8#8. Da sprachen die Ältesten Gil'ads zu Jiftah: «Darum sollst du jetzt, da wir zu dir zurückgekehrt, wenn du mit uns gehst und gegen die Söhne Ammons kämpfst, Oberhaupt über uns sein, über alle Bewohner Gil'ads.»
6838#Richter,11,9#9. Da sprach Jiftah zu den Ältesten Gil'ads: «Wenn ihr mich zurückholt, um gegen die Söhne Ammons zu kämpfen, und der Ewige sie vor mich hingibt, so will ich euer Oberhaupt sein.»
6839#Richter,11,10#10. Da sprachen die Ältesten Gil'ads zu Jiftah: «Der Ewige höre zwischen uns: Ob wir nicht so tun, wie du geredet!»
6840#Richter,11,11#11. Da ging Jiftah mit den Ältesten Gil'ads, und das Volk setzte ihn über sich zum Oberhaupt und Anführer. Jiftah aber redete alle seine Worte vor dem Ewigen in ha-Mizpa.
6841#Richter,11,12#12. Dann sandte Jiftah Boten an den König der Söhne Ammons und ließ sagen: «Was habe ich mit dir, daß du zu mir gekommen bist, mein Land zu bekriegen?»
6842#Richter,11,13#13. Da sprach der König der Söhne Ammons zu den Boten Jiftahs: «Weil Jisraël mein Land genommen, als es aus Mizraim zog, vom Arnon bis an den Jabbok und bis zum Jarden; nun aber gib es mir im Guten wieder!»
6843#Richter,11,14#14. Da sandte Jiftah abermals Boten an den König der Söhne Ammons
6844#Richter,11,15#15. und ließ ihm sagen: «So spricht Jiftah: Nicht hat Jisraël Moabs Land und der Söhne Ammons Land genommen,
6845#Richter,11,16#16. sondern, als sie aus Mizraim heraufzogen, zog Jisraël durch die Wüste bis zum Schilfmeer und kam nach Kadesch;
6846#Richter,11,17#17. da sandte Jisraël Boten an den König von Edom und ließ sagen: ,Laß mich doch durch dein Land ziehen!' Aber der König von Edom hörte nicht darauf. Und auch an den König von Moab sandte es, aber auch er wollte nicht. So blieb Jisraël in Kadesch.
6847#Richter,11,18#18. Dann zog es durch die Wüste, umging das Land Edom und das Land Moab und kam an, östlich vom Land Moab. Und sie lagerten jenseits des Arnon und betraten nicht das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.
6848#Richter,11,19#19. Darauf schickte Jisraël Boten an den Emoriterkönig Sihon, den König von Heschbon, und Jisraël ließ ihm sagen: ,Laß uns doch durch dein Land ziehn zu meinem Ort.'
6849#Richter,11,20#20. Aber Sihon traute Jisraël nicht, daß es durch sein Gebiet zöge, und Sihon sammelte sein ganzes Volk, und sie lagerten bei Jahza, und er kämpfte mit Jisraël.
6850#Richter,11,21#21. Da gab der Ewige, der Gott Jisraëls, Sihon und sein ganzes Volk in die Hand Jisraëls, und sie schlugen sie, und Jisraël eroberte das ganze Land des Emoriters, des Bewohners jenes Landes.
6851#Richter,11,22#22. Und sie eroberten das ganze Gebiet des Emoriters vom Arnon bis an den Jabbok und von der Wüste bis zum Jarden.
6852#Richter,11,23#23. Und nun: Der Ewige, der Gott Jisraëls, hat den Emoriter vor seinem Volk Jisraël vertrieben, und du willst es besitzen?
6853#Richter,11,24#24. Ists nicht so? Was dir dein Gott Kemosch zum Erbe gibt, das nimmst du dir. Und alles, was der Ewige, unser Gott, vor uns als Erbe freimacht, das wollen wir uns nehmen.
6854#Richter,11,25#25. Und nun: Bist du denn besser als Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab? Hat er etwa Jisraël befehdet oder sie bekämpft?
6855#Richter,11,26#26. Während Jisraël in Heschbon und seinen Tochterstädten saß, in Ar'or und seinen Tochterstädten und in allen Städten am Ufer des Arnon, dreihundert Jahre, warum habt ihr sie nicht in jener Zeit entrissen?
6856#Richter,11,27#27. Ich aber habe nichts verschuldet gegen dich, und du tust mir Böses, mich zu bekriegen. So richte denn der Ewige, der Richter, heute zwischen den Kindern Jisraël und den Söhnen Ammons!»
6857#Richter,11,28#28. Aber der König der Söhne Ammons hörte nicht auf die Worte Jiftahs, die er ihm entboten hatte.
6858#Richter,11,29#29. Da kam über Jiftah der Geist des Ewigen, und er zog durch das Gil'ad und durch Menaschsche, vorbei durch Mizpe im Gil'ad und von Mizpe im Gil'ad zog er weiter zu den Söhnen Ammons.
6859#Richter,11,30#30. Und Jiftah tat ein Gelöbnis dem Ewigen und sprach: «Wenn du die Söhne Ammons in meine Hand gibst,
6860#Richter,11,31#31. so soll das, was aus der Tür meines Hauses mir entgegentritt, wenn ich heil heimkehre von den Söhnen Ammons, dem Ewigen gehören, und ich will es als Hochopfer darbringen.»
6861#Richter,11,32#32. Darauf zog Jiftah gegen die Söhne Ammons, um sie zu bekämpfen, und der Ewige gab sie in seine Hand.
6862#Richter,11,33#33. Und er schlug sie von Aroër bis gegen Minnit hin, zwanzig Städte, und bis nach Abel-Keramim, ein gar gewaltiges Schlagen. So wurden die Söhne Ammons gebeugt vor den Kindern Jisraël.
6863#Richter,11,34#34. Und Jiftah kam nach ha-Mizpa zu seinem Haus, da trat seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Pauken und Schalmeien. Und nur sie (hatte er), die einzige, er hatte sonst weder Sohn noch Tochter.
6864#Richter,11,35#35. Es war nun, als er sie erblickte, da zerriß er seine Kleider und rief: «Ach, meine Tochter, du brichst mich nieder, zu meinen Verderbern bist du getreten! Und ich habe meinen Mund zum Ewigen aufgetan und kann nicht mehr zurück.»
6865#Richter,11,36#36. Da sprach sie zu ihm: «Vater! Hast du deinen Mund zum Ewigen aufgetan, so tu mir, wie es aus deinem Mund gekommen, nachdem der Ewige dir Rache geschafft an deinen Feinden, den Söhnen Ammons.»
6866#Richter,11,37#37. Dann sagte sie zu ihrem Vater: «Möge mir dies getan werden: Laß mich zwei Monate, daß ich hingehe und niedersteige über die Berge und mein Mädchentum beweine, ich und meine Gespielinnen.»
6867#Richter,11,38#38. Und er sprach: «Geh hin!» Und er entließ sie auf zwei Monate. Da ging sie hin, sie und ihre Gespielinnen, und sie beweinte ihr Mädchentum auf den Bergen.
6868#Richter,11,39#39. Und es war nach Verlauf von zwei Monaten, da kehrte sie zu ihrem Vater zurück, und er vollzog an ihr sein Gelöbnis, das er gelobt hatte. Sie aber hatte keinen Mann gekannt. Und es ward zur Satzung in Jisraël:
6869#Richter,11,40#40. Von Jahr zu Jahr gehen die Töchter Jisraëls hin, die Tochter Jiftahs, des Gil'aditen, zu besingen, vier Tage im Jahr.
6870#Richter,12,1#1. Da taten sich die Männer Efraims zusammen und zogen hinüber, nach Norden. Und sie sprachen zu Jiftah: «Warum bist du hinübergezogen, um gegen die Söhne Ammons zu kämpfen, und hast uns nicht gerufen, mit dir zu gehen? Dein Haus wollen wir über dir im Feuer verbrennen.»
6871#Richter,12,2#2. Da sprach Jiftah zu ihnen: «In Fehde, heftig, war ich und mein Volk mit den Söhnen Ammons, da rief ich euch, aber ihr halft mir nicht aus ihrer Hand.
6872#Richter,12,3#3. Als ich nun sah, daß du mir nicht halfst, da nahm ich meine Kehle in die Hand, zog hinüber zu den Söhnen Ammons, und der Ewige gab sie in meine Hand. Und warum zieht ihr heute gegen mich herauf, um mich zu bekämpfen?»
6873#Richter,12,4#4. Dann sammelte Jiftah alle Männer von Gil'ad und kämpfte gegen Efraim, und die Männer von Gil'ad schlugen Efraim. Denn diese hatten gesagt: «Efraimitische Flüchtlinge seid ihr Gil'aditer inmitten von Efraim und Menaschsche!»
6874#Richter,12,5#5. Und Gil'ad besetzte die Furten des Jardens nach Efraim hin. Und so oft efraimitische Flüchtlinge sprachen: «Laßt mich doch hinübersetzen», sprachen zu ihm die Männer von Gil'ad: «Bist du ein Efraimite?» Sagte er: «Nein»,
6875#Richter,12,6#6. so sprachen sie zu ihm: «Sag doch Schibbolet.» Er aber sagte «Sibbolet», weil er es nicht richtig sprechen konnte; da ergriffen sie ihn und schlachteten ihn ab an den Furten des Jardens. So fielen damals von Efraim zweiundvierzigtausend.
6876#Richter,12,7#7. Und Jiftah richtete Jisraël sechs Jahre. Dann starb Jiftah, der Gil'adite, und wurde begraben in (einer der) Städte Gil'ads.
6877#Richter,12,8#8. Und nach ihm richtete Jisraël Ibzan aus Bet-Lehem.
6878#Richter,12,9#9. Der hatte dreißig Söhne; dreißig Töchter gab er nach auswärts, und dreißig Töchter führte er von auswärts seinen Söhnen zu. Und er richtete Jisraël sieben Jahre.
6879#Richter,12,10#10. Dann starb Ibzan und wurde begraben in Bet-Lehem.
6880#Richter,12,11#11. Und nach ihm richtete Jisraël Elon aus Sebulun; und er richtete Jisraël zehn Jahre.
6881#Richter,12,12#12. Dann starb Elon aus Sebulun und wurde begraben in Ajjalon im Land Sebulun.
6882#Richter,12,13#13. Und nach ihm richtete Jisraël Abdon, der Sohn Hillels, aus Pir'aton.
6883#Richter,12,14#14. Der hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eselsfüllen ritten. Und er richtete Jisraël acht Jahre.
6884#Richter,12,15#15. Dann starb Abdon, der Sohn Hillels, aus Pir'aton und wurde begraben in Pir'aton im Land Efraim auf dem Amalekiterberg.
6885#Richter,13,1#1. Und die Kinder Jisraël taten weiter, was übel war in den Augen des Ewigen. Da gab sie der Ewige in die Hand der Pelischtäer, vierzig Jahre.
6886#Richter,13,2#2. Und es war ein Mann aus Zor'a aus dem Geschlecht der Daniten, mit Namen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar und hatte nicht geboren.
6887#Richter,13,3#3. Da erschien dem Weib ein Sendbote des Ewigen und sprach zu ihr: «Sieh doch, du bist unfruchtbar und hast nicht geboren, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.
6888#Richter,13,4#4. Und nun: Nimm dich in acht, und trinke nicht Wein noch Rauschtrank, und iß nichts Unreines.
6889#Richter,13,5#5. Denn sieh, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Und ein Schermesser komme nicht auf sein Haupt; denn ein Geweihter Gottes soll der Knabe sein vom Mutterleib an, und er wird beginnen, Jisraël zu retten aus der Hand der Pelischtäer.»
6890#Richter,13,6#6. Da kam das Weib und sprach zu ihrem Mann: «Ein Gottesmann ist zu mir gekommen, er sah aus wie ein Bote Gottes, gar schaurig; und ich habe ihn nicht gefragt, woher er ist, und seinen Namen hat er mir nicht genannt.
6891#Richter,13,7#7. Und er sagte mir: ,Du wirst schwanger und gebärst einen Sohn; und nun: Trinke nicht Wein noch Rauschtrank, und iß nichts Unreines; denn ein Geweihter Gottes soll der Knabe sein vom Mutterleib an bis zum Tag seines Todes.»
6892#Richter,13,8#8. Da betete Manoah zum Ewigen und sprach: «Ach, Herr! Der Gottesmann, den du gesandt hast, möge doch noch einmal zu uns kommen und uns anweisen, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren wird.»
6893#Richter,13,9#9. Da hörte Gott auf die Stimme Manoahs, und der Bote Gottes kam noch einmal zu dem Weib; und sie saß eben auf dem Feld. Ihr Mann Manoah aber war nicht bei ihr.
6894#Richter,13,10#10. Da lief das Weib eilends hin und erzählte es ihrem Mann und sprach zu ihm: «Sieh, der Mann ist mir erschienen, der an dem Tag zu mir kam.»
6895#Richter,13,11#11. Da stand Manoah auf, folgte seinem Weib nach und kam zu dem Mann. Und er sprach zu ihm: «Bist du der Mann, der zu dem Weib geredet?» Und er sprach: «Ich bin es.»
6896#Richter,13,12#12. Da sprach Manoah: «Wenn nun dein Wort eintrifft, wie soll des Knaben Weise sein und seine Behandlung?»
6897#Richter,13,13#13. Da sprach der Bote des Ewigen zu Manoah: «Vor allem, was ich dem Weib gesagt habe, soll sie sich in acht nehmen.
6898#Richter,13,14#14. Von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht essen, nicht Wein noch Rauschtrank soll sie trinken, und nichts Unreines soll sie essen. Alles, was ich ihr geboten, soll sie wahren.»
6899#Richter,13,15#15. Da sprach Manoah zum Boten des Ewigen: «Dürften wir dich doch zurückhalten und vor dir ein Ziegenböcklein bereiten!»
6900#Richter,13,16#16. Da sprach der Bote des Ewigen zu Manoah: «Wenn du mich zurückhältst, werde ich von deiner Speise nicht essen; willst du aber ein Hochopfer bereiten, so bringe es dem Ewigen dar.» - Denn Manoah wußte nicht, daß es ein Bote des Ewigen war.
6901#Richter,13,17#17. Da sprach Manoah zum Boten des Ewigen: «Welches ist dein Name? Daß, wenn dein Wort eintrifft, wir dich ehren!»
6902#Richter,13,18#18. Da sprach zu ihm der Bote des Ewigen: «Warum doch fragst du nach meinem Namen, da er doch geheimnisvoll ist?»
6903#Richter,13,19#19. Da nahm Manoah das Ziegenböcklein und das Mehlopfer und brachte es auf dem Felsen dem Ewigen dar. Er aber vollbrachte Wunderbares, und Manoah und sein Weib sahen es.
6904#Richter,13,20#20. Es war nämlich, als die Flamme vom Altar gegen Himmel stieg, da fuhr der Bote des Ewigen in der Flamme des Altars empor. Als Manoah und sein Weib dies sahen, fielen sie auf ihr Angesicht zur Erde.
6905#Richter,13,21#21. Nie wieder aber erschien der Bote des Ewigen Manoah und seinem Weib. - Da erkannte Manoah, daß es ein Bote des Ewigen gewesen.
6906#Richter,13,22#22. Und Manoah sprach zu seinem Weib: «Sterben müssen wir, denn einen Gott haben wir geschaut!»
6907#Richter,13,23#23. Da sprach sein Weib zu ihm: «Wollte der Ewige uns sterben lassen, so hätte er nicht Hochopfer und Mehlopfer von uns angenommen und uns nicht all dieses sehen lassen, noch uns jetzt solches verkündet.»
6908#Richter,13,24#24. Und das Weib gebar einen Sohn und nannte ihn Schimschon. Und der Knabe wuchs heran, und der Ewige segnete ihn.
6909#Richter,13,25#25. Und der Geist des Ewigen begann ihn zu erregen im Lager Dans zwischen Zor'a und Eschtaol.
6910#Richter,14,1#1. Und Schimschon ging hinab nach Timnata und sah ein Weib in Timnata von den Töchtern der Pelischtäer.
6911#Richter,14,2#2. Dann zog er hinauf und erzählte es seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ein Weib hab ich gesehen in Timnata von den Töchtern der Pelischtäer; und nun nehmt sie mir zur Frau!»
6912#Richter,14,3#3. Da sprachen zu ihm sein Vater und seine Mutter: «Gibt es unter den Töchtern deiner Verwandten und in unserm ganzen Volk kein Weib, daß du hingehst, ein Weib zu nehmen von den unbeschnittenen Pelischtäern?» Aber Schimschon sprach zu seinem Vater: «Die nimm mir, denn die ist recht in meinen Augen!»
6913#Richter,14,4#4. Sein Vater aber und seine Mutter wußten nicht, daß das vom Ewigen kam; denn ein Getändel suchte er mit den Pelischtäern. Zu jener Zeit herrschten nämlich die Pelischtäer über Jisraël.
6914#Richter,14,5#5. So zog Schimschon mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timnata hinab. Als sie an die Weinberge von Timnata kamen, sieh, da war ein großer Löwe, brüllend, ihm entgegen.
6915#Richter,14,6#6. Da kam über ihn der Geist des Ewigen, und er zerriß ihn, wie man ein Böcklein zerreißt - er hatte aber nichts in seiner Hand. Aber seinem Vater und seiner Mutter sagte er nicht, was er getan.
6916#Richter,14,7#7. Dann ging er hinab und redete mit dem Weib, und sie war recht in Schimschons Augen.
6917#Richter,14,8#8. Als er nach einer Zeit zurückkehrte, um sie zu holen, da ging er heran, um das Aas des Löwen zu sehen, und sieh, da war ein Bienenschwarm im Körper des Löwen und Honig.
6918#Richter,14,9#9. Und er nahm ihn aus in seine Hände und aß im Gehen. Dann ging er zu seinem Vater und seiner Mutter und gab ihnen, und sie aßen; er erzählte ihnen aber nicht, daß er aus dem Körper des Löwen den Honig ausgenommen hatte.
6919#Richter,14,10#10. Nun ging sein Vater zu dem Weib hinab. Und Schimschon veranstaltete daselbst ein Mahl, denn so tun es die Jünglinge.
6920#Richter,14,11#11. Es war nun, als sie ihn sahen, da holten sie dreißig Genossen, und die waren um ihn.
6921#Richter,14,12#12. Da sprach zu ihnen Schimschon: «Ich will euch ein Rätsel zu raten geben. Wenn ihr es mir kundtut in den sieben Tagen des Mahls, und ihr es trefft, so gebe ich euch dreißig Unterkleider und dreißig Gewandanzüge.
6922#Richter,14,13#13. Wenn ihr es mir aber nicht kundtun könnt, so gebt ihr mir dreißig Unterkleider und dreißig Gewandanzüge.» Da sagten sie ihm: «Gib dein Rätsel zu raten, wir wollen es hören.»
6923#Richter,14,14#14. Da sprach er zu ihnen: «Vom Fresser kam Fraß; Und vom Starken kam Süßes.» Aber sie vermochten das Rätsel nicht kundzutun, drei Tage lang.
6924#Richter,14,15#15. Es war aber am siebenten Tag, da sprachen sie zu dem Weib Schimschons: «Berede deinen Mann, daß er uns das Rätsel kundtut, sonst verbrennen wir dich und deines Vaters Haus im Feuer! Habt ihr, um uns zu beerben, uns geladen? Ists nicht so?»
6925#Richter,14,16#16. Da weinte das Weib Schimschons vor ihm und sprach: «Du haßt mich nur und liebst mich nicht. Das Rätsel hast du den Söhnen meines Volkes aufgegeben, mir aber hast du es nicht kundgetan.» Da sprach er zu ihr: «Hab ichs ja Vater und Mutter nicht kundgetan und sollte dir es sagen?»
6926#Richter,14,17#17. Da weinte sie vor ihm die sieben Tage, da sie das Mahl hielten. Es war aber am siebenten Tag, da verriet er es ihr, weil sie ihn quälte. Da tat sie das Rätsel ihren Volksgenossen kund.
6927#Richter,14,18#18. Da sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebenten Tag, bevor er nach (Timnat) Heres einging: «Was ist süßer als Honig? Und was ist stärker als der Löwe?» Er aber sprach zu ihnen: «Wenn ihr mit meiner Jungkuh nicht gepflügt, So hättet ihr mein Rätsel nicht getroffen!»
6928#Richter,14,19#19. Da kam über ihn der Geist des Ewigen, und er ging hinab nach Aschkelon und schlug von ihnen dreißig Mann. Und er nahm ihnen die Kleider und gab die Anzüge denen, die das Rätsel angesagt hatten. Sein Angesicht aber flammte, und er zog hinauf in das Haus seines Vaters.
6929#Richter,14,20#20. Und Schimschons Weib wurde seines Genossen, den er sich zugesellt hatte.
6930#Richter,15,1#1. Und es war nach einer Zeit, in den Tagen des Weizenschnitts, da bedachte Schimschon sein Weib mit einem Ziegenböcklein. Und er sprach: «Ich will zu meinem Weib eingehn ins Gemach.» Aber ihr Vater ließ ihn nicht hineingehn.
6931#Richter,15,2#2. Und ihr Vater sprach: «Ich dachte, daß du sie haßt, so gab ich sie deinem Genossen. Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie, werde sie doch dein statt jener.»
6932#Richter,15,3#3. Da sprach zu ihnen Schimschon: «Schuldlos bin ich diesmal vor den Pelischtäern, wenn ich ihnen Böses antue.»
6933#Richter,15,4#4. Da ging Schimschon hin, fing dreihundert Füchse, nahm Fackeln, kehrte Schwanz an Schwanz und tat je eine Fackel mitten zwischen zwei Schwänze.
6934#Richter,15,5#5. Dann zündete er Feuer an den Fackeln und sandte sie los in die Saaten der Pelischtäer. So steckte er in Brand Garbenhaufen wie Saatstand und Ölbaumpflanzung.
6935#Richter,15,6#6. Da sprachen die Pelischtäer: «Wer hat dies getan?» Da sagten sie: «Schimschon, der Eidam des Timniten, weil der sein Weib genommen und es seinem Genossen gegeben hat.» Da zogen die Pelischtäer hinauf und verbrannten sie und ihren Vater im Feuer.
6936#Richter,15,7#7. Da sprach zu ihnen Schimschon: «Wenn ihr solches tut . . ., erst, wenn ich Rache an euch genommen, nachher werde ich ablassen!»
6937#Richter,15,8#8. Und er schlug sie, Schenkel über Lende, ein gewaltiges Schlagen. Dann ging er hinab und setzte sich fest in der Kluft des Felsens Etam.
6938#Richter,15,9#9. Dann zogen die Pelischtäer hinauf, lagerten sich in Jehuda und breiteten sich aus zu Lehi.
6939#Richter,15,10#10. Da sprachen die Männer von Jehuda: «Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen?» Da sprachen sie: «Um Schimschon zu binden, sind wir heraufgezogen, um ihm zu tun, wie er uns getan.»
6940#Richter,15,11#11. Da zogen dreitausend Mann aus Jehuda nach der Kluft des Felsens Etam hinab und sprachen zu Schimschon: «Weißt du denn nicht, daß die Pelischtäer über uns herrschen? Was hast du uns da getan?» Da sprach er zu ihnen: «Wie sie mir taten, so tat ich ihnen!»
6941#Richter,15,12#12. Da sprachen sie zu ihm: «Um dich zu binden, sind wir herabgekommen, um dich in die Hand der Pelischtäer zu geben.» Da sprach zu ihnen Schimschon: «Schwört mir, daß nicht ihr mich schlagen wollt.»
6942#Richter,15,13#13. Da sagten sie ihm: «Nein, nur binden wollen wir dich und dich in ihre Hand geben, aber töten wollen wir dich nicht.» So banden sie ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn hinauf vom Felsen.
6943#Richter,15,14#14. Eben war er bis Lehi gekommen, und die Pelischtäer lärmten ihm entgegen, da kam über ihn der Geist des Ewigen, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Flachsfäden, die im Feuer anbrennen, und seine Bande zerfielen ihm von den Händen.
6944#Richter,15,15#15. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken, streckte die Hand aus, ergriff ihn und schlug damit tausend Mann.
6945#Richter,15,16#16. Da sprach Schimschon: «Mit des Esels Backen Packen über Packen, Mit des Esels Backen Schlug ich tausend Mann.»
6946#Richter,15,17#17. Es war aber, nachdem er ausgeredet hatte, da warf er den Kinnbacken aus seiner Hand. Da nannte man jenen Ort Ramat-Lehi-1-. -1) Kinnbackenhöhe.++
6947#Richter,15,18#18. Und ihn dürstete sehr; da rief er zum Ewigen und sprach: «Du hast durch die Hand deines Knechtes diesen großen Sieg gewährt, und nun soll ich vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen?»
6948#Richter,15,19#19. Da spaltete Gott den Kessel zu Lehi, daß Wasser daraus hervorkam; und er trank, und sein Geist kehrte wieder, und er lebte. Daher nannte man es: Quelle des Rufers, die zu Lehi ist bis auf diesen Tag.
6949#Richter,15,20#20. Und er richtete Jisraël zur Zeit der Pelischtäer zwanzig Jahre.
6950#Richter,16,1#1. Und Schimschon ging nach Asa und sah dort ein Buhlweib und kam zu ihr.
6951#Richter,16,2#2. Den Asatäern wurde so (berichtet): «Schimschon ist hierher gekommen.» Da kamen sie herum und lauerten ihm die ganze Nacht am Stadttor auf. Und sie besprachen sich leise die ganze Nacht und sagten: «Bis der Morgen tagt, werden wir ihn erschlagen.»
6952#Richter,16,3#3. Schimschon aber lag bis Mitternacht. Dann stand er auf zur Mitternacht, faßte die Flügel des Stadttors und die beiden Pfosten und riß sie aus mitsamt dem Riegelbalken, tat sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf den Gipfel des Berges, der vor Hebron liegt.
6953#Richter,16,4#4. Es war nun nachher, da liebte er ein Weib im Tal Sorek, und ihr Name war Delila.
6954#Richter,16,5#5. Da zogen zu ihr hinauf die Fürsten der Pelischtäer und sagten ihr: «Berede ihn und sieh zu, wodurch seine Kraft so groß ist, und womit wir ihm beikommen können, daß wir ihn binden, um ihn zu beugen; dann wollen wir dir jeder tausend und hundert Silberstücke geben.»
6955#Richter,16,6#6. Da sprach Delila zu Schimschon: «Sag mir doch, wodurch deine Kraft so groß ist, und womit man dich binden muß, um dich zu beugen!»
6956#Richter,16,7#7. Da sprach zu ihr Schimschon: «Wenn man mich mit sieben frischen Sehnen bände, die noch nicht getrocknet sind, so würde ich schwach und wäre wie einer der Menschen.»
6957#Richter,16,8#8. Da brachten ihr die Fürsten der Pelischtäer sieben frische Sehnen herauf, die noch nicht getrocknet waren, und sie band ihn damit.
6958#Richter,16,9#9. Und die Lauerer saßen ihr im Gemach. Da sprach sie zu ihm: «Pelischtäer über dich, Schimschon!» Da zerriß er die Sehnen, wie ein Zwirnsfaden zerreißt, wenn er Feuer riecht, und seine Kraft ward nicht kund.
6959#Richter,16,10#10. Da sprach Delila zu Schimschon: «Sieh, du hast mich getäuscht und zu mir Lügen geredet! Nun aber sag mir doch, womit du gebunden werden mußt.»
6960#Richter,16,11#11. Da sprach er zu ihr: «Wenn man mich mit neuen Stricken bände, mit denen noch keine Arbeit getan worden, dann würde ich schwach und wäre wie einer der Menschen.»
6961#Richter,16,12#12. Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit. Dann sprach sie zu ihm: «Pelischtäer über dich, Schimschon!» Und die Lauerer saßen im Gemach. Da riß er sie von seinen Armen wie einen Faden.
6962#Richter,16,13#13. Nun sprach Delila zu Schimschon: «Bisher hast du mich getäuscht und zu mir Lügen geredet. Sag mir doch, womit du gebunden werden mußt.» Da sprach er zu ihr: «Wenn du die sieben Flechtlocken meines Hauptes mit dem Gewebe verwebst.»
6963#Richter,16,14#14. Und sie schlug sie fest mit dem Pflock und sprach zu ihm: «Pelischtäer über dich, Schimschon!» Da erwachte er aus seinem Schlaf und riß den Webepflock aus, samt dem Gewebe.
6964#Richter,16,15#15. Da sprach sie zu ihm: «Wie sagst du ,ich liebe dich', wo doch dein Herz nicht bei mir ist! Nun dreimal schon hast du mich getäuscht und mir nicht gesagt, wodurch deine Kraft so groß ist.»
6965#Richter,16,16#16. Es war nun, als sie ihm mit ihren Reden alle Tage zusetzte und ihn quälte, da zog sich ihm die Seele zusammen zum Sterben.
6966#Richter,16,17#17. Und er tat ihr sein ganzes Herz kund und sprach zu ihr: «Ein Schermesser ist nicht auf mein Haupt gekommen, denn ein Geweihter Gottes bin ich vom Mutterleib an. Würde ich geschoren, dann wiche meine Kraft von mir, und ich würde schwach und wäre wie alle Menschen.»
6967#Richter,16,18#18. Da nun Delila sah, daß er ihr sein ganzes Herz kundgetan hatte, sandte sie hin und ließ die Fürsten der Pelischtäer rufen und ihnen sagen: «Kommt diesmal herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz kundgetan.» Da kamen die Fürsten der Pelischtäer zu ihr herauf, und sie brachten das Geld mit.
6968#Richter,16,19#19. Und sie schläferte ihn ein auf ihren Knien; dann rief sie den Mann und ließ die sieben Flechtlocken seines Hauptes abscheren. So begann sie ihn zu beugen, und seine Kraft wich von ihm.
6969#Richter,16,20#20. Dann sprach sie: «Pelischtäer über dich, Schimschon!» Da erwachte er aus seinem Schlaf und dachte: «Ich will los wie Mal um Mal und mich freischütteln.» Doch er wußte nicht, daß der Ewige von ihm gewichen war.
6970#Richter,16,21#21. Da ergriffen ihn die Pelischtäer und stachen ihm die Augen aus. Dann brachten sie ihn hinunter nach Asa und banden ihn mit ehernen Fesseln. Und er drehte die Mühle im Gefängnis.
6971#Richter,16,22#22. Nun begann sein Haupthaar zu wachsen, nachdem es geschoren worden war.
6972#Richter,16,23#23. Und die Fürsten der Pelischtäer versammelten sich, um ihrem Gott Dagon ein großes Opfer zu schlachten und sich zu freuen; denn sie sprachen: «Gegeben hat unser Gott in unsere Hand Schimschon, unsern Feind.»
6973#Richter,16,24#24. Und das Volk besah ihn, und sie priesen ihren Gott, denn sie sprachen: «Gegeben hat unser Gott in unsere Hand unsern Feind und den Verwüster unseres Landes, der so viele von uns erschlagen hat.»
6974#Richter,16,25#25. Als sie nun fröhlichen Sinnes waren, da sprachen sie: «Ruft Schimschon, daß er uns ergötze!» Da riefen sie Schimschon aus dem Gefängnis, und er ergötzte vor ihnen. Und sie stellten ihn zwischen die Säulen.
6975#Richter,16,26#26. Da sprach Schimschon zu dem Burschen, der ihn an der Hand hielt: «Laß mich und mach, daß ich die Säulen ertaste, auf denen das Haus ruht, und mich an sie lehne!»
6976#Richter,16,27#27. Das Haus aber war voll von den Männern und Frauen, und dort waren alle Fürsten der Pelischtäer, und auf dem Dach gegen dreitausend Männer und Frauen, die Schimschons Ergötzung zusahen.
6977#Richter,16,28#28. Da rief Schimschon zum Ewigen und sprach: «Herr, o Gott, gedenke doch mein, und stärke mich nur noch diesmal, o Gott, daß ich Rache nehme für eines meiner beiden Augen an den Pelischtäern.»
6978#Richter,16,29#29. Dann ertastete Schimschon die beiden Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, und stemmte sich gegen sie, die eine mit seiner Rechten und die andere mit seiner Linken.
6979#Richter,16,30#30. Und Schimschon sprach: «So sterbe meine Seele mit den Pelischtäern!» Und er bog mit Macht, da stürzte das Haus über die Fürsten und über alles Volk, das darin war. Und es waren derer, die er bei seinem Tod tötete, mehr als die er bei seinem Leben getötet.
6980#Richter,16,31#31. Dann kamen seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters herab, nahmen ihn und trugen ihn hinauf und begruben ihn zwischen Zor'a und Eschtaol, in dem Grab seines Vaters Manoah. Und er hatte Jisraël zwanzig Jahre gerichtet.
6981#Richter,17,1#1. Und es war ein Mann im Gebirge Efraim, namens Michajehu.
6982#Richter,17,2#2. Und er sprach zu seiner Mutter: «Die elfhundert Silberstücke, die man dir genommen hat, und deretwegen du einen Flucheid abgelegt und auch vor meinen Ohren ausgesprochen hast, - sieh, das Geld ist bei mir, ich habe es genommen.» Da sprach seine Mutter: «Gesegnet sei mein Sohn dem Ewigen!»
6983#Richter,17,3#3. Und er gab die elfhundert Silberstücke seiner Mutter wieder. Da sprach seine Mutter: «Geweiht habe ich das Geld dem Ewigen, aus meiner Hand für meinen Sohn, um Schnitz- und Gußbild daraus zu machen.» «So gebe ich es dir nun zurück.»
6984#Richter,17,4#4. Und er gab das Geld seiner Mutter wieder. Da nahm seine Mutter zweihundert Silberstücke und gab sie dem Goldschmied, der verfertigte daraus Schnitz- und Gußbild, und es war im Haus Michajehus.
6985#Richter,17,5#5. Und der Mann Micha hatte so ein Gotteshaus. Und er machte Efod und Schandpuppen und setzte einen seiner Söhne ins Amt, und er war ihm Priester.
6986#Richter,17,6#6. In jenen Tagen war kein König in Jisraël; jeder tat, was recht war in seinen Augen.
6987#Richter,17,7#7. Nun war da ein Bursch aus Bet-Lehem in Jehuda, aus dem Geschlecht Jehudas. Und er war ein Lewite und hielt sich dort auf.
6988#Richter,17,8#8. Dann zog der Mann aus der Stadt, aus Bet-Lehem in Jehuda, fort, zu verweilen, wo er es träfe. So kam er nach dem Gebirge Efraim zum Haus Michas, um seine Reise auszuführen.
6989#Richter,17,9#9. Da sprach zu ihm Micha: «Woher kommst du?» Da sprach er zu ihm: «Ein Lewite bin ich aus Bet-Lehem in Jehuda, und ich gehe, mich zu verweilen, wo ich es treffe.»
6990#Richter,17,10#10. Da sprach zu ihm Micha: «Bleib bei mir und sei mir Vater und Priester, und ich will dir zehn Silberstücke geben fürs Jahr, Ausstattung an Kleidern und deinen Lebensbedarf.» Da ging der Lewite hin,
6991#Richter,17,11#11. und der Lewite entschloß sich, bei dem Mann zu bleiben, und der Bursch war ihm wie einer seiner Söhne.
6992#Richter,17,12#12. Und Micha setzte den Lewiten ins Amt, und der Bursch wurde sein Priester und blieb im Haus Michas.
6993#Richter,17,13#13. Da sprach Micha: «Nun weiß ich, daß der Ewige mir Gutes tun wird, weil mir der Lewite Priester geworden ist.»
6994#Richter,18,1#1. In jenen Tagen war kein König in Jisraël. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniten Besitz, um sich anzusiedeln; denn ihm war noch bis zu jenem Tag unter den Stämmen Jisraëls nichts als Besitztum zugefallen.
6995#Richter,18,2#2. Da sandten die Söhne Dans aus ihrem Geschlecht fünf Männer aus ihrer Gesamtheit, kriegstüchtige Männer, von Zor'a und Eschtaol aus, um das Land abzugehn und zu erkunden. Und sie sprachen zu ihnen: «Zieht hin und erforscht das Land!» Und sie kamen in das Gebirge Efraim zum Haus Michas und übernachteten daselbst.
6996#Richter,18,3#3. Sie waren eben am Haus Michas, da erkannten sie die Stimme des lewitischen Burschen, und sie kehrten dort ein und sprachen zu ihm: «Wer hat dich hierher gebracht, und was tust du hier, und was hast du hier?»
6997#Richter,18,4#4. Und er sprach zu ihnen: «So und so hat mir Micha getan, er hat mich gedungen, und so wurde ich sein Priester.»
6998#Richter,18,5#5. Da sagten sie zu ihm: «Befrage doch Gott, daß wir wissen, ob unser Weg Erfolg hat, den wir gehen.»
6999#Richter,18,6#6. Da sagte ihnen der Priester: «Zieht in Frieden! Vor dem Ewigen liegt der Weg, den ihr geht.»
7000#Richter,18,7#7. Da gingen die fünf Männer und kamen nach Laisch. Und sie sahen das Volk darin, in sicherer Siedlung. Nach Art der Zidonier, ruhig und sorglos, ohne daß jemand im Land etwas zuleide tat, Vermögen heimsend. Doch waren sie fern von den Zidoniern und hatten mit keinem Menschen Verkehr.
7001#Richter,18,8#8. Dann kamen sie zu ihren Brüdern nach Zor'a und Eschtaol. Da sagten ihnen ihre Brüder: «Was (bringt) ihr?»
7002#Richter,18,9#9. Da sprachen sie: «Auf, laßt uns gegen sie ziehen! Denn wir haben das Land gesehen, und es ist sehr gut. Und ihr haltet still? Seid nicht faul euch aufzumachen, daß ihr hinkommt und das Land in Besitz nehmt.
7003#Richter,18,10#10. Da ihr anlangt, kommt ihr zu einem sorglosen Volk; das Land ist weiträumig - ja, Gott hat es in eure Hand gegeben - ein Ort, wo an nichts Mangel ist, was es auf Erden gibt.»
7004#Richter,18,11#11. Da brachen von dort auf aus dem Geschlecht der Daniten von Zor'a und Eschtaol sechshundert Mann, gegürtet mit Kriegsgerät.
7005#Richter,18,12#12. Und sie zogen hinauf und lagerten zu Kirjat-Jearim in Jehuda. Daher hat man jenen Ort «Lager Dans» genannt bis zu diesem Tag; sieh, er liegt hinter Kirjat-Jearim.
7006#Richter,18,13#13. Von dort zogen sie weiter auf das Gebirge Efraim und kamen an das Haus Michas.
7007#Richter,18,14#14. Da hoben die fünf Männer, die gegangen waren, um das Land Laisch zu erkunden, an und sprachen zu ihren Brüdern: «Wißt ihr, daß es in diesen Häusern Efod und Puppen, Schnitz- und Gußbild gibt? Und nun wißt, was ihr zu tun habt!»
7008#Richter,18,15#15. Und sie kehrten dort ein, traten in das Haus des lewitischen Burschen, in das Haus Michas, und fragten ihn nach dem Wohlsein.
7009#Richter,18,16#16. Und sechshundert Mann, mit ihrem Kriegsgerät gegürtet, standen am Eingang des Tores, die zu den Söhnen Dans gehörten.
7010#Richter,18,17#17. Da gingen die fünf Männer, die gegangen waren, das Land zu erkunden, hinauf, kamen dort hinein, nahmen das Schnitzbild, das Efod, die Puppen und das Gußbild, während der Priester am Eingang des Tores stand, mit den sechshundert Mann, den Kriegsgerätumgürteten.
7011#Richter,18,18#18. Als jene nun in Michas Haus eindrangen und das Schnitzbild samt dem Efod, die Puppen und das Gußbild nahmen, sprach der Priester zu ihnen: «Was tut ihr?»
7012#Richter,18,19#19. Da sagten sie ihm: «Schweig, tu die Hand auf den Mund und komm mit uns und sei uns Vater und Priester! Ist's dir besser, Priester zu sein für das Haus eines Mannes oder Priester zu sein für einen Stamm und ein Geschlecht in Jisraël?»
7013#Richter,18,20#20. Da ward das Herz des Priesters froh, und er nahm das Efod, die Puppen und das Bild und kam unter das Volk.
7014#Richter,18,21#21. Dann wandten sie sich und zogen fort und stellten die Kinder, das Vieh und den Schatz voran.
7015#Richter,18,22#22. Sie hatten sich vom Haus Michas entfernt, da taten sich die Männer, die in den Häusern neben Michas Haus wohnten, zusammen und holten die Söhne Dans ein.
7016#Richter,18,23#23. Und sie riefen den Söhnen Dans zu. Da wandten die ihr Angesicht und sprachen zu Micha: «Was hast du, daß du dich zusammengetan?»
7017#Richter,18,24#24. Da sprach er: «Meinen Gott, den ich gemacht habe, habt ihr genommen samt dem Priester und seid fortgegangen! Und was habe ich noch? Wie sprecht ihr da zu mir: ,Was hast du?'»
7018#Richter,18,25#25. Da sprachen zu ihm die Söhne Dans: «Laß deine Stimme nicht laut werden bei uns, daß nicht Männer erbitterten Gemüts über euch herfallen, und du dein Leben verwirkst und das Leben deines Hauses!»
7019#Richter,18,26#26. Da gingen die Söhne Dans ihres Weges. Und da Micha sah, daß sie stärker waren als er, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.
7020#Richter,18,27#27. Sie aber nahmen, was Micha hatte anfertigen lassen, und den Priester, der ihm gehörte. Und sie kamen über Laisch, ein Volk, ruhig und sorglos, schlugen sie, ins Schwert hinein, und die Stadt verbrannten sie im Feuer,
7021#Richter,18,28#28. und keiner rettete. Denn sie war fern von Zidon, und sie hatten mit keinem Menschen Verkehr. Und sie lag im Tal, das zu Bet-Rehob gehört. Dann bauten sie die Stadt auf und wohnten darin.
7022#Richter,18,29#29. Und sie nannten die Stadt Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan, der Jisraël geboren worden war. Laisch aber war zuvor der Name der Stadt.
7023#Richter,18,30#30. Dann stellten sich die Söhne Dans das Bild auf, und Jehonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes Menaschsches, er und seine Söhne waren Priester bei dem Stamm Dan bis zu dem Tag, wo das Land(volk) fortgeführt wurde.
7024#Richter,18,31#31. Und sie stellten sich das Bild Michas auf, das er hatte anfertigen lassen, all die Zeit, da das Haus Gottes zu Schilo stand.
7025#Richter,19,1#1. Und es war in jenen Tagen - es gab da keinen König in Jisraël -, da war da ein lewitischer Mann, der sich hinten im Gebirge Efraim aufhielt. Der nahm sich ein Weib, eine Kebse aus Bet-Lehem in Jehuda.
7026#Richter,19,2#2. Aber seine Kebse wurde ihm abtrünnig und ging von ihm in das Haus ihres Vaters nach Bet-Lehem in Jehuda. Dort blieb sie eine Zeit, vier Monate.
7027#Richter,19,3#3. Da machte ihr Mann sich auf und ging ihr nach, um ihr zu Herzen zu reden und sie zurückzuholen; und sein Bursch war mit ihm und ein Paar Esel. Und sie führte ihn in das Haus ihres Vaters, und der Vater des Mädchens sah ihn und freute sich ihm entgegen.
7028#Richter,19,4#4. Und sein Schwiegervater, der Vater des Mädchens, hielt ihn fest, und er blieb bei ihm drei Tage. Und sie aßen und tranken und blieben dort über Nacht.
7029#Richter,19,5#5. Nun war's am vierten Tag, da standen sie früh am Morgen auf, und er machte sich auf zu gehen. Da sagte der Vater des Mädchens zu seinem Eidam: «Stärke dein Herz mit einem Bissen Brot, und dann mögt ihr ziehen!»
7030#Richter,19,6#6. So blieben sie denn, aßen beide mitsammen und tranken. Dann sprach der Vater des Mädchens zu dem Mann: «Entschließ dich doch, bleib über Nacht und laß es deinem Herzen wohl sein.»
7031#Richter,19,7#7. Aber der Mann machte sich auf um zu gehen. Da drang sein Schwiegervater in ihn, daß er noch einmal über Nacht dablieb.
7032#Richter,19,8#8. Da machte er sich früh auf am fünften Tag um zu gehen. Aber der Vater des Mädchens sprach: «Stärke doch dein Herz und verweilet, bis der Tag sich neigt!» Und so aßen sie beide.
7033#Richter,19,9#9. Dann machte der Mann sich auf um zu gehen, er mit seiner Kebse und seinem Burschen. Da sagte ihm sein Schwiegervater, der Vater des Mädchens: «Sieh, der Tag senkt sich unterzugehn. Bleibt doch über Nacht! Sieh, der Tag neigt sich, übernachte hier und laß es deinem Herzen wohl sein! Morgen früh mögt ihr euch dann auf den Weg machen und du zu deinen Zelten ziehen.»
7034#Richter,19,10#10. Aber der Mann wollte nicht über Nacht bleiben, sondern machte sich auf und ging und kam bis gegenüber von Jebus, das ist Jeruschalaim; und er hatte bei sich ein Paar gesattelter Esel, und seine Kebse war mit ihm.
7035#Richter,19,11#11. Sie waren eben bei Jebus - und der Tag war schon sehr gesunken - da sprach der Bursche zu seinem Herrn: «Komm doch, wir wollen in dieser Jebusäerstadt einkehren und dort übernachten!»
7036#Richter,19,12#12. Da sprach zu ihm sein Herr: «Wir wollen nicht in einer Stadt von Fremden einkehren, die nicht von den Kindern Jisraël sind, sondern weiterziehn bis Gib'a.»
7037#Richter,19,13#13. Und er sprach zu seinem Burschen: «Komm, laß uns an einen der Orte herankommen und dort übernachten, zu ha-Gib'a oder ha-Rama!»
7038#Richter,19,14#14. So zogen sie denn weiter, aber die Sonne ging ihnen unter bei ha-Gib'a, das zu Binjamin gehört.
7039#Richter,19,15#15. Da gingen sie darauf zu, um hinzukommen und in ha-Gib'a zu übernachten. Als er nun hinkam, ließ er sich auf dem freien Platz der Stadt nieder; aber niemand war da, der sie zum Übernachten in sein Haus aufnahm.
7040#Richter,19,16#16. Da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Feld, des Abends; und der Mann war vom Gebirge Efraim, und er hielt sich in ha-Gib'a auf, die Leute des Ortes aber waren Binjaminiten.
7041#Richter,19,17#17. Und er hob seine Augen und sah den Wandersmann auf dem Platz der Stadt. Da sprach der alte Mann: «Wohin gehst du und woher kommst du?»
7042#Richter,19,18#18. Da sprach er zu ihm: «Wir ziehen von Bet-Lehem in Jehuda bis hinten ins Gebirge Efraim - von daher bin ich - und ich war nach Bet-Lehem in Jehuda gegangen und gehe nun zum Haus des Ewigen. Aber niemand nimmt mich ins Haus auf.
7043#Richter,19,19#19. Und doch ist sowohl Stroh als Futter da für unsere Esel, auch Brot und Wein für mich und deine Magd und für den Burschen, der bei deinen Knechten ist; es ist an nichts Mangel.»
7044#Richter,19,20#20. Da sprach der alte Mann: «Friede dir! Nein, all dein Bedarf obliege mir! Nein, auf dem Platz darfst du nicht übernachten.»
7045#Richter,19,21#21. So führte er ihn in sein Haus, feuchtete Futter an für die Esel, und sie wuschen ihre Füße und aßen und tranken.
7046#Richter,19,22#22. Während sie sich so gütlich taten, sieh, da umringten die Leute der Stadt, ruchlose Männer, das Haus, sich gegen die Tür drängend, und sprachen zu dem alten Mann, dem Herrn des Hauses: «Gib den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, daß wir ihn erkennen!»
7047#Richter,19,23#23. Da ging der Hausherr zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: «Nicht doch, meine Brüder, tut doch nichts Böses, nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist! Tut diese Schandtat nicht!
7048#Richter,19,24#24. Seht, da ist meine Tochter, die Jungfrau, und seine Kebse, die will ich herausbringen, daß ihr sie schwächt und mit ihnen tut, was recht ist in euren Augen. An diesem Mann aber dürft ihr solche Schandtat nicht tun.»
7049#Richter,19,25#25. Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann seine Kebse und führte sie zu ihnen auf die Straße hinaus, und sie erkannten sie und trieben ihren Mutwillen mit ihr, die ganze Nacht bis an den Morgen. Dann ließen sie sie gehen, als die Morgendämmerung sich hob.
7050#Richter,19,26#26. Da kam das Weib gegen Morgen und fiel hin vor dem Eingang des Hauses, darin ihr Herr war; bis es hell wurde.
7051#Richter,19,27#27. Und ihr Herr stand am Morgen auf und öffnete die Türen des Hauses und trat hinaus, um seines Weges zu ziehen; da lag das Weib, seine Kebse, da am Eingang des Hauses, ihre Hände auf der Schwelle.
7052#Richter,19,28#28. Da sprach er zu ihr: «Steh auf, wir wollen gehen!» Aber niemand antwortete. Da nahm er sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und zog nach seinem Ort.
7053#Richter,19,29#29. Und er kam nach seinem Haus. Da nahm er das Messer, ergriff seine Kebse, zerstückte sie nach ihren Knochen in zwölf Stücke und schickte sie herum im ganzen Gebiet Jisraëls.
7054#Richter,19,30#30. Und es war: Jeder, der es sah, sprach: «Solches ist nicht geschehen noch gesehen worden seit dem Tag, da die Kinder Jisraël aus dem Land Mizraim zogen, bis auf diesen Tag! So macht euch daran, schafft Rat und Rede!»
7055#Richter,20,1#1. Da zogen alle Kinder Jisraël aus, und die Gemeinde versammelte sich wie ein Mann von Dan bis Beer-Scheba samt dem Land Gil'ad vor dem Ewigen in ha-Mizpa.
7056#Richter,20,2#2. Und es traten hin die Enden des ganzen Volkes, alle Stämme Jisraëls, in der Schar des Gottesvolkes, vierhunderttausend Mann, Marschfähige, die ein Schwert führten.
7057#Richter,20,3#3. Und die Söhne Binjamins hörten, daß die Kinder Jisraël nach ha-Mizpa hinaufgezogen waren. Da sprachen die Kinder Jisraël: «Sprecht, wie ist dies Böse geschehen?»
7058#Richter,20,4#4. Da antwortete der lewitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: «Nach ha-Gib'a, das zu Binjamin gehört, war ich gekommen, ich und meine Kebse, zu übernachten.
7059#Richter,20,5#5. Da erhoben sich gegen mich die Bürger von ha-Gib'a und umringten wider mich das Haus bei Nacht. Mich gedachten sie zu töten, meine Kebse aber schwächten sie, daß sie starb.
7060#Richter,20,6#6. Da ergriff ich meine Kebse, zerstückte sie und schickte sie herum im ganzen Gefild von Jisraëls Besitz; denn Treubruch und Schandtat hatten sie verübt in Jisraël.
7061#Richter,20,7#7. Da seid ihr alle, Kinder Jisraël; so schafft euch hier Rede und Rat!»
7062#Richter,20,8#8. Da erhob sich das ganze Volk wie ein Mann und sprach: «Laßt uns nimmer gehen, jedermann nach seinem Zelt, und nicht hinziehn, jeder nach seinem Haus!
7063#Richter,20,9#9. Und nun, das ist es, was wir an ha-Gib'a tun wollen: Drauf nach dem Los!
7064#Richter,20,10#10. Und wir wollen je zehn Mann aus hundert nehmen, aus allen Stämmen Jisraëls, und je hundert von tausend und je tausend von zehntausend, um Zehrung zu holen für das Volk, um, angelangt, mit Geba in Binjamin zu tun nach all der Schandtat, die es getan in Jisraël.»
7065#Richter,20,11#11. Und so sammelten sich alle Männer Jisraëls bei der Stadt wie ein Mann, verbündet.
7066#Richter,20,12#12. Dann sandten die Stämme Jisraëls Männer durch alle Stämme Binjamins und ließen sagen: «Was ist das für ein Böses, das bei euch geschehen ist!
7067#Richter,20,13#13. Und nun, gebt die ruchlosen Männer heraus, die zu ha-Gib'a sind, daß wir sie töten und das Böse fortschaffen aus Jisraël!» Aber die Söhne Binjamins wollten auf die Stimme ihrer Brüder, der Kinder Jisraël, nicht hören.
7068#Richter,20,14#14. Und die Söhne Binjamins sammelten sich aus den Städten nach ha-Gib'a, um auszuziehn zum Kampf mit den Kindern Jisraël.
7069#Richter,20,15#15. Und die Söhne Binjamins ließen sich mustern an jenem Tag aus den Städten: Sechsundzwanzigtausend Mann, die ein Schwert führten, außer den Bewohnern von ha-Gib'a, die sich mustern ließen: Siebenhundert auserlesene Männer.
7070#Richter,20,16#16. Von all diesem Volk siebenhundert auserlesene Männer, beiderseits rechthändig, die alle mit dem Stein schleudernd auf ein Haar, ohne zu fehlen.
7071#Richter,20,17#17. Und die Männer von Jisraël ließen sich mustern, ohne Binjamin: Vierhunderttausend Mann, die das Schwert führten, die alle Kriegsmannen.
7072#Richter,20,18#18. Und sie machten sich auf, zogen nach Bet-El und befragten Gott. Da sprachen die Kinder Jisraël: «Wer soll für uns zuerst hinaufziehn zum Kampf mit den Söhnen Binjamins?» Da sprach der Ewige: «Jehuda zuerst!»
7073#Richter,20,19#19. Da machten sich die Kinder Jisraël am Morgen auf und lagerten sich gegen ha-Gib'a.
7074#Richter,20,20#20. Und die Männer von Jisraël zogen aus zum Kampf mit Binjamin, und die Männer von Jisraël ordneten sich ihnen gegenüber zur Schlacht bei ha-Gib'a.
7075#Richter,20,21#21. Die Söhne Binjamins aber zogen aus aus ha-Gib'a und vernichteten an jenem Tag zweiundzwanzigtausend Mann aus Jisraël, zur Erde hin.
7076#Richter,20,22#22. Da ermannte sich das Volk, die Männer von Jisraël, und sie ordneten sich abermals zur Schlacht an dem Ort, wo sie sich am ersten Tag aufgestellt hatten.
7077#Richter,20,23#23. Da zogen die Kinder Jisraël hinauf und weinten vor dem Ewigen bis zum Abend; und sie befragten den Ewigen, sprechend: «Soll ich noch einmal herantreten zum Kampf mit den Söhnen meines Bruders Binjamin?» Da sprach der Ewige: «Zieht hinauf gegen ihn!»
7078#Richter,20,24#24. Da rückten die Kinder Jisraël am zweiten Tag an die Söhne Binjamins heran.
7079#Richter,20,25#25. Und Binjamin zog ihnen entgegen von ha-Gib'a aus am zweiten Tag, und sie vernichteten unter den Kindern Jisraël weiter achtzehntausend Mann, zur Erde hin, die alle Schwertführende.
7080#Richter,20,26#26. Da zogen alle Kinder Jisraël und das ganze Volk hinauf und kamen nach Bet-El, und sie weinten und saßen dort vor dem Ewigen; und sie fasteten an jenem Tag bis zum Abend und brachten Hoch- und Mahlopfer vor dem Ewigen dar.
7081#Richter,20,27#27. Dann befragten die Kinder Jisraël den Ewigen - und dort war die Bundeslade Gottes in jenen Tagen,
7082#Richter,20,28#28. und Pinehas, der Sohn El'asars, des Sohnes Aharons, stand vor ihr in jenen Tagen - und sie sprachen: «Soll ich noch weiter ausziehn zum Kampf mit den Söhnen meines Bruders Binjamin oder es lassen?» Da sprach der Ewige: «Zieht hinauf, denn morgen will ich ihn in deine Hand geben!»
7083#Richter,20,29#29. Da legte Jisraël Lauerer gegen ha-Gib'a ringsum.
7084#Richter,20,30#30. Dann zogen die Kinder Jisraël gegen die Söhne Binjamins am dritten Tag und ordneten sich bei ha-Gib'a wie Mal um Mal.
7085#Richter,20,31#31. Und die Söhne Binjamins zogen aus, dem Volk entgegen, ließen sich von der Stadt abziehn und begannen von dem Volk Erschlagene zu fällen wie Mal um Mal, auf den Straßen, deren eine nach Bet-El hinansteigt, und die andere nach Gib'a, im Gefild, etwa dreißig Mann von Jisraël.
7086#Richter,20,32#32. Da sprachen die Söhne Binjamins: «Geschlagen sind sie vor uns wie zuerst.» Die Kinder Jisraël aber sprachen: «Fliehen wir, daß wir sie von der Stadt nach den Straßen hinabziehn.»
7087#Richter,20,33#33. Und alle Männer Jisraëls machten sich auf von ihrem Ort und ordneten sich in Baal-Tamar, während der Hinterhalt Jisraëls aus seinem Standort, dem Kahlfeld von Geba, hervorbrach.
7088#Richter,20,34#34. Und sie kamen von ha-Gib'a hin, zehntausend Mann, auserlesen aus ganz Jisraël, und der Kampf war schwer; jene aber merkten nicht, daß das Verderben sie erreichte.
7089#Richter,20,35#35. Und der Ewige schlug Binjamin vor Jisraël; und die Kinder Jisraël vernichteten von Binjamin an jenem Tag fünfundzwanzigtausendeinhundert Mann, die alle Schwertführende.
7090#Richter,20,36#36. Und die Söhne Binjamins hatten gesehen, wie jene geschlagen wurden. Die Kinder Jisraël aber hatten Binjamin Raum gegeben, weil sie sich auf den Hinterhalt verließen, den sie gegen ha-Gib'a gelegt hatten.
7091#Richter,20,37#37. Und die aus dem Hinterhalt eilten herbei und fielen über ha-Gib'a her; und der Hinterhalt griff zu und erschlug die ganze Stadt, ins Schwert hinein.
7092#Richter,20,38#38. Es war aber die Zeitbestimmung für die Männer von Jisraël seitens des Hinterhalts, wenn sie in Fülle den Rauchschwaden aus der Stadt aufsteigen ließen.
7093#Richter,20,39#39. Als nun die Männer von Jisraël in der Schlacht kehrt machten, und Binjamin begonnen hatte, Erschlagene zu fällen, von den Männern Jisraëls etwa dreißig Mann - indem sie sprachen: «Geschlagen ist es ja vor uns wie in der ersten Schlacht»,
7094#Richter,20,40#40. da begann der Schwaden aus der Stadt aufzusteigen, eine Rauchsäule, und als Binjamin sich umwandte, sieh, da ging die ganze Stadt in Flammen auf himmelwärts.
7095#Richter,20,41#41. Da kehrten die Männer von Jisraël sich um, die Männer von Binjamin aber erschraken, denn sie sahen, daß das Verderben sie erreicht hatte.
7096#Richter,20,42#42. Und sie wandten sich vor den Männern von Jisraël auf den Weg nach der Wüste, aber der Kampf folgte ihnen nach, und auch die aus den Städten vernichteten sie mitten unter ihnen.
7097#Richter,20,43#43. Sie umzingelten Binjamin, verfolgten es nach Menuha, trieben es bis vor ha-Gib'a nach Sonnenaufgang.
7098#Richter,20,44#44. Da fielen von Binjamin achtzehntausend Mann, die alle kriegstüchtige Männer.
7099#Richter,20,45#45. Und sie wandten sich und flohen in die Wüste zum Felsen ha-Rimmon, aber jene hielten nach ihnen Nachlese auf den Straßen: Fünftausend Mann; und sie setzten ihnen nach bis Gid'om und schlugen von ihnen zweitausend Mann.
7100#Richter,20,46#46. So waren alle von Binjamin an jenem Tag Gefallenen fünfundzwanzigtausend Mann, die ein Schwert führten, die alle kriegstüchtige Männer.
7101#Richter,20,47#47. Und es wandten sich und flohen in die Wüste nach dem Felsen ha-Rimmon hin sechshundert Mann, und sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate.
7102#Richter,20,48#48. Die Männer von Jisraël aber kehrten zu den Söhnen Binjamins zurück und schlugen sie, ins Schwert hinein, so die Stadt, allesamt, wie das Vieh und alles, was sich vorfand. Auch alle vorhandenen Städte steckten sie in Brand.
7103#Richter,21,1#1. Die Männer von Jisraël aber hatten in ha-Mizpa geschworen und gesprochen: «Keiner von uns darf seine Tochter Binjamin zum Weib geben.»
7104#Richter,21,2#2. Nun kam das Volk nach Bet-El, und sie saßen dort bis zum Abend vor Gott, hoben ihre Stimme und weinten sehr.
7105#Richter,21,3#3. Und sie sprachen: «Warum, o Ewiger, Gott Jisraëls, ist das in Jisraël geschehen, daß heute ein Stamm vermißt wird aus Jisraël?»
7106#Richter,21,4#4. Es war nun am andern Tag, da stand das Volk früh auf, und sie bauten dort einen Altar und brachten Hoch- und Mahlopfer dar.
7107#Richter,21,5#5. Dann sprachen die Kinder Jisraël: «Wer ist da, der von allen Stämmen Jisraëls nicht mit zur Volksschar zum Ewigen heraufgekommen ist?» Denn es war der große Schwur ergangen betreffs dessen, der nicht zum Ewigen nach ha-Mizpa hinaufkommen würde, der besagte: Getötet soll er werden!
7108#Richter,21,6#6. Nun aber war es den Kindern Jisraël leid um ihren Bruder Binjamin, und sie sprachen: «Abgehauen ist heute ein Stamm von Jisraël!
7109#Richter,21,7#7. Was sollen wir für sie, die Übriggebliebenen, um Frauen tun, da wir doch beim Ewigen geschworen haben, ihnen nicht von unseren Töchtern zu Frauen zu geben?»
7110#Richter,21,8#8. Da sprachen sie: «Wo ist einer von den Stämmen Jisraëls, der nicht zum Ewigen nach haMizpa heraufgekommen ist?» Und sieh, da war niemand aus Jabesch-Gil'ad ins Lager zur Volksschar gekommen.
7111#Richter,21,9#9. Da ließ sich das Volk mustern, und sieh, da war niemand von den Bewohnern von Jabesch-Gil'ad.
7112#Richter,21,10#10. Da entsandte die Gemeinde dorthin zwölftausend Mann von den Kriegsmannen, und sie befahlen ihnen, sprechend: «Geht hin und schlagt die Bewohner von Jabesch-Gil'ad, ins Schwert hinein, samt den Frauen und Kindern.
7113#Richter,21,11#11. Und dies ists, was ihr tun sollt: Alles Männliche und jedes Weib, das Mannes Beilager kennt, sollt ihr bannen.»
7114#Richter,21,12#12. Nun fanden sie unter den Einwohnern von Jabesch-Gil'ad vierhundert jungfräuliche Mädchen, die keinen Mann im Beilager erkannt hatten. Und sie brachten sie ins Lager nach Schilo, das im Land Kenaan liegt.
7115#Richter,21,13#13. Da sandte die ganze Gemeinde und ließ sprechen zu den Söhnen Binjamins, die am Felsen Rimmon waren, und entbot ihnen Frieden.
7116#Richter,21,14#14. So kehrte Binjamin damals zurück; und sie gaben ihnen die Frauen, die man am Leben gelassen hatte von den Frauen aus Jabesch-Gil'ad. Aber sie reichten so nicht für sie.
7117#Richter,21,15#15. Dem Volk aber war es leid um Binjamin, weil der Ewige einen Riß in die Stämme Jisraëls gemacht hatte.
7118#Richter,21,16#16. Da sprachen die Ältesten der Gemeinde: «Was sollen wir für die Übriggebliebenen um Frauen tun, da die Frauen aus Binjamin ausgerottet sind?»
7119#Richter,21,17#17. Und sie sagten: «Ein gerettetes Erbteil muß Binjamin bleiben, und nimmer soll ein Stamm getilgt werden aus Jisraël.
7120#Richter,21,18#18. Wir aber können ihnen keine Frauen geben von unsern Töchtern! Denn die Kinder Jisraël haben geschworen und gesagt: Verflucht, der Binjamin ein Weib gibt!»
7121#Richter,21,19#19. Da sprachen sie: «Sieh, ein Fest des Ewigen ist Jahr für Jahr in Schilo, das nördlich von Bet-El liegt, nach Sonnenaufgang von der Straße, die von Bet-El nach Schechem ansteigt, und südlich von Lebona.»
7122#Richter,21,20#20. Und sie wiesen die Söhne Binjamins an und sprachen: «Geht hin, und lauert in den Weinbergen!
7123#Richter,21,21#21. Und wenn ihr dann seht, daß die Mädchen von Schilo herauskommen, um die Schalmeien zu spielen, so kommt aus den Weinbergen hervor und raubt euch ein jeder sein Weib von den Töchtern Schilos, und geht in das Land Binjamin.
7124#Richter,21,22#22. Und es wird sein: Wenn ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um mit uns zu rechten, so werden wir zu ihnen sprechen: ,Schenkt sie uns; denn haben wir nicht jeder sein Weib im Krieg genommen? Ihr aber habt sie ihnen ja nicht gegeben, daß ihr jetzt der Schuld verfielet.'»
7125#Richter,21,23#23. Da taten die Söhne Binjamins so und holten sich Frauen, ihrer Zahl entsprechend, aus den Spielenden, die sie raubten. Dann gingen sie hin und kehrten heim in ihr Besitztum, bauten die Städte auf und wohnten darin.
7126#Richter,21,24#24. Dann gingen die Kinder Jisraël von dort zu jener Zeit, jeder zu seinem Stamm und zu seinem Geschlecht, und sie zogen von dort, ein jeder in sein Besitztum.
7127#Richter,21,25#25. In jenen Tagen gab es keinen König in Jisraël; jeder tat, was recht war in seinen Augen.

5852#Josua,1,1#1. UND es war nach dem Tod Mosches, des Knechtes des Ewigen, da sprach der Ewige zu Jehoschua, dem Sohn Nuns, dem Diener Mosches:
5853#Josua,1,2#2. «Mosche, mein Knecht, ist tot. Nun aber, mach dich auf, durchschreite diesen Jarden, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Jisraël, gebe.
5854#Josua,1,3#3. Allen Ort, darauf eures Fußes Sohle treten wird, euch habe ich ihn gegeben, wie ich zu Mosche gesprochen,
5855#Josua,1,4#4. von der Wüste und diesem Libanon bis zum großen Strom, dem Strom Perat, das ganze Land der Hittiter, und bis zum großen Meer gegen Sonnenuntergang soll euer Gebiet sein.
5856#Josua,1,5#5. Niemand wird standhalten vor dir alle Tage deines Lebens. Wie ich mit Mosche gewesen, werde ich mit dir sein. Ich lasse dich nicht sinken und verlasse dich nicht.
5857#Josua,1,6#6. Sei stark und fest! Denn du sollst diesem Volk das Land zum Besitz geben, das ihnen zu geben ich ihren Vätern geschworen habe.
5858#Josua,1,7#7. Nur: Sei sehr stark und fest, bedacht zu sein, zu tun nach der ganzen Weisung, die dir Mosche, mein Knecht, geboten. Geh nicht ab davon nach rechts oder links, damit du Glück hast, allwo du gehst.
5859#Josua,1,8#8. Nicht weiche dieses Buch der Weisung von deinem Mund, und raune daraus Tag und Nacht, damit du bedacht bist zu tun nach allem, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du deinen Weg erfolgreich machen, und dann wirst du Glück haben.
5860#Josua,1,9#9. Habe ich dir doch geboten: Sei stark und fest! Fürchte nicht und zage nicht! Denn mit dir ist der Ewige, dein Gott, allwo du gehst.»
5861#Josua,1,10#10. Da gebot Jehoschua den Hauptleuten des Volkes und sprach:
5862#Josua,1,11#11. «Geht umher inmitten des Lagers, gebietet dem Volk und sprecht: ,Bereitet euch Wegzehrung; denn in noch drei Tagen durchschreitet ihr diesen Jarden, um einzuziehen, dies Land in Besitz zu nehmen, das der Ewige, euer Gott, euch gibt, es zu erben.'»
5863#Josua,1,12#12. Aber zu denen von Rëuben und Gad und zu dem halben Stamm Menaschsche sprach Jehoschua:
5864#Josua,1,13#13. «Gedenke dessen, was euch Mosche, der Knecht des Ewigen, gebot, da er sprach: ,Der Ewige, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land'.
5865#Josua,1,14#14. Eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh sollen in dem Land bleiben, das Mosche euch gegeben hat jenseits des Jardens, ihr aber sollt geschlossen herziehn vor euren Brüdern, alle Kriegsmannen, und sollt ihnen helfen,
5866#Josua,1,15#15. bis der Ewige euren Brüdern Ruhe schafft gleich euch, und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der Ewige, euer Gott, ihnen gibt; dann mögt ihr zurückkehren in das Land eures Besitzes und es in Besitz nehmen, das euch Mosche, der Knecht des Ewigen, gegeben, jenseits des Jardens gegen Sonnenaufgang.»
5867#Josua,1,16#16. Da antworteten sie Jehoschua und sprachen: «Alles, was du uns geboten hast, werden wir tun, und wohin immer du uns sendest, werden wir gehen.
5868#Josua,1,17#17. Ganz wie wir auf Mosche gehört haben, so werden wir auf dich hören. Möge nur der Ewige, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mosche gewesen.
5869#Josua,1,18#18. Jedermann, der deinem Mund trotzen und nicht auf deine Worte hören wird in allem, was du ihm gebietest, soll getötet werden. Nur: Sei stark und fest!»
5870#Josua,2,1#1. Da sandte Jehoschua, der Sohn Nuns, von ha-Schittim heimlich zwei Männer als Erkunder aus, sprechend: «Geht, seht das Land und Jeriho.» Und sie gingen und kamen in das Haus eines Buhlweibs namens Rahab und legten sich dort zur Ruhe.
5871#Josua,2,2#2. Es wurde aber dem König von Jeriho gesagt: «Sieh, Männer sind heut nacht hierher gekommen von den Kindern Jisraël, um das Land auszuforschen.»
5872#Josua,2,3#3. Da sandte der König von Jeriho an Rahab, ihr zu sagen: «Gib die Männer heraus, die zu dir gekommen, die in dein Haus gekommen sind, denn um das ganze Land auszuforschen sind sie gekommen.»
5873#Josua,2,4#4. Nun hatte das Weib die beiden Männer genommen und vor ihm versteckt, und sie sagte: «Richtig, gekommen sind zu mir die Männer, aber ich wußte nicht, woher sie sind.
5874#Josua,2,5#5. Als dann das Tor zu schließen war, in der Dunkelheit, da sind die Männer hinausgegangen; ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen sind. Setzt ihnen eilends nach, daß ihr sie erreicht!»
5875#Josua,2,6#6. Sie hatte sie aber auf das Dach hinaufgebracht und mit Flachsstengeln zugescharrt, die ihr auf dem Dach aufgeschichtet waren.
5876#Josua,2,7#7. Und die Männer setzten ihnen nach, den Weg zum Jarden bei den Furten; das Tor aber schloß man, nachdem die sie Verfolgenden hinausgegangen waren.
5877#Josua,2,8#8. Bevor nun jene sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen aufs Dach hinauf
5878#Josua,2,9#9. und sprach zu den Männern: «Ich weiß, daß Gott euch das Land gegeben, und daß die Angst vor euch sich auf uns gelegt hat, und daß alle Bewohner des Landes vor euch in Furcht aufgelöst sind.
5879#Josua,2,10#10. Denn wir haben gehört, wie der Ewige die Wasser des Schilfmeers vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Mizraim zogt, und was ihr den beiden Königen der Emoriter getan, die jenseits des Jardens waren, Sihon und Og, die ihr gebannt habt.
5880#Josua,2,11#11. Wir hörten es, und es schmolz unser Herz, und es blieb kein Odem mehr in einem Mann vor euch, denn der Ewige, euer Gott, er ist Gott im Himmel oben und auf Erden unten.
5881#Josua,2,12#12. Nun aber, schwört mir doch bei dem Ewigen, da ich an euch Liebe geübt, daß auch ihr an meinem Vaterhaus Liebe üben werdet, und gebt mir ein wahrhaft Wunderzeichen
5882#Josua,2,13#13. und laßt am Leben meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern und alles, was zu ihnen gehört, und rettet unsere Seelen vom Tod.»
5883#Josua,2,14#14. Da sprachen zu ihr die Männer: «Unsre Seele an eurer Statt dem Tod, wenn ihr diese unsre Rede nicht aussagt! Dann werden wir, wenn der Ewige uns das Land gibt, an dir Liebe und Treue üben!»
5884#Josua,2,15#15. Da ließ sie sie am Seil durch das Fenster hinab, denn ihr Haus war in der Wand der Stadtmauer, und in der Mauer wohnte sie.
5885#Josua,2,16#16. Dann sagte sie ihnen: «Ins Gebirge geht, damit euch die Verfolger nicht treffen, verbergt euch dort drei Tage, bis zur Rückkehr der Verfolger, und nachher geht eures Weges.»
5886#Josua,2,17#17. Dann sprachen zu ihr die Männer: «Rein wären wir von diesem deinem Schwur, den du uns hast schwören lassen!
5887#Josua,2,18#18. Sieh, wenn wir ins Land kommen, so sollst du die Schnur dieses Karmesinfadens ans Fenster knüpfen, daraus du uns herabgelassen hast, und deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und dein ganzes Vaterhaus sollst du zu dir ins Haus hereinnehmen.
5888#Josua,2,19#19. Und so sei es: Alles, was aus den Türen deines Hauses hinausgeht, sein Blut auf sein Haupt, und wir sind rein! Aber alles, was bei dir im Haus ist, sein Blut auf unser Haupt, wenn eine Hand daran kommt!
5889#Josua,2,20#20. Wenn du aber diese unsre Rede aussagst, so sind wir rein von deinem Schwur, den du uns hast schwören lassen.»
5890#Josua,2,21#21. Da sagte sie: «Nach euren Worten soll es sein!» Und sie entließ sie, und sie gingen; und sie knüpfte die Karmesinschnur an das Fenster.
5891#Josua,2,22#22. Die aber gingen, kamen ins Gebirge und blieben dort drei Tage, bis die Verfolger zurückgekehrt waren; die Verfolger aber hatten sie auf dem ganzen Weg gesucht und nicht gefunden.
5892#Josua,2,23#23. Dann kehrten die beiden Männer um, stiegen vom Gebirge herab, gingen hinüber und kamen zu Jehoschua, dem Sohn Nuns, und erzählten ihm alles, was sie betroffen,
5893#Josua,2,24#24. und sprachen zu Jehoschua: «Ja, der Ewige hat in unsre Hand das ganze Land gegeben, und schon sind alle Bewohner des Landes vor uns in Furcht aufgelöst.»
5894#Josua,3,1#1. Da stand Jehoschua früh am Morgen auf, und sie brachen auf von ha-Schittim und kamen bis zum Jarden, er und alle Kinder Jisraël, und übernachteten dort, ehe sie noch hinübergingen.
5895#Josua,3,2#2. Es war aber am Ende von drei Tagen, da gingen die Hauptleute inmitten des Lagers umher,
5896#Josua,3,3#3. geboten dem Volk und sprachen: «Wenn ihr die Bundeslade des Ewigen, eures Gottes, seht, und die Priester, die Lewiten, tragen sie, dann brecht ihr auf von eurem Standort und geht ihr nach
5897#Josua,3,4#4. - doch eine Entfernung sei zwischen euch und ihr, etwa zweitausend Ellen an Maß, kommt nicht an sie heran - damit ihr den Weg wißt, auf dem ihr gehen sollt, denn ihr seid nicht auf dem Weg gezogen gestern und ehegestern.»
5898#Josua,3,5#5. Dann sprach Jehoschua zum Volk: «Heiligt euch! Denn morgen wird der Ewige in eurer Mitte Wunder tun!»
5899#Josua,3,6#6. Dann sprach Jehoschua zu den Priestern: «Nehmt die Bundeslade auf und zieht hin vor dem Volk.» Da nahmen sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk.
5900#Josua,3,7#7. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Diesen Tag will ich beginnen, dich groß zu machen in den Augen von ganz Jisraël, damit sie erkennen, daß ich, wie ich mit Mosche gewesen, mit dir sein werde.
5901#Josua,3,8#8. Du aber gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: ,Wenn ihr an den Rand des Jardenwassers kommt, sollt ihr im Jarden stillstehen.'»
5902#Josua,3,9#9. Dann sprach Jehoschua zu den Kindern Jisraël: «Tretet hier heran und hört die Worte des Ewigen, eures Gottes!»
5903#Josua,3,10#10. Dann sprach Jehoschua: «Daran werdet ihr erkennen, daß ein lebendiger Gott in eurer Mitte ist, und daß er vor euch vertreiben wird den Kenaani, Hitti, Hiwwi, Perisi, Girgaschi, Emori und Jebusi:
5904#Josua,3,11#11. Seht, die Bundeslade des Herrn aller Erde zieht vor euch durch den Jarden.
5905#Josua,3,12#12. Und nun: Nehmt euch zwölf Mann aus den Stämmen Jisraëls, einen Mann, je einen Mann für den Stamm;
5906#Josua,3,13#13. und es wird sein, sobald die Fußsohlen der Priester, die die Lade des Ewigen, des Herrn aller Erde, tragen, in den Wassern des Jardens halten, da werden die Wasser des Jardens sich abschneiden, die Wasser, die von oben herabkommen, und werden stehen als ein Wall!»
5907#Josua,3,14#14. Es war nun, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um den Jarden zu durchschreiten mit den Priestern, die die Bundeslade vor dem Volk trugen,
5908#Josua,3,15#15. und als die Träger der Lade bis zum Jarden kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, in den Rand des Wassers eintauchten - der Jarden aber ist voll über seine ganzen Uferhöhen in der ganzen Zeit des Schnittes -
5909#Josua,3,16#16. da standen die Wasser still, die von oben herabkamen, aufrecht, als ein Wall, weit entfernt von Adam, der Stadt, die zur Seite von Zaretan ist, und die zum Meer der Niederung, dem Salzmeer, abfließenden versiegten, verschwanden, und das Volk ging hindurch, gegenüber von Jeriho.
5910#Josua,3,17#17. Es standen aber die Priester, die die Bundeslade des Ewigen trugen, auf dem Trockenen inmitten des Jardens fest, während ganz Jisraël im Trockenen hindurchzog, bis das ganze Volk damit fertig war, den Jarden zu durchschreiten.
5911#Josua,4,1#1. Es war nun, als das ganze Volk fertig war, den Jarden zu durchschreiten, da sprach der Ewige zu Jehoschua:
5912#Josua,4,2#2. «Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, einen Mann, je einen Mann vom Stamm,
5913#Josua,4,3#3. und gebietet ihnen und sprecht: ,Nehmt euch von hier, aus der Mitte des Jardens, von dem festen Standort der Füße der Priester, zwölf Steine, nehmt sie mit euch hinüber und legt sie nieder im Nachtlager, darin ihr heute nacht bleiben werdet.'»
5914#Josua,4,4#4. Da berief Jehoschua die zwölf Mann, die er aus den Kindern Jisraël bestellt hatte, einen Mann, je einen Mann vom Stamm,
5915#Josua,4,5#5. und Jehoschua sprach zu ihnen: «Zieht voran vor die Lade des Ewigen, eures Gottes, in den Jarden hinein, und hebt euch jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der Kinder Jisraël,
5916#Josua,4,6#6. damit dies ein Wunderzeichen sei in eurer Mitte. Wenn eure Söhne künftig fragen werden und sprechen: ,Was sind euch diese Steine?'
5917#Josua,4,7#7. so werdet ihr ihnen sagen: ,Daß die Wasser des Jardens vor der Bundeslade des Ewigen verschwanden; als sie im Jarden hindurchzog, verschwanden die Wasser des Jardens.' So sollen diese Steine zum Andenken sein den Kindern Jisraël, für ewig.»
5918#Josua,4,8#8. Da taten die Kinder Jisraël so, wie Jehoschua geboten, und sie nahmen zwölf Steine aus dem Jarden auf, wie der Ewige zu Jehoschua gesprochen hatte, nach der Zahl der Stämme der Kinder Jisraël; und sie nahmen sie mit sich hinüber ins Nachtlager und legten sie dort nieder.
5919#Josua,4,9#9. Zwölf Steine aber richtete Jehoschua im Jarden auf, an der Stelle des Standortes der Füße der Priester, die die Bundeslade trugen, und sie blieben dort bis auf den heutigen Tag.
5920#Josua,4,10#10. Die Priester aber, die die Lade trugen, blieben mitten im Jarden stehen, bis all das vollendet war, was der Ewige Jehoschua befohlen, dem Volk anzusagen - ganz wie Mosche Jehoschua befohlen hatte - und das Volk eilte und zog hinüber.
5921#Josua,4,11#11. Nachdem nun das ganze Volk fertig war hinüberzuziehn, da zog die Lade des Ewigen und die Priester, vor das Volk, voran.
5922#Josua,4,12#12. Es zogen aber die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Menaschsche geschlossen vor den Kindern Jisraël her, wie Mosche zu ihnen gesprochen hatte.
5923#Josua,4,13#13. Gegen vierzigtausend Heeresgerüstete zogen vor dem Ewigen zum Kampf vorüber in die Niederung von Jeriho.
5924#Josua,4,14#14. An jenem Tag machte der Ewige Jehoschua groß in den Augen ganz Jisraëls, und sie fürchteten ihn, wie sie Mosche gefürchtet hatten alle Tage seines Lebens.
5925#Josua,4,15#15. Dann sprach der Ewige zu Jehoschua:
5926#Josua,4,16#16. «Gebiete den Priestern, die die Lade der Bezeugung tragen, daß sie aus dem Jarden heraufsteigen.»
5927#Josua,4,17#17. Da gebot Jehoschua den Priestern und sprach: «Steigt herauf aus dem Jarden!»
5928#Josua,4,18#18. Als nun die Priester, die die Bundeslade des Ewigen trugen, aus dem Jarden heraufstiegen, die Fußsohlen der Priester sich loslösten auf das Trockene, da kehrten die Wasser des Jardens an ihren Ort zurück und strömten wie gestern und ehegestern über seine ganzen Uferhöhen.
5929#Josua,4,19#19. Das Volk aber stieg aus dem Jarden herauf am Zehnten des ersten Monats, und sie lagerten im Gilgal, am Ostrand von Jeriho.
5930#Josua,4,20#20. Jene zwölf Steine aber, die sie aus dem Jarden genommen hatten, stellte Jehoschua im Gilgal auf,
5931#Josua,4,21#21. und er sprach zu den Kindern Jisraël: «Wenn eure Söhne künftig ihre Väter fragen und sprechen werden: ,Was sind diese Steine?'
5932#Josua,4,22#22. Dann sollt ihr euren Söhnen kundtun und sprechen: ,Auf trockenem Land durchschritt Jisraël diesen Jarden,
5933#Josua,4,23#23. da der Ewige, euer Gott, die Wasser des Jardens vor euch austrocknete, bis ihr hindurchgezogen, so wie der Ewige, euer Gott, dem Schilfmeer tat, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgezogen waren.'
5934#Josua,4,24#24. Damit alle Völker der Erde die Hand des Ewigen erkennen, daß sie stark ist, damit ihr den Ewigen, euren Gott, fürchtet alle Tage.»
5935#Josua,5,1#1. Es war nun, als alle Könige des Emori, der jenseits des Jardens meerwärts wohnt, und alle Könige des Kenaani, der am Meer wohnt, hörten, daß der Ewige die Wasser des Jardens vor den Kindern Jisraël ausgetrocknet hatte, bis sie hindurchgezogen waren, da schmolz ihr Herz, und es war in ihnen kein Odem mehr vor den Kindern Jisraël.
5936#Josua,5,2#2. In jener Zeit sprach der Ewige zu Jehoschua: «Mach dir Steinmesser und beschneide wiederum die Kinder Jisraël, zum zweiten Mal.»
5937#Josua,5,3#3. Da machte sich Jehoschua Steinmesser und beschnitt die Kinder Jisraël an der «Höhe der Vorhäute».
5938#Josua,5,4#4. Und das war die Sache, daß Jehoschua beschnitt: Das ganze Volk, das aus Mizraim zog, die Männlichen, alle Kriegsleute, starben in der Wüste, auf dem Weg, bei ihrem Auszug aus Mizraim.
5939#Josua,5,5#5. Denn beschnitten waren sie, alles Volk, das auszog; aber alles Volk, das in der Wüste geboren worden, auf dem Weg, bei ihrem Auszug aus Mizraim, die hatte man nicht beschnitten.
5940#Josua,5,6#6. Denn vierzig Jahre zogen die Kinder Jisraël in der Wüste umher, bis das ganze Volk dahingeschwunden war, die Kriegsmannen, die aus Mizraim gezogen waren, die auf die Stimme des Ewigen nicht gehört hatten, und denen der Ewige schwor, sie nicht das Land sehen zu lassen, das uns zu geben der Ewige ihren Vätern geschworen, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5941#Josua,5,7#7. Ihre Söhne aber ließ er an ihrer Statt erstehen; die beschnitt Jehoschua, denn sie waren unbeschnitten, da man sie auf dem Weg nicht beschnitten hatte.
5942#Josua,5,8#8. Als dann das ganze Volk fertig war, sich beschneiden zu lassen, da blieben sie an ihrer Stelle im Lager, bis sie geheilt waren.
5943#Josua,5,9#9. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Heute habe ich den Schimpf Mizraims von euch abgewälzt-1-!» So nannte man den Namen jenes Ortes Gilgal bis auf den heutigen Tag. -1) -+galloti-.++
5944#Josua,5,10#10. So lagerten die Kinder Jisraël im Gilgal. Und sie bereiteten das Pessah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in der Niederung von Jeriho.
5945#Josua,5,11#11. Und sie aßen vom Korn des Landes, vom Tag nach dem Pessah an, ungesäuerte Brote und Geröstetes, an eben diesem Tag.
5946#Josua,5,12#12. Da hörte das Manna auf vom folgenden Tag an, als sie vom Korn des Landes aßen, und es gab kein Manna mehr für die Kinder Jisraël. So aßen sie vom Korn des Landes Kenaan in jenem Jahr.
5947#Josua,5,13#13. Es war nun, als Jehoschua in Jeriho war, da hob er seine Augen und sah: Ein Mann stand ihm gegenüber, sein Schwert gezückt in seiner Hand. Da ging Jehoschua auf ihn zu und sprach zu ihm: «Stehst du zu uns oder zu unseren Feinden?»
5948#Josua,5,14#14. Der sprach: «Nein! Ich bin der Heerführer des Ewigen, nun bin ich gekommen.» Da fiel Jehoschua auf sein Antlitz zur Erde und warf sich nieder und sagte zu ihm: «Was redet mein Herr zu seinem Knecht?»
5949#Josua,5,15#15. Da sagte der Heerführer des Ewigen zu Jehoschua: «Wirf deinen Schuh von deinem Fuß, denn der Ort, auf dem du stehst, er ist heilig!» Da tat Jehoschua so.
5950#Josua,6,1#1. Jeriho aber war eingeschlossen und abgeschlossen vor den Kindern Jisraël, keiner ging hinaus und keiner ging hinein.
5951#Josua,6,2#2. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Sieh, ich habe in deine Hand gegeben Jeriho und seinen König; ihr Krieger,
5952#Josua,6,3#3. ihr sollt dann die Stadt umkreisen, alle Kriegsmannen, rund um die Stadt, einmal; so sollst du tun sechs Tage.
5953#Josua,6,4#4. Sieben Priester aber sollen die sieben Widderposaunen vor der Lade tragen; und am siebenten Tag sollt ihr die Stadt siebenmal umkreisen, und dann sollen die Priester in die Posaunen stoßen.
5954#Josua,6,5#5. Und es soll sein, wenn man zum Widderhorn greift, wenn ihr den Schall der Posaune hört, da soll das ganze Volk ein gewaltiges Lärmgeschrei erheben: Dann wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen, und das Volk wird hinaufsteigen, jeder vor sich hin.»
5955#Josua,6,6#6. Da rief Jehoschua, der Sohn Nuns, den Priestern zu und sprach zu ihnen: «Nehmt die Bundeslade auf, und sieben Priester sollen sieben Widderposaunen tragen vor der Lade des Ewigen.»
5956#Josua,6,7#7. Dann sprach er zum Volk: «Zieht vorbei und umkreist die Stadt, und die Gerüsteten sollen einherziehn vor der Lade des Ewigen.»
5957#Josua,6,8#8. Es war nun, als Jehoschua zum Volk gesprochen hatte, da zogen die sieben Priester, die die sieben Widderposaunen vor dem Ewigen trugen, vorbei und stießen in die Posaunen, und die Bundeslade des Ewigen ging hinter ihnen.
5958#Josua,6,9#9. Die Gerüsteten aber gingen vor den Priestern, die die Posaunen bliesen, und die Nachhut ging hinter der Lade, im Gehen auf den Posaunen blasend.
5959#Josua,6,10#10. Dem Volk aber gebot Jehoschua und sprach: «Ihr sollt nicht lärmen und eure Stimme nicht hören lassen, kein Wort soll aus eurem Mund kommen, bis zu dem Tag, da ich zu euch sage: ,Lärmt!' Dann sollt ihr lärmen.»
5960#Josua,6,11#11. So umkreiste die Lade des Ewigen die Stadt, rundherum einmal, dann kamen sie ins Lager und übernachteten im Lager.
5961#Josua,6,12#12. Dann stand Jehoschua früh am Morgen auf, und die Priester trugen die Lade des Ewigen,
5962#Josua,6,13#13. während die sieben Priester die sieben Widderposaunen vor der Lade des Ewigen trugen, schritten und im Gehen in die Posaune stießen, und die Gerüsteten vor ihnen gingen und die Nachhut hinter der Lade des Ewigen schritt, im Gehen in die Posaunen stoßend.
5963#Josua,6,14#14. Und sie umkreisten die Stadt am zweiten Tag einmal und kehrten ins Lager zurück. So taten sie sechs Tage.
5964#Josua,6,15#15. Es war aber am siebenten Tag, da erhoben sie sich früh mit dem Aufstieg der Morgendämmerung und umkreisten die Stadt nach dieser Ordnung siebenmal; nur an jenem Tag umkreisten sie die Stadt siebenmal.
5965#Josua,6,16#16. Es war aber beim siebenten Mal, da stießen die Priester in die Posaunen; da sprach Jehoschua zum Volk: «Lärmt! Denn der Ewige hat euch die Stadt gegeben.
5966#Josua,6,17#17. Und die Stadt soll Banngut sein, sie und alles, was in ihr ist, für den Ewigen. Nur Rahab, das Buhlweib, soll am Leben bleiben, sie und alles, was mit ihr im Haus ist, weil sie die Boten verborgen hat, die wir aussandten.
5967#Josua,6,18#18. Allein ihr, hütet euch vor dem Bann, daß ihr nicht bannt und dann von dem Banngut nehmt, und ihr das Lager Jisraëls zu Bann macht und es ins Unglück stürzt.
5968#Josua,6,19#19. Und alles Silber, Gold, Erzgerät und Eisen, geheiligt ist es dem Ewigen; in den Schatz des Ewigen soll es kommen.»
5969#Josua,6,20#20. Da lärmte das Volk, und sie stießen in die Posaunen. Es war nun, als das Volk den Posaunenschall hörte, da erhob das Volk ein großes Lärmgeschrei; da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk stieg hinein in die Stadt, jeder vor sich hin, und sie eroberten die Stadt.
5970#Josua,6,21#21. Und sie bannten alles, was in der Stadt war, Mann und Weib, Knabe und Greis, bis zu Rind, Schaf und Esel, ins Schwert hinein.
5971#Josua,6,22#22. Den zwei Männern aber, die das Land erkundet hatten, sagte Jehoschua: «Geht in das Haus des Buhlweibs und führt hinaus von dort das Weib und alles, was zu ihr gehört, wie ihr ihr geschworen habt.»
5972#Josua,6,23#23. Da gingen die Burschen, die Erkunder, und führten Rahab, ihren Vater, ihre Mutter, ihre Brüder und alles, was zu ihr gehörte, hinaus, auch ihre ganze Sippschaft führten sie hinaus, und ließen sie außerhalb des Lagers Jisraëls.
5973#Josua,6,24#24. Und die Stadt verbrannten sie im Feuer und alles, was in ihr war, nur das Silber und Gold und Gerät von Erz und Eisen gaben sie in den Schatz im Haus des Ewigen.
5974#Josua,6,25#25. Aber Rahab, das Buhlweib, und das Haus ihres Vaters und alles, was zu ihr gehörte, ließ Jehoschua am Leben; so blieb sie inmitten Jisraëls wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen, die Jehoschua ausgeschickt hatte, um Jeriho zu erkunden.
5975#Josua,6,26#26. Und Jehoschua tat den Schwurfluch und sprach: «Verflucht der Mann vor dem Ewigen, der aufsteht und aufbaut diese Stadt, Jeriho! Mit seinem Ersten lege er ihren Grund, und mit seinem Jüngsten stelle er ihre Türen!»
5976#Josua,6,27#27. Und der Ewige war mit Jehoschua, und sein Ruf ging durchs ganze Land.
5977#Josua,7,1#1. Nun begingen die Kinder Jisraël Veruntreuung am Bann. Und es nahm Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, vom Stamm Jehuda, von dem Banngut; da flammte des Ewigen Angesicht auf über die Kinder Jisraël.
5978#Josua,7,2#2. Jehoschua aber sandte von Jeriho aus Männer nach ha-Ai-1-, das bei Bet-Awen, östlich von Bet-El liegt, und sprach zu ihnen: «Geht und erkundet das Land!» Und die Männer stiegen hinauf, erkundeten ha-Ai-1-, -1) der Trümmerhügel.++
5979#Josua,7,3#3. kehrten zu Jehoschua zurück und sprachen zu ihm: «Nicht soll das ganze Volk hinaufziehn; an zweitausend oder dreitausend Mann sollen hinaufsteigen und ha-Ai schlagen. Bemühe nicht das ganze Volk dorthin, denn sie sind nur wenig.»
5980#Josua,7,4#4. Da stiegen vom Volk dorthin an dreitausend Mann, aber sie flohen vor den Leuten von ha-Ai.
5981#Josua,7,5#5. Und die Leute von ha-Ai schlugen von ihnen an sechsunddreißig Mann, und setzten ihnen nach vor dem Tor bis zu den Brüchen, und schlugen sie am Abhang. Da schmolz das Herz des Volkes und wurde zu Wasser.
5982#Josua,7,6#6. Da zerriß Jehoschua seine Gewänder, und warf sich vor der Lade des Ewigen auf sein Gesicht zur Erde bis zum Abend, er und die Ältesten Jisraëls, und sie taten Staub auf ihr Haupt.
5983#Josua,7,7#7. Und Jehoschua sprach: «Weh, Herr, Gott, warum hast du doch dieses Volk durch den Jarden geführt, daß du uns in die Hand des Emoriters gibst, um uns zu vernichten? Hätten wir uns doch entschlossen und wären jenseits des Jardens geblieben!
5984#Josua,7,8#8. Ach, Herr, was soll ich sagen, nachdem Jisraël den Nacken gewandt hat vor seinen Feinden?
5985#Josua,7,9#9. Wenn der Kenaanäer und alle Bewohner des Landes es hören, so werden sie uns umringen und unsern Namen von der Erde tilgen. Und was wirst du deinem großen Namen tun?»
5986#Josua,7,10#10. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Steh auf! Warum doch wirfst du dich auf dein Antlitz?
5987#Josua,7,11#11. Gesündigt hat Jisraël, ja, übertreten haben sie meinen Bund, den ich ihnen geboten, ja, sie nahmen von dem Banngut, ja, haben gestohlen, unterschlagen und in ihr Gerät gesteckt!
5988#Josua,7,12#12. So werden die Kinder Jisraël nicht bestehen können vor ihren Feinden, den Nacken werden sie wenden vor ihren Feinden, denn sie sind zu Bann geworden. Ich werde nicht fernerhin mit euch sein, wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte tilgt!
5989#Josua,7,13#13. Auf! Heilige das Volk und sprich: ,Heiligt euch für morgen! Denn so spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Bann ist in deiner Mitte, Jisraël! Du wirst nicht vor deinen Feinden bestehen können, bis ihr den Bann entfernt habt aus eurer Mitte.'
5990#Josua,7,14#14. So sollt ihr herantreten am Morgen, nach euren Stämmen; dann soll der Stamm, den der Ewige fassen wird, nach Geschlechtern antreten, das Geschlecht, das der Ewige fassen wird, nach Häusern antreten, das Haus, das der Ewige fassen wird, nach Männern antreten.
5991#Josua,7,15#15. Der aber, der dann mit dem Bann gefaßt wird, der soll im Feuer verbrannt werden, er und alles, was ihm gehört, weil er den Bund des Ewigen übertreten und Schändliches getan hat in Jisraël.»
5992#Josua,7,16#16. Da stand Jehoschua früh am Morgen auf und ließ Jisraël antreten nach seinen Stämmen: Und gefaßt wurde der Stamm Jehuda.
5993#Josua,7,17#17. Dann ließ er die Geschlechtschaft Jehudas antreten: Da faßte es das Geschlecht derer von Serah; dann ließ er das Geschlecht derer von Serah antreten nach Männern: Und gefaßt wurde Sabdi.
5994#Josua,7,18#18. Dann ließ er dessen Haus nach Männern antreten: Und gefaßt wurde Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, vom Stamm Jehuda.
5995#Josua,7,19#19. Da sprach Jehoschua zu Achan: «Mein Sohn! Setz doch Ehre dem Ewigen, dem Gott Jisraëls, und gib ihm Huldigung! Sag mir doch, was du getan hast, verbirg es mir nicht!»
5996#Josua,7,20#20. Da antwortete Achan Jehoschua und sprach: «Wahrhaftig, ich habe gesündigt gegen den Ewigen, den Gott Jisraëls! So und so hab ich getan!
5997#Josua,7,21#21. Ich sah unter der Beute einen schönen Mantel von Schin'ar, zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, fünfzig Schekel sein Gewicht, ich begehrte sie und nahm sie, und sie sind in der Erde verscharrt in meinem Zelt, das Silber darunter.»
5998#Josua,7,22#22. Da schickte Jehoschua Boten, die liefen in das Zelt; und da war es in seinem Zelt verscharrt, das Silber darunter.
5999#Josua,7,23#23. Und sie nahmen es aus dem Zelt, brachten es zu Jehoschua und zu allen Kindern Jisraël und schütteten es aus vor dem Ewigen.
6000#Josua,7,24#24. Dann nahm Jehoschua Achan, den Sohn Serahs, sowie das Silber, den Mantel, den Goldbarren, seine Söhne, seine Töchter, seine Rinder, seine Esel, sein Kleinvieh, sein Zelt und alles, was ihm gehörte, und ganz Jisraël war mit ihm, und sie führten sie hinauf ins Tal Achor.
6001#Josua,7,25#25. Da sprach Jehoschua: «Wie hast du uns ins Unglück gestürzt-1-! Stürze dich der Ewige ins Unglück an diesem Tag!» Dann bewarf ihn ganz Jisraël mit Steinen, und sie verbrannten sie im Feuer und steinigten sie mit Steinen. -1) -+achartanu-.++
6002#Josua,7,26#26. Und sie errichteten über ihm einen großen Steinhaufen - bis auf diesen Tag. Da ließ der Ewige ab von der Glut seines Zornes. Darum nennt man den Namen jenes Ortes «Tal Achor» bis auf den heutigen Tag.
6003#Josua,8,1#1. Dann sprach der Ewige zu Jehoschua: «Fürchte nicht und zage nicht! Nimm mit dir das ganze Kriegsvolk und mach dich auf, zieh hinauf nach ha-Ai! Sieh, ich habe in deine Hand gegeben den König von ha-Ai, sein Volk, seine Stadt und sein Land.
6004#Josua,8,2#2. Und du sollst an ha-Ai und seinem König tun, wie du an Jeriho und seinem König getan, doch seine Beute und sein Vieh mögt ihr für euch plündern. Lege dir einen Hinterhalt gegen die Stadt, hinter ihr.»
6005#Josua,8,3#3. Da machte sich Jehoschua und das ganze Kriegsvolk auf, um nach ha-Ai hinaufzuziehen. Und Jehoschua wählte dreißigtausend Mann aus, Kriegsmannen, und schickte sie nachts aus.
6006#Josua,8,4#4. Und er gebot ihnen und sprach: «Seht, ihr liegt im Hinterhalt gegen die Stadt, hinter der Stadt; entfernt euch nicht sehr weit von der Stadt und seid alle bereit.
6007#Josua,8,5#5. Ich aber und das ganze Volk, das mit mir ist, wir werden uns der Stadt nähern; und dann, wenn sie uns entgegen herauskommen wie beim ersten Mal, dann werden wir vor ihnen fliehen.
6008#Josua,8,6#6. Kommen sie dann heraus, uns nach, bis wir sie von der Stadt abgezogen haben - denn sie werden denken: ,Die fliehen vor uns wie beim ersten Mal!' - während wir so vor ihnen fliehen,
6009#Josua,8,7#7. dann erhebt ihr euch aus dem Hinterhalt und erobert die Stadt, und der Ewige, euer Gott, wird sie in eure Hand geben.
6010#Josua,8,8#8. Und wenn ihr dann die Stadt nehmt, sollt ihr die Stadt im Feuer anstecken; nach dem Wort des Ewigen sollt ihr tun; seht, ich habe es euch geboten.»
6011#Josua,8,9#9. Dann entsandte sie Jehoschua, und sie gingen in den Hinterhalt und ließen sich nieder zwischen Bet-El und ha-Ai, westlich von ha-Ai, und Jehoschua übernachtete jene Nacht unter dem Volk.
6012#Josua,8,10#10. Da stand Jehoschua früh am Morgen auf und musterte das Volk; dann zogen er und die Ältesten Jisraëls vor dem Volk nach ha-Ai hinauf.
6013#Josua,8,11#11. Und das ganze Kriegsvolk, das mit ihm war, zog hinauf, sie rückten heran und langten an gegenüber der Stadt; und sie lagerten im Norden von ha-Ai, und das Tal war zwischen ihm und ha-Ai.
6014#Josua,8,12#12. Dann nahm er gegen fünftausend Mann und legte sie als Hinterhalt zwischen Bet-El und ha-Ai, westlich von der Stadt.
6015#Josua,8,13#13. Und das Volk legte das ganze Lager an: Das, das nördlich der Stadt war, und seine Nachhut westlich der Stadt; und Jehoschua ging in jener Nacht inmitten des Tals.
6016#Josua,8,14#14. Es war nun, als der König von ha-Ai es sah, da machten sich die Männer der Stadt eilends früh auf und zogen hinaus, Jisraël entgegen zum Kampf, er und sein ganzes Volk zum Treffen vor der Niederung, und er wußte nicht, daß ein Hinterhalt lag im Rücken der Stadt.
6017#Josua,8,15#15. Da ließen sich Jehoschua und ganz Jisraël vor ihnen schlagen und flohen, des Wegs zur Wüste.
6018#Josua,8,16#16. Nun ward das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, ihnen nachzusetzen, und sie jagten Jehoschua nach und ließen sich von der Stadt abziehn.
6019#Josua,8,17#17. Und es blieb nicht ein Mann in ha-Ai und Bet-El zurück, der nicht ausgezogen wäre hinter Jisraël, und sie ließen die Stadt offen und jagten hinter Jisraël her.
6020#Josua,8,18#18. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Strecke die Lanze, die in deiner Hand ist, gegen ha-Ai aus, denn in deine Hand will ich es geben!» Da streckte Jehoschua die Lanze, die in seiner Hand war, gegen die Stadt aus.
6021#Josua,8,19#19. Der Hinterhalt aber erhob sich schnell von seinem Platz, und sie liefen, als er seine Hand ausstreckte, kamen zur Stadt und nahmen sie ein, und sie steckten eilends die Stadt in Brand.
6022#Josua,8,20#20. Als sich nun die Männer von ha-Ai hinter sich wandten, da sahen sie: Auf stieg der Rauch der Stadt zum Himmel, und sie hatten keinen Raum, zu fliehen dahin oder dorthin, denn das Volk, das zur Wüste geflohen war, wandte sich gegen den Verfolger.
6023#Josua,8,21#21. Jehoschua aber und ganz Jisraël sahen, daß der Hinterhalt die Stadt erobert hatte, und daß der Rauch der Stadt aufstieg, kehrten um und schlugen die Männer von ha-Ai.
6024#Josua,8,22#22. Jene aber waren aus der Stadt gezogen, ihnen entgegen, und so hatte Jisraël sie in der Mitte, die von hier und die von da, und sie schlugen sie, bis sie von ihnen nicht Entflohene und Entronnene übrig ließen.
6025#Josua,8,23#23. Den König von ha-Ai aber griffen sie lebend und brachten ihn vor Jehoschua.
6026#Josua,8,24#24. Als nun Jisraël fertig war, alle Einwohner von ha-Ai zu erschlagen, auf dem Feld, in der Steppe, wohin sie sie verfolgt hatten, und sie alle ins Schwert hinein gefallen waren, bis sie dahin waren, da kehrte ganz Jisraël um nach ha-Ai, und sie schlugen es ins Schwert hinein.
6027#Josua,8,25#25. So waren alle an jenem Tag Gefallenen Mann und Weib, zwölftausend, alle Bewohner von ha-Ai.
6028#Josua,8,26#26. Jehoschua aber zog seine Hand, die er mit der Lanze ausgestreckt hatte, nicht zurück, bis er alle Bewohner von ha-Ai gebannt hatte.
6029#Josua,8,27#27. Nur das Vieh und die Beute jener Stadt plünderte Jisraël für sich, nach dem Wort des Ewigen, das er Jehoschua geboten.
6030#Josua,8,28#28. Und Jehoschua verbrannte ha-Ai und machte es zum ewigen Schutthügel, Wüstland bis auf diesen Tag.
6031#Josua,8,29#29. Den König von ha-Ai aber hängte er an den Pfahl bis zur Abendzeit; doch als die Sonne unterging, gebot Jehoschua, daß sie seinen Leichnam von dem Holz herabnahmen; und sie warfen ihn an den Eingang des Stadttors und höhten über ihm einen großen Steinhaufen auf - bis auf diesen Tag.
6032#Josua,8,30#30. Damals baute Jehoschua einen Altar für den Ewigen, den Gott Jisraëls, auf dem Berg Ebal,
6033#Josua,8,31#31. wie Mosche, der Knecht des Ewigen, den Kindern Jisraël geboten hatte, wie geschrieben steht im Buch der Weisung Mosches: Einen Altar von ganzen Steinen, über denen man kein Eisen geschwungen; und sie brachten auf ihm Hochopfer dar für den Ewigen und schlachteten Mahlopfer.
6034#Josua,8,32#32. Und er schrieb dort auf die Steine den Vertrag der Weisung Mosches, welche dieser geschrieben hatte vor den Kindern Jisraël.
6035#Josua,8,33#33. Und ganz Jisraël und seine Ältesten, und die Vorsteher und seine Richter standen zu beiden Seiten der Lade, gegenüber den lewitischen Priestern, den Trägern der Bundeslade des Ewigen, der Fremdling wie der Volksgeborene, zur Hälfte nach dem Berg Gerisim und zur Hälfte nach dem Berg Ebal hin, wie Mosche, der Knecht des Ewigen, geboten, vorerst das Volk Jisraël zu segnen.
6036#Josua,8,34#34. Und nachher las er alle Worte der Weisung, den Segen und den Fluch, ganz wie im Buch der Weisung geschrieben steht.
6037#Josua,8,35#35. Es war kein Wort von allem, was Mosche geboten hatte, das Jehoschua nicht las vor der ganzen Volksschar Jisraëls und den Frauen, den Kindern und dem Fremdling, der in ihrer Mitte zog.
6038#Josua,9,1#1. Es war nun, als alle Könige davon hörten, die diesseits des Jardens auf dem Gebirge, im Tiefland und an der ganzen Küste des großen Meeres bis nach dem Libanon hin waren, der Hitti, Emori, Kenaani, Perisi, Hiwwi und Jebusi,
6039#Josua,9,2#2. da scharten sie sich zusammen, um mit Jehoschua und mit Jisraël zu kämpfen, einhellig.
6040#Josua,9,3#3. Die Bewohner von Gib'on aber hörten, was Jehoschua an Jeriho und ha-Ai getan hatte.
6041#Josua,9,4#4. Da handelten auch sie mit List, gingen hin, verstellten sich und nahmen abgenutzte Säcke für ihre Esel und abgenutzte, rissige und zusammengebundene Weinschläuche,
6042#Josua,9,5#5. abgenutzte und geflickte Schuhe waren an ihren Füßen und abgenutzte Kleider auf ihnen, und alles Brot ihres Mundvorrats war vertrocknet, krümelig.
6043#Josua,9,6#6. So gingen sie zu Jehoschua ins Lager nach dem Gilgal und sprachen zu ihm und zu den Männern von Jisraël: «Aus fernem Land sind wir gekommen, nun schließt mit uns einen Vertrag.»
6044#Josua,9,7#7. Da sprachen die Männer von Jisraël zu dem Hiwwiten: «Vielleicht wohnst du in meiner Nähe? Wie darf ich da einen Vertrag mit dir schließen?»
6045#Josua,9,8#8. Da sprachen sie zu Jehoschua: «Deine Knechte sind wir!» Und Jehoschua sprach zu ihnen: «Wer seid ihr, und woher kommt ihr?»
6046#Josua,9,9#9. Da sprachen sie zu ihm: «Aus sehr fernem Land sind deine Knechte gekommen, auf den Namen des Ewigen, deines Herrn, hin. Denn wir hörten seinen Ruf und alles, was er in Mizraim getan,
6047#Josua,9,10#10. und alles, was er den beiden Königen des Emori, jenseits des Jardens, getan, Sihon, dem König von Heschbon, und Og, dem König des Baschan, der in Aschtarot war.
6048#Josua,9,11#11. Da sprachen zu uns unsere Ältesten und alle Bewohner unseres Landes: ,Nehmt in eure Hand Mundvorrat für den Weg, geht ihnen entgegen und sprecht zu ihnen: Eure Knechte sind wir! Nun schließt mit uns einen Vertrag!'
6049#Josua,9,12#12. Dies unser Brot, warm haben wir es aus unsern Häusern zum Mundvorrat genommen am Tag, als wir auszogen, um zu euch zu gehen, und jetzt, seht, ist es trocken und ist krümelig geworden.
6050#Josua,9,13#13. Und diese Weinschläuche, die wir neu füllten, seht, sie sind rissig geworden, und diese unsere Kleider und Schuhe sind sehr abgenützt von der Länge des Weges.»
6051#Josua,9,14#14. Da nahmen die Männer von ihrem Mundvorrat, aber den Mund des Ewigen befragten sie nicht.
6052#Josua,9,15#15. So gewährte Jehoschua ihnen Frieden und schloß mit ihnen einen Vertrag, sie am Leben zu lassen, und die Fürsten der Gemeinde schworen ihnen.
6053#Josua,9,16#16. Es war aber nach Ablauf von drei Tagen, nachdem sie einen Vertrag mit ihnen geschlossen hatten, da hörten sie, daß jene ihnen nahe waren und mitten unter ihnen wohnten.
6054#Josua,9,17#17. Und die Kinder Jisraël brachen auf und kamen zu ihren Städten am dritten Tag. Ihre Städte aber waren: Gib'on, ha-Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim.
6055#Josua,9,18#18. Aber die Kinder Jisraël schlugen sie nicht, da die Fürsten der Gemeinde ihnen beim Ewigen, dem Gott Jisraëls, geschworen hatten; aber es murrte die ganze Gemeinde über die Fürsten.
6056#Josua,9,19#19. Da sprachen alle Fürsten zur ganzen Gemeinde: «Wir haben ihnen beim Ewigen, dem Gott Jisraëls, geschworen, und nun können wir sie nicht antasten.
6057#Josua,9,20#20. Dies wollen wir ihnen tun und sie am Leben lassen, damit über uns nicht Zorn sei wegen des Schwures, den wir ihnen geschworen haben.»
6058#Josua,9,21#21. Dann sprachen zu ihnen die Fürsten: «Mögen sie leben.» - Und sie wurden Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde, wie die Fürsten ihretwegen gesprochen hatten.
6059#Josua,9,22#22. Dann rief Jehoschua nach ihnen und sprach zu ihnen: «Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: ,Sehr entfernt sind wir von euch', während ihr doch mitten unter uns wohnt?
6060#Josua,9,23#23. Nun seid ihr verflucht! Und es soll nicht ausgehn von euch Knecht, Holzhauer und Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes!»
6061#Josua,9,24#24. Da antworteten sie Jehoschua und sagten: «Wurde doch deinen Knechten erzählt, was der Ewige, dein Gott, seinem Knecht Mosche geboten hatte: Euch das ganze Land zu geben und alle Bewohner des Landes vor euch zu vertilgen; da fürchteten wir sehr vor euch für unser Leben und taten diese Sache.
6062#Josua,9,25#25. Nun aber sind wir in deiner Hand, wie es gut und recht ist in deinen Augen uns zu tun, so tu!»
6063#Josua,9,26#26. Da tat er ihnen so und rettete sie aus der Hand der Kinder Jisraëls, daß sie sie nicht erschlugen.
6064#Josua,9,27#27. Jehoschua aber machte sie an jenem Tag zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar des Ewigen, bis auf diesen Tag, für den Ort, den er wählt.
6065#Josua,10,1#1. Und es war, als Adoni-Zedek, der König von Jeruschalaim, hörte, das Jehoschua ha-Ai eingenommen und gebannt hatte - wie er Jeriho und seinem König getan, so hatte er ha-Ai und seinem König getan - und daß die Bewohner von Gib'on Frieden mit Jisraël gemacht hatten und unter ihnen blieben,
6066#Josua,10,2#2. da fürchteten sie sehr, denn eine große Stadt war Gib'on, wie irgendeine der Städte mit Königssitz, und es war größer als ha-Ai, und alle seine Männer Helden.
6067#Josua,10,3#3. So sandte Adoni-Zedek, der König von Jeruschalaim, zu Hoham, dem König von Hebron, Pir'am, dem König von Jarmut, Jafia, dem König von Lachisch, und Debir, dem König von Eglon, und ließ sagen:
6068#Josua,10,4#4. «Zieht herauf zu mir und helft mir, daß wir Gib'on schlagen, weil es Frieden gemacht hat mit Jehoschua und den Kindern Jisraël.»
6069#Josua,10,5#5. Da sammelten sich und zogen herauf die fünf Könige der Emoriter, der König von Jeruschalaim, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch, der König von Eglon, sie und ihre ganzen Heerlager, belagerten Gib'on und bekriegten es.
6070#Josua,10,6#6. Da sandten die Männer von Gib'on zu Jehoschua in das Lager nach dem Gilgal und ließen sagen: «Laß nicht deine Hände von deinen Knechten! Zieh eilig zu uns herauf, hilf uns und steh uns bei! Denn zusammengetan haben sich gegen uns alle Könige der Emoriter, die das Gebirge bewohnen.»
6071#Josua,10,7#7. Da zog Jehoschua vom Gilgal herauf, er und das ganze Kriegsvolk mit ihm, und alle Mannen des Heeres.
6072#Josua,10,8#8. Der Ewige aber sprach zu Jehoschua: «Fürchte nicht vor ihnen, denn in deine Hand habe ich sie gegeben; keiner von ihnen wird vor dir standhalten!»
6073#Josua,10,9#9. Da kam Jehoschua plötzlich an sie - die ganze Nacht war er vom Gilgal heraufgezogen -
6074#Josua,10,10#10. und der Ewige brachte sie in Verwirrung vor Jisraël, und er schlug sie gewaltig bei Gib'on, verfolgte sie, des Wegs zum Anstieg von Bet-Horon, und schlug sie bis Aseka und Makkeda.
6075#Josua,10,11#11. Es war nun, da sie vor Jisraël flohen, und sie waren gerade auf dem Abstieg von Bet-Horon, da warf der Ewige auf sie große Steine vom Himmel, bis nach Aseka, daß sie starben; mehr waren, die durch die Hagelsteine starben, als die die Kinder Jisraël mit dem Schwert erschlugen.
6076#Josua,10,12#12. Damals sprach Jehoschua zu dem Ewigen, an dem Tag, da der Ewige den Emoriter vor den Kindern Jisraël preisgab, und sagte vor den Augen Jisraëls: «Halt, Sonne, an in Gib'on, Und Mond im Tal Ajalon!
6077#Josua,10,13#13. Still stand die Sonne, Und der Mond hielt an, Bis das Volk den Feinden heimzahlt.» Ist das doch niedergeschrieben im «Buch des Wackern». Da stand die Sonne still mitten am Himmel und drängte nicht unterzugehn, einen vollen Tag lang.
6078#Josua,10,14#14. Und nicht war es wie an jenem Tag vor ihm noch nach ihm, daß der Ewige hörte auf eines Mannes Stimme; denn der Ewige kämpfte für Jisraël.
6079#Josua,10,15#15. Dann kehrte Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm zurück in das Lager nach dem Gilgal.
6080#Josua,10,16#16. Nun flohen jene fünf Könige und verbargen sich in der Höhle in Makkeda.
6081#Josua,10,17#17. Da wurde Jehoschua gemeldet: «Gefunden worden sind die fünf Könige, verborgen in der Höhle in Makkeda.»
6082#Josua,10,18#18. Da sprach Jehoschua: «Wälzt große Steine an den Eingang der Höhle und bestellt Leute an sie, sie zu bewachen.
6083#Josua,10,19#19. Ihr aber bleibt nicht stehen, jagt hinter euren Feinden her, fangt sie ab und laßt sie nicht in ihre Städte kommen, denn der Ewige, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben!»
6084#Josua,10,20#20. Es war nun, als Jehoschua und die Kinder Jisraël fertig waren, sie zu schlagen, gar gewaltig, bis zu ihrer Vernichtung - und die Entronnenen, die von ihnen sich retteten, die entkamen in die festen Städte -,
6085#Josua,10,21#21. da kehrte das ganze Volk ins Lager zu Jehoschua wohlbehalten nach Makkeda zurück; es hatte von den Kindern Jisraël keiner sich die Zunge geritzt.
6086#Josua,10,22#22. Dann sagte Jehoschua: «Öffnet den Eingang der Höhle und führt zu mir diese fünf Könige aus der Höhle heraus!»
6087#Josua,10,23#23. Und sie taten so und führten zu ihm diese fünf Könige aus der Höhle heraus, den König von Jeruschalaim, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch, den König von Eglon.
6088#Josua,10,24#24. Und es war, als sie diese Könige zu Jehoschua herausgeführt hatten, da rief Jehoschua alle Mann von Jisraël herbei und sprach zu den Anführern der Kriegsmänner, die mit ihm gingen: «Tretet heran, setzt eure Füße auf die Hälse dieser Könige!» Da traten sie heran und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
6089#Josua,10,25#25. Da sprach zu ihnen Jehoschua: «Fürchtet nicht und zaget nicht! Seid stark und fest, denn so wird der Ewige allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft.»
6090#Josua,10,26#26. Und danach erschlug sie Jehoschua, tötete sie und hängte sie an fünf Bäume, und sie blieben aufgehängt auf den Bäumen bis zum Abend.
6091#Josua,10,27#27. Es war aber zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gebot Jehoschua, daß sie sie von den Bäumen herabnahmen; und sie warfen sie in die Höhle, in der sie sich verborgen hatten, und legten große Steine an den Eingang der Höhle - bis auf diesen Tag.
6092#Josua,10,28#28. Makkeda aber nahm Jehoschua an jenem Tag ein, schlug es, ins Schwert hinein, auch seinen König, bannte sie mit allem Leben darin, er ließ keinen Entronnenen übrig; so tat er dem König von Makkeda, wie er dem König von Jeriho getan.
6093#Josua,10,29#29. Dann zog Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm von Makkeda weiter nach Libna, und stritt mit Libna.
6094#Josua,10,30#30. Und der Ewige gab auch dieses in die Hand Jisraëls samt seinem König; und es schlug es, ins Schwert hinein, samt allem Leben darin; es ließ keinen Entronnenen darin übrig und es tat seinem König, wie es dem König von Jeriho getan.
6095#Josua,10,31#31. Dann zog Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm von Libna weiter nach Lachisch, belagerte es und bekriegte es.
6096#Josua,10,32#32. Und der Ewige gab Lachisch in die Hand Jisraëls; und es eroberte es am zweiten Tag und schlug es, ins Schwert hinein, samt allem Leben darin, ganz wie es Libna getan.
6097#Josua,10,33#33. Damals zog Horam, König von Geser, herauf, um Lachisch zu helfen, aber Jehoschua schlug ihn und sein Volk, bis daß er ihm keinen Entronnenen übrig ließ.
6098#Josua,10,34#34. Dann zog Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm weiter von Lachisch nach Eglon, sie belagerten es und bekriegten es.
6099#Josua,10,35#35. Und sie eroberten es an jenem Tag und schlugen es, ins Schwert hinein, und alles Leben darin bannte er an jenem Tag, ganz wie er Lachisch getan.
6100#Josua,10,36#36. Dann zog Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm von Eglon nach Hebron hinauf, und sie bekriegten es.
6101#Josua,10,37#37. Und sie eroberten es und schlugen es, ins Schwert hinein, auch seinen König, alle seine Ortschaften und alles Leben darin; er ließ keinen Entronnenen übrig, ganz wie er Eglon getan, und bannte es samt allem Leben darin.
6102#Josua,10,38#38. Dann kehrte Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm um nach Debir und bekriegte es.
6103#Josua,10,39#39. Und er nahm es ein, samt seinem König und allen seinen Ortschaften, und sie schlugen sie, ins Schwert hinein, und bannten alles Leben darin, und er ließ keinen Entronnenen übrig. Wie er Hebron getan, so tat er Debira und seinem König, und wie er Libna und seinem König getan.
6104#Josua,10,40#40. So schlug Jehoschua das ganze Land, das Gebirge, die Südsteppe, das Tiefland und die Abhänge, samt allen ihren Königen; er ließ keinen Entronnenen übrig, und alles Atmende bannte er, wie der Ewige, der Gott Jisraëls, geboten hatte.
6105#Josua,10,41#41. Und Jehoschua schlug sie von Kadesch-Barnea bis Asa und das ganze Land Goschen und bis nach Gib'on.
6106#Josua,10,42#42. Und alle diese Könige und ihr Land eroberte Jehoschua mit einem Mal, denn der Ewige, der Gott Jisraëls, kämpfte für Jisraël.
6107#Josua,10,43#43. Dann kehrte Jehoschua und ganz Jisraël mit ihm zurück in das Lager, nach dem Gilgal.
6108#Josua,11,1#1. Und es war, als Jabin, König von Hazor, das hörte, da sandte er an Jobab, den König von Madon, an den König von Schimron, an den König von Achschaf,
6109#Josua,11,2#2. und an die Könige im Norden, auf dem Gebirge, in der Niederung, im Süden von Kinerot, im Tiefland und im Hochland von Dor zum Meer hin.
6110#Josua,11,3#3. Der Kenaani nach Sonnenaufgang und an der Meeresseite, der Emori, Hitti, Perisi und Jebusi auf dem Gebirge, und der Hiwwi am Fuß des Hermon, in der Landschaft ha-Mizpa.
6111#Josua,11,4#4. Und sie zogen aus, sie und alle ihre Heerlager mit ihnen, ein zahlreiches Volk, wie der Sand am Ufer des Meeres an Menge, und Roß und Wagen gewaltig viel.
6112#Josua,11,5#5. Und alle diese Könige trafen sich, kamen und lagerten insgesamt an den Wassern von Merom, um mit Jisraël zu kämpfen.
6113#Josua,11,6#6. Da sprach der Ewige zu Jehoschua: «Fürchte nicht vor ihnen, denn morgen um diese Zeit gebe ich sie alle hin, erschlagen vor Jisraël; ihren Rossen wirst du die Sehnen durchschneiden und ihre Wagen im Feuer verbrennen.»
6114#Josua,11,7#7. Da kam Jehoschua und das ganze Kriegsvolk mit ihm plötzlich über sie an den Wassern von Merom, und sie fielen über sie her.
6115#Josua,11,8#8. Und der Ewige gab sie in die Hand Jisraëls; die schlugen sie und verfolgten sie bis nach Groß-Zidon, nach Misrefot-Maim, und bis zur Ebene von Mizpe im Osten, und sie schlugen sie, bis sie ihnen keinen Entronnenen mehr ließen.
6116#Josua,11,9#9. Und Jehoschua tat ihnen, wie der Ewige ihm gesagt hatte: Ihren Rossen durchschnitt er die Sehnen und ihre Wagen verbrannte er im Feuer.
6117#Josua,11,10#10. Dann kehrte Jehoschua um zu jener Zeit und eroberte Hazor, und seinen König schlug er mit dem Schwert; denn Hazor war vormals das Haupt aller dieser Königreiche.
6118#Josua,11,11#11. Und sie schlugen alles Leben darin, ins Schwert hinein, sie bannend, nichts Atmendes blieb übrig; und Hazor verbrannte er im Feuer.
6119#Josua,11,12#12. Und alle Städte dieser Könige samt allen ihren Königen eroberte Jehoschua und schlug sie, ins Schwert hinein, bannte sie, wie Mosche geboten, der Knecht des Ewigen.
6120#Josua,11,13#13. Jedoch alle Städte, die (noch) auf ihrem Trümmerhügel stehen, die verbrannte Jisraël nicht, außer Hazor allein, das Jehoschua verbrannte.
6121#Josua,11,14#14. Aber alle Beute dieser Städte und das Vieh plünderten die Kinder Jisraël für sich, nur alle Menschen schlugen sie, ins Schwert hinein, bis sie sie vertilgt hatten; sie ließen nichts Atmendes übrig.
6122#Josua,11,15#15. Wie der Ewige seinem Knecht Mosche geboten, so gebot Mosche Jehoschua, und so tat Jehoschua: Er nahm kein Wort hinweg von allem, was der Ewige Mosche geboten hatte.
6123#Josua,11,16#16. So nahm Jehoschua dieses ganze Land: Das Gebirge, die ganze Südsteppe, das ganze Land Goschen, das Tiefland, die Niederung und das Gebirge Jisraël und sein Tiefland,
6124#Josua,11,17#17. von dem kahlen Gebirge an, das gegen Sëir ansteigt, bis nach Baal-Gad in der Ebene des Libanon, am Fuß des Hermon, und alle ihre Könige nahm er gefangen, schlug sie und tötete sie.
6125#Josua,11,18#18. Viele Tage führte Jehoschua mit all diesen Königen Krieg.
6126#Josua,11,19#19. Es war keine Stadt, die mit den Kindern Jisraël Frieden geschlossen hätte, außer dem Hiwwiter, den Bewohnern von Gib'on; alles nahmen sie im Kampf.
6127#Josua,11,20#20. Denn von dem Ewigen war es (gefügt), ihr Herz zu festigen dem Kampf mit Jisraël entgegen, um sie zu bannen, daß ihnen keine Gnade würde, sondern sie zu vernichten, wie der Ewige Mosche geboten hatte.
6128#Josua,11,21#21. In jener Zeit kam Jehoschua und rottete die Anakiter aus, vom Gebirge, aus Hebron, aus Debir, aus Anab, vom ganzen Gebirge Jehuda und vom ganzen Gebirge Jisraël; mit ihren Städten bannte sie Jehoschua.
6129#Josua,11,22#22. Es blieben keine Anakiter übrig im Land der Kinder Jisraël, nur in Asa, Gad und Aschdod blieben sie zurück.
6130#Josua,11,23#23. Und Jehoschua nahm das ganze Land ein, ganz wie der Ewige zu Mosche gesprochen hatte, und Jehoschua gab es zum Besitztum an Jisraël nach ihren Abteilungen, nach ihren Stämmen. Und das Land ruhte vom Krieg.
6131#Josua,12,1#1. Und dies sind die Könige des Landes, die die Kinder Jisraël schlugen, und deren Land sie eroberten, jenseits des Jardens nach Sonnenaufgang, vom Fluß Arnon bis zum Gebirge Hermon und die ganze Niederung nach Osten hin:
6132#Josua,12,2#2. Sihon, der König der Emoriter, der in Heschbon wohnte, der Herrscher war von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, dem Flußtal und dem halben Gil'ad bis zum Jabbok, dem Fluß, der Grenze der Söhne Ammons,
6133#Josua,12,3#3. der Niederung bis zum Kinerot-See nach Osten hin und bis zum Meer der Niederung, dem Salzmeer nach Osten hin, am Weg nach Bet-ha-Jeschimot, und südwärts am Fuß der Abhänge der Hochfläche-1-. -1) -+Pisga-.++
6134#Josua,12,4#4. Und das Gebiet Ogs, des Königs des Baschan, vom Überrest der Refaim, der in Aschtarot und in Edrëi wohnte
6135#Josua,12,5#5. und Herrscher war über das Gebirge Hermon und Salcha und den ganzen Baschan bis zur Grenze des Geschuri und Maachati und des halben Gil'ad, des Gebiets Sihons, des Königs von Heschbon.
6136#Josua,12,6#6. Mosche, der Knecht des Ewigen, und die Kinder Jisraël schlugen sie, und Mosche, der Knecht des Ewigen, gab es als Erbteil denen von Rëuben und Gad und dem halben Stamm Menaschsche.
6137#Josua,12,7#7. Und dies sind die Könige des Landes, die Jehoschua und die Kinder Jisraël schlugen diesseits des Jardens meerwärts, von Baal-Gad in der Ebene des Libanon bis zum kahlen Gebirge, das nach Sëir ansteigt, und das Jehoschua den Stämmen Jisraëls als Erbe gab nach ihren Abteilungen.
6138#Josua,12,8#8. Im Gebirge, im Tiefland, in der Niederung, den Abhängen, in der Wüste und der Südsteppe; des Hitti, Emori, Kenaani, Perisi, Hiwwi und Jebusi:
6139#Josua,12,9#9. König von Jeriho - einer, König von ha-Ai zur Seite von Bet-El - einer,
6140#Josua,12,10#10. König von Jeruschalajim - einer, König von Hebron - einer,
6141#Josua,12,11#11. König von Jarmut - einer, König von Lachisch - einer,
6142#Josua,12,12#12. König von Eglon - einer, König von Geser - einer,
6143#Josua,12,13#13. König von Debir - einer, König von Geder - einer,
6144#Josua,12,14#14. König von Horma - einer, König von Arad - einer,
6145#Josua,12,15#15. König von Libna - einer, König von Adullam - einer,
6146#Josua,12,16#16. König von Makkeda - einer, König von Bet-El - einer,
6147#Josua,12,17#17. König von Tappuah - einer, König von Hefer - einer,
6148#Josua,12,18#18. König von Afek - einer, König über den Scharon - einer,
6149#Josua,12,19#19. König von Madon - einer, König von Hazor - einer,
6150#Josua,12,20#20. König von Schimron-Meron - einer, König von Achschaf - einer,
6151#Josua,12,21#21. König von Taanach - einer, König von Megiddo - einer,
6152#Josua,12,22#22. König von Kedesch - einer, König von Jokneam am Karmel - einer,
6153#Josua,12,23#23. König von Dor im Hochland von Dor - einer, König von Gojim am Gilgal - einer,
6154#Josua,12,24#24. König von Tirza - einer. Alle Könige einunddreißig.
6155#Josua,13,1#1. Und Jehoschua war alt und vorgerückt in den Tagen. Da sprach der Ewige zu ihm: «Du bist alt geworden, bist vorgerückt in den Tagen, und des Landes ist noch sehr viel übrig, es in Besitz zu nehmen.
6156#Josua,13,2#2. Dies ist das übriggebliebene Land: Alle Kreise der Pelischtäer und das ganze Geschuri(-Gebiet),
6157#Josua,13,3#3. vom Schihor, der vor Mizraim (fließt), bis zum Gebiet von Ekron nach Norden wird es dem Kenaanäer zugerechnet, die fünf Fürstentümer der Pelischtäer: Von Asa, von Aschdod, von Aschkelon, von Gat und von Ekron, ferner die Awwiter
6158#Josua,13,4#4. im Süden; das ganze Land des Kenaanäers und Meara, das den Zidoniern gehört, bis Afeka, bis zum Gebiet der Emoriter.
6159#Josua,13,5#5. Dann das Land von Gebal und der ganze Libanon nach Sonnenaufgang hin, von Baal-Gad am Fuß des Gebirges Hermon bis Lebo von Hamat.
6160#Josua,13,6#6. Alle Bewohner des Gebirges, vom Libanon bis nach Misrefot-Maim, alle Zidonier, ich werde sie vertreiben vor den Kindern Jisraël; so verlose es nur für Jisraël als Besitz, wie ich dir geboten habe.
6161#Josua,13,7#7. Und nun verteile dieses Land als Besitz für die neun Stämme und den halben Stamm Menaschsche.»
6162#Josua,13,8#8. Mit ihm hatten die von Rëuben und von Gad ihren Besitz genommen, den ihnen Mosche jenseits des Jardens nach Osten gegeben hatte, wie es ihnen Mosche, der Knecht des Ewigen, gegeben;
6163#Josua,13,9#9. von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und die Stadt im Flußtal und die ganze Ebene Medeba bis nach Dibon,
6164#Josua,13,10#10. ferner alle Städte Sihons, des Königs der Emoriter, der in Heschbon wohnte, bis zur Grenze der Söhne Ammons,
6165#Josua,13,11#11. und das Gil'ad und das Gebiet des Geschuräers und Maachatiters, das ganze Gebirge Hermon und den ganzen Baschan bis Salcha,
6166#Josua,13,12#12. das ganze Königreich Ogs im Baschan, der regierte in Aschterot und in Edrëi - der war übrig geblieben vom Rest der Refaim, - die schlug Mosche und trieb sie aus.
6167#Josua,13,13#13. Aber nicht trieben die Kinder Jisraël den Geschuräer und Maachatiter aus, und wohnen blieb Geschur und Maachat inmitten Jisraëls bis auf diesen Tag.
6168#Josua,13,14#14. Nur dem Stamm Lewi hatte er nicht Besitz gegeben; die Feueropfer des Ewigen, des Gottes Jisraëls, das ist sein Besitz, wie er es ihm gesagt hatte.
6169#Josua,13,15#15. Und Mosche hatte dem Stamm der Söhne Rëubens nach ihren Geschlechtern gegeben:
6170#Josua,13,16#16. Es wurde ihnen das Gebiet zuteil von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und die Stadt im Flußtal und die ganze Ebene bei Medeba;
6171#Josua,13,17#17. Heschbon und alle seine Ortschaften in der Ebene, Dibon, Bamot-Baal und Bet-Baal-Meon,
6172#Josua,13,18#18. und Jahaza, Kedemot und Mefaat.
6173#Josua,13,19#19. Kirjataim, Sibma und Zeret-ha-Schahar im Talgebirge.
6174#Josua,13,20#20. Und Bet-Peor, die Abhänge der Hochfläche-1- und Bet-ha-Jeschimot; -1) -+Pisga-.++
6175#Josua,13,21#21. und alle Städte der Ebene und das ganze Königreich Sihons, des Königs der Emoriter, der in Heschbon regierte, den Mosche schlug, ihn und die Fürsten von Midjan, Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die Vasallen Sihons, die das Land bewohnten;
6176#Josua,13,22#22. und Bil'am, den Sohn Beors, den Wahrsager, hatten die Kinder Jisraël mit dem Schwert erschlagen bei ihren Erschlagenen.
6177#Josua,13,23#23. So war die Grenze der Söhne Rëubens: Der Jarden und das Gebiet; dies war der Besitz der Söhne Rëubens nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Gehöfte.
6178#Josua,13,24#24. Dann hatte Mosche dem Stamm Gad gegeben, den Söhnen Gads nach ihren Geschlechtern;
6179#Josua,13,25#25. so ward ihr Gebiet Ja'ser und alle Städte des Gil'ad und das halbe Land der Söhne Ammons bis nach Aroër, das vor Rabba liegt,
6180#Josua,13,26#26. und von Heschbon bis Ramatha-Mizpe und Betonim, und von Mahanaim bis zum Gebiet von Lidebir,
6181#Josua,13,27#27. und im Tal Bet-Haram, Bet-Nimra, Sukkot und Zafon, der Rest des Reiches Sihons, des Königs von Heschbon, der Jarden und das Gebiet, bis zum Ende des Kinneret-Sees jenseits des Jardens gegen Osten.
6182#Josua,13,28#28. Das war der Besitz der Söhne Gads nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Gehöfte.
6183#Josua,13,29#29. Dann hatte Mosche dem halben Stamm Menaschsche gegeben; und es ward dem halben Stamm der Söhne Menaschsches nach ihren Geschlechtern.
6184#Josua,13,30#30. Ihr Gebiet war: Von Mahanaim an der ganze Baschan, das ganze Reich Ogs, des Königs des Baschan, und alle Zeltdörfer Jairs im Baschan, sechzig Städte,
6185#Josua,13,31#31. und das halbe Gil'ad und Aschtarot und Edrëi, die Königsstädte Ogs im Baschan; den Söhnen Machirs, des Sohnes Menaschsches, der Hälfte der Söhne Machirs nach ihren Geschlechtern.
6186#Josua,13,32#32. Diese sind es, denen Mosche Besitz gegeben in den Niederungen Moabs, jenseits des Flusses-1- von Jeriho, ostwärts. -1) -+Jarden-.++
6187#Josua,13,33#33. Dem Stamm Lewi aber gab Mosche keinen Besitz; der Ewige, der Gott Jisraëls, er ist ihr Besitz, wie er ihnen gesagt.
6188#Josua,14,1#1. Dies aber ist es, was die Kinder Jisraël als Besitz erhielten im Land Kenaan, was ihnen als Besitz gaben El'asar, der Priester, Jehoschua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften der Stämme der Kinder Jisraël.
6189#Josua,14,2#2. Durchs Los war ihr Besitz (bestimmt), wie der Ewige durch Mosche den neuneinhalb Stämmen geboten hatte.
6190#Josua,14,3#3. Denn Mosche hatte den Besitz der zweieinhalb Stämme jenseits des Jardens gegeben, den Lewiten aber gab er keinen Besitz in ihrer Mitte.
6191#Josua,14,4#4. Denn die Söhne Josefs waren zwei Stämme, Menaschsche und Efraim, den Lewiten aber gab man keinen Anteil am Land, sondern nur Städte zum Wohnen und ihre Freiflächen für ihre Herden und ihren Besitz.
6192#Josua,14,5#5. Wie der Ewige Mosche geboten hatte, so taten die Kinder Jisraël und teilten das Land.
6193#Josua,14,6#6. Da traten die Söhne Jehudas an Jehoschua heran im Gilgal, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, der Kenisite, sprach zu ihm: «Du kennst das Wort, das der Ewige zu Mosche, dem Gottesmann, meinetwegen und deinetwegen in Kadesch-Barnea gesprochen.
6194#Josua,14,7#7. Vierzig Jahre war ich alt, als Mosche, der Knecht des Ewigen, mich aussandte von Kadesch-Barnea, um das Land zu erkunden, und ich brachte ihm Bescheid, wie mir ums Herz war.
6195#Josua,14,8#8. Meine Brüder nun, die mit mir hinaufzogen, machten das Herz des Volkes schmelzen, ich jedoch folgte dem Ewigen, meinem Gott, völlig nach.
6196#Josua,14,9#9. Da schwor Mosche an jenem Tag und sprach: ,Ob nicht das Land, auf das dein Fuß trat, dir als Besitz gehören wird, und deinen Kindern für ewig, weil du völlig nachgefolgt bist dem Ewigen, meinem Gott!'
6197#Josua,14,10#10. Und jetzt, sieh, am Leben hat mich der Ewige erhalten, wie er geredet hat, nun fünfundvierzig Jahre, seit der Ewige dieses Wort zu Mosche geredet, als Jisraël in der Wüste wanderte. Und nun bin ich heute fünfundachtzig Jahre alt.
6198#Josua,14,11#11. Noch bin ich heute kräftig wie an dem Tag, da mich Mosche aussandte, wie meine Kraft damals ist meine Kraft jetzt, zum Kampf wie zum Auszug und Einzug.
6199#Josua,14,12#12. Und nun: Gib mir dieses Gebirge, von dem der Ewige an jenem Tag geredet, denn du hast an jenem Tag gehört, daß Anakiter dort sind und große befestigte Städte; vielleicht ist der Ewige mit mir, und ich treibe sie aus, wie der Ewige geredet hat.»
6200#Josua,14,13#13. Da segnete ihn Jehoschua und gab Hebron Kaleb, dem Sohn Jefunnes, als Besitz.
6201#Josua,14,14#14. Darum wurde Hebron Kaleb, dem Sohn Jefunnes, dem Kenisiter, zum Besitz bis auf diesen Tag, weil er völlig gefolgt war dem Ewigen, dem Gott Jisraëls.
6202#Josua,14,15#15. Der Name Hebrons aber war vordem «Stadt des Arba», der der größte Mann unter den Anakitern war. Dann ruhte das Land vom Krieg.
6203#Josua,15,1#1. Und es fiel das Los für den Stamm der Söhne Jehudas nach ihren Geschlechtern zum Gebiet von Edom hin, der Wüste Zin, zur Südsteppe, am Südende.
6204#Josua,15,2#2. Ihnen ward die Südgrenze vom Ende des Salzmeers, von der Zunge, die sich südwärts wendet,
6205#Josua,15,3#3. dann lief sie aus südlich des Akrabbim-Anstiegs, ging hinüber nach Zin, stieg hinauf südlich von Kadesch-Barnea, zog hinüber nach Hezron, stieg hinauf nach Addar und wandte sich um nach ha-Karka.
6206#Josua,15,4#4. Dann lief sie nach Azmon, lief aus nach dem Bach Mizraims, und der Auslauf der Grenze war nach dem Meer zu. «Das soll euch die Südgrenze sein.»
6207#Josua,15,5#5. Und die Ostgrenze: Das Salzmeer bis zum Ende des Jardens. Und die Grenze nach dem Nordrand: Von der Meereszunge an, an dem Ende des Jardens;
6208#Josua,15,6#6. und die Grenze stieg hinauf nach Bet-Hogla, zog hinüber nördlich von Bet-ha-Araba, dann stieg die Grenze hinauf nach dem Stein des Bohan, des Sohnes Rëubens,
6209#Josua,15,7#7. weiter stieg die Grenze hinauf nach Debir, vom Tal Achor und nordwärts, sich zum Gilgal wendend, das gegenüber dem Adummim-Anstieg ist, im Süden des Bachtals, und dann ging die Grenze hinüber zu den Wassern von En-Schemesch, und ihr Auslauf war nach der Rogel-Quelle.
6210#Josua,15,8#8. Dann stieg die Grenze das Tal Ben-Hinnom hinauf an die Südflanke des Jebusäers, das ist Jeruschalaim; dann ging die Grenze hinauf auf den Gipfel des Berges, welcher vor dem Hinnom-Tal westwärts und am Ende des Refaim-Tals nordwärts liegt.
6211#Josua,15,9#9. Dann zog sich die Grenze vom Gipfel des Berges zu der Quelle der Wasser Neftoah und lief aus zu den Städten des Berges Efron, und dann zog sich die Grenze nach Baala, das ist Kirjat-Jearim.
6212#Josua,15,10#10. Nun wandte sich die Grenze von Baala meerwärts zum Berg Sëir, ging hinüber zur Nordflanke des Berges Jearim - das ist Kesalon -, stieg hinab nach Bet-Schemesch und ging hinüber nach Timna.
6213#Josua,15,11#11. Dann lief die Grenze zur Nordflanke von Ekron und dann zog sich die Grenze nach Schikkeron, ging hinüber nach dem Berg von Baala und ging hinaus nach Jabneel; so war der Auslauf der Grenze nach dem Meer hin.
6214#Josua,15,12#12. Und die Westgrenze: Zum großen Meer und das Gebiet. Dies ist die Grenze der Söhne Jehudas ringsherum, nach ihren Geschlechtern.
6215#Josua,15,13#13. Kaleb aber, dem Sohn Jefunnes, gab er einen Anteil inmitten der Söhne Jehudas, gemäß dem Befehl des Ewigen an Jehoschua, die «Stadt des Arba», des Anakvaters - das ist Hebron.
6216#Josua,15,14#14. Und Kaleb vertrieb von dort die drei Anaksöhne, Scheschai, Ahiman und Talmai, die Anaksprößlinge.
6217#Josua,15,15#15. Und von dort zog er hinauf gegen die Bewohner von Debir, und der Name von Debir war vormals Kirjat-Sefer.
6218#Josua,15,16#16. Da sprach Kaleb: «Wer KirjatSefer schlägt und es erobert, dem gebe ich meine Tochter Achsa zum Weib.»
6219#Josua,15,17#17. Da eroberte es Otniël, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs, und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weib.
6220#Josua,15,18#18. Es war nun, als sie einzog, da überredete sie ihn, von ihrem Vater ein Feld zu erbitten; und sie glitt vom Esel herab, und Kaleb sprach zu ihr: «Was ist dir?»
6221#Josua,15,19#19. Da sagte sie: «Gib mir doch eine Segengabe! Denn in das Trockenland hast du mich vergeben, so gib mir Wasserquellen!» Da gab er ihr die oberen Quellen und die unteren Quellen.
6222#Josua,15,20#20. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Jehudas nach ihren Geschlechtern.
6223#Josua,15,21#21. Und es waren die Städte am Rand des Stammes der Söhne Jehudas nach der Grenze Edoms hin in der Südsteppe: Kabzeel, Eder und Jagur;
6224#Josua,15,22#22. und Kina, Dimona und Ad'ada;
6225#Josua,15,23#23. und Kedesch, Hazor und Jitnan;
6226#Josua,15,24#24. Sif, Telem und Bealot;
6227#Josua,15,25#25. und Hazor-Hadatta, Kerijot, Hezron, das ist Hazor;
6228#Josua,15,26#26. Amam, Schema und Molada;
6229#Josua,15,27#27. und Hazar-Gadda, Heschmon und Bet-Pelet;
6230#Josua,15,28#28. und Hazar-Schual, Beer-Scheba und Bisjoteja;
6231#Josua,15,29#29. Baala, Ijjim und Ezem;
6232#Josua,15,30#30. Eltolad, Kesil und Horma;
6233#Josua,15,31#31. Zikelag, Madmanna und Sansanna;
6234#Josua,15,32#32. und Lebaot, Schilhim, Ain und Rimmon, insgesamt neunundzwanzig Städte und ihre Gehöfte.
6235#Josua,15,33#33. Im Tiefland: Eschtaol, Zor'a und Aschna;
6236#Josua,15,34#34. und Sanoah, En-Gannim, Tappuah und ha-Enam;
6237#Josua,15,35#35. Jarmut, Adullam, Socho und Aseka;
6238#Josua,15,36#36. und Schaaraim, Aditaim, ha-Gedera und Gederotaim, vierzehn Städte und ihre Gehöfte.
6239#Josua,15,37#37. Zenan, Hadascha und Migdal-Gad;
6240#Josua,15,38#38. Dil'an, ha-Mizpe und Jokteel;
6241#Josua,15,39#39. Lachisch, Bozkat und Eglon;
6242#Josua,15,40#40. und Kabon, Lahmas und Kitlisch;
6243#Josua,15,41#41. und Gederot, Bet-Dagon, Naama und Makkeda, sechzehn Städte und ihre Gehöfte.
6244#Josua,15,42#42. Libna, Eter und Aschan;
6245#Josua,15,43#43. und Jiftah, Aschna und Nezib;
6246#Josua,15,44#44. und Këila, Achsib und Marescha, neun Städte und ihre Gehöfte.
6247#Josua,15,45#45. Ekron, seine Tochterstädte und seine Gehöfte;
6248#Josua,15,46#46. von Ekron meerwärts alles, was neben Aschdod und seinen Gehöften ist,
6249#Josua,15,47#47. Aschdod, seine Tochterstädte und seine Gehöfte, Asa, seine Tochterstädte und seine Gehöfte bis zum Bach Mizraims, und das große Meer und das Gebiet.
6250#Josua,15,48#48. Und auf dem Gebirge: Schamir, Jattir und Socho;
6251#Josua,15,49#49. und Danna, Kirjat-Sanna, das ist Debir;
6252#Josua,15,50#50. und Anab, Eschtemo und Anim,
6253#Josua,15,51#51. und Goschen, Holon und Gilo, elf Städte und ihre Gehöfte.
6254#Josua,15,52#52. Arab, Duma und Esch'an;
6255#Josua,15,53#53. und Janum, Bet-Tappuah und Afeka;
6256#Josua,15,54#54. und Humta, Kirjat-Arba - das ist Hebron - und Zior, neun Städte und ihre Gehöfte.
6257#Josua,15,55#55. Maon, Karmel, Sif und Juta;
6258#Josua,15,56#56. und Jisreel, Jokdeam und Sanoah;
6259#Josua,15,57#57. ha-Kain, Gib'a und Timna, zehn Städte und ihre Gehöfte.
6260#Josua,15,58#58. Halhul, Bet-Zur und Gedor;
6261#Josua,15,59#59. und Maarat, Bet-Anot und Eltekon, sechs Städte und ihre Gehöfte.
6262#Josua,15,60#60. Kirjat-Baal - das ist Kirjat-Jearim - und ha-Rabba, zwei Städte und ihre Gehöfte.
6263#Josua,15,61#61. In der Wüste: Bet-ha-Araba, Middin und Sechacha;
6264#Josua,15,62#62. und haNibschan, Ir-ha-Melah und En-Gedi, sechs Städte und ihre Gehöfte.
6265#Josua,15,63#63. Aber den Jebusäer, die Bewohner Jeruschalaims, vermochten die Söhne Jehudas nicht auszutreiben; so wohnte der Jebusäer mit den Söhnen Jehudas in Jeruschalaim bis auf diesen Tag.
6266#Josua,16,1#1. Dann kam das Los für die Söhne Josefs heraus: Vom Fluß-1- von Jeriho, östlich von den Wassern von Jeriho, in die Wüste hinaufsteigend von Jeriho auf das Gebirge von Bet-El. -1) -+Jarden-.++
6267#Josua,16,2#2. Dann lief es von Bet-El aus nach Lus und ging hinüber zum Gebiet des Arkiters nach Atarot,
6268#Josua,16,3#3. stieg dann meerwärts hinab zum Gebiet des Jafletiters bis zum Gebiet des untern Bet-Horon und bis Geser, und da war ihr Auslauf nach dem Meer hin.
6269#Josua,16,4#4. Und es erhielten Besitz die Söhne Josefs, Menaschsche und Efraim.
6270#Josua,16,5#5. Und es war das Gebiet der Söhne Efraims nach ihren Geschlechtern: Die Grenze ihres Besitzes nach Osten hin war Atrot-Addar bis zum obern Bet-Horon.
6271#Josua,16,6#6. Dann lief die Grenze meerwärts nach ha-Michmetat im Norden, dann wandte sich die Grenze ostwärts zum Feigenbaum von Schilo und ging daran vorbei, ostwärts von Janoha.
6272#Josua,16,7#7. Und sie stieg hinab von Janoha nach Atarot und Nara, stieß an Jeriho und lief nach dem Jarden aus.
6273#Josua,16,8#8. Von Tappuah geht die Grenze meerwärts nach dem Bach Kana, und da war ihr Auslauf nach dem Meer hin. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Efraims nach ihren Geschlechtern.
6274#Josua,16,9#9. Dazu die Städte, die für die Söhne Efraims ausgesondert waren inmitten des Besitzes der Söhne Menaschsches, alle Städte und ihre Gehöfte.
6275#Josua,16,10#10. Aber sie trieben nicht aus den Kenaanäer, der in Geser wohnte; so blieb der Kenaanäer inmitten Efraims bis auf diesen Tag, und er verfiel der Dienstfron.
6276#Josua,17,1#1. Und es fiel das Los für den Stamm Menaschsche, denn er ist der Erstgeborene Josefs: Machir, dem Erstgeborenen Menaschsches, dem Vater des Gil'ad; denn er war ein Kriegsmann, und so fiel ihm zu das Gil'ad und der Baschan.
6277#Josua,17,2#2. Und es fiel den übrigen Söhnen Menaschsches zu nach ihren Geschlechtern, den Söhnen Abiësers, den Söhnen Heleks, den Söhnen Asriëls, den Söhnen Schechems, den Söhnen Hefers und den Söhnen Schemidas. Dies sind die männlichen Nachkommen Menaschsches, des Sohnes Josefs, nach ihren Geschlechtern.
6278#Josua,17,3#3. Aber Zelofhad, der Sohn Hefers, des Sohnes Gil'ads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Menaschsches, der hatte keine Söhne, nur Töchter. Und dies sind die Namen seiner Töchter: Mahla, Noa, Hogla, Milka und Tirza.
6279#Josua,17,4#4. Die traten heran vor den Priester El'asar und vor Jehoschua, den Sohn Nuns, und vor die Fürsten und sagten: «Der Ewige gebot Mosche, uns Besitz zu geben inmitten unserer Brüder.» Da gab er ihnen nach dem Befehl des Ewigen Besitz inmitten der Brüder ihres Vaters.
6280#Josua,17,5#5. So fielen zehn Anteile auf Menaschsche, außer dem Land Gil'ad und dem Baschan jenseits des Jardens.
6281#Josua,17,6#6. Denn die Töchter Menaschsches erhielten Besitz inmitten seiner Söhne, das Land Gil'ad aber wurde den übrigen Söhnen Menaschsches zuteil.
6282#Josua,17,7#7. So war die Grenze Menaschsches von Ascher nach ha-Michmetat, das vor Schechem liegt, dann ging die Grenze südwärts zu den Bewohnern von En-Tappuah.
6283#Josua,17,8#8. Menaschsche gehörte die Landschaft von Tappuah, Tappuah aber, an der Grenze Menaschsches, den Söhnen Efraims.
6284#Josua,17,9#9. Dann stieg die Grenze hinab zum Bach Kana, an die Südseite des Bachtals; diese Städte gehörten Efraim inmitten der Städte Menaschsches, die Grenze Menaschsches aber war nördlich des Baches, und dann war ihr Auslauf nach dem Meer hin.
6285#Josua,17,10#10. Nach Süden hin gehörte es zu Efraim, nach Norden zu Menaschsche, und das Meer war seine Grenze. Ascher aber berühren sie im Norden und Jissachar im Osten.
6286#Josua,17,11#11. Und es gehörte zu Menaschsche in Jissachar und Ascher: BetSchean und seine Tochterstädte, Jibleam und seine Tochterstädte, die Bewohner von Dor und seinen Tochterstädten, die Bewohner von En-Dor und seinen Tochterstädten, die Bewohner von Taanach und seinen Tochterstädten und die Bewohner von Megiddo und seinen Tochterstädten, drei des Hochlands.
6287#Josua,17,12#12. Aber die Söhne Menaschsches vermochten es nicht, diese Städte zu entsetzen; so wagte es der Kenaanäer, in dieser Landschaft zu bleiben.
6288#Josua,17,13#13. Und es war, als die Kinder Jisraël erstarkten, da machten sie den Kenaanäer zum Fröner, doch fort trieben sie ihn nicht.
6289#Josua,17,14#14. Da redeten die Söhne Josefs zu Jehoschua und sprachen: «Warum hast du mir als Besitz nur ein Los und ein Teil gegeben, bin ich doch viel Volks, so daß mich der Ewige soweit gesegnet hat?»
6290#Josua,17,15#15. Da sagte zu ihnen Jehoschua: «Wenn du viel Volks bist, so steig doch hinauf ins Waldgebiet und rode dir dort aus im Land des Perisäers und der Refaim, wenn das Gebirge Efraim dir knapp ist!»
6291#Josua,17,16#16. Da sagten die Söhne Josefs: «Das Gebirge wird für uns nicht ausreichen; und eiserne Wagen gibt es bei allen Kenaanäern, die im Talland wohnen, bei denen in Bet-Schean und seinen Tochterstädten und bei denen in der Ebene Jisreel.»
6292#Josua,17,17#17. Da sprach Jehoschua zum Haus Josef, zu Efraim und Menaschsche: «Viel Volks bist du und große Kraft hast du; so soll nicht nur ein Los dir gehören.
6293#Josua,17,18#18. Denn das Gebirge soll dir gehören, da es Waldgebiet ist, und wenn du es rodest, werden dir auch seine Ausgänge gehören; ja auch den Kenaanäer wirst du austreiben, obwohl er eiserne Wagen hat, obwohl er stark ist.»
6294#Josua,18,1#1. Und es versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Jisraël nach Schilo, und sie ließen dort das Erscheinungszelt weilen. Das Land aber war unterworfen vor ihnen.
6295#Josua,18,2#2. Es waren aber unter den Kindern Jisraël noch übrig, die ihren Besitz noch nicht zugeteilt erhalten hatten, sieben Stämme.
6296#Josua,18,3#3. Da sprach Jehoschua zu den Kindern Jisraël: «Bis wann seid ihr lässig, hinzukommen und das Land in Besitz zu nehmen, das der Ewige, der Gott eurer Väter, euch gegeben?
6297#Josua,18,4#4. Bringt euch drei Männer für den Stamm, die will ich senden; sie sollen sich aufmachen, im Land umherziehn, es aufschreiben nach ihrem Besitz und dann zu mir kommen.
6298#Josua,18,5#5. Und teilt es euch in sieben Teile; Jehuda soll an seiner Grenze bleiben im Süden, und das Haus Josef soll an seiner Grenze im Norden bleiben.
6299#Josua,18,6#6. Ihr aber schreibt das Land in sieben Teilen auf und bringt das zu mir hierher; dann will ich euch hier Los werfen vor dem Ewigen, unserm Gott.
6300#Josua,18,7#7. Denn keinen Anteil haben die Lewiten unter euch, denn das Priestertum des Ewigen ist sein Besitz, und Gad, Rëuben und der halbe Stamm Menaschsche haben ihren Besitz genommen jenseits des Jardens im Osten, den ihnen Mosche gab, der Knecht des Ewigen.»
6301#Josua,18,8#8. Da machten sich die Männer auf und zogen fort, Jehoschua aber gebot denen, die auszogen, um das Land aufzuschreiben, und sprach: «Geht, zieht im Land umher und schreibt es auf, dann kehrt zu mir zurück, und hier will ich euch Los werfen vor dem Ewigen in Schilo.»
6302#Josua,18,9#9. So gingen die Männer fort und durchzogen das Land, schrieben es auf nach Städten für sieben Teile in eine Schrift und kamen dann zu Jehoschua in das Lager nach Schilo.
6303#Josua,18,10#10. Da warf ihnen Jehoschua Los in Schilo vor dem Ewigen, und dort teilte Jehoschua das Land den Kindern Jisraël zu nach ihren Abteilungen.
6304#Josua,18,11#11. Da kam hervor das Los des Stammes der Söhne Binjamins nach ihren Geschlechtern, und es kam das Gebiet ihres Losteils heraus zwischen den Söhnen Jehudas und den Söhnen Josefs.
6305#Josua,18,12#12. So ward ihnen die Grenze nach dem Nordrand: Vom Jarden an; dann stieg die Grenze hinauf an die Nordflanke von Jeriho, stieg auf das Gebirge westwärts, und ihr Auslauf war in die Wüste von Bet-Awen.
6306#Josua,18,13#13. Von dort ging die Grenze hinüber nach Lus, an die Südflanke von Lus - das ist Bet-El -, dann stieg die Grenze hinab nach Atrot-Addar auf dem Berg, der südlich vom untern Bet-Horon liegt.
6307#Josua,18,14#14. Dann zog sich die Grenze herum und wandte sich an die Westseite, südwärts von dem Berg, der vor Bet-Horon liegt, nach Süden, und ihr Auslauf war nach Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, die Stadt der Söhne Jehudas. Das ist der Westrand.
6308#Josua,18,15#15. Und der Südrand ist vom Ende von Kirjat-Jearim an, dann lief die Grenze meerwärts und lief aus an die Quelle der Wasser von Neftoah.
6309#Josua,18,16#16. Dann stieg die Grenze hinab an das Ende des Berges, der vor dem Tal Ben-Hinnom, der im Tal Refaim, gegen Norden liegt, stieg hinab ins Hinnomtal, an die Südflanke des Jebusäers, und stieg weiter hinab an die Rogel-Quelle.
6310#Josua,18,17#17. Dann zog sie sich herum im Norden, lief heraus nach En-Schemesch, lief weiter nach Gelilot, das gegenüber dem Adummim-Anstieg liegt, und stieg hinab an den Stein des Bohan, des Sohnes Rëubens.
6311#Josua,18,18#18. Dann zog sie hinüber an die Flanke der Nordseite der Niederung und stieg hinab nach der Niederung.
6312#Josua,18,19#19. Dann ging die Grenze hinüber an die Nordflanke von Bet-Hogla, und hier war ihr Auslauf, der Grenze, an die Nordzunge des Salzmeers, am Südende des Jardens. Das war die Südgrenze.
6313#Josua,18,20#20. Und der Jarden begrenzt es am Ostrand. Dies war der Besitz der Söhne Binjamins nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren Geschlechtern.
6314#Josua,18,21#21. Und es waren die Städte des Stammes der Söhne Binjamins nach ihren Geschlechtern: Jeriho, Bet-Hogla und Emek-Keziz;
6315#Josua,18,22#22. und Bet-ha-Araba, Zemaraim und Bet-El;
6316#Josua,18,23#23. und ha-Awwim, ha-Para und Ofra;
6317#Josua,18,24#24. und Kefar-ha-Ammona, ha-Ofni und Geba, zwölf Städte und ihre Gehöfte.
6318#Josua,18,25#25. Gib'on, ha-Rama und Beerot;
6319#Josua,18,26#26. und ha-Mizpe, ha-Kefira und ha-Moza;
6320#Josua,18,27#27. und Rekem, Jirpeel und Tar'ala;
6321#Josua,18,28#28. und Zela, ha-Elef, ha-Jebusi - das ist Jeruschalaim -, Gib'at, Kirjat, vierzehn Städte und ihre Gehöfte. Dies ist der Besitz der Söhne Binjamins nach ihren Geschlechtern.
6322#Josua,19,1#1. Dann kam das zweite Los hervor für Schim'on, für den Stamm der Söhne Schim'ons nach ihren Geschlechtern, und ihr Besitz war inmitten der Söhne Jehudas.
6323#Josua,19,2#2. Ihnen gehörte in ihrem Besitz: Beer-Scheba, Scheba und Molada;
6324#Josua,19,3#3. und Hazar-Schual, Bala und Ezem;
6325#Josua,19,4#4. und Eltolad, Betul und Horma;
6326#Josua,19,5#5. und Zikelag, Bet-ha-Markabot und Hazar-Susa;
6327#Josua,19,6#6. und Bet-Lebaot und Scharuhen: Dreizehn Städte und ihre Gehöfte.
6328#Josua,19,7#7. Ain, Rimmon, Eter und Aschan: Vier Städte und ihre Gehöfte.
6329#Josua,19,8#8. Dazu alle Gehöfte, die in der Umgebung dieser Städte lagen, bis Baalat-Beer, Rama der Südsteppe. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Schim'ons nach ihren Geschlechtern.
6330#Josua,19,9#9. Vom Anteil der Söhne Jehudas war der Besitz der Söhne Schim'ons, denn der Anteil der Söhne Jehudas war zuviel für sie; so erhielten die Söhne Schim'ons Besitz inmitten ihres Besitzes.
6331#Josua,19,10#10. Dann kam das dritte Los hervor für die Söhne Sebuluns nach ihren Geschlechtern, und das Gebiet ihres Besitzes war bis Sarid.
6332#Josua,19,11#11. Dann stieg ihre Grenze hinauf meerwärts und nach Mar'ala, stieß an Dabbeschet und stieß an den Bach, der vor Jokneam ist,
6333#Josua,19,12#12. kehrte dann um von Sarid, östlich, nach Sonnenaufgang, zum Gebiet von Kislot-Tabor, lief aus nach Daberat und stieg auf nach Jafia.
6334#Josua,19,13#13. Und von dort ging sie hinüber ostwärts, nach Sonnenaufgang, nach Gat-Hefer, nach Et-Kazin, und lief aus nach Rimmon, wo man abbiegt nach ha-Nea.
6335#Josua,19,14#14. Dann wendete daran die Grenze nach dem Norden von Hannaton, und ihr Auslauf war in das Tal Jiftah-El.
6336#Josua,19,15#15. Dann Kattat, Nahalal, Schimron, Jid'ala und Bet-Lehem, zwölf Städte und ihre Gehöfte.
6337#Josua,19,16#16. Dies ist der Besitz der Söhne Sebuluns nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Gehöfte.
6338#Josua,19,17#17. Für Jissachar kam das vierte Los hervor, für die Söhne Jissachars nach ihren Geschlechtern.
6339#Josua,19,18#18. Und ihr Gebiet war: Jisreela, ha-Kesullot und Schunem;
6340#Josua,19,19#19. und Hafaraim, Schion und Anaharat;
6341#Josua,19,20#20. und ha-Rabbit, Kischjon und Ebez;
6342#Josua,19,21#21. und Remet, En-Gannim, En-Hadda und Bet-Pazzez.
6343#Josua,19,22#22. Dann stieß die Grenze an Tabor, nach Schahazim und Bet-Schemesch, und der Auslauf ihrer Grenze war nach dem Jarden, sechzehn Städte und ihre Gehöfte.
6344#Josua,19,23#23. Das ist der Besitz des Stammes der Söhne Jissachars nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Gehöfte.
6345#Josua,19,24#24. Dann kam das fünfte Los hervor für den Stamm der Söhne Aschers nach ihren Geschlechtern.
6346#Josua,19,25#25. Und ihre Grenze war: Helkat, Hali, Beten und Achschaf;
6347#Josua,19,26#26. und Allammelech, Am'ad und Misch'al, und sie stieß dann an den Karmel meerwärts und an den Schihor von Libnat.
6348#Josua,19,27#27. Dann kehrte sie um nach Sonnenaufgang, nach Bet-Dagon, stieß an Sebulun und das Tal JiftahEl nach Norden, an Bet-ha-Emek und Nëiël und lief aus nach Kabul nordwärts.
6349#Josua,19,28#28. Und Ebron, Rehob, Hammon und Kana, bis Groß-Zidon.
6350#Josua,19,29#29. Dann kehrte die Grenze um nach ha-Rama, bis zur Festungsstadt Zor, dann kehrte die Grenze um nach Hos, und ihr Auslauf war nach dem Meer, von Hebel nach Achsib.
6351#Josua,19,30#30. Und Umma, Afek und Rehob, zweiundzwanzig Städte mit ihren Gehöften.
6352#Josua,19,31#31. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Aschers nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Gehöfte.
6353#Josua,19,32#32. Für die Söhne Naftalis kam das sechste Los heraus, für die Söhne Naftalis nach ihren Geschlechtern.
6354#Josua,19,33#33. Und ihre Grenze war von Helef, von der Eiche Bezaanannim und Adami, ha-Nekeb und Jabneel bis Lakkum, und ihr Auslauf war nach dem Jarden.
6355#Josua,19,34#34. Dann kehrte die Grenze um meerwärts nach Asnot-Tabor, lief von dort nach Hukkok und stieß an Sebulun im Süden, und an Ascher stieß sie im Westen und an Jehuda am Jarden nach Sonnenaufgang.
6356#Josua,19,35#35. Und die festen Städte: Ha-Ziddim, Zer, Hammat, Rakkat und Kinneret,
6357#Josua,19,36#36. und Adama, ha-Rama und Hazor;
6358#Josua,19,37#37. und Kedesch, Edrëi und En-Hazor;
6359#Josua,19,38#38. und Jir'on, Migdal-El, Horem, Bet-Anat und Bet-Schemesch, neunzehn Städte und ihre Gehöfte.
6360#Josua,19,39#39. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Naftalis nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Gehöfte.
6361#Josua,19,40#40. Für den Stamm der Söhne Dans nach ihren Geschlechtern kam das siebente Los hervor.
6362#Josua,19,41#41. Und es war das Gebiet ihres Besitzes: Zor'a, Eschtaol und Ir-Schemesch;
6363#Josua,19,42#42. und Schaalabin, Ajjalon und Jitla;
6364#Josua,19,43#43. und Elon, Timnata und Ekron;
6365#Josua,19,44#44. und Elteke, Gibbeton und Baalat;
6366#Josua,19,45#45. und Jehud, Bene-Berak und Gat-Rimmon;
6367#Josua,19,46#46. und Me-ha-Jarkon und ha-Rakkon, mit dem Gebiet nach Jafo hin.
6368#Josua,19,47#47. Dann zog aus dem Gebiet der Söhne Dans (ein Teil) von ihnen; so zogen die Söhne Dans hinauf, kämpften mit Leschem, eroberten es, schlugen es, ins Schwert hinein, nahmen es in Besitz und wohnten darin; und sie nannten Leschem: Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan.
6369#Josua,19,48#48. Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Dans nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Gehöfte.
6370#Josua,19,49#49. Als sie vollendet hatten, das Land nach seinen Gebieten in Besitz zu nehmen, da gaben die Kinder Jisraël Jehoschua, dem Sohn Nuns, Besitz in ihrer Mitte.
6371#Josua,19,50#50. Auf Befehl des Ewigen gaben sie ihm die Stadt, die er erbat: Timnat-Serah im Gebirge Efraim; und er baute die Stadt auf und wohnte in ihr.
6372#Josua,19,51#51. Dies sind die Besitztümer, die der Priester El'asar, Jehoschua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften den Stämmen der Kinder Jisraël durch Los zuteilten, in Schilo, vor dem Ewigen, am Eingang des Erscheinungszeltes. Und sie waren fertig mit der Verteilung des Landes.
6373#Josua,20,1#1. Dann redete der Ewige zu Jehoschua und sprach:
6374#Josua,20,2#2. «Rede zu den Kindern Jisraël und sprich: Bestimmt euch die Zufluchtsstädte, von denen ich euch geredet durch Mosche,
6375#Josua,20,3#3. daß dorthin fliehe der Totschläger, der ein Leben erschlug in Vergessenheit, ohne Absicht; und sie sollen euch zur Zuflucht vor dem Bluträcher dienen.
6376#Josua,20,4#4. Und er soll fliehen zu einer dieser Städte und soll sich an den Eingang des Stadttors stellen und seine Worte reden vor den Ohren der Ältesten dieser Stadt; dann sollen sie ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort anweisen, daß er bei ihnen bleibe.
6377#Josua,20,5#5. Wenn dann der Bluträcher ihn verfolgt, so sollen sie den Totschläger nicht in seine Hand liefern, denn ohne Absicht hat er seinen Nächsten erschlagen, ohne ihm feind zu sein von gestern und ehegestern.
6378#Josua,20,6#6. Und er soll in jener Stadt bleiben, bis er vor der Gemeinde gestanden zum Gericht, bis zum Tod des Hohepriesters, der sein wird in jenen Tagen; dann mag der Totschläger zurückkehren und in seine Stadt und sein Haus kommen, in die Stadt, aus der er geflohen ist.»
6379#Josua,20,7#7. Da weihten sie Kedesch im Galil auf dem Gebirge Naftali, Schechem auf dem Gebirge Efraim und Kirjat-Arba - das ist Hebron - auf dem Gebirge Jehuda.
6380#Josua,20,8#8. Und jenseits des Flusses-1- von Jeriho, östlich, bestimmten sie Bezer in der Wüste, der Ebene, vom Stamm Rëuben, und Ramot im Gil'ad vom Stamm Gad, und Golan im Baschan vom Stamm Menaschsche. -1) -+Jardens-.++
6381#Josua,20,9#9. Dies waren die Städte der Festsetzung für alle Kinder Jisraël und für den Fremdling, der in ihrer Mitte weilte, daß dorthin fliehe jeder, der ein Leben in Vergessenheit erschlagen, und er nicht sterbe durch die Hand des Bluträchers, bis er vor der Gemeinde gestanden.
6382#Josua,21,1#1. Da traten die Häupter der Vaterhäuser der Lewiten zum Priester El'asar und zu Jehoschua, dem Sohn Nuns, heran und zu den Häuptern der Vaterschaften der Stämme der Kinder Jisraël,
6383#Josua,21,2#2. redeten zu ihnen in Schilo im Land Kenaan und sprachen: «Der Ewige hat durch Mosche geboten, uns Städte zum Wohnen zu geben und ihre Freiflächen für unser Vieh.»
6384#Josua,21,3#3. Da gaben die Kinder Jisraël den Lewiten von ihrem Besitz auf Befehl des Ewigen diese Städte und ihre Freiflächen.
6385#Josua,21,4#4. Und es kam das Los hervor für die Geschlechter derer von Kehat, und es fiel den Söhnen des Priesters Aharon zu unter den Lewiten: Vom Stamm Jehuda, vom Stamm derer von Schim'on und vom Stamm Binjamin durchs Los dreizehn Städte.
6386#Josua,21,5#5. Und den übrigen Söhnen Kehats: Von den Geschlechtern des Stammes Efraim, vom Stamm Dan und vom halben Stamm Menaschsche durchs Los zehn Städte.
6387#Josua,21,6#6. Und den Söhnen Gerschons: Von den Geschlechtern des Stammes Jissachar, vom Stamm Ascher, vom Stamm Naftali und vom halben Stamm Menaschsche im Baschan durchs Los dreizehn Städte.
6388#Josua,21,7#7. Den Söhnen Meraris nach ihren Geschlechtern: Vom Stamm Rëuben, vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulun zwölf Städte.
6389#Josua,21,8#8. So gaben die Kinder Jisraël den Lewiten diese Städte und ihre Freiflächen, wie der Ewige durch Mosche geboten hatte, durchs Los.
6390#Josua,21,9#9. Und sie gaben vom Stamm der Söhne Jehudas und vom Stamm der Söhne Schim'ons diese Städte, die man mit Namen bezeichnen wird.
6391#Josua,21,10#10. So fiel den Söhnen Aharons zu aus den Geschlechtern derer von Kehat unter den Söhnen Lewis - denn für sie kam das Los zuerst -
6392#Josua,21,11#11. ihnen gaben sie die Stadt des Arba, des Anokvaters - das ist Hebron - auf dem Gebirge Jehuda samt ihren Freiflächen ringsherum.
6393#Josua,21,12#12. Aber die Felder der Stadt und ihre Gehöfte gaben sie Kaleb, dem Sohn Jefunnes, mit seinem Erbbesitz.
6394#Josua,21,13#13. Und den Söhnen des Priesters Aharon gaben sie die Zufluchtsstadt für den Totschläger, Hebron und seine Freiflächen, Libna und seine Freiflächen;
6395#Josua,21,14#14. und Jattir und seine Freiflächen, Eschtemoa und seine Freiflächen;
6396#Josua,21,15#15. und Holon und seine Freiflächen, Debir und seine Freiflächen;
6397#Josua,21,16#16. und Ain und seine Freiflächen, Jutta und seine Freiflächen, Bet-Schemesch und seine Freiflächen. Neun Städte von diesen zwei Stämmen.
6398#Josua,21,17#17. Und vom Stamm Binjamin: Gib'on und seine Freiflächen, Geba und seine Freiflächen,
6399#Josua,21,18#18. Anatot und seine Freiflächen, Almon und seine Freiflächen. Vier Städte.
6400#Josua,21,19#19. Alle Städte der Söhne Aharons, der Priester: Dreizehn Städte und ihre Freiflächen.
6401#Josua,21,20#20. Und den Geschlechtern der Söhne Kehats, den Lewiten, die übrig blieben von den Söhnen Kehats, wurden die Städte ihres Loses vom Stamm Efraim.
6402#Josua,21,21#21. Und sie gaben ihnen die Zufluchtsstadt für den Totschläger, Schechem und seine Freiflächen auf dem Gebirge Efraim, Geser und seine Freiflächen;
6403#Josua,21,22#22. und Kibzaim und seine Freiflächen, Bet-Horon und seine Freiflächen: Vier Städte.
6404#Josua,21,23#23. Und vom Stamm Dan: Elteke und seine Freiflächen, Gibbeton und seine Freiflächen,
6405#Josua,21,24#24. Ajjalon und seine Freiflächen, Gat-Rimmon und seine Freiflächen: Vier Städte.
6406#Josua,21,25#25. Und von der Hälfte des Stammes Menaschsche: Ta'nach und seine Freiflächen, Gat-Rimmon und seine Freiflächen: Zwei Städte.
6407#Josua,21,26#26. Alle Städte: Zehn und ihre Freiflächen für die Geschlechter der übrigen Söhne Kehats.
6408#Josua,21,27#27. Und für die Söhne Gerschons aus den Geschlechtern der Lewiten: Vom halben Stamm Menaschsche die Zufluchtsstadt für den Totschläger, Golan im Baschan und seine Freiflächen, Beeschtera und seine Freiflächen: Zwei Städte.
6409#Josua,21,28#28. Und vom Stamm Jissachar: Kischjon und seine Freiflächen, Daberat und seine Freiflächen,
6410#Josua,21,29#29. Jarmut und seine Freiflächen, En-Gannim und seine Freiflächen: Vier Städte.
6411#Josua,21,30#30. Und vom Stamm Ascher: Misch'al und seine Freiflächen, Abdon und seine Freiflächen,
6412#Josua,21,31#31. Helkat und seine Freiflächen, Rehob und seine Freiflächen: Vier Städte.
6413#Josua,21,32#32. Und vom Stamm Naftali: Die Zufluchtsstadt für den Totschläger, Kedesch im Galil und seine Freiflächen, Hammot-Dor und seine Freiflächen, Kartan und seine Freiflächen: Drei Städte.
6414#Josua,21,33#33. Alle Städte derer von Gerschon nach ihren Geschlechtern: Dreizehn Städte und ihre Freiflächen.
6415#Josua,21,34#34. Und für die Geschlechter der Söhne Meraris, die noch übrigen Lewiten, vom Stamm Sebulun: Jokneam und seine Freiflächen, Karta und seine Freiflächen,
6416#Josua,21,35#35. Dimna und seine Freiflächen, Nahalal und seine Freiflächen: Vier Städte.
6417#Josua,21,35#(a) [Und vom Stamm Rëuben: Bezer und seine Freiflächen, Jahza und seine Freiflächen,
6418#Josua,21,35#(b) Kedemot und seine Freiflächen, Mefaat und seine Freiflächen: Vier Städte.]
6419#Josua,21,36#36. Und vom Stamm Gad: Die Zufluchtsstadt für den Totschläger, Ramot im Gil'ad und seine Freiflächen, Mahanaim und seine Freiflächen,
6420#Josua,21,37#37. Heschbon und seine Freiflächen, Ja'ser und seine Freiflächen; alle Städte: Vier.
6421#Josua,21,38#38. Alle Städte für die Söhne Meraris nach ihren Geschlechtern, die noch übrigen von den Lewitengeschlechtern: Ihr Los war zwölf Städte.
6422#Josua,21,39#39. Alle Städte der Lewiten inmitten des Erbbesitzes der Kinder Jisraël: Achtundvierzig Städte und ihre Freiflächen.
6423#Josua,21,40#40. Es sind diese Städte Stadt für Stadt mit ihren Freiflächen rings um sie her; so bei allen diesen Städten.
6424#Josua,21,41#41. So gab der Ewige Jisraël das ganze Land, das er ihren Vätern zu geben geschworen, und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin.
6425#Josua,21,42#42. Und der Ewige schaffte ihnen Ruhe ringsumher, ganz wie er ihren Vätern geschworen hatte. Und keiner hielt stand vor ihnen von allen ihren Feinden, alle ihre Feinde gab der Ewige in ihre Hand.
6426#Josua,21,43#43. Kein Wort fiel aus von all dem Guten, das der Ewige zum Haus Jisraël gesprochen; alles traf ein.
6427#Josua,22,1#1. Damals berief Jehoschua die von Rëuben und Gad und den halben Stamm Menaschsche
6428#Josua,22,2#2. und sprach zu ihnen: «Ihr habt alles gewahrt, was Mosche, der Knecht des Ewigen, euch geboten, und habt auf meine Stimme gehört in allem, was ich euch geboten habe.
6429#Josua,22,3#3. Ihr habt eure Brüder nicht im Stich gelassen so viele Jahre bis zum heutigen Tag und habt die Verpflichtung des Ewigen, eures Gottes, gewahrt.
6430#Josua,22,4#4. Und nun hat der Ewige, euer Gott, auch euren Brüdern Ruhe geschafft, wie er ihnen zugesagt hat; nun wendet euch denn und geht zu euren Zelten, in das Land eures Erbbesitzes, das euch Mosche, der Knecht des Ewigen, gegeben hat jenseits des Jardens.
6431#Josua,22,5#5. Nur gebt wohl acht, das Gebot und die Weisung auszuführen, die Mosche, der Knecht des Ewigen, euch geboten hat, den Ewigen, euren Gott, zu lieben, in allen seinen Wegen zu wandeln, seine Gebote zu wahren, ihm anzuhangen und ihm zu dienen mit ganzem Herzen und ganzer Seele.»
6432#Josua,22,6#6. Dann segnete sie Jehoschua und entließ sie, und sie gingen zu ihren Zelten.
6433#Josua,22,7#7. Dem halben Stamm Menaschsche aber hatte Mosche im Baschan (Land) gegeben, und der Hälfte gab Jehoschua mit ihren Brüdern diesseits des Jardens nach dem Meer hin. - Und auch als Jehoschua sie zu ihren Zelten entließ, segnete er sie
6434#Josua,22,8#8. und sprach zu ihnen: «Mit vielen Gütern kehrt zurück zu euren Zelten und mit sehr zahlreichem Herdenvieh, mit Silber, Gold, Erz, Eisen und Gewändern in sehr großer Menge; nehmt euer Teil an der Beute eurer Feinde mit euren Brüdern.»
6435#Josua,22,9#9. So kehrten zurück und zogen die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Menaschsche von den Kindern Jisraël hinweg, von Schilo im Land Kenaan, um in das Land des Gil'ad zu kommen, das Land ihres Erbbesitzes, in dem sie sich festgesetzt hatten auf den Befehl des Ewigen durch Mosche.
6436#Josua,22,10#10. Als sie nun in die Bezirke des Jardens im Land Kenaan gekommen waren, da bauten die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Menaschsche dort einen Altar am Jarden, einen großen Altar zur Schau.
6437#Josua,22,11#11. Da hörten die Kinder Jisraël sagen: «Sieh, gebaut haben die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Menaschsche den Altar nach dem Land Kenaan zu bei den Bezirken des Jardens auf der Seite der Kinder Jisraël.»
6438#Josua,22,12#12. Als die Kinder Jisraël das hörten, da sammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Jisraël nach Schilo, um gegen sie zum Heereszug hinaufzuziehn.
6439#Josua,22,13#13. Da sandten die Kinder Jisraël zu den Söhnen Rëubens, den Söhnen Gads und dem halben Stamm Menaschsche ins Land des Gil'ad Pinehas, den Sohn El'asars, den Priester,
6440#Josua,22,14#14. und zehn Fürsten mit ihm: Einen Fürsten, je einen Fürsten fürs Vaterhaus für alle Stämme Jisraëls, und die waren jeder ein Haupt ihres Väterhauses in den Tausendschaften Jisraëls.
6441#Josua,22,15#15. Die kamen zu den Söhnen Rëubens, den Söhnen Gads und dem halben Stamm Menaschsche ins Land des Gil'ad, redeten mit ihnen und sprachen:
6442#Josua,22,16#16. «So spricht die ganze Gemeinde des Ewigen: Was ist diese Untreue, die ihr begangen an dem Gott Jisraëls, daß ihr euch heute von dem Ewigen abkehrt, indem ihr euch einen Altar baut und euch so heute gegen den Ewigen empört?
6443#Josua,22,17#17. Ist uns die Schuld von Peor zu wenig, von der wir uns nicht gereinigt haben bis zu diesem Tag, daß der Gottesschlag die Gemeinde des Ewigen traf?
6444#Josua,22,18#18. Und ihr kehrt euch heute von dem Ewigen ab, und so, da ihr euch heute gegen den Ewigen empört, wird er morgen über die ganze Gemeinde Jisraëls zürnen!
6445#Josua,22,19#19. Jedoch, wenn das Land eures Erbbesitzes unrein ist, so kommt doch herüber ins Land des Erbbesitzes des Ewigen, wo die Wohnung des Ewigen ihren Sitz hat, und setzt euch fest unter uns; doch gegen den Ewigen empört euch nicht und werdet an uns nicht zu Empörern, da ihr euch einen Altar baut außer dem Altar des Ewigen, unseres Gottes.
6446#Josua,22,20#20. War doch, als Achan, der Sohn Serahs, Untreue am Bann beging, Zorn über der ganzen Gemeinde Jisraëls, und er starb nicht als einziger Mann um seine Schuld.»
6447#Josua,22,21#21. Da antworteten die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Menaschsche und sprachen zu den Häuptern der Tausendschaften Jisraëls:
6448#Josua,22,22#22. «Gott der Götter, der Ewige, Gott der Götter, der Ewige, er weiß, und Jisraël wisse: Wenn in Aufruhr, wenn in Untreue gegen den Ewigen - so stehe uns heute nicht bei!
6449#Josua,22,23#23. Uns einen Altar zu bauen, um uns von dem Ewigen abzukehren? Und wenn, um auf ihm Hochopfer und Mehlopfer darzubringen, oder um auf ihm Mahlopfer zu bereiten - mag der Ewige es einfordern!
6450#Josua,22,24#24. Wenn wir das nicht aus Sorge vor etwas taten, sprechend: Künftig könnten eure Söhne zu unseren Söhnen sagen: Was habt ihr - und der Ewige, der Gott Jisraëls?
6451#Josua,22,25#25. Eine Grenze hat der Ewige ja gesetzt zwischen uns und euch, ihr Söhne Rëubens und Söhne Gads, den Jarden; ihr habt keinen Anteil an dem Ewigen! So könnten eure Söhne unsere Söhne abhalten, daß sie den Ewigen nicht fürchten.
6452#Josua,22,26#26. Da sprachen wir: Machen wir uns doch daran, den Altar zu bauen, nicht zum Hochopfer und nicht zum Schlachtopfer,
6453#Josua,22,27#27. sondern Zeuge sei er zwischen uns und euch und zwischen unseren Geschlechtern nach uns, den Dienst des Ewigen vor ihm zu verrichten mit unseren Hochopfern, Schlachtopfern und Mahlopfern, daß nicht eure Söhne künftig zu unseren Söhnen sagen: Ihr habt nicht Teil an dem Ewigen!
6454#Josua,22,28#28. Und wir sprachen: Wenn sie dann das zu uns oder zu unseren Geschlechtern künftig sagen, dann werden wir sagen: Seht doch das Gebilde des Altars des Ewigen, den unsere Väter gemacht haben, nicht zum Hochopfer und nicht zum Schlachtopfer, sondern Zeuge sei er zwischen uns und euch!
6455#Josua,22,29#29. Schmach sei es uns, gegen den Ewigen uns zu empören und uns heute abzukehren von dem Ewigen, einen Altar zu bauen für Hochopfer, Mehlopfer und Schlachtopfer, außer dem Altar des Ewigen unseres Gottes, der vor seiner Wohnung steht!»
6456#Josua,22,30#30. Und der Priester Pinehas, die Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Tausendschaften Jisraëls, die mit ihm waren, hörten die Worte, die die Söhne Rëubens, die Söhne Gads und die Söhne Menaschsches gesprochen, und es war recht in ihren Augen.
6457#Josua,22,31#31. Und es sprach Pinehas, der Sohn El'asars, der Priester, zu den Söhnen Rëubens, den Söhnen Gads und den Söhnen Menaschsches: «Heute haben wir erkannt, daß der Ewige in unserer Mitte ist, daß ihr diese Untreue an dem Ewigen nicht begangen habt; damit habt ihr die Kinder Jisraël gerettet aus der Hand des Ewigen!»
6458#Josua,22,32#32. Dann kehrte Pinehas, der Sohn El'asars, der Priester, und die Fürsten zurück von den Söhnen Rëubens und den Söhnen Gads aus dem Land des Gil'ad ins Land Kenaan zu den Kindern Jisraël, und sie brachten ihnen Bescheid.
6459#Josua,22,33#33. Da war die Sache recht in den Augen der Kinder Jisraël, und die Kinder Jisraël priesen Gott und dachten nicht mehr, gegen sie zum Heereszug hinaufzuziehn, um das Land zu verderben, darin die Söhne Rëubens und die Söhne Gads wohnten.
6460#Josua,22,34#34. Dann benannten die Söhne Rëubens und die Söhne Gads den Altar: «Denn Zeuge ist er zwischen uns, daß der Ewige Gott ist.»
6461#Josua,23,1#1. Und es war lange Zeit, nachdem der Ewige Jisraël Ruhe geschafft hatte vor all seinen Feinden ringsumher, und Jehoschua war alt geworden, vorgerückt in den Tagen,
6462#Josua,23,2#2. da berief Jehoschua ganz Jisraël, seine Ältesten, seine Häupter, seine Richter und Vorsteher, und sprach zu ihnen: «Ich bin alt geworden, vorgerückt in den Tagen.
6463#Josua,23,3#3. Ihr aber habt alles gesehen, was der Ewige, euer Gott, an diesen Völkern vor euch getan, denn der Ewige, euer Gott, ist es, der für euch kämpft.
6464#Josua,23,4#4. Seht, ich habe euch diese noch übrig gebliebenen Völker zum Besitz für eure Stämme ausgelost, vom Jarden und all den Völkern an, die ich ausgerottet habe, und dem großen Meer im Sonnenuntergang.
6465#Josua,23,5#5. Und der Ewige, euer Gott, er wird sie vor euch verjagen und sie vor euch austreiben, und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen, wie der Ewige, euer Gott, euch zugesagt hat.
6466#Josua,23,6#6. Aber seid sehr fest darin, bedacht zu sein und zu tun all das im Buch der Weisung Mosches Niedergeschriebene, nicht davon abzugehn rechts oder links!
6467#Josua,23,7#7. Daß ihr nicht unter diese Völker kommt, diese, die bei euch zurückgeblieben sind, im Namen ihrer Götter nicht beruft und nicht beschwört, ihnen nicht dient und euch vor ihnen nicht niederwerft.
6468#Josua,23,8#8. Sondern dem Ewigen, eurem Gott, sollt ihr anhangen, wie ihr bis zu diesem Tag getan.
6469#Josua,23,9#9. Der Ewige hat vor euch große und mächtige Völker ausgetrieben, und ihr - kein Mensch hielt vor euch stand bis zu diesem Tag.
6470#Josua,23,10#10. Ein Mann von euch jagt tausend, denn der Ewige, euer Gott, ist es, der für euch kämpft, wie er es euch zugesagt hat.
6471#Josua,23,11#11. So seid sehr bedacht bei eurem Leben, den Ewigen, euren Gott, zu lieben!
6472#Josua,23,12#12. Denn wenn ihr etwa umkehrt und dem Rest dieser bei euch übrig gebliebenen Völker anhangt, euch mit ihnen verschwägert, ihr unter sie kommt und sie unter euch,
6473#Josua,23,13#13. so wißt wohl, daß der Ewige, euer Gott, nicht weiterhin diese Völker vor euch austreiben wird! Und sie werden euch zur Schlinge und zum Fallstrick, zum Widerhaken für eure Seiten und zu Stacheln in euren Augen werden, bis ihr hingeschwunden seid von diesem guten Boden, den euch der Ewige, euer Gott, gegeben hat.
6474#Josua,23,14#14. Seht, ich gehe heute den Weg aller Welt. Und ihr sollt erkennen mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele, daß nicht ein Wort ausgefallen ist von all den guten Worten, die der Ewige, euer Gott, über euch geredet hat; sie alle sind euch eingetroffen, nicht ein Wort davon ist ausgefallen.
6475#Josua,23,15#15. Aber es wird sein: Wie über euch all das Gute gekommen ist, das der Ewige, euer Gott, über euch gesprochen, so wird der Ewige auch all das Böse über euch kommen lassen, bis er euch vertilgt hat von diesem guten Boden, den euch der Ewige, euer Gott, gegeben hat,
6476#Josua,23,16#16. wenn ihr den Bund des Ewigen, eures Gottes, übertretet, den er euch geboten hat, und hingeht und andern Göttern dient und euch vor ihnen hinwerft. Dann wird des Ewigen Antlitz gegen euch aufflammen, und ihr werdet schnell hinschwinden von dem guten Land, das er euch gegeben.»
6477#Josua,24,1#1. Dann versammelte Jehoschua alle Stämme Jisraëls nach Schechem; und er berief die Ältesten Jisraëls, seine Häupter, Richter und Vorsteher, und sie stellten sich vor Gott.
6478#Josua,24,2#2. Da sprach Jehoschua zum ganzen Volk: «So spricht der Ewige, der Gott Jisraëls: Jenseits des Stromes wohnten eure Väter von Urzeit her, Terah, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und dienten andern Göttern.
6479#Josua,24,3#3. Da nahm ich euren Vater Abraham von jenseits des Stromes, ließ ihn wandern im ganzen Land Kenaan, mehrte seinen Samen und gab ihm Jizhak.
6480#Josua,24,4#4. Dann gab ich Jizhak den Jaakob und den Esaw, und gab Esaw das Gebirge Sëir, es in Besitz zu nehmen, Jaakob aber und seine Söhne zogen nach Mizraim hinab.
6481#Josua,24,5#5. Dann sandte ich Mosche und Aharon und schlug Mizraim, wie ich es in seiner Mitte getan habe, und nachher führte ich euch heraus.
6482#Josua,24,6#6. Und als ich eure Väter aus Mizraim geführt hatte, und ihr ans Meer gekommen wart, da jagten die Mizräer euren Vätern mit Wagen und Reitern nach ans Schilfmeer.
6483#Josua,24,7#7. Und sie schrien zu dem Ewigen, und er stellte ein Dunkel zwischen euch und die Mizräer, brachte über ihn das Meer, das ihn bedeckte, und eure Augen sahen, was ich an Mizraim getan. Dann weiltet ihr in der Wüste viele Jahre.
6484#Josua,24,8#8. Darauf brachte ich euch in das Land des Emoriters, der jenseits des Jardens wohnte; und sie kämpften gegen euch, doch ich gab sie in eure Hand, ihr erobertet ihr Land, und ich vertilgte sie vor euch.
6485#Josua,24,9#9. Da erhob sich Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, und kämpfte gegen Jisraël; er sandte hin und berief Bil'am, den Sohn Beors, um euch zu verfluchen.
6486#Josua,24,10#10. Aber ich wollte auf Bil'am nicht hören, und er mußte euch segnen, und ich rettete euch aus seiner Hand.
6487#Josua,24,11#11. Dann durchschrittet ihr den Jarden und kamt nach Jeriho. Da kämpften gegen euch die Bürger von Jeriho, der Emori, Perisi, Kenaani, Hitti, Girgaschi, Hiwwi und Jebusi, aber ich gab sie in eure Hand.
6488#Josua,24,12#12. Und ich sandte vor euch her die Hornisse, und die vertrieb sie vor euch, die zwei Könige der Emoriter, nicht (du) mit deinem Schwert und deinem Bogen.
6489#Josua,24,13#13. Und ich gab euch Land, daran du dich nicht gemüht, Städte, die ihr nicht gebaut, und ihr wohnt darin, Weinberge und Ölbäume, die ihr nicht gepflanzt, genießt ihr.
6490#Josua,24,14#14. Nun aber, fürchtet den Ewigen und dient ihm in Ganzheit und Wahrhaftigkeit, schafft die Götter fort, denen eure Väter jenseits des Stroms und in Mizraim gedient, und dient dem Ewigen.
6491#Josua,24,15#15. Wenn es aber nicht recht ist in euren Augen, dem Ewigen zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: Ob den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stroms gedient haben, oder den Göttern der Emoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Ewigen dienen!»
6492#Josua,24,16#16. Da antwortete das Volk und sprach: «Schmach sei es uns, den Ewigen zu verlassen, um andern Göttern zu dienen!
6493#Josua,24,17#17. Denn der Ewige, unser Gott, er ist es, der uns und unsere Väter heraufgeführt hat aus dem Land Mizraim, dem Sklavenhaus, der vor unsern Augen diese großen Wunderzeichen vollführt und uns behütet hat auf dem ganzen Weg, den wir gegangen, und bei allen Völkern, durch die wir hindurchgezogen.
6494#Josua,24,18#18. Und der Ewige hat alle Völker und den Emoriter, den Bewohner des Landes, vor uns vertrieben. So wollen auch wir dem Ewigen dienen, denn er ist unser Gott!»
6495#Josua,24,19#19. Da sprach Jehoschua zum Volk: «Ihr werdet nicht vermögen, dem Ewigen zu dienen, denn eine heilige Gottheit ist er, ein eifernder Gott ist er, er wird eure Missetat und eure Sünden nicht vergeben!
6496#Josua,24,20#20. Wenn ihr den Ewigen verlassen und den Göttern der Fremde dienen werdet, so wird er sich wenden und euch Übles tun und euch vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat.»
6497#Josua,24,21#21. Da sprach das Volk zu Jehoschua: «Nein! Dem Ewigen wollen wir dienen!»
6498#Josua,24,22#22. Da sprach Jehoschua zum Volk: «Zeugen seid ihr gegen euch selbst, daß ihr euch den Ewigen gewählt habt, ihm zu dienen!» Da sprachen sie: «Zeugen!»
6499#Josua,24,23#23. «Und nun schafft die Götter der Fremde fort, die unter euch sind, und neigt euer Herz dem Ewigen zu, dem Gott Jisraëls!»
6500#Josua,24,24#24. Da sprach das Volk zu Jehoschua: «Dem Ewigen, unserm Gott, wollen wir dienen und auf seine Stimme hören!»
6501#Josua,24,25#25. Da schloß Jehoschua einen Bund mit dem Volk an jenem Tag und gab ihm Gesetz und Recht in Schechem.
6502#Josua,24,26#26. Dann schrieb Jehoschua diese Worte in das Buch der Weisung Gottes, nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf unter der Terebinthe, die im Heiligtum des Ewigen stand.
6503#Josua,24,27#27. Darauf sprach Jehoschua zum ganzen Volk: «Sieh, dieser Stein sei gegen uns zum Zeugen, denn er hat alle Aussprüche des Ewigen gehört, die er mit uns gesprochen hat; und er sei gegen euch zum Zeugen, damit ihr euren Gott nicht verleugnet!»
6504#Josua,24,28#28. Dann entließ Jehoschua das Volk, jeden nach seinem Besitz.
6505#Josua,24,29#29. Und es war nach diesen Ereignissen, da starb Jehoschua, der Sohn Nuns, der Knecht des Ewigen, hundertzehn Jahre alt.
6506#Josua,24,30#30. Und sie begruben ihn im Gebiet seines Besitztums, in TimnatSerah auf dem Gebirge Efraim, nördlich vom Berg Gaasch.
6507#Josua,24,31#31. Und Jisraël diente dem Ewigen alle Tage Jehoschuas und alle Tage der Ältesten, die noch länger lebten nach Jehoschua, und die das ganze Werk des Ewigen kannten, das er an Jisraël getan.
6508#Josua,24,32#32. Die Gebeine Josefs aber, die die Kinder Jisraël aus Mizraim heraufgebracht hatten, begruben sie in Schechem auf dem Feldstück, das Jaakob von den Söhnen Hamors, des Vaters von Schechem, um hundert Vollgewogene gekauft hatte, und das den Söhnen Josefs als Besitz zuteil wurde.
6509#Josua,24,33#33. Und El'asar, der Sohn Aharons, starb, und sie begruben ihn auf der Höhe seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben worden war, im Gebirge Efraim.

4893#5. Mose,1,1#1. DIES sind die Worte, die Mosche zu ganz Jisraël redete jenseits des Jardens, in der Wüste, in der Niederung, nach Suf zu, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab.
4894#5. Mose,1,2#2. - Elf Tage (sind es) vom Horeb auf dem Weg zum Gebirge Sëir bis Kadesch-Barnea. -
4895#5. Mose,1,3#3. Und es war im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mosche zu den Kindern Jisraël gemäß alledem, was der Ewige ihm für sie geboten,
4896#5. Mose,1,4#4. nachdem er Sihon, den König der Emoriter, der in Heschbon wohnte, und Og, den König des Baschan, der in Aschtarot bei Edrëi wohnte, geschlagen hatte.
4897#5. Mose,1,5#5. Jenseits des Jardens, im Land Moab, entschloß sich Mosche diese Weisung aufzuzeichnen, besagend:
4898#5. Mose,1,6#6. «Der Ewige, unser Gott, hat zu uns am Horeb geredet und gesprochen: ,Lange genug habt ihr an diesem Berg geweilt.
4899#5. Mose,1,7#7. Wendet euch und brecht auf und zieht hin zum Gebirge des Emoriters und zu allen seinen Nachbarn in der Niederung, auf dem Gebirge, und im Tiefland, in der Südsteppe und am Gestade des Meeres, in das Land des Kenaaniters und an den Libanon bis zum großen Strom, dem Strom Perat.
4900#5. Mose,1,8#8. Sieh, ich habe das Land vor euch gelegt, zieht hin und nehmt das Land in Besitz, das der Ewige euren Vätern Abraham, Jizhak und Jaakob zugeschworen hat, es ihnen zu geben und ihrem Samen nach ihnen.'
4901#5. Mose,1,9#9. Und ich sprach zu euch in jener Zeit: ,Ich kann euch allein nicht tragen.
4902#5. Mose,1,10#10. Der Ewige, euer Gott, hat euch gemehrt, und seht - heut seid ihr den Sternen des Himmels gleich an Menge.
4903#5. Mose,1,11#11. Der Ewige, der Gott eurer Väter, füge zu euch noch tausendmal so viel ihr seid und segne euch, wie er euch verheißen -
4904#5. Mose,1,12#12. wie aber soll ich allein eure Bürde, eure Last und euren Streit ertragen!
4905#5. Mose,1,13#13. Bestellt euch weise, verständige und erfahrene Männer aus euren Stämmen, daß ich sie über euch setze.'
4906#5. Mose,1,14#14. Da antwortetet ihr mir und spracht: ,Gut ist, was zu tun du geredet hast!'
4907#5. Mose,1,15#15. So nahm ich die Häupter eurer Stämme, weise und erfahrene Männer, und machte sie zu Häuptern über euch, zu Oberen über tausend, über fünfzig und über zehn, und zu Amtsmännern für eure Stämme.
4908#5. Mose,1,16#16. Und ich gebot euren Richtern zu jener Zeit, indem ich sprach: ,Verhört zwischen euren Brüdern und richtet nach Gerechtigkeit zwischen einem Mann und seinem Bruder oder seinem Fremdling.
4909#5. Mose,1,17#17. Ihr sollt kein Ansehen kennen im Gericht, den Geringen sollt ihr wie den Großen anhören, fürchtet vor niemand, denn das Gericht ist Gottes! Die Sache aber, die euch zu schwer ist, bringt vor mich, daß ich sie anhöre.'
4910#5. Mose,1,18#18. Und ich gebot euch damals alle die Dinge, die ihr tun sollt.
4911#5. Mose,1,19#19. Dann brachen wir vom Horeb auf und durchzogen jene ganze große und furchtbare Wüste, die ihr gesehen habt, auf dem Weg nach dem Gebirge des Emoriters, wie der Ewige, unser Gott, uns befohlen hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea.
4912#5. Mose,1,20#20. Da sprach ich zu euch: ,Ihr seid nun bis zum Gebirge des Emoriters gekommen, das der Ewige, unser Gott, uns gibt.
4913#5. Mose,1,21#21. Sieh, der Ewige, dein Gott, hat das Land vor dich gelegt! Zieh hinauf, nimm es in Besitz, wie der Ewige, der Gott deiner Väter, dir verheißen hat, fürchte nicht und zage nicht!'
4914#5. Mose,1,22#22. Da tratet ihr alle zu mir heran und spracht: ,Wir wollen Männer vor uns herschicken, daß sie uns das Land erforschen und uns Bericht erstatten: den Weg, den wir ziehen sollen, und die Städte, zu denen wir kommen werden.'
4915#5. Mose,1,23#23. Da war dies recht in meinen Augen, und ich nahm von euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.
4916#5. Mose,1,24#24. Und sie wandten sich und zogen zum Gebirge hinauf und kamen bis zum Tal Eschkol und schritten es ab.
4917#5. Mose,1,25#25. Und sie nahmen von der Frucht des Landes mit sich und brachten es zu uns herab und erstatteten uns Bericht und sprachen: ,Gut ist das Land, das der Ewige, unser Gott, uns gibt!'
4918#5. Mose,1,26#26. Ihr aber wolltet nicht hinaufziehn und trotztet dem Befehl des Ewigen, eures Gottes.
4919#5. Mose,1,27#27. Und ihr schwatztet in euren Zelten und spracht: ,Aus Haß gegen uns hat der Ewige uns aus dem Land Mizraim geführt, um uns in die Hand des Emoriters zu geben, uns zu vertilgen.
4920#5. Mose,1,28#28. Wohin ziehen wir? Unsre Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sprachen: Ein Volk, größer und höher als wir, Städte, groß und befestigt bis in den Himmel, und selbst Söhne der Anakiter haben wir dort gesehen!'
4921#5. Mose,1,29#29. Da sprach ich zu euch: ,Erschreckt nicht und fürchtet nicht vor ihnen.
4922#5. Mose,1,30#30. Der Ewige, euer Gott, der vor euch einherzieht, er wird für euch streiten, ganz so wie er an euch getan in Mizraim vor euren Augen
4923#5. Mose,1,31#31. und in der Wüste, wo du gesehen hast, wie der Ewige, dein Gott, dich trug, wie ein Mann sein Kind trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gegangen, bis ihr an diesen Ort gekommen.
4924#5. Mose,1,32#32. Doch in dieser Sache vertraut ihr nicht auf den Ewigen, euren Gott,
4925#5. Mose,1,33#33. der vor euch einherzieht auf dem Weg, um für euch einen Ort zu erspähen, wo ihr lagern könnt, im Feuer des Nachts, daß ihr sehen könnt auf dem Weg, den ihr geht, und in der Wolke bei Tag?'
4926#5. Mose,1,34#34. Der Ewige aber hörte eure Worte, und er zürnte und schwor, indem er sprach:
4927#5. Mose,1,35#35. ,Ob doch einer von diesen Männern, diesem bösen Geschlecht, das schöne Land sehen wird, von dem ich geschworen habe, es euren Vätern zu geben!
4928#5. Mose,1,36#36. Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes, er soll es sehen, und ihm will ich das Land geben, das er betreten hat, und seinen Kindern, weil er dem Ewigen völlig gefolgt ist.'
4929#5. Mose,1,37#37. Auch gegen mich zürnte der Ewige um euretwillen und sprach: ,Auch du sollst nicht dorthin kommen!
4930#5. Mose,1,38#38. Jehoschua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, er soll dorthin kommen, ihn festige, denn er soll es Jisraël zu Besitz geben.
4931#5. Mose,1,39#39. Eure Kinder aber, von denen ihr gesagt habt: Sie werden zur Beute werden, und eure Söhne, die heute noch nicht um Gut und Böse wissen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.
4932#5. Mose,1,40#40. Ihr aber wendet euch und zieht in die Wüste, den Weg zum Schilfmeer hin!'
4933#5. Mose,1,41#41. Da antwortetet ihr und spracht zu mir: ,Gesündigt haben wir gegen den Ewigen! Wir wollen hinaufziehn und kämpfen, ganz so, wie der Ewige, unser Gott, uns befohlen hat.' Und ihr gürtetet euch, jeder mit seinen Kriegswaffen, und zogt leichtfertig hinauf ins Gebirge.
4934#5. Mose,1,42#42. Da sprach der Ewige zu mir: ,Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; daß ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.'
4935#5. Mose,1,43#43. Da redete ich zu euch; ihr aber hörtet nicht und trotztet dem Befehl des Ewigen und zogt vermessen ins Gebirge hinauf.
4936#5. Mose,1,44#44. Da zog der Emoriter, der auf jenem Gebirge wohnt, euch entgegen, und sie verfolgten euch, wie die Bienen tun, und zersprengten euch in Sëir bis Horma.
4937#5. Mose,1,45#45. Da kehrtet ihr zurück und weintet vor dem Ewigen, aber der Ewige hörte nicht auf eure Stimme und neigte euch nicht sein Ohr.
4938#5. Mose,1,46#46. Ihr bliebt nun in Kadesch lange Zeit, die Zeit, die ihr dort geblieben.
4939#5. Mose,2,1#1. Dann wandten wir uns und zogen in die Wüste, den Weg zum Schilfmeer, wie der Ewige zu mir geredet hatte, und zogen lange Zeit um das Gebirge Sëir herum.
4940#5. Mose,2,2#2. Dann sprach der Ewige zu mir:
4941#5. Mose,2,3#3. ,Genug seid ihr nun um dies Gebirge herumgezogen, wendet euch nach Norden!
4942#5. Mose,2,4#4. Dem Volk aber gebiete und sprich: Ihr zieht nun durch das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esaws, die in Sëir wohnen, und sie werden vor euch fürchten; seid also wohl auf der Hut,
4943#5. Mose,2,5#5. fordert sie nicht heraus, denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht den Tritt eines Fußballens geben; denn zum Erbbesitz an Esaw habe ich das Gebirge Sëir gegeben.
4944#5. Mose,2,6#6. Nahrung sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, daß ihr eßt, und selbst Wasser sollt ihr von ihnen für Geld erhandeln, daß ihr trinkt.'
4945#5. Mose,2,7#7. Denn der Ewige, dein Gott, hat dich gesegnet in allem Werk deiner Hand, er hat gewußt um deinen Zug durch diese große Wüste; während dieser vierzig Jahre war der Ewige, dein Gott, mit dir, nichts fehlte dir!
4946#5. Mose,2,8#8. So zogen wir hinweg von unsern Brüdern, den Söhnen Esaws, die in Sëir wohnen, hinweg von dem Weg durch die Niederung, von Elat und von Ezjon-Geber; und wir wandten uns und zogen weiter, den Weg nach der Wüste Moab.
4947#5. Mose,2,9#9. Da sprach der Ewige zu mir: ,Du sollst Moab nicht bedrängen und keinen Krieg mit ihnen herausfordern; denn ich werde dir von seinem Land nicht Erbbesitz geben; denn den Söhnen Lots habe ich Ar zum Erbbesitz gegeben.
4948#5. Mose,2,10#10. - Die Emiter hatten vormals dort gewohnt, ein Volk, groß und zahlreich und von hohem Wuchs wie die Anakiter.
4949#5. Mose,2,11#11. Zu den Refaim wurden auch sie gerechnet wie die Anakiter, und die Moabiter nannten sie Emiter.
4950#5. Mose,2,12#12. In Sëir aber hatten vormals die Horiter gewohnt, die Söhne Esaws aber vertrieben sie und tilgten sie vor sich hinweg und setzten sich fest an ihrer Statt, wie Jisraël getan mit dem Land seines Erbbesitzes, das der Ewige ihnen gegeben hat. -
4951#5. Mose,2,13#13. So macht euch nun auf und durchschreitet den Bach Sered!' Und wir durchschritten den Bach Sered.
4952#5. Mose,2,14#14. Die Zeit aber, die wir wanderten von Kadesch-Barnea, bis wir den Bach Sered durchschritten, war achtunddreißig Jahre, bis das ganze Geschlecht, die wehrfähigen Männer, aus dem Lager geschwunden waren, wie es der Ewige ihnen geschworen hatte.
4953#5. Mose,2,15#15. Auch war die Hand des Ewigen gegen sie gewesen, sie aus dem Lager zu tilgen, bis sie dahingeschwunden waren.
4954#5. Mose,2,16#16. Es war nun, als alle wehrfähigen Männer aus der Mitte des Volkes hingestorben waren,
4955#5. Mose,2,17#17. da redete der Ewige zu mir und sprach:
4956#5. Mose,2,18#18. ,Du ziehst heute durch das Gebiet Moabs, durch Ar,
4957#5. Mose,2,19#19. und näherst dich den Söhnen Ammons; bedränge sie nicht und fordere sie nicht heraus! Denn ich werde dir vom Land der Söhne Ammons nicht Erbbesitz geben, denn den Söhnen Lots habe ich es zum Erbbesitz gegeben.
4958#5. Mose,2,20#20. - Als Land der Refaim gilt auch dieses, Refaim hatten vormals darin gewohnt, die Ammoniter aber nannten sie Samsummiter,
4959#5. Mose,2,21#21. ein Volk, groß, zahlreich und von hohem Wuchs wie die Anakiter, aber der Ewige tilgte sie vor ihnen hinweg, und sie vertrieben sie und setzten sich fest an ihrer Statt,
4960#5. Mose,2,22#22. so wie er es den Söhnen Esaws getan, die in Sëir wohnen, da er die Horiter hinwegtilgte vor ihnen, daß sie sie vertrieben und sich festsetzten an ihrer Statt, bis auf diesen Tag.
4961#5. Mose,2,23#23. Und die Awwiter, die in Gehöften bis Asa-1- hin wohnten, Kaftoriter, die aus Kaftor kamen, tilgten sie hinweg und setzten sich fest an ihrer Statt. - -1) Gaza.++
4962#5. Mose,2,24#24. Macht euch auf, zieht aus und durchschreitet den Arnonfluß! Sieh, ich habe Sihon, den König von Heschbon, den Emoriter, und sein Land in deine Hand gegeben, beginne, erobere es und fordere Krieg mit ihm heraus!
4963#5. Mose,2,25#25. An diesem Tag will ich beginnen, Schreck und Furcht vor dir zu legen auf die Völker unter dem ganzen Himmel, daß sie, da sie deinen Ruf vernehmen, vor dir zittern und beben.'
4964#5. Mose,2,26#26. Und ich sandte Boten von der Wüste Kedemot aus an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens, und ließ ihm sagen:
4965#5. Mose,2,27#27. ,Ich möchte durch dein Land ziehen! Auf der Straße, immer auf der Straße, will ich wandern, nicht abbiegen rechts noch links.
4966#5. Mose,2,28#28. Nahrung sollst du für Geld mir verkaufen, daß ich esse, und Wasser für Geld mir geben, daß ich trinke; nur: Mit den Füßen will ich hindurchschreiten,
4967#5. Mose,2,29#29. so wie mir die Söhne Esaws getan haben, die in Sëir, und die Moabiter, die in Ar wohnen, bis daß ich den Jarden durchschreite in das Land, das der Ewige, unser Gott, uns gibt.'
4968#5. Mose,2,30#30. Doch Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehn lassen, denn der Ewige, dein Gott, hatte seinen Sinn verhärtet und sein Herz ermutigt, um ihn in deine Hand zu geben, wie diesen Tag geschehen.
4969#5. Mose,2,31#31. Da sprach der Ewige zu mir: ,Sieh, ich habe begonnen, dir preiszugeben Sihon und sein Land; beginne, erobere, sein Land in Besitz zu nehmen.'
4970#5. Mose,2,32#32. Da zog Sihon uns entgegen, er und sein ganzes Volk, zum Kampf nach Jahaz.
4971#5. Mose,2,33#33. Und der Ewige, unser Gott, gab ihn uns preis, und wir schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Volk.
4972#5. Mose,2,34#34. Und wir eroberten damals alle seine Städte und bannten jegliche Stadt, Männer, Frauen und Kinder; wir ließen keinen Entronnenen übrig.
4973#5. Mose,2,35#35. Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute aus den Städten, die wir erobert hatten.
4974#5. Mose,2,36#36. Von Aroër, das am Ufer des Arnonflusses liegt, und der Stadt, die im Tal liegt, bis zum Gil'ad hin, gab es keine Burg, die uns zu hoch gewesen wäre; alles gab der Ewige, unser Gott, uns preis.
4975#5. Mose,2,37#37. Nur dem Land der Söhne Ammons bist du nicht genaht, dem ganzen Bereich des Jabbokflusses und den Städten des Gebirges und allem, wovon der Ewige, unser Gott, geboten hatte.
4976#5. Mose,3,1#1. Dann wandten wir uns und zogen hinauf den Weg nach dem Baschan-1-; da zog Og, der König des Baschan, uns entgegen, er und sein ganzes Volk, zum Kampf nach Edrëi. -1) Drachenland.++
4977#5. Mose,3,2#2. Da sprach der Ewige zu mir: ,Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben, sein ganzes Volk und sein Land, daß du ihm tust wie du getan Sihon, dem König der Emoriter, der in Heschbon wohnte.'
4978#5. Mose,3,3#3. Da gab der Ewige, unser Gott, auch Og, den König des Baschan, und sein ganzes Volk in unsre Hand, und wir schlugen ihn, bis daß wir ihm keinen Entronnenen übrig ließen.
4979#5. Mose,3,4#4. Wir eroberten damals alle seine Städte, es gab keine Burg, die wir ihnen nicht genommen hätten, sechzig Städte, das ganze Felsgebiet-1-, das Reich Ogs im Baschan; -1) -+Argob-.++
4980#5. Mose,3,5#5. alles dies waren befestigte Städte, mit hoher Mauer, mit Tor und Riegelbalken, außer den Orten im offenen Land, die sehr zahlreich waren.
4981#5. Mose,3,6#6. Und wir bannten sie, wie wir es mit Sihon, dem König von Heschbon, getan, daß wir bannten jegliche Stadt, Männer, Frauen und Kinder;
4982#5. Mose,3,7#7. aber alles Vieh und die Beute aus den Städten plünderten wir für uns.
4983#5. Mose,3,8#8. So nahmen wir damals das Land aus der Gewalt der zwei Emoriterkönige, die jenseits des Jardens waren, vom Arnonfluß bis zum Gebirge Hermon -
4984#5. Mose,3,9#9. die Zidonier nennen den Hermon Sirjon, die Emoriter aber nennen ihn Senir -
4985#5. Mose,3,10#10. alle Städte der Ebene, das ganze Gil'ad und den ganzen Baschan bis Salcha und Edrëi, die Städte des Reiches Ogs im Baschan.
4986#5. Mose,3,11#11. Denn nur Og, der König des Baschan, war übrig geblieben von dem Rest der Refaim; sieh, sein Bett, ein eisernes Bett, ist ja in der Hauptstadt der Söhne Ammons, neun Ellen lang und vier Ellen breit, nach Manneselle.
4987#5. Mose,3,12#12. Und dieses Land nahmen wir damals in Besitz von Aroër, das am Arnonfluß liegt; und die Hälfte des Gebirges Gil'ad und seine Städte gab ich denen von Rëuben und von Gad.
4988#5. Mose,3,13#13. Das übrige Gil'ad aber und den ganzen Baschan, das Reich Ogs, gab ich dem halben Stamm Menaschsche; das ganze Felsgebiet samt dem ganzen Baschan wird Land der Refaim genannt.
4989#5. Mose,3,14#14. Jaïr, der Sohn Menaschsches, nahm das ganze Felsgebiet bis zum Gebiet derer von Geschur und Maacha und nannte sie - den Baschan - nach seinem Namen ,Zeltdörfer Jaïrs', bis auf diesen Tag.
4990#5. Mose,3,15#15. Und Machir gab ich das Gil'ad.
4991#5. Mose,3,16#16. Und denen von Rëuben und Gad gab ich vom Gil'ad bis zum Arnonfluß, das eigentliche Talbett und Grenzgebiet, und bis zum Jabbokfluß, der Grenze der Söhne Ammons,
4992#5. Mose,3,17#17. und die Niederung mit dem Jarden und Grenzgebiet, von Kinneret bis zum Meer der Niederung, dem Salzmeer am Fuß der Abhänge der Hochfläche-1- nach Osten. -1) -+Pisga-.++
4993#5. Mose,3,18#18. Und ich gebot euch zu jener Zeit und sprach: ,Der Ewige, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen. Gerüstet sollt ihr euren Brüdern, den Kindern Jisraël, voranziehn, alle Kriegstüchtigen.
4994#5. Mose,3,19#19. Nur eure Frauen, eure Kinder und eure Herden - weiß ich doch, daß ihr viele Herden habt - mögen in euren Städten bleiben, die ich euch gebe,
4995#5. Mose,3,20#20. bis der Ewige euren Brüdern Ruhe verschafft wie euch, und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der Ewige, euer Gott, ihnen gibt jenseits des Jardens; dann mögt ihr zurückkehren ein jeder zu seinem Besitztum, das ich euch gegeben habe.'
4996#5. Mose,3,21#21. Jehoschua aber gebot ich damals und sagte: ,Mit eigenen Augen hast du gesehen alles, was der Ewige, euer Gott, diesen beiden Königen getan hat; so wird der Ewige allen Königreichen tun, wohin du ziehst.
4997#5. Mose,3,22#22. Fürchtet sie nicht! Denn der Ewige, euer Gott, er ist es, der für euch streitet.'
4998#5. Mose,3,23#23. Und ich flehte damals zum Ewigen, indem ich sprach:
4999#5. Mose,3,24#24. ,O Herr, Ewiger, du hast begonnen, deinem Knecht deine Größe und deine starke Hand zu zeigen - denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und Machttaten gleichtun könnte!
5000#5. Mose,3,25#25. Laß mich doch hinüberziehn und das schöne Land schauen, das jenseits des Jardens liegt, dieses schöne Gebirge und den Libanon.'
5001#5. Mose,3,26#26. Der Ewige aber zürnte mir um euretwillen und hörte nicht auf mich; und der Ewige sprach zu mir: ,Genug für dich! Sprich zu mir nicht mehr von dieser Sache!
5002#5. Mose,3,27#27. Steige auf den Gipfel der Hochfläche und hebe deine Augen nach Westen, Norden, Süden und Osten und schau mit deinen Augen; denn du wirst diesen Jarden nicht durchschreiten.
5003#5. Mose,3,28#28. Beauftrage aber Jehoschua und festige und ermutige ihn; denn er soll vor diesem Volk hinüberziehn, und er soll ihnen das Land zum Besitz geben, das du schauen wirst.'
5004#5. Mose,3,29#29. Und wir verweilten im Tal, nach Bet-Peor zu.
5005#5. Mose,4,1#1. Und nun, Jisraël, höre auf die Gesetze und Rechtsvorschriften, die zu üben ich euch lehre, damit ihr lebt und hinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der Ewige, der Gott eurer Väter, euch gibt.
5006#5. Mose,4,2#2. Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und davon nichts mindern, zu wahren die Gebote des Ewigen, eures Gottes, wie ich euch gebiete.
5007#5. Mose,4,3#3. Mit eigenen Augen habt ihr gesehen, was der Ewige beim Baal von Peor getan hat; denn jeden Mann, der dem Baal von Peor nachging, den hat der Ewige, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt,
5008#5. Mose,4,4#4. ihr aber, die ihr dem Ewigen, eurem Gott, anhingt, seid alle heute noch am Leben.
5009#5. Mose,4,5#5. Sieh: Ich habe euch Gesetze und Rechtsvorschriften gelehrt, wie der Ewige, mein Gott, mir geboten hat, auf daß ihr so tut in dem Land, dahin ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen.
5010#5. Mose,4,6#6. So wahrt und übt (sie), denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker, die all diese Satzungen hören und sprechen werden: ,Doch, ein weises und einsichtiges Volk ist diese große Nation!'
5011#5. Mose,4,7#7. Denn wo wäre eine große Nation, die Götter hätte, ihr so nah, wie der Ewige, unser Gott, so oft wir ihn rufen!
5012#5. Mose,4,8#8. Und wo wäre eine große Nation, die so gerechte Gesetze und Rechtsvorschriften hätte wie diese ganze Weisung, die ich euch heute vorlege!
5013#5. Mose,4,9#9. Nur hüte dich und hüte deine Seele gar sehr, daß du nicht die Dinge vergißt, die deine Augen gesehen, und daß sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens; und du sollst sie kund tun deinen Kindern und Kindeskindern:
5014#5. Mose,4,10#10. Den Tag, da du vor dem Ewigen, deinem Gott, am Horeb standest, als der Ewige zu mir sprach: Versammle mir das Volk, ich will sie meine Worte hören lassen, damit sie lernen, mich zu fürchten alle Tage, die sie auf Erden leben, und es ihre Kinder lehren.
5015#5. Mose,4,11#11. Da nahtet ihr und standet am Fuß des Berges, und der Berg - brennend im Feuer bis ins Herz des Himmels: Finsternis, Wolke und Wetterdunkel.
5016#5. Mose,4,12#12. Und der Ewige redete zu euch mitten aus dem Feuer; Schall von Worten hörtet ihr, aber eine Gestalt saht ihr nicht - nichts als Schall.
5017#5. Mose,4,13#13. Und er verkündete euch seinen Bund, den zu halten er euch gebot, die zehn Worte, und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
5018#5. Mose,4,14#14. Mir aber gebot der Ewige zu jener Zeit, euch Gesetze und Rechtsvorschriften zu lehren, damit ihr sie übt in dem Land, dahin ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen.
5019#5. Mose,4,15#15. So hütet Euch sehr um eurer Seelen willen! Denn ihr saht keinerlei Gestalt an dem Tag, da der Ewige zu euch redete am Horeb, mitten aus dem Feuer.
5020#5. Mose,4,16#16. Daß ihr nicht ausartet und euch ein Bildnis macht, die Gestalt irgendeines Mittlerbildes, die Form eines Mannes oder Weibes,
5021#5. Mose,4,17#17. die Form jeglichen Tieres, das auf der Erde ist, die Form jeglichen beschwingten Vogels, der am Himmel dahinfliegt,
5022#5. Mose,4,18#18. die Form von jeglichem, was auf der Erde kriecht, die Form jeglichen Fisches, der im Wasser unter der Erde ist!
5023#5. Mose,4,19#19. Und daß du nicht deine Augen zum Himmel hebst und, wenn du Sonne, Mond und Sterne, alles Heer des Himmels, siehst, dich verleiten läßt und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst, die der Ewige, dein Gott, allen Völkern zugeteilt, unter dem ganzen Himmel!
5024#5. Mose,4,20#20. Euch aber hat der Ewige genommen und euch aus dem Eisenschmelzofen, aus Mizraim, herausgeführt, auf daß ihr ihm zum Eigenvolk werdet, wie es heute ist.
5025#5. Mose,4,21#21. Der Ewige aber zürnte über mich um euretwillen und schwor, daß ich den Jarden nicht durchschreiten und nicht in das schöne Land kommen werde, das der Ewige, dein Gott, dir zum Erbbesitz gibt.
5026#5. Mose,4,22#22. Denn ich sterbe in diesem Land, ich werde den Jarden nicht durchschreiten; ihr aber werdet hinüberziehn und dies schöne Land in Besitz nehmen.
5027#5. Mose,4,23#23. So hütet euch, daß ihr nicht vergeßt den Bund des Ewigen, eures Gottes, den er mit euch geschlossen hat, daß ihr euch ein Bildnis macht, die Gestalt von alledem, worüber der Ewige, dein Gott, dir geboten.
5028#5. Mose,4,24#24. Denn der Ewige, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott.
5029#5. Mose,4,25#25. Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst, und ihr eingealtert seid im Land, und ihr dann ausartet und euch ein Bild macht, eine Gestalt von allerlei, und tut, was böse ist in den Augen des Ewigen, deines Gottes, ihn zu kränken,
5030#5. Mose,4,26#26. so nehme ich heute den Himmel und die Erde gegen euch zu Zeugen, daß ihr bald aus dem Land schwinden werdet, dahin ihr den Jarden durchschreitet, um es in Besitz zu nehmen; ihr werdet darin nicht lange leben, sondern werdet vertilgt werden.
5031#5. Mose,4,27#27. Und zerstreuen wird euch der Ewige unter die Völker, und ihr werdet gezählte Leute übrig bleiben unter den Völkern, dahin der Ewige euch fortführen wird.
5032#5. Mose,4,28#28. Und ihr werdet dort Göttern dienen, Werk von Menschenhand, aus Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören, nicht essen und nicht riechen.
5033#5. Mose,4,29#29. Von dort werdet ihr dann verlangen nach dem Ewigen, deinem Gott, und du wirst ihn finden, so du nach ihm suchst mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
5034#5. Mose,4,30#30. In deiner Bedrängnis, wenn dich alle diese Dinge treffen in späten Tagen, dann wirst du zurückkehren zum Ewigen, deinem Gott, und auf seine Stimme hören.
5035#5. Mose,4,31#31. Denn ein erbarmender Gott ist der Ewige, dein Gott, er wird dich nicht sinken lassen und nicht verderben und wird des Bundes mit deinen Vätern nicht vergessen, den er ihnen beschworen.
5036#5. Mose,4,32#32. Denn frage doch nach den früheren Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tag an, da Gott Menschen auf der Erde geschaffen, und von einem Ende des Himmels bis zum andern, ob so Großes je geschehen, oder ob dergleichen je gehört worden:
5037#5. Mose,4,33#33. Ob ein Volk die Stimme Gottes hat reden hören mitten aus dem Feuer, wie du sie gehört hast, und leben blieb,
5038#5. Mose,4,34#34. oder ob ein Gott versucht hat hinzugehn, um sich ein Volk mitten aus einem andern herauszuholen mit Erprobungen, mit Zeichen und Wahrbeweisen, mit Krieg, mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großen, furchtbaren Taten, so wie es der Ewige, euer Gott, für euch in Mizraim getan hat vor deinen Augen!
5039#5. Mose,4,35#35. Dich hat man es schauen lassen, damit du erkennst, daß der Ewige Gott ist, keiner sonst außer ihm.
5040#5. Mose,4,36#36. Vom Himmel her ließ er dich seine Stimme hören, um dich zurechtzuweisen, und auf der Erde ließ er dich sein großes Feuer schauen, und seine Worte hast du gehört, mitten aus dem Feuer.
5041#5. Mose,4,37#37. Und darum, daß er deine Väter liebte und ihren Samen nach ihnen erwählte und er, er selbst, dich mit seiner großen Kraft aus Mizraim führte,
5042#5. Mose,4,38#38. um Völker, größer und mächtiger als du, vor dir zu vertreiben, um dich herzubringen und dir ihr Land zum Erbbesitz zu geben, wie heute geschieht,
5043#5. Mose,4,39#39. sollst du heute erkennen und es dir zu Herzen nehmen, daß der Ewige Gott ist, im Himmel oben und auf Erden unten, keiner sonst,
5044#5. Mose,4,40#40. und sollst seine Satzungen und seine Gebote wahren, die ich dir heute gebiete, auf daß es dir und deinen Kindern nach dir wohlergehe, und auf daß du lange lebst auf dem Boden, den der Ewige, dein Gott, dir gibt für alle Zeit!»
5045#5. Mose,4,41#41. Damals sonderte Mosche drei Städte aus, jenseits des Jardens, auf der Ostseite,
5046#5. Mose,4,42#42. damit dorthin fliehe ein Totschläger, der seinen Nächsten ohne Absicht erschlägt, da er ihm nicht feind gewesen seit gestern und ehegestern; der soll in eine dieser Städte fliehen, daß er leben bleibe:
5047#5. Mose,4,43#43. Bezer in der Wüste, im Land der Ebene, für die von Rëuben, Ramot im Gil'ad für die von Gad und Golan im Baschan für die von Menaschsche.
5048#5. Mose,4,44#44. Und dies ist die Weisung, die Mosche den Kindern Jisraël vorlegte.
5049#5. Mose,4,45#45. Dies sind die Bezeugungen, Gesetze und Rechtsvorschriften, die Mosche den Kindern Jisraël bei ihrem Auszug aus Mizraim verkündete,
5050#5. Mose,4,46#46. jenseits des Jardens im Tal, nach Bet-Peor zu, im Land Sihons, des Emoriterkönigs, der in Heschbon wohnte, den Mosche und die Kinder Jisraël bei ihrem Auszug aus Mizraim geschlagen hatten;
5051#5. Mose,4,47#47. und sie hatten sein Land eingenommen, sowie das Land Ogs, des Königs des Baschan, der beiden Emoriterkönige, jenseits des Jardens, auf der Ostseite:
5052#5. Mose,4,48#48. Von Aroër, das am Ufer des Arnonflusses liegt, bis zum Gebirge Sion, das ist Hermon,
5053#5. Mose,4,49#49. und die ganze Niederung jenseits des Jardens, nach Osten, bis zum Meer der Niederung, am Fuß der Abhänge der Hochfläche.
5054#5. Mose,5,1#1. Und Mosche berief ganz Jisraël und sprach zu ihnen: «Höre, Jisraël, die Gesetze und die Rechtsvorschriften, die ich heute vor euren Ohren verkünde; lernt sie und seid bedacht sie zu üben.
5055#5. Mose,5,2#2. Der Ewige, unser Gott, hat mit uns einen Bund geschlossen am Horeb.
5056#5. Mose,5,3#3. Nicht mit unsern Vätern hat der Ewige diesen Bund geschlossen, sondern mit uns selbst, die wir alle heute hier am Leben sind.
5057#5. Mose,5,4#4. Angesicht zu Angesicht hat der Ewige mit euch gesprochen auf dem Berg, mitten aus dem Feuer
5058#5. Mose,5,5#5. - ich stand damals zwischen dem Ewigen und euch, um euch das Wort des Ewigen zu verkünden; denn ihr fürchtetet vor dem Feuer und stiegt nicht auf den Berg - und er sprach:
5059#5. Mose,5,6#6. ,Ich bin der Ewige, dein Gott, der ich dich geführt habe aus dem Land Mizraim, aus dem Sklavenhaus.
5060#5. Mose,5,7#7. Du sollst keine anderen Götter haben vor mir.
5061#5. Mose,5,8#8. Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gestalt dessen, was im Himmel oben und was auf Erden unten und was im Wasser unter der Erde ist.
5062#5. Mose,5,9#9. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen; denn ich, der Ewige, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der da bedenkt die Schuld der Väter an den Kindern und an dem dritten und vierten Geschlecht bei denen, die mich hassen;
5063#5. Mose,5,10#10. der aber Liebe erweist bis ins tausendste Geschlecht denen, die mich lieben und meine Gebote wahren.
5064#5. Mose,5,11#11. Du sollst den Namen des Ewigen, deines Gottes, nicht zur Unwahrheit aussprechen, denn der Ewige wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zur Unwahrheit ausspricht.
5065#5. Mose,5,12#12. Wahre den Sabbattag, ihn zu heiligen, wie der Ewige, dein Gott, dir geboten hat.
5066#5. Mose,5,13#13. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten;
5067#5. Mose,5,14#14. aber der siebente Tag ist ein Sabbat dem Ewigen, deinem Gott. Da sollst du keinerlei Werk verrichten, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, dein Ochs und dein Esel und all dein Vieh, und dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf daß ruhe dein Knecht und deine Magd wie du.
5068#5. Mose,5,15#15. Und du sollst gedenken, daß du Knecht warst im Land Mizraim, und daß der Ewige, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm; darum hat der Ewige, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu halten.
5069#5. Mose,5,16#16. Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der Ewige, dein Gott, dir geboten, auf daß du lange lebst und es dir wohlergehe auf dem Boden, den der Ewige, dein Gott, dir gibt.
5070#5. Mose,5,17#17. Du sollst nicht morden!
5071#5. Mose,5,17#Und du sollst nicht ehebrechen!
5072#5. Mose,5,17#Und du sollst nicht stehlen!
5073#5. Mose,5,17#Und du sollst nicht aussagen wider deinen Nächsten als falscher Zeuge!
5074#5. Mose,5,18#Und du sollst nicht begehren das Weib deines Nächsten! 18. Und du sollst dich nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten, nach seinem Feld, nach seinem Knecht und nach seiner Magd, nach seinem Ochsen und seinem Esel, nach allem, was deinem Nächsten gehört.'
5075#5. Mose,5,19#19. Diese Worte redete der Ewige zu eurer ganzen Volksschar auf dem Berg mitten aus dem Feuer, aus der Wolke und dem Dunkel, mit gewaltiger Stimme - und nichts weiter; und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
5076#5. Mose,5,20#20. Es war aber, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet, und der Berg in Feuer lohte, da tratet ihr zu mir heran, alle eure Stammeshäupter und eure Ältesten,
5077#5. Mose,5,21#21. und ihr spracht: ,Sieh, der Ewige, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe schauen lassen, und seine Stimme haben wir mitten aus dem Feuer gehört; heute haben wir es gesehen, wie Gott mit dem Menschen redet, und der leben bleibt.
5078#5. Mose,5,22#22. Und nun, warum sollen wir sterben? Dies große Feuer wird uns ja verzehren; wenn wir die Stimme des Ewigen, unseres Gottes, noch weiter hören, so müßten wir sterben.
5079#5. Mose,5,23#23. Denn wer ist von allem Fleisch, der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer hätte reden hören gleich uns, und wäre am Leben geblieben?
5080#5. Mose,5,24#24. Tritt du hinzu und höre alles, was der Ewige, unser Gott, sprechen wird, und künde du uns alles, was der Ewige, unser Gott, zu dir reden wird, daß wir es hören und tun.'
5081#5. Mose,5,25#25. Und der Ewige hörte den Schall eurer Worte, als ihr zu mir redetet, und der Ewige sprach zu mir: ,Gehört habe ich den Schall der Worte dieses Volkes, die sie zu dir geredet haben; recht haben sie in allem, was sie geredet haben.
5082#5. Mose,5,26#26. O daß doch dies ihre Gesinnung bliebe, mich zu fürchten und alle meine Gebote zu wahren alle Zeit, auf daß es ihnen und ihren Kindern wohlergehe auf ewig!
5083#5. Mose,5,27#27. Geh, sage ihnen: Kehrt zurück in eure Zelte!
5084#5. Mose,5,28#28. Du aber bleibe hier bei mir, und ich will dir mitteilen das ganze Gebot, die Gesetze und Rechtsvorschriften, die du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Land, das ich ihnen gebe, es in Besitz zu nehmen.'
5085#5. Mose,5,29#29. So seid bedacht zu tun, wie der Ewige, euer Gott, euch befohlen hat; ihr sollt nicht abbiegen, weder rechts noch links!
5086#5. Mose,5,30#30. In all dem Weg, den der Ewige, euer Gott, euch geboten, sollt ihr wandeln, auf daß ihr lebt und es euch wohlergehe und ihr lange lebt in dem Land, das ihr in Besitz nehmt.
5087#5. Mose,6,1#1. Dies aber ist das Gebot, die Gesetze und Rechtsvorschriften, die der Ewige, euer Gott, euch zu lehren geboten hat, daß ihr sie übt in dem Land, dahin ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen,
5088#5. Mose,6,2#2. auf daß du den Ewigen, deinen Gott, fürchtest, um alle seine Satzungen und Gebote, die ich dir gebiete, zu wahren, du, dein Sohn und deines Sohnes Sohn, alle Tage deines Lebens, und auf daß du lange lebst.
5089#5. Mose,6,3#3. So sollst du hören, Jisraël, und es zu tun bedacht sein, damit es dir wohlergehe und ihr euch sehr vermehrt, wie der Ewige, der Gott deiner Väter, dir verheißen: Ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5090#5. Mose,6,4#4. Höre, Jisraël! Der Ewige ist unser Gott; der Ewige ist Einer.
5091#5. Mose,6,5#5. Und du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deiner ganzen Kraft.
5092#5. Mose,6,6#6. Und es sollen diese Worte, die ich dir heute gebiete, an deinem Herzen sein;
5093#5. Mose,6,7#7. und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und von ihnen reden, wenn du in deinem Haus weilst und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.
5094#5. Mose,6,8#8. Und knüpfe sie zu Wunderzeichen an deine Hand, und sie seien zum Wahrzeichen zwischen deinen Augen;
5095#5. Mose,6,9#9. und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore.
5096#5. Mose,6,10#10. Und es sei, wenn dich der Ewige, dein Gott, in das Land bringt, das dir zu geben er deinen Vätern, Abraham, Jizhak und Jaakob, geschworen - große und schöne Städte, die du nicht gebaut,
5097#5. Mose,6,11#11. und Häuser, voll von allem Guten, die du nicht gefüllt, und ausgehauene Zisternen, die du nicht gehauen, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt - und du dann ißt und satt wirst,
5098#5. Mose,6,12#12. so hüte dich, den Ewigen zu vergessen, der dich aus dem Land Mizraim geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
5099#5. Mose,6,13#13. Den Ewigen, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, und bei seinem Namen sollst du schwören.
5100#5. Mose,6,14#14. Ihr sollt nicht anderen Göttern nachgehn, von den Göttern der Völker rings um euch.
5101#5. Mose,6,15#15. Denn ein eifernder Gott ist der Ewige, dein Gott, in deiner Mitte; daß nicht das Angesicht des Ewigen, deines Gottes, aufflamme wider dich, und er dich vom Erdboden vertilge.
5102#5. Mose,6,16#16. Versucht nicht den Ewigen, euern Gott, wie ihr ihn zu Massa versucht habt.
5103#5. Mose,6,17#17. Wahren sollt ihr die Gebote des Ewigen, eures Gottes, und seine Bezeugungen und Gesetze, die er dir geboten.
5104#5. Mose,6,18#18. Und tu, was recht und gut ist in den Augen des Ewigen, auf daß es dir wohlergehe, und du hinkommst und das schöne Land in Besitz nimmst, das der Ewige deinen Vätern zugeschworen hat,
5105#5. Mose,6,19#19. zu verjagen alle deine Feinde vor dir, wie der Ewige gesprochen.
5106#5. Mose,6,20#20. Wenn dich künftig dein Sohn fragt und spricht: ,Was sollen die Bezeugungen, Gesetze und Rechtsvorschriften, die der Ewige, unser Gott, euch gegeben?'
5107#5. Mose,6,21#21. So sollst du zu deinem Sohn sprechen: ,Knechte waren wir bei Par'o in Mizraim, und der Ewige führte uns aus Mizraim mit starker Hand.
5108#5. Mose,6,22#22. Und der Ewige brachte Zeichen und Wahrbeweise, groß und schlimm, über Mizraim, auf Par'o und sein ganzes Haus, vor unsern Augen.
5109#5. Mose,6,23#23. Uns aber führte er von dort heraus, um uns herzubringen und uns das Land zu geben, das er unsern Vätern zugeschworen.
5110#5. Mose,6,24#24. Da gebot uns der Ewige, alle diese Gesetze zu üben, den Ewigen, unsern Gott, zu fürchten, auf daß es uns wohlergehe allezeit, uns am Leben zu erhalten, wie an diesem Tag.
5111#5. Mose,6,25#25. Und als Tugend wird es uns gelten, wenn wir darauf bedacht sind, dieses ganze Gebot vor dem Ewigen, unserm Gott, zu üben, wie er uns befohlen.'
5112#5. Mose,7,1#1. Wenn der Ewige, dein Gott, dich in das Land bringt, dahin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, und er viele Völker abschüttelt vor dir: Den Hitti, Girgaschi, Emori, Kenaani, Perisi, Hiwwi und Jebusi, sieben Völker, zahlreicher und mächtiger als du,
5113#5. Mose,7,2#2. und der Ewige, dein Gott, sie dir preisgibt, und du sie schlägst, so sollst du sie mit dem Bann belegen; du sollst ihnen keinen Bund schließen und sie nicht begnadigen;
5114#5. Mose,7,3#3. und du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; deine Tochter sollst du nicht seinem Sohn geben und seine Tochter nicht nehmen für deinen Sohn.
5115#5. Mose,7,4#4. Denn er würde deinen Sohn mir abwendig machen, daß sie anderen Göttern dienen; dann würde des Ewigen Angesicht aufflammen wider euch, und er dich bald vertilgen.
5116#5. Mose,7,5#5. Sondern so sollt ihr ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen, ihre Standmale zertrümmern, ihre Weihbäume umhaun und ihre Götzenbilder im Feuer verbrennen.
5117#5. Mose,7,6#6. Denn ein heilig Volk bist du dem Ewigen, deinem Gott, dich hat der Ewige, dein Gott, erwählt, ihm ein Eigenvolk zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.
5118#5. Mose,7,7#7. Nicht weil ihr zahlreicher seid als alle Völker, hat der Ewige euer begehrt und euch erwählt, denn ihr seid die Wenigsten unter allen Völkern;
5119#5. Mose,7,8#8. sondern ob der Liebe des Ewigen zu euch und weil er den Eid hält, den er euren Vätern geschworen, hat der Ewige euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand Par'os, des Königs von Mizraim.
5120#5. Mose,7,9#9. So erkenne denn, daß der Ewige, dein Gott, Gott ist, der treue Gott, der da bewahrt den Bund und die Liebe denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, bis zu tausend Geschlechtern;
5121#5. Mose,7,10#10. der aber bei denen, die ihn hassen, ihm ins Gesicht vergilt, ihn zu vernichten; er wartet dem nicht zu, der ihn haßt - ins Gesicht zahlt ers ihm heim.
5122#5. Mose,7,11#11. So wahre denn das Gebot, die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich dir heute gebiete, sie zu üben.
5123#5. Mose,7,12#12. Und es wird sein: Zur Folge dessen, daß ihr diese Rechtsvorschriften hört und sie wahrt und übt, wird auch der Ewige, dein Gott, dir den Bund und die Liebe wahren, die er deinen Vätern geschworen hat.
5124#5. Mose,7,13#13. Er wird dich lieben und dich segnen und dich mehren, er segnet die Frucht deines Leibes und deines Bodens, dein Korn, deinen Most und deinen Ölsaft, den Schoß deiner Rinder und den Mutterleib deiner Schafe, auf dem Boden, den dir zu geben er deinen Vätern geschworen.
5125#5. Mose,7,14#14. Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern; nicht wird unter dir ein Unfruchtbarer und eine Unfruchtbare sein, noch unter deinem Vieh.
5126#5. Mose,7,15#15. Und fernhalten wird der Ewige von dir jede Krankheit und wird keine der schlimmen Seuchen Mizraims, die du kennst, dir auferlegen, sondern wird sie bringen über alle, die dich hassen.
5127#5. Mose,7,16#16. Du wirst alle die Völker aufzehren, die der Ewige, dein Gott, dir preisgibt. Dein Auge härme sich nicht um sie; ihren Göttern sollst du nicht dienen, denn es wäre dir ein Fallstrick.
5128#5. Mose,7,17#17. Wenn du in deinem Herzen sprechen wirst: ,Zahlreicher sind diese Völker als ich, wie könnte ich sie vertreiben?'
5129#5. Mose,7,18#18. Fürchte nicht vor ihnen! Sei eingedenk dessen, was der Ewige, dein Gott, an Par'o und an ganz Mizraim getan:
5130#5. Mose,7,19#19. Die großen Erprobungen, die deine Augen gesehen, und die Zeichen und Wahrbeweise, die starke Hand und den ausgestreckten Arm, mit denen der Ewige, dein Gott, dich herausgeführt hat: So wird der Ewige, dein Gott, allen den Völkern tun, vor denen du fürchtest.
5131#5. Mose,7,20#20. Und auch die Hornisse wird der Ewige, dein Gott, gegen sie entsenden, bis schwinden, die noch übrig geblieben und die vor dir verborgen sind.
5132#5. Mose,7,21#21. Ängstige dich nicht vor ihnen, denn der Ewige, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott.
5133#5. Mose,7,22#22. Und abschütteln wird der Ewige, dein Gott, diese Völker vor dir, nach und nach; du wirst sie nicht schnell vernichten können, sonst würde sich das Getier des Feldes wider dich mehren.
5134#5. Mose,7,23#23. Preisgeben wird sie dir der Ewige, dein Gott, und sie in große Wirrnis stürzen, bis sie vertilgt sind.
5135#5. Mose,7,24#24. Und er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihren Namen vernichten unter dem Himmel; niemand wird vor dir standhalten, bis du sie vertilgt hast.
5136#5. Mose,7,25#25. Die Bilder ihrer Götter sollt ihr im Feuer verbrennen; du sollst das Silber und das Gold an ihnen nicht begehren und für dich nehmen; du würdest dadurch verstrickt werden; denn ein Greuel ist das dem Ewigen, deinem Gott.
5137#5. Mose,7,26#26. Und du sollst nicht Greuel in dein Haus bringen; du würdest dem Bann verfallen gleich ihm; verabscheuen sollst du es und als Greuel es behandeln, denn Banngut ist es.
5138#5. Mose,8,1#1. Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr zu tun bedacht sein, auf daß ihr lebt und euch mehrt und kommt und das Land in Besitz nehmt, das der Ewige euren Vätern zugeschworen.
5139#5. Mose,8,2#2. Und gedenke des ganzen Weges, den der Ewige, dein Gott, dich in der Wüste geführt hat seit vierzig Jahren, um dich zu demütigen, dich zu erproben, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote wahren wirst oder nicht.
5140#5. Mose,8,3#3. Und er quälte dich und ließ dich hungern und gab dir das Manna zur Speise, das du nicht kanntest und deine Väter nicht kannten, um dich erfahren zu lassen, daß nicht vom Brot allein der Mensch lebt, sondern daß der Mensch von allem lebt, was der Mund des Ewigen hervorbringt.
5141#5. Mose,8,4#4. Dein Kleid zerfiel nicht an dir, und dein Fuß schwoll nicht während dieser vierzig Jahre.
5142#5. Mose,8,5#5. So erkenne es denn in deinem Herzen, daß, wie ein Mann seinen Sohn, der Ewige, dein Gott, dich züchtigt.
5143#5. Mose,8,6#6. Und du sollst die Gebote des Ewigen, deines Gottes, wahren, daß du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.
5144#5. Mose,8,7#7. Denn der Ewige, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land mit Wasserbächen, mit Quellen und Fluten, die in der Ebene und im Gebirge entspringen,
5145#5. Mose,8,8#8. in ein Land des Weizens und der Gerste, des Weins und der Feige und Granate, in ein Land der Ölbeere und des Honigs,
5146#5. Mose,8,9#9. in ein Land, darin du nicht kümmerlich Brot essen wirst, darin dir nichts fehlen wird, in ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus dessen Bergen du Erz haust.
5147#5. Mose,8,10#10. Und du wirst essen und satt werden und den Ewigen, deinen Gott, preisen für das gute Land, das er dir gegeben.
5148#5. Mose,8,11#11. Hüte dich, daß du den Ewigen, deinen Gott, nicht vergißt, so daß du seine Gebote, Rechtsvorschriften und Satzungen, die ich dir heute gebiete, nicht wahrst.
5149#5. Mose,8,12#12. Sonst könnte, wenn du ißt und satt wirst und schöne Häuser baust und bewohnst,
5150#5. Mose,8,13#13. und wenn deine Rinder und Schafe sich mehren, und Gold und Silber sich dir mehren, und alles, was dein ist, sich mehrt,
5151#5. Mose,8,14#14. dein Herz hochmütig werden, und du vergäßest den Ewigen, deinen Gott, der dich aus dem Land Mizraim, aus dem Sklavenhaus, geführt hat,
5152#5. Mose,8,15#15. der dich geleitet hat in der großen und furchtbaren Wüste, wo Brandschlangen und Skorpione sind, wo Dürre und kein Wasser ist, der dir Wasser hervorsprudeln ließ aus dem Kieselfelsen,
5153#5. Mose,8,16#16. der dich in der Wüste mit dem Manna gespeist, das deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und dich zu erproben, um dir am Ende wohlzutun;
5154#5. Mose,8,17#17. und du sprächst in deinem Herzen: ,Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dies Vermögen geschaffen!'
5155#5. Mose,8,18#18. So gedenke des Ewigen, deines Gottes, denn er ist es, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen, auf daß er seinen Bund halte, den er deinen Vätern geschworen, wie jetzt geschieht.
5156#5. Mose,8,19#19. Wenn du aber den Ewigen, deinen Gott, vergißt und andern Göttern nachwandelst und ihnen dienst und dich ihnen niederwirfst: So bezeuge ich es heute gegen euch, daß ihr zugrundegehn werdet.
5157#5. Mose,8,20#20. Wie die Völker, die der Ewige vor euch zugrundegehn läßt, so werdet ihr zugrundegehn; darum, daß ihr nicht hören wollt auf die Stimme des Ewigen, eures Gottes.
5158#5. Mose,9,1#1. Höre, Jisraël, du durchschreitest jetzt den Jarden, um hinzukommen, Völker zu beerben, größer und mächtiger als du, Städte, groß und befestigt bis in den Himmel,
5159#5. Mose,9,2#2. ein Volk, groß und von hohem Wuchs, die Anaksöhne, die du kennst und von denen du gehört hast: ,Wer kann vor den Anaksöhnen standhalten!'
5160#5. Mose,9,3#3. So erkenne denn heute, daß der Ewige, dein Gott, es ist, der vor dir einherzieht als verzehrendes Feuer; er wird sie vertilgen und er sie vor dir niederwerfen, daß du sie rasch vertreiben und vernichten wirst, wie der Ewige dir verheißen hat.
5161#5. Mose,9,4#4. Sprich nicht in deinem Herzen, wenn der Ewige, dein Gott, sie vor dir verjagt: ,Um meiner Rechtlichkeit willen hat mich der Ewige hergebracht, daß ich dieses Land in Besitz nehme!' - da doch wegen ihrer Ruchlosigkeit der Ewige diese Völker vor dir vertreibt.
5162#5. Mose,9,5#5. Nicht um deiner Rechtlichkeit und der Redlichkeit deines Herzens willen kommst du hin, um ihr Land in Besitz zu nehmen, sondern um ihrer Ruchlosigkeit willen vertreibt der Ewige, dein Gott, diese Völker vor dir, und um das Wort zu bewähren, das der Ewige deinen Vätern, Abraham, Jizhak und Jaakob, geschworen.
5163#5. Mose,9,6#6. So erkenne, daß nicht um deiner Rechtlichkeit willen der Ewige, dein Gott, dir dieses gute Land zum Besitz gibt; denn du bist ein steifnackig Volk.
5164#5. Mose,9,7#7. Gedenke, vergiß nicht, wie du den Ewigen, deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast: Von dem Tag an, da du aus dem Land Mizraim gezogen bist, bis ihr an diesen Ort gekommen, seid ihr trotzig gewesen gegen den Ewigen.
5165#5. Mose,9,8#8. Und am Horeb habt ihr den Ewigen erzürnt, und der Ewige ergrimmte gegen euch, euch zu vertilgen.
5166#5. Mose,9,9#9. Als ich auf den Berg gestiegen war, um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der Ewige mit euch geschlossen hatte, da blieb ich auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht und Wasser trank ich nicht -;
5167#5. Mose,9,10#10. und der Ewige gab mir die beiden steinernen Tafeln, beschrieben vom Finger Gottes, und darauf gemäß all den Worten, die der Ewige auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch geredet, am Volksschartag.
5168#5. Mose,9,11#11. Es war aber nach Verlauf von vierzig Tagen und vierzig Nächten, da gab mir der Ewige die beiden steinernen Tafeln, die Bundestafeln,
5169#5. Mose,9,12#12. und der Ewige sprach zu mir: ,Auf, steige schnell von hier hinab! Denn Schlimmes hat das Volk getan, das du aus Mizraim geführt hast; gar schnell sind sie abgegangen von dem Weg, den ich ihnen geboten, sie haben sich ein Gußbild gemacht.'
5170#5. Mose,9,13#13. Da sprach der Ewige zu mir: ,Ich habe dieses Volk gesehen, sieh, es ist ein steifnackig Volk!
5171#5. Mose,9,14#14. Laß ab von mir, daß ich sie vertilge und ihren Namen auslösche unter dem Himmel, dich aber zu einem Volk mache, mächtiger und zahlreicher als sie.'
5172#5. Mose,9,15#15. Da wandte ich mich und stieg vom Berg hinab, der Berg aber brannte im Feuer, und die beiden Tafeln des Bundes waren auf meinen beiden Händen.
5173#5. Mose,9,16#16. Da sah ich: Sieh, ihr hattet gegen den Ewigen, euren Gott, gesündigt, ihr hattet euch ein gegossenes Kalb gemacht; gar schnell wart ihr abgegangen von dem Weg, den der Ewige euch geboten hatte.
5174#5. Mose,9,17#17. Da ergriff ich die beiden Tafeln und schleuderte sie hinab aus meinen beiden Händen und zerbrach sie vor euren Augen.
5175#5. Mose,9,18#18. Dann warf ich mich vor dem Ewigen nieder wie das erste Mal, vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht und Wasser trank ich nicht - wegen all eurer Sünde, die ihr begangen, da ihr getan, was böse ist in den Augen des Ewigen, ihn zu kränken.
5176#5. Mose,9,19#19. Denn mir war bange ob des Zorns und des Grimms, den der Ewige gegen euch hegte, euch zu vertilgen. Und der Ewige hörte auf mich auch dieses Mal.
5177#5. Mose,9,20#20. Auch wider Aharon zürnte der Ewige sehr, ihn zu vertilgen, und ich betete damals auch für Aharon.
5178#5. Mose,9,21#21. Euer Sündenwerk aber, das ihr verfertigt hattet, das Kalb, nahm ich und verbrannte es im Feuer; und ich zerstieß und zermalmte es völlig, bis es zu feinem Staub wurde, und warf seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabfließt.
5179#5. Mose,9,22#22. Auch in Tab'era, in Massa und in Kibrot-ha-Taawa habt ihr den Ewigen erzürnt.
5180#5. Mose,9,23#23. Und als der Ewige euch von Kadesch-Barnea aussandte, indem er sprach: ,Zieht hinauf und nehmt das Land in Besitz, das ich euch gegeben', da trotztet ihr dem Befehl des Ewigen, eures Gottes, und vertrautet ihm nicht und hörtet nicht auf seine Stimme.
5181#5. Mose,9,24#24. Trotzig wart ihr gegen den Ewigen, seit dem Tag, da ich euch kenne.
5182#5. Mose,9,25#25. Da warf ich mich nun vor dem Ewigen nieder, jene vierzig Tage und vierzig Nächte, da ich hingeworfen lag, weil der Ewige gesprochen hatte, euch zu vertilgen,
5183#5. Mose,9,26#26. und ich betete zum Ewigen und sprach: ,O Herr, o Gott, verdirb nicht dein Volk und dein Eigentum, das du erlöst hast in deiner Größe, das du aus Mizraim geführt hast mit starker Hand!
5184#5. Mose,9,27#27. Gedenke es deinen Knechten Abraham, Jizhak und Jaakob; kehre dich nicht an die Steifnackigkeit dieses Volkes, an seinen Frevel und seine Sünde!
5185#5. Mose,9,28#28. Damit man nicht sage in dem Land, aus dem du uns geführt hast: Weil der Ewige es nicht vermocht hat, sie in das Land zu bringen, das er ihnen verheißen, und weil er sie haßte, hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste hinsterben zu lassen!
5186#5. Mose,9,29#29. Und sie sind doch dein Volk und dein Eigentum, das du herausgeführt mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm!'
5187#5. Mose,10,1#1. Zu jener Zeit sprach der Ewige zu mir: ,Hau dir zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten, und steige zu mir auf den Berg; und mache dir eine Lade von Holz.
5188#5. Mose,10,2#2. Und ich will auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerbrochen hast, und du sollst sie in die Lade legen.'
5189#5. Mose,10,3#3. Und ich machte eine Lade aus Akazienholz und haute zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten; dann stieg ich auf den Berg, mit den beiden Tafeln in meiner Hand.
5190#5. Mose,10,4#4. Da schrieb er auf die Tafeln, gleich der ersten Aufschrift, die zehn Worte, die der Ewige auf dem Berg zu euch gesprochen hatte mitten aus dem Feuer am Volksschartag; und der Ewige übergab sie mir.
5191#5. Mose,10,5#5. Dann wandte ich mich und stieg vom Berg hinab, und ich legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht, und sie blieben dort, wie der Ewige mir befohlen.
5192#5. Mose,10,6#6. Und die Kinder Jisraël zogen von den Brunnen der Bene-Jaakan nach Mosera; dort starb Aharon und wurde dort begraben, und El'asar, sein Sohn, wurde Priester an seiner Statt.
5193#5. Mose,10,7#7. Von dort zogen sie nach ha-Gudgod, und von ha-Gudgod nach Jotbata einer Landschaft mit Wasserbächen.
5194#5. Mose,10,8#8. Zu jener Zeit sonderte der Ewige den Stamm Lewi aus, die Bundeslade des Ewigen zu tragen, vor dem Ewigen zu stehen, ihm zu dienen und mit seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.
5195#5. Mose,10,9#9. Darum erhielt Lewi kein Teil und kein Erbe mit seinen Brüdern; der Ewige ist sein Erbe, wie der Ewige, dein Gott, ihm verheißen.
5196#5. Mose,10,10#10. Und ich blieb auf dem Berg so lange wie das erste Mal, vierzig Tage und vierzig Nächte, und der Ewige hörte auf mich auch dieses Mal: Der Ewige wollte dich nicht verderben.
5197#5. Mose,10,11#11. Und der Ewige sprach zu mir: ,Auf, zieh zum Aufbruch vor das Volk, daß sie in das Land kommen und es in Besitz nehmen, das ihnen zu geben ich ihren Vätern zugeschworen.'
5198#5. Mose,10,12#12. Und nun, Jisraël! Was fordert der Ewige, dein Gott, von dir, als daß du den Ewigen, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst, und daß du dem Ewigen, deinem Gott, dienst mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele,
5199#5. Mose,10,13#13. daß du wahrst die Gebote des Ewigen und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, dir zum Heil!
5200#5. Mose,10,14#14. Sieh, des Ewigen, deines Gottes, sind die Himmel und der Himmel Himmel, die Erde und alles, was darauf ist!
5201#5. Mose,10,15#15. Doch nur deiner Väter hatte der Ewige begehrt, daß er sie liebte; und er erwählte ihren Samen nach ihnen, euch, aus allen Völkern, wie jetzt geschehen.
5202#5. Mose,10,16#16. So beschneidet denn den Wildwuchs eures Herzens und steift nicht ferner euren Nacken.
5203#5. Mose,10,17#17. Denn der Ewige, euer Gott, ist Gott der Götter und Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der nicht bevorzugt und nicht Bestechung nimmt;
5204#5. Mose,10,18#18. der Recht schafft der Waise und der Witwe und liebt den Fremdling, ihm Brot und Kleid zu geben.
5205#5. Mose,10,19#19. So liebet den Fremdling; denn Fremdlinge wart ihr im Land Mizraim.
5206#5. Mose,10,20#20. Den Ewigen, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen sollst du schwören.
5207#5. Mose,10,21#21. Er ist dein Ruhm und er dein Gott, der an dir jene großen und furchtbaren Dinge getan, die deine Augen geschaut.
5208#5. Mose,10,22#22. Mit siebzig Seelen sind deine Väter nach Mizraim hinabgezogen, und nun hat der Ewige, dein Gott, dich den Sternen des Himmels gleich gemacht an Menge.
5209#5. Mose,11,1#1. So liebe denn den Ewigen, deinen Gott, und wahre seine Verpflichtung, seine Satzungen, seine Rechtsvorschriften und seine Gebote allezeit.
5210#5. Mose,11,2#2. Erkennt denn heute - denn nicht so ists bei euren Kindern, die die Zucht des Ewigen, eures Gottes, nicht erfahren und nicht gesehen haben - seine Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm,
5211#5. Mose,11,3#3. seine Zeichen und seine Taten, die er inmitten Mizraims ausgeführt an Par'o, dem König von Mizraim, und an seinem ganzen Land,
5212#5. Mose,11,4#4. und was er an dem Heer Mizraims, an seinen Rossen und Wagen getan, da er die Wasser des Schilfmeers über sie hinfluten ließ, als sie euch nachsetzten, und der Ewige sie vernichtete - bis auf diesen Tag,
5213#5. Mose,11,5#5. und was er an euch getan in der Wüste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid,
5214#5. Mose,11,6#6. und was er an Datan und Abiram, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rëubens, getan hat, da die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang samt ihren Häusern und Zelten, sowie allen Wesen in ihrem Gefolge, inmitten von ganz Jisraël! -
5215#5. Mose,11,7#7. sondern eure Augen sind es, die das ganze große Werk des Ewigen gesehen haben, das er vollbracht hat.
5216#5. Mose,11,8#8. So wahrt denn das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, auf daß ihr stark werdet und hinkommt und das Land in Besitz nehmt, dahin ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen,
5217#5. Mose,11,9#9. und auf daß ihr lange lebt auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern, ihnen und ihrem Samen zu geben, geschworen hat, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5218#5. Mose,11,10#10. Denn das Land, dahin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Mizraim, aus dem ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und sie mit dem Fuß bewässertest wie den Krautgarten;
5219#5. Mose,11,11#11. das Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern, vom Regen des Himmels trinkt es Wasser,
5220#5. Mose,11,12#12. ein Land, für das der Ewige, dein Gott, sorgt; ständig sind die Augen des Ewigen, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.
5221#5. Mose,11,13#13. Und es wird sein, wenn ihr hören werdet auf meine Gebote, die ich euch heute gebiete, den Ewigen, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele,
5222#5. Mose,11,14#14. so will ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, Frühguß und Nachregen, und du wirst dein Getreide einbringen, deinen Most und deinen Ölsaft.
5223#5. Mose,11,15#15. Und ich gebe Kraut auf deinem Feld für dein Vieh, und du wirst essen und satt werden.
5224#5. Mose,11,16#16. Hütet euch, daß euer Herz nicht betört werde, und ihr fortgeht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft.
5225#5. Mose,11,17#17. Dann würde des Ewigen Angesicht aufflammen wider euch und er dem Himmel wehren, daß kein Regen ist, und der Boden seinen Ertrag nicht gibt; und ihr würdet rasch dahinschwinden aus dem guten Land, das der Ewige euch gibt.
5226#5. Mose,11,18#18. So legt denn diese meine Worte euch ans Herz und an die Seele; und knüpft sie zur Marke an eure Hand, und sie seien zum Denkzeichen zwischen euren Augen;
5227#5. Mose,11,19#19. und lehrt sie eure Kinder, von ihnen zu reden, wenn du in deinem Haus weilst und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;
5228#5. Mose,11,20#20. und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,
5229#5. Mose,11,21#21. auf daß eure und eurer Kinder Tage sich mehren auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern zugeschworen, ihn ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.
5230#5. Mose,11,22#22. Denn wenn ihr dieses ganze Gebot wahren werdet, das ich euch gebiete, auf daß ihr es übt: Zu lieben den Ewigen, euren Gott, in allen seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen,
5231#5. Mose,11,23#23. dann wird der Ewige alle diese Völker vor euch vertreiben, und ihr werdet Völker beerben, größer und mächtiger als ihr.
5232#5. Mose,11,24#24. Aller Ort, den euer Fußballen betritt, soll euch gehören; von der Wüste und dem Libanon, von dem Strom, dem Strom Perat, bis an das Westmeer, soll euer Gebiet sein.
5233#5. Mose,11,25#25. Niemand wird vor euch standhalten; Schrecken und Furcht vor euch wird der Ewige, euer Gott, auf das ganze Land legen, das ihr betreten werdet, wie er euch verheißen hat.
5234#5. Mose,11,26#26. Sieh, ich lege heute vor euch hin Segen und Fluch:
5235#5. Mose,11,27#27. Den Segen - wenn ihr hört auf die Gebote des Ewigen, eures Gottes, die ich euch heute gebiete;
5236#5. Mose,11,28#28. und den Fluch - wenn ihr nicht hört auf die Gebote des Ewigen, eures Gottes, und von dem Weg abgeht, den ich euch heute gebiete, anderen Göttern nachzuwandeln, die ihr nicht gekannt.
5237#5. Mose,11,29#29. Und es soll sein, wenn dich der Ewige, dein Gott, in das Land bringen wird, dahin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du die Segnung legen auf den Berg Gerisim und die Verfluchung auf den Berg Ebal.
5238#5. Mose,11,30#30. Diese liegen ja jenseits des Jardens hinter dem Weg gegen Sonnenuntergang, im Land des Kenaanäers, der in der Ebene wohnt, nach dem Gilgal zu, bei den Eichen des Weisers-1-. -1) -+More-.++
5239#5. Mose,11,31#31. Denn ihr durchschreitet den Jarden, um zu kommen und das Land in Besitz zu nehmen, das der Ewige, euer Gott, euch gibt, und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.
5240#5. Mose,11,32#32. So seid bedacht, alle die Gesetze und Rechtsvorschriften zu üben, die ich euch heute vorlege.
5241#5. Mose,12,1#1. Dies sind die Gesetze und Rechtsvorschriften, die zu üben ihr bedacht sein sollt in dem Land, das der Ewige, der Gott deiner Väter, dir zum Besitz gibt, alle Tage, die ihr auf Erden lebt!
5242#5. Mose,12,2#2. Austilgen sollt ihr alle Orte, wo die Völker, die ihr beerbt, ihren Göttern gedient haben auf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum.
5243#5. Mose,12,3#3. Und ihr sollt ihre Altäre niederreißen, ihre Standmale zertrümmern, ihre Weihbäume im Feuer verbrennen, ihre Götzenbilder umhauen und ihren Namen vertilgen von jenem Ort.
5244#5. Mose,12,4#4. Nicht sollt ihr so tun dem Ewigen, eurem Gott;
5245#5. Mose,12,5#5. sondern an den Ort, den der Ewige, euer Gott, aus allen euren Stämmen wählen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, an seine Wohnstatt sollt ihr euch wenden, und dorthin sollst du kommen;
5246#5. Mose,12,6#6. und dorthin sollt ihr bringen eure Hochopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und die Hebegabe eurer Hand, eure Gelübde und eure Edelmutsgaben und die Erstlinge eurer Rinder und Schafe.
5247#5. Mose,12,7#7. Und ihr sollt es dort essen vor dem Ewigen, eurem Gott, und euch freuen, ihr und eure Hausleute, an jeglichem Unternehmen eurer Hand, womit der Ewige, dein Gott, dich gesegnet hat.
5248#5. Mose,12,8#8. Ihr dürft nicht tun, wie all das, was wir heute hier tun, ein jeder was recht in seinen Augen.
5249#5. Mose,12,9#9. Denn bis jetzt seid ihr noch nicht zur Ruhstatt und zum Erbbesitz gekommen, die der Ewige, dein Gott, dir gibt.
5250#5. Mose,12,10#10. Habt ihr aber den Jarden durchschritten und wohnt in dem Land, das der Ewige, euer Gott, euch zu eigen gibt, und hat er euch Ruhe verschafft vor allen euren Feinden ringsum, daß ihr sicher wohnt,
5251#5. Mose,12,11#11. dann soll es sein: Der Ort, den der Ewige, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dahin bringt alles, was ich euch befehle: Eure Hochopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und die Hebegabe eurer Hand und alle Gelübde eurer Wahl, die ihr dem Ewigen gelobt.
5252#5. Mose,12,12#12. Und ihr sollt euch freuen vor dem Ewigen, eurem Gott, ihr und eure Söhne und Töchter, eure Knechte und Mägde, und der Lewite, der in euren Toren weilt, denn er hat nicht Anteil und Erbbesitz bei euch.
5253#5. Mose,12,13#13. Hüte dich, daß du deine Hochopfer nicht an jedem Ort darbringst, den du siehst;
5254#5. Mose,12,14#14. sondern an dem Ort, den der Ewige erwählen wird in einem deiner Stämme, dort sollst du deine Hochopfer darbringen, und dort sollst du verrichten alles, was ich dir gebiete.
5255#5. Mose,12,15#15. Jedoch magst du ganz nach deiner Seele Begehren schlachten und Fleisch essen, nach dem Segen des Ewigen, deines Gottes, den er dir beschieden hat, in allen deinen Toren; der Unreine wie der Reine mag es essen, wie die Gazelle und wie den Hirsch.
5256#5. Mose,12,16#16. Nur das Blut dürft ihr nicht essen; auf die Erde sollst du es schütten wie Wasser.
5257#5. Mose,12,17#17. Nicht darfst du in deinen Toren essen: Den Zehnten deines Kornes, deines Mostes und deines Ölsaftes, noch die Erstlinge deiner Rinder und Schafe, wie alle deine Gelübde, die du gelobt hast, deine Edelmutsgaben und die Hebegabe deiner Hand.
5258#5. Mose,12,18#18. Sondern vor dem Ewigen, deinem Gott, sollst du es essen, an dem Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und der Lewite, der in deinen Toren weilt; und du sollst vor dem Ewigen, deinem Gott, dich freuen an jeglichem Unternehmen deiner Hand.
5259#5. Mose,12,19#19. Hüte dich, daß du nicht den Lewiten verläßt, all deine Tage auf deinem Boden.
5260#5. Mose,12,20#20. Wenn der Ewige, dein Gott, dein Gebiet erweitert, wie er dir verheißen hat, und du sprichst: ,Ich möchte Fleisch essen!', denn deine Seele begehrt, Fleisch zu essen, so magst du ganz nach deiner Seele Begehren Fleisch essen.
5261#5. Mose,12,21#21. Wenn der Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählt, seinen Namen dorthin zu setzen, dir zu weit ist, so magst du von deinen Rindern und Schafen, die der Ewige dir gegeben, schlachten, so wie ich dir befohlen habe, und in deinen Toren essen ganz nach deiner Seele Begehren.
5262#5. Mose,12,22#22. Jedoch, wie man die Gazelle und den Hirsch ißt, sollst du es essen, der Unreine und der Reine zugleich dürfen es essen.
5263#5. Mose,12,23#23. Nur bleibe fest, daß du das Blut nicht ißt, denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen.
5264#5. Mose,12,24#24. Du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du es schütten wie Wasser.
5265#5. Mose,12,25#25. Du sollst es nicht essen, auf daß es dir und deinen Kindern nach dir wohlergehe, wenn du tust, was recht ist in den Augen des Ewigen.
5266#5. Mose,12,26#26. Jedoch deine Weihgaben, die du haben wirst, und deine Gelübde sollst du nehmen und so kommen zu dem Ort, den der Ewige erwählen wird.
5267#5. Mose,12,27#27. Da sollst du deine Hochopfer, das Fleisch und das Blut, auf dem Altar des Ewigen, deines Gottes, bereiten, und das Blut deiner Schlachtopfer werde an den Altar des Ewigen, deines Gottes, gegossen, das Fleisch aber darfst du essen.
5268#5. Mose,12,28#28. Sei bedacht und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß es wohlergehe dir und deinen Kindern nach dir auf ewig, wenn du tust, was gut und recht ist in den Augen des Ewigen, deines Gottes.
5269#5. Mose,12,29#29. Wenn der Ewige, dein Gott, die Völker vor dir ausrottet, dahin du kommst, um sie zu beerben, und wenn du sie beerbt hast und in ihrem Land wohnst,
5270#5. Mose,12,30#30. so hüte dich, daß du dich nicht verstricken läßt, ihnen nachzufolgen, nachdem sie vor dir vertilgt worden sind, und daß du dich nicht ihren Göttern zuwendest und sprichst: ,Wie dienten diese Völker ihren Göttern? Ebenso will auch ich tun!'
5271#5. Mose,12,31#31. Nicht darfst du so tun dem Ewigen, deinem Gott; denn alles, was dem Ewigen ein Greuel ist, was er haßt, haben sie ihren Göttern getan; denn sogar ihre Söhne und Töchter verbrennen sie ihren Göttern im Feuer.
5272#5. Mose,13,1#1. Alles das, was ich euch gebiete, sollt ihr zu tun bedacht sein; du sollst nichts hinzufügen und nichts davon mindern.
5273#5. Mose,13,2#2. Wenn in deiner Mitte ein Weissager aufsteht oder einer, der Träume sieht, und er gibt dir ein Zeichen oder einen Wahrbeweis an,
5274#5. Mose,13,3#3. und das Zeichen oder der Wahrbeweis trifft ein, die er dir angesagt hat, da er sprach: ,Wir wollen fremden Göttern nachgehn, die du nicht kennst, und wollen ihnen dienen',
5275#5. Mose,13,4#4. so höre nicht auf die Worte jenes Weissagers oder jenes Traumsehers; denn der Ewige, euer Gott, versucht euch, um zu erkennen, ob ihr den Ewigen, euren Gott, liebt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
5276#5. Mose,13,5#5. Dem Ewigen, eurem Gott, sollt ihr nachwandeln und ihn sollt ihr fürchten, seine Gebote sollt ihr wahren und auf seine Stimme hören, ihm sollt ihr dienen und ihm anhangen.
5277#5. Mose,13,6#6. Jener Weissager aber oder jener Traumseher soll getötet werden, denn er hat Lüge gesprochen über den Ewigen, euren Gott, der euch aus dem Land Mizraim geführt und der dich aus dem Sklavenhaus erlöst hat, um dich fortzulocken von dem Weg, auf dem der Ewige, dein Gott, dir zu wandeln befohlen hat; und du sollst das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5278#5. Mose,13,7#7. Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib deines Schoßes oder dein Freund, der dir ist wie deine Seele, dich heimlich verlockt und spricht: ,Wir wollen gehen und anderen Göttern dienen' - die du nicht kennst, du und deine Väter,
5279#5. Mose,13,8#8. von den Göttern der Völker, die rings um euch wohnen, die dir nah oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum andern,
5280#5. Mose,13,9#9. so sollst du ihm nicht willfahren und nicht auf ihn hören; dein Auge soll sich nicht um ihn härmen, du sollst dich seiner nicht erbarmen und ihn nicht decken,
5281#5. Mose,13,10#10. sondern umbringen sollst du ihn; deine Hand soll zuerst an ihm sein, ihn zu töten, und die Hand des ganzen Volkes danach.
5282#5. Mose,13,11#11. Und du sollst ihn steinigen, daß er stirbt, denn er hat getrachtet, dich abwendig zu machen dem Ewigen, deinem Gott, der dich aus dem Land Mizraim geführt, dem Sklavenhaus.
5283#5. Mose,13,12#12. Und ganz Jisraël soll es hören und sich fürchten, und nicht ferner gleich dieser bösen Sache tun in deiner Mitte.
5284#5. Mose,13,13#13. Wenn du von einer deiner Städte, die der Ewige, dein Gott, dir zu wohnen gibt, sagen hörst:
5285#5. Mose,13,14#14. Es sind ehrlose Männer aus deiner Mitte hervorgetreten und haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet, indem sie sagten: ,Wir wollen gehen und anderen Göttern dienen, die ihr nicht kennt!',
5286#5. Mose,13,15#15. so sollst du nachforschen, untersuchen und genau nachfragen, und siehst du: Es ist wahr, richtig ist die Sache, dieser Greuel ist geschehen in deiner Mitte,
5287#5. Mose,13,16#16. dann sollst du die Bewohner dieser Stadt schlagen, ins Schwert hinein, bannen sie und alles, was in ihr ist, sowie ihr Vieh, ins Schwert hinein.
5288#5. Mose,13,17#17. Alle Beute aus ihr aber sollst du mitten auf ihrem Freiplatz aufhäufen, und dann die Stadt und alle Beute aus ihr im Feuer völlig verbrennen dem Ewigen, deinem Gott, und sie soll ein Schutthaufen sein für immer, nie werde sie wieder aufgebaut.
5289#5. Mose,13,18#18. Und es soll an deiner Hand nichts haften bleiben von dem Banngut, damit der Ewige von seines Antlitzes Glut lasse und dir Barmherzigkeit gewähre und sich deiner erbarme und dich mehre, wie er es deinen Vätern zugeschworen hat,
5290#5. Mose,13,19#19. wenn du auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, hörst, alle seine Gebote zu wahren, die ich dir heute gebiete, zu tun, was recht ist in den Augen des Ewigen, deines Gottes.
5291#5. Mose,14,1#1. Kinder seid ihr des Ewigen, eures Gottes. Ihr sollt euch keine Einschnitte machen und keinen Kahlschnitt zwischen euren Augen anbringen um eines Toten willen.
5292#5. Mose,14,2#2. Denn ein heilig Volk bist du dem Ewigen, deinem Gott, und dich hat der Ewige erwählt, daß du ihm ein eigen Volk seist aus allen Völkern, die auf der Fläche des Erdbodens sind.
5293#5. Mose,14,3#3. Du sollst keinerlei Greuel essen.
5294#5. Mose,14,4#4. Dies ist das Vieh, das ihr essen dürft: Ochs, Schaf und Ziege;
5295#5. Mose,14,5#5. Hirsch, Gazelle und Spießbock, Steinbock, Dischon-Antilope, Steppenrind und Bergziege.
5296#5. Mose,14,6#6. Und alles Vieh, das gespaltene Klauen, und beide Klauen ganz durchgespalten hat und wiederkäuend ist unter dem Vieh, das dürft ihr essen.
5297#5. Mose,14,7#7. Jedoch das dürft ihr nicht essen von den Wiederkäuern und von denen, die ganz durchgespaltene Klauen haben: Das Kamel, den Hasen und den Klippdachs, denn sie sind Wiederkäuer, haben aber keine gespaltene Klaue; unrein seien sie euch;
5298#5. Mose,14,8#8. und das Schwein, denn es hat gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; unrein sei es euch; von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht berühren.
5299#5. Mose,14,9#9. Dies dürft ihr essen von allem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen.
5300#5. Mose,14,10#10. Alles aber, was keine Flossen und Schuppen hat, dürft ihr nicht essen; unrein sei es euch.
5301#5. Mose,14,11#11. Jeden reinen Vogel dürft ihr essen.
5302#5. Mose,14,12#12. Dies aber ist es, was ihr von ihnen nicht essen dürft: Den Adler, den Beinbrecher und den Meeradler,
5303#5. Mose,14,13#13. den Weih, den Habicht, sowie den Geier nach seiner Art;
5304#5. Mose,14,14#14. und jeden Raben nach seiner Art;
5305#5. Mose,14,15#15. den Wüstenstrauß, den Kuckuck, die Möwe und den Falken nach seiner Art;
5306#5. Mose,14,16#16. das Käuzchen, den Uhu und die Nachteule;
5307#5. Mose,14,17#17. den Pelikan, den Aasgeier und den Fischreiher;
5308#5. Mose,14,18#18. den Storch und den Reiher nach seiner Art, den Wiedehopf und die Fledermaus.
5309#5. Mose,14,19#19. Und alles geflügelte Gewimmel, unrein sei es euch; sie dürfen nicht gegessen werden.
5310#5. Mose,14,20#20. Alles reine Geflügel dürft ihr essen.
5311#5. Mose,14,21#21. Ihr sollt keinerlei Aas essen; dem Fremdling, der in deinen Toren ist, magst du es geben, daß er es esse, oder verkaufe es dem Landfremden; denn ein heilig Volk bist du dem Ewigen, deinem Gott. Du sollst nicht kochen ein Böcklein in der Milch seiner Mutter.
5312#5. Mose,14,22#22. Verzehnten sollst du allen Ertrag von deiner Saat, die aufs Feld hinausgegangen, Jahr für Jahr;
5313#5. Mose,14,23#23. und du sollst verzehren vor dem Ewigen, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, dort seinen Namen wohnen zu lassen, den Zehnten deines Korns, deines Mostes und deines Ölsaftes und die Erstlinge deiner Rinder und deiner Schafe, auf daß du lernst, den Ewigen, deinen Gott, zu fürchten alle Zeit.
5314#5. Mose,14,24#24. Wenn dir aber der Weg zu viel ist, so daß du es nicht bringen kannst, weil der Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, seinen Namen dorthin zu setzen, zu entfernt von dir ist, da der Ewige, dein Gott, dich segnen wird,
5315#5. Mose,14,25#25. so magst du es in Geld anlegen und das Geld einbinden in deine Hand und an den Ort gehen, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird.
5316#5. Mose,14,26#26. Dann magst du das Geld anlegen in allem was deine Seele begehrt: In Rindern und Schafen, in Wein und Rauschgetränk, in allem, wonach deine Seele Verlangen hat; und du sollst es dort verzehren vor dem Ewigen, deinem Gott, und dich freuen, du und dein Haus.
5317#5. Mose,14,27#27. Und den Lewiten, der in deinen Toren ist, ihn sollst du nicht verlassen, denn er hat nicht Anteil und Erbbesitz bei dir.
5318#5. Mose,14,28#28. Nach Verlauf von drei Jahren sollst du ausscheiden den ganzen Zehnten deines Ertrags von diesem Jahr und ihn in deinen Toren niederlegen.
5319#5. Mose,14,29#29. Dann soll der Lewite kommen, denn er hat nicht Anteil und Erbbesitz bei dir, und der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind, und sie sollen essen und satt werden, auf daß der Ewige, dein Gott, dich segne in allem Tun deiner Hand, das du unternimmst.
5320#5. Mose,15,1#1. Nach Verlauf von sieben Jahren sollst du Erlassung halten.
5321#5. Mose,15,2#2. Dies aber ist die Sache der Erlassung: Es erlasse jeglicher Schuldherr sein Handlehen, das er bei seinem Nächsten zu beanspruchen hat; er soll seinen Nächsten und seinen Bruder nicht drängen, denn man hat Erlassung ausgerufen dem Ewigen.
5322#5. Mose,15,3#3. Den Landfremden magst du drängen; was du aber bei deinem Bruder hast, das mache deine Hand erlassen.
5323#5. Mose,15,4#4. Nur daß bei dir kein Armer sein wird; denn der Ewige wird dich segnen in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir zum Erbe gibt, es zu besitzen.
5324#5. Mose,15,5#5. Aber nur, wenn du hörst auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, bedacht zu sein, dieses ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, zu üben.
5325#5. Mose,15,6#6. Ja, der Ewige, dein Gott, segnet dich, wie er dir verheißen hat, und du wirst vielen Völkern leihen, du selbst aber wirst nicht entleihen, du wirst über viele Völker herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.
5326#5. Mose,15,7#7. Wenn unter dir ein Armer sein wird, irgendeiner deiner Brüder in einem deiner Tore, in deinem Land, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, so verhärte nicht dein Herz und verschließe nicht deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen;
5327#5. Mose,15,8#8. sondern öffnen sollst du ihm deine Hand und sollst ihm leihen ausreichend für seinen Bedarf, so viel ihm fehlt.
5328#5. Mose,15,9#9. Hüte dich, daß nicht Ruchloses in deinem Herzen sei, zu sprechen: ,Nah ist das siebente Jahr, das Erlaßjahr', daß dein Auge böse blicke auf deinen Bruder, den Elenden, und du ihm nicht gibst; er aber würde über dich zum Ewigen schreien, und es wird Schuld auf dir sein.
5329#5. Mose,15,10#10. Geben sollst du ihm, und es soll dein Herz nicht verdrießen, wenn du ihm gibst; denn um deswillen wird der Ewige, dein Gott, dich segnen in all deinem Tun und in jeglichem Unternehmen deiner Hand.
5330#5. Mose,15,11#11. Denn nicht ausgehn wird der Arme im Land; darum gebiete ich dir und spreche: Öffnen sollst du deine Hand deinem Bruder, deinem Armen und Elenden in deinem Land.
5331#5. Mose,15,12#12. Wenn sich dir verkauft dein Bruder, der Ebräer oder die Ebräerin, so soll er dir sechs Jahre dienen; aber im siebenten Jahr sollst du ihn frei von dir entlassen.
5332#5. Mose,15,13#13. Und wenn du ihn frei von dir entläßt, sollst du ihn nicht leer entlassen;
5333#5. Mose,15,14#14. beladen sollst du ihn mit Geschenken von deinen Schafen und von deiner Tenne und deiner Kelter; von dem, womit der Ewige, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben.
5334#5. Mose,15,15#15. Und du sollst gedenken, daß du Knecht warst im Land Mizraim, und der Ewige, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir heute solches.
5335#5. Mose,15,16#16. Wenn er aber zu dir spricht: ,Ich will nicht von dir gehen', weil er dich und dein Haus liebt, da es ihm wohlergeht bei dir,
5336#5. Mose,15,17#17. so nimm den Pfriemen und ziehe durch sein Ohr und durch die Tür, dann soll er dir für immer Knecht sein; und auch deiner Magd sollst du so tun.
5337#5. Mose,15,18#18. Es soll nicht hart sein in deinen Augen, wenn du ihn frei von dir entlassen mußt, denn nach dem Jahrvertrag der Miete eines Löhners hat er dir gedient, sechs Jahre; und der Ewige, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
5338#5. Mose,15,19#19. Jeden Erstling, der unter deinen Rindern und Schafen geworfen wird, das Männliche, sollst du dem Ewigen, deinem Gott, weihen; du sollst keine Arbeit verrichten mit dem Erstling deines Rindes und nicht scheren den Erstwurf deiner Schafe.
5339#5. Mose,15,20#20. Vor dem Ewigen, deinem Gott, sollst du es essen Jahr für Jahr, an dem Ort, den der Ewige erwählen wird, du und dein Haus.
5340#5. Mose,15,21#21. Wenn aber ein Fehl an ihm ist, es sei lahm oder blind, irgendein böser Schaden, so darfst du es dem Ewigen, deinem Gott, nicht schlachten.
5341#5. Mose,15,22#22. In deinen Toren darfst du es essen, der Unreine und der Reine zugleich, wie die Gazelle und den Hirsch.
5342#5. Mose,15,23#23. Nur sein Blut darfst du nicht essen; auf die Erde sollst du es schütten wie Wasser.
5343#5. Mose,16,1#1. Beachte den Ährenmonat-1-, daß du das Pessah bereitest dem Ewigen, deinem Gott; denn im Ährenmonat hat dich der Ewige, dein Gott, aus Mizraim geführt, des Nachts. -1) -+Abib-.++
5344#5. Mose,16,2#2. Und du sollst dem Ewigen, deinem Gott, das Pessah schlachten, Schafe und Rinder, an dem Ort, den der Ewige erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
5345#5. Mose,16,3#3. Du darfst dabei nicht Gesäuertes essen; sieben Tage sollst du Ungesäuertes dabei essen, Brot des Elends; denn in Hast bist du aus dem Land Mizraim gezogen - auf daß du des Tags gedenkst, an dem du aus dem Land Mizraim zogst, alle Tage deines Lebens.
5346#5. Mose,16,4#4. Und es soll bei dir kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Gebiet, sieben Tage, und es soll nichts von dem Fleisch, das du am Abend, am ersten Tag, schlachtest, über Nacht bleiben bis zum Morgen.
5347#5. Mose,16,5#5. Du kannst das Pessah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der Ewige, dein Gott, dir gibt,
5348#5. Mose,16,6#6. sondern an dem Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dort sollst du das Pessah schlachten, am Abend, wenn die Sonne untergeht, um die Zeit, da du aus Mizraim zogst.
5349#5. Mose,16,7#7. Und du sollst es kochen und essen an dem Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird; am Morgen kannst du dich dann wenden und heimgehn zu deinen Zelten.
5350#5. Mose,16,8#8. Sechs Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am siebten Tag ist eine Festversammlung dem Ewigen, deinem Gott, da sollst du keine Arbeit verrichten.
5351#5. Mose,16,9#9. Sieben Wochen sollst du dir zählen; vom «Anheben der Sichel am Getreidestand» sollst du beginnen, sieben Wochen zu zählen.
5352#5. Mose,16,10#10. Dann sollst du das Wochenfest feiern dem Ewigen, deinem Gott, gemäß der Edelmutsgabe deiner Hand, die du geben magst, je nachdem der Ewige, dein Gott, dich segnen wird.
5353#5. Mose,16,11#11. Und du sollst dich freuen vor dem Ewigen, deinem Gott, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, sowie der Lewite, der in deinen Toren ist, und der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte wohnen, an dem Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
5354#5. Mose,16,12#12. Und du sollst gedenken, daß du Knecht warst in Mizraim; darum sollst du diese Gesetze wahren und üben.
5355#5. Mose,16,13#13. Das Fest der Hütten sollst du dir begehen sieben Tage, wenn du hereinholst von deiner Tenne und deiner Kelter.
5356#5. Mose,16,14#14. Und du sollst dich deines Festes freuen, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, sowie der Lewite und der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind.
5357#5. Mose,16,15#15. Sieben Tage sollst du feiern dem Ewigen, deinem Gott, an dem Ort, den der Ewige erwählen wird; denn der Ewige, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner Hände, daß du ganz in Freuden sein sollst.
5358#5. Mose,16,16#16. Dreimal im Jahr soll all dein Mannsvolk erscheinen vor dem Angesicht des Ewigen, deines Gottes, an dem Ort, den er erwählen wird: Am Fest der ungesäuerten Brote, am Wochenfest und am Fest der Hütten. Man soll aber nicht leer erscheinen vor dem Angesicht des Ewigen;
5359#5. Mose,16,17#17. ein jeder nach dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen des Ewigen, deines Gottes, den er dir gegeben.
5360#5. Mose,16,18#18. Richter und Amtmänner sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der Ewige, dein Gott, dir gibt, nach deinen Stämmen, und sie sollen das Volk richten in gerechtem Gericht.
5361#5. Mose,16,19#19. Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst kein Ansehen kennen und keine Bestechung annehmen; denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verkehrt die Worte der Gerechten.
5362#5. Mose,16,20#20. Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, ihr sollst du nachgehn, auf daß du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt.
5363#5. Mose,16,21#21. Du sollst dir keinen Weihbaum, keinerlei Baum pflanzen neben dem Altar des Ewigen, deines Gottes, den du dir errichten wirst;
5364#5. Mose,16,22#22. und du sollst dir kein Standmal aufrichten, was der Ewige, dein Gott, haßt.
5365#5. Mose,17,1#1. Du sollst dem Ewigen, deinem Gott, nicht schlachten Ochs oder Schaf, an dem ein Fehl, irgendein Übel ist; denn ein Greuel ist es dem Ewigen, deinem Gott.
5366#5. Mose,17,2#2. Wenn wer betroffen wird in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der Ewige, dein Gott, dir gibt, Mann oder Weib, der tut, was böse ist in den Augen des Ewigen, deines Gottes, seinen Bund zu übertreten,
5367#5. Mose,17,3#3. und hingeht und fremden Göttern dient und sich vor ihnen niederwirft, vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe;
5368#5. Mose,17,4#4. und es wird dir berichtet und du vernimmst es, und du hast genau nachgeforscht und siehst, es ist wahr, richtig ist die Sache, geschehen ist dieser Greuel in Jisraël:
5369#5. Mose,17,5#5. So sollst du jenen Mann oder jenes Weib, die dieses Böse getan haben, zu deinen Toren hinausführen, den Mann oder das Weib, und sollst sie steinigen, daß sie sterben.
5370#5. Mose,17,6#6. Auf die Aussage zweier oder dreier Zeugen soll, der sterben soll, getötet werden; er darf nicht getötet werden auf die Aussage eines Zeugen.
5371#5. Mose,17,7#7. Die Hand der Zeugen sei zuerst an ihm, ihn zu töten, und die Hand des ganzen Volkes danach; und so sollst du das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5372#5. Mose,17,8#8. Wenn dir eine Sache zur Entscheidung zu schwierig ist, zwischen Blut und Blut, Recht und Recht, Körperschaden und Körperschaden von Streitsachen in deinen Toren, dann sollst du dich aufmachen und hinaufziehn an den Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird,
5373#5. Mose,17,9#9. und sollst kommen zu den lewitischen Priestern und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird; und du sollst nachfragen, und sie sollen dir den Rechtsspruch verkünden.
5374#5. Mose,17,10#10. Und du sollst tun nach dem Ausspruch, den sie dir verkünden von jenem Ort aus, den der Ewige erwählen wird; und du sollst darauf achten, ganz so zu tun, wie sie dir es weisen werden.
5375#5. Mose,17,11#11. Nach der Weisung, die sie dir weisen, und nach dem Recht, das sie dir künden, sollst du tun; du sollst nicht abgehn von dem Wort, das sie dir verkünden, zur Rechten oder zur Linken.
5376#5. Mose,17,12#12. Der Mann aber, der böswillig handelt, nicht zu hören auf den Priester, der da steht, um dort dem Ewigen, deinem Gott, Dienst zu verrichten, oder auf den Richter, jener Mann soll sterben; und so sollst du das Böse hinwegschaffen aus Jisraël.
5377#5. Mose,17,13#13. Alles Volk aber soll hören und fürchten und nicht ferner böswillig handeln.
5378#5. Mose,17,14#14. Wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, und du es in Besitz nimmst und darin wohnst, und du sprichst: ,Ich will einen König über mich setzen gleich allen Völkern, die rings um mich her sind!',
5379#5. Mose,17,15#15. so sollst du einen König über dich setzen, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird; aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen; du darfst keinen fremden Mann über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.
5380#5. Mose,17,16#16. Nur soll er sich nicht viele Rosse anschaffen, daß er das Volk nicht nach Mizraim zurückführe, um sich viele Rosse zu verschaffen; hat doch der Ewige zu euch gesprochen: ,Ihr sollt nicht wieder auf diesem Weg zurückkehren!'
5381#5. Mose,17,17#17. Auch soll er sich nicht viele Frauen nehmen, auf daß sein Herz sich nicht abwende; und Silber und Gold soll er sich nicht anhäufen in Menge.
5382#5. Mose,17,18#18. Und wenn er nun auf dem Thron seines Königreiches sitzt, schreibe er sich den Vertrag dieser Weisung auf ein Buch ab von den lewitischen Priestern.
5383#5. Mose,17,19#19. Und sie soll bei ihm sein, und er soll darin lesen alle Tage seines Lebens, auf daß er lerne, den Ewigen, seinen Gott, zu fürchten: Zu wahren alle Worte dieser Weisung und diese Gesetze, um sie zu üben;
5384#5. Mose,17,20#20. damit sein Herz sich nicht erhebe über seine Brüder, und er nicht abgehe von dem Gebot zur Rechten oder zur Linken, auf daß er lange bleibe in seinem Königtum, er und seine Söhne inmitten Jisraëls.
5385#5. Mose,18,1#1. Die lewitischen Priester, der ganze Stamm Lewi, sollen nicht Anteil und Erbbesitz bei Jisraël haben; die Feueropfer des Ewigen und sein Erbgut sollen sie genießen,
5386#5. Mose,18,2#2. aber einen Erbbesitz soll er nicht haben unter seinen Brüdern; der Ewige ist sein Erbbesitz, wie er ihm verheißen.
5387#5. Mose,18,3#3. Dies aber ist das Recht der Priester von Seiten des Volkes, von denen, die ein Opfertier schlachten, ob Ochs oder Schaf: Man gebe dem Priester den Bug, die Kinnbacken und den Magen.
5388#5. Mose,18,4#4. Das Erste von deinem Korn, deinem Most und deinem Ölsaft, und das Erste von deiner Schafschur sollst du ihm geben.
5389#5. Mose,18,5#5. Denn ihn hat der Ewige, dein Gott, erwählt aus allen deinen Stämmen, daß er hintrete und im Namen des Ewigen den Dienst verrichte, er und seine Söhne allezeit.
5390#5. Mose,18,6#6. Und wenn der Lewite kommt aus einem deiner Tore, aus ganz Jisraël, wo er sich aufhält, so mag er kommen ganz nach seiner Seele Begehren an den Ort, den der Ewige erwählen wird,
5391#5. Mose,18,7#7. und mag im Namen des Ewigen, seines Gottes, den Dienst verrichten, wie alle seine Brüder, die Lewiten, die dort vor dem Ewigen stehen.
5392#5. Mose,18,8#8. Anteil gleich Anteil sollen sie verzehren - abgesehen von den ihm Ungetreuen - nach den Vaterschaften.
5393#5. Mose,18,9#9. Wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, so lerne nicht zu tun gleich den Greueln jener Völker.
5394#5. Mose,18,10#10. Es soll unter dir keiner gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer führt, Wahrsager oder Wolkendeuter, Verwünscher oder Zauberer,
5395#5. Mose,18,11#11. und kein Geisterbanner, keiner, der Balgredner und Beschwörer befragt, und keiner, der sich an die Toten wendet.
5396#5. Mose,18,12#12. Denn ein Greuel des Ewigen ist jeder, der dies tut, und um dieser Greueltaten willen vertreibt sie der Ewige, dein Gott, vor dir.
5397#5. Mose,18,13#13. Ganz sollst du sein mit dem Ewigen, deinem Gott.
5398#5. Mose,18,14#14. Denn diese Völker, die du beerbst, hören auf Wolkendeuter und Wahrsager; du aber - nicht so hat der Ewige, dein Gott, es dir bestimmt.
5399#5. Mose,18,15#15. Einen Weissager aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, wie ich es bin, wird der Ewige, dein Gott, dir erstehen lassen, auf ihn sollt ihr hören;
5400#5. Mose,18,16#16. ganz wie du es vom Ewigen, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Volksschartag, als du sprachst: ,Ich will die Stimme des Ewigen, meines Gottes, nicht weiter hören und dieses große Feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe.'
5401#5. Mose,18,17#17. Und der Ewige sprach zu mir: ,Recht haben sie in dem, was sie gesprochen.
5402#5. Mose,18,18#18. Einen Weissager werde ich ihnen erstehen lassen aus der Mitte ihrer Brüder, wie du es bist, und ich will ihm meine Worte in den Mund legen, und er soll ihnen alles sagen, was ich ihm befehlen werde.
5403#5. Mose,18,19#19. Der Mann aber, der dann nicht hört auf meine Worte, die er in meinem Namen redet, von dem werde ich Rechenschaft fordern.
5404#5. Mose,18,20#20. Jedoch der Weissager, der böswillig handelt, in meinem Namen ein Wort zu reden, das zu reden ich ihm nicht befohlen, oder der im Namen anderer Götter redet, jener Weissager soll sterben.
5405#5. Mose,18,21#21. Wenn du aber in deinem Herzen sprichst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das der Ewige nicht geredet hat? -
5406#5. Mose,18,22#22. Wenn der Weissager etwas im Namen des Ewigen redet, und es geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist dies das Wort, das der Ewige nicht geredet hat; böswillig hat es der Weissager geredet - fürchte nicht vor ihm!'
5407#5. Mose,19,1#1. Wenn der Ewige, dein Gott, die Völker hinwegtilgt, deren Land der Ewige, dein Gott, dir gibt, und du beerbst sie und wohnst in ihren Städten und in ihren Häusern,
5408#5. Mose,19,2#2. sollst du drei Städte dir aussondern innerhalb deines Landes, das der Ewige, dein Gott, dir zum Besitz gibt.
5409#5. Mose,19,3#3. Richte den Weg aus und dritteile das Gebiet deines Landes, das der Ewige, dein Gott, dir zum Besitz gibt; es soll dazu sein, daß dorthin jeder Totschläger flüchte.
5410#5. Mose,19,4#4. Dies aber ist die Sache mit dem Totschläger, der dorthin flüchtet und am Leben bleibt: Wer seinen Nächsten ohne Absicht erschlägt und ohne daß er ihm feind gewesen seit gestern oder ehegestern;
5411#5. Mose,19,5#5. und wer mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz zu hauen, und seine Hand schwingt aus mit der Axt, um den Baum zu fällen, und das Eisen fällt ab vom Stiel und trifft seinen Nächsten, daß er stirbt - der soll in eine dieser Städte fliehen, und lebenbleiben.
5412#5. Mose,19,6#6. Sonst könnte der Bluträcher dem Mörder nachsetzen, da sein Herz sich erhitzt, und ihn, weil der Weg zu weit ist, einholen und erschlagen, und er ist doch nicht des Todes schuldig, da er ihm nicht feind gewesen seit gestern und ehegestern.
5413#5. Mose,19,7#7. Deshalb befehle ich dir und spreche: Drei Städte sollst du dir aussondern.
5414#5. Mose,19,8#8. Wenn aber der Ewige, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er es deinen Vätern geschworen, und er dir das ganze Land gibt, das er deinen Vätern zu geben verheißen hat,
5415#5. Mose,19,9#9. weil du bedacht bist, dieses ganze Gebot, das ich dir heute gebe, zu üben, zu lieben den Ewigen, deinen Gott, und in seinen Wegen zu wandeln allezeit, so sollst du dir noch drei Städte hinzufügen zu diesen dreien,
5416#5. Mose,19,10#10. daß nicht in deinem Land, das der Ewige, dein Gott, dir zum Erbbesitz gibt, unschuldig Blut vergossen wird und so Blutschuld auf dich kommt.
5417#5. Mose,19,11#11. Wenn aber jemand seinem Nächsten feind ist und ihm auflauert und wider ihn aufsteht und ihn erschlägt, daß er stirbt, und er dann in eine dieser Städte flieht,
5418#5. Mose,19,12#12. so sollen die Ältesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dort holen und ihn in die Hand des Bluträchers geben, daß er sterbe.
5419#5. Mose,19,13#13. Dein Auge härme sich nicht um ihn. Und du sollst unschuldig (vergossenes) Blut aus Jisraël hinwegschaffen, auf daß es dir wohlergehe.
5420#5. Mose,19,14#14. Du sollst nicht verrücken die Grenze deines Nächsten, die die Vorfahren gezogen in deinem Erbbesitz, den du erhältst in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir zum Besitz gibt.
5421#5. Mose,19,15#15. Es soll nicht auftreten ein einzelner Zeuge gegen einen Mann wegen aller Schuld oder aller Sünde, bei allem Vergehen, das er begehen mag; auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll ein Wort gelten.
5422#5. Mose,19,16#16. Wenn ein Zeuge zum Unrecht gegen jemand auftritt, um Lüge gegen ihn auszusagen,
5423#5. Mose,19,17#17. so sollen die beiden Männer, die den Streit haben, vor den Ewigen hintreten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen sein werden.
5424#5. Mose,19,18#18. Und die Richter sollen sorgfältig untersuchen; und wenn sie dann sehen, daß der Zeuge ein lügenhafter Zeuge ist, daß er Lüge ausgesagt hat gegen seinen Bruder,
5425#5. Mose,19,19#19. so sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun getrachtet; und du sollst das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5426#5. Mose,19,20#20. Die Übrigen aber sollen hören und fürchten und ferner nicht mehr solches Böse tun in deiner Mitte.
5427#5. Mose,19,21#21. Und nicht soll dein Auge sich härmen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß!
5428#5. Mose,20,1#1. Wenn du zum Krieg ausziehst gegen deine Feinde und du siehst Rosse und Wagen, Volk, zahlreicher als du, so fürchte nicht vor ihnen; denn der Ewige, dein Gott, ist mit dir, der dich heraufgeführt hat aus dem Land Mizraim.
5429#5. Mose,20,2#2. Und es soll sein, wenn ihr zum Kampf herankommt, dann trete der Priester vor und rede zu dem Volk;
5430#5. Mose,20,3#3. und er spreche zu ihnen: ,Höre, Jisraël! Ihr kommt heute heran zum Kampf gegen eure Feinde; nicht zage euer Herz, fürchtet nicht und bangt nicht und schreckt nicht vor ihnen;
5431#5. Mose,20,4#4. denn der Ewige, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch zu streiten gegen eure Feinde, euch zu helfen.'
5432#5. Mose,20,5#5. Und die Hauptleute sollen zum Volk reden und sprechen: ,Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und es nicht eingeweiht hat? Er gehe und kehre zurück in sein Haus, daß er nicht im Krieg sterbe, und ein andrer Mann es einweihe.
5433#5. Mose,20,6#6. Und wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und seinen Anbruch nicht gefeiert hat? Er gehe und kehre zurück in sein Haus, daß er nicht im Krieg sterbe, und ein andrer Mann ihn anbreche.
5434#5. Mose,20,7#7. Und wer ist der Mann, der ein Weib sich verlobt und sie nicht heimgeführt hat? Er gehe und kehre zurück in sein Haus, daß er nicht im Krieg sterbe, und ein andrer Mann sie heimführe.'
5435#5. Mose,20,8#8. Und weiter sollen die Hauptleute zu dem Volk reden und sprechen: ,Wer ist der Mann, der furchtsam und zagen Herzens ist? Er gehe und kehre zurück in sein Haus, daß nicht das Herz seiner Brüder dahinschmelze wie sein Herz!'
5436#5. Mose,20,9#9. Wenn nun die Hauptleute ihre Rede an das Volk beendet haben, soll man Truppenführer an die Spitze des Volkes bestellen.
5437#5. Mose,20,10#10. Wenn du einer Stadt nahst, um sie zu bekriegen, so sollst du sie anrufen zum Frieden.
5438#5. Mose,20,11#11. Und es sei, wenn sie dir friedlich antwortet und dir öffnet, so soll das Volk, das sich in ihr findet, dir fronpflichtig sein und dir dienen.
5439#5. Mose,20,12#12. Wenn sie aber nicht Frieden mit dir schließt und Krieg mit dir führt, und du sie belagerst,
5440#5. Mose,20,13#13. und der Ewige, dein Gott, sie in deine Hand gibt, so sollst du all ihr Mannsvolk schlagen, ins Schwert hinein.
5441#5. Mose,20,14#14. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und was sonst in der Stadt ist, alle ihre Beute magst du für dich plündern und verzehren die Beute von deinen Feinden, die der Ewige, dein Gott, dir gegeben hat.
5442#5. Mose,20,15#15. So sollst du tun allen den Städten, die weit entfernt von dir sind, die nicht zu den Städten dieser Völker gehören.
5443#5. Mose,20,16#16. Jedoch aus den Städten dieser Völker, die der Ewige, dein Gott, dir zum Erbbesitz gibt, sollst du keine Seele am Leben lassen,
5444#5. Mose,20,17#17. sondern bannen sollst du sie: Den Hitti, den Emori, den Kenaani, den Perisi, den Hiwwi und Jebusi, wie der Ewige, dein Gott, dir befohlen hat,
5445#5. Mose,20,18#18. damit sie euch nicht lehren, zu tun gleich all ihren Greueltaten, die sie ihren Göttern gegenüber geübt, und ihr so sündigt gegen den Ewigen, euren Gott.
5446#5. Mose,20,19#19. Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst, um sie zu bekriegen, sie einzunehmen, so sollst du ihr Gehölz nicht zerstören, indem du die Axt gegen sie schwingst; denn davon kannst du essen und sollst es nicht umhauen. Denn ist der Baum des Feldes ein Mensch, daß er vor dir in Belagerung komme?
5447#5. Mose,20,20#20. Nur einen Baum, von dem du weißt, daß er kein Fruchtbaum ist, den darfst du zerstören und umhauen, um Belagerungswerke zu bauen gegen die Stadt, die mit dir Krieg führt, bis sie gefallen ist.
5448#5. Mose,21,1#1. Wenn in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir zum Besitz gibt, ein Erschlagener gefunden wird, der auf dem Feld liegt, ohne daß man weiß, wer ihn erschlagen hat,
5449#5. Mose,21,2#2. so sollen deine Ältesten und Richter hinausgehn und abmessen nach den Städten hin, die rings um den Erschlagenen gelegen sind.
5450#5. Mose,21,3#3. Die Stadt nun, die die nächste zu dem Erschlagenen ist, deren Älteste sollen eine junge Kuh nehmen, die noch nicht zur Arbeit gebraucht worden ist, die noch kein Joch auf sich genommen hat.
5451#5. Mose,21,4#4. Und die Ältesten jener Stadt sollen die Jungkuh in einen Urgrund hinabführen, der nicht beackert und nicht besät ward, und sollen dort in dem Talgrund der Jungkuh das Genick brechen.
5452#5. Mose,21,5#5. Dann sollen die Priester, die Söhne Lewis, hinzutreten, denn sie hat der Ewige, dein Gott, auserwählt, daß sie seinen Dienst verrichten und im Namen des Ewigen segnen, und nach ihrem Ausspruch gehe jede Streitsache und jeder Schaden.
5453#5. Mose,21,6#6. Und alle Ältesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten sind, sollen ihre Hände waschen über der Jungkuh, der in dem Talgrund das Genick gebrochen wurde,
5454#5. Mose,21,7#7. und sie sollen anheben und sprechen: ,Unsre Hände haben dieses Blut nicht vergossen und unsre Augen haben es nicht gesehen.
5455#5. Mose,21,8#8. Gewähre Sühne deinem Volk Jisraël, das du, o Ewiger, erlöst hast, und laß nicht unschuldig Blut sein inmitten deines Volkes Jisraël!' Und so wird ihnen das Blut gesühnt werden.
5456#5. Mose,21,9#9. Du aber sollst das unschuldige Blut hinwegschaffen aus deiner Mitte; denn du sollst tun, was recht ist in den Augen des Ewigen.
5457#5. Mose,21,10#10. Wenn du zum Krieg ausziehst gegen deine Feinde, und der Ewige, dein Gott, gibt ihn in deine Hand und du machst bei ihm Gefangene,
5458#5. Mose,21,11#11. und du erblickst unter den Gefangenen ein Weib von schöner Gestalt und begehrst sie und nimmst sie dir zum Weib,
5459#5. Mose,21,12#12. und bringst sie in dein Haus, so soll sie sich das Haupt scheren und die Nägel zurechtmachen.
5460#5. Mose,21,13#13. Dann soll sie das Gewand ihrer Gefangenschaft von sich ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und ihre Mutter beweinen, einen Monat lang; hernach erst darfst du zu ihr eingehn und sie ehelichen, daß sie dir zum Weib wird.
5461#5. Mose,21,14#14. Wenn du aber dann kein Gefallen an ihr findest, so laß sie ziehen nach ihrem Willen; verkaufen aber darfst du sie nicht für Geld; du darfst sie nicht gewalttätig behandeln, da du sie geschwächt hast.
5462#5. Mose,21,15#15. Wenn ein Mann zwei Frauen hat, die eine geliebt, die andere gehaßt, und sie haben ihm Söhne geboren, die Geliebte wie die Gehaßte, aber der erstgeborene Sohn ist von der Gehaßten,
5463#5. Mose,21,16#16. so darf er am Tag, da er seine Söhne in den Besitz dessen, was ihm gehört, einsetzt, nicht dem Sohn der Geliebten das Erstgeburtsrecht verleihen vor dem Sohn der Gehaßten, dem Erstgeborenen;
5464#5. Mose,21,17#17. sondern den Erstgeborenen, den Sohn der Gehaßten, muß er anerkennen, ihm zwei Anteile zu geben an allem, was sich bei ihm findet; denn er ist das Erste seiner Kraft, sein ist das Recht der Erstgeburt.
5465#5. Mose,21,18#18. Wenn ein Mann einen aufsässigen und trotzigen Sohn hat, der nicht hört auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter, und sie haben ihn gezüchtigt und er gehorcht ihnen nicht,
5466#5. Mose,21,19#19. so sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn zu den Ältesten seiner Stadt, zum Tor seines Ortes, hinausführen
5467#5. Mose,21,20#20. und sollen sprechen zu den Ältesten seiner Stadt: ,Dieser unser Sohn ist aufsässig und trotzig, er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Säufer.'
5468#5. Mose,21,21#21. Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, daß er sterbe; so sollst du das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte, und ganz Jisraël soll es hören und sich fürchten.
5469#5. Mose,21,22#22. Und wenn an einem Mann todsträfliche Sünde ist, und er wird getötet, und du hängst ihn an einen Baum,
5470#5. Mose,21,23#23. so sollst du seinen Leichnam nicht über Nacht am Baum lassen, sondern begraben sollst du ihn an jenem Tag, denn eine Beleidigung der Gottesseele ist ein Gehängter, und du sollst deinen Boden nicht verunreinigen, den der Ewige, dein Gott, dir zum Besitz gibt.
5471#5. Mose,22,1#1. Du sollst nicht sehen, wie der Ochs deines Bruders oder sein Schaf sich verlaufen, und dich ihnen entziehen; zurückbringen sollst du sie deinem Bruder.
5472#5. Mose,22,2#2. Wenn aber dein Bruder nicht nah bei dir wohnt, oder du ihn nicht kennst, so sollst du es in dein Haus aufnehmen, daß es bei dir bleibt, bis dein Bruder es sucht, dann sollst du es ihm zurückgeben.
5473#5. Mose,22,3#3. Ebenso sollst du tun mit seinem Esel, ebenso sollst du tun mit seinem Gewand, und so sollst du tun mit allem, was dein Bruder verloren hat und du gefunden hast; du darfst dich nicht entziehen.
5474#5. Mose,22,4#4. Du sollst nicht sehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Ochs auf dem Weg stürzen, und dich ihnen entziehen, sondern aufrichten sollst du sie mit ihm.
5475#5. Mose,22,5#5. Männertracht soll nicht sein an einem Weib, und ein Mann nicht Frauengewand anziehn; denn ein Greuel dem Ewigen, deinem Gott, ist jeder, der solches tut.
5476#5. Mose,22,6#6. Wenn sich vor dir ein Vogelnest auf dem Weg trifft, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, mit Küchlein oder Eiern, und die Mutter sitzt auf den Küchlein oder auf den Eiern, nimm nicht die Mutter samt den Jungen!
5477#5. Mose,22,7#7. Freilassen sollst du die Mutter, und die Jungen magst du dir nehmen, auf daß es dir wohlergehe und du lange lebst.
5478#5. Mose,22,8#8. Wenn du ein neues Haus baust, so sollst du eine Schutzwehr um dein Dach machen, daß du nicht Blutschuld auf dein Haus bringst, wenn jemand von ihm herabfällt.
5479#5. Mose,22,9#9. Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei besäen, sonst würde das Abgefüllte geheiligt: Die Saat, die du säst, wie auch der Ertrag des Weinbergs.
5480#5. Mose,22,10#10. Du sollst nicht pflügen mit Rind und Esel zusammen.
5481#5. Mose,22,11#11. Du sollst dich nicht kleiden mit Mengzeug, Wolle und Flachs zusammen.
5482#5. Mose,22,12#12. Schnüre sollst du dir machen an die vier Ecken deines Gewandes, mit dem du dich bedeckst.
5483#5. Mose,22,13#13. Wenn ein Mann ein Weib nimmt und zu ihr eingeht, und er sie dann haßt,
5484#5. Mose,22,14#14. und er legt ihr anstößige Dinge zur Last und bringt einen üblen Ruf über sie aus und spricht: ,Dieses Weib habe ich genommen, und als ich ihr nahte, da fand ich keine Jungfrauschaft an ihr!',
5485#5. Mose,22,15#15. dann sollen Vater und Mutter des Mädchens die Beweise der Jungfrauschaft des Mädchens nehmen und zu den Ältesten der Stadt ins Tor hinausbringen.
5486#5. Mose,22,16#16. Und der Vater des Mädchens soll zu den Ältesten sprechen: ,Meine Tochter habe ich diesem Mann zum Weib gegeben, und nun haßt er sie;
5487#5. Mose,22,17#17. und sieh, da legt er ihr anstößige Dinge zur Last und spricht: Ich habe bei deiner Tochter keine Jungfrauschaft gefunden! Dies aber sind die Beweise der Jungfrauschaft meiner Tochter.' Und sie sollen das Tuch ausbreiten vor den Ältesten der Stadt.
5488#5. Mose,22,18#18. Dann sollen die Ältesten jener Stadt den Mann nehmen und ihn züchtigen.
5489#5. Mose,22,19#19. Und sie sollen ihn büßen um hundert Silberstücke und sie dem Vater des Mädchens geben, weil er einen üblen Ruf ausgebracht hat über eine Jungfrau Jisraëls; ihm aber verbleibe sie zum Weib, er kann sie nicht fortschicken sein Leben lang.
5490#5. Mose,22,20#20. Wenn aber diese Sache wahr ist, es sind keine Beweise der Jungfrauschaft bei dem Mädchen gefunden worden,
5491#5. Mose,22,21#21. dann soll man das Mädchen an die Tür ihres Vaterhauses hinausführen, und die Leute ihrer Stadt sollen sie steinigen, daß sie stirbt, denn eine Schandtat hat sie verübt in Jisraël, Unzucht zu treiben im Haus ihres Vaters; so sollst du das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5492#5. Mose,22,22#22. Wenn ein Mann betroffen wird, wie er einem Weib beiliegt, das einem Gatten angehört, dann sollen sie beide zumal sterben: Der Mann, der dem Weib beigelegen hat, und das Weib; so sollst du das Böse hinwegschaffen aus Jisraël.
5493#5. Mose,22,23#23. Wenn ein jungfräuliches Mädchen einem Mann verlobt ist, und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt ihr bei,
5494#5. Mose,22,24#24. dann sollt ihr beide hinausbringen ans Tor jener Stadt und sie steinigen, daß sie sterben: Das Mädchen, weil es nicht geschrien hat in der Stadt, und der Mann, weil er dem Weib seines Nächsten Gewalt angetan hat; so sollst du das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5495#5. Mose,22,25#25. Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf dem Feld trifft, und der Mann packt sie und liegt ihr bei, dann soll der Mann, der ihr beigelegen, allein sterben.
5496#5. Mose,22,26#26. Dem Mädchen aber sollst du nichts tun, das Mädchen hat keine Todessünde; denn wie ein Mann gegen seinen Nächsten aufsteht und ihn mordet, so ist diese Sache.
5497#5. Mose,22,27#27. Denn auf dem Feld hat er sie getroffen; geschrien hat das verlobte Mädchen, aber es war kein Helfer für sie da.
5498#5. Mose,22,28#28. Wenn jemand ein jungfräuliches Mädchen trifft, das nicht verlobt ist, und er ergreift sie und liegt ihr bei, und sie wird dabei betroffen,
5499#5. Mose,22,29#29. dann soll der Mann, der ihr beigelegen, dem Vater des Mädchens fünfzig Silberstücke geben; ihm aber verbleibe sie zum Weib dafür, daß er sie geschwächt hat, er darf sie nicht fortschicken sein Leben lang.
5500#5. Mose,23,1#1. Ein Mann soll nicht nehmen das Weib seines Vaters, und er soll nicht heben den Kleidzipfel seines Vaters.
5501#5. Mose,23,2#2. Es soll kein durch Zerquetschung Verwundeter noch ein am Glied Verstümmelter in die Volksschar des Ewigen kommen.
5502#5. Mose,23,3#3. Es soll kein Unreingeborener kommen in die Volksschar des Ewigen, auch das zehnte Geschlecht von ihm soll nicht in die Volksschar des Ewigen kommen.
5503#5. Mose,23,4#4. Es soll kein Ammoniter und Moabiter in die Volksschar des Ewigen kommen, auch das zehnte Geschlecht von ihnen soll nicht kommen in die Volksschar des Ewigen, auf ewig;
5504#5. Mose,23,5#5. um deswillen, daß sie euch nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen sind auf dem Weg, als ihr aus Mizraim zogt, und daß man gegen dich Bil'am, den Sohn Beors, aus Petor in Aram-Naharaim gedungen hat, dich zu verfluchen.
5505#5. Mose,23,6#6. Aber der Ewige, dein Gott, wollte nicht auf Bil'am hören, und der Ewige, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen, weil der Ewige, dein Gott, dich liebte.
5506#5. Mose,23,7#7. Du sollst ihr Heil und Wohl nicht suchen alle deine Tage, auf ewig.
5507#5. Mose,23,8#8. Du sollst den Edomiter nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder; du sollst den Mizräer nicht verabscheuen, denn ein Fremdling warst du in seinem Land.
5508#5. Mose,23,9#9. Kinder, die ihnen geboren werden, das dritte Geschlecht, darf von ihnen in die Volksschar des Ewigen kommen.
5509#5. Mose,23,10#10. Wenn du in ein Lager ausrückst gegen deine Feinde, so hüte dich vor allem Bösen.
5510#5. Mose,23,11#11. Wenn unter dir ein Mann ist, der nicht rein ist, durch nächtliches Begegnis, so soll er außerhalb des Lagers hinausgehn; er darf nicht ins Lager kommen.
5511#5. Mose,23,12#12. Gegen Abend soll er sich dann im Wasser baden, und bei Sonnenuntergang darf er in das Lager kommen.
5512#5. Mose,23,13#13. Und einen Platz sollst du haben außerhalb des Lagers, dahin sollst du hinausgehn.
5513#5. Mose,23,14#14. Und einen Spaten sollst du haben bei deinem Gerät; wenn du dich nun draußen hinsetzt, sollst du damit eine Grube machen und deinen Unrat wieder zudecken.
5514#5. Mose,23,15#15. Denn der Ewige, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, dich zu retten und deine Feinde dir preiszugeben; darum soll dein Lager heilig sein, daß er keine Blöße an dir sehe und sich von dir abkehre.
5515#5. Mose,23,16#16. Du sollst einen Knecht nicht ausliefern an seinen Herrn, da er sich von seinem Herrn zu dir rettet.
5516#5. Mose,23,17#17. Bei dir soll er wohnen, in deiner Mitte, an dem Ort, den er wählt, in einem deiner Tore, wo es ihm gut dünkt; du sollst ihn nicht bedrücken.
5517#5. Mose,23,18#18. Es soll keine Weihdirne geben unter den Töchtern Jisraëls, und es soll kein Weihbuhle sein unter den Kindern Jisraël.
5518#5. Mose,23,19#19. Du sollst nicht Buhlerinnenlohn und das Mietgeld eines Hündischen bringen in das Haus des Ewigen, deines Gottes, zu allem Gelübde; denn ein Greuel dem Ewigen, deinem Gott, sind sie beide zumal.
5519#5. Mose,23,20#20. Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, keinen Zins an Geld, Zins an Speise, Zins an irgend etwas, das Zins frißt.
5520#5. Mose,23,21#21. Dem Fremden magst du Zins auferlegen, deinem Bruder aber darfst du nicht Zins auferlegen, auf daß der Ewige, dein Gott, dich segne in jeglichem Unternehmen deiner Hand, in dem Land, dahin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
5521#5. Mose,23,22#22. Wenn du ein Gelübde tust dem Ewigen, deinem Gott, so säume nicht, es zu erfüllen; denn einfordern wird es der Ewige, dein Gott, von dir, und an dir würde Sünde sein.
5522#5. Mose,23,23#23. Wenn du aber unterläßt, ein Gelübde zu tun, so wird keine Sünde an dir sein.
5523#5. Mose,23,24#24. Den Ausspruch deiner Lippen sollst du wahren und ausführen, wie du dem Ewigen, deinem Gott, gelobt hast, die Edelmutsgabe, die du mit deinem Mund ausgesprochen.
5524#5. Mose,23,25#25. Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, magst du Beeren essen, so viel du Lust hast, bis du satt bist; aber in dein Gerät darfst du nichts tun.
5525#5. Mose,23,26#26. Wenn du in den Getreidestand deines Nächsten kommst, magst du Ähren pflücken mit deiner Hand; die Sichel aber darfst du nicht schwingen über das Getreide deines Nächsten.
5526#5. Mose,24,1#1. Wenn ein Mann ein Weib nimmt und sie ehelicht, und wenn sie nun nicht Gunst findet in seinen Augen, weil er eine Blöße an ihr gefunden, und er schreibt ihr einen Scheidebrief und gibt ihn in ihre Hand und entläßt sie aus seinem Haus,
5527#5. Mose,24,2#2. und sie hat sein Haus verlassen und ist hingegangen und eines andern Mannes geworden,
5528#5. Mose,24,3#3. und es haßt sie der spätere Mann und schreibt ihr einen Scheidebrief, gibt ihn in ihre Hand und entläßt sie aus seinem Haus, oder es stirbt der spätere Mann, der sie sich zum Weib genommen:
5529#5. Mose,24,4#4. So kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wiederum nehmen, daß sie sein Weib wird, nachdem sie verunreinigt worden ist; denn ein Greuel ist das vor dem Ewigen, und du sollst das Land nicht in Sünde bringen, das der Ewige, dein Gott, dir zum Erbbesitz gibt.
5530#5. Mose,24,5#5. Wenn ein Mann ein neues Weib genommen hat, so soll er nicht mit dem Heer ausziehn, und es soll ihm keinerlei Ding obliegen; frei sein soll er für sein Haus ein Jahr lang, daß er sein Weib erfreue, das er genommen.
5531#5. Mose,24,6#6. Man soll nicht pfänden Mühle und Mahlstein, denn das Leben pfändet der.
5532#5. Mose,24,7#7. Wenn ein Mann betroffen wird, der einen Menschen von seinen Brüdern, von den Kindern Jisraëls, stiehlt, und er hat ihn geknechtet und verkauft, so soll jener Dieb sterben; so sollst du das Böse hinwegschaffen aus deiner Mitte.
5533#5. Mose,24,8#8. Nimm dich in Acht beim Aussatzschaden, sorgfältig bedacht zu sein und zu tun nach allem, was euch die lewitischen Priester anweisen; wie ich es ihnen geboten, sollt ihr bedacht sein zu tun.
5534#5. Mose,24,9#9. Gedenke, was der Ewige, dein Gott, an Mirjam getan auf dem Weg, als ihr aus Mizraim zogt.
5535#5. Mose,24,10#10. Wenn du bei deinem Nächsten irgendein Darlehen hast, sollst du nicht in sein Haus kommen, um ihm sein Pfand abzunehmen.
5536#5. Mose,24,11#11. Draußen sollst du stehen bleiben, und der Mann, bei dem du ein Lehen hast, soll das Pfand zu dir hinausbringen.
5537#5. Mose,24,12#12. Und wenn er ein armer Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem Pfand niederlegen;
5538#5. Mose,24,13#13. zurückgeben sollst du ihm das Pfand, wenn die Sonne untergeht, daß er sich in seinem Tuch niederlege und dich segne; dir aber wird es als Tugend gelten vor dem Ewigen, deinem Gott.
5539#5. Mose,24,14#14. Du sollst einem Mietling, einem armen und elenden, (den Lohn) nicht vorenthalten, von deinen Brüdern oder von deinem Fremdling, der in deinem Land, in deinen Toren, ist.
5540#5. Mose,24,15#15. An demselben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und es soll nicht die Sonne darüber untergehn, denn er ist arm, und darauf richtet er seine Seele; daß er nicht über dich zum Ewigen schreie, und Sünde an dir sei.
5541#5. Mose,24,16#16. Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen, und nicht Kinder um der Väter willen; ein jeder für seine Sünde sollen sie getötet werden.
5542#5. Mose,24,17#17. Du sollst das Recht eines Fremdlings, einer Waise nicht beugen und nicht pfänden das Kleid einer Witwe.
5543#5. Mose,24,18#18. Und gedenke, daß du Knecht warst in Mizraim, und daß der Ewige, dein Gott, dich von dort befreit hat; darum gebiete ich dir, dies zu tun.
5544#5. Mose,24,19#19. Wenn du deinen Schnitt schneidest auf deinem Feld, und du vergißt eine Garbe auf dem Feld, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen; dem Fremdling, der Waise und der Witwe soll sie bleiben, auf daß der Ewige, dein Gott, dich segne in allem Werk deiner Hände.
5545#5. Mose,24,20#20. Wenn du deinen Ölbaum abklopfst, sollst du nicht nachher die Zweige absuchen; dem Fremdling, der Waise und der Witwe soll es bleiben.
5546#5. Mose,24,21#21. Wenn du Lese hältst in deinem Weinberg, so sollst du keine Nachlese halten; dem Fremdling, der Waise und der Witwe soll es bleiben.
5547#5. Mose,24,22#22. Und gedenke, daß du Knecht warst im Land Mizraim; darum gebiete ich dir, dies zu tun.
5548#5. Mose,25,1#1. Wenn zwischen Männern Streit entsteht, und sie treten vor das Gericht, und man spricht ihnen Recht und gibt dem Gerechten Recht und dem Schuldigen Unrecht,
5549#5. Mose,25,2#2. so soll, wenn der Schuldige mit Schlägen zu strafen ist, der Richter ihn hinlegen und in seiner Gegenwart schlagen lassen, seiner Schuld entsprechend, in (bestimmter) Zahl,
5550#5. Mose,25,3#3. vierzig Schläge soll er ihm geben, nicht mehr, damit nicht dein Bruder, wenn er ihm darüber hinaus noch mehr Schläge gibt, vor deinen Augen entwürdigt wird.
5551#5. Mose,25,4#4. Du sollst einem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt.
5552#5. Mose,25,5#5. Wenn Brüder beisammen wohnen und es stirbt einer von ihnen, und einen Sohn hat er nicht, so soll das Weib des Verstorbenen nicht auswärts, eines fremden Mannes Weib, werden; ihr Schwager soll zu ihr kommen und sie sich zum Weib nehmen und die Schwagerpflicht an ihr üben.
5553#5. Mose,25,6#6. Und der Erstgeborene, den sie dann gebärt, soll auf den Namen seines verstorbenen Bruders eintreten, damit dessen Name nicht ausgelöscht wird aus Jisraël.
5554#5. Mose,25,7#7. Wenn aber der Mann seine Schwägerin nicht nehmen will, so soll seine Schwägerin zum Tor hinaufgehn zu den Ältesten und soll sprechen: ,Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder Namen in Jisraël zu erhalten; er will die Schwagerpflicht an mir nicht üben.'
5555#5. Mose,25,8#8. Dann sollen die Ältesten seiner Stadt ihn rufen lassen und mit ihm reden, und wenn er dann aufsteht und spricht: ,Ich will sie nicht nehmen',
5556#5. Mose,25,9#9. so trete seine Schwägerin an ihn heran vor den Augen der Ältesten und ziehe ihm den Schuh von seinem Fuß ab und speie vor ihm aus; dann soll sie anheben und sprechen: ,So geschehe dem Mann, der nicht erbauen will seines Bruders Haus!'
5557#5. Mose,25,10#10. Und sein Name werde in Jisraël genannt: Das Haus des Entschuhten.
5558#5. Mose,25,11#11. Wenn Männer miteinander raufen, der eine mit dem andern, und es kommt das Weib des einen hinzu, um ihren Mann zu retten aus der Hand dessen, der ihn schlägt, und sie streckt ihre Hand aus und greift an seine Schamteile,
5559#5. Mose,25,12#12. so sollst du ihr die Hand abhauen; nicht härme sich dein Auge.
5560#5. Mose,25,13#13. Du sollst in deinem Beutel nicht zweierlei Gewichtssteine haben, größer und kleiner.
5561#5. Mose,25,14#14. Du sollst in deinem Haus nicht zweierlei Efa-Maß haben, größer und kleiner.
5562#5. Mose,25,15#15. Volle und richtige Gewichtssteine sollst du haben, volles und richtiges Efa-Maß sollst du haben, auf daß du lange lebst auf dem Boden, den der Ewige, dein Gott, dir gibt.
5563#5. Mose,25,16#16. Denn ein Greuel des Ewigen, deines Gottes, ist jeder, der solches tut, jeder, der Unrecht tut.
5564#5. Mose,25,17#17. Gedenke, was dir Amalek getan auf dem Weg, als ihr aus Mizraim zogt:
5565#5. Mose,25,18#18. Wie er dir auf dem Weg entgegentrat und alle deine ermatteten Nachzügler abfing, während du matt und müde warst, und Gott nicht fürchtete.
5566#5. Mose,25,19#19. Und wenn nun der Ewige, dein Gott, dir Ruhe gewährt vor allen deinen Feinden ringsum, in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir als Erbe zum Besitz gibt, dann sollst du das Andenken Amaleks auslöschen unter dem Himmel - vergiß es nicht!
5567#5. Mose,26,1#1. Und es soll sein, wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir als Erbe gibt, und du es in Besitz nimmst und darin wohnst,
5568#5. Mose,26,2#2. so nimm von dem Ersten aller Frucht des Bodens, die du einbringst von deinem Land, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, und lege sie in einen Tragkorb und geh an den Ort, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen,
5569#5. Mose,26,3#3. und komme vor den Priester, der in jenen Tagen sein wird, und sprich zu ihm: ,Ich tue heute kund dem Ewigen, deinem Gott, daß ich in das Land gekommen bin, das uns zu geben der Ewige unseren Vätern geschworen.'
5570#5. Mose,26,4#4. Und der Priester nehme den Tragkorb aus deiner Hand und setze ihn nieder vor den Altar des Ewigen, deines Gottes.
5571#5. Mose,26,5#5. Und du sollst anheben und sprechen vor dem Ewigen, deinem Gott: ,Ein umherirrender Aramäer war mein Vater; er zog hinab nach Mizraim und weilte dort mit wenigen Leuten und wurde dort zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk.
5572#5. Mose,26,6#6. Da mißhandelten uns die Mizräer und bedrückten uns und legten uns harte Arbeit auf.
5573#5. Mose,26,7#7. Da schrien wir zu dem Ewigen, dem Gott unserer Väter, und der Ewige hörte unsre Stimme und sah unser Elend, unsre Mühsal und unsre Bedrängnis.
5574#5. Mose,26,8#8. Da führte uns der Ewige aus Mizraim mit starker Hand und ausgestrecktem Arm, mit großer Furchtbarkeit und mit Zeichen und Wahrbeweisen.
5575#5. Mose,26,9#9. Und er brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5576#5. Mose,26,10#10. Und nun, sieh, bringe ich das Erste der Frucht des Bodens, den du, o Ewiger, mir gegeben hast.' - Dann sollst du ihn vor dem Ewigen, deinem Gott, niederlegen und dich niederwerfen vor dem Ewigen, deinem Gott.
5577#5. Mose,26,11#11. Und du sollst dich freuen an all dem Guten, das der Ewige, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du, der Lewite und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.
5578#5. Mose,26,12#12. Wenn du allen Zehnten deines Ertrages völlig entrichtet hast im dritten Jahr, dem Zehntjahr, und ihn dem Lewiten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben hast, daß sie essen in deinen Toren und satt werden,
5579#5. Mose,26,13#13. so sollst du sprechen vor dem Ewigen, deinem Gott: ,Ich habe das Heilige aus dem Haus geschafft und habe es auch dem Lewiten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben, deinem ganzen Gebot gemäß, das du mir geboten; ich bin von keinem deiner Gebote abgegangen und habe keines vergessen.
5580#5. Mose,26,14#14. Ich habe davon nicht in meiner Trauer gegessen, nichts davon in Unreinheit weggeschafft und nichts davon für einen Toten gegeben, ich habe gehorcht der Stimme des Ewigen, meines Gottes, ich habe getan ganz so, wie du mir geboten.
5581#5. Mose,26,15#15. Blicke hernieder von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Jisraël und den Boden, den du uns gegeben, wie du unsern Vätern geschworen - ein Land, das von Milch und Honig fließt!'
5582#5. Mose,26,16#16. Am heutigen Tag gebietet dir der Ewige, dein Gott, diese Gesetze und Rechtsvorschriften zu üben; so sei bedacht und übe sie mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele!
5583#5. Mose,26,17#17. Den Ewigen hast du heute dir angelobt, daß er dir Gott sei, und du in seinen Wegen wandelst, und seine Gesetze, seine Gebote und Rechtsvorschriften beobachtest und seiner Stimme gehorchst.
5584#5. Mose,26,18#18. Und der Ewige hat dich heute sich angelobt, daß du ihm ein eigen Volk sein sollst, wie er zu dir geredet hat, und alle seine Gebote zu wahren,
5585#5. Mose,26,19#19. und dich hoch über alle Nationen zu stellen, die er geschaffen, zum Ruhm, zum Namen und zur Verherrlichung, und daß du ein heilig Volk seist dem Ewigen, deinem Gott, wie er geredet.»
5586#5. Mose,27,1#1. Dann gebot Mosche und die Ältesten Jisraëls dem Volk, und sie sprachen: «Wahre das ganze Gebot, das ich euch heute gebiete.
5587#5. Mose,27,2#2. Und es sei: An dem Tag, da ihr den Jarden durchschreitet in das Land, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, sollst du dir große Steine aufrichten und sie mit Kalk vermörteln.
5588#5. Mose,27,3#3. Und du sollst auf sie schreiben alle Worte dieser Weisung, wenn du hinüberziehst, auf daß du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig fließt, wie der Ewige, der Gott deiner Väter, dir verheißen.
5589#5. Mose,27,4#4. Und es sei, wenn ihr den Jarden durchschreitet, so sollt ihr diese Steine, ob deren ich euch heute gebiete, auf dem Berg Ebal aufrichten; und du sollst sie mit Kalk vermörteln.
5590#5. Mose,27,5#5. Und du sollst dort dem Ewigen, deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar aus Steinen; nicht darfst du über ihnen Eisen schwingen.
5591#5. Mose,27,6#6. Aus ganzen Steinen sollst du den Altar des Ewigen, deines Gottes, bauen, und auf ihm Hochopfer darbringen dem Ewigen, deinem Gott,
5592#5. Mose,27,7#7. und du sollst Mahlopfer schlachten und dort essen und sollst dich freuen vor dem Ewigen, deinem Gott.
5593#5. Mose,27,8#8. Und du sollst auf die Steine schreiben alle Worte dieser Weisung, wohl eingegraben.»
5594#5. Mose,27,9#9. Und Mosche und die lewitischen Priester redeten zu ganz Jisraël und sprachen: «Lausch auf und höre, Jisraël! Am heutigen Tag bist du zum Volk geworden dem Ewigen, deinem Gott.
5595#5. Mose,27,10#10. So höre denn auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, und übe seine Gebote und Gesetze, die ich dir heute gebiete.»
5596#5. Mose,27,11#11. Und Mosche befahl dem Volk an jenem Tag und sprach:
5597#5. Mose,27,12#12. «Diese sollen auf dem Berg Gerisim stehen, um das Volk zu segnen, wenn ihr den Jarden durchschritten habt: Schim'on, Lewi, Jehuda, Jissachar, Josef und Binjamin.
5598#5. Mose,27,13#13. Und diese sollen zur Verfluchung auf dem Berge Ebal stehen: Rëuben, Gad, Ascher, Sebulun, Dan und Naftali.
5599#5. Mose,27,14#14. Und die Lewiten sollen anheben und zu allen Männern Jisraëls sprechen mit erhobener Stimme:
5600#5. Mose,27,15#15. ,Verflucht der Mann, der ein gehauenes oder gegossenes Bild macht, ein Greuel dem Ewigen, ein Werk von Schnitzerhänden, und es im geheimen aufstellt!' - Und das ganze Volk antworte und spreche: ,Amen!'
5601#5. Mose,27,16#16. ,Verflucht, wer seinen Vater oder seine Mutter verunehrt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5602#5. Mose,27,17#17. ,Verflucht, wer die Grenze seines Nächsten abrückt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5603#5. Mose,27,18#18. ,Verflucht, wer einen Blinden irreführt auf dem Weg!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5604#5. Mose,27,19#19. ,Verflucht, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5605#5. Mose,27,20#20. ,Verflucht, wer dem Weib seines Vaters beiliegt, denn er hat den Kleidzipfel seines Vaters aufgedeckt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5606#5. Mose,27,21#21. ,Verflucht, wer irgendeinem Tier beiliegt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5607#5. Mose,27,22#22. ,Verflucht, wer seiner Schwester beiliegt, der Tochter seines Vaters oder seiner Mutter!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5608#5. Mose,27,23#23. ,Verflucht, wer seiner Schwiegermutter beiliegt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5609#5. Mose,27,24#24. ,Verflucht, wer seinen Nächsten im geheimen schlägt!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5610#5. Mose,27,25#25. ,Verflucht, wer Bestechung annimmt, um einen Menschen zu erschlagen, unschuldiges Blut!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5611#5. Mose,27,26#26. ,Verflucht, wer nicht aufrecht erhält die Worte dieser Weisung, sie zu üben!' - Und das ganze Volk spreche: ,Amen!'
5612#5. Mose,28,1#1. Und es soll sein, wenn du hören wirst auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, bedacht zu sein, zu üben alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der Ewige, dein Gott, hoch über alle Nationen der Erde stellen.
5613#5. Mose,28,2#2. Und es werden auf dich kommen alle diese Segnungen, und sie werden dich erreichen, wenn du hörst auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes:
5614#5. Mose,28,3#3. Gesegnet bist du in der Stadt, und gesegnet bist du auf dem Feld.
5615#5. Mose,28,4#4. Gesegnet die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Bodens und die Frucht deines Viehs, der Schoß deiner Rinder und der Mutterleib deiner Schafe.
5616#5. Mose,28,5#5. Gesegnet dein Tragkorb und dein Trog.
5617#5. Mose,28,6#6. Gesegnet bist du bei deinem Eingang, und gesegnet bist du bei deinem Ausgang.
5618#5. Mose,28,7#7. Preisgeben wird der Ewige deine Feinde, die sich wider dich erheben, geschlagen vor dich hin; auf einem Weg werden sie wider dich ausziehn, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
5619#5. Mose,28,8#8. Entbieten wird zu dir der Ewige den Segen in deine Speicher und in alles, was deine Hand unternimmt, und er wird dich segnen in dem Land, das der Ewige dein Gott, dir gibt.
5620#5. Mose,28,9#9. Aufrichten wird dich der Ewige sich zum heiligen Volk, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des Ewigen, deines Gottes, wahrst und in seinen Wegen wandelst.
5621#5. Mose,28,10#10. Und alle Völker der Erde werden sehen, daß des Ewigen Name über dir genannt ist, und werden vor dir fürchten.
5622#5. Mose,28,11#11. Bevorzugen wird dich der Ewige zum Guten in der Frucht deines Leibes, in der Frucht deines Viehs und in der Frucht deines Bodens, auf dem Boden, den der Ewige dir zu geben deinen Vätern geschworen.
5623#5. Mose,28,12#12. Auftun wird dir der Ewige seinen guten Schatz, den Himmel, um den Regen deines Landes zu seiner Zeit zu spenden und alle Werke deiner Hand zu segnen, und du wirst vielen Völkern leihen, du aber wirst nichts entleihen.
5624#5. Mose,28,13#13. Und es wird dich der Ewige zum Haupt machen und nicht zum Schweif, und du wirst nur oben und nie unten sein, wenn du hörst auf die Gebote des Ewigen, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, zu wahren und zu üben,
5625#5. Mose,28,14#14. und nicht abgehst von allen Worten, die ich dir heute gebiete, zur Rechten oder zur Linken, andern Göttern nachzuwandeln, um ihnen zu dienen.
5626#5. Mose,28,15#15. Und es wird sein, wenn du nicht hörst auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, bedacht zu sein, alle seine Gebote und Satzungen, die ich dir heute gebiete, zu üben, dann werden auf dich kommen alle diese Flüche und dich erreichen:
5627#5. Mose,28,16#16. Verflucht bist du in der Stadt, und verflucht bist du auf dem Feld.
5628#5. Mose,28,17#17. Verflucht dein Tragkorb und dein Trog.
5629#5. Mose,28,18#18. Verflucht die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Bodens, der Schoß deiner Rinder und der Mutterleib deiner Schafe.
5630#5. Mose,28,19#19. Verflucht bist du bei deinem Eingang, und verflucht bist du bei deinem Ausgang.
5631#5. Mose,28,20#20. Entsenden wird der Ewige gegen dich den Fluch, die Verwirrung und die Verwünschung in jeglichem Unternehmen deiner Hand, das du ausführst, bis du bald vertilgt und zugrundegegangen sein wirst wegen der Bosheit deiner Taten, da du mich verlassen hast.
5632#5. Mose,28,21#21. Heften wird der Ewige an dich die Pest, bis er dich hinweggetilgt hat von dem Boden, dahin du kommst, um ihn in Besitz zu nehmen.
5633#5. Mose,28,22#22. Schlagen wird dich der Ewige mit Schwindsucht und mit Fieber, mit Brand und Entzündung, mit Dürre, Kornbrand und Rost, und die sollen dich verfolgen, bis du zugrundegerichtet bist.
5634#5. Mose,28,23#23. Und dein Himmel, der über deinem Haupt ist, wird zu Erz, und die Erde, die unter dir ist, zu Eisen werden.
5635#5. Mose,28,24#24. Machen wird der Ewige den Regen deines Landes zu Staub und Erde, vom Himmel fällt es auf dich herab, bis du vertilgt bist.
5636#5. Mose,28,25#25. Geben wird dich der Ewige geschlagen vor deine Feinde hin, auf einem Weg wirst du wider sie ausziehn, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst zum Schauder werden allen Königreichen der Erde.
5637#5. Mose,28,26#26. Und es wird dein Leichnam zum Fraß dienen allem Vogelvolk des Himmels und dem Getier der Erde, und niemand scheucht sie fort.
5638#5. Mose,28,27#27. Schlagen wird dich der Ewige mit mizräischem Geschwür, mit Beulen, Krätze und Grind, wovon du nicht geheilt werden kannst.
5639#5. Mose,28,28#28. Schlagen wird dich der Ewige mit Wahnsinn, mit Blindheit und mit Geistesverwirrung.
5640#5. Mose,28,29#29. Und du wirst umhertappen am Mittag, wie der Blinde tappt in der Finsternis, und nicht gelingen dir deine Wege; so wirst du nur unterdrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand hilft.
5641#5. Mose,28,30#30. Ein Weib wirst du dir verloben, und ein andrer Mann wird ihr beiliegen, ein Haus wirst du bauen, und wirst nicht darin wohnen, einen Weinberg wirst du pflanzen und darin nicht Anbruch halten.
5642#5. Mose,28,31#31. Dein Ochs wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen, dein Esel wird vor deinem Angesicht geraubt, und er kommt dir nicht zurück, deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und niemand hilft dir.
5643#5. Mose,28,32#32. Deine Söhne und Töchter werden einem andern Volk hingegeben, und deine Augen müssen es ansehn, sie schmachten nach ihnen allezeit, und du bist machtlos.
5644#5. Mose,28,33#33. Die Frucht deines Bodens und all dein Erarbeitetes wird ein Volk, das du nicht gekannt, verzehren; so wirst du nur gedrückt und geknickt sein alle Tage,
5645#5. Mose,28,34#34. und du wirst wahnsinnig werden von dem Anblick deiner Augen, den du schaust.
5646#5. Mose,28,35#35. Schlagen wird dich der Ewige mit bösem Geschwür an den Knien und Schenkeln, davon du nicht geheilt werden kannst, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel.
5647#5. Mose,28,36#36. Fortführen wird der Ewige dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk, das du nicht gekannt, du und deine Väter, und du wirst dort fremden Göttern dienen aus Holz und Stein.
5648#5. Mose,28,37#37. Und du wirst werden zum Entsetzen, zum Gleichnis und zum Gerede unter allen den Völkern, dahin der Ewige dich wegführt.
5649#5. Mose,28,38#38. Viel Samen bringst du hinaus aufs Feld, und wenig bringst du ein, denn der Heuschreck frißt es ab.
5650#5. Mose,28,39#39. Weinberge pflanzst und bebaust du, aber Wein wirst du nicht trinken und nicht ankellern, denn der Wurm verzehrt ihn.
5651#5. Mose,28,40#40. Ölbäume wirst du haben in deinem gesamten Gebiet, aber mit Öl wirst du dich nicht salben, denn dein Ölbaum wird abwerfen.
5652#5. Mose,28,41#41. Söhne und Töchter wirst du zeugen, aber sie werden dir nicht bleiben, denn sie gehen in die Gefangenschaft.
5653#5. Mose,28,42#42. Alle deine Bäume und die Frucht deines Bodens wird der Käfer sich zum Erbe nehmen.
5654#5. Mose,28,43#43. Der Fremdling in deiner Mitte wird immer höher über dich emporsteigen, und du wirst immer tiefer sinken.
5655#5. Mose,28,44#44. Er wird dir leihen, du aber kannst ihm nicht leihen, er wird zum Haupt werden, du aber zum Schweif.
5656#5. Mose,28,45#45. Und es werden über dich kommen alle diese Flüche und sie werden dich verfolgen und dich erreichen, bis du vertilgt bist, weil du auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, nicht gehört hast, seine Gebote und Satzungen zu wahren, die er dir geboten.
5657#5. Mose,28,46#46. Und so werden sie an dir zum Zeichen und Wahrbeweis, und an deinem Samen auf ewig.
5658#5. Mose,28,47#47. Dafür, daß du dem Ewigen, deinem Gott, nicht gedient hast in Freude und in Herzenslust, vor Überfluß an allem,
5659#5. Mose,28,48#48. wirst du deinen Feinden, die der Ewige wider dich entsendet, dienen in Hunger und Durst, in Nacktheit und in Mangel an allem, und er wird ein eisern Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat.
5660#5. Mose,28,49#49. Hochheben wird der Ewige über dich ein Volk aus der Ferne, vom Ende der Erde, wie der Adler daherschwebt, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehst,
5661#5. Mose,28,50#50. ein Volk von frechem Angesicht, das keine Rücksicht kennt für den Greis und keine Gnade für den Knaben;
5662#5. Mose,28,51#51. und es verzehrt die Frucht deines Viehs und deines Bodens, bis du vertilgt bist, da es dir nicht Korn, nicht Most noch Ölsaft, nicht den Schoß deiner Rinder und den Mutterleib deiner Schafe übrig läßt, bis es dich zugrundegerichtet hat;
5663#5. Mose,28,52#52. und es bedrängt dich in allen deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf die du vertraust, in deinem ganzen Land gefallen sind, und bedrängt dich in allen deinen Toren, in deinem ganzen Land, das der Ewige, dein Gott, dir gegeben.
5664#5. Mose,28,53#53. Dann wirst du verzehren die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die der Ewige, dein Gott, dir gegeben hat, in der Drängnis und Engnis, womit dein Feind dich beengt.
5665#5. Mose,28,54#54. Der Weichlichste und sehr Verzärtelte bei dir wird mißgünstig blicken auf seinen Bruder und auf das Weib seines Schoßes und auf seine übrigen Kinder, die er noch behalten hat,
5666#5. Mose,28,55#55. einem von ihnen von dem Fleisch seiner Kinder zu geben, die er verzehrt, weil ihm nichts übrig geblieben ist, in der Drängnis und Engnis, womit dein Feind dich beengt in allen deinen Toren.
5667#5. Mose,28,56#56. Die Verzärteltste und Weichlichste bei dir, die es nie versucht hat, den Fuß auf die Erde zu setzen, vor Verweichlichung und Verzärtelung, wird mißgünstig blicken auf den Mann ihres Schoßes, auf ihren Sohn und auf ihre Tochter,
5668#5. Mose,28,57#57. auf die Frucht, die aus ihrem Schoß hervorgeht, und auf ihre Kinder, die sie gebiert, denn sie wird sie aus Mangel an allem heimlich verzehren, in der Drängnis und Engnis, womit dein Feind dich beengt in deinen Toren.
5669#5. Mose,28,58#58. Wenn du nicht darauf bedacht bist, alle Worte dieser Weisung zu üben, die in diesem Buch geschrieben sind, diesen verherrlichten und furchtbaren Namen, den Ewigen, deinen Gott, zu fürchten,
5670#5. Mose,28,59#59. so wird der Ewige unfaßbar machen deine Leiden und die Leiden deines Samens, Leiden, groß und beständig, und Krankheiten, bösartig und beständig.
5671#5. Mose,28,60#60. Und er wird auf dich kehren alle Seuchen Mizraims, vor denen dir graut, und sie werden dir anhaften.
5672#5. Mose,28,61#61. Auch alle Krankheit und alle Plage, die nicht im Buch dieser Weisung geschrieben steht, sie wird der Ewige über dich bringen, bis du vertilgt bist.
5673#5. Mose,28,62#62. Und ihr werdet übrig bleiben wenige Leute, statt daß ihr gewesen wie die Sterne des Himmels an Menge - weil du nicht gehört hast auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes.
5674#5. Mose,28,63#63. Und es wird sein: So wie der Ewige sich an euch erfreute, euch Gutes zu erweisen und euch zu mehren, so wird der Ewige sich an euch erfreuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vertilgen, so daß ihr herausgerissen werdet aus dem Boden, dahin du kommst, um ihn in Besitz zu nehmen.
5675#5. Mose,28,64#64. Und der Ewige wird dich verstreuen unter alle Völker von einem Ende der Erde bis zum andern, und du wirst dort anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt, du und deine Väter, aus Holz und Stein.
5676#5. Mose,28,65#65. Und du wirst unter jenen Völkern keine Ruhe finden, und es wird keine Ruhestatt geben für deines Fußes Sohle, und der Ewige wird dir dort geben ein zitternd Herz und schmachtend Aug und zage Seele.
5677#5. Mose,28,66#66. Und dein Leben wird dir fern von dir hangen, daß du in Angst bist Nacht und Tag und deines Lebens dich nicht sicher glaubst.
5678#5. Mose,28,67#67. Am Morgen sprichst du: ,Ach, daß es Abend wäre!', und am Abend: ,Ach, wär es Morgen!', ob der Angst deines Herzens, die dich schreckt, und ob des Anblicks deiner Augen, den du schaust.
5679#5. Mose,28,68#68. Und der Ewige wird dich auf Schiffen nach Mizraim zurückkehren lassen, des Weges, von dem ich dir gesagt: ,Du sollst ihn nie wieder sehen!' Und ihr werdet euch dort an eure Feinde als Sklaven und Sklavinnen verkaufen; und da ist keiner, der loskauft.»
5680#5. Mose,28,69#69. Dies sind die Worte des Bundes, den der Ewige Mosche mit den Kindern Jisraël im Land Moab zu schließen gebot, außer dem Bund, den er mit ihnen am Horeb geschlossen.
5681#5. Mose,29,1#1. Und Mosche berief ganz Jisraël und sprach zu ihnen: «Ihr habt alles gesehen, was der Ewige vor euren Augen im Land Mizraim getan hat, an Par'o, an allen seinen Dienern und an seinem ganzen Land:
5682#5. Mose,29,2#2. Die großen Erprobungen, die deine Augen gesehen haben, jene großen Zeichen und Wahrbeweise.
5683#5. Mose,29,3#3. Aber der Ewige hat euch kein Herz gegeben zu erkennen, Augen zu sehen und Ohren zu hören bis auf den heutigen Tag.
5684#5. Mose,29,4#4. Und ich führte euch vierzig Jahre durch die Wüste; nicht zerfielen eure Kleider an euch, und dein Schuh zerfiel nicht an deinem Fuß;
5685#5. Mose,29,5#5. Brot habt ihr nicht gegessen und Wein und Rauschtrank nicht getrunken, damit ihr erkennen solltet, daß ich der Ewige, euer Gott, bin.
5686#5. Mose,29,6#6. So kamt ihr an diesen Ort; da zog Sihon, der König von Heschbon, und Og, der König des Baschan, uns entgegen zum Kampf, und wir schlugen sie.
5687#5. Mose,29,7#7. Und wir nahmen ihr Land und gaben es denen von Rëuben und Gad und dem halben Stamm Menaschsche zum Erbbesitz.
5688#5. Mose,29,8#8. So wahrt denn die Worte dieses Bundes und übt sie, auf daß ihr glücklich ausführt alles, was ihr unternehmt.
5689#5. Mose,29,9#9. Ihr stehet heute alle vor dem Ewigen, eurem Gott, eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Amtmänner, alle Männer Jisraëls,
5690#5. Mose,29,10#10. eure Kinder, eure Weiber und der Fremdling, der in deinem Lager ist, von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer,
5691#5. Mose,29,11#11. um einzutreten in den Bund des Ewigen, deines Gottes, und in seinen Flucheid, die der Ewige, dein Gott, heute mit dir schließt,
5692#5. Mose,29,12#12. damit er dich sich heute zum Volk erstelle, und er dein Gott sei, wie er dir verheißen, und wie er deinen Vätern Abraham, Jizhak und Jaakob geschworen hat.
5693#5. Mose,29,13#13. Aber nicht mit euch allein schließe ich diesen Bund und diesen Flucheid,
5694#5. Mose,29,14#14. sondern mit dem, der heute hier mit uns vor dem Ewigen, unserm Gott, steht, wie auch mit dem, der heute nicht mit uns hier ist.
5695#5. Mose,29,15#15. Denn ihr wißt, wie wir im Land Mizraim geweilt haben, und wie wir mitten durch die Völker gezogen sind, die ihr durchzogen.
5696#5. Mose,29,16#16. Ihr habt ihre Greuel gesehen und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die es bei ihnen gibt.
5697#5. Mose,29,17#17. Daß nicht unter euch sei Mann oder Weib, Familie oder Stamm, dessen Herz sich heute von dem Ewigen, unserm Gott, abwendet, hinzugehn, den Göttern jener Völker zu dienen; daß nicht unter euch sei eine Wurzel, die Giftgewächs und Fluchkraut treibt;
5698#5. Mose,29,18#18. und es sei, wenn er die Worte dieses Flucheides hört, daß er sich in seinem Herzen preist und spricht: ,Heil werde ich bleiben, ob ich auch in der Starrheit meines Herzens wandle' - damit das Satte das Darbende frißt.
5699#5. Mose,29,19#19. Nicht wird der Ewige ihm vergeben wollen, sondern aufrauchen wird dann der Zorn des Ewigen und sein Eifer gegen jenen Mann, und es wird auf ihm ruhen der ganze Flucheid, der in diesem Buch geschrieben steht, und der Ewige wird seinen Namen auslöschen unter dem Himmel.
5700#5. Mose,29,20#20. Und der Ewige wird ihn aussondern zum Unheil unter allen Stämmen Jisraëls, gemäß allen Flüchen des Bundes, der in diesem Buch der Weisung niedergeschrieben ist.
5701#5. Mose,29,21#21. Und sprechen wird dann das künftige Geschlecht, eure Kinder, die nach euch erstehen werden, und der Landfremde, der aus fernem Land kommt, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, mit denen der Ewige es heimgesucht:
5702#5. Mose,29,22#22. Schwefel und Salz, Brandstätte all sein Boden, es wird nicht besät und läßt nichts sprossen, kein Kraut kommt darin auf, wie die Zerstörung von Sedom und Amora, Adma und Zebojim, die der Ewige in seinem Zorn und Grimm zerstört hat
5703#5. Mose,29,23#23. - dann werden alle Völker sprechen: ,Warum hat der Ewige diesem Land solches angetan? Warum diese gewaltige Zornesglut?'
5704#5. Mose,29,24#24. Und sie sprechen dann: ,Weil sie den Bund des Ewigen, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen geschlossen, als er sie aus dem Land Mizraim führte,
5705#5. Mose,29,25#25. und weil sie hingegangen sind und anderen Göttern gedient und sich vor ihnen niedergeworfen haben, Göttern, die sie nicht gekannt, und die er ihnen nicht zugeteilt hatte.
5706#5. Mose,29,26#26. Da flammte des Ewigen Angesicht auf wider dieses Land, so daß er darüber den ganzen Flucheid brachte, der in diesem Buch geschrieben steht;
5707#5. Mose,29,27#27. da hat der Ewige sie herausgerissen aus ihrem Boden in Zorn und Grimm und großer Wut und sie in ein anderes Land geworfen, wie jetzt geschehen.'
5708#5. Mose,29,28#28. Das Verborgene ist des Ewigen, unseres Gottes, aber das Offenbare ist unser und unserer Kinder auf ewig: Zu üben alle Worte dieser Weisung.
5709#5. Mose,30,1#1. Es wird aber sein, wenn über dich kommen alle diese Worte, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter allen Völkern, dahin der Ewige, dein Gott, dich verstoßen hat,
5710#5. Mose,30,2#2. und du umkehrst zu dem Ewigen, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst, ganz so wie ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele,
5711#5. Mose,30,3#3. dann wird der Ewige, dein Gott, dich wieder herstellen und sich deiner erbarmen und dich wieder sammeln aus allen Völkern, dahin der Ewige, dein Gott, dich zerstreut hat.
5712#5. Mose,30,4#4. Wenn deine Verstoßenen am Ende des Himmels wären, so wird der Ewige, dein Gott, dich von dort sammeln und von dort dich heimholen;
5713#5. Mose,30,5#5. und der Ewige, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dich glücklicher und zahlreicher machen als deine Väter.
5714#5. Mose,30,6#6. Und der Ewige, dein Gott, wird dein und deines Samens Herz beschneiden, den Ewigen, deinen Gott, zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, auf daß du lebst.
5715#5. Mose,30,7#7. Und der Ewige, dein Gott, wird alle diese Flüche über deine Feinde und Hasser kommen lassen, die dich verfolgt haben.
5716#5. Mose,30,8#8. Du aber wirst umkehren und auf die Stimme des Ewigen hören und alle seine Gebote üben, die ich dir heute gebiete.
5717#5. Mose,30,9#9. Dann wird der Ewige, dein Gott, dich bevorzugen in all deinem Händewerk, in der Frucht deines Leibes, in der Frucht deines Viehs und in der Frucht deines Bodens, zum Guten, denn der Ewige wird sich wieder an dir erfreuen zum Guten, wie er sich an deinen Vätern erfreut hat,
5718#5. Mose,30,10#10. wenn du auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, hören wirst, seine Gebote und seine Satzungen zu wahren, was in dem Buch dieser Weisung geschrieben steht, wenn du zurückkehren wirst zu dem Ewigen, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
5719#5. Mose,30,11#11. Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete - nicht entrückt ist es dir und nicht fern ist es.
5720#5. Mose,30,12#12. Nicht im Himmel ist es, daß du sprechen müßtest: ,Wer stiege für uns in den Himmel hinauf und holte es für uns, um es uns zu verkünden, daß wir es tun?'
5721#5. Mose,30,13#13. Und nicht jenseits des Meeres ist es, daß du sprechen müßtest: ,Wer führe für uns übers Meer hinüber und holte es für uns, um es uns zu verkünden, daß wir es tun?'
5722#5. Mose,30,14#14. Sondern sehr nah ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, daß du es tust.
5723#5. Mose,30,15#15. Sieh, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse,
5724#5. Mose,30,16#16. indem ich dir heute gebiete, den Ewigen, deinen Gott, zu lieben, in seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und Rechtsvorschriften zu wahren, auf daß du lebst und dich mehrst und der Ewige, dein Gott, dich segnet in dem Land, dahin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
5725#5. Mose,30,17#17. Wenn aber dein Herz sich wendet und du nicht gehorchst und du dich verleiten läßt und dich niederwirfst vor anderen Göttern und ihnen dienst,
5726#5. Mose,30,18#18. so künde ich euch heute, daß ihr zugrundegehen werdet; ihr werdet nicht lange in dem Land bleiben, dahin zu kommen du nun den Jarden durchschreitest, um es in Besitz zu nehmen.
5727#5. Mose,30,19#19. Zu Zeugen habe ich heute gegen euch bestellt den Himmel und die Erde: Das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf daß du lebst, du und dein Same:
5728#5. Mose,30,20#20. Zu lieben den Ewigen, deinen Gott, seiner Stimme zu gehorchen und ihm anzuhangen; denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, daß du bleibst auf dem Boden, den der Ewige deinen Vätern Abraham, Jizhak und Jaakob zu geben geschworen hat.»
5729#5. Mose,31,1#1. Dann ging Mosche hin und redete diese Worte zu ganz Jisraël.
5730#5. Mose,31,2#2. Und er sprach zu ihnen: «Hundertzwanzig Jahre bin ich heute alt, vermag nicht mehr aus- und einzugehn, und der Ewige hat zu mir gesprochen: ,Du sollst diesen Jarden nicht durchschreiten!'
5731#5. Mose,31,3#3. Der Ewige, dein Gott, er zieht vor dir her, er wird diese Völker vor dir vertilgen, daß du sie beerbst. Jehoschua, er zieht dir voran, wie der Ewige geredet hat.
5732#5. Mose,31,4#4. Und der Ewige wird ihnen tun, wie er Sihon und Og getan, den Königen der Emoriter, und ihrem Land, die er vernichtet hat.
5733#5. Mose,31,5#5. Und der Ewige wird sie euch preisgeben, und ihr sollt ihnen tun ganz nach dem Gebot, das ich euch geboten.
5734#5. Mose,31,6#6. Seid stark und fest, fürchtet nicht und banget nicht vor ihnen! Denn der Ewige, dein Gott, er ist es, der mit dir zieht, er läßt dich nicht sinken und verläßt dich nicht.»
5735#5. Mose,31,7#7. Dann rief Mosche Jehoschua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Jisraël: «Sei stark und fest! Denn du sollst mit diesem Volk in das Land kommen, das der Ewige ihren Vätern zu geben geschworen hat, und du sollst es ihnen in Besitz geben.
5736#5. Mose,31,8#8. Der Ewige aber, er, der vor dir einhergeht, er wird mit dir sein, er läßt dich nicht sinken und verläßt dich nicht; fürchte nicht und zage nicht!»
5737#5. Mose,31,9#9. Und Mosche schrieb diese Weisung auf und gab sie den Priestern, den Söhnen Lewis, die die Bundeslade des Ewigen trugen, und allen Ältesten Jisraëls.
5738#5. Mose,31,10#10. Und Mosche gebot ihnen und sprach: «Nach Ablauf von sieben Jahren, zur Festzeit des Erlaßjahres, am Fest der Hütten,
5739#5. Mose,31,11#11. wenn ganz Jisraël kommt, um vor dem Angesicht des Ewigen, deines Gottes, zu erscheinen an dem Ort, den er erwählen wird, sollst du diese Weisung in Gegenwart von ganz Jisraël vor ihren Ohren vorlesen.
5740#5. Mose,31,12#12. Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und auch den Fremdling, der in deinen Toren ist, damit sie hören und damit sie lernen und den Ewigen, euren Gott, fürchten und bedacht sind, alle Worte dieser Weisung zu üben.
5741#5. Mose,31,13#13. Und auch ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen hören und lernen, den Ewigen, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr auf dem Boden lebt, dahin ihr den Jarden durchschreitet, um ihn in Besitz zu nehmen.»
5742#5. Mose,31,14#14. Dann sprach der Ewige zu Mosche: «Sieh, deine Tage nahen dem Tod; rufe Jehoschua, und stellt euch hin im Erscheinungszelt, so will ich ihm gebieten.» Da gingen Mosche und Jehoschua und stellten sich hin im Erscheinungszelt.
5743#5. Mose,31,15#15. Und der Ewige erschien im Zelt in einer Wolkensäule, und die Wolkensäule stand am Eingang des Zeltes.
5744#5. Mose,31,16#16. Da sprach der Ewige zu Mosche: «Du gehst nun zur Ruhe bei deinen Vätern; dieses Volk aber wird sich aufmachen und nachbuhlen den Fremdgöttern des Landes, in dessen Mitte es nun hinkommt, und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe.
5745#5. Mose,31,17#17. Da wird mein Angesicht aufflammen wider es an jenem Tag, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. 18. Und es wird zum Fraß werden, und viele Übel und Drangsale werden es treffen, daß es an jenem Tag sprechen wird: ,Ists nicht, weil mein Gott nicht in meiner Mitte ist, daß mich diese Übel getroffen haben?'
5746#5. Mose,31,18#Ich aber werde mein Angesicht verbergen an jenem Tag ob all des Bösen, das es getan, da es sich anderen Göttern zuwandte.
5747#5. Mose,31,19#19. Und nun: Schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Kinder Jisraël! Lege es ihnen in den Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen werde gegen die Kinder Jisraël!
5748#5. Mose,31,20#20. Denn ich bringe es zu dem Boden, den ich seinen Vätern zugeschworen - der von Milch und Honig fließt - und es wird essen und satt und fett werden und sich dann anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen, mich aber werden sie verwerfen und meinen Bund brechen.
5749#5. Mose,31,21#21. Und es sei, wenn viele Übel und Drangsale es treffen, so soll dieses Lied vor ihm als Zeuge aussagen - denn es soll nicht vergessen werden im Mund seines Samens: Denn ich kenne sein Trachten und das, was es heute tut, bevor ich es in das Land gebracht, das ich zugeschworen habe.»
5750#5. Mose,31,22#22. Und Mosche schrieb dieses Lied an jenem Tag auf und lehrte es die Kinder Jisraël.
5751#5. Mose,31,23#23. Dann befahl er Jehoschua, dem Sohn Nuns, und sprach: «Sei stark und fest! Denn du sollst die Kinder Jisraël in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe, und ich werde mit dir sein.»
5752#5. Mose,31,24#24. Es war aber, nachdem Mosche alle Worte dieser Weisung bis zuende in ein Buch geschrieben hatte,
5753#5. Mose,31,25#25. da gebot Mosche den Lewiten, die die Bundeslade des Ewigen trugen, und sprach:
5754#5. Mose,31,26#26. «Nehmt dieses Buch der Weisung und legt es zur Seite der Bundeslade des Ewigen, eures Gottes; dort soll es gegen dich als Zeuge dienen.
5755#5. Mose,31,27#27. Denn ich kenne deinen Trotz und deinen steifen Nacken; seht, schon während ich noch jetzt bei euch lebe, wart ihr trotzig gegen den Ewigen, euren Gott, und nun gar nach meinem Tod!
5756#5. Mose,31,28#28. Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Amtmänner, daß ich vor ihren Ohren diese Worte rede und den Himmel und die Erde gegen sie zu Zeugen anrufe.
5757#5. Mose,31,29#29. Denn ich weiß: Nach meinem Tod werdet ihr verderbt handeln und von dem Weg abgehn, den ich euch geboten habe, und so wird euch das Übel treffen in späteren Tagen, da ihr tut, was böse ist in den Augen des Ewigen, ihn zu kränken durch eurer Hände Tun.»
5758#5. Mose,31,30#30. So redete Mosche vor den Ohren der ganzen Volksschar Jisraëls die Worte dieses Liedes bis zuende:
5759#5. Mose,32,1#1. «Horcht auf, ihr Himmel, ich will reden, Die Erde höre meines Mundes Worte!
5760#5. Mose,32,2#2. Wie Regen träufle meine Mahnung, Es riesle wie der Tau mein Spruch, Wie dunkle Schauer auf das Grün, Wie lichtes Rieseln auf das Gras!
5761#5. Mose,32,3#3. Des Ewgen Namen ruf ich aus: Gebt Größe unserm Gott!
5762#5. Mose,32,4#4. Der Hort, untadlig ist sein Tun, Denn alle seine Wege, sie sind Recht; Ein Gott der Treue, ohne Trug, Gerecht und grade ist er.
5763#5. Mose,32,5#5. Da artets aus, nicht hatt' es die ihr Fehl erkannten; Querköpfig, krummverdreht Geschlecht.
5764#5. Mose,32,6#6. Wollt ihr dem Ewgen also lohnen, O schändliches, unweises Volk? Ist er dein Vater nicht, dem du zu eigen, Der dich geschaffen und bereitet hat?
5765#5. Mose,32,7#7. Gedenk der Urzeit Tage, Merkt auf die Jahre Reih um Reih! Frag deinen Vater, daß er dir es künde, Die Alten dein, daß sie dirs sagen!
5766#5. Mose,32,8#8. Als Erbbesitz der Höchste lieh Nationen, Als einst er schied die Menschenkinder, Setzt er den Völkern die Gebiete fest Nach Zahl der Kinder Jisraël.
5767#5. Mose,32,9#9. Des Ewgen Teil ist ja sein Volk, Und Jaakob sein zugemessnes Erbe.
5768#5. Mose,32,10#10. Er fands im Land der Wüste Und in der Öde, wo die Wildnis heult. Er kreist um es und hat drauf acht, Behütet es wie seiner Augen Ball.
5769#5. Mose,32,11#11. Gleichwie der Adler, der sein Nest bewacht, Der über seinen Jungen flattert, Dann seine Schwingen spreitet, auf es nimmt, Es trägt auf seinem Fittich:
5770#5. Mose,32,12#12. So leitet es der Ewige allein, Und neben ihm kein Fremdgott.
5771#5. Mose,32,13#13. Setzt obenauf es auf der Erde Leib, Und es genießt des Feldes Früchte, Er läßt es Honig saugen aus dem Fels Und Öl aus Quarzgestein;
5772#5. Mose,32,14#14. Den Rahm der Kühe und der Schafe Milch, Nebst Fett der Lämmer, Des Baschans Widder und der Böcke, Des Weizens Nierenfett, Du trinkst der Traube Blut im Wein.
5773#5. Mose,32,15#15. Da ward Jeschurun fett, da schlug es aus - Du wurdest Fett und dick und feist - Und es verließ den Gott, der es geschaffen, Beschmipft den Felsen seines Heils.
5774#5. Mose,32,16#16. Sie reizten ihn durch Fremde, Durch Greuel kränkten sie ihn.
5775#5. Mose,32,17#17. Dämonen opfernd, die nicht Gott, Und Göttern, die sie nie gekannt, Neulingen, die vor kurzem aufgekommen, Vor denen eure Väter nicht erschauert.
5776#5. Mose,32,18#18. Den Hort, der dich gezeugt, hast du verlassen, Und hast den Gott vergessen, der dich schuf.
5777#5. Mose,32,19#19. Das sah der Ewge und verwarf, Gekränkt durch seine Söhne, seine Töchter.
5778#5. Mose,32,20#20. Er sprach: ,Ich will mein Angesicht vor ihnen bergen, Will sehen, was ihr Ende wird; Denn ein verkehrt Geschlecht sind sie Und Kinder, denen keine Treue inne.
5779#5. Mose,32,21#21. Sie reizten mich durch einen Ungott, Sie kränkten mich durch ihre Wahngebilde. Und ich, ich will sie reizen durch ein Unvolk, Durch schändliche Nation sie kränken.
5780#5. Mose,32,22#22. Denn Feuer lodert auf in meinem Antlitz Und brennt bis in Scheol zutiefst, Verzehrt die Erde samt der Frucht Und setzt der Berge Grund in Flammen.
5781#5. Mose,32,23#23. Verschwenden will ich Übel über sie, Und meine Pfeile alle gegen sie verbrauchen.
5782#5. Mose,32,24#24. Vom Hunger ausgemergelt Und verzehrt von Vogeldrachen Und giftger Seuche! Der Bestie Zahn send ich noch gegen sie
5783#5. Mose,32,25#25. Mitsamt dem Gift der Schleichenden im Staub. Die Kinder draußen rafft das Schwert, Und in den Kammern würgt die Angst, Den Jüngling wie das junge Weib, 26. Den Säugling samt dem greisen Mann.
5784#5. Mose,32,27#Ich spräche: ,Enden will ich sie, 27. Will ihr Gedächtnis tilgen aus den Menschen!'
5785#5. Mose,32,27#Besorgt ich nicht Verdruß vom Feind, Daß ihre Dränger es verkennen, Sie sprechen könnten: ,Unsre Hand war hoch, Und nicht der Ewge hat all dies gewirkt.' -
5786#5. Mose,32,28#28. Sind doch ein Volk, dem Rat entirrt, Und keine Einsicht ist bei ihnen.
5787#5. Mose,32,29#29. Wärn weise sie, sie würden es begreifen, Ihr Ende würden sie bedenken.
5788#5. Mose,32,30#30. Wie könnte einer tausend jagen, Und zwei zehntausend treiben, daß sie fliehn, Wärs nicht, daß sie ihr Hort verkauft, Der Ewige sie preisgegeben hätte?
5789#5. Mose,32,31#31. Denn nicht wie unser Hort ist ihrer - Und unsre Feinde sind Verräter.
5790#5. Mose,32,32#32. Denn von Sedoms Wein ist ihr Rebstock Und von Amoras Weingelände, Giftbeeren ihre Beeren, Die Trauben - bitter ihnen.
5791#5. Mose,32,33#33. Der Drachen Geifer ist ihr Wein Und grausam Otterngift.
5792#5. Mose,32,34#34. Ists bei mir nicht bewahrt, In meinen Schatzkammern versiegelt?
5793#5. Mose,32,35#35. Mein ist die Rache, die Vergeltung, Für dann, da wankend wird ihr Fuß; Denn nah ist ihres Unheils Tag, Es eilt herbei, was ihnen vorbestimmt.
5794#5. Mose,32,36#36. Ja, richten wird der Ewige sein Volk, Und seiner Knechte wird er sichs geleiden, Sieht er, daß jede Kraft geschwunden, Dahin, was drinverhalten und was frei.
5795#5. Mose,32,37#37. Da spricht er: ,Wo sind ihre Götter, Der Hort, bei dem sie Schutz gesucht?
5796#5. Mose,32,38#38. Die ihrer Opfer Fett verzehrt, Und ihres Gusses Gabenwein getrunken? Laßt sie doch aufstehn und euch helfen, Daß über euch es Schirm sei!
5797#5. Mose,32,39#39. Seht nun, daß ich, ichs bin, Und kein Gott neben mir! Ich töte und belebe, Verwunde und ich heile, Und keiner kann aus meiner Hand erretten.
5798#5. Mose,32,40#40. Ja, auf zum Himmel heb ich meine Hand Und spreche: Ewig leb ich!
5799#5. Mose,32,41#41. Wenn ich des Schwertes Blitz geschärft, Und meine Hand das Recht ergreift, Dann geb ichs meinen Feinden rächend wieder Und zahl es meinen Hassern heim!
5800#5. Mose,32,42#42. Will trunken machen meine Pfeil' an Blut, Mein Schwert frißt Fleisch - Am Blut Erschlagner und Gefangener, Am bloßen Feindesschädel.'
5801#5. Mose,32,43#43. Drum jubelt, Nationen, seinem Volk! Denn seiner Diener Blut, er rächt es, Und Rache zahlt er seinen Feinden Und wirket Sühne für sein Land, sein Volk.»
5802#5. Mose,32,44#44. Dann kam Mosche und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hoschea, der Sohn Nuns.
5803#5. Mose,32,45#45. Als nun Mosche alle diese Worte zu ganz Jisraël bis zuende geredet hatte,
5804#5. Mose,32,46#46. sprach er zu ihnen: «Richtet euer Herz auf alle die Worte, die ich heute gegen euch bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, bedacht zu sein, alle Worte dieser Weisung zu üben.
5805#5. Mose,32,47#47. Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr lange leben auf dem Boden, dahin ihr den Jarden durchschreitet, um ihn in Besitz zu nehmen.»
5806#5. Mose,32,48#48. Und der Ewige redete zu Mosche an eben diesem Tag und sprach:
5807#5. Mose,32,49#49. «Steige auf dieses Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der im Land Moab, Jereho gegenüber, liegt, und schau das Land Kenaan, das ich den Kindern Jisraël zum Besitz gebe.
5808#5. Mose,32,50#50. Dann sollst du sterben auf dem Berg, den du besteigst, und sollst zu deinen Sippen eingebracht werden, wie dein Bruder Aharon auf dem Berg Hor gestorben und zu seinen Sippen eingebracht worden ist;
5809#5. Mose,32,51#51. weil ihr euch vergangen habt wider mich inmitten der Kinder Jisraël, bei den Haderwassern von Kadesch in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der Kinder Jisraël.
5810#5. Mose,32,52#52. Denn von ferne sollst du das Land schauen, aber dorthin sollst du nicht kommen, in das Land, das ich den Kindern Jisraël gebe.»
5811#5. Mose,33,1#1. Und dies ist der Segen, mit dem Mosche, der Gottesmann, die Kinder Jisraël segnete vor seinem Tod.
5812#5. Mose,33,2#2. Und er sprach: «Der Ewige, vom Sinai kam er, Und strahlt von Sëir ihnen auf, Erglänzt vom Berge Paran her, Er naht, hervor aus heiligen Myriaden, Zu seiner Rechten Feuer, ihnen Satzung.
5813#5. Mose,33,3#3. Ja, liebend hegt die Stämme er; All seine Heiligen in deiner Hand, Zu deinen Füßen sie, gestreckt, Empfängt aus deinen Worten
5814#5. Mose,33,4#4. Die Weisung, die uns Mosche hat geboten, Das Erbteil, Jaakobs Volksschar(führer).
5815#5. Mose,33,5#5. So ward er in Jeschurun König, Da sich versammelten des Volkes Häupter, Gesamt die Stämme Jisraëls.
5816#5. Mose,33,6#6. Es lebe Rëuben und sterbe nicht, Doch seine Mannen sei'n gezählt!»
5817#5. Mose,33,7#7. Und dies über Jehuda: Und er sprach: «Hör, Ewiger, Jehudas Stimme Und bringe ihn zu seinem Volk, Für das mit seinen Händen er gestritten. Und Beistand wider seine Dränger sei du ihm!»
5818#5. Mose,33,8#8. Und über Lewi sprach er: «Die Tummim und die Urim dein - Dem Manne, der dir fromm ergeben, Den du versucht hast am Versuchungsort, Gehadert mit ihm an den Haderwassern;
5819#5. Mose,33,9#9. Der von dem Vater, von der Mutter sprach: ,Ich sah ihn nicht!', Der seine Brüder nicht gekannt, Von seinen Kindern nicht gewußt. Denn deines Spruches haben sie geachtet Und deinen Bund gewahrt!
5820#5. Mose,33,10#10. Sie sollen deine Rechte lehren Jaakob Und deine Weisung Jisraël, Dir legen Räucherwerk vors Antlitz Und Ganzbrandopfer dir auf den Altar.
5821#5. Mose,33,11#11. O, segne, Ewger, seine Kraft, Und seiner Hände Tun laß dir gefallen! Zerschmettre seiner Widerstreiter Lenden, Daß seine Hasser nimmer sich erheben!»
5822#5. Mose,33,12#12. Über Binjamin sprach er: «Von Gott geliebt, weilt sicher er bei ihm; Er schirmt ihn allezeit, An seinen Schultern ruht er.»
5823#5. Mose,33,13#13. Und über Josef sprach er: «Gesegnet ist vom Ewigen sein Land Mit Himmels Köstlichkeit, mit Tau, Und mit der Flut, die drunten lagert;
5824#5. Mose,33,14#14. Mit Köstlichkeit, der Sonne Fruchtertrag, Und Köstlichkeit, von Monden vorgetriebne,
5825#5. Mose,33,15#15. Und mit uralter Berge bestem Gut Und mit dem Köstlichsten der ewgen Hügel,
5826#5. Mose,33,16#16. Dem Köstlichsten der Erd und ihrer Fülle, Und mit der Gnade dessen, der im Dornbusch thront. Laß kommen sie auf Josefs Haupt Und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern!
5827#5. Mose,33,17#17. Sein Stier, der Erstling, Pracht ist sein, Des Wildrinds Hörner sein Gehörn, Damit stößt er die Völker nieder, Allsamt der Erde Enden. Das sind die Myriaden Efraims, Und das die Tausende Menaschsches!»
5828#5. Mose,33,18#18. Und über Sebulun sprach er: «Freu dich, Sebulun, wo du ausziehst, Und, Jissachar, in deinen Zelten!
5829#5. Mose,33,19#19. Die Völker laden sie zum Berg, Dort schlachten sie dann rechte Opfer. Denn wie der Meere Fülle saugen sie, Und Schätze wie des Sandes Tiefen.»
5830#5. Mose,33,20#20. Und über Gad sprach er: «Gepriesen sei, der Raum für Gad geschaffen! Wie ein Löwe ruht er, Gerissen hat er Arm und Schädel.
5831#5. Mose,33,21#21. Er hat das Erste sich ersehen, Denn dort war eines Führers Teil bewahrt; Da zog er an des Volkes Spitze aus, Vollstreckte die Gerechtigkeit des Ewgen Und sein Gericht mit Jisraël.»
5832#5. Mose,33,22#22. Und über Dan sprach er: «Dan ist ein junger Leu, Vor setzt er aus dem Baschan.»
5833#5. Mose,33,23#23. Und über Naftali sprach er: «Naftali, mit Huld gesättigt, Und voll der Segnung von dem Ewgen, Nimmt Meer und Südland in Besitz!»
5834#5. Mose,33,24#24. Und über Ascher sprach er: «Gesegnet vor den Söhnen sei Ascher! Er sei der Liebling seiner Brüder Und tauche seinen Fuß in Öl!
5835#5. Mose,33,25#25. Von Eisen und von Erz dein Riegel, Wie deine Tage (wachse) deine Kraft!
5836#5. Mose,33,26#26. Ist keiner, Jeschurun, gleich Gott, Der hin am Himmel fährt, ist dir zur Hilfe, Einher in Höhen in Erhabenheit.
5837#5. Mose,33,27#27. Der Zuflucht vor der Vorzeit Göttern war, Die unten nun, der Urzeit Arme; Er hat den Feind vor dir vertrieben Und sprach: ,Vernichte!'
5838#5. Mose,33,28#28. So wohnt denn sicher Jisraël, Selbstsicher Jaakobs Quell, In einem Land von Korn und Most, Auch seine Himmel träufeln Tau.
5839#5. Mose,33,29#29. Heil dir, o Jisraël, wer ist dir gleich? Du Volk, dem Hilfe ward vom Ewigen! Er, deines Schutzes Schild, Der deines Stolzes Schwert! Daß deine Feinde vor dir schwinden, Und du auf ihre Leichen trittst!»
5840#5. Mose,34,1#1. Und Mosche stieg von der Niederung Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel der Hochfläche, die Jereho gegenüber liegt, und der Ewige ließ ihn das ganze Land schauen: Das Gil'ad bis Dan,
5841#5. Mose,34,2#2. und ganz Naftali, das Land Efraims und Menaschsches, und das ganze Land Jehudas bis zum westlichen Meer,
5842#5. Mose,34,3#3. die Südsteppe und das (Jarden-)Rund; die Ebene von Jereho, die Palmenstadt bis Zoar.
5843#5. Mose,34,4#4. Und der Ewige sprach zu ihm: «Dies ist das Land, das ich Abraham, Jizhak und Jaakob zugeschworen habe, sprechend: ,Deinem Samen will ich es geben!' Ich habe es dich schauen lassen mit deinen Augen, aber dort hinüber sollst du nicht kommen.»
5844#5. Mose,34,5#5. Dann starb dort Mosche, der Knecht des Ewigen, im Land Moab nach dem Ausspruch des Ewigen;
5845#5. Mose,34,6#6. und man begrub ihn im Tal, im Land Moab, nach Bet-Peor hin, und niemand kennt sein Grab bis auf diesen Tag.
5846#5. Mose,34,7#7. Mosche aber war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb; sein Auge war nicht trübe geworden und seine Frische nicht geschwunden.
5847#5. Mose,34,8#8. Und die Kinder Jisraël beweinten Mosche in der Niederung Moabs dreißig Tage; dann waren die Tage der Trauerklage um Mosche zuende.
5848#5. Mose,34,9#9. Jehoschua aber, der Sohn Nuns, war erfüllt vom Geist der Weisheit, denn Mosche hatte seine Hände auf ihn gestützt; und die Kinder Jisraël hörten auf ihn und taten, wie der Ewige Mosche geboten.
5849#5. Mose,34,10#10. Es stand aber in Jisraël kein Gottbegeisteter mehr auf wie Mosche, den der Ewige erkannte von Angesicht zu Angesicht
5850#5. Mose,34,11#11. für all die Zeichen und die Wahrbeweise, daß ihn der Ewige sandte, sie zu tun im Land Mizraim, an Par'o und an allen seinen Dienern und seinem ganzen Land,
5851#5. Mose,34,12#12. und für all die starke Hand und all den gewaltigen Schrecken, die Mosche wirkte vor den Augen von ganz Jisraël.