17385#Prediger,1,1#1. WORTE Kohelets, des Sohnes Dawids, Königs in Jeruschalaim.
17386#Prediger,1,2#2. «O eitel Eitelkeiten», spricht Kohelet / «o eitel Eitelkeiten, alles eitel! /
17387#Prediger,1,3#3. Was bleibt dem Menschen / bei all seinem Mühn / da er sich abmüht unter Sonnen?
17388#Prediger,1,4#4. Geschlecht geht hin / Geschlecht kommt auf / die Erde, sie steht ewiglich. /
17389#Prediger,1,5#5. Und Sonn erstrahlt / und Sonne geht / muß strebend ihrer Stätte zu / wo sie erstrahlt. /
17390#Prediger,1,6#6. Fährt gegen Süden, kreist nach Norden / rings, ringsum kreisend fährt der Wind / und nur zurück bei seinem Kreisen kehrt der Wind. /
17391#Prediger,1,7#7. Es laufen alle Bäche ab zum Meer / und wird das Meer nicht voll! / Hin, wo die Bäche laufen / dort kehren sie zu laufen. /
17392#Prediger,1,8#8. Ermüden alle Dinge / nichts wirkt der Mensch beim Reden / satt wird kein Aug beim Sehen / und voll kein Ohr vom Hören. /
17393#Prediger,1,9#9. Was gewesen, ist, was sein wird / was geschehen, das geschieht / und nichts gibts Neues unter Sonnen. /
17394#Prediger,1,10#10. Ist da ein Ding, das meint: / Sieh, neu ists; / längst war es in den Ewigkeiten / die vor uns gewesen. /
17395#Prediger,1,11#11. Gibt kein Gedenken von den Frühern / und auch den Spätern, die noch kommen / bleibt kein Gedenken / bei denen, die noch später kommen.
17396#Prediger,1,12#12. Ich, Kohelet, war König über Jisraël in Jeruschalaim.
17397#Prediger,1,13#13. Und ich richtete meinen Sinn, alles was unter dem Himmel geschah, mit Weisheit zu erforschen und zu ergründen. Das ist eine böse Aufgabe, die Gott den Menschen gegeben, sich damit zu befassen.
17398#Prediger,1,14#14. Ich sah alle Taten, die unter der Sonne geschahen, und sieh, alles war eitel und Jagen nach Wind:
17399#Prediger,1,15#15. Krumm kann nicht grade werden / Verlust hinzu nicht zählen.
17400#Prediger,1,16#16. Ich sprach zu meinem Herzen: Sieh, ich habe größere und reichere Weisheit erworben als alle, die vor mir über Jeruschalaim waren, und mein Herz hat viel Weisheit und Erkenntnis gesehen.
17401#Prediger,1,17#17. Und ich richtete meinen Sinn, Weisheit zu erkennen und Tollheit und Torheit zu erkennen. Da erkannte ich, daß auch dies ein Jagen nach Wind ist.
17402#Prediger,1,18#18. Denn: / Bei viel Weisheit ist viel Kränkung / und mehrt wer Wissen / mehrt er Weh.
17403#Prediger,2,1#1. Ich sprach in meinem Herzen: ,Wohlan, ich wills tränken - in Freude, genießend des Guten!' Aber, sieh, auch das war eitel.
17404#Prediger,2,2#2. Vom Lachen sprach ich: ,Toll ists' / von Freude: ,Was schafft diese?'
17405#Prediger,2,3#3. Ich forschte in meinem Herzen, zu fassen - trotz des Weins an meinem Leib, und da mein Herz antrieb - die Weisheit und zu ergreifen die Torheit, bis ich sehen würde, welches für die Menschen gut sei, daß sie es täten unter dem Himmel die gezählten Tage ihres Lebens.
17406#Prediger,2,4#4. Ich schuf mir große Werke, baute mir Häuser, pflanzte mir Weinberge,
17407#Prediger,2,5#5. legte mir Gärten und Lusthaine an und pflanzte darin Bäume mit allerlei Frucht;
17408#Prediger,2,6#6. ich legte mir Wasserteiche an, um aus ihnen einen baumsprossenden Wald zu bewässern.
17409#Prediger,2,7#7. Ich erwarb Knechte und Mägde, auch hausgeborne hatte ich, auch hatte ich viel Viehbesitz von Rindern und Schafen, mehr als alle, die vor mir in Jeruschalaim gewesen.
17410#Prediger,2,8#8. Ich heimste mir auch Silber und Gold, Schatz von Königen und Ländern, ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen an und die Wonnen der Menschenkinder: Kisten und Kasten.
17411#Prediger,2,9#9. Und ich tat Größeres und mehr als alle, die vor mir in Jeruschalaim gewesen, auch meine Weisheit verblieb mir.
17412#Prediger,2,10#10. Und von allem, was meine Augen begehrten, versagte ich ihnen nichts; ich weigerte meinem Herzen keine Freude, denn mein Herz hatte Freude von all meiner Mühe, und dies war mein Anteil von all meiner Mühe.
17413#Prediger,2,11#11. Aber wandte ich mich zu allen meinen Werken, die meine Hände geschaffen hatten, und zu der Mühe, die ich mich zum Schaffen gemüht hatte, sieh, da war alles Eitelkeit und Jagen nach Wind, und kein Gewinn unter der Sonne.
17414#Prediger,2,12#12. Und ich wandte mich, Weisheit und Tollheit und Torheit zu betrachten; denn was soll der Mensch, der nach dem König kommen wird? Das, was man längst getan hat?
17415#Prediger,2,13#13. Doch sah ich, daß die Weisheit einen Vorzug vor der Torheit hat, wie des Lichtes Vorzug vor der Finsternis:
17416#Prediger,2,14#14. Die Augen hat im Kopf der Weise / der Tor jedoch im Finstern wandelt. Aber ich erkannte auch, daß ein Geschick sie alle trifft.
17417#Prediger,2,15#15. Da sprach ich in meinem Herzen: Das gleiche Schicksal wie den Toren wird auch mich treffen, und wozu bin ich dann weiser gewesen? Und ich sprach in meinem Herzen, daß auch dies eitel sei.
17418#Prediger,2,16#16. Denn kein Gedenken bleibt dem Weisen samt dem Toren für immer, da längst in den kommenden Tagen alles vergessen ist. Aber wie darf der Weise sterben samt dem Toren?
17419#Prediger,2,17#17. Da ward mir das Leben verhaßt, denn übel schien mir das Tun, das unter der Sonne geschieht; denn alles ist Eitelkeit und Jagen nach Wind.
17420#Prediger,2,18#18. Dann ward mir alle meine Mühe verhaßt, die ich mich mühe unter der Sonne, weil ich es einem Menschen laßen muß, der nach mir sein wird.
17421#Prediger,2,19#19. Und wer weiß, ob er weise oder töricht sein wird? Und der wird schalten über all meine Mühe, die ich mich gemüht und weise bedacht habe unter der Sonne; auch das ist eitel.
17422#Prediger,2,20#20. Da wandte ich mich, mein Herz verzweifeln zu lassen ob aller Mühe, die ich mich gemüht unter der Sonne.
17423#Prediger,2,21#21. Denn da gibts einen Menschen, der sich gemüht mit Weisheit, Erkenntnis und Tüchtigkeit, und es einem Menschen, der sich nicht darum gemüht hat, als Anteil abgeben muß. Auch dies ist Eitelkeit und großes Übel.
17424#Prediger,2,22#22. Denn was hat der Mensch von all seiner Mühe und von seines Herzens Jagen, womit er sich abmüht unter der Sonne?
17425#Prediger,2,23#23. Denn all seine Tage sind Schmerzen und Kränkung seine Aufgabe, selbst bei Nacht ruht sein Herz nicht; auch das ist eitel.
17426#Prediger,2,24#24. Nicht im Menschen liegt das Glück, daß er esse und trinke und seine Seele Gutes genießen lasse bei seiner Mühe; auch das sah ich, daß es aus Gottes Hand kommt.
17427#Prediger,2,25#25. Denn wer essen darf und wer ausgeschlossen ist, das kommt von ihm!
17428#Prediger,2,26#26. Denn dem Menschen, der ihm wohlgefällt, hat er Weisheit und Erkenntnis und Freude gegeben, dem aber, ders verfehlt, gab er auf, einzubringen und anzusammeln, um es dem zu geben, der Gott wohlgefällt. Auch dies ist eitel und Jagen nach Wind.
17429#Prediger,3,1#1. Alles hat Zeit und Stunde, alles Wollen, unter dem Himmel: /
17430#Prediger,3,2#2. Zeit fürs Gebären und Zeit fürs Sterben / Zeit fürs Pflanzen und Zeit fürs Ausreißen des Gepflanzten; /
17431#Prediger,3,3#3. Zeit fürs Töten und Zeit fürs Heilen / Zeit fürs Einreißen und Zeit fürs Aufbaun; /
17432#Prediger,3,4#4. Zeit fürs Weinen und Zeit fürs Lachen / Zeit des Klagens und Zeit des Tanzens; /
17433#Prediger,3,5#5. Zeit fürs Steine werfen und Zeit fürs Steine sammeln / Zeit fürs Umarmen und Zeit fürs Meiden der Umarmung; /
17434#Prediger,3,6#6. Zeit fürs Suchen und Zeit fürs Verlorengeben / Zeit fürs Bewahren und Zeit fürs Fortwerfen; /
17435#Prediger,3,7#7. Zeit fürs Reißen und Zeit fürs Nähen / Zeit fürs Schweigen und Zeit fürs Reden; /
17436#Prediger,3,8#8. Zeit fürs Lieben und Zeit fürs Hassen / Zeit des Kriegs und Zeit des Friedens.
17437#Prediger,3,9#9. Was bleibt dem Schaffenden bei dem, womit er sich müht?
17438#Prediger,3,10#10. Ich sah die Aufgabe, die Gott den Menschen gegeben hat, sich damit zu befassen.
17439#Prediger,3,11#11. Alles hat er gemacht: Passend zu seiner Zeit. Auch das Ewige hat er in ihren Sinn gelegt - nur daß der Mensch das Werk, das Gott gewirkt, nicht finden kann - von Anbeginn bis zuende.
17440#Prediger,3,12#12. Ich erkannte, daß es dabei kein Glück gibt, als sich zu freuen und sichs wohl sein zu lassen in seinem Leben.
17441#Prediger,3,13#13. Aber auch, daß jeglicher Mensch ißt und trinkt und Glück genießt an all seiner Mühe, ist Gottes Gabe.
17442#Prediger,3,14#14. Ich erkannte, daß alles, was Gott tut, für ewig besteht, dazu ist nichts hinzuzufügen und davon nichts zu nehmen, und Gott hat es so eingerichtet, daß man sich vor ihm fürchte.
17443#Prediger,3,15#15. Was war, ist längst dahin, und was sein soll, längst gewesen; und Gott sucht das einander Folgende.
17444#Prediger,3,16#16. Und weiter sah ich unter der Sonne: An Rechtes Statt war Unrecht, und an der Stätte der Gerechtigkeit - das Unrecht.
17445#Prediger,3,17#17. Ich sprach zu meinem Herzen: Den Gerechten und Ungerechten wird Gott richten - denn eine Zeit gibts für alles Wollen - und alle Tat daselbst.
17446#Prediger,3,18#18. Und ich sprach in meinem Herzen nach der Weise der Menschen: Daß Gott sie auserwählt habe. Aber um einzusehn, daß sie nur sind, wie das Vieh ist,
17447#Prediger,3,19#19. denn das Geschick der Menschen und das Geschick des Viehs - ein und dasselbe Geschick haben sie: Wie das stirbt, so stirbt der, und einen Odem haben alle, und einen Vorzug des Menschen vor dem Vieh gibt es nicht, denn alles ist eitel.
17448#Prediger,3,20#20. Alles geht an einen Ort: Alles ist aus dem Staub geworden, und alles kehrt zum Staub zurück.
17449#Prediger,3,21#21. Wer weiß, ob der Geist der Menschen nach oben emporsteigt, und ob der Geist des Viehs zur Erde hinabfährt?
17450#Prediger,3,22#22. So sah ich, daß es nichts Besseres gibt, als daß der Mensch sich freue an seinen Werken, denn das ist sein Anteil; denn wer kann ihn hinbringen, zu sehen, was nach ihm sein wird?
17451#Prediger,4,1#1. Und wiederum sah ich alle Bedrückungen, die unter der Sonne verübt werden; und sieh, die Träne der Unterdrückten, und sie haben keinen Tröster, und von der Hand ihrer Bedrücker: Bestechungsgut; und sie haben keinen Tröster.
17452#Prediger,4,2#2. Da pries ich die Toten, die schon gestorben, glücklicher als die Lebenden, die noch am Leben sind;
17453#Prediger,4,3#3. und glücklicher als beide den, der noch gar nicht geworden, der das böse Treiben nicht gesehen, das unter der Sonne geschieht.
17454#Prediger,4,4#4. Und ich sah bei aller Mühe und Trefflichkeit des Schaffens, daß es an des Mannes Erwerben eines Freundes liegt; (sonst) ist auch dies eitel und Jagen nach Wind.
17455#Prediger,4,5#5. Der Tor umarmt die eignen Hände und ißt vom eignen Fleisch:
17456#Prediger,4,6#6. ,Besser eine Handvoll im Geruhen als zwei Hände voll mit Mühsal und mit Jagen nach Wind!'
17457#Prediger,4,7#7. Aber wiederum sah ich Eitles unter der Sonne:
17458#Prediger,4,8#8. Da ist einer ohne einen zweiten, auch Sohn und Bruder hat er nicht, und keinen Zweck hat all sein Mühn, auch seine Augen werden des Reichtums nicht satt: ,Für wen mühe ich mich denn und versage meiner Seele Glück?' Auch dies ist eitel und eine böse Aufgabe.
17459#Prediger,4,9#9. Besser sind zwei daran als einer, weil sie guten Lohn für ihre Mühe haben;
17460#Prediger,4,10#10. denn wenn sie fallen, kann der eine dem andern wieder aufhelfen, doch weh dem Einzelnen, der fällt, und es ist kein Zweiter da, ihm aufzuhelfen!
17461#Prediger,4,11#11. Auch wenn zwei beisammenliegen, wird ihnen warm, aber wie soll dem Einzelnen warm werden?
17462#Prediger,4,12#12. Und wenn einer jemand anfällt, so werden ihm die Zwei standhalten; und die dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen.
17463#Prediger,4,13#13. Besser dran war der Knabe, arm und weise, als der König, alt und töricht, der nicht mehr wußte, sich in acht zu nehmen.
17464#Prediger,4,14#14. Denn aus dem Gefängnis kam er heraus zu herrschen, da der, in seinem Königtum geboren, verarmte.
17465#Prediger,4,15#15. Ich sah alle Lebenden, die da wandeln unter der Sonne - mit dem andern Kind, das an seine Stelle treten sollte.
17466#Prediger,4,16#16. Keinen Zweck hatte alles Volk, alles, was vor ihnen gewesen, und auch die Späteren werden sich seiner nicht freuen, denn auch dies ist eitel Hüten von Wind.
17467#Prediger,4,17#17. Acht deines Fußes, wenn du gehst: Zu Gottes Haus, und Nahen um zu hören, als (dahin,) wo die Toren Schlachtmahl geben. Denn sie wissens nicht, so daß sie böse handeln.
17468#Prediger,5,1#1. Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein (Gelöbnis)wort vor Gott auszusprechen; denn Gott ist im Himmel, und du bist auf Erden, darum seien deiner Worte wenig.
17469#Prediger,5,2#2. Denn: Kommt, der gesunden Geists mit vielem Zweck, so Torenschwatz mit vielen Worten.
17470#Prediger,5,3#3. Wenn du Gott ein Gelöbnis tust, so säume nicht, es zu bezahlen, denn es ist kein Gefallen an den Toren. Was du gelobst, zahle!
17471#Prediger,5,4#4. Besser, daß du nicht gelobst, als daß du gelobst und nicht zahlst.
17472#Prediger,5,5#5. Gestatte deinem Mund nicht, deinen Leib in Schuld zu bringen, und sage nicht vor dem Boten, daß es unbedacht war. Warum soll Gott über dein Gerede zürnen und das Werk deiner Hände verderben?
17473#Prediger,5,6#6. Denn (das kommt) durch viel Träumereien, Eitelkeiten und viel Gerede; so fürchte Gott!
17474#Prediger,5,7#7. Wenn du Bedrückung des Armen und Entziehung von Recht und Gerechtigkeit im Land siehst, so frage nicht ob der Absicht; denn ein Höherer über dem Hohen und noch Höhere über ihnen lauern.
17475#Prediger,5,8#8. Und Vorzug hat das Land bei allem: Ein König ist man vom bebauten Feld. /
17476#Prediger,5,9#9. Wer Geld liebt, wird des Gelds nicht satt / und wer den Reichtum liebt, nicht des Ertrags. / Auch das ist eitel.
17477#Prediger,5,10#10. Mehrt sich das Gut, so die auch, die dran zehren. / Und welche Trefflichkeit hat sein Besitzer, als daß seine Augen es sehen?
17478#Prediger,5,11#11. Süß ist des Werkmanns Schlaf / ob wenig er, ob viel ißt; / aber den Reichen läßt die Übersättigung nicht schlafen.
17479#Prediger,5,12#12. Es gibt ein arges Übel, das ich sah unter der Sonne: Reichtum, von seinem Besitzer für sein Unglück aufbewahrt.
17480#Prediger,5,13#13. Nun geht jener Reichtum durch ein bös Geschäft verloren, und hat er einen Sohn gezeugt, so bleibt nichts in dessen Hand.
17481#Prediger,5,14#14. Wie er hervorging aus der Mutter Schoß, nackt geht dahin er wieder, wie er kam, und nichts trägt er davon für seine Mühe, das er mit sich führen könnte.
17482#Prediger,5,15#15. Und auch dies ist ein arges Übel: Ganz wie er gekommen, muß er gehen; und welchen Gewinn hat er, daß er sich müht in den Wind?
17483#Prediger,5,16#16. Auch zehrt er all sein Lebtag in Finsternis und kränkt sich viel, nebst Leiden und Verdruß.
17484#Prediger,5,17#17. Sieh, was ich als gut, als schön ersehen habe, ist: Zu essen und zu trinken und Gutes zu genießen aus all seiner Mühe, die einer sich abmüht unter der Sonne die gezählten Tage seines Lebens, die ihm Gott gegeben. Denn das ist sein Anteil.
17485#Prediger,5,18#18. Doch auch für jeden Menschen, dem Gott Reichtum und Güter verliehen, und den er ermächtigt hat, davon zu genießen und sein Teil zu nehmen und sich zu freuen an seiner Mühe, ist dies eine Gabe Gottes.
17486#Prediger,5,19#19. Denn nicht viel sind, bedenke er, seine Lebenstage, daß Gott ihn schaffen läßt in der Freude seines Herzens.
17487#Prediger,6,1#1. Es gibt ein Übel, das ich gesehen unter der Sonne, und groß ists bei dem Menschen:
17488#Prediger,6,2#2. Wenn einem Mann Gott Reichtum, Güter und Ehre verleiht, und es fehlt seiner Seele nichts von allem, was er begehren mag, aber Gott ermächtigt ihn nicht, davon zu genießen, sondern ein fremder Mann genießt es. Das ist eitel und schlimmes Leiden.
17489#Prediger,6,3#3. Wenn jemand auch hundert zeugte und viele Jahre lebte, und soviel auch seiner Jahre Tage wären, aber seine Seele sättigt sich nicht am Guten, so - wenn auch diese nicht einmal ein Grab erhält - sage ich: Besser als er hats die Fehlgeburt.
17490#Prediger,6,4#4. Wenn sie auch in Nichtigkeit kommt, in Finsternis dahingeht und ihr Name mit Finsternis bedeckt ist,
17491#Prediger,6,5#5. wenn sie auch die Sonne nicht kannte: Ihr ist wohler als jenem,
17492#Prediger,6,6#6. und wenn er tausend Jahre zweimal lebte, hätte aber nichts Gutes genossen. Geht nicht alles dahin an einen Ort?
17493#Prediger,6,7#7. Des Menschen Mühn ist alles für den Mund / und doch: Die Seele wird nicht satt.
17494#Prediger,6,8#8. Was also hat der Weise vor dem Toren mehr? Was hat der Arme, ders versteht, vor Lebenden zu wandeln?
17495#Prediger,6,9#9. Besser mit den Augen sehen / als der Seele (träumend) Gehen. Auch dies ist eitel und Jagen nach Wind.
17496#Prediger,6,10#10. (Danach) was man gewesen, ist längst sein Name genannt, und bekannt, daß er ein Mensch ist und er nicht rechten kann mit dem, der stärker ist als er.
17497#Prediger,6,11#11. Ja, es gibt viel Reden, die nur Eitelkeit häufen; was hat der Mensch davon?
17498#Prediger,6,12#12. Denn wer weiß, was für den Menschen gut ist im Leben während seiner gezählten, nichtigen Lebenstage, daß er sie - dem Schatten gleich - gestalte? Denn wer kündet dem Menschen, was nach ihm sein wird unter der Sonne?
17499#Prediger,7,1#1. Besser: Name gut als Duftöl; / so des Todes Tag als der Geburt. /
17500#Prediger,7,2#2. Besser: Gehn ins Haus der Trauer / als zu gehn ins Haus des Mahles; dieweil jenes aller Menschen Ende, und der Lebende sichs zu Herzen nehmen mag.
17501#Prediger,7,3#3. Besser: Unmut als das Lachen / denn bei trüber Miene tuts dem Herzen wohl. /
17502#Prediger,7,4#4. Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer / das Herz der Toren in dem Haus der Lust. /
17503#Prediger,7,5#5. Besser: Weisen schelten hören / als wer hört der Toren Sang;
17504#Prediger,7,6#6. denn wie der Dornen Prasseln unterm Kessel, so ist des Toren Lachen. - Und auch das ist eitel.
17505#Prediger,7,7#7. Denn: Erpressung(sgeld) macht Weisen toll / und den Verstand verdirbt Bestechung.
17506#Prediger,7,8#8. Besser: Einer Sache End als Anfang. / Besser: Ein Langmütiger als ein Hochmütiger.
17507#Prediger,7,9#9. Übereile dich nicht in deinem Sinn, unmutig zu werden, denn: Unmut weilet in der Toren Brust.
17508#Prediger,7,10#10. Sprich nicht: ,Wie ist es gekommen, daß die früheren Tage besser waren als diese?' Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.
17509#Prediger,7,11#11. Gut ist Weisheit bei Besitz / und Vorteil denen, die die Sonne schauen.
17510#Prediger,7,12#12. Denn im Schatten der Weisheit (ists wie) im Schatten des Geldes, doch der Vorzug der Erkenntnis ist: Die Weisheit erhält ihren Besitzer am Leben.
17511#Prediger,7,13#13. Betrachte Gottes Werk / denn wer kann grade machen / was er gekrümmt?
17512#Prediger,7,14#14. Am Tag des Glücks sei guter Dinge; - und am Unglückstag bedenke: Auch diesen ebenso wie jenen hat Gott gemacht, nach der Weise, daß der Mensch nach ihm gar nichts ausfinden kann.
17513#Prediger,7,15#15. Alles habe ich gesehn in meiner Nichtigkeit Tagen: Es gibt manchen Gerechten, der zugrunde geht bei seiner Gerechtigkeit, und es gibt manchen Bösewicht, der lange lebt bei seiner Schlechtigkeit.
17514#Prediger,7,16#16. Sei nicht allzu gerecht und zeige dich nicht überweise, warum willst du dich vereinsamen?
17515#Prediger,7,17#17. Frevle nicht zu sehr und sei kein Tor, warum willst du vor deiner Zeit sterben?
17516#Prediger,7,18#18. Gut ists, daß du an diesem festhältst und auch von jenem deine Hand nicht läßt, denn der Gottesfürchtige entgeht dem allen.
17517#Prediger,7,19#19. Die Weisheit leiht dem Weisen Stärke, mehr als die der zehn Machthaber, die in der Stadt waren.
17518#Prediger,7,20#20. Denn: Keinen Menschen gibts auf Erden, so gerecht, daß er nur Gutes tät und nimmer fehlte.
17519#Prediger,7,21#21. Kümmere dich auch nicht um alles Gerede, das man redet, damit du nicht deinen Knecht dir fluchen hörest.
17520#Prediger,7,22#22. Denn gar vieler Male ist sich dein Herz bewußt, da auch du anderen geflucht hast.
17521#Prediger,7,23#23. All dies hab ich versucht mit Weisheit, ich dachte: Ich will die Weisheit erlangen; aber sie blieb fern von mir.
17522#Prediger,7,24#24. Fern ists, wie es gewesen / und tief, tief / wer kanns erreichen?
17523#Prediger,7,25#25. Ich wandte mich, und mein Sinn stand, zu erkennen und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Berechnung; und dies - um zu erkennen: Frevel als Torheit und Torheit als Wahnsinn.
17524#Prediger,7,26#26. Auch finde ich bittrer als den Tod das Weib, das (voller) Schlingen ist, des Herz ein Netzwerk, dessen Arme Fesseln sind; wer recht vor Gott, entrinnt ihr, aber ders verfehlt, wird von ihr verstrickt.
17525#Prediger,7,27#27. Sieh, dies habe ich gefunden, spricht Kohelet, eins zum andern (fügend), um die Berechnung zu finden.
17526#Prediger,7,28#28. Was meine Seele immerfort gesucht und nicht gefunden: Einen Menschen unter Tausend habe ich gefunden, aber ein Weib habe ich unter all diesen nicht gefunden.
17527#Prediger,7,29#29. Nur dies, sieh, fand ich, daß Gott den Menschen schlicht geschaffen hat, jene aber suchten vieles zu ersinnen.
17528#Prediger,8,1#1. Wer ist da wie der Weise / und wer versteht der Dinge Deutung? Des Menschen Weisheit macht des (Königs) Antlitz leuchten / und seine starre Miene wird verändert.
17529#Prediger,8,2#2. Ich (meine): Des Königs Wort befolge, und zwar nach der Weise eines Gotteseids.
17530#Prediger,8,3#3. Übereile dich nicht, von ihm wegzugehn, laß dich nicht in eine böse Sache ein, denn alles, was er will, tut er,
17531#Prediger,8,4#4. weil des Königs Wort Gewalt hat, und wer darf zu ihm sagen: ,Was tust du?'
17532#Prediger,8,5#5. Wer das Gebot befolgt, weiß von nichts Bösem. Und Zeit und Recht kennt des Weisen Sinn;
17533#Prediger,8,6#6. denn für jede Sache gibt es Zeit und Recht. Aber des Menschen Übel ist viel über ihm.
17534#Prediger,8,7#7. Er weiß ja nicht, was geschehen wird; denn wie es geschehen wird, wer zeigt es ihm an?
17535#Prediger,8,8#8. Der Mensch hat nicht Gewalt über den Willen (Gottes), den Willen einzuhalten, und hat nicht Gewalt an des Todes Tag, noch (bei) Aussenden zum Kampf; noch kann da unrecht Gut den Eigner retten.
17536#Prediger,8,9#9. Dies alles habe ich gesehen und meinen Sinn gerichtet auf alles Tun, das unter der Sonne geschieht, betreffs der Zeit, wo ein Mensch unter Menschen Gewalt hat, wo ihm Böses geschieht.
17537#Prediger,8,10#10. Und so sah ich Frevler, die begraben wurden und (zur Ruhe) eingingen; aber von heiliger Stätte mußten fortziehn und wurden vergessen in der Stadt, die rechtschaffen gehandelt hatten. Auch das ist eitel.
17538#Prediger,8,11#11. Weil der Spruch über die böse Tat nicht bald vollzogen wird, darum nehmen die Menschen es sich in den Sinn, Böses zu tun;
17539#Prediger,8,12#12. weil der Sünder hundert (Jahre) Böses begeht, und er ihn lange währen läßt. Obschon ich auch (Fälle) kenne, daß es den Gottesfürchtigen gut geht, weil sie sich vor ihm fürchten,
17540#Prediger,8,13#13. aber nicht dem Frevler gut ergeht und er, dem Schatten gleich, seine Tage nicht längert, weil er sich nicht vor Gott fürchtet.
17541#Prediger,8,14#14. Da gibt es ein Eitles, das auf Erden geschieht: Daß es Gerechte gibt, denen widerfährt nach dem Tun der Frevler, und Frevler, denen nach dem Tun der Gerechten widerfährt. Da meinte ich, daß auch das eitel ist.
17542#Prediger,8,15#15. So preise ich mir die Lust, weil es nichts Besseres für den Menschen gibt unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein, und das begleite ihn bei seiner Mühe in den Tagen seines Lebens, die Gott ihm gegeben hat unter der Sonne.
17543#Prediger,8,16#16. Als ich meinen Sinn darauf richtete, Weisheit zu erkennen und die Aufgabe zu sehen, die auf Erden geschieht: Daß (obwohl) man weder bei Tag noch bei Nacht Schlaf in seinen Augen sieht,
17544#Prediger,8,17#17. da sah ich, daß der Mensch nicht vermag, das ganze Werk Gottes, das unter der Sonne geschieht, auszufinden, da der Mensch, wie sehr er sich auch abmüht zu suchen, es doch nicht findet; und selbst wenn der Weise meint, es zu erkennen, kann er es nicht ausfinden.
17545#Prediger,9,1#1. Denn dies alles brachte ich vor meinen Sinn, so daß ich all dies klarstellte, daß die Gerechten und die Weisen und ihre Handlungen in Gottes Hand sind. Ja, weder Liebe noch Haß ahnt der Mensch, alles liegt vor ihnen:
17546#Prediger,9,2#2. Alles, wie es allen werden soll. Einerlei Geschick trifft den Gerechten wie den Frevler, den Guten und Reinen wie den Unreinen, den Opfernden wie den, der nicht opfert; dem Guten geht es wie dem Sünder, dem Schwörenden wie dem, der den Schwur scheut.
17547#Prediger,9,3#3. Dies ist übel in allem, was unter der Sonne geschieht, daß einerlei Geschick alle trifft - ob auch das Herz der Menschen voll ist des Bösen und Tollheit ist in ihrem Herzen - in ihrem Leben, und danach gehts zu den Toten.
17548#Prediger,9,4#4. Denn wer da noch verbunden ist mit all den Lebenden, hat Hoffnung, denn: 5. Dem lebendigen Hund ists wohler als dem toten Löwen;
17549#Prediger,9,5#denn die Lebenden kennen die, die sterben, die Toten aber kennen nichts und haben weiter keinen Dank, denn vergessen ist ihr Gedenken.
17550#Prediger,9,6#6. So ihre Liebe als ihr Haß und ihr Eifer sind längst geschwunden, und sie haben keinen Anteil mehr in Ewigkeit an allem, was unter der Sonne geschieht.
17551#Prediger,9,7#7. So komm und iß in Lust dein Brot / und trinke frohen Herzens deinen Wein / denn längst hat Gott dein Tun gewählt. /
17552#Prediger,9,8#8. Zu aller Zeit sei'n deine Kleider blank / und laß das Öl auf deinem Haupt nicht fehlen. /
17553#Prediger,9,9#9. Genieß mit einem Weibe, das du liebst, das Leben durch alle Tage deines eitlen Lebens, die er dir gegeben unter der Sonne, alle deine eitlen Tage. Denn das ist dein Anteil am Leben und an deiner Mühe, da du dich abmühst unter der Sonne.
17554#Prediger,9,10#10. Alles, was deine Hand mit deiner Kraft zu schaffen vermag, das tu. Denn es gibt nicht Schaffen noch Planen, nicht Kenntnis noch Weisheit in Scheol, dahin du gehst.
17555#Prediger,9,11#11. Wiederum sah ich unter der Sonne, daß nicht dem Schnellen der Lauf gehört und nicht den Helden der Kampf, auch nicht den Weisen Brot, noch den Verständigen Reichtum, noch den Kundigen Gunst, sondern Zeit und Schickung trifft sie alle.
17556#Prediger,9,12#12. Kennt doch der Mensch nicht seine Zeit: Gleich den Fischen, die im bösen Netz sich fangen, und gleich den Vögeln, die in der Schlinge festgehalten werden, gleich ihnen werden die Menschen verstrickt zur Zeit des Unglücks, wenn es sie plötzlich überfällt.
17557#Prediger,9,13#13. Auch dies sah ich als Weisheit unter der Sonne, und groß scheint sie mir:
17558#Prediger,9,14#14. Eine kleine Stadt und nur wenig Männer darin, vor die zog ein großer König, schloß sie ein und baute gegen sie große Bollwerke.
17559#Prediger,9,15#15. Er traf aber darin einen armen weisen Mann, und der rettete die Stadt durch seine Weisheit; kein Mensch jedoch gedachte dann jenes armen Mannes.
17560#Prediger,9,16#16. Da sprach ich: ,Besser Weisheit als Stärke' - aber: / des Armen Weisheit ist verachtet / und seine Worte werden nicht gehört.
17561#Prediger,9,17#17. Der Weisen Worte in Ruhe werden eher gehört, als das Geschrei eines Herrschers unter den Toren.
17562#Prediger,9,18#18. Besser Weisheit als Kriegsgerät / aber ein einziger Sünder verdirbt des Guten viel.
17563#Prediger,10,1#1. Wie Fliegen, tot, das Öl des Salbenmischers stinken, gären machen, so das Köstlichste von Weisheit und Reichtum ein wenig Torheit.
17564#Prediger,10,2#2. Ist des Weisen Sinn nach seiner Rechten / ist des Toren Sinn nach seiner Linken.
17565#Prediger,10,3#3. Und auf dem Weg dann, wenn der Tor ihn geht, fehlt ihm Verstand, und er sagt so allen: ,Der ist ein Narr.'
17566#Prediger,10,4#4. Wenn gegen dich des Herrschers Unmut aufsteigt, verlaß nicht deinen Ort, denn Gelassenheit beschwichtigt große Verfehlungen.
17567#Prediger,10,5#5. Da gibt es ein Übel, das ich unter der Sonne sah, wenn ein Versehen vom Machthaber ausging.
17568#Prediger,10,6#6. Was Narrheit (war), ist (oft) gestellt in große Höhen / und Reiche sitzen niedrig da. /
17569#Prediger,10,7#7. Ich sah auf Rossen Knechte / und Fürsten, wie die Knechte, auf dem Boden gehn.
17570#Prediger,10,8#8. Wer eine Grube gräbt, der fällt hinein / den, der die Mauer einreißt, beißt die Schlange. /
17571#Prediger,10,9#9. Wer Steine losbricht, wird daran sich weh tun / wer Holz zerspaltet, sich damit gefährden.
17572#Prediger,10,10#10. Wenn die Axt hungrig bleibt, verdirbt man ihre Schneide nicht, so daß man die Kräfte anstrengen muß? So ists ein Vorteil, Weisheit (zu verwenden).
17573#Prediger,10,11#11. Beißt mal die Schlange, gilt Beschwörung nicht / und nützt der Mann der Zunge nimmer. /
17574#Prediger,10,12#12. Die Worte aus des Weisen Munde werben Gunst / des Toren Lippen, die verderben ihn. /
17575#Prediger,10,13#13. Der Worte seines Mundes Anfang ist die Narrheit / und seiner Rede Ende schlimme Tollheit.
17576#Prediger,10,14#14. Und der Narr macht viele Worte. Der Mensch weiß nicht, was sein wird, und was nach ihm sein wird, wer kann es ihm sagen?
17577#Prediger,10,15#15. Der Toren Mühn ermattet sie; / (so war einer) der nicht wußte zur Stadt zu gehen. /
17578#Prediger,10,16#16. Weh, Land, des König ein Knabe / und dessen Obre morgens schmausen. /
17579#Prediger,10,17#17. Heil, Land, des König edelbürtig / und dessen Obre speisen rechter Zeit. / Durch Mannheit, nicht durch Zechen! /
17580#Prediger,10,18#18. Durch Faulheit senkt sich das Gebälk / und durch der Hände Schlaffheit triefts ins Haus. /
17581#Prediger,10,19#19. Zur Lust bereitet man das Mahl / und heiter macht der Wein das Leben / in alledem hat Zweck das Geld. /
17582#Prediger,10,20#20. In deinem Denken selbst fluch nicht dem König / in deinen Schlafgemächern fluche nicht dem Reichen. / Denn es entführt den Laut des Himmels Vogel / und der Beschwingte tut die Rede kund.
17583#Prediger,11,1#1. Schick über Wassers Fläche fort dein Brot / daß du's nach vielen Tagen findest. /
17584#Prediger,11,2#2. Gib einen Teil an sieben, ja an acht / denn nimmer weißt du, welches Unglück kommt auf Erden: /
17585#Prediger,11,3#3. Wenn sich die Wolken mit dem Regen füllen / so leeren sie ihn auf die Erde aus / und fällt ein Baum nach Süden oder Norden / da, wo der Baum gefallen, bleibt er; /
17586#Prediger,11,4#4. wer Wind abwartet, wird nicht säen / wer nach den Wolken sieht, nicht mähen. /
17587#Prediger,11,5#5. Wie du nicht merkst des Windes Weg / wie die Gebeine in der Schwangern Leib / so kennst auch Gottes Werk du nicht / der alles macht. /
17588#Prediger,11,6#6. Am Morgen säe deinen Samen / und laß am Abend deine Hand nicht ruhn, denn du weißt nicht, welches geraten wird, ob dies oder jenes, oder ob beides zusammen gedeihen wird.
17589#Prediger,11,7#7. Und süß ist das Licht / und wohl tuts den Augen / die Sonne zu schauen.
17590#Prediger,11,8#8. Ja, wenn der Mensch auch viele Jahre lebt, in ihnen allen sollte er sich freuen und der Tage der Finsternis gedenken, daß ihrer viele sein werden; alles was kommt, ist eitel.
17591#Prediger,11,9#9. Freu, Jüngling, dich in deiner Jugend / laß froh den Sinn dir sein in deinen Jünglingstagen / und wandle deines Herzens Wegen nach / und deiner Augen Schau! Doch wisse, daß über all dies Gott dich zu Gericht bringen wird.
17592#Prediger,11,10#10. Und halte Unmut fern von deinem Herzen / und banne Plage dir von deinem Leib / denn Jugend und Schwarzhaar sind eitel.
17593#Prediger,12,1#1. Und denk zu mästen dich in deinen Jünglingstagen / bevor die bösen Tage kommen / die Jahre nahen / davon du sagst: / ,Hab keine Lust an ihnen.'
17594#Prediger,12,2#2. Bevor die Sonne dunkelt / und Licht und Mond und Sterne / und nach dem Regen wieder Wolken kommen. /
17595#Prediger,12,3#3. Der Tage, da des Hauses Hüter zittern / und sich die starken Männer krümmen / die Müllerinnen feiern, weil sie wenig / die Guckerinnen an den Fenstern trüb geworden /
17596#Prediger,12,4#4. die Türen nach dem Markt verschlossen / der Mühle Schall gedämpft klingt / erstarrt der Vögel Sang / und aller Lieder Klänge still verhallen. /
17597#Prediger,12,5#5. Auch fürchtet man vor Höhe / Schrecknisse auf dem Weg sind / die Mandel blüht / sich schleppt der Heuschreck / die Kapper birst. / Geht ja der Mensch zu seinem ewgen Haus / und auf der Straße ziehn umher, die klagen. /
17598#Prediger,12,6#6. Eh daß zerreißt die Silberschnur / zerschellt die goldne Kugel / der Eimer bricht am Brunnen / das Rad zum Schacht hinabschlägt. /
17599#Prediger,12,7#7. Und zurück kehrt der Staub zur Erde / wie er gewesen / und der Geist kehrt wieder zu Gott / der ihn gegeben.
17600#Prediger,12,8#8. O eitel Eitelkeiten, spricht Kohelet, alles ist eitel.
17601#Prediger,12,9#9. Und über dies, daß Kohelet ein Weiser war, lehrte er auch das Volk Erkenntnis, erwog und erforschte und formte viele Sprüche.
17602#Prediger,12,10#10. Es suchte Kohelet köstliche Worte zu finden, und das ist richtig niedergeschrieben, Worte der Wahrheit.
17603#Prediger,12,11#11. Der Weisen Worte sind wie Stachelstäbe / wie eingeschlagne Pflöcke / mit Einfassung versehen / vom Hirten gestellt, als eins. /
17604#Prediger,12,12#12. Über diese hinaus aber laß dich warnen, mein Sohn: / Das viele Büchermachen hat nicht Zweck / und viel Studieren müdet nur den Leib.
17605#Prediger,12,13#13. Der Rede Schluß, da alles ist gehört: Gott fürchte und seine Gebote halte, denn das macht den ganzen Menschen.
17606#Prediger,12,14#14. Denn alles Tun bringt Gott in ein Gericht über alles Verborgene: Ob es gut oder böse.

16470#Sprüche,1,1#1. SPRÜCHE Schelomos, des Sohnes Dawids, des Königs von Jisraël.
16471#Sprüche,1,2#2. Daß Weisheit man und Zucht erkenne / begreife Sprüche der Vernunft /
16472#Sprüche,1,3#3. verständge Zucht annehme / Gerechtigkeit und Recht und Redlichkeit; /
16473#Sprüche,1,4#4. den Schlichten Klugheit zu verleihn / dem Knaben Kenntnis und Besinnen. /
16474#Sprüche,1,5#5. Der Weise hörs und mehre sich Belehrung / und der Vernünftige gewinne Planung. /
16475#Sprüche,1,6#6. Daß Spruch und Gleichnis man verstehe / der Weisen Wort' und ihre Rätsel.
16476#Sprüche,1,7#7. «Des Ewgen Furcht ist der Erkenntnis Anfang; / die Weisheit und die Zucht verachten Toren.
16477#Sprüche,1,8#8. Hör an, mein Sohn, des Vaters Zucht / und nicht verwirf die Weisung deiner Mutter /
16478#Sprüche,1,9#9. denn Kranz der Gunst sind sie an deinem Haupt / Geschmeide dir für deinen Hals. /
16479#Sprüche,1,10#10. Mein Sohn, wenn Sünder dich beschwatzen / geh drauf nicht ein; /
16480#Sprüche,1,11#11. wenn sie da sprechen: ,Komm mit uns / laß uns auf Bluttat lauern / nachstellen ohne Schuld dem Reinen /
16481#Sprüche,1,12#12. wir wollen wie Scheol sie schlingen, lebend / und heil, wie die zur Grube sinken /
16482#Sprüche,1,13#13. wir finden allen köstlichen Besitz / und füllen unsre Häuser mit der Beute /
16483#Sprüche,1,14#14. wirf nur dein Los in unsrer Mitte / ein Beutel soll uns allen sein' - /
16484#Sprüche,1,15#15. mein Sohn, geh nicht des Wegs mit ihnen / halt ferne deinen Fuß von ihrem Pfad /
16485#Sprüche,1,16#16. denn ihre Füße laufen hin zum Bösen / sie eilen, daß sie Blut vergießen. /
16486#Sprüche,1,17#17. Ja, ohne Absicht ist das Netz bestreut / in aller Flügelwesen Augen /
16487#Sprüche,1,18#18. doch jene lauern auf ihr Blut / sie stellen ihrem Leben nach. /
16488#Sprüche,1,19#19. So ist der Wandel jedes, der da Raub errafft: / Der, hat er ihn, nimmt ihm das Leben.
16489#Sprüche,1,20#20. Die Weisheit rufet auf der Straße / läßt auf den Plätzen ihre Stimme schallen /
16490#Sprüche,1,21#21. vornan, wo sie da rauschen, ruft sie aus / und an den Eingängen der Tore in die Stadt / da spricht sie ihre Sprüche: /
16491#Sprüche,1,22#22. ,Bis wann noch, Toren, liebt ihr Torheit / belieben Narren Narrheit / und hassen die Vernarrten die Erkenntnis? /
16492#Sprüche,1,23#23. Kehrt um auf meine Mahnung! / Sieh, ich will meinen Geist euch sprudeln lassen / will meine Worte bei euch künden. /
16493#Sprüche,1,24#24. Weil ich gerufen, und ihr euch geweigert / ich meine Hand gestreckt und keiner acht gehabt /
16494#Sprüche,1,25#25. ihr allen meinen Rat gemieden / und meine Mahnung nicht gemocht /
16495#Sprüche,1,26#26. so will auch ich bei eurem Unheil lachen / will spotten, wenn an euch die Schrecknis kommt /
16496#Sprüche,1,27#27. wenn wettergleich euch Schrecknis kommt / und euer Unheil wie der Sturmwind naht / wenn Druck und Drangsal an euch kommt. /
16497#Sprüche,1,28#28. Dann, rufen sie mich, werd ich nicht erwidern; / laß sie mich suchen, werden mich nicht finden! /
16498#Sprüche,1,29#29. Dafür, daß sie Erkenntnis haßten / des Ewgen Furcht sie nicht erwählten /
16499#Sprüche,1,30#30. sie meinen Rat nicht mochten / verwarfen alle meine Mahnung. /
16500#Sprüche,1,31#31. So laß von ihres Wandels Frucht sie essen / von ihren Ratschlüssen ersatten! /
16501#Sprüche,1,32#32. Denn der Betörten Abfall bringt sie um / der Narren Täuschung richtet sie zugrunde. /
16502#Sprüche,1,33#33. Doch wer auf mich hört, wohnet sicher / und sorglos vor des Unheils Schrecken.'
16503#Sprüche,2,1#1. Sohn, wenn du meine Reden annimmst / und was ich dir gebiete, bei dir wahrst /
16504#Sprüche,2,2#2. daß auf die Weisheit horcht dein Ohr / der Einsicht deinen Sinn du neigst /
16505#Sprüche,2,3#3. ja, wenn du anrufst die Vernunft / zur Einsicht deine Stimme hebst /
16506#Sprüche,2,4#4. wenn du sie suchst wie Silber / und wie nach Schätzen nach ihr forschest: /
16507#Sprüche,2,5#5. Dann wirst die Furcht des Ewgen du begreifen / und Gotterkennen finden. /
16508#Sprüche,2,6#6. Denn Weisheit gibt der Ewge / aus seinem Mund kommt Kenntnis und Vernunft. /
16509#Sprüche,2,7#7. Aufspart er Redlichen das Wissen / als Schild für die in Schlichtheit wandeln. /
16510#Sprüche,2,8#8. Daß sie des Rechtes Pfade wahren / bewacht er seiner Frommen Weg. /
16511#Sprüche,2,9#9. Dann wirst du Recht und Rechtlichkeit begreifen / und Redlichkeit und jeden Pfad des Guten. /
16512#Sprüche,2,10#10. Wenn Weisheit einzieht in dein Herz / und Kenntnis deiner Seele lieb ist /
16513#Sprüche,2,11#11. so wird die Klugheit dich bewachen / die Einsicht dich behüten. /
16514#Sprüche,2,12#12. Um dich zu retten vor des Bösen Weg / dem Manne, der Verkehrtes redet /
16515#Sprüche,2,13#13. die lassen der Geradheit Pfade / zu wandeln auf des Dunkels Wegen /
16516#Sprüche,2,14#14. die sich da freuen Arg zu tun / und jubeln bei des Bösen Widersinn. /
16517#Sprüche,2,15#15. Die, deren Bahnen sind verkrümmt / und die verkehrt auf ihren Pfaden.
16518#Sprüche,2,16#16. Um dich zu retten vor dem fremden Weib / der aus der Fremde, die so schmeichelnd redet /
16519#Sprüche,2,17#17. die den Vertrauten ihrer Jugend ließ / vergessen hat den Bund mit ihrem Gott. /
16520#Sprüche,2,18#18. Denn hin zum Tode sinkt ihr Haus / und zu den Refaïm hin ihre Gleise. /
16521#Sprüche,2,19#19. Alldie zu ihr hineingehn, kehren nicht zurück / erreichen nicht des Lebens Pfade. /
16522#Sprüche,2,20#20. Damit du wandelst auf der Guten Weg / und wahrst die Pfade der Gerechten. /
16523#Sprüche,2,21#21. Denn wohnen solln im Land die Redlichen / die Schlichten darin übrig bleiben; /
16524#Sprüche,2,22#22. die Frevler aber werden aus dem Land getilgt / die Treulosen aus ihm hinweggerissen.
16525#Sprüche,3,1#1. Mein Sohn, vergiß nicht meine Weisung / und meine Vorschriften bewahr dein Herz. /
16526#Sprüche,3,2#2. Denn Dauer deiner Tage, Jahre Lebens / und Frieden werden sie dir mehren. /
16527#Sprüche,3,3#3. Die Liebe und die Treue werden nimmer dich verlassen. / So binde sie um deinen Hals / schreib sie auf deines Herzens Tafel. /
16528#Sprüche,3,4#4. Und finde Gunst und guten Blick / in Gottes Augen und der Menschen. /
16529#Sprüche,3,5#5. Vertrau dem Ewigen mit ganzem Herzen / auf deine Einsicht stütz dich nicht /
16530#Sprüche,3,6#6. auf allen deinen Wegen merk auf ihn / und er wird deine Pfade ebnen. /
16531#Sprüche,3,7#7. Sei nicht in deinen Augen weise / den Ewgen fürchte und bleib fern vom Bösen. /
16532#Sprüche,3,8#8. Dir Heilung ists für deinen Leib / und Trank für dein Gebein. /
16533#Sprüche,3,9#9. Beehr den Ewigen aus deinem Gut / und aus dem Besten aller deiner Ernte: /
16534#Sprüche,3,10#10. So füllen deine Speicher sich mit Überfluß / des Mostes überströmen deine Keltern. /
16535#Sprüche,3,11#11. Die Zucht des Ewigen, mein Sohn, verwirf nicht / und laß dich seine Mahnung nicht verdrießen. /
16536#Sprüche,3,12#12. Denn wen der Ewge liebt, den züchtigt er / und wie dem Sohn der Vater meint ers gut. /
16537#Sprüche,3,13#13. Beglückt der Mensch, der Weisheit hat gefunden / der Mensch, der Einsicht sich gewinnt. /
16538#Sprüche,3,14#14. Denn besser ist ihr Kauf als Silbers Kauf / als Goldes ihr Ertrag. /
16539#Sprüche,3,15#15. Kostbar ist sie vor dem Geschmeide / und alle deine Köstlichkeiten kommen ihr nicht gleich. /
16540#Sprüche,3,16#16. Des Lebens Dauer ist in ihrer Rechten / in ihrer Linken Reichtum, Ehre. /
16541#Sprüche,3,17#17. Des Glückes Wege ihre Wege / und alle ihre Pfade Heil. /
16542#Sprüche,3,18#18. Ein Baum des Lebens ist sie denen, die sie halten / und wer sie faßt, beglückt!
16543#Sprüche,3,19#19. Mit Weisheit hat der Ewige das Land gegründet / die Himmel hingestellt mit Einsicht. /
16544#Sprüche,3,20#20. Durch sein Bestimmen barsten auf die Wassertiefen / und träufelten die Wolken Tau.
16545#Sprüche,3,21#21. Mein Sohn, nicht sollen sie aus deinen Augen rücken / bewahr Besinnen dir und Umsicht. /
16546#Sprüche,3,22#22. Sie werden Leben deiner Seele sein / Gunstschmuck für deinen Hals /
16547#Sprüche,3,23#23. dann gehst du sicher deines Wegs / dein Fuß, er stößt nicht an. /
16548#Sprüche,3,24#24. Legst du dich nieder, schrickst du nicht / und liegst du, ist dein Schlaf dir süß; /
16549#Sprüche,3,25#25. du fürchtest nicht vor jähem Schrecken / dem Graun der Bösen, wenn es kommt. /
16550#Sprüche,3,26#26. Wird ja der Ewge dein Vertrauen sein / und deinen Fuß behüten vor der Schlinge. /
16551#Sprüche,3,27#27. Versag nicht Wohltat dem, dem sie gebührt / reicht dazu deine Macht, um es zu tun. /
16552#Sprüche,3,28#28. Sprich nicht zu deinem Nächsten: ,Geh, komm wieder / und morgen will ich geben!' - wo du's hast. /
16553#Sprüche,3,29#29. Ersinn nicht Böses gegen deinen Nächsten / dieweil er arglos bei dir weilt. /
16554#Sprüche,3,30#30. Zank nicht mit einem Menschen ohne Grund / wenn er nichts Böses dir getan. /
16555#Sprüche,3,31#31. Beneide nicht den Mann des Raubs / und wähle keinen seiner Wege /
16556#Sprüche,3,32#32. denn Abscheu ist dem Ewigen der Krumme / doch mit den Graden hält er seinen Rat. /
16557#Sprüche,3,33#33. Des Ewigen Verwünschung ist im Haus des Frevlers / doch der Gerechten Wohnung segnet er. /
16558#Sprüche,3,34#34. Gilt es den Narren, gibt er Narrheit / doch den Gebeugten gibt er Gunst. /
16559#Sprüche,3,35#35. Die Ehre wird der Weisen Teil / die Toren aber tauschen Schande ein.
16560#Sprüche,4,1#1. Hört, Söhne, auf des Vaters Zucht / und merket auf, um Einsicht zu erfahren. /
16561#Sprüche,4,2#2. Denn gute Lehre geb ich euch / verlaßt nicht meine Weisung! /
16562#Sprüche,4,3#3. Denn Kind war ich bei meinem Vater / zart, einzig ich vor meiner Mutter /
16563#Sprüche,4,4#4. er unterwies mich und er sprach zu mir: / ,Laß deinen Sinn erfassen meine Worte / bewahre meine Vorschriften und lebe! /
16564#Sprüche,4,5#5. Erwirb dir Weisheit, wirb um Einsicht / vergiß es nicht / bieg nicht von meines Mundes Sprüchen ab. /
16565#Sprüche,4,6#6. Verlaß sie nicht, so wird sie dich bewahren / sei Freund ihr, wird sie dich beschützen. /
16566#Sprüche,4,7#7. Der Weisheit Anfang: Wirb um Weisheit; / um all dein Gut erwirb dir Einsicht. /
16567#Sprüche,4,8#8. Rank dich an ihr, und sie wird dich erhöhen / sie bringt dir Ehre, wenn du sie umfängst. /
16568#Sprüche,4,9#9. Sie legt aufs Haupt dir einen Kranz der Gunst / mit prächtger Krone wird sie dich beschenken.
16569#Sprüche,4,10#10. Hör an, mein Sohn, nimm meine Reden an / so werden Lebensjahre sich dir mehren. /
16570#Sprüche,4,11#11. Des Wegs der Weisheit weis ich dich / ich leite dich auf Pfaden der Geradheit; /
16571#Sprüche,4,12#12. gehst du, wird nicht beengt dein Schritt / und läufst du, stürzt du nicht. /
16572#Sprüche,4,13#13. Halt fest die Zucht und laß sie nicht / behüt sie, denn sie ist dein Leben. /
16573#Sprüche,4,14#14. Auf Frevlers Pfad begib dich nicht / beschreite nicht den Weg der Bösen; /
16574#Sprüche,4,15#15. meid ihn, betritt ihn nicht / lenk ab von ihm und geh vorbei. /
16575#Sprüche,4,16#16. Weil sie nicht schlafen, wenn sie Böses nicht getan / des Schlafs beraubt, wenn sie zu Falle nicht gebracht. /
16576#Sprüche,4,17#17. Denn Brot des Frevels essen sie / und Wein des Raubes trinken sie. /
16577#Sprüche,4,18#18. Doch der Gerechten Pfad ist wie des Lichtes Glanz / das leuchtend wandelt, weil der Tag besteht. /
16578#Sprüche,4,19#19. Der Weg der Frevler aber ist wie Dunkel / sie wissen nicht, wodurch sie stürzen.
16579#Sprüche,4,20#20. Mein Sohn, auf meine Worte merke / und meinen Sprüchen neig dein Ohr. /
16580#Sprüche,4,21#21. Laß nimmer sie aus deinen Augen rücken / bewahre sie in deinem Herzen. /
16581#Sprüche,4,22#22. Denn Leben sind sie denen, die sie finden / und seinem ganzen Leibe Heilung. /
16582#Sprüche,4,23#23. Vor allem Hüten hüt dein Herz / denn von ihm geht das Leben aus. /
16583#Sprüche,4,24#24. Tu fort von dir verkehrten Mund / der Lippen Ungebühr halt fern von dir. /
16584#Sprüche,4,25#25. Laß deine Augen gradaus schauen / und deine Blicke grade vor dich gehn. /
16585#Sprüche,4,26#26. Ausebne deines Fußes Bahn / daß alle deine Wege fest sind. /
16586#Sprüche,4,27#27. Bieg nicht zur Rechten oder Linken / halt deinen Fuß vom Bösen fern!
16587#Sprüche,5,1#1. Mein Sohn, auf meine Weisheit merke / zu meiner Einsicht neig dein Ohr /
16588#Sprüche,5,2#2. daß du Besinnen dir bewahrst / Erkenntnis deine Lippen hüten. /
16589#Sprüche,5,3#3. Denn Honig träufeln einer Fremden Lippen / und glatter ist als Öl ihr Gaumen. /
16590#Sprüche,5,4#4. Zuletzt jedoch ist bitter sie wie Fluchkraut / scharf wie ein doppelschneidig Schwert. /
16591#Sprüche,5,5#5. Zum Tode schreiten ihre Füße nieder / es halten ihre Schritte zur Scheol. /
16592#Sprüche,5,6#6. Den Pfad des Lebens bahnt sie nicht / es schweifen ihre Gleise, und sie kennt ihn nicht.'
16593#Sprüche,5,7#7. Und nun, ihr Söhne, hört auf mich / und geht nicht ab von meines Mundes Sprüchen. /
16594#Sprüche,5,8#8. Halt von ihr ferne deinen Weg / und nahe nicht dem Eingang ihres Hauses /
16595#Sprüche,5,9#9. daß du nicht andern schenkest deinen Glanz / und deine Jahre dem Urfremden. /
16596#Sprüche,5,10#10. Daß Fremde sich nicht sättigen mit deiner Kraft / und dein Bemühen bleibt im Haus des Fremdmanns. /
16597#Sprüche,5,11#11. Daß du am Ende stöhnst / wenn dir dein Leib und Fleisch geschwunden /
16598#Sprüche,5,12#12. und sprichst: ,Wie konnt ich Zucht verschmähn / Zurechtweisung mein Herz verwerfen! /
16599#Sprüche,5,13#13. Daß ich der Stimme meiner Unterweiser nicht gehorcht / und meinen Lehrern nicht mein Ohr geneigt! /
16600#Sprüche,5,14#14. Beinah wär ich in allem Bösen / inmitten der Versammlung und Gemeinde!' /
16601#Sprüche,5,15#15. Trink Wasser aus der eignen Grube / und Fließendes aus deinem Born! /
16602#Sprüche,5,16#16. Daß deine Quellen strömen auf die Flur / in weites Feld die Wasserbäche. /
16603#Sprüche,5,17#17. Dir solln allein sie angehören / nichts Fremde haben dran mit dir! /
16604#Sprüche,5,18#18. Gesegnet sei dein Quell / so freue dich des Weibes deiner Jugend /
16605#Sprüche,5,19#19. der Hindin, liebend, und der Felsenziege, gunstbereit / sie, deren Brüste jederzeit dich stillen / in ihrer Liebe bleibst du stets entzückt. /
16606#Sprüche,5,20#20. Warum nun, Sohn, entzückst du dich an einer Fremden / und du umarmst des Fremdweibs Schoß? /
16607#Sprüche,5,21#21. Denn vor des Ewgen Augen sind des Mannes Wege / und alle seine Gleise bahnt er. /
16608#Sprüche,5,22#22. Die eignen Missetaten fangen ihn, den Bösen / und durch die Stricke seiner Sünde fängt er sich. /
16609#Sprüche,5,23#23. Er stirbt, weil er nicht Zucht gehabt / an seiner vielen Torheit, dran er sich entzückt.
16610#Sprüche,6,1#1. Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten / dem Fremden deinen Handschlag du gegeben /
16611#Sprüche,6,2#2. und bist verstrickt durch deines Mundes Worte / gefangen durch die Worte deines Mundes: /
16612#Sprüche,6,3#3. Tu dieses denn, mein Sohn, und rette dich / da du geraten in die Hand des Nächsten: / Geh, wirf dich hin, bestürme deinen Nächsten /
16613#Sprüche,6,4#4. gönn deinen Augen keinen Schlaf / und keinen Schlummer deinen Wimpern /
16614#Sprüche,6,5#5. wie die Gazelle reiß dich aus der Hand / und wie das Vöglein aus der Hand des Fängers.
16615#Sprüche,6,6#6. Zur Ameise geh, Fauler / schau ihre Wege, werde klug. /
16616#Sprüche,6,7#7. Die keinen Führer hat / und Vogt und Fürsten /
16617#Sprüche,6,8#8. und doch im Sommer sich ihr Brot bereitet / zur Schnittzeit ihre Speise schatzt. /
16618#Sprüche,6,9#9. Bis wann, o Fauler, willst du liegen? / Wann stehst du auf von deinem Schlaf? /
16619#Sprüche,6,10#10. Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer / ein wenig Händeschränken, auszuruhn - /
16620#Sprüche,6,11#11. so kommt für dich die Armut wie der Streifer / dein Mangel wie der Waffenträger.
16621#Sprüche,6,12#12. Ein Mensch, nichtswürdig, Mann des Unheils / der mit verkehrter Rede geht /
16622#Sprüche,6,13#13. wie er die Augen auftut, mit den Füßen tritt / mit seinen Fingern weiset; /
16623#Sprüche,6,14#14. ist Widersinn in seinem Herzen, er schmiedet Arg / entfesselt allezeit Gezänke.
16624#Sprüche,6,15#15. Darum kommt plötzlich sein Verderben / jäh bricht er nieder, ohne Heilung.
16625#Sprüche,6,16#16. Sechs sind es, die der Ewge haßt / ja, sieben seiner Seele Abscheu: /
16626#Sprüche,6,17#17. Die stolzen Augen, Lügenzunge / und Hände, die unschuldig Blut vergießen /
16627#Sprüche,6,18#18. ein Herz, das Unheilspläne schmiedet / die Füße, die zum Bösen eilig rennen /
16628#Sprüche,6,19#19. der Lügen aussagt als des Truges Zeuge / Gezänk entfesselt zwischen Brüdern.
16629#Sprüche,6,20#20. Bewahr, mein Sohn, die Vorschrift deines Vaters / verwirf nicht deiner Mutter Weisung. /
16630#Sprüche,6,21#21. Bind sie dir ständig an dein Herz / und knüpfe sie um deinen Hals. /
16631#Sprüche,6,22#22. Gehst du, soll sie dich leiten / und liegst du, wachen über dich / erwachst du, soll sie mit dir reden. /
16632#Sprüche,6,23#23. Denn eine Leuchte ist Gebot, und Weisung Licht / und Weg des Lebens sind die Mahnungen zur Zucht. /
16633#Sprüche,6,24#24. Dich zu behüten vor dem bösen Weib / des Fremdweibs glatter Zunge. /
16634#Sprüche,6,25#25. Begehre ihre Schönheit nicht in deinem Herzen / laß sie dich nicht mit ihren Wimpern fangen. /
16635#Sprüche,6,26#26. Denn buhlend Weibes Raub ist eines Brotlaibs Raub / des (andern) Mannes Weib fängt ihres Liebsten Leben. /
16636#Sprüche,6,27#27. Schürt Feuer wer in seinem Schoß / daß seine Kleider nicht verbrennen? /
16637#Sprüche,6,28#28. Geht wer auf Kohlenglut / daß seine Füße sich nicht sengen? /
16638#Sprüche,6,29#29. So, wer zum Weib des Nächsten eingeht / bleibt keiner ungestraft, der sie berührt. /
16639#Sprüche,6,30#30. Verachtet man den Dieb nicht, wenn er stiehlt / was (jenem) sein Verlangen stillen sollte, wenn er hungert? /
16640#Sprüche,6,31#31. Wird er ertappt, bezahlt er siebenfach / all seines Hauses Habe gibt er hin: /
16641#Sprüche,6,32#32. Wer mit dem Weibe Treue bricht, hat nicht Verstand / wer sich verderben will, der tu's! /
16642#Sprüche,6,33#33. Nur Schaden wird und Schande er erreichen / und seine Schmach wird nicht gelöscht. /
16643#Sprüche,6,34#34. Denn eifernd ist des Mannes Grimm / er schont ihn nicht am Tag der Rache. /
16644#Sprüche,6,35#35. Er wird kein Lösegeld beachten / und ist nicht willig, häufst du das Geschenk.
16645#Sprüche,7,1#1. Mein Sohn, bewahre meine Reden / und meine Vorschriften birg bei dir /
16646#Sprüche,7,2#2. bewahr meine Gebote, daß du lebest / und meine Weisung so wie deiner Augen Ball. /
16647#Sprüche,7,3#3. Knüpf sie an deine Finger / schreib sie auf deines Herzens Tafel. /
16648#Sprüche,7,4#4. Sprich zu der Weisheit: ,Meine Schwester bist du' / und nenn die Einsicht: ,die Vertraute' /
16649#Sprüche,7,5#5. daß sie dich hüte vor dem fremden Weib / der aus der Fremde, die so schmeichelnd redet.
16650#Sprüche,7,6#6. Denn durch das Fenster meines Hauses / und durch mein Gitter schaut ich aus /
16651#Sprüche,7,7#7. da sah ich bei den Unerfahrnen / bemerkte bei den Söhnen: / Ein Knabe, unverständig /
16652#Sprüche,7,8#8. geht durch den Markt auf ihre Ecke zu / betritt den Weg nach ihrem Haus /
16653#Sprüche,7,9#9. im Dämmern, in des Tages Neige / zur Zeit der Nacht und Dunkelheit. /
16654#Sprüche,7,10#10. Da sieh! Ein Weib kommt ihm entgegen / im Kleid der Buhlin und versteckten Sinns: /
16655#Sprüche,7,11#11. Die Tollende und Trotzende / zu Hause weilen ihre Füße nicht /
16656#Sprüche,7,12#12. bald auf der Gasse, auf den Plätzen bald / an jeder Ecke lauert sie. /
16657#Sprüche,7,13#13. Sie faßt ihn fest und küßt ihn / mit frechem Antlitz spricht sie zu ihm: /
16658#Sprüche,7,14#14. ,Mahlopferschlachtung liegt mir ob / heut zahl ich die Gelöbnisse. /
16659#Sprüche,7,15#15. Darum zog dir entgegen ich hinaus / dein Angesicht zu suchen - und ich fand dich. /
16660#Sprüche,7,16#16. Mit Polstern hab mein Lager ich gebreitet / mit Decken aus dem Garn Mizraims. /
16661#Sprüche,7,17#17. Duftend hab ich mein Bett gemacht / mit Myrrhen, Aloë und Zimt. /
16662#Sprüche,7,18#18. Komm! Laß in Liebeslust uns satt tun bis zum Morgen / in Liebe uns entzücken! /
16663#Sprüche,7,19#19. Der Mann, er ist ja nicht in seinem Haus / er ist zu weitem Wege fortgezogen. /
16664#Sprüche,7,20#20. Den Beutel Geldes hat er mitgenommen / am Vollmondstag kommt er nach Haus.' /
16665#Sprüche,7,21#21. Verleitet hat sie ihn durch ihre viele Rede / durch ihrer Lippen Glätte ihn verführt. /
16666#Sprüche,7,22#22. Er folgt ihr ahnungslos / so wie das Rind zur Schlachtbank geht / und wie der Tor zur Strafe hinhüpft /
16667#Sprüche,7,23#23. bis daß ein Pfeil die Leber ihm durchbohrt / so wie ein Vogel in die Schlinge eilt / und weiß nicht, daß es um sein Leben geht.
16668#Sprüche,7,24#24. Und nun, ihr Söhne, hört auf mich / und merkt auf meines Mundes Sprüche! /
16669#Sprüche,7,25#25. Laß nicht dein Herz zu ihren Wegen biegen / verirr dich nicht auf ihre Pfade. /
16670#Sprüche,7,26#26. Denn viel Erschlagne sinds, die sie gefällt / und zahlreich, alldie sie gemordet. /
16671#Sprüche,7,27#27. Die Wege zur Scheol sind ihre Stätte / sie sinken zu des Todes Kammern.
16672#Sprüche,8,1#1. Fürwahr, die Weisheit ruft / und Einsicht sendet ihre Stimme. /
16673#Sprüche,8,2#2. Vorn auf den Höhen an dem Weg / am Mittelpunkt der Pfade steht sie da /
16674#Sprüche,8,3#3. zunächst der Tore an dem Eingang in die Stadt / am Pfortenzugang ruft sie laut: /
16675#Sprüche,8,4#4. ,Euch, Männern, ruf ich zu / und meine Stimme gilt den Menschenkindern. /
16676#Sprüche,8,5#5. Begreift, ihr Toren, Klugheit / und Dumme, faßt Verstand! /
16677#Sprüche,8,6#6. Hört an, denn gradzu rede ich / und meiner Lippen Öffnen ist Geradheit. /
16678#Sprüche,8,7#7. Denn Wahrheit spricht mein Mund / und Abscheu meinen Lippen ist der Frevel. /
16679#Sprüche,8,8#8. In Rechtlichkeit sind alle Worte meines Mundes / nichts ist dabei verkehrt und krumm. /
16680#Sprüche,8,9#9. Sind alle richtig für den Einsichtsvollen / und grade denen, die Erkenntnis suchen. /
16681#Sprüche,8,10#10. Nehmt meine Zucht an und nicht Silber / und Kenntnis, vor erlesnem Gold. /
16682#Sprüche,8,11#11. Denn besser ist vor Schmuckwerk Weisheit / und keine Köstlichkeiten sind ihr gleich. /
16683#Sprüche,8,12#12. Ich, bei der Weisheit wohn ich, bei der Klugheit / und Kenntnis im Besinnen such ich; /
16684#Sprüche,8,13#13. den Ewgen fürchten, Böses hassen / Stolz, Hoffart, bösen Weg / und Mund des Widersinns, die haß ich. /
16685#Sprüche,8,14#14. Bei mir ist Rat und Wissen / ich Einsicht, mein die Stärke. /
16686#Sprüche,8,15#15. Durch mich sind Könige die Könige / und fassen Fürsten rechte Satzung. /
16687#Sprüche,8,16#16. Durch mich die Amtsherrn amten / die Edlen, all die rechtlich Richtenden (der Erde). /
16688#Sprüche,8,17#17. Ich, die mich lieben, lieb ich / und die mich suchen, finden mich. /
16689#Sprüche,8,18#18. Reichtum und Ehre sind bei mir / Gut, reich, und Recht. /
16690#Sprüche,8,19#19. Ist besser meine Frucht als Gold und Edelerz / und mein Erträgnis vor erlesnem Silber. /
16691#Sprüche,8,20#20. Die Bahn des Rechtes schreite ich / auf Pfaden der Gerechtigkeit /
16692#Sprüche,8,21#21. um meinen Freunden Habe zuzuteilen / und ihre Schätze füll ich.
16693#Sprüche,8,22#22. Der Ewge schuf mich als den Anfang seines Wegs / als erstes seiner Werke von jeher /
16694#Sprüche,8,23#23. von uran bin ich eingesetzt / vom Anbeginn, der Erde Urzeit; /
16695#Sprüche,8,24#24. noch eh die Fluten, wurde ich geboren / noch eh die Quellen, Wassers schwer; /
16696#Sprüche,8,25#25. bevor die Berge wurden eingesenkt / noch vor den Höhen wurde ich geboren /
16697#Sprüche,8,26#26. noch eh er Land und Fluren wirkte / das Erste von des Festlands Staub. /
16698#Sprüche,8,27#27. Als er den Himmel festigte, war ich dabei / als er den Wall zog um des Meeres Fläche /
16699#Sprüche,8,28#28. als er die Wolken droben festigte / fest wurden da die Quellen aus der Flut. /
16700#Sprüche,8,29#29. Als er dem Meer die Schranke setzte / daß seinen Ausspruch nicht die Wasser überschreiten / als er der Erde Grund umriß /
16701#Sprüche,8,30#30. da war ich bei ihm Wärter / und war da tändelnd Tag für Tag / war spielend vor ihm jederzeit /
16702#Sprüche,8,31#31. war spielend mit der Erde, seinem Land / mein Tändeln mit den Menschenkindern.
16703#Sprüche,8,32#32. Und nun, ihr Söhne, hört auf mich / beglückt, die meine Wege wahren! /
16704#Sprüche,8,33#33. Hört Zucht, seid klug und säumet nicht! /
16705#Sprüche,8,34#Beglückt der Mensch, der auf mich hört / 34. bereitzustehn an meinen Pforten Tag für Tag / zu hüten meiner Türen Pfosten. /
16706#Sprüche,8,35#35. Denn wer mich findet, findet Leben / und Huld erlangt er von dem Ewigen. /-1- -1) Doppelsinn: Denn wer mich findet, Leben findet / und Gunst erlangt, das ist vom Ewigen. /++
16707#Sprüche,8,36#36. Doch wer sich mir versündigt, raubt sein Leben / alldie mich hassen, lieben Tod.'
16708#Sprüche,9,1#1. Die Weisheit hat ihr Haus gebaut / sich Säulen ausgehauen, siebenfach. /
16709#Sprüche,9,2#2. Sie hat geschlachtet, ihren Wein gemischt / hat ihren Tisch wohl zugerichtet. /
16710#Sprüche,9,3#3. Hat ihre Mägde ausgesandt und ruft / hoch oben auf den Höhn der Stadt: /
16711#Sprüche,9,4#4. ,Wer einfältig, er kehr hier ein!' / Wer unverständig, zu dem sagt sie: /
16712#Sprüche,9,5#5. ,Kommt, eßt von meinem Brot / und trinkt vom Wein, den ich gemischt! /
16713#Sprüche,9,6#6. Verlaßt die Torheit, daß ihr lebt / und schreitet auf dem Weg der Einsicht.'
16714#Sprüche,9,7#7. Wer Narren mahnt, holt sich nur Schande / und wer den Bösewicht zurechtweist, seinen Makel. /
16715#Sprüche,9,8#8. Mahn nicht den Narren, daß er dich nicht hasse / den Weisen mahne, und er wird dich lieben. /
16716#Sprüche,9,9#9. Dem Weisen gib, er kann noch weiser werden / belehre den Gerechten, lernt er weiter zu. /
16717#Sprüche,9,10#10. Der Weisheit Anfang ist des Ewgen Furcht / die Heiligen erkennen, das ist Einsicht. /
16718#Sprüche,9,11#11. Sind ja durch mich viel deine Tage / und fügt man Lebensjahre dir hinzu. /
16719#Sprüche,9,12#12. Bist weise du, bist weise du für dich / und bist du närrisch, trägst du es allein.
16720#Sprüche,9,13#13. Frau Torheit tollt / in Narrheit, weiß nicht was. /
16721#Sprüche,9,14#14. Sie sitzt an ihres Hauses Tür / auf einem Thron, hoch auf den Höhn der Stadt /
16722#Sprüche,9,15#15. die Wegewandrer einzuladen / die gradhin ihre Straßen ziehn: /
16723#Sprüche,9,16#16. ,Wer einfältig, er kehr hier ein!' / Wer unverständig, zu dem sagt sie:
16724#Sprüche,9,17#17. ,Gestohlnes Wasser, das ist süß / und heimlich Brot schmeckt gut.' /
16725#Sprüche,9,18#18. Der weiß es nicht, daß dort Gespenster sind / in Tiefen der Scheol sind ihre Eingeladnen.»
16726#Sprüche,10,1#1. Sprüche Schelomos. «Ein Sohn, der klug, erfreut den Vater / ein Sohn, der töricht, ist der Mutter Kummer. /
16727#Sprüche,10,2#2. Nicht nützen Frevels Schätze / doch Rechttun rettet vor dem Tod. /
16728#Sprüche,10,3#3. Nicht läßt der Ewge des Gerechten Seele darben / der Frevler Unheil aber treibt er an. /
16729#Sprüche,10,4#4. Arm, wer da schafft mit fauler Hand / die Hand der Fleißigen macht reich. /
16730#Sprüche,10,5#5. Es sammelt ein im Sommer der geratne Sohn / es schläft beim Schnitt der mißgeratne Sohn. /
16731#Sprüche,10,6#6. Die Segnungen auf des Gerechten Haupt / den Mund der Frevler aber deckt der Raub. /
16732#Sprüche,10,7#7. Die Nennung des Gerechten ist zum Segen / der Frevler Name aber: ,Daß er faule!' /
16733#Sprüche,10,8#8. Wer weisen Herzens, nimmt Gebote an / wer töricht mit den Lippen, kommt zu Fall. /
16734#Sprüche,10,9#9. Wer schlichthin wandelt, wandelt sicher / wer seine Wege krümmt, der wird erkannt: /
16735#Sprüche,10,10#10. Wie er die Augen auftut, schafft Verdruß er / wer töricht mit den Lippen, kommt zu Fall. /
16736#Sprüche,10,11#11. Ein Lebensquell ist des Gerechten Mund / den Mund der Frevler aber deckt der Raub. /
16737#Sprüche,10,12#12. Der Haß erweckt Gezänk / doch alle Sünde deckt die Liebe. /
16738#Sprüche,10,13#13. Auf eines Klugen Lippen findet Weisheit sich / und eine Rute für des Unverständgen Rücken. /
16739#Sprüche,10,14#14. Die Weisen bergen, was sie wissen; / bei Toren Mund nah ist der Schreck! /
16740#Sprüche,10,15#15. Des Reichen Gut ist seine feste Burg / der Armen Schreck ist ihre Armut. /
16741#Sprüche,10,16#16. Des Rechtlichen Erwerken dient dem Leben / des Frevlers Ernte für die Sünde. /
16742#Sprüche,10,17#17. Die Bahn zum Leben - wer die Zucht beachtet / und wer die Mahnung läßt, führt in die Irre. /
16743#Sprüche,10,18#18. Wer Häßliches verdeckt, vertäuscht es mit den Lippen / doch wer Gerede austrägt, ist ein Tor. /
16744#Sprüche,10,19#19. Bei vielem Reden bleibt Vergehn nicht aus / wer seine Lippen zäumt, ist klug. /
16745#Sprüche,10,20#20. Erlesen Silber des Gerechten Zunge / das Herz der Frevler: Ohne Wert. /
16746#Sprüche,10,21#21. Die Lippen des Gerechten leiten viele / die Toren sterben durch den Unverstand. /
16747#Sprüche,10,22#22. Des Ewgen Segen ists, der reich macht / nichts kommt hinzu, wo (Gottes) Zorn dabei. /
16748#Sprüche,10,23#23. Wie Scherz ist es dem Narren, Treubruch üben / doch ernst dem Mann der Einsicht. /
16749#Sprüche,10,24#24. Des Frevlers Schreck kommt über ihn / und der Gerechten Wunsch gewährt er. /
16750#Sprüche,10,25#25. Wie Sturm vorbeifährt, ist der Frevler nimmer / doch der Gerechte ist ein ewger Grund. /
16751#Sprüche,10,26#26. Wie Säure für die Zähne, Rauch den Augen / so ist der Faule denen, die ihn senden. /
16752#Sprüche,10,27#27. Des Ewgen Furcht macht viel die Tage / der Frevler Jahre aber werden abgeschnitten. /
16753#Sprüche,10,28#28. Das Harren der Gerechten wird zu Freude / der Frevler Hoffen, es vergeht. /
16754#Sprüche,10,29#29. Schutzwehr der Schlichtheit ist des Ewgen Weg / doch Schreck den Übeltätern. /
16755#Sprüche,10,30#30. Der Rechtliche wankt nicht in Ewigkeit / die Frevler aber bleiben nicht im Land. /
16756#Sprüche,10,31#31. Der Mund des Rechtlichen treibt Weisheit / die Zunge der Verkehrtheit aber wird getilgt. /
16757#Sprüche,10,32#32. Die Lippen des Gerechten kennen Huld / der Mund der Frevler: Widersinn.
16758#Sprüche,11,1#1. Des Truges Wage ist dem Ewgen Abscheu / genau Gewicht ist sein Gefallen. /
16759#Sprüche,11,2#2. Kommt Frevelmut, kommt Schande / doch bei Bescheidenen ist Weisheit. /
16760#Sprüche,11,3#3. Das Schlichte der Geraden leitet sie / das Krumme der Verräter rafft sie. /
16761#Sprüche,11,4#4. Nicht nützt Besitz am Tag des Grimms / doch Rechtheit rettet vor dem Tod. /
16762#Sprüche,11,5#5. Die Rechtlichkeit des Schlichten ebnet seinen Weg / durch seine Bosheit aber stürzt der Böse. /
16763#Sprüche,11,6#6. Die Rechtlichkeit der Graden rettet sie / durch ihren Trug verfangen sich Verräter. /
16764#Sprüche,11,7#7. Mit Frevlers Tod vergeht das Hoffen / und die Erwartung seiner Kinder ist dahin. /
16765#Sprüche,11,8#8. Der Rechtliche wird aus der Not gerettet / und kommt an seine Statt der Frevler. /
16766#Sprüche,11,9#9. Der Ruchlose verderbt den Nächsten mit dem Mund / doch durch Erkenntnis retten sich Gerechte. /
16767#Sprüche,11,10#10. Geht es Gerechten gut, frohlockt die Stadt / vergeht der Frevler, schallet Jubel. /
16768#Sprüche,11,11#11. Durch der Geraden Segen wächst die Stadt / doch durch den Mund der Frevler wird sie umgerissen. /
16769#Sprüche,11,12#12. Wer seinen Nächsten schmäht, ist unverständig / der Mann der Einsicht aber schweigt. /
16770#Sprüche,11,13#13. Wer schwätzend umgeht, deckt Geheimnis auf / doch wer bewährten Sinnes, hüllt die Sache. /
16771#Sprüche,11,14#14. Wo keine Planung, stürzt das Volk / doch Rettung wird, wo viele raten. /
16772#Sprüche,11,15#15. Schlimm ist geschlagen, wer dem Fremden bürgt / und wer den Handschlag meidet, ist gesichert. /
16773#Sprüche,11,16#16. Ein gönnend Weib gewinnet Ehre / Ausdauernde gewinnen Reichtum. /
16774#Sprüche,11,17#17. Sich selbst tut gut, wer liebevoll / und seinen Leib bestraft der Grausame. /
16775#Sprüche,11,18#18. Der Frevler schafft sich falsch Entgelt / wer Rechttun aussät, wahren Lohn. /
16776#Sprüche,11,19#19. Rechtstat bereiten führt zum Leben / doch wer dem Bösen nachjagt, sich zum Tod. /
16777#Sprüche,11,20#20. Abscheu dem Ewgen, die verkehrten Sinns / und sein Gefallen, die in Schlichtheit wandeln. /
16778#Sprüche,11,21#21. Wer Hand mit Hand schließt, bleibt nicht frei von Übel / doch der Gerechten Same rettet sich. /
16779#Sprüche,11,22#22. Ein goldner Ring an eines Schweines Schnauze: / Ein schönes Weib, das unverständig. /
16780#Sprüche,11,23#23. Das Sehnen der Gerechten: Nur auf Gutes / der Frevler Hoffen: Zorn. /
16781#Sprüche,11,24#24. Da ist, wer ausstreut und noch mehr erhält / und wer unbillig geizt, doch nur zum Mangel. /
16782#Sprüche,11,25#25. Ein segnend Herz, dem wird Gedeihn /-1- wer trinken lässt, wird selbst getränkt. / -1) Doppelsinn: Man wird mit eignem Fett (-+Be-rukkah-) gefettet. /++
16783#Sprüche,11,26#26. Wer Korn zurückhält, den verflucht das Volk / doch Segen auf das Haupt des Brotverteilers. /
16784#Sprüche,11,27#27. Wer Gutem nachstrebt, wirbt um Huld / wer Unheil nachgeht, den ereilt es. /
16785#Sprüche,11,28#28. Wer baut auf seinen Reichtum, stürzt / doch wie das Laub ersprießen die Gerechten. /
16786#Sprüche,11,29#29. Dem eignen Heim flucht, erbet Wind / und Knecht dem Weisen wird der Tor. /
16787#Sprüche,11,30#30. Frucht wird dem Rechtlichen vom Lebensbaum / und Seelen bringt der Weise. /
16788#Sprüche,11,31#31. Sieh, dem Gerechten wird auf Erden heimgezahlt / wie gar dem Bösewicht und Sünder!
16789#Sprüche,12,1#1. Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis / und wer die Mahnung haßt, bleibt dumm. /
16790#Sprüche,12,2#2. Wer gut, erlangt vom Ewgen Huld / den Ränkeschmied jedoch verdammt er. /
16791#Sprüche,12,3#3. Im Frevel hat kein Mensch Bestand / doch der Gerechten Wurzel wankt nicht. /
16792#Sprüche,12,4#4. Ein wackres Weib ist ihres Gatten Krone / wie Fäulnis im Gebein ist ihm die Schändliche. /
16793#Sprüche,12,5#5. Das Trachten der Gerechten ist das Recht / die Planungen der Frevler sind: Betrug. /
16794#Sprüche,12,6#6. Der Frevler Worte sind: Das Blut belauern / jedoch der Mund der Graden rettet sie. /
16795#Sprüche,12,7#7. Umstürzen Frevler, und sie sind nicht mehr / doch der Gerechten Haus besteht. /
16796#Sprüche,12,8#8. Nach seiner Klugheit wird der Mann gepriesen / wer krummen Sinns, verfällt dem Hohn. /
16797#Sprüche,12,9#9. Dem wohler, der geschmäht, und ihm ein Knecht / als wer geehrt und Brotes mangelt. /
16798#Sprüche,12,10#10. Es fühlt der Rechtliche den Hunger seines Viehs /-1- doch grausam ist der Frevler Fühlen. / -1) Doppelsinn: Es fühlt der Rechtliche die Seel' in jenes Not (-+be-hemto-) /.++
16799#Sprüche,12,11#11. Wer seinen Boden baut, wird satt an Brot / wer Leerem folgt, ist unverständig. /
16800#Sprüche,12,12#12. Der Frevler lüstet - zu der Bösen Fang / doch der Gerechten Wurzel trägt. /
16801#Sprüche,12,13#13. Der Lippen Sünde wird des Bösen Fallstrick / doch aus der Not entrinnt der Rechtliche. /
16802#Sprüche,12,14#14. Von seines Mundes Frucht hat satt der Mann des Guten / der Hände Tun holt sich der Mensch zurück. /
16803#Sprüche,12,15#15. Der Weg des Toren ist in seinen Augen recht /-1- doch hört auf Rat der Weise. / -1) Doppelsinn: Der Toren Weise: Daß er schaut (-+jaschor-) mit seinen Augen /.++
16804#Sprüche,12,16#16. Der Tor, am Tag wird kund sein Ärger / doch deckt den Schimpf der Kluge. /
16805#Sprüche,12,17#17. Wer Wahrheit aussagt, wirket Recht / wer Lug bezeugt, Enttäuschung. /
16806#Sprüche,12,18#18. Da ist, wer schwatzt, wie Schwertesstiche / der Weisen Zunge aber ist gelinde. /
16807#Sprüche,12,19#19. Der Wahrheit Lippe bleibt für immer / doch für den Augenblick der Lüge Zunge. /
16808#Sprüche,12,20#20. Enttäuschung in der Unheilsschmiede Herzen / doch Frieden Planenden wird Freude. /
16809#Sprüche,12,21#21. Den Rechtlichen betrifft kein Unrecht / die Frevler aber sind des Bösen voll. /-1- -1) Doppelsinn: Den Frevler aber trifft das Böse (-+Amal ira-). /++
16810#Sprüche,12,22#22. Abscheu dem Ewgen sind der Lüge Lippen / die wahrhaft handeln, sein Gefallen. /
16811#Sprüche,12,23#23. Ein kluger Mensch hüllt, was er weiß / das Herz der Toren schreit die Narrheit. /
16812#Sprüche,12,24#24. Die Hand der Fleißigen wird herrschen / die lässige jedoch wird dienstbar. /
16813#Sprüche,12,25#25. Besorgnis in des Mannes Herzen beugt / jedoch ein gutes Wort macht froh. /
16814#Sprüche,12,26#26. Der Rechtliche führt seinen Nächsten auf die Spur / der Weg der Frevler führt sie irre. /
16815#Sprüche,12,27#27. Versengt sich nicht, wer jagt die Treulose? / Des teuren Menschen Gut ist da verfallen. /
16816#Sprüche,12,28#28. Auf der Gerechtigkeit Geleis ist Leben / ein Weg, gebahnt, der ohne Tod.
16817#Sprüche,13,1#1. Dem klugen Sohn gilt Vaters Zucht; / der Närrische, er hört kein Drohn. /
16818#Sprüche,13,2#2. Von seines Mundes Frucht genießt der gute Mann / dem Leben der Verräter gilt der Raub. /
16819#Sprüche,13,3#3. Wer seinen Mund bewacht, bewahrt sein Leben / wer seine Lippen aufreißt, schafft sich Schreck. /
16820#Sprüche,13,4#4. Des Faulen Seele giert - und ist nichts da / des Fleißgen Seele aber wird gesättigt. /
16821#Sprüche,13,5#5. Der Lüge Wort haßt der Gerechte / der Frevler bringt in Scham und Schanden. /
16822#Sprüche,13,6#6. Gerechtigkeit behütet schlichten Wandel / und Frevel krümmt das Sündige. /
16823#Sprüche,13,7#7. Da ist, wer Reichtum sucht - und hat nichts; / wer Armut sucht - und hat viel Habe: /
16824#Sprüche,13,8#8. Wenn Mannes Reichtum geht als Lösung für sein Leben; / und Armer, der nie (Gottes) Drohung hört. /
16825#Sprüche,13,9#9. Das Licht der Rechtlichen, es lacht / der Frevler Leuchte aber lischt. /
16826#Sprüche,13,10#10. Nur Eigensinn gibt Zank / und bei Beratenden ist Weisheit. /
16827#Sprüche,13,11#11. Vermögen aus dem Nichts wird wenig / wer auf die Hand sich sammelt, mehrt. /
16828#Sprüche,13,12#12. Erwartung, vorenthalten, macht das Herz krank / ein Baum des Lebens ist erfülltes Sehnen. /
16829#Sprüche,13,13#13. Wer Wort verachtet, kommt dabei zu Schaden / wer Auftrag achtet, wird belohnt. /
16830#Sprüche,13,14#14. Des Weisen Lehre ist ein Lebensquell / des Todes Schlingen zu entgehn. /
16831#Sprüche,13,15#15. Ein guter Blick schafft Gunst / doch der Verräter Weg ist starr. /
16832#Sprüche,13,16#16. Jedweder Kluge handelt mit Verstand / der Tor jedoch verbreitet Narrheit. /
16833#Sprüche,13,17#17. Der frevelhafte Bote stürzt ins Übel / der Treue Sendling geht gelind. /
16834#Sprüche,13,18#18. Verarmung, Schande dem, der Zucht läßt / doch wer Vermahnung wahrt, der wird geehrt. /
16835#Sprüche,13,19#19. Das Sehnen nach Verbotnem ist der Seele süß; / den Toren ists ein Abscheu: Böses meiden. /
16836#Sprüche,13,20#20. Wer mit den Weisen geht, wird weise / wer sich den Toren anschließt, wird geschlagen. /
16837#Sprüche,13,21#21. Die Sünder jagt das Unheil / doch den Gerechten zahlt er Gutes. /
16838#Sprüche,13,22#22. Der Gute läßt ein Erbe für der Kinder Kinder / verwahrt für den Gerechten ist des Sünders Habe. /
16839#Sprüche,13,23#23. -1-Viel Nahrung trägt der Armen Acker /-2- doch Habe wird entrafft, wo kein Gericht. / -1) Rätsel: . . .   2) Lösung, als Doppelsinn: Viel Nahrung gibts, wenn Landesherrn ausforschen /.++
16840#Sprüche,13,24#24. Wer seine Rute spart, haßt seinen Sohn / und wer ihn liebt, sucht seine Zucht. /
16841#Sprüche,13,25#25. Der Rechtliche, er ißt sich satt / der Frevler Leib jedoch muß darben.
16842#Sprüche,14,1#1. Die Kluge, mit dem Hauch-1- baut sie ihr Haus; / die Narrheit aber, mit den Händen, reißt es nieder. / -1) -+naschim-.++
16843#Sprüche,14,2#2. Geradhin wandelt, wer den Ewgen fürchtet / und krumme Wege geht, wer ihn mißachtet. /
16844#Sprüche,14,3#3. Im Mund des Narren liegt des Hochmuts Rute / der Weisen Lippen aber wahren sie. /
16845#Sprüche,14,4#4. Durch Rinder Stärke-1- ist im Trog Getreide / und viel Ertrag wird durch des Stieres Kraft. / -1) -+en-.++
16846#Sprüche,14,5#5. Der Wahrheit Zeuge täuschet nicht / Enttäuschung schafft ein falscher Zeuge. /
16847#Sprüche,14,6#6. Der Narr, sucht er die Weisheit, ist sie nicht; / doch dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht. /
16848#Sprüche,14,7#7. Geh nur hinweg vom dummen Mann / du merkst da keine Sprache der Erkenntnis. /
16849#Sprüche,14,8#8. Des Klugen Weisheit: Seinen Weg zu lernen; / der Toren Narrheit ist: Enttäuschung. /
16850#Sprüche,14,9#9. Die Toren narrt Verschuldung / doch bei den Graden ist die Huld. /
16851#Sprüche,14,10#10. Das Herz, es kennt die eigne Bitternis / in seine Freude auch mischt sich kein Fremder. /
16852#Sprüche,14,11#11. Das Haus der Frevler wird vernichtet / das Zelt der Graden blühet auf. /
16853#Sprüche,14,12#12. Scheint mancher Weg gerade vor dem Mann / jedoch zuletzt sinds Todeswege. /
16854#Sprüche,14,13#13. Beim Lachen auch schmerzt wohl das Herz / zuletzt ist Freude Kummer. /
16855#Sprüche,14,14#14. Satt wird vom eignen Wandel, wer verirrten Sinns / von dem, was an ihm ist, der gute Mann. /
16856#Sprüche,14,15#15. Der Tor traut jedem Ding / der Kluge merkt auf seinen Schritt. /
16857#Sprüche,14,16#16. Der Weise fürchtet (Gott), entgeht dem Übel / der Tor, (mit Gott) verzürnet, fühlt sich sicher. /
16858#Sprüche,14,17#17. Der Ungeduldige tut Torheit / der Ränkeschmied, er wird gehaßt. /
16859#Sprüche,14,18#18. Einfältge schmücken sich mit Narrheit / die Klugen aber krönen sich mit Wissen. /
16860#Sprüche,14,19#19. Die Bösen werfen hin sich vor den Guten / und Frevler an den Toren der Gerechten. /
16861#Sprüche,14,20#20. Selbst seinem Freunde ist verhaßt der Arme / den Reichen aber lieben viele. /
16862#Sprüche,14,21#21. Wer seines Nächsten spottet, sündigt; / wer den Gebeugten Gunst zeigt, wird beglückt. /
16863#Sprüche,14,22#22. Gewiß, in Irre sind, die Böses schmieden / in Lieb und Treue aber, die da Gutes schmieden. /
16864#Sprüche,14,23#23. Bei allem Mühen ist Gewinn / doch Lippenschwatz führt nur zu Mangel. /
16865#Sprüche,14,24#24. Der Weisen Krone wird ihr Reichtum / der Toren Erstes ist die Narrheit. /
16866#Sprüche,14,25#25. Der Wahrheit Zeuge rettet Leben / Enttäuschung schafft, wer Trug bringt. /
16867#Sprüche,14,26#26. In Furcht des Ewigen ist feste Zuversicht / und seinen Kindern bleibt sie Bergung. /
16868#Sprüche,14,27#27. Ein Lebensquell des Ewgen Furcht / des Todes Schlingen zu entgehn. /
16869#Sprüche,14,28#28. Bei Volkes Mehren ist des Königs Pracht / bei Volkes Schwund des Fürsten Schreck. /
16870#Sprüche,14,29#29. Langmütig ist, wer einsichtsreich / kurzatmig, wer die Torheit höht. /
16871#Sprüche,14,30#30. Dem Leibe Leben ist gelassner Sinn / doch Fäulnis im Gebein das Eifern. /
16872#Sprüche,14,31#31. Wer Armen drückt, verschändet seinen Schöpfer / es ehrt ihn, wer dem Armen Gunst gewährt. /
16873#Sprüche,14,32#32. In seine Bosheit wird gestürzt der Frevler / in seinem Tod geborgen ist der Rechtliche. /
16874#Sprüche,14,33#33. Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit / so wird, was in der Toren Innern, kund. /
16875#Sprüche,14,34#34. Gerechtigkeit erhöht ein Volk / Schimpf der Nationen ist die Sünde. /
16876#Sprüche,14,35#35. Des Königs Huld dem Diener, der geschickt / sein Grimm jedoch trifft den, der ungeraten.
16877#Sprüche,15,1#1. Gelinde Antwort wendet Grimm / doch kränkend Wort entfacht den Zorn. /
16878#Sprüche,15,2#2. Der Weisen Zunge fördert Wissen / der Toren Mund versprudelt Narrheit. /
16879#Sprüche,15,3#3. An allen Orten sind des Ewgen Augen / erspähend Böse und Gute. /
16880#Sprüche,15,4#4. Gelassenheit der Zunge ist ein Lebensbaum / und Falschheit an ihr Wunde im Gemüt. /
16881#Sprüche,15,5#5. Der Narr verschmäht des Vaters Zucht / wer Mahnung achtet, der wird klug. /
16882#Sprüche,15,6#6. Das Haus des Rechtlichen hat reichen Schatz / doch im Ertrag des Frevlers ist Verderben. /
16883#Sprüche,15,7#7. Der Weisen Lippen streun Erkenntnis / das Herz der Toren Ungebühr. /
16884#Sprüche,15,8#8. Der Frevler Opferschlachtung ist des Ewgen Abscheu / und das Gebet der Graden sein Gefallen. /
16885#Sprüche,15,9#9. Des Ewgen Abscheu ist des Frevlers Weg / doch wer Gerechtigkeit erstrebt, den liebt er. /
16886#Sprüche,15,10#10. Schlimm ist die Zucht des, der die Bahn verläßt / wer Mahnung haßt, kommt um. /
16887#Sprüche,15,11#11. Scheol und Abbadon sind vor dem Ewigen / wie gar der Menschenkinder Herzen. /
16888#Sprüche,15,12#12. Es liebt der Narr nicht, daß man ihn ermahne / und zu den Weisen geht er nicht. /
16889#Sprüche,15,13#13. Ein fröhlich Herz erheitert das Gesicht / bei Herzenskummer aber ist der Mut gebeugt. /
16890#Sprüche,15,14#14. Das Herz des Klugen sucht Erkenntnis / der Mund des Toren geht nach Narrheit. /
16891#Sprüche,15,15#15. Des Armen Tage: Alle schlimm; / doch heitres Herz bei stetem Mahl. /
16892#Sprüche,15,16#16. Gut wenig in des Ewgen Furcht / statt reichem Schatz, dazu Verstörung. /
16893#Sprüche,15,17#17. Gut Grünkost und dabei die Liebe / statt Ochs, gemästet, und dabei der Haß. /
16894#Sprüche,15,18#18. Der Zornige erregt den Zank / wer langmütig, beschwichtigt Streit. /
16895#Sprüche,15,19#19. Des Faulen Weg ist wie im Dornverhege / der Pfad der Graden ist gebahnt. /
16896#Sprüche,15,20#20. Der weise Sohn erfreut den Vater / der dumme Mensch mißachtet seine Mutter. /
16897#Sprüche,15,21#21. Die Narrheit ist dem Unverständgen Freude / der Mann der Einsicht aber wandelt grade. /
16898#Sprüche,15,22#22. Es scheitern Pläne, unberaten / wo viele raten, hats Bestand. /
16899#Sprüche,15,23#23. Lust hat der Mann an seines Mundes Antwort / und Wort zur Zeit, wie ist es gut! /
16900#Sprüche,15,24#24. Ein Lebensweg empor für den Verständigen / daß der Scheol tiefunten er entgeht. /
16901#Sprüche,15,25#25. Das Haus der Stolzen reißt der Ewge nieder / und stellt der Witwe Grenze fest. /
16902#Sprüche,15,26#26. Dem Ewgen Abscheu ist des Bösen Trachten / doch angenehme Reden sind die reinen. /
16903#Sprüche,15,27#27. Sein Haus beflucht, wer Raub errafft / und wer Geschenke haßt, bleibt leben. /
16904#Sprüche,15,28#28. Das Herz des Rechtlichen besinnt die Antwort / der Frevler Mund versprudelt Arg. /
16905#Sprüche,15,29#29. Fern ist der Ewige den Frevlern / doch der Gerechten Beten hört er. /
16906#Sprüche,15,30#30. Des Angesichtes Leuchten freut das Herz / die gute Kunde sättigt das Gebein. /
16907#Sprüche,15,31#31. Ein Ohr, das hört auf Lebensmahnung / wird in der Weisen Mitte weilen. /
16908#Sprüche,15,32#32. Wer Zucht verläßt, verwirft sich selbst / wer Mahnung hört, erwirbt Verstand. /
16909#Sprüche,15,33#33. Des Ewgen Furcht ist Zucht zur Weisheit / und vor der Ehre kommt die Demut.
16910#Sprüche,16,1#1. Des Menschen sind des Herzens Pläne / jedoch vom Ewigen ist der Bescheid der Zunge. /
16911#Sprüche,16,2#2. Des Mannes Wege alle sind in seinen Augen rein / doch die Gesinnungen ermißt der Ewige. /
16912#Sprüche,16,3#3. Roll hin zum Ewigen dein Tun / so werden deine Planungen bestehn. /
16913#Sprüche,16,4#4. Zu seinem Zwecke alles schuf der Ewige; / so auch den Frevler: für den Unheilstag. /
16914#Sprüche,16,5#5. Ein Abscheu ist dem Ewgen jeder stolzen Muts / wer Hand auf Hand verschließt, der bleibt nicht ungestraft. /
16915#Sprüche,16,6#6. Durch Liebe und durch Treue wird die Schuld gesühnt / und durch des Ewgen Furcht bleibt man dem Bösen fern. /
16916#Sprüche,16,7#7. Gefällt dem Ewigen des Mannes Wandel / bringt er auch dessen Feinde ihm zum Frieden. /
16917#Sprüche,16,8#8. Gut wenig durch Gerechtigkeit / statt viel Ertrag durch Unrecht. /
16918#Sprüche,16,9#9. Des Menschen Herz plant seinen Weg / der Ewige jedoch lenkt seinen Schritt. /
16919#Sprüche,16,10#10. Orakel liegt auf Königs Lippen / beim Rechtspruch trügt sein Mund nicht. /
16920#Sprüche,16,11#11. Die Wage und die rechte Richte ist des Ewigen / sein Amten alle Schweresteine in dem Beutel. /
16921#Sprüche,16,12#12. Abscheu der Könige ist Frevel üben / denn durch Gerechtigkeit besteht der Thron. /
16922#Sprüche,16,13#13. Der Könige Gefallen sind gerechte Lippen / und den, der Grades redet, liebt man. /
16923#Sprüche,16,14#14. Des Königs Zürnen: Todesboten / der kluge Mann jedoch beschwichtigts. /
16924#Sprüche,16,15#15. In Königsangesichtes Leuchten: Leben / und seine Huld ist wie Gewölk des späten Regens. /
16925#Sprüche,16,16#16. Weisheit erwerben, besser ists als Gold / Einsicht erwerben vorzuziehn dem Silber. /
16926#Sprüche,16,17#17. Die Bahn der Graden: Böses meiden / wer seine Seele hütet, achtet seines Wegs. /
16927#Sprüche,16,18#18. Vor dem Zusammenbruch kommt Überhebung / und vor dem Sturz der Hochmut. /
16928#Sprüche,16,19#19. Gut niedern Sinnes sein-1- mit den Gebeugten / statt Beute teilen mit den Übermütgen. / -1) -+schefal ruah-. Doppelsinn: -+schaaf leruah-, nur Wind erschnappen.++
16929#Sprüche,16,20#20. Wer Wort beachtet, findet Gutes / und wer dem Ewigen vertraut, beglückt! /
16930#Sprüche,16,21#21. Dem Kluggesinnten trifft sich der Verständige / wer von (des andern) Lippen saugt, mehrt sich Belehrung. /
16931#Sprüche,16,22#22. Ein Lebensquell ist seinem Eigner der Verstand / der Toren Zucht jedoch ist - Torheit. /
16932#Sprüche,16,23#23. Des Weisen Sinn macht dessen Mund verständig / wer saugt von seinen Lippen, mehrt sich Lehre. /
16933#Sprüche,16,24#24. Des Honigs Seim sind Reden, hold; / süß für die Seele, Heilung dem Gebein. /
16934#Sprüche,16,25#25. Scheint mancher Weg gerade vor dem Mann / jedoch zuletzt sinds Todeswege. /
16935#Sprüche,16,26#26. Der Leidende schafft selbst sich Leid / dieweil sein eigner Mund ihn drängt. /
16936#Sprüche,16,27#27. Der Mann der ruchlos, fördert Übel / auf seinen Lippen ists wie fressend Feuer. /
16937#Sprüche,16,28#28. Der Mann des Widersinns entfesselt Zank / der Schwätzer bringt den Freund zum Scheiden. /
16938#Sprüche,16,29#29. Ein Mann des Raubs betört auch seinen Nächsten / und führt ihn auf unguten Weg. /
16939#Sprüche,16,30#30. Kneift er die Augen zu, ists, Widersinn zu sinnen / reißt er die Lippen auf, vollendet er das Böse. /
16940#Sprüche,16,31#31. Prächtige Krone ist das Grauhaar / gefunden wird es auf dem Weg der Rechtlichkeit. /
16941#Sprüche,16,32#32. Langmütig besser als ein Held / und wer sich selbst beherrscht, als der die Stadt bezwingt. /
16942#Sprüche,16,33#33. Im Schoße wird das Los geworfen / vom Ewigen jedoch kommt all sein Richten.
16943#Sprüche,17,1#1. Gut trocken Brot und Ruh dabei / statt Haus voll Schlachtungen bei Zank. /
16944#Sprüche,17,2#2. Geschickter Knecht beherrscht den mißgeratnen Sohn / und in der Brüder Mitte teilt er Erbe. /
16945#Sprüche,17,3#3. Der Schmelztopf für das Silber, Prüfherd für das Gold / die Herzen aber prüft der Ewige. /
16946#Sprüche,17,4#4. Der Bösewicht merkt auf des Unheils Lippe / die Lüge lauscht der Zunge des Verderbens. /
16947#Sprüche,17,5#5. Wer des Bedürftgen spottet, lästert dessen Schöpfer / wer sich des Unglücks freut, der bleibt nicht ungestraft. /
16948#Sprüche,17,6#6. Der Alten Krone sind der Kinder Kinder / der Schmuck der Kinder ihre Väter. /
16949#Sprüche,17,7#7. Nicht ziemt dem Schändlichen des Vorzugs Sprache / wie gar dem Edlen Lügenrede. /
16950#Sprüche,17,8#8. Ein Stein der Gunst ist das Geschenk in des Empfängers Augen / wohin man sich auch wendet, bringt es Glück. /
16951#Sprüche,17,9#9. Wer Missetat bedeckt, sucht Liebe / wer auf das Wort zurückkommt, bringt den Freund zum Scheiden. /
16952#Sprüche,17,10#10. Mehr wuchtet der Verweis bei dem Verständigen / als hundertfach den Toren schlagen. /
16953#Sprüche,17,11#11. Nur Trotz erreicht der Böse / der Roheit Sendling - gegen ihn wird sie entsendet. /
16954#Sprüche,17,12#12. Den Bären treffen, dem die Jungen man geraubt / doch nicht den Narrn in seiner Narrheit!
16955#Sprüche,17,13#13. Wer Arg vergilt für Gutes / aus dessen Hause weicht das Unglück nicht. /
16956#Sprüche,17,14#14. Vor Wasser weichen - so bei Zanks Beginn / und vor Beschämung laß den Streit! /
16957#Sprüche,17,15#15. Wer Schuldigen gerechtspricht, den Gerechten schuldig / dem Ewigen ein Abscheu sind sie beide. /
16958#Sprüche,17,16#16. Was soll das Kaufgeld in des Toren Hand / zu kaufen Weisheit, wo doch kein Verstand? /
16959#Sprüche,17,17#17. Mag lieben jederzeit der Freund / der Bruder wird in Not geboren.-1- / -1) Doppelsinn: der Bruder mag vom Nebenweib geboren sein.++
16960#Sprüche,17,18#18. Der unverständge Mensch schlägt in die Hand / und leistet Bürgschaft vor dem Nächsten. /
16961#Sprüche,17,19#19. Wer Missetat liebt, liebt den Zank / wer seine Pforte höht, erstrebt den Sturz. /
16962#Sprüche,17,20#20. Wer krummen Sinns, erlangt nichts Gutes / wer widersinnig redet, stürzt ins Unheil. /
16963#Sprüche,17,21#21. Wer einen Toren zeugt, hat Gram / und keine Freude hat des Niederträchtgen Vater. /
16964#Sprüche,17,22#22. Ein frohes Herz macht heitres Antlitz / zerschlagenes Gemüt dörrt das Gebein. /
16965#Sprüche,17,23#23. Bestechung nimmt vom Schoß der Frevler / des Rechtes Wege zu verkrümmen. /
16966#Sprüche,17,24#24. Vor dem Verständgen liegt die Weisheit / des Toren Augen aber gehn ans End der Welt. /
16967#Sprüche,17,25#25. Verdruß für seinen Vater ist der dumme Sohn / und Bitternis für die, die ihn geboren. /
16968#Sprüche,17,26#26. Sowohl den Rechtlichen zu strafen, ist nicht gut / wie Edle trotz der Gradheit schlagen. /
16969#Sprüche,17,27#27. Die Worte spart, wer Kenntnis hat / und kühlen Sinnes ist der Mann von Einsicht. /
16970#Sprüche,17,28#28. Der Narr auch, schweigt er, wird für klug geachtet / wer seine Lippen schließt, für einsichtig.
16971#Sprüche,18,1#1. Sein Lüsten nur erstrebt, wer sich gesondert hält / bei aller Weisheit wird er nur beschämt. /
16972#Sprüche,18,2#2. Der Tor verlangt nach Einsicht nicht / danach nur, daß sein Sinn sich offenbare. /
16973#Sprüche,18,3#3. Kommt Frevler, kommt Verachtung / und mit Geringschätzung der Schimpf. /
16974#Sprüche,18,4#4. Wie tiefe Wasser sind die Worte in des Mannes Mund / ein Bach, der sprudelt, Weisheitsquell. /
16975#Sprüche,18,5#5. Den Frevler vorziehn, übel ists / den Rechtlichen zu beugen im Gericht! /
16976#Sprüche,18,6#6. Des Toren Lippen kommen an mit Zank / sein Mund lädt ein zur Schlägerei. /
16977#Sprüche,18,7#7. Des Toren Mund ist ihm zum Schreck / und seine Lippen ihm sein eigner Fallstrick. /
16978#Sprüche,18,8#8. Des Schwätzers Worte scheinen abzugleiten / und sinken tief ins Innerste des Leibs. /
16979#Sprüche,18,9#9. Auch wer ob seiner Habe lässig / Genosse ist er dem, der sie zerstört. /
16980#Sprüche,18,10#10. Ein Trutzturm ist des Ewgen Name / auf ihn zu läuft der Rechtliche und ist geborgen. /
16981#Sprüche,18,11#11. Das Gut des Reichen ist ihm seine feste Burg / wie Mauer ragend ists in seinem Schatz. /
16982#Sprüche,18,12#12. Vor dem Zusammenbruch ist hochmütig der Mann / doch vor der Ehre steht die Demut. /
16983#Sprüche,18,13#13. Wer Antwort gibt, eh er versteht / dem ist es Narretei und Schande. /
16984#Sprüche,18,14#14. Des Mannes Mut erträgt sein Kranken / gebrochnen Mut jedoch - wer kann ihn tragen? /
16985#Sprüche,18,15#15. Einsichtger Sinn erwirbt Erkenntnis / der Weisen Ohr erstrebt Erkenntnis. /
16986#Sprüche,18,16#16. Es schafft Geschenk dem Menschen Raum / und vor die Großen führt es ihn. /
16987#Sprüche,18,17#17. Es scheint der Erste recht in seinem Streit / doch kommt der Andre, prüft mans nach. /
16988#Sprüche,18,18#18. Die Zänkerein tut ab das Los / und bringt die Mächtgen auseinander. /
16989#Sprüche,18,19#19. Abtrünnger Bruder - schlimmer als die Trutzburg / und Zwistigkeiten als des Schlosses Riegelbalken. /
16990#Sprüche,18,20#20. Satt wird von seines Mundes Frucht des Mannes Leib / von seiner Lippen Ernte wird er satt. /
16991#Sprüche,18,21#21. Tod sind und Leben in der Zunge Macht / und wer sie hegt, wird ihre Frucht genießen. /
16992#Sprüche,18,22#22. Ein Weib gefunden - Glück gefunden / und Huld erlangt vom Ewigen /-1- -1) Doppelsinn: Ein Weib gefunden, Wohl gefunden / und Huld erlangt - das ist vom Ewigen! /++
16993#Sprüche,18,23#23. Im Flehen spricht der Arme / jedoch der Reiche redet hart zurück. /
16994#Sprüche,18,24#24. Es gibt Gesellen zur Geselligkeit / und gibt den Freund, der treuer als ein Bruder.
16995#Sprüche,19,1#1. Gut arm in Schlichtheit wandeln / mehr als verkehrter Lippen und ein Tor. /
16996#Sprüche,19,2#2. Auch unbedachtes Laufen-1- tut nicht gut / wer mit den Füßen hastet, der geht fehl. / -1) -+nefesch-.++
16997#Sprüche,19,3#3. Des Menschen Torheit krümmt ihm seinen Weg / und auf den Ewgen zürnt sein Herz. /
16998#Sprüche,19,4#4. Der Reichtum mehrt der Freunde viel / vom Armen scheidet sich sein Freund. /
16999#Sprüche,19,5#5. Der Lügenzeuge bleibt nicht straflos / wer Falsch bezeugt, wird nicht entrinnen. /
17000#Sprüche,19,6#6. Den Edelmütigen umschmeicheln viele / dem, der Geschenke gibt, ist jeder Freund. /
17001#Sprüche,19,7#7. Den Armen meiden alle seine Brüder / und gar die Freunde rücken ab von ihm; / ,Verfolger' haben sie als Wort für ihn. /
17002#Sprüche,19,8#8. Verstand erwirbt, wer seine Seele liebt / wer Einsicht wahrt, wird Gutes finden. /
17003#Sprüche,19,9#9. Der Lügenzeuge bleibt nicht straflos / wer Falsch bezeugt, vergeht. /
17004#Sprüche,19,10#10. Nicht steht dem Toren an Verwöhntheit / wie gar dem Sklaven, Fürsten zu beherrschen. /
17005#Sprüche,19,11#11. Wohlangesehen macht den Menschen seine Langmut / sein Ruhm ist es, Verfehlung übersehn. /
17006#Sprüche,19,12#12. Des Löwen Brüllen gleicht des Königs Grimm / und seine Huld dem Tau auf Gras. /
17007#Sprüche,19,13#13. Verderben seinem Vater ist der dumme Sohn / wie Träufeln, jagend, Weibes Zänkereien. /
17008#Sprüche,19,14#14. Das Haus, die Habe erbt man von den Vätern / vom Ewgen aber ein verständig Weib. /
17009#Sprüche,19,15#15. Die Faulheit läßt Betäubung niedersinken / und träge Seele leidet Hunger. /
17010#Sprüche,19,16#16. Wer wahrt Gebot, wahrt seine Seele. / Wer seiner Wege spottet, stirbt. /
17011#Sprüche,19,17#17. Es leiht dem Ewgen, wer dem Armen gönnt / und seinen Lohn wird er ihm zahlen. /
17012#Sprüche,19,18#18. Straf deinen Sohn, denn dann ist Hoffnung / und kümmere dich nicht um sein Gewein; /
17013#Sprüche,19,19#19. groß ist der Zorn ob dem, der Schuld verzeiht / nein, rette ihn und tu es immer wieder. /
17014#Sprüche,19,20#20. Hör auf den Rat und nimm die Zucht / damit zuletzt du weise wirst. /
17015#Sprüche,19,21#21. Viel Pläne sind in Mannes Herzen / des Ewigen Beschluß besteht! /
17016#Sprüche,19,22#22. Des Menschen Gier wird ihm zu Schande / und besser arm sein als enttäuscht. /
17017#Sprüche,19,23#23. Den Ewgen fürchten ist zum Leben / satt weilt man, wird von Übel nicht betroffen. /
17018#Sprüche,19,24#24. Vergraben hat die Hand der Faule in der Schüssel / führt sie auch nicht zum Mund zurück. /
17019#Sprüche,19,25#25. Den Narren mußt du schlagen, daß der Tor gescheit wird; / den Klugen mahne, faßt er die Erkenntnis. /
17020#Sprüche,19,26#26. Den Vater plündert und verjagt die Mutter / ein Sohn, der Schimpf und Schande bringt. /
17021#Sprüche,19,27#27. Laß ab, mein Sohn, wo Zucht man hört / zu irren von verständgen Reden! /
17022#Sprüche,19,28#28. Ruchloser Zeuge narrt das Recht / der Frevler Mund zerstört, zum Unrecht. /
17023#Sprüche,19,29#29. Bereit sind für die Narren Strafgerichte / und Schläge für der Toren Leib.
17024#Sprüche,20,1#1. Närrisch der Wein und toll der Rauschtrank / und keiner, der sich dran entzückt, wird weise. /
17025#Sprüche,20,2#2. Des Löwen Brüllen gleicht des Königs Drohn / wer seinen Zorn erregt, verwirkt sein Leben. /
17026#Sprüche,20,3#3. Es ehrt den Mann, vom Streite abzulassen / doch jeder Narr beschämt sich. /
17027#Sprüche,20,4#4. Der Faule hat im Winter nicht gepflügt / so sucht zum Schnitt er, aber nichts ist da. /
17028#Sprüche,20,5#5. Wie tiefe Wasser ist der Rat in Mannes Herzen / der Mann der Einsicht schöpfts herauf. /
17029#Sprüche,20,6#6. Viel Menschen nennt der Mann als seine Freundschaft / den treuen Mann jedoch - wer findet ihn? /
17030#Sprüche,20,7#7. Der schlichthin wandelt, der Gerechte / beglückt sind seine Kinder nach ihm! /
17031#Sprüche,20,8#8. Der König, sitzend auf dem Richterstuhl / zersprengt mit seinen Augen alles Böse. /
17032#Sprüche,20,9#9. Wer könnte sprechen: ,Hab mein Herz geläutert / bin rein von meiner Sünde!' /
17033#Sprüche,20,10#10. Zwiefach Gewicht und zwiefach Maß / des Ewgen Abscheu sind sie beide. /
17034#Sprüche,20,11#11. Ja, nach den Taten wird der Jüngling anerkannt / wenn rein und redlich ist sein Tun. /
17035#Sprüche,20,12#12. Das Ohr, das hört, das Aug, das sieht / der Ewige hat beide sie gemacht. /
17036#Sprüche,20,13#13. Lieb nicht den Schlaf, damit du nicht verarmst / tu auf die Augen, wirst du satt an Brot. /
17037#Sprüche,20,14#14. ,Schlecht, schlecht', so spricht der Käufer / doch geht er fort, berühmt er sich. /
17038#Sprüche,20,15#15. Gold gibt es und viel Schmuck; / das köstlichste Gerät: Die Lippen der Erkenntnis. /
17039#Sprüche,20,16#16. Nimm fort sein Kleid, weil er gebürgt dem Fremden / und für das Fremdweib pfände ihn! /
17040#Sprüche,20,17#17. Süß hat dem Mann der Lüge Brot geschmeckt / nachdem er sich gefüllt hat, wischt er sich den Mund / (und sagt: Hab nichts gegessen). /
17041#Sprüche,20,18#18. Entwürfe, durch Beratung haben sie Bestand / mit Planung führe deinen Krieg! /
17042#Sprüche,20,19#19. Wer schwätzend umgeht, deckt Geheimnis auf / und mit dem Lippenweiter misch dich nicht. /
17043#Sprüche,20,20#20. Wer seinen Vater, seiner Mutter flucht / des Licht erlischt in tiefer Finsternis. /
17044#Sprüche,20,21#21. Besitz, als erstes kommend, übereilt /-1- am Ende bleibt das ohne Segen. / -1) Doppelsinn: Die kranke Frucht wird als die erste halbreif - /.++
17045#Sprüche,20,22#22. Sprich nicht: ,Ich zahl das Böse heim!' / Harr auf den Ewigen, er wird dir helfen. /
17046#Sprüche,20,23#23. Des Ewgen Abscheu ist zwiefach Gewicht / und falsche Wage ihm nicht recht. /
17047#Sprüche,20,24#24. Vom Ewgen sind des Mannes Schritte / der Mensch, wie könnt er seinen Weg begreifen! /
17048#Sprüche,20,25#25. Ein Fallstrick für den Menschen ists ,geweiht' zu rufen / und nachher die Gelöbnisse zu überprüfen. /
17049#Sprüche,20,26#26. Es sprengt die Frevler fort der weise König / und läßt die Walze über sie ergehn. /
17050#Sprüche,20,27#27. Ein Licht des Ewgen ist des Menschen Seele-1- / des Leibes Kammern forscht er alle aus. / -1) Doppelsinn: Der Ewige erforscht des Menschen Seele /.++
17051#Sprüche,20,28#28. Die Liebe, Treue sind des Königs Hüter / und durch die Liebe stützt er seinen Thron. /
17052#Sprüche,20,29#29. Der Jungen Ruhm ist ihre Kraft / der Greise Schmuck das Grauhaar. /
17053#Sprüche,20,30#30. Der Wunde Beulen sind wie Waschung bei den Bösen / und Schläge für des Leibes Innerstes-1-. -1) Doppelsinn: doch niedersinkend - --makkot- - in des Leibes Innerstes.++
17054#Sprüche,21,1#1. Wie Wasserläufe ist das Herz des Königs in der Hand des Ewigen / allwo er will, lenkt er es hin. /
17055#Sprüche,21,2#2. Ein jeder Weg des Mannes ist in seinen Augen grad /-1- jedoch der Ewige ermißt die Herzen. / -1) Doppelsinn: Des Mannes Weise alle ist, daß er mit seinen Augen schaut - -+jaschur- - /.++
17056#Sprüche,21,3#3. Gerechtigkeit und Recht zu tun / gefällig ists dem Ewigen mehr als die Schlachtung. /
17057#Sprüche,21,4#4. Wer hebt die Augen, weit macht seine Brust / der ist der Frevler Sündensproß. /
17058#Sprüche,21,5#5. Des Fleißgen Planen: Nur zur Mehrung / doch jeder Unbedachte: Nur zum Mangel. /
17059#Sprüche,21,6#6. Erwerb von Schätzen mit der Lüge Zunge / ist wie verwehter Hauch, den Tod erstrebend. /
17060#Sprüche,21,7#7. Der Frevler Plündern schreckt sie selbst / weil sie sich weigern, Recht zu tun. /
17061#Sprüche,21,8#8. Verkehrt ist Mannes Weg und fremd / wer rein ist, dessen Tun ist grade. /
17062#Sprüche,21,9#9. Gut ists zu weilen auf des Daches Zinne (der Ruine) / statt zänkisch Weib im Speicherhaus. /
17063#Sprüche,21,10#10. Des Frevlers Seele giert nach Arg / nicht hat in seinen Augen Gunst der Nächste. /
17064#Sprüche,21,11#11. Straft man den Narren, wird der Dumme klug / erklärt man es dem Weisen, nimmt er Kenntnis an. /
17065#Sprüche,21,12#12. Glück bringt der Rechtliche dem Haus des Frevlers / die Frevler kehrens um zum Bösen. /
17066#Sprüche,21,13#13. Wer schließt das Ohr dem Schrei des Armen / auch er wird rufen und wird nicht erhört. /
17067#Sprüche,21,14#14. Geschenk im Heimlichen bezwingt den Zorn / Bestechung in den Schoß den heftgen Grimm. /
17068#Sprüche,21,15#15. Lust ists dem Rechten, Recht zu tun / doch Schreck den Übeltätern. /
17069#Sprüche,21,16#16. Ein Mensch, der irrt vom Weg der Einsicht / wird ruhn in der Gespenster Schar. /
17070#Sprüche,21,17#17. In Mangel fällt, wer liebt Belustigung / wer Wein und Duftöl liebt, der wird nicht reich. /
17071#Sprüche,21,18#18. Die Sühnung des Gerechten wird der Frevler / und an der Graden Statt der Treulose. /
17072#Sprüche,21,19#19. Gut ists, im Land der Wüste weilen / statt zänkisch Weib und Kränkung. /
17073#Sprüche,21,20#20. Köstlicher Schatz und Duftöl sind im Heim des Klugen / der dumme Mensch jedoch zerstörts. /
17074#Sprüche,21,21#21. Wer Rechtlichkeit und Liebe folgt / der findet Leben, Recht und Ehre. /
17075#Sprüche,21,22#22. Der Krieger Burg erstieg der Weise / und stürzte nieder ihre sichre Macht. /
17076#Sprüche,21,23#23. Wer Mund und Zunge wahrt / der wahrt vor Nöten seine Seele. /
17077#Sprüche,21,24#24. Böswillig Übermütger: Narr sein Name / ders tut in bösem Übermut. /
17078#Sprüche,21,25#25. Des Faulen Lüsten tötet ihn / denn seine Hände weigern sich zu schaffen. /
17079#Sprüche,21,26#26. Der lüstet immerzu im Lüsten / der Rechtliche jedoch, er gibt und geizt nicht. /
17080#Sprüche,21,27#27. Der Frevler Schlachtopfer ist Abscheu / zumal, wenn ers in Untreu bringt. /
17081#Sprüche,21,28#28. Der Lügen Zeuge geht zugrunde / der, was er hörte, redet, (bleibt) für immer. /
17082#Sprüche,21,29#29. Der böse Mann macht starr sein Angesicht / der Grade aber merkt auf seinen Wandel. /
17083#Sprüche,21,30#30. Nicht Weisheit gilt, noch Einsicht / kein Planen vor dem Ewigen. /
17084#Sprüche,21,31#31. Gerüstet ist das Roß zum Tag der Schlacht / jedoch beim Ewigen ist Sieg.
17085#Sprüche,22,1#1. Vorzüglicher der Ruf als reiches Gut / als Silber und als Gold Beliebtsein besser. /
17086#Sprüche,22,2#2. Es kommen reich und arm zusammen / sie alle schafft der Ewige. /
17087#Sprüche,22,3#3. Der Kluge sieht das Unheil, und er birgt sich / die Toren gehn hindurch und büßen. /
17088#Sprüche,22,4#4. Der Demut Lohn, der Furcht des Ewigen / ist Reichtum, Ehr und Leben. /
17089#Sprüche,22,5#5. Gelegt sind Schlingen auf dem Weg des Krummen / wer wahrt sein Leben, hält sich ihnen fern. /
17090#Sprüche,22,6#6. Gewöhn den Knaben seinem Weg gemäß / auch wenn er altert, weicht er nicht von ihm. /
17091#Sprüche,22,7#7. Der Reiche über Arme herrscht / Knecht wird, wer borgt, dem Mann, der leiht. /
17092#Sprüche,22,8#8. Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten / durch seines Zornes Stab geht er zugrund. /
17093#Sprüche,22,9#9. Wer gönnend blickt, der wird gesegnet / weil er von seinem Brot dem Armen gibt. /
17094#Sprüche,22,10#10. Treib aus den Narren, zieht der Zank hinaus / und endet Streit und Schande. /
17095#Sprüche,22,11#11. Den liebt man, dessen Herze rein / wer gönnend spricht, dem ist der König Freund. /
17096#Sprüche,22,12#12. Des Ewgen Augen wahren die Erkenntnis / und er verkehrt die Worte des Verräters. /
17097#Sprüche,22,13#13. Der Faule spricht: ,Ein Leu ist draußen / und mitten auf den Plätzen würde ich gemordet.' /
17098#Sprüche,22,14#14. Ein tiefer Abgrund ist der fremden Weiber Mund / hat wen der Ewige verwünscht, so stürzt er drein. /
17099#Sprüche,22,15#15. Ist Narrheit an des Knaben Herz geknüpft / so wird der Stab der Zucht sie draus entfernen. /
17100#Sprüche,22,16#16. Entrechtet man den Armen, ists (oft), ihms zu mehren; / gibt man dem Reichen, ist es ihm zu mindern.
17101#Sprüche,22,17#17. Dein Ohr neig hin und hör der Weisen Worte / und richte auf mein Wissen deinen Sinn. /
17102#Sprüche,22,18#18. Denn gut ists, wenn du sie in deinem Innern wahrst / wenn sie mitsammen stehn auf deinen Lippen. /
17103#Sprüche,22,19#19. Daß auf den Ewigen sei dein Vertrauen / hab ichs dir, dir selbst heute kundgetan /
17104#Sprüche,22,20#20. sie dir als Maße aufgeschrieben / in Ratung und Erkenntnis. /
17105#Sprüche,22,21#21. Um dir getreulich kundzutun der Wahrheit Worte / daß Worte wahr du wiederbringst dem, der dich ausgesandt.
17106#Sprüche,22,22#22. Beraube nicht den Armen, weil er arm / und drücke nicht den Elenden im Tor. /
17107#Sprüche,22,23#23. Denn streiten wird der Ewge ihren Streit / und rauben ihrer Räuber Leben. /
17108#Sprüche,22,24#24. Geselle dich nicht einem Zornigen / und geh nicht um mit einem Grimmigen /
17109#Sprüche,22,25#25. daß du nicht seine Wege lernst / und einen Fallstrick holst für deine Seele. /
17110#Sprüche,22,26#26. Sei nicht von denen, die den Handschlag leisten / für Forderungen sich verbürgen. /
17111#Sprüche,22,27#27. Hast du dann nicht zu zahlen / warum soll unter dir das Bett man nehmen? /
17112#Sprüche,22,28#28. Verrücke nicht uralte Grenze / die deine Väter festgesetzt. /
17113#Sprüche,22,29#29. Siehst einen Mann du, der in seinem Werk geschickt / der mag vor Könige sich stellen / er stellt sich nicht vor Finsterlinge.
17114#Sprüche,23,1#1. Wenn du dich setzt, zu speisen mit dem Herrscher-1- / so achte wohl auf das, was vor dir ist. / -1) Doppelsinn: mit dem Geizigen - -+moschel- -.++
17115#Sprüche,23,2#2. Du machst dann, was du schlingst, zum Sakkin-vogel / wenn du zu gierig bist. /
17116#Sprüche,23,3#3. Gelüste nicht nach seinen Leckereien / denn das ist trügend Brot /
17117#Sprüche,23,4#4. müh dich nicht nachzufliegen! / Ist das in deiner Kunst? Laß ab! /
17118#Sprüche,23,5#5. Kannst du denn fliegen? / Weil deine Augen drauf sind, ists nicht da. / Denn Flügel macht es, macht es sich / fliegt wie ein Adler himmelwärts. /
17119#Sprüche,23,6#6. Iß nicht des Mißgesinnten Brot / und lüste nicht nach seinen Leckereien; /
17120#Sprüche,23,7#7. denn wie ein Spalt, so ists in seiner Seele; / ,Iß nur und trink!' spricht er zu dir / sein Herz jedoch ist bei dir nicht. /
17121#Sprüche,23,8#8. Den Bissen, den du ißt, du speist ihn aus / und deine schönen Worte hast du nur verschwendet.
17122#Sprüche,23,9#9. Zu eines Narren Ohren rede nicht / denn deiner Worte Trefflichkeit wird er mißachten. /
17123#Sprüche,23,10#10. Verrücke nicht uralte Grenze / und dring nicht in die Äcker der Verwaisten; /
17124#Sprüche,23,11#11. denn mächtig ist ihr Löser / und ihren Streit führt er mit dir. /
17125#Sprüche,23,12#12. Bring deinen Sinn der Zucht entgegen / und deine Ohren klugen Reden. /
17126#Sprüche,23,13#13. Entzieh dem Knaben nicht die Zucht / schlägst du ihn mit der Rute, stirbt er nicht. /
17127#Sprüche,23,14#14. Du schlägst ihn mit der Rute / und rettest aus Scheol sein Leben. /
17128#Sprüche,23,15#15. Mein Sohn, wenn klug dein Herz geworden / so wird auch mir mein Herz sich freun /
17129#Sprüche,23,16#16. und jauchzen werden meine Nieren / wenn deine Lippen Grades reden. /
17130#Sprüche,23,17#17. Dein Herz ereifre sich nicht ob der Sünder / nein, in der Furcht des Ewgen immerdar. /
17131#Sprüche,23,18#18. Nein, da gibts eine Zukunft / und deine Hoffnung wird nicht schwinden. /
17132#Sprüche,23,19#19. Hör an, mein Sohn, und werde klug / und führe auf den Weg dein Herz! /
17133#Sprüche,23,20#20. Sei bei den Weinbesoffnen nicht / von denen, die am Fleisch verfressen /
17134#Sprüche,23,21#21. denn der Verfreßne und Versoffene verarmt / in Lumpen kleidet die Verschlafenheit. /
17135#Sprüche,23,22#22. Auf deinen Vater hör, der dich gezeugt / verachte deine Mutter nicht, wenn sie gealtert /
17136#Sprüche,23,23#23. erwirb die Wahrheit und vergib sie nicht / die Weisheit, Zucht und Einsicht. /
17137#Sprüche,23,24#24. Laut jubelt des Gerechten Vater / wer einen Weisen zeugt, freut sich an ihm; /
17138#Sprüche,23,25#25. es freut dein Vater, deine Mutter sich / es jubelt, die dich hat geboren. /
17139#Sprüche,23,26#26. Gib mir, mein Sohn, dein Herz / laß deine Augen meine Wege wahren /
17140#Sprüche,23,27#27. denn eine tiefe Grube ist die Buhlerin / ein enger Brunnenschacht das Fremdweib. /
17141#Sprüche,23,28#28. Auch sie, wie zu Beraubung lauert sie / rafft hin wie die Verräter in Adam.
17142#Sprüche,23,29#29. Wer hat das Ach, wer hat das Weh? / Wer Zank und Klage? / Wer hat die Wunden ohne Grund? / Wer hat getrübte Augen? /
17143#Sprüche,23,30#30. Die spät beim Weine sitzen / die kommen, Mischtrank zu erproben! /
17144#Sprüche,23,31#31. Schau nicht den Wein, wie er erglüht / im Becher seine Farbe zeigt / zu Kräften eingeht! /
17145#Sprüche,23,32#32. Zuletzt beißt er wie eine Schlange / und wie die Otter spritzt er aus. /
17146#Sprüche,23,33#33. Absonderliches sehen deine Augen / Verkehrtes spricht dein Sinn. /
17147#Sprüche,23,34#34. Du bist, wie wer da liegt in Meeres Mitte / und wie wer liegt mit wundem Kopf: /
17148#Sprüche,23,35#35. ,Sie schlugen mich, ich fühlt es nicht / betäubten mich, ich merkt es nicht; / wann bin ich wach? / Will davon mehr verlangen!'
17149#Sprüche,24,1#1. Ereifre dich nicht ob der bösen Menschen / zu sein mit ihnen, wünsche nicht /
17150#Sprüche,24,2#2. denn auf Verheerung sinnt ihr Herz / und Unheil reden ihre Lippen. /
17151#Sprüche,24,3#3. Durch Weisheit wird das Haus gebaut / durch Einsicht wird es aufgerichtet. /
17152#Sprüche,24,4#4. Durch Kenntnis füllen sich die Kammern / mit allem köstlichen und schönen Gut. /
17153#Sprüche,24,5#5. Ein weiser Mann, er steht in Stärke / der Kenntnisreiche zwingt die Kraft. /
17154#Sprüche,24,6#6. Durch Planung führst du ja den Krieg / und Rettung wird, wo viele raten. /
17155#Sprüche,24,7#7. Sich zu entheben, ist dem Narren Weisheit / tut er im Tor den Mund nicht auf; /
17156#Sprüche,24,8#8. und denkt er, Böses auch zu tun / man nennt ihn einen klugen Mann.
17157#Sprüche,24,9#9. Die Klugheit ist der Narrheit: Sünde / und Abscheu für den dreisten Mann. /
17158#Sprüche,24,10#10. Warst lässig du am Tag der Not / bleibt deine Kraft beengt. /
17159#Sprüche,24,11#11. Wenn du, zu retten die zum Tod Geschleppten / und die zum Würgen wanken, dich verweigerst /
17160#Sprüche,24,12#12. indem du sprichst: ,Wir wußten das ja nicht' / sieh, der ermißt die Herzen, er durchschauts / und der dein Leben wahrt, er weiß es / und er vergilt nach seinem Tun dem Menschen. /
17161#Sprüche,24,13#13. Iß Honig, Sohn, denn er ist gut / und Süße, schmeckend deinem Gaumen: /
17162#Sprüche,24,14#14. So lerne Weisheit auch für deine Seele / erlangst du sie, so gibt es eine Zukunft / und deine Hoffnung schwindet nicht. /
17163#Sprüche,24,15#15. Belaure, Frevler, nicht die Weide des Gerechten / und plündere nicht seinen Lagerort /
17164#Sprüche,24,16#16. denn fällt auch siebenmal der Rechtliche, steht er doch auf / die Frevler aber stürzen hin im Unglück. /
17165#Sprüche,24,17#17. Wenn fällt dein Feind, so freu dich nicht / und stürzt er, juble nicht dein Herz. /
17166#Sprüche,24,18#18. Daß, siehts der Ewige, es seinen Augen nicht mißfalle / und von ihm seinen Zorn er wende. /
17167#Sprüche,24,19#19. Erhitz dich ob der Bösen nicht / ereifre dich nicht ob der Frevler. /
17168#Sprüche,24,20#20. Denn keine Zukunft gibt es für den Bösen / der Frevler Licht erlischt. /
17169#Sprüche,24,21#21. Den Ewgen fürchte, Sohn, sowie den König / und mit Verstellten misch dich nicht /
17170#Sprüche,24,22#22. denn plötzlich hebt sich ihr Verderben / und beider Strafe, wer erahnts!»
17171#Sprüche,24,23#23. Auch dies ist an die Weisen: «Das Ansehn achten im Gericht ist ungut; /
17172#Sprüche,24,24#24. wer spricht zum Frevler: ,Bist gerecht' / dem fluchen Völker, den verwünschen Nationen. /
17173#Sprüche,24,25#25. Den Mahnern aber geht es wohl / und über sie kommt Glückes Segen. /
17174#Sprüche,24,26#26. Wie Lippen, küssend / ist der, der treffend Antwort gibt. /
17175#Sprüche,24,27#27. Bereite auf der Flur dein Werk / bestell es auf dem Felde dir / nachher magst du dein Haus erbaun. /
17176#Sprüche,24,28#28. Sei nicht ein Zeuge grundlos gegen deinen Nächsten / daß du mit deinen Lippen schwatzt. /
17177#Sprüche,24,29#29. Sprich nicht: ,Wie er mir tat, so tu ich ihm / ich will dem Mann nach seinem Tun vergelten!'
17178#Sprüche,24,30#30. Am Feld des faulen Manns ging ich vorbei / und an des Unverständgen Weinberg. /
17179#Sprüche,24,31#31. Und sieh, ganz ging er auf in Disteln / und seine Fläche war bedeckt mit Wildkraut / und seine Steinumzäunung eingerissen. /
17180#Sprüche,24,32#32. Ich schaute es und richtet' drauf den Sinn / ich sah es und nahm Zucht an: /
17181#Sprüche,24,33#33. Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer / ein wenig Händeschränken auszuruhn /
17182#Sprüche,24,34#34. so kommt für dich die Armut wie der Streifer / dein Mangel wie ein Waffenträger.»
17183#Sprüche,25,1#1. Auch diese sind Sprüche Schelomos, die ausgeschrieben haben die Männer Hiskijahs, des Königs von Jehuda.
17184#Sprüche,25,2#2. «Ist Gottes Ehre im Verbergen seines Worts / so ehrts die Könige, daß man ihr Wort erforsche; /
17185#Sprüche,25,3#3. an Höh ein Himmel, Erdengrund an Tiefe / nicht zu erforschen sei das Herz der Könige. /
17186#Sprüche,25,4#4. Entfernt die Schlacken man vom Silber / so kommt dem Feinschmied ein Gerät zustand; /
17187#Sprüche,25,5#5. entfernt den Frevler man von Königs Angesicht / so wird durch Rechtlichkeit sein Thron bestehn. /
17188#Sprüche,25,6#6. Berühm dich vor dem König nicht / und steh nicht an dem Platz der Großen. /
17189#Sprüche,25,7#7. Denn besser sagt man dir: ,Empor, hierher' / als daß man dich herabsetzt vor dem Edlen. / Wie deine Augen es gesehen /
17190#Sprüche,25,8#8. zieh vorschnell nicht zu Streit aus; / was willst du dann am Ende tun / wenn dich beschimpft dein Nächster? /
17191#Sprüche,25,9#9. Führ deinen Streit mit deinem Nächsten / des anderen Geheimnis deck nicht auf /
17192#Sprüche,25,10#10. damit der Hörende dich nicht verrate / und deine Nachrede nicht rückwärtskehre. /
17193#Sprüche,25,11#11. Wie goldne Bällchen in Silberschalen: / Das Wort gesagt dem, der ihm zugekehrt. /
17194#Sprüche,25,12#12. Wie goldner Ring zu Edelerzgeschmeide / der weise Mahner in das Ohr, das lauscht. /
17195#Sprüche,25,13#13. Wie kühler Schnee am Erntetag / ein treuer Bote denen, die ihn senden: / So labt er seines Herren Seele. /
17196#Sprüche,25,14#14. Gewölk und Wind, doch Regen nicht: / Der Mann, der sich berühmt erlogner Gabe. /
17197#Sprüche,25,15#15. Durch Langmut wird der Herrscher überredet / und linde Zunge bricht (zuweilen) Knochen. /
17198#Sprüche,25,16#16. Hast Honig du gefunden, iß dir zur Genüge / daß du nicht, übersatt, ihn ausspeist: /
17199#Sprüche,25,17#17. Mach selten deinen Fuß in deines Nächsten Haus / daß er nicht, deiner satt, dich hasse. /
17200#Sprüche,25,18#18. Wie Keule, Schwert und spitzer Pfeil / der Mann, der gegen seinen Nächsten Lug bezeugt. /
17201#Sprüche,25,19#19. Wie morscher Zahn und Fuß, der wankt / ist ein Verlaß, der trügt am Tag der Not. /
17202#Sprüche,25,20#20. Wie wer das Kleid ablegt an kaltem Tag / wie Säure auf geplatzte (Wunde) / so, wer vor wehem Herzen Lieder singt. /
17203#Sprüche,25,21#21. Wenns deinen Hasser hungert, speise ihn mit Brot / und dürstets ihn, so tränke ihn mit Wasser; /
17204#Sprüche,25,22#22. die Kohlen, die du schürst, sie fallen auf sein Haupt / und dir wird es der Ewige vergelten. /
17205#Sprüche,25,23#23. Der Nordwind macht den Regen fallen /-1- jedoch das grimme Antlitz ist verborgne Rede. / -1) Rätselsinn. Lösung: Birg deinen Sinn, so machst du Spendenregen fallen.++
17206#Sprüche,25,24#24. Gut ists zu weilen auf des Daches Zinne (der Ruine) / statt zänkisch Weib im Speicherhaus. /
17207#Sprüche,25,25#25. Wie kühles Wasser für die matte Seele / ist gute Kunde aus der Ferne Land. /
17208#Sprüche,25,26#26. Verwühlter Quell, verderbter Born / ist der Gerechte, stürzend vor dem Frevler. /
17209#Sprüche,25,27#27. Zuviel des Honigs essen ist nicht gut / der Ehre Schranke schafft die Ehre. /
17210#Sprüche,25,28#28. Wie Stadt, erbrochen, ohne Mauer / der Mann, der nicht sich selbst beherrscht.
17211#Sprüche,26,1#1. Wie Schnee zum Sommer, Regen zu der Erntezeit / so ziemt dem Toren Ehre nicht. /
17212#Sprüche,26,2#2. Wie Vögelchen, entflattert, Schwalbe, die entfliegt / so unverdienter Fluch: Er trifft nicht ein. /
17213#Sprüche,26,3#3. Die Peitsche für das Roß, der Stock dem Esel / die Rute für der Toren Leib. /
17214#Sprüche,26,4#4. Erwidere dem Toren nicht nach seiner Narrheit / damit du ihm nicht selber gleichst; /
17215#Sprüche,26,5#5. erwidere dem Toren seiner Narrheit nach / sonst bleibt er klug in seinen Augen. /
17216#Sprüche,26,6#6. Es stutzt die Füße sich und trinkt Beraubung / wer durch den Toren Botschaft schickt. /
17217#Sprüche,26,7#7. Wie sich des Lahmen Beine lüpfen / so ist der Sinnspruch in der Toren Mund. /
17218#Sprüche,26,8#8. Wie Edelsteingebind im Felsgehäuf / so, wer dem Toren Ehr erweist. /
17219#Sprüche,26,9#9. Wie Dornen aufgehn in des Trunkenen Bereich / so (gehts dem) Gleichnisspruch im Mund der Toren. /
17220#Sprüche,26,10#10. Genug, der du da alles schaffen willst / den Toren dingst und dingst, die da vorbeiziehn! /
17221#Sprüche,26,11#11. So wie ein Hund zu seinem Auswurf wiederkehrt / so wiederholt der Tor die Narrheit. /
17222#Sprüche,26,12#12. Siehst du den Mann, der klug in seinen Augen? / Mehr Hoffnung hat der Tor als er. /
17223#Sprüche,26,13#13. Der Faule spricht: , Ein Leu ist auf dem Weg / ein Löwe mitten auf den Plätzen!' /
17224#Sprüche,26,14#14. Die Türe wendet sich um ihre Angel / so auf dem Bett der Faule. /
17225#Sprüche,26,15#15. Vergraben hat die Hand der Faule in der Schüssel / vermag sie nicht zum Mund zu führen. /
17226#Sprüche,26,16#16. Der Faule ist in seinen Augen klüger / als sieben, die verständig raten. /
17227#Sprüche,26,17#17. Packt einen Hund wer an den Ohren / so, wer da geht, sich über fremden Streit ereifernd. /
17228#Sprüche,26,18#18. Wie ein Verrückter, der da schießt / Geschosse, Pfeile, Tod /
17229#Sprüche,26,19#19. so ist ein Mann, der seinen Freund betrügt / und spricht: ,Ich scherz ja nur.' /
17230#Sprüche,26,20#20. Wo da kein Holz, erlischt der Brand / und wo kein Schwätzer, schweigt der Zank. /
17231#Sprüche,26,21#21. Wie Blasbalg für die Kohlenglut und Holz fürs Feuer / der Zänkische, den Streit zu schüren. /
17232#Sprüche,26,22#22. Des Schwätzers Worte scheinen abzugleiten / - und sinken tief ins Innerste des Leibs. /
17233#Sprüche,26,23#23. Wie Silberschicht auf Tongerät gezogen / sind Lippen, leuchtend - bei böswillgem Herzen. /
17234#Sprüche,26,24#24. Mit seinen Lippen mag der Hasser sich verstellen; / in seinem Innern hält er Trug. /
17235#Sprüche,26,25#25. Macht er die Stimme freundlich, trau ihm nicht / denn sieben Greuel sind in seinem Herzen! /
17236#Sprüche,26,26#26. Birgt in Verführung sich sein Haß / wird in der Volksschar seine Bosheit doch enthüllt. /
17237#Sprüche,26,27#27. Wer eine Grube gräbt, der fällt hinein / zu dem, der einen Stein gewälzt, kehrt er zurück. /
17238#Sprüche,26,28#28. Die Lügenzunge haßt - zu eignem Niederbruch / und glatter Mund bereitet Sturz.
17239#Sprüche,27,1#1. Berühme dich des Morgen nicht / du weißt ja nicht, was noch der Tag gebärt. /
17240#Sprüche,27,2#2. Es rühme dich der andre, nicht dein Mund / der Fremde und nicht deine Lippen. /
17241#Sprüche,27,3#3. Des Steines Schwere, Sandes Last: / Des Narren Kränkung - schwerer als sie beide; /
17242#Sprüche,27,4#4. grausam der Grimm und ungestüm der Zorn / und wer besteht vor Eifersucht! /
17243#Sprüche,27,5#5. Gut offne Rüge / statt Liebe, die verborgen bleibt. /
17244#Sprüche,27,6#6. In Treuen sind vom Freunde Wunden / doch Dunst des Feindes Küsse. /
17245#Sprüche,27,7#7. Des Satten Sinn verschmäht den Honig / dem hungrigen Gemüt ist alles Bittre süß. /
17246#Sprüche,27,8#8. Dem Vöglein gleicht, das seinem Nest entfliegt / der Mann, der seinem Ort entflüchtet. /
17247#Sprüche,27,9#9. Wie Duftöl, Räucherwerk des Herzens Lust erhöhn / so Freundes guter Rat vor eignem Planen. /
17248#Sprüche,27,10#10. Verlaß dich nicht auf Freund und deines Vaters Freund / geh nicht zu deines Bruders Haus an deines Unglücks Tag: / (Oft) besser naher Nachbar als ein ferner Bruder. /
17249#Sprüche,27,11#11. Sei weise, Sohn, erfreu mein Herz / damit ich dem, der mich beschimpft, erwidre. /
17250#Sprüche,27,12#12. Der Kluge sieht das Übel, birgt sich / die Toren gehn hindurch und büßen. /
17251#Sprüche,27,13#13. Nimm fort sein Kleid, weil er gebürgt dem Fremden / und für das Fremdweib pfände ihn! /
17252#Sprüche,27,14#14. (Da ist,) wer laut den Nächsten früh am Morgen segnet / und wird ihm das als Fluch gerechnet. /
17253#Sprüche,27,15#15. Das Träufeln, jagend, am Gewittertag / und zänkisch Weib - das gleicht sich. /
17254#Sprüche,27,16#16. (Da gibts was,) wer es birgt, birgt Wind: / Ölglatt sein Schwur, den er beruft. /
17255#Sprüche,27,17#17. Zusammen will mit Eisen Eisen sein / und Mann mitsammen vor dem Freund. /
17256#Sprüche,27,18#18. Wer pflegt den Feigenbaum, der ißt von seiner Frucht / wer seines Herren achtet, wird geehrt. /
17257#Sprüche,27,19#19. So wie im Wasser Antlitz steht zu Antlitz / so steht des Menschen Herz zum Menschen. /
17258#Sprüche,27,20#20. Scheol und Abbadon ersatten nicht / und nicht ersatten Menschenaugen. /
17259#Sprüche,27,21#21. Den Schmelztopf für das Silber, Prüfherd für das Gold / den Mann nach seinem Rühmen. /
17260#Sprüche,27,22#22. Stampfst du den Narren auch in der Stampfe / bei Graupen mit dem Stößel / weicht seine Narrheit nicht von ihm.
17261#Sprüche,27,23#23. Hab acht auf deiner Schafe Aussehn / richt auf die Herden deinen Sinn /
17262#Sprüche,27,24#24. denn nicht für immer ist die Fülle / das Sprossen nicht für Zeit um Zeit. /
17263#Sprüche,27,25#25. Erscheint das Gras, zeigt sich das frische Grün / man sammelt ein der Berge Kräuter: /
17264#Sprüche,27,26#26. Die Lämmer dir zur Kleidung / als Preis vom Feld(ertrag) die Böcke /
17265#Sprüche,27,27#27. der Ziegen Milch, genug zu deiner Kost / zu deines Hauses Kost / und Lebensunterhalt für deine Mädchen.
17266#Sprüche,28,1#1. Es fliehen, ob auch keiner jagt, die Frevler / doch die Gerechten: Sicher wie der Leu. /
17267#Sprüche,28,2#2. Ist frevelhaft das Land, hats viele Obre; / doch wenn der Mensch verständig ist / des Rechten kundig, dauert er. /
17268#Sprüche,28,3#3. Ein Mann, der erbt (rasch) und vorenthält dem Armen / ist Regen fortschwemmend, der bringt kein Brot. /
17269#Sprüche,28,4#4. Den Frevler rühmen, die die Weisung lassen / die Weisung Wahrenden befehden sie. /
17270#Sprüche,28,5#5. Die bösen Menschen fassen nicht das Recht / doch die den Ewgen suchen, fassen alles. /
17271#Sprüche,28,6#6. Gut arm in Schlichtheit wandelnd / mehr als verkehrter Wege, aber reich. /
17272#Sprüche,28,7#7. Es wahrt die Weisung der verständge Sohn / doch wer mit Schlemmern umgeht, macht dem Vater Schande. /
17273#Sprüche,28,8#8. Wer mehrt sein Gut durch Zins und Wucher / der häufts für den, der Armen schenkt. /
17274#Sprüche,28,9#9. Wer seine Ohren abkehrt, Weisung nicht zu hören / des Beten selbst ist Greuel. /
17275#Sprüche,28,10#10. Wer Redliche auf bösen Pfad verführt / fällt selbst in seine Grube; / die Schlichten aber erben Gutes. /
17276#Sprüche,28,11#11. Klug ist der reiche Mann in seinen Augen / doch der verständge Arme, er durchschaut ihn. /
17277#Sprüche,28,12#12. Wenn die Gerechten jauchzen, ist viel Herrlichkeit / wenn Frevler aufstehn, wird der Mensch gesucht. /
17278#Sprüche,28,13#13. Wer seine Frevel hehlt, hat kein Gelingen / wer sie bekennt und läßt, erlangt Erbarmen. /
17279#Sprüche,28,14#14. Beglückt der Mensch, der immer Vorsicht übt / doch wer sein Herz verhärtet, stürzt ins Unglück. /
17280#Sprüche,28,15#15. Ein Löwe, brüllend, Bär in Hunger: / Ein Bösewicht, der armes Volk beherrscht. /
17281#Sprüche,28,16#16. Es schwindet-1-, wer da unverständig häuft Erpressung; / wer haßt Gewinn, wird lange leben; / -1) -+nagid-.++
17282#Sprüche,28,17#17. wer Menschen preßt, tuts um sein Lebensblut: / Er flüchtet - hin zur Grube, keiner hält ihn. /
17283#Sprüche,28,18#18. Wer schlichthin wandelt, dem wird Hilfe / wer krumme Wege geht, der fällt miteins. /
17284#Sprüche,28,19#19. Wer seinen Acker baut, wird Brotes satt / wer Leerem nachjagt, satt an Mangel. /
17285#Sprüche,28,20#20. Ein treuer Mann hat reichen Segen / wer reich zu werden hastet, bleibt nicht ungestraft. /
17286#Sprüche,28,21#21. Bevorzugung ist Unrecht / vergeht der Mann sich an (des andern) Bissen Brot. /
17287#Sprüche,28,22#22. (Des andern) Reichtum schreckt den Mann des scheelen Blicks; / er weiß nicht, daß den Mangel überkommt. /
17288#Sprüche,28,23#23. Wer einen Menschen mir zu folgen mahnt / der findet Gunst / mehr als wer glatte Reden führt. /
17289#Sprüche,28,24#24. Wenn einer da beraubt den Vater und die Mutter / und (andrer) sagt: ,Das ist nicht Missetat' / ist der Genosse des Verbrechers. /
17290#Sprüche,28,25#25. Wer breit sich brüstet, reizt zu Zank; / wer auf den Ewigen vertraut, der wird gesättigt. /
17291#Sprüche,28,26#26. Wer sicher ist in seinem Herzen, ist ein Tor / doch wer in Weisheit wandelt, wird gerettet. /
17292#Sprüche,28,27#27. Wer gibt dem Armen, hat nicht Mangel / wer seinen Blick entzieht, ist viel beflucht. /
17293#Sprüche,28,28#28. Wenn Frevler aufstehn, bergen sich die Menschen / gehn sie zugrunde, mehren sich Gerechte.
17294#Sprüche,29,1#1. Ein Mann, vermahnt, der steift den Nacken / bricht plötzlich nieder, unheilbar. /
17295#Sprüche,29,2#2. Wenn sich Gerechte mehren, freut das Volk sich / doch herrscht der Frevler, seufzt das Volk. /
17296#Sprüche,29,3#3. Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut den Vater / wer Buhlerinnen folgt, vergeudet das Vermögen. /
17297#Sprüche,29,4#4. Der König durch Gericht erstellt das Land / der Mann der Lässigkeit zerstört es. /
17298#Sprüche,29,5#5. Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt / der breitet hin ein Netz vor seinen Schritten. /
17299#Sprüche,29,6#6. In bösen Mannes Frevel liegt der Fallstrick / der Rechtliche jedoch ist froh und freudig. /
17300#Sprüche,29,7#7. Der Rechtliche weiß um der Armen Recht / der Frevler faßt das Wissen nicht. /
17301#Sprüche,29,8#8. Närrische Männer rühren auf die Stadt / die Weisen wenden ab den Zorn. /
17302#Sprüche,29,9#9. Der Weise wird gerichtet mit dem Narren: / Der bebt; der lacht und schrickt nicht. /
17303#Sprüche,29,10#10. Des Blutes Männer hassen den, der redlich / und den Geraden trachten jene nach dem Leben. /
17304#Sprüche,29,11#11. All seinen Sinn bringt aus der Tor / der Weise lobt am Ende erst. /
17305#Sprüche,29,12#12. Lauscht auf der Lüge Wort der Herrscher / sind alle seine Diener Frevler. /
17306#Sprüche,29,13#13. Der arme Mann und der Betrogne treffen sich - / der Ewige mag beider Augen leuchten machen. /
17307#Sprüche,29,14#14. Ein König, der getreu die Armen richtet / des Thron wird ewiglich bestehn. /
17308#Sprüche,29,15#15. Die Rute und die Mahnung geben Weisheit / der freibelaßne Knabe macht der Mutter Schande. /
17309#Sprüche,29,16#16. Wenn Frevler sich vermehren, mehrt sich Missetat / doch die Gerechten schauen ihren Fall. /
17310#Sprüche,29,17#17. Straf deinen Sohn, wird er dir Ruh verschaffen / und deiner Seele Wonne bringen. /
17311#Sprüche,29,18#18. Wo keine Schau, wird zügellos das Volk / wer Weisung achtet, ist beglückt. /
17312#Sprüche,29,19#19. Mit Worten straft man nicht den Knecht / versteht ers auch, gibt er nicht Antwort. /
17313#Sprüche,29,20#20. Siehst einen Mann du, der mit seinen Worten hastet / so hat der Dumme Hoffnung mehr als der. /
17314#Sprüche,29,21#21. Wenn einer seinen Knecht von Jugend an verwöhnt / wird er am Ende (jenem) zugezählt sein. /
17315#Sprüche,29,22#22. Der Zornige reizt auf zu Zank / der Hitzige begeht viel Missetat. /
17316#Sprüche,29,23#23. Des Menschen Hochmut senkt ihn nieder / wer demütig, erlanget Ehre. /
17317#Sprüche,29,24#24. Wer mit dem Dieb teilt, haßt sich selbst / der hört Beschwörung und er zeigts nicht an. /
17318#Sprüche,29,25#25. Des Menschen Schrecken: Legt man eine Falle; / wer auf den Ewigen vertraut, der ist geborgen. /
17319#Sprüche,29,26#26. So viele suchen auf des Herrschers Antlitz / jedoch vom Ewgen kommt des Mannes Recht. /
17320#Sprüche,29,27#27. Abscheu Gerechten ist der Übeltäter / Abscheu dem Frevler, wer gerade wandelt.»
17321#Sprüche,30,1#1. Begreif-1- der Sammlung-2- Worte, die Vermahnung-3- / den Gottesspruch, des Mannes Rede: «Ohnmächtig bin ich, Gott / ohnmächtig, Gott, wie könnt ichs! / -1) Bin . . .   2) -+agur-.   3) -+jakeh-.++
17322#Sprüche,30,2#2. Denn dumm bin ich vor Männern / hab Menscheneinsicht nicht. /
17323#Sprüche,30,3#3. Hab Weisheit nicht gelernt / daß ich der Heilgen Wissen wüßte!»
17324#Sprüche,30,4#4. «Wer stieg zum Himmel auf und kam hernieder / wer sammelte den Wind in seine Fäuste / wer band das Wasser ein in ein Gewand / wer hat der Erde Enden aufgerichtet / wie heißt er, wie sein Sohn - wenn du es weißt!»
17325#Sprüche,30,5#5. «Bewährt ist jeglich Gotteswort / ein Schild er denen, die sich bei ihm bergen. /
17326#Sprüche,30,6#6. Tu seinen Worten nichts hinzu / daß, weist er dich zurecht, du nicht als Lügner dastehst.»
17327#Sprüche,30,7#7. Zwei Dinge sinds, die ich von dir erbitte / verwehr es mir nicht, eh ich sterbe /
17328#Sprüche,30,8#8. - Falschheit und Lügenwort entfern von mir -: / Armut und Reichtum gib mir nicht / gib mir mein zugemessnes Brot zu essen /
17329#Sprüche,30,9#9. daß ich nicht, übersatt, verleugne / und sag: ,Wer ist der Ewige!' / Und daß ich nicht verarm und stehle / antaste meines Gottes Namen!»
17330#Sprüche,30,10#10. «Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn / daß er dich nicht verfluche, und du Schuld trägst.
17331#Sprüche,30,11#11. Geschlecht, das seinem Vater flucht / und seine Mutter nimmer segnet /
17332#Sprüche,30,12#12. Geschlecht, das rein in seinen Augen / und ist von seinem Unflat nicht gewaschen /
17333#Sprüche,30,13#13. Geschlecht, des Augen so erhoben / und dessen Wimpern hochgehöht sind /
17334#Sprüche,30,14#14. Geschlecht, des Zähne Schwerter / und des Gebisse Messer sind / die Armen von der Erde wegzufressen / die Elenden fort von den Menschen!
17335#Sprüche,30,15#15. Geiz hat zwei Töchter: / Gib, gib! Drei sinds, die nicht ersatten / vier sagen nie: ,Genug!' /
17336#Sprüche,30,16#16. Scheol und deren ungestillter Schoß / die Erde, nie des Wassers satt / und Feuer, niemals sagts: ,Genug!'; /
17337#Sprüche,30,17#17. ein Auge, das des Vaters spottet / verschmäht, der Mutter zu gehorchen. / Aushacken sollns am Bach die Raben / solln es die Adlerjungen fressen!
17338#Sprüche,30,18#18. Drei Dinge sinds, mir wunderbar / und vier, die ich nicht fasse: /
17339#Sprüche,30,19#19. Des Adlers Weg am Himmel / der Schlange Weg auf Felsgestein / des Schiffes Weg in Meeres Herzen / des Mannes Weg beim Weib! /
17340#Sprüche,30,20#20. So ist des ehebrecherischen Weibes Weise: / Sie hat gegessen, wischt sich ihren Mund / und spricht: ,Hab Unrecht nicht getan.'
17341#Sprüche,30,21#21. Bei dreien zittert auf die Erde / bei vieren kann sie's nicht ertragen: /
17342#Sprüche,30,22#22. Beim Knecht, wenn dieser König wird / dem Schändlichen, wenn Brotes er sich sättigt /
17343#Sprüche,30,23#23. bei der Abscheulichen, wenn sie des Gatten wird / und einer Magd, beerbt die ihre Herrin.
17344#Sprüche,30,24#24. Vier sinds, die Kleinsten auf der Erde / und doch so klüglich klug: /
17345#Sprüche,30,25#25. Die Ameisen, ein Völkchen ohne Macht / und rüsten sich im Sommer ihre Speise. /
17346#Sprüche,30,26#26. Klippdachse, ungewaltig Volk / und setzen im Gefels ihr Haus. /
17347#Sprüche,30,27#27. Hat keinen König auch der Heuschreck / und zieht aus, alles tilgend. /
17348#Sprüche,30,28#28. Die Spinne kannst du mit den Händen greifen / doch hauset sie in Königsschlössern.
17349#Sprüche,30,29#29. Drei sinds, die schreiten / und vier, die rüstig hingehn . . .-1- -1) Drei Starke gibt es unter allem, was da lebt / und vier, die keinem andern weichen: /
17350#Sprüche,30,30#30. Der Leu, der Starke bei den Tieren / er kehrt vor keinem um; /
17351#Sprüche,30,31#31. der Hahn, der sich die Lenden gürtet, und der Bock; / der König: Keiner kann vor ihm bestehn!
17352#Sprüche,30,32#32. Willst du beschämt sein, bleib in Überhebung / doch bist du klug - Hand auf den Mund! /
17353#Sprüche,30,33#33. Denn preßt man Milch, bringts Rahm / preßt man die Nase, bringt es Blut; / und preßt den Mund man, bringt es Streit.»
17354#Sprüche,31,1#1. Worte ob der Torheit eines Königs, der Ausspruch, womit ihn seine Mutter vermahnte.
17355#Sprüche,31,2#2. «Ach, Sohn / ach, meines Schoßes Sohn / ach, Sohn meiner Gelübde! /
17356#Sprüche,31,3#3. Gib nicht den Weibern deine Kraft / und deinen Wandel Tollheiten der Könige. /
17357#Sprüche,31,4#4. Nicht ziemt es Königen, töricht zu sein / nicht Köngen, Wein zu trinken / und Fürsten nicht der Rauschtrank. /
17358#Sprüche,31,5#5. Daß er nicht trinke, das Gesetz vergesse / das Recht verdrehe aller Elendskinder. /
17359#Sprüche,31,6#6. Gebt Rauschtrank dem Verlornen / Wein denen, die verbitterten Gemüts! /
17360#Sprüche,31,7#7. Er trinke und vergesse seiner Armut / und seines Leids gedenke er nicht mehr. /
17361#Sprüche,31,8#8. Tu für den Stummen auf den Mund / zu richten alle, die vergänglich. /
17362#Sprüche,31,9#9. Tu auf den Mund, entscheide recht / den Armen richte und den Elenden!»
17363#Sprüche,31,10#10. «Ein wackres Weib, wer findet es! / Und weit vor Schmuck besteht ihr Wert. /
17364#Sprüche,31,11#11. Auf sie vertraut des Gatten Herz / ihm fehlts nicht an Gewinn. /
17365#Sprüche,31,12#12. Sie tut ihm Liebes und kein Leid / all ihres Lebens Tage. /
17366#Sprüche,31,13#13. Sie sorgt für Wolle und für Flachs / und schafft an ihrer Hände Wünschen. /
17367#Sprüche,31,14#14. Sie gleicht des Händlers Schiffen / von ferne bringt sie ihre Nahrung. /
17368#Sprüche,31,15#15. Aufsteht sie, wenns noch Nacht / gibt Speise ihrem Haus / und die Gebühr für ihre Mägde. /
17369#Sprüche,31,16#16. Sie sinnt auf Feld, erwirbt es / von ihrer Hände Frucht pflanzt sie den Weinberg. /
17370#Sprüche,31,17#17. Sie gürtet sich mit Kraft die Lenden / und festigt ihre Arme. /
17371#Sprüche,31,18#18. Sie ist bedacht, daß gut ihr Handel / und nicht erlischt des Nachts ihr Licht. /
17372#Sprüche,31,19#19. Die Arme streckt sie nach dem Rocken / die Spindel halten ihre Hände. /
17373#Sprüche,31,20#20. Die Hand reicht sie dem Armen hin / die Arme streckt sie aus dem Elenden. /
17374#Sprüche,31,21#21. Sie bangt nicht für ihr Haus vor Schnee / denn all ihr Haus ist reich gekleidet. /
17375#Sprüche,31,22#22. Sie fertigt Decken sich / und Byssus ist und Purpur ihr Gewand. /
17376#Sprüche,31,23#23. Gekannt ist in den Toren ihr Gemahl / da mit des Landes Ältesten er sitzt. /
17377#Sprüche,31,24#24. Sie fertigt Hemden und verkauft sie / und Gürtel gibt sie an den Krämer. /
17378#Sprüche,31,25#25. Macht ist und Hoheit ihr Gewand / sie lacht des späten Tages. /
17379#Sprüche,31,26#26. Den Mund tut sie mit Weisheit auf / der Liebe Weisung ist auf ihrer Zunge. /
17380#Sprüche,31,27#27. Zu ihrem Haus schaut aus die Karawane; / das Brot der Trägheit ißt sie nicht. /
17381#Sprüche,31,28#28. Stehn ihre Söhne auf, so preist man sie / ihr Gatte, rühmt man sie: /
17382#Sprüche,31,29#29. ,Viel Töchter haben wacker sich erwiesen / du aber übertriffst sie alle!' /
17383#Sprüche,31,30#30. Lug ist die Anmut, Dunst die Schönheit / ein Weib, den Ewgen fürchtend, wird gerühmt. /
17384#Sprüche,31,31#31. Singt ihr nach ihrer Hände Lohn / man preise in den Toren ihre Werke!»

13943#Psalmen,1,1#1. «BEGLÜCKT der Mann / der nicht im Rat der Bösen wandelt / und auf der Sünder Weg nicht steht / und in der Toren Kreis nicht sitzt /
13944#Psalmen,1,2#2. sondern: / nur nach des Ewgen Weisung geht sein Wunsch / in seiner Weisung raunt er Tag und Nacht!
13945#Psalmen,1,3#3. Er ist / gleich wie ein Baum, gepflanzt an Wasserläufen / der seine Frucht zur Zeit gibt / nicht welkt sein Laub / und alles, was er tut, gedeiht.
13946#Psalmen,1,4#4. Nicht so die Bösen! / Nein, wie die Spreu, die Wind verweht.
13947#Psalmen,1,5#5. Darum bestehn die Bösen nimmer im Gericht / die Sünder in der Rechtlichen Gemeinschaft.
13948#Psalmen,1,6#6. Weiß ja der Ewige um der Gerechten Pfad / der Pfad der Bösen aber schwindet.»
13949#Psalmen,2,1#1. «Was sind im Wahn die Völker / und raunen eitel die Nationen? /
13950#Psalmen,2,2#2. Gestellen sich die Könige der Erde / und Fürsten halten Grund mitsammen / gegen den Ewigen und seinen Gesalbten? /
13951#Psalmen,2,3#3. ,Laßt uns zerreißen ihre Bande / und von uns werfen ihre Stricke!'
13952#Psalmen,2,4#4. Der thront im Himmel, lacht / der Herr, er spottet ihrer. /
13953#Psalmen,2,5#5. Da redet er sie an in seinem Grimm / und macht in seinem Zorn sie starren: /
13954#Psalmen,2,6#6. ,Ich wars, der meinen König eingesetzt / auf Zijon, meinem heilgen Berg.' /
13955#Psalmen,2,7#7. Ich künd es als des Ewgen Satzung: / Er sprach zu mir: / ,Mein Sohn bist du / ich hab dich heut gezeugt! /
13956#Psalmen,2,8#8. Verlang von mir / so geb ich Völker dir zum Erbe / dir zu Besitz der Erde Enden! /
13957#Psalmen,2,9#9. Magst sie zerschmettern mit der Eisenrute / wie Töpferkram du sie zerschlagen!'
13958#Psalmen,2,10#10. Nun denn, ihr Könige, vermerkts / und seid gewarnt, ihr Erdenrichter! /
13959#Psalmen,2,11#11. So dient dem Ewigen in Furcht / und jauchzt im Schauern. /
13960#Psalmen,2,12#12. Zu Reinheit rüstet, daß er nicht erzürne / und ihr des Wegs entirrt / wenn bald sein Antlitz aufflammt! Beglückt alldie bei ihm sich bergen!»
13961#Psalmen,3,1#1. Psalm Dawids, als er floh vor Abschalom, seinem Sohn.
13962#Psalmen,3,2#2. «Wie viel sind meine Dränger, Ewiger / viel stehen wider mich /
13963#Psalmen,3,3#3. da sprechen viele von mir: / ,Hat keine Hilfe bei den Göttern!'» Sela.
13964#Psalmen,3,4#4. «Du aber, Ewiger, bist vor mir Schild / mein Stolz und meines Haupts Erhöher. /
13965#Psalmen,3,5#5. Ich rufe aus, ruf zu dem Ewigen: / Er gibt von seinem heilgen Berg mir Antwort.» Sela.
13966#Psalmen,3,6#6. «Ich leg mich, schlaf, erwache / weil mich der Ewge stützt. /
13967#Psalmen,3,7#7. Ich fürchte nicht vor Mengen Volks / die rings sich wider mich gelagert.
13968#Psalmen,3,8#8. Auf, Ewiger / hilf mir, mein Gott! / Du schlägst all meine Feinde auf den Backen / der Bösen Zähne haust du ein!
13969#Psalmen,3,9#9. Des Ewigen die Hilfe / auf deinem Volk dein Segen!» Sela.
13970#Psalmen,4,1#1. Mit dem Begleiter auf dem Saitenspiel. Ein Psalm von Dawid.
13971#Psalmen,4,2#2. «Ruf ich, gib Antwort mir, Gott meines Rechts! / Gabst mir im Engen Weite / gib Gunst mir, hör mein Beten! /
13972#Psalmen,4,3#3. Bis wann soll, Mannessöhne, meine Ehr der Schändlichkeit / wollt ihr das Eitle, sucht die Lüge?» Sela.
13973#Psalmen,4,4#4. «Der Ewge, wißt, hat seinen Frommen sich gesondert / der Ewge hört es, wenn ich zu ihm rufe. /
13974#Psalmen,4,5#5. Erbebt, nicht sündigt, sprecht / im Herzen auf dem Lager / und schweiget!» Sela.
13975#Psalmen,4,6#6. «So schlachtet rechte Opfer / vertraut dem Ewigen! /
13976#Psalmen,4,7#7. Es meinen viele: ,Wer weist uns das Glück?' / Versuch es, uns dein Antlitz zu erhellen, Ewiger! /
13977#Psalmen,4,8#8. Gäbst mehr der Freude in mein Herz / als da ihr Korn und Most sich mehrt. /
13978#Psalmen,4,9#9. Geeint, in Frieden leg ich mich und schlafe / du läßt allein mich, Ewiger, selbstsicher weilen.»
13979#Psalmen,5,1#1. Mit dem Begleiter, bei Flötenspiel. Ein Psalm von Dawid.
13980#Psalmen,5,2#2. «Hör, Ewiger, mein Sprechen / acht auf mein Stammeln! /
13981#Psalmen,5,3#3. Vernimm doch meines Schreies Laut / mein König und mein Gott / denn zu dir fleh ich. /
13982#Psalmen,5,4#4. O Ewiger, hörst früh du meine Stimme? / Früh richt ich an dich (mein Gebet) und harre.
13983#Psalmen,5,5#5. Denn nicht ein Gott, den Unrecht freut, bist du / nicht weilt bei dir der Böse; /
13984#Psalmen,5,6#6. nicht treten Aberwitzige vor deine Augen / du hassest alle Übeltäter /
13985#Psalmen,5,7#7. du tilgst, die Lüge reden / den Mann des Bluts und Truges / der Ewige verabscheut.
13986#Psalmen,5,8#8. Ich aber, in der Fülle deiner Liebe / tret in dein Haus / fall hin nach deinem heilgen Tempel / in Furcht vor dir. /
13987#Psalmen,5,9#9. Führ, Ewger, mich in deiner Rechtheit / um meine Feinde / mach grade vor mir deinen Weg.
13988#Psalmen,5,10#10. Ist ja nichts Rechtliches in seinem Mund / ihr Innres Tücke / ein offen Grab ihr Schlund / die Zunge, die sie glätten. /
13989#Psalmen,5,11#11. Bring, Gott, in Schuld sie / daß sie durch ihre Pläne fallen / ob ihrer Frevel Fülle stürze sie / weil dir sie trotzten.
13990#Psalmen,5,12#12. Dann freun sich alle, die sich bei dir bergen / aufjauchzend ewiglich / beschirmst sie, sie frohlocken dein / deines Namens Freunde. /
13991#Psalmen,5,13#13. Denn du, du segnest den Gerechten, Ewiger / umdeckst mit Liebe ihn gleich einem Schild.»
13992#Psalmen,6,1#1. Mit dem Begleiter im Saitenspiel, auf dem Achtsait. Ein Psalm von Dawid.
13993#Psalmen,6,2#2. «Straf, Ewiger, mich nicht in deinem Zorn / und züchtige mich nicht in deinem Grimm! /
13994#Psalmen,6,3#3. Gib Gunst mir, Ewiger / denn elend bin ich / heil, Ewger, mich / denn meine Knochen schaudern /
13995#Psalmen,6,4#und meine Seele schaudert tief. 4. Du aber, Ewiger, bis wann? /
13996#Psalmen,6,5#5. Kehr wieder, Ewiger / errette meine Seele / befrei mich deiner Liebe wegen! /
13997#Psalmen,6,6#6. Denn nicht im Tode denkt man dein / wer sollte in Scheol dir huldigen? /
13998#Psalmen,6,7#7. Erschöpft bin ich vom Stöhnen / allnächtens schwemme ich mein Bett / mit meiner Träne flute ich mein Lager. /
13999#Psalmen,6,8#8. Vor Gram ertrübt' mein Auge / verging um alle meine Dränger.
14000#Psalmen,6,9#9. Weicht von mir, all ihr Übeltäter / weil meines Weinens Schrei der Ewige gehört! /
14001#Psalmen,6,10#10. Es hört der Ewige mein Flehn / der Ewige, er nimmt mein Beten an: /
14002#Psalmen,6,11#11. In Schanden schrecken sehr all meine Feinde / da müssen sie zurück im Nu in Schanden.»
14003#Psalmen,7,1#1. Schiggajon-lied Dawids, das er dem Ewigen sang wegen der Worte des Binjaminiten Kusch.
14004#Psalmen,7,2#2. «Gott, Ewiger, du, bei dem ich mich berge / befreie mich von allen, die mich hetzen / und rette mich!
14005#Psalmen,7,3#3. Daß er nicht wie der Löwe meine Seele reißt / fortzerrt, und keiner rettet.
14006#Psalmen,7,4#4. Gott, Ewiger, wenn dies ich tat / wenn Unrecht ist in meinen Händen /
14007#Psalmen,7,5#5. ichs dem vergalt, der Arg gezahlt / leer ziehn ließ den, der mich bedrängte: /
14008#Psalmen,7,6#6. soll mir der Feind die Seele hetzen, packen / zu Boden mir mein Leben treten / und meinen Stolz im Staub bestatten.» Sela.
14009#Psalmen,7,7#7. «Auf, Ewiger, in deinem Zorn / erhebe dich im Grimm ob meiner Dränger / wach auf zu mir! / 8. Gericht hast du entboten /
14010#Psalmen,7,8#und der Nationen Schar umgibt dich. / Dann kehre heim zur Höhe über ihr! /
14011#Psalmen,7,9#9. Der, Ewiger, du Völker richtest / nach meiner Rechtheit richt mich, Ewiger / und nach der Einfalt an mir. /
14012#Psalmen,7,10#10. Soll doch der Bösen Böses enden / da du den Rechten festigst / da prüft die Herzen und die Nieren / ein Gott, gerecht!
14013#Psalmen,7,11#11. Mein Schild - bei Gott / geraden Herzen Helfer. /
14014#Psalmen,7,12#12. Gott, ein gerechter Richter / Gott, grollend alletag /
14015#Psalmen,7,13#13. kehrt man nicht um / schleift man sein Schwert / spannt seinen Bogen, richtet ihn. /
14016#Psalmen,7,14#14. Doch sich bereitet der die Todeswaffen / und seine Pfeile, die er jagen macht. /
14017#Psalmen,7,15#15. Sieh, Trug empfängt er / schwangert Unheil / gebiert die Lüge. /
14018#Psalmen,7,16#16. Höhlt eine Grube, tieft sie aus: / stürzt in den Schacht, den er bereitet. /
14019#Psalmen,7,17#17. Es fällt sein Unheil auf sein Haupt zurück / auf seinen Schädel nieder sein Geraube.
14020#Psalmen,7,18#18. Ich huldige dem Ewigen, daß er gerecht / besing des Ewigen, des Höchsten Namen!»
14021#Psalmen,8,1#1. Mit dem Begleitspieler auf der Gittit. Ein Psalm von Dawid.
14022#Psalmen,8,2#2. «Ewiger, Herr uns! / Wie machtvoll ist dein Name auf der ganzen Erde, / wo deines Glanzes Preis zum Himmel steigt /
14023#Psalmen,8,3#3. vom Mund der Kinder und der Säuglinge / die du mit Kraft gefestigt / deiner Dränger wegen / den Feind und Rächerischen abzutun.
14024#Psalmen,8,4#4. Seh ich ja deinen Himmel, deiner Finger Werk / den Mond, die Sterne, die du hast errichtet: /
14025#Psalmen,8,5#5. Was ist der Mensch, daß seiner du gedenkst / des Menschen Kind, daß du sein achtest? /
14026#Psalmen,8,6#6. Und mindertest ihn wenig nur vor Göttern / hast ihn mit Ehre und mit Glanz gekrönt. /
14027#Psalmen,8,7#7. Gabst Macht ihm über deiner Hände Werke / hast alles unter seine Füße ihm gelegt: /
14028#Psalmen,8,8#8. die Schafe und die Rinder alle / auch das Getier vom Feld /
14029#Psalmen,8,9#9. das Vogelvolk des Himmels und des Meeres Fische / und er durchkreuzt der Meere Bahnen.
14030#Psalmen,8,10#10. Ewiger, Herr uns! / Wie machtvoll ist dein Name auf der ganzen Erde!»
14031#Psalmen,9,1#1. Mit dem Begleitspieler, über Labbens Tod. Ein Psalm von Dawid.
14032#Psalmen,9,2#2. «Ich huldige dem Ewigen mit ganzem Herzen / ich künde alle deine Wundertaten /
14033#Psalmen,9,3#3. ich freue mich und jauchz in dir / lobsinge deinem Namen, Höchster /
14034#Psalmen,9,4#4. weil rückwärts wichen meine Feinde / sie stürzten und vergingen vor dir. /
14035#Psalmen,9,5#5. Weil du mein Recht und Urteil wirktest / saßt auf dem Throne, wahrhaft richtend. /
14036#Psalmen,9,6#6. Anschriest du Völker / vernichtetest den Frevler / du tilgtest ihren Namen aus für immer, ewig. /
14037#Psalmen,9,7#7. Der Feind dahin, in Trümmern ewiglich / die Städte, die du ausgerodet / hin ihr Gedenken. /
14038#Psalmen,9,8#8. Der Ewge aber thront für immer / hat zum Gericht sich seinen Thron erstellt. /
14039#Psalmen,9,9#9. Da richtet er das Festland in Gerechtigkeit / spricht Recht Nationen in Geradheit. /
14040#Psalmen,9,10#10. Da ist der Ewge eine Burg für den Bedrückten / Burg für die Zeiten in der Not /
14041#Psalmen,9,11#11. daß traun auf dich, die deinen Namen kennen / denn du verläßt nicht, die dich suchen, Ewiger.
14042#Psalmen,9,12#12. Lobsingt dem Ewgen, wer da wohnt in Zijon / verkündet bei den Völkern seine Taten! /
14043#Psalmen,9,13#13. Denn der des Blutes Mahner, denket ihrer / vergißt nicht der Gebeugten Schrei. /
14044#Psalmen,9,14#14. Gib Gunst mir, Ewger, sieh mein Elend von den Hassern / der du erhebst von Todes Pforten. /
14045#Psalmen,9,15#15. Daß ich all deinen Ruhm erzähle / ich in der Zijonstochter Toren jauchz in deinem Heil! /
14046#Psalmen,9,16#16. Die Völker sanken in die Grube, die sie angelegt / im Netz, das sie versteckt, fing sich ihr Fuß. /
14047#Psalmen,9,17#17. Kund ward der Ewige, der Recht geübt; / in seiner Hände Werk fing sich der Frevler.» / Begleitklang, Sela.
14048#Psalmen,9,18#18. «Umkehren da die Bösen zur Scheol / die Völker all, die Gott vergessen. /
14049#Psalmen,9,19#19. Denn nicht auf immer bleibt der Elende vergessen / die Hoffnung der Gebeugten ewiglich verloren. /
14050#Psalmen,9,20#20. Auf, Ewiger, daß nicht der Mensch erdreiste / damit Gericht den Völkern wird vor deinem Antlitz. /
14051#Psalmen,9,21#21. Setz, Ewiger, Entscheidung ihnen / damit die Völker wissen, daß sie Mensch sind!» / Sela.
14052#Psalmen,10,1#1. «Warum, o Ewger, stehst du ferne / verbirgst dich für die Zeiten in der Not? /
14053#Psalmen,10,2#2. Beim Übermut des Bösen, der den Armen hetzt. / Daß sie im Plan sich fangen, den sie ausgesonnen! /
14054#Psalmen,10,3#3. Prahlt da der Böse mit der Seele Gier / rühmt sich der Raffer, der den Ewgen lästert. /
14055#Psalmen,10,4#4. Der Bösewicht im Hochmut: Forscht ja keiner / - ist ja kein Gott - / nach allem seinem Planen. /
14056#Psalmen,10,5#5. Ihm glücken seine Wege allezeit / dein Richten in der Höhe bleibt ihm fern / all seine Dränger loht er nieder. /
14057#Psalmen,10,6#6. Er spricht im Herzen: ,Wanke nicht! / Für Zeit um Zeiten, die nicht Unheil bringen.' /
14058#Psalmen,10,7#7. Voll Fluch sein Mund, und Trug und Druck / und unter seiner Zunge Arg und Unrecht. /
14059#Psalmen,10,8#8. Er sitzt im Lauern an Gehöften / schlägt im Verborgnen tot den Reinen / und seine Augen lugen heimlich nach dem Schwachen. /
14060#Psalmen,10,9#9. Er lauert im Verborgnen wie der Leu im Dickicht / er lauert, um den Armen sich zu packen / er packt den Armen, da er hascht mit seinem Netz. /
14061#Psalmen,10,10#10. Bricht nieder, sinkt und fällt / in seine Macht der Schwache. /
14062#Psalmen,10,11#11. Er spricht in seinem Sinn: ,Gott hats vergessen / sein Angesicht hat er verdeckt, siehts nimmermehr!'
14063#Psalmen,10,12#12. Auf, Ewiger, Gott, heb die Hand! / Vergiß nicht der Gebeugten! /
14064#Psalmen,10,13#13. Warum darf so der Böse Gott verhöhnen / im Herzen sprechen: ,Forschst nicht nach!' /
14065#Psalmen,10,14#14. Du aber sahst / ja, schaust auf Arg und Kränkung / mit deiner Hand es abzustatten. / Dir überläßts der Schwache / der Waise bist du Helfer. /
14066#Psalmen,10,15#15. Zerbrich des Bösen Arm, zerschlage! / Forscht man je seinem Bösen nach, finde mans nicht. /
14067#Psalmen,10,16#16. Der Ewige ist König immer, ewiglich / ob Völker schwinden hin aus seinem Land. /
14068#Psalmen,10,17#17. Hörst, Ewger, der Gebeugten Wunsch / stellst recht ihr Herz, es lauscht dein Ohr /
14069#Psalmen,10,18#18. der Waise, dem Geschlagnen Recht zu schaffen. / Nicht soll man fortan Menschen schrecken aus dem Land!»
14070#Psalmen,11,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid. 2. «Beim Ewgen berg ich mich. / Wie sprecht ihr doch zu meiner Seele: / ,Flieh, Vögelchen, zu eurem Berg!' /
14071#Psalmen,11,2#Denn sieh, die Bösen spannen da den Bogen / sie richten auf der Sehne ihren Pfeil / im Finsteren zu schießen auf die Herzensgraden. /
14072#Psalmen,11,3#3. Da man das Grundwerk niederreißt / was wirkte der Gerechte?
14073#Psalmen,11,4#4. Der Ewige in seinem heilgen Tempel / der Ewige, im Himmel ist sein Thron / des Augen schaun, des Blicke prüfen / die Menschenkinder. /
14074#Psalmen,11,5#5. Der Ewige, er prüft gerecht / den Bösen und des Raubes Freund / haßt seine Seele. /
14075#Psalmen,11,6#6. Glutkohlen läßt er regnen auf die Bösen / und Brand und Schwefel, Zorneswind / als ihres Kelches Teil. /
14076#Psalmen,11,7#7. Denn den Gerechten liebt er / Gerechtigkeit der Ewige / den Rechtlichen erschaut sein Angesicht.»
14077#Psalmen,12,1#1. Mit dem Begleiter auf dem Achtsait. Ein Psalm von Dawid.
14078#Psalmen,12,2#2. «Hilf, Ewiger / weil fort der Fromme / dahin die Treuen bei den Menschensöhnen. /
14079#Psalmen,12,3#3. Lug redet einer mit dem andern / mit glatter Lippe, zweien Herzen reden sie. /
14080#Psalmen,12,4#4. Der Ewge tilge alle glatten Lippen / die Zunge, die so groß daherspricht /
14081#Psalmen,12,5#5. die sagen: ,Mit der Zunge siegen wir / sind unsre Lippen mit uns, wer uns Herr!'
14082#Psalmen,12,6#6. ,Ob der Gebeugten Plündrung / der Armen Seufzen / steh ich nun auf', so spricht der Ewige / ,Ich setz ins Heil', so kündet er.
14083#Psalmen,12,7#7. Des Ewgen Worte: Reine Worte / Blanksilber, in der Erde Gang / geläutert, siebenfach. /
14084#Psalmen,12,8#8. Du, Ewger, wirst sie hüten / vor dem Geschlecht du ihn bewahren / der du in Ewigkeit /
14085#Psalmen,12,9#9. da rings die Bösen wandeln / Gemeinheit hoch steht bei den Menschenkindern.»
14086#Psalmen,13,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14087#Psalmen,13,2#2. «Bis wann willst, Ewger, du mich ganz vergessen / bis wann birgst du dein Angesicht vor mir? /
14088#Psalmen,13,3#3. Bis wann noch nehm ich mir zur Seele Sorgen / den Kummer mir im Herzen durch den Tag? / Bis wann noch höht sich über mich mein Feind?
14089#Psalmen,13,4#4. Blick auf, erhör mich, Ewiger, mein Gott! / Erhelle meine Augen, daß ich nicht im Tod entschlafe! /
14090#Psalmen,13,5#5. Daß nicht mein Feind spricht: ,Konnt ihm bei!' / und meine Dränger jauchzen, wenn ich stürze! /
14091#Psalmen,13,6#6. Doch ich, auf deine Liebe trau ich / es freut mein Herz sich deiner Hilfe / dem Ewgen will ich singen, der mir wohlgetan.»
14092#Psalmen,14,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid. «Es spricht der Schändliche in seinem Herzen: / ,Es ist kein Gott!' / Verderbt, abscheulich handeln sie / ist nicht, wer Gutes tät. /
14093#Psalmen,14,2#2. Der Ewge überschaut vom Himmel / die Menschenkinder / zu sehn, ob ist, wer Einsicht hat / wer Gott erstrebt. /
14094#Psalmen,14,3#3. Ist alles Abfall / allsamt verschmutzt / ist nicht, wer Gutes tät / ist auch nicht einer? /
14095#Psalmen,14,4#4. Wie? Merkens nicht die Übeltäter alle / sie, die mein Volk verzehren / wie Brot man zehrt? 5. Den Ewgen riefen sie nicht; /
14096#Psalmen,14,5#da schraken sie ein Schrecken / weil Gott in des Gerechten Kreis. /
14097#Psalmen,14,6#6. Des Armen Plan wollt ihr verschänden / wo doch der Ewge seine Bergung?
14098#Psalmen,14,7#7. Wer gäb von Zijon doch die Hilfe Jisraëls! / Wenn wiederbaut der Ewige sein Volk / wird Jaakob jubeln, Jisraël sich freun.»
14099#Psalmen,15,1#1. Psalm von Dawid. «Wer weilet, Ewiger, in deinem Zelt / wer wohnt auf deinem heilgen Berg? /
14100#Psalmen,15,2#2. Der fehlfrei wandelt / rechtens schafft / und Wahrheit spricht in seinem Herzen /
14101#Psalmen,15,3#3. trägt, was ihm auf der Zunge, nicht herum / tut dem Genossen Arges nicht / lädt keinen Schimpf auf seinen Nächsten. /
14102#Psalmen,15,4#4. Wer da verächtlich, ist vor ihm verachtet / doch die den Ewgen fürchten, ehrt er; / schwört er zum Schlimmen, nimmt ers nicht zurück. /
14103#Psalmen,15,5#5. Sein Geld gibt er nicht aus zu Wucher / Bestechung gegen Reinen nimmt er nicht: / der solches tut, er wankt nicht ewiglich.»
14104#Psalmen,16,1#1. Michtam-lied von Dawid. «Gott, hüte mich, da ich bei dir mich berge! /
14105#Psalmen,16,2#2. Ich spreche zu dem Ewgen: / Mein Herr bist du / mein Glück / nichts über dir! /
14106#Psalmen,16,3#3. Mit den sich Heiligenden, die da sind im Land / den Führenden, die all mein Wünschen in sich tragen. /
14107#Psalmen,16,4#4. Die, deren Götzen viele, die um andern werben - / gieß deren Opfergüsse nicht - von Blut - / heb ihren Namen nicht auf meine Lippen.
14108#Psalmen,16,5#5. Du, Ewger, meines Teiles, meines Kelches Gabe / du weitest mir mein Los. /
14109#Psalmen,16,6#6. Die Grenzen fielen mir im Glücklichen / ja, der Besitz erscheint mir schön. /
14110#Psalmen,16,7#7. Den Ewgen preise ich, der mich beraten / in Nächten auch, da mich die Nieren mahnen. /
14111#Psalmen,16,8#8. Ich stell den Ewgen immer hin vor mich / denn, er zu meiner Rechten, wank ich nicht.
14112#Psalmen,16,9#9. Drum freut mein Herz sich / jubelt auf mein Stolz / und auch mein Leib kann sicher ruhn. /
14113#Psalmen,16,10#10. Denn du läßt der Scheol nicht meine Seele / läßt deinen Frommen nicht die Grube schaun. /
14114#Psalmen,16,11#11. Du kündest mir des Lebens Weg / der Freuden Fülle ist vor deinem Angesicht / Beglückung, ewiglich, in deiner Rechten.»
14115#Psalmen,17,1#1. Gebet von Dawid. 2. «Hör, Ewiger, Aufrichtigkeit / horch meinem Rufen / lausch meinem Beten ohne Lippentrug! /
14116#Psalmen,17,2#Vor dir geht auf mein Recht / Geradheit schauen deine Augen. /
14117#Psalmen,17,3#3. Du prüfst mein Herz / suchst nachts mich heim / durchforschst mich - findest nichts; / legt' an den Zaum / den Mund nie überschreitets. /
14118#Psalmen,17,4#4. Bei Menschenwerk - nach deiner Lippen Wort! / Hab mich gehütet von Verbrechers Pfaden. /
14119#Psalmen,17,5#5. Fest hielten meine Schritte deine Gleise / nicht wankten meine Tritte.
14120#Psalmen,17,6#6. Ich ruf zu dir, denn du erhörst mich, Gott / neig mir dein Ohr, hör meine Rede! /
14121#Psalmen,17,7#7. Zeig deine Liebe wunderbar / du, helfend denen, die sich bergen / vor den Befeindenden, mit deiner Rechten. /
14122#Psalmen,17,8#8. Behüt mich wie den Augenball / im Schatten deiner Flügel birg du mich /
14123#Psalmen,17,9#9. vor Bösewichtern, die mich überfallen / vor meinen Feinden, die mit Gieren mich umringen. /
14124#Psalmen,17,10#10. Ihr Fett verschließt sie / mit ihrem Munde reden sie in Hoffart. /
14125#Psalmen,17,11#11. An unserm Schritt umringen sie uns jetzt / sie richten ihre Augen / zuboden hinzuwerfen /
14126#Psalmen,17,12#12. dem Löwen gleichend, der zu reißen giert / der Bestie, wartend im Versteck. /
14127#Psalmen,17,13#13. Auf, Ewiger / komm ihm zuvor! / Duck ihn und rette meine Seele vor dem Bösen / mit deinem Schwert!
14128#Psalmen,17,14#14. Es kommet aus der Fülle deiner Hand, o Ewiger / kommt aus der Fülle, aus der Ewigkeit ihr Teil im Leben / da du aus deinem Schatze füllest ihren Leib / sie, ihre Söhne satt sich essen, und lassen ihren Rest / für ihre Kleinen.
14129#Psalmen,17,15#15. Ich, durch Gerechtigkeit will ich dein Antlitz schauen / will beim Erwachen schwelgen deines Anblicks.»
14130#Psalmen,18,1#1. Mit dem Begleitspieler. Vom Knecht des Ewigen, von Dawid, der zum Ewigen die Worte dieses Liedes redete am Tag, da der Ewige ihn gerettet aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Schauls.
14131#Psalmen,18,2#2. Und er sprach: «Ich minne dich, o Ewger, meine Kraft.
14132#Psalmen,18,3#3. O Ewiger, mein Fels und meine Burg und mein Erretter, Mein Gott, mein Felsen, bei dem ich mich berge, Mein Schild, Horn meines Heiles, meine Burg.
14133#Psalmen,18,4#4. ,Gerühmet' - ruf ich - ,Ewiger', Da ist vor meinen Feinden mir geholfen.
14134#Psalmen,18,5#5. Umschwemmen mich des Todes Stricke, Die Flüsse schreckten mich des Nimmerseins,
14135#Psalmen,18,6#6. Die Stricke der Scheol umwanden mich, Des Todes Schlingen jagten vor mir hin.
14136#Psalmen,18,7#7. Da mir so angst, rief aus ich ,Ewiger', Zu meinem Gotte schrie ich auf. Er hört' aus seinem Tempel meine Stimme, Mein Schrei, er drang vor ihn, in seine Ohren.
14137#Psalmen,18,8#8. Da schwankt', es wankt' die Erde, Der Berge Gründe bebten, Erzitterten, da er ergrimmt.
14138#Psalmen,18,9#9. Aufstieg ein Qualm aus seinem Antlitz, Und Lohe fraß aus seinem Mund, Glutkohlen zündeten an ihm.
14139#Psalmen,18,10#10. Er neigt' den Himmel, fuhr herab, Ein Wolkendunkel unter seinen Füßen.
14140#Psalmen,18,11#11. Fuhr auf dem Kerub her und flog, Er schwebte auf der Winde Flügeln,
14141#Psalmen,18,12#12. Macht' Finsternis zu seiner Mummung, Ringsum sich zum Gehütt, Das Wasserdunkel, Wolkenfetzen.
14142#Psalmen,18,13#13. Vom Glanz vor ihm dringts durch die Wolken, Im Hagel und in Feuerkohlen.
14143#Psalmen,18,14#14. Erdonnern läßts der Ewige im Himmel, Der Höchste schlägt mit seiner Stimme an Im Hagel und in Feuerkohlen.
14144#Psalmen,18,15#15. Er sandte seine Pfeile und verstreute sie, Schoß Blitze aus und ließ sie wirbeln.
14145#Psalmen,18,16#16. Da zeigten sich des Wassers Betten, Bloßlegten sich des Festlands Gründe Vor deinem Dräuen, Ewiger, Vom Hauch des Odems deines Angesichts.
14146#Psalmen,18,17#17. Langt aus der Höhe, fasset mich, Zieht mich empor aus vielen Wassern.
14147#Psalmen,18,18#18. Entreißt dem Feinde mich, der stark, Den Hassern mein, die mächtiger als ich.
14148#Psalmen,18,19#19. Sie sind vor mir an meines Unglücks Tag, Der Ewge aber ward mir Stütze.
14149#Psalmen,18,20#20. Er führte mich hinaus ins Weite, Errettet' mich, weil er nach mir verlangt.
14150#Psalmen,18,21#21. Der Ewige zahlt mir nach meiner Rechtlichkeit, Nach meiner Hände Reinheit stattet er mirs ab.
14151#Psalmen,18,22#22. Ich hab des Ewgen Wege ja gewahrt, Hab nicht an meinem Gott gefrevelt.
14152#Psalmen,18,23#23. Denn alle seine Rechte stehn vor mir, Und seine Satzungen tu ich nicht von mir.
14153#Psalmen,18,24#24. Untadelig war ich bei ihm, Und wahrte mich vor Schuld an mir.
14154#Psalmen,18,25#25. Und es vergalt der Ewge mir nach meiner Rechtlichkeit, Nach meiner Hände Reinheit, ihm vor Augen.
14155#Psalmen,18,26#26. Treufrommem zeigst du treu dich, Untadelig untadeligem Mann,
14156#Psalmen,18,27#27. Mit Lauterm bist du lauter, Mit Krummem gibst du dich gewunden.
14157#Psalmen,18,28#28. Du hilfst bedrücktem Volk, Doch stolze Augen senkst du.
14158#Psalmen,18,29#29. Denn du gibst meiner Leuchte Licht, Der Ewige, mein Gott, erhellt mein Dunkel.
14159#Psalmen,18,30#30. Denn mit dir renn ich Scharen an, Mit meinem Gotte setz ich über Mauern.
14160#Psalmen,18,31#31. Ja, Gott, untadlig ist sein Weg, Des Ewgen Spruch geläutert, Ein Schild er allen, die bei ihm sich bergen.
14161#Psalmen,18,32#32. Denn wer ist Gott, wenn nicht der Ewige, Und wer ein Fels, wär es nicht unser Gott.
14162#Psalmen,18,33#33. Gott, der mit Macht mich gürtet, Macht fehlfrei meine Bahn.
14163#Psalmen,18,34#34. Der meine Füße bildet wie der Hinden, Und auf Erschlagene mich stellt,
14164#Psalmen,18,35#35. Der meine Hände unterweist zum Kampf, Daß erznen Bogen meine Arme spannen.
14165#Psalmen,18,36#36. Du gabst mir deines Heiles Schild, Und deine Rechte stützt mich, Und dein Erhören macht mich groß.
14166#Psalmen,18,37#37. Gabst Weite meinem Schritte unter mir, Nicht wankten meine Knöchel.
14167#Psalmen,18,38#38. Jag meinen Feinden nach, ereile sie Und kehr nicht um, bis sie getilgt.
14168#Psalmen,18,39#39. Ich metzle sie, sie können nimmer auf, Sie sinken unter meine Füße.
14169#Psalmen,18,40#40. Du gürtetest mit Macht zum Kampf mich, Zwangst meine Gegner nieder unter mich.
14170#Psalmen,18,41#41. Stellst mir die Feinde mit dem Nacken, Und meine Hasser tilg ich aus.
14171#Psalmen,18,42#42. Sie schreien auf, doch keiner hilft, Zum Ewgen, er erhört sie nicht:
14172#Psalmen,18,43#43. ,Ich laß die (Himmel) morschen, Daß sie wie Staub vorm Wind, Wie Gassenschlamm schütt ich sie aus.'
14173#Psalmen,18,44#44. Du rettest mich aus Volkesfehden, Setzt mich zu der Nationen Haupt, Volk, das ich nicht gekannt, das front mir,
14174#Psalmen,18,45#45. Vom Ohrenhören sind sie mir erhört, Der Fremde Söhne, die sich mir verleugnet.
14175#Psalmen,18,46#46. Der Fremde Söhne welken hin, Sie schlottern vor aus ihren Kerkern.
14176#Psalmen,18,47#47. Er lebt, der Ewige, gepriesen sei mein Fels, Erhöht sei meines Heiles Gott.
14177#Psalmen,18,48#48. Der Gott, der Rache mir verlieh, Und Völker beugte unter mich.
14178#Psalmen,18,49#49. Der vor den Feinden Retter mir, Und über meine Gegner mich erhöhst, Vom Mann des Raubes mich errettest.
14179#Psalmen,18,50#50. Drum huldige ich bei den Völkern, Ewger, dir, Und deinem Namen will ich singen.
14180#Psalmen,18,51#51. Der groß macht seines Königs Sieg Und Liebe hält dem ihm Gesalbten, Dawid und dessen Samen ewiglich.»
14181#Psalmen,19,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14182#Psalmen,19,2#2. «Die Himmel künden Gottes Ruhm / sein Händewerk erzählt die Himmelsdecke. /
14183#Psalmen,19,3#3. Der Tag dem Tage sprudelt Spruch / und Kenntnis kündet Nacht der Nacht:
14184#Psalmen,19,4#4. Kein Sprechen, keine Worte / nicht hört man ihren Hall /
14185#Psalmen,19,5#5. und geht in alles Land ihr Aussprühn / an Festlands End ihr Reden. / 6. Der Sonne baut er drin ein Zelt /
14186#Psalmen,19,6#da kommts, ein Bräutgam, aus der Kammer / jauchzt wie ein Held die Bahn zu laufen.
14187#Psalmen,19,7#7. Von Himmels Ende kommt es / und kreist zu seinen Enden. / Nichts birgt sich seiner Glut.
14188#Psalmen,19,8#8. Des Ewgen Weisung ists, vollkommen / die Seele labend. Des Ewgen Warnung ists, bewährt / den Toren witzend.
14189#Psalmen,19,9#9. Des Ewgen Fügungen: Gerecht / das Herz erfreuend. Des Ewigen Gebot ists, lauter / die Augen hellend.
14190#Psalmen,19,10#10. Des Ewgen Furcht ists, rein / für immer während. Des Ewigen Rechtsvorschriften: Wahrheit / gerecht allsamt!
14191#Psalmen,19,11#11. Die köstlich sind vor Gold / und vielem Edelerz / und süßer sind als Honig / der Waben Süße.
14192#Psalmen,19,12#12. Dein Knecht, auch er hat acht auf sie; / wahrt sie, wohl folgend. /
14193#Psalmen,19,13#13. Versehn - wer merkt sie? / Von Unbewußtem halt mich rein! /
14194#Psalmen,19,14#14. Ja, vor Vermessnen wahre deinen Knecht / daß sie nicht herrschen über mich! / Dann werde ich untadlig sein / und rein von vielem Frevel. /
14195#Psalmen,19,15#15. Zur Huld laß meines Mundes Worte / und meines Herzens Raunen sein vor dir / o Ewiger, mein Fels und mein Erlöser.»
14196#Psalmen,20,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14197#Psalmen,20,2#2. «Der Ewige erhöre dich am Tag der Not / hoch berge dich des Gottes Jaakobs Name. /
14198#Psalmen,20,3#3. Er sende Hilfe dir vom Heiligtum / und stütze dich von Zijon her. /
14199#Psalmen,20,4#4. Er denke aller deiner Spenden / und deines Hochopfers, das er verascht!» / Sela.
14200#Psalmen,20,5#5. «Er gebe dir, was dir im Herzen / und all dein Trachten, er erfülls. /
14201#Psalmen,20,6#6. Wir wolln in deinem Siege jubeln / und mit dem Namen unsres Gottes uns berühmen. / Der Ewige erfülle alle deine Wünsche!
14202#Psalmen,20,7#7. Nun weiß ichs, daß geholfen hat / der Ewge seinem Gesalbten / ihn hat erhört von seinem heilgen Himmel / mit Sieg, der Hilfe seiner Rechten. /
14203#Psalmen,20,8#8. Die auf Gefährt / und die auf Rossen; / wir rufen an den Namen / des Ewgen, unsres Gottes: /
14204#Psalmen,20,9#9. sie stürzen und sie fallen / wir stehn und halten aus. /
14205#Psalmen,20,10#10. Hilf, Ewiger, o König / der uns erhört am Tage, da wir rufen!»
14206#Psalmen,21,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14207#Psalmen,21,2#2. «O Ewiger, durch deine Kraft freut sich der König / wie jauchzt durch deine Hilfe er so sehr! /
14208#Psalmen,21,3#3. Hast seines Herzens Sehnen ihm gewährt / und seiner Lippen Wunsch ihm nicht versagt.» / Sela.
14209#Psalmen,21,4#4. «Ja, kamst mit Segnungen des Guten ihm entgegen / tatst auf sein Haupt den goldnen Kranz /
14210#Psalmen,21,5#5. gabst Leben ihm, wie ers von dir erbat / der Tage Dauer für und für. /
14211#Psalmen,21,6#6. Groß ward sein Ruhm durch deine Hilfe / und Glanz und Ehre tatest du auf ihn; /
14212#Psalmen,21,7#7. ja, machtest ihn zu Segnungen für immer / erfreust ihn mit der Lust bei deinem Angesicht.
14213#Psalmen,21,8#8. Ja, baut der König auf den Ewgen / und auf des Höchsten Liebe, wankt er nie. /
14214#Psalmen,21,9#9. Es greifet deine Hand all deine Feinde / greift deine Rechte deine Hasser. /
14215#Psalmen,21,10#10. Tusts ihnen wie der Feuerherd zu deines Zornes Stunde: / Der Ewige in seinem Zorn vernichte sie / freß sie das Feuer! /
14216#Psalmen,21,11#11. Wirst ihre Frucht vertilgen von der Erde / und ihren Samen von des Menschen Kindern. /
14217#Psalmen,21,12#12. Denn, da sie Bosheit wider dich geneigt / sie Ränke sannen, nichts vermochten sie. /
14218#Psalmen,21,13#13. Du kehrst sie nackenwärts / mit deinen Sehnen, die du auf ihr Antlitz richtest!
14219#Psalmen,21,14#14. Erhaben, Ewiger, in deiner Macht / laß singen uns, im Spiele preisen deine Stärke!»
14220#Psalmen,22,1#1. Mit dem Begleitspieler. Nach «Hindin im Morgendämmern». Ein Psalm von Dawid.
14221#Psalmen,22,2#2. «Mein Gott, mein Gott, warum verläßt du mich / Fern meinem Hilferuf, den Worten meines Schreiens! /
14222#Psalmen,22,3#3. ,Mein Gott', ruf ich des Tags, du hörst es nicht / des Nachts, und hab nicht Ruh.
14223#Psalmen,22,4#4. Du aber bist der Heilige, der thront / der Ruhm Jisraëls. /
14224#Psalmen,22,5#5. Auf dich vertrauten unsre Väter / vertrauten, du hast sie errettet. /
14225#Psalmen,22,6#6. Aufschrien sie zu dir, und entrannen / auf dich vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
14226#Psalmen,22,7#7. Doch ich, ein Wurm bin ich, kein Mann / der Menschen Höhnen und der Leute Spott. /
14227#Psalmen,22,8#8. Alldie mich sehn, verlachen mich / sie schmatzen mit der Lippe, schütteln mit dem Haupt: /
14228#Psalmen,22,9#9. ,Wälz auf den Ewigen! Er rettet ihn / befreit ihn, hat ja Lust an ihm!' /
14229#Psalmen,22,10#10. Ja, du, du nährest mich seit meiner Mutter Schoß / du sicherst mich seit meiner Mutter Brüsten. /
14230#Psalmen,22,11#11. Auf dich ward seit dem Schoß ich hingeworfen / vom Mutterleibe her bist du mein Gott. /
14231#Psalmen,22,12#12. Bleib mir nicht fern, da sich Bedrängnis naht; / denn keiner hilft. /
14232#Psalmen,22,13#13. Es haben viele Stiere mich umringt / des Baschan Hochgetier hat mich umlauert /
14233#Psalmen,22,14#14. sie sperrn den Rachen wider mich / der Löwe, reißend, brüllend. /
14234#Psalmen,22,15#15. Wie Wasser bin ich hingegossen / es lösen sich mir alle meine Knochen / es ward mein Herz wie Wachs / schmolz mir im Innern. /
14235#Psalmen,22,16#16. Starr ward wie eine Scherbe meine Kraft / und meine Zunge klebt an meinem Gaumen / zum Todesstaube legst du mich. /
14236#Psalmen,22,17#17. Sie haben mich umstellt wie Leuen / der Übeltäter Bande mich umringt / wie Löwen, Hände mir und Füße /
14237#Psalmen,22,18#18. - ich wills erzählen - alle meine Knochen. / Sie lugen, schaun auf mich /
14238#Psalmen,22,19#19. sie teilen meine Kleider unter sich / und werfen Los um mein Gewand /
14239#Psalmen,22,20#20. du aber, Ewger, bleib nicht fern! / O meine Kraft! Eil mir zuhilfe! /
14240#Psalmen,22,21#21. Errette vor dem Schwert mein Leben / und vor den  Hunden mir mein Einziges! /
14241#Psalmen,22,22#22. Befrei mich aus des Leuen Rachen / und von der Büffel Hörnern, da du mich erhörst!
14242#Psalmen,22,23#23. Ich will den Brüdern deinen Namen künden / dich rühmen in der Volksschar Mitte: /
14243#Psalmen,22,24#24. die ihr den Ewgen fürchtet, preiset ihn / ihr Jaakobs Same, alle ehret ihn / erschauert vor ihm, aller Same Jisraëls! /
14244#Psalmen,22,25#25. Denn nicht verschmäht und nicht verworfen hat er / des Armen Armut / sein Antlitz nicht vor ihm verborgen / und da er zu ihm schrie, hat ers gehört. /
14245#Psalmen,22,26#26. Von dir erzählt  mein Lob vor vielem Volk / ich zahl vor denen, die ihn fürchten, die Gelübde. /
14246#Psalmen,22,27#27. Es sollen die Gebeugten essen und ersatten / den Ewgen rühmen, die ihn suchen / auflebe euer Herz für immer!
14247#Psalmen,22,28#28. Bedenken solln es und zum Ewigen sich kehren / alle Enden der Erde / sich bücken, niederwerfen vor dir / alle Völkergeschlechter. /
14248#Psalmen,22,29#29. Ist ja des Ewigen das Königtum / er herrschet bei den Völkern. /
14249#Psalmen,22,30#30. Es essen, die sich niederwerfen / der Erde Üppigkeiten alle. / Vor ihm knien alle, die zum Staube sinken / und dessen Seele er nicht leben läßt. /
14250#Psalmen,22,31#31. Der Same derer dient ihm / man kündet von dem Herrn der (späten) Zeit /
14251#Psalmen,22,32#32. sie kommen, künden seine Rechtestat / dem nachgebornen Volk, daß ers getan.»
14252#Psalmen,23,1#1. Psalm von Dawid. «Der Ewge ist mein Hirt: / ich hab nicht Mangel. /
14253#Psalmen,23,2#2. Auf grünen Auen lagert er mich hin / an Wassern, dort zu ruhen, führt er mich. /
14254#Psalmen,23,3#3. Die Seele labt er mir / führt mich auf rechten Gleisen / um seines Namens willen. /
14255#Psalmen,23,4#4. Und geh ich auch im Tal des Todesdüsters / fürcht ich kein Arg / weil du mit mir. / Dein Stab und deine Stütze / die trösten mich. /
14256#Psalmen,23,5#5. Du rüstest vor mir einen Tisch / trotz meiner Dränger; / du salbst mit Öl mein Haupt / mein Becher ist gefüllt. /
14257#Psalmen,23,6#6. Nur Glück und Liebe folgen mir / all meine Lebenstage. / Ich kehre heim ins Haus des Ewigen / für lange Zeiten.»
14258#Psalmen,24,1#1. Von Dawid ein Psalm. «Des Ewgen ist die Erde und was sie erfüllt / das Festland und die auf ihm wohnen. /
14259#Psalmen,24,2#2. Denn er, auf Meeren hat er sie gegründet / und auf den Strömen hat er sie erstellt.
14260#Psalmen,24,3#3. ,Wer darf des Ewgen Berg ersteigen / und wer an seiner heilgen Stätte stehn?' /
14261#Psalmen,24,4#4. Wer reiner Hände, lautern Sinns / wer nicht zu Falschem hebt die Seele / noch schwört zu Trug. /
14262#Psalmen,24,5#5. Er, Segen trägt er von dem Ewigen / und Sieg vom Gotte seines Heils. /
14263#Psalmen,24,6#6. Das ist der Kreis, der zu ihm strebt / sie, die dein Antlitz suchen / Jaakob!» / Sela.
14264#Psalmen,24,7#7. «Hebt, Tore, eure Häupter / hebt hoch euch, ewge Pforten / daß komm der König der Ehre! /
14265#Psalmen,24,8#8. ,Wer das: Der König der Ehre?' / Der Ewige, der Starke und der Held / der Ewige, der Held im Kampf! /
14266#Psalmen,24,9#9. Hebt, Tore, eure Häupter / hebt ewge Pforten / daß komm der König der Ehre! /
14267#Psalmen,24,10#10. ,Wer ist das: Der König der Ehre?' / Der Ewige der Scharen / er ist der König der Ehre!» / Sela.
14268#Psalmen,25,1#1. Von Dawid. «Zu dir erheb ich, Ewger, meine Seele. /
14269#Psalmen,25,2#2. Mein Gott, auf dich vertrau ich / komm nicht in Schande / nicht jubeln meine Feinde über mich. /
14270#Psalmen,25,3#3. Ja, alle die dein Harren, werden nicht zuschanden / zuschanden werden, leerhin, die Verräter. /
14271#Psalmen,25,4#4. Tu, Ewiger, mir deine Wege kund / und lehr mich deine Bahnen. /
14272#Psalmen,25,5#5. Laß wandeln mich in deiner Wahrheit / lehr mich, denn du bist meines Heiles Gott / dein harr ich allezeit. /
14273#Psalmen,25,6#6. Denk des Erbarmens dein, / o Ewiger / und deiner Liebe / denn ewig sind sie. /
14274#Psalmen,25,7#7. Der Sünde meiner Jugend, meiner Missetaten / gedenke nicht; / nach deiner Liebe denk du mein / um deiner Güte willen, Ewiger!
14275#Psalmen,25,8#8. Gut ist und grad der Ewige / drum weist den Sündern er den Weg /
14276#Psalmen,25,9#9. läßt die Gebeugten rechtens wandeln / lehrt die Gebeugten seinen Weg. /
14277#Psalmen,25,10#10. Des Ewgen Bahnen alle: Lieb und Treue / für die, die wahren seinen Bund und seine Mahnungen. /
14278#Psalmen,25,11#11. Um deines Namens willen, Ewiger / verzeihst du meine Schuld / da sie so viel.
14279#Psalmen,25,12#12. Wo ist der Mann, den Ewigen fürchtend? / Den weist er auf den Weg, den er erwähle. /
14280#Psalmen,25,13#13. Des Seele wird im Glücke nachten / sein Same erbt das Land. /
14281#Psalmen,25,14#14. Des Ewigen Vertrautes: Denen, die ihn fürchten / sein Bund: Es ihnen kundzutun. /
14282#Psalmen,25,15#15. Stets auf den Ewgen schauen meine Augen / denn er zieht meine Füße aus dem Netz. /
14283#Psalmen,25,16#16. Wend dich zu mir, begnade mich / denn einsam bin ich und erniedrigt! /
14284#Psalmen,25,17#17. Die Engen meines Herzens werden weit / aus meinen Nöten führe mich heraus! /
14285#Psalmen,25,18#18. Sieh an mein Elend und mein Leid / vergib all meine Sünden! /
14286#Psalmen,25,19#19. Sieh meine Feinde, wie sie viel / und mich mit Haß der Raubgier hassen! /
14287#Psalmen,25,20#20. Bewahr mein Leben, rette mich! / Ich komme nicht in Schanden / weil ich bei dir geborgen. /
14288#Psalmen,25,21#21. Die Schlichtheit und Geradheit hüten mich / weil ich dein harre.
14289#Psalmen,25,22#22. Gott, löse Jisraël aus allen seinen Nöten!»
14290#Psalmen,26,1#1. Von Dawid. «Richt, Ewger, mich! / Denn ich, in Schlichtheit wandelt ich / und auf den Ewigen vertraut ich / ich kann nicht wanken. /
14291#Psalmen,26,2#2. Prüf, Ewiger, erprobe mich / mir Herz und Nieren läuternd. /
14292#Psalmen,26,3#3. Denn deine Liebe hielt ich mir vor Augen / und wandelte in deiner Treue. /
14293#Psalmen,26,4#4. Nicht saß ich mit des Truges Leuten / und kam zu den Versteckten nicht /
14294#Psalmen,26,5#5. ich mied der Bösewichter Rottung / und bei den Frevlern saß ich nicht. /
14295#Psalmen,26,6#6. Ich wusch in Reinheit meine Hände / umschreitend deinen Altar, Ewiger /
14296#Psalmen,26,7#7. erschallen lassend Ruf der Huldigung / um zu erzählen alle deine Wunder.
14297#Psalmen,26,8#8. O Ewiger, ich liebe deines Heimes Haus / die Wohnstatt deiner Herrlichkeit. /
14298#Psalmen,26,9#9. Raff nicht mit Sündern meine Seele / mein Leben mit des Blutes Männern /
14299#Psalmen,26,10#10. an deren Händen Treubruch ist / und deren Rechte voll Bestechung! /
14300#Psalmen,26,11#11. Doch ich, in meiner Schlichtheit wandle ich / erlöse und begnade mich! /
14301#Psalmen,26,12#12. Mein Fuß steht auf geradem Plan / in Volkesscharen preise ich den Ewigen.»
14302#Psalmen,27,1#1. Von Dawid. «Der Ewge ist mein Licht, mein Heil / wen fürchte ich? / Der Ewge meines Lebens Hort / vor wem erschreck ich? /
14303#Psalmen,27,2#2. Nahn mir die Bösewichter / mein Fleisch zu fressen / die Dränger und die Feinde mir: / Sie stürzen und sie fallen. /
14304#Psalmen,27,3#3. Und lagert Heereslager wider mich / bangt nicht mein Herz / hebt Kampf sich wider mich / dabei bin ich getrost! /
14305#Psalmen,27,4#4. Nur eins verlang ich von dem Ewigen / und das erbitt ich: / Mein Weilen in des Ewgen Haus / all meines Lebens Tage / zu schaun des Ewgen Schöne / und aufzusuchen seinen Tempel. /
14306#Psalmen,27,5#5. Denn er verbirgt in seiner Hüllung mich / am Tag des Args / versteckt mich im Verstecke seines Zelts / erhöht mich auf den Fels. /
14307#Psalmen,27,6#6. Hoch hebt sich nun mein Haupt / ob meinen Feinden rings um mich / in seinem Zelte schlacht ich Jubelopfer / ich singe, spiel dem Ewgen auf.
14308#Psalmen,27,7#7. Hör, Ewger, meine Stimme, wie ich rufe! / Begnade und erhöre mich! /
14309#Psalmen,27,8#8. Für dich sagt mir mein Herz: / ,Mein Antlitz suchet!' / Dein Antlitz, Ewger, will ich suchen! /
14310#Psalmen,27,9#9. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir / beug nicht im Zorne deinen Knecht. / Warst meine Hilfe / gib mich nicht auf / verlaß mich nicht / Gott meines Heils! /
14311#Psalmen,27,10#10. Ja, Vater mag und Mutter mich verlassen / der Ewge nimmt mich auf. /
14312#Psalmen,27,11#11. Weis, Ewiger, mir deinen Weg / und leite mich auf ebner Bahn / um meiner Feinde willen. /
14313#Psalmen,27,12#12. Gib mich der Dränger Gier nicht hin / denn Lügenzeugen traten wider mich / des Raubs Beschuldiger. /
14314#Psalmen,27,13#13. Wärs nicht, daß ich vertrau / zu schaun des Ewgen Gutes / im Land des Lebens!
14315#Psalmen,27,14#14. Hoff auf den Ewigen / sei stark, und fest dein Herz / und hoffe auf den Ewigen!»
14316#Psalmen,28,1#1. Von Dawid. «Zu dir, o Ewger, ruf ich! / Mein Fels, bleib mir nicht stumm! / Wenn du mir schweigst, so gleich ich denen / die hin zur Grube sanken. /
14317#Psalmen,28,2#2. Hör meines Flehens Hall / bei meinem Schrein zu dir / da ich die Hände heb / zu deiner heilgen Kammer! /
14318#Psalmen,28,3#3. Raff mich nicht mit den Bösen hin / und mit den Übeltätern / die mit dem Nächsten friedlich reden / und Arg in ihrem Herzen tragen. /
14319#Psalmen,28,4#4. Nach ihrem Tun gibs ihnen / nach ihrer Taten Arg / nach ihrer Hände Werken gib es ihnen! / Zahl ihnen ihren Lohn! /
14320#Psalmen,28,5#5. Ja, sie beachten nicht des Ewgen Wirken / und seiner Hände Werk: / er reißt sie nieder / baut sie nicht auf.
14321#Psalmen,28,6#6. Gelobt der Ewige / weil er gehört hat meines Flehens Hall! /
14322#Psalmen,28,7#7. Der Ewge meine Macht, mein Schild! / Auf ihn vertraut mein Herz / so ward mir Hilfe / frohlockt mein Herz / mit meinem Liede huldige ich ihm.
14323#Psalmen,28,8#8. Der Ewige ist ihnen Hort / des Heiles Burg dem ihm Gesalbten. /
14324#Psalmen,28,9#9. Hilf deinem Volk, dein Erbe segne / und weide sie und höhe sie in Ewigkeit!»
14325#Psalmen,29,1#1. Psalm von Dawid. «Dem Ewgen gebt, ihr Götterwesen / dem Ewgen gebet Ehr und Macht! /
14326#Psalmen,29,2#2. Dem Ewgen gebet seines Namens Ehr / dem Ewgen werft euch hin in heilger Pracht!
14327#Psalmen,29,3#3. Des Ewgen Hallen ob den Wassern / der Gott der Ehre donnert / der Ewige ob vielen Wassern! /
14328#Psalmen,29,4#4. Des Ewgen Hall in Macht / des Ewgen Hall in Prangen! /
14329#Psalmen,29,5#5. Des Ewgen Hall bricht Zedern / die Zedern brach der Ewige des Libanon! /
14330#Psalmen,29,6#6. Läßt sie wie Kälbchen hüpfen / den Libanon und Sirjon wie das Wildstierjunge! /
14331#Psalmen,29,7#7. Des Ewgen Hall, enthauend Feuerflammen! /
14332#Psalmen,29,8#8. Des Ewgen Hall macht Wüste beben / erbeben macht der Ewige die Wüste Kadesch! /
14333#Psalmen,29,9#9. Des Ewgen Hall macht Hinden kreißen / leert ab die Wälder. In seinem Tempel / spricht alles: ,Ehre!' /
14334#Psalmen,29,10#10. Der Ewige, er thronte bei der Flut / es thront der Ewige als König immerdar! /
14335#Psalmen,29,11#11. Der Ewige gibt seinem Volke Macht / der Ewige, mit Frieden segnet er sein Volk!»
14336#Psalmen,30,1#1. Psalm. Ein Lied zur Weihung des Hauses. Von Dawid.
14337#Psalmen,30,2#2. «Ich höh dich, Ewiger / denn du zogst mich empor / du machtest meine Feinde / nicht froh ob mir. /
14338#Psalmen,30,3#3. Du Herr, mein Gott, ich schrie zu dir / du heiltest mich! /
14339#Psalmen,30,4#4. Zogst meine Seele, Ewger, aus Scheol empor / gabst Leben mir, daß ich zur Grube nicht entsinke! /
14340#Psalmen,30,5#5. Ihr, seine Frommen, spielt dem Ewgen auf / und huldigt seinem heilgen Namen!
14341#Psalmen,30,6#6. Denn Schrecken ist in seinem Zorn / in seiner Huld ist Leben! / Am Abend gastet Weinen / zum Morgen Jubel! /
14342#Psalmen,30,7#7. Und ich, ich sprach in meinem Wohlergehn: / ,Ich wanke nicht in Ewigkeit!' - /
14343#Psalmen,30,8#8. O Ewiger, in deiner Huld nur / hast meinen Berg du fest erstellt! / Du bargst dein Antlitz / ich ward verstarrt!
14344#Psalmen,30,9#9. Zu dir, o Ewger, rief ich / fleht' an den Herrn: /
14345#Psalmen,30,10#10. ,Was nützet mein Verbluten / sink ich zur Grube? / Kann Staub dir huldigen / verkünden deine Treue? /
14346#Psalmen,30,11#11. Hör, Ewiger, gib Gunst mir / sei, Ewiger, mir Helfer!'
14347#Psalmen,30,12#12. Du machtest meine Klage mir zu Flötenklang / du löstest mir das Sackgewand / umgürtetst mich mit Freude. /
14348#Psalmen,30,13#13. Daß Ehrung dir erklinge, nicht erstumme / dir, Ewiger, mein Gott, will ewiglich ich hulden!»
14349#Psalmen,31,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14350#Psalmen,31,2#2. «Bei dir, o Ewger, berg ich mich / werd nie beschämt. / In deiner Rechtheit rette mich! /
14351#Psalmen,31,3#3. Neig mir dein Ohr, rasch rette mich / sei mir zur Felsenburg / zur Festungsstatt, mich zu erretten! /
14352#Psalmen,31,4#4. Bist ja mein Fels und meine Veste / um deines Namens willen leite, führe mich! /
14353#Psalmen,31,5#5. Reiß aus dem Netz mich, das sie mir versteckt / denn du bist meine Burg! /
14354#Psalmen,31,6#6. In deine Hand vertrau ich meinen Odem / du lösest, Ewger, mich, du treuer Gott!
14355#Psalmen,31,7#7. Ich hasse, die der eitlen Nichtse warten / und ich, ich baue auf den Ewigen. /
14356#Psalmen,31,8#8. Ich jauchze, freue mich in deiner Liebe / der du mein Elend sahst / und meiner Seele Nöte kanntest /
14357#Psalmen,31,9#9. und mich nicht ausgeliefert hast dem Feind; / du hast die Füße mir gestellt ins Weite. /
14358#Psalmen,31,10#10. Gib, Ewiger, mir Gunst, da mir so angst / erstorben ist vor Gram mein Auge / mir Seel und Leib. /
14359#Psalmen,31,11#11. In Kummer schwindet ja mein Leben / und meine Jahre im Seufzen / es bricht in meiner Sünde meine Kraft / und mein Gebein erstirbt. /
14360#Psalmen,31,12#12. Vor allen meinen Drängern wurde ich zum Schimpf / und meinen Nachbarn sehr / ein Schreck den mir Vertrauten; / die auf der Straße mich ersehen / entflüchten vor mir. /
14361#Psalmen,31,13#13. Vergessen ward ich wie ein Toter, aus dem Sinn / ward wie entschwundnes Ding. /
14362#Psalmen,31,14#14. Da ich so vieler Meuchelrede höre: / ,Das Graun ringsum!' Wie sie mitsamt Grund fassen wider mich / das Leben mir zu nehmen planen.
14363#Psalmen,31,15#15. Ich aber, auf dich bau ich, Ewiger / ich spreche: ,Bist mein Gott!' /
14364#Psalmen,31,16#16. In deiner Hand sind meine Zeiten! / Errette mich aus meiner Feinde und Verfolger Hand! /
14365#Psalmen,31,17#17. Laß leuchten über deinem Knecht dein Angesicht / hilf mir in deiner Liebe! /
14366#Psalmen,31,18#18. Laß, Ewiger, mich nicht zuschanden werden / da ich dich rufe / zuschanden sein die Frevler / entstummen zur Scheol! /
14367#Psalmen,31,19#19. Verstummen laß die Lügenlippen / die Dreistes über den Gerechten reden / in Stolz und Hohn!
14368#Psalmen,31,20#20. Wie reich dein Gutes / das den dich Fürchtenden du aufbewahrt / gewirkt für die sich bei dir bergen / im Angesicht der Menschenkinder! /
14369#Psalmen,31,21#21. Du birgst sie in der Bergung deines Wesens / vor Menschenrottung / birgst sie in Schirmung / vor Zungenstreit.
14370#Psalmen,31,22#22. Gelobt der Ewige / der Wunderliebe mir erwiesen / in belagerter Burg. /
14371#Psalmen,31,23#23. Und ich, ich dacht in meiner Angst: / ,Bin abgeschnitten, fort aus deinen Augen!' / Du aber hörtest meines Flehens Hall / da ich zu dir geschrien.
14372#Psalmen,31,24#24. Den Ewgen liebet, alle seine Frommen / die Treuen wahrt der Ewige / zahlt heim, im Übermaß, den Übermütigen; /
14373#Psalmen,31,25#25. seid stark, fest euer Herz / ihr alle, die ihr harrt des Ewigen!»
14374#Psalmen,32,1#1. Von Dawid. Ein Maskil-lied. «Beglückt, wem Missetat verziehn / verdeckt die Sünde! /
14375#Psalmen,32,2#2. Beglückt der Mensch, dem keine Schuld der Ewge rechnet / kein Falsch in seinem Sinn. /
14376#Psalmen,32,3#3. Denn ich erstummte, lahmt' mein Kiefer / von meinem Schreien alletag. /
14377#Psalmen,32,4#4. Denn Tag und Nacht lag wuchtend auf mir deine Hand / mein frischer Safttrieb wandelt' sich in Sommerdürre.» Sela.
14378#Psalmen,32,5#5. «Hab meine Schuld dir kundgetan / und meine Sünde nicht verhehlt. / Ich sprach: / ,Dem Ewigen bekenn ich meine Missetaten!' / Und du hast meiner Sünde Schuld verziehn.» / Sela.
14379#Psalmen,32,6#6. «Um dies soll jeder Fromme zu dir flehn / zur Zeit des Findens: / Nur daß, wenn vieler Wasser Flut hereinbricht / sie ihn nicht treffen! /
14380#Psalmen,32,7#7. Du bist mir Bergung, wahrest mich vor Not / umgibst mit Rettungsjubel mich.» / Sela.
14381#Psalmen,32,8#8. «Ich will dich lehren / den Weg dir weisen, den du gehn sollst / will raten, meinen Blick auf dir: /
14382#Psalmen,32,9#9. seid nicht wie Pferd und Maultier / mit Zaum und Zügel, weil es nicht versteht / den Lauf zu hemmen! / Das nah dir nicht! /
14383#Psalmen,32,10#10. Viel Schmerzen hat der Frevler; / wer aber auf den Ewigen vertraut / um den ist Liebe. /
14384#Psalmen,32,11#11. Freut euch im Ewgen, jauchzet, ihr Gerechten / laut jubelt, all ihr Herzensgraden!»
14385#Psalmen,33,1#1. «Jauchzt, ihr Gerechten, in dem Ewigen / den Redlichen ziemt Preislied. /
14386#Psalmen,33,2#2. Dem Ewgen huldigt mit der Zither / auf Zehnsaitharfe spielt ihm auf! /
14387#Psalmen,33,3#3. Singt ihm in neuem Sang / spielt schön mit Jubelschall. /
14388#Psalmen,33,4#4. Denn grade ist des Ewgen Wort / und all sein Werk in Treuen. /
14389#Psalmen,33,5#5. Er liebt Gerechtigkeit und Recht / des Ewgen Liebe ist die Erde voll.
14390#Psalmen,33,6#6. Vom Wort des Ewigen die Himmel wurden / und all ihr Heer durch seines Mundes Hauch. /
14391#Psalmen,33,7#7. Faßt wie im Wall des Meeres Wasser / und tut in Kammern ein die Fluten. /
14392#Psalmen,33,8#8. So fürchte vor dem Ewgen alle Welt / vor ihm erschauern alle Festlandswohner. /
14393#Psalmen,33,9#9. Denn er, er sprach, da wards / und er gebot, da stand es!
14394#Psalmen,33,10#10. Der Ewige zerbricht der Völker Plan / vereitelt der Nationen Trachten. /
14395#Psalmen,33,11#11. Des Ewgen Plan steht ewiglich / und seines Herzens Trachten Zeit um Zeit. /
14396#Psalmen,33,12#12. Beglückt das Volk, des Gott der Ewige / der Stamm, den er zum Erbe sich erwählt. /
14397#Psalmen,33,13#13. Vom Himmel blickt der Ewige / sieht alle Menschenkinder /
14398#Psalmen,33,14#14. von seines Sitzes Stätte schaut er / auf alle Erdenwohner. /
14399#Psalmen,33,15#15. Der schuf ihr Herz mitsammen / der merkt auf all ihr Tun. /
14400#Psalmen,33,16#16. Nicht wird dem König Heil durch vieles Heer / dem Helden Rettung nicht durch viele Kraft. /
14401#Psalmen,33,17#17. Trug ist das Roß zum Sieg / mit seinem großen Heer gibts kein Entrinnen. /
14402#Psalmen,33,18#18. Sieh an, des Ewgen Aug auf denen, die ihn fürchten / die harren seiner Liebe: /
14403#Psalmen,33,19#19. vom Tode ihre Seele zu erretten / und sie im Hunger zu beleben.
14404#Psalmen,33,20#20. Des Ewigen harret unsre Seele / er ist uns Hilfe, er uns Schild. /
14405#Psalmen,33,21#21. Denn seiner freut sich unser Herz / auf seinen heilgen Namen baun wir. /
14406#Psalmen,33,22#22. Laß deine Liebe, Ewiger, auf uns sein / wie wir dein harren.»
14407#Psalmen,34,1#1. Von Dawid. Als er seinen Verstand vor Abimelech verstellte, da der ihn forttrieb, daß er ging.
14408#Psalmen,34,2#2. «Den Ewgen will ich preisen allezeit / für immer sei sein Preis in meinem Mund! /
14409#Psalmen,34,3#3. Des Ewgen rühmt sich meine Seele / daß die Gebeugten hören und sich freun! /
14410#Psalmen,34,4#4. Groß preist den Ewigen mit mir / laßt uns mitsammen seinen Namen höhn! /
14411#Psalmen,34,5#5. Ich sucht den Ewigen, und er erhörte mich / aus allen meinen Ängsten hat er mich gerettet! /
14412#Psalmen,34,6#6. Schaun sie auf ihn und strömen hin (zu ihm) / erbleicht ihr Angesicht nicht. /
14413#Psalmen,34,7#7. Da dieser Ärmste rief, hört es der Ewige / aus allen seinen Nöten half er ihm. /
14414#Psalmen,34,8#8. Des Ewgen Bote lagert rings um seine Frommen / und rettet sie. /
14415#Psalmen,34,9#9. Begreift und seht, daß gut der Ewige / beglückt der Mann, der sich bei ihm geborgen! /
14416#Psalmen,34,10#10. Den Ewgen fürchtet, die ihr ihm geheiligt / denn die ihn fürchten, haben keine Not. /
14417#Psalmen,34,11#11. Die Leugnerischen darben, hungern / doch die den Ewgen suchen, mangeln keines Guts.
14418#Psalmen,34,12#12. Kommt, Kinder, hört mir zu / des Ewgen Furcht will ich euch lehren: /
14419#Psalmen,34,13#13. Wo ist der Mann, der Leben wünscht / die Jahre liebt im Glück zu schauen? /
14420#Psalmen,34,14#14. So wahre deine Zunge vor dem Bösen / und deine Lippen vor des Truges Rede. /
14421#Psalmen,34,15#15. Das Böse meide, Gutes tu / den Frieden such und jag ihm nach! /
14422#Psalmen,34,16#16. Des Ewgen Augen gehn zu den Gerechten / und seine Ohren hin zu ihrem Schrein /
14423#Psalmen,34,17#17. des Ewgen (grimmig) Antlitz zu den Übeltätern / zu tilgen von der Erde ihr Gedenken! /
14424#Psalmen,34,18#18. Die schreien, und der Ewge hört / aus allen Nöten rettet er sie. /
14425#Psalmen,34,19#19. Nah ist der Ewige gebrochnen Herzen / zerschlagenen Gemütern hilft er auf. /
14426#Psalmen,34,20#20. Sind viel die Übel des Gerechten / aus allen rettet ihn der Ewige. /
14427#Psalmen,34,21#21. All seine Glieder hütet er / daß nicht ein einziges von ihnen bricht. /
14428#Psalmen,34,22#22. Zutode bringt den Bösewicht das Übel / und des Gerechten Hasser büßen. /
14429#Psalmen,34,23#23. Der Ewige erlöst die Seele seiner Knechte / nie büßen alle, die bei ihm sich bergen.»
14430#Psalmen,35,1#1. Von Dawid. «Befehde, Ewiger, die mich befehden / bekämpf, die mich bekämpfen! /
14431#Psalmen,35,2#2. Ergreife Schild und Tartsche / und auf, zu meiner Hilfe! /
14432#Psalmen,35,3#3. Zieh Speer und Streitaxt gegen meine Hetzer / sag meiner Seele: ,Deine Hilfe bin ich!' /
14433#Psalmen,35,4#4. Zu Schmach und Schande, die mein Leben fordern! / Sie sollen rückwärts weichen und erblassen / die Unheil mir ersinnen! /
14434#Psalmen,35,5#5. Sie sollen sein wie Spreu vor Wind / da sie des Ewgen Bote jagt! /
14435#Psalmen,35,6#6. Ihr Weg sei Finsternis und Schlüpfrigkeit / da sie des Ewgen Bote hetzt! /
14436#Psalmen,35,7#7. Da sie, um nichts, mir ihres Netzes Grube scharrten / um nichts sie für mein Leben gruben. /
14437#Psalmen,35,8#8. Es treff ihn Unheil unversehens / das Netz, das er vergraben, fange ihn / ins Unheil falle er hinein! /
14438#Psalmen,35,9#9. Doch meine Seele jauchzt im Ewigen / frohlockt in seiner Hilfe! /
14439#Psalmen,35,10#10. All meine Glieder sprechen: / ,Wer, Ewger, ist wie du / des Armen Retter vor dem Stärkern / des Armen, Elenden vor dem, der ihn beraubt?'
14440#Psalmen,35,11#11. Da stehen auf des Raubes Zeugen / die ich nicht kenne, fordern was von mir. /
14441#Psalmen,35,12#12. Vergelten Böses mir für Gutes / Mord meiner Seele! /
14442#Psalmen,35,13#13. Wo ich, als sie erkrankt, Sack nahm zum Kleid / im Fasten mir die Seele quälte / - mag mein Gebet in meinen Schoß mir kehren! /
14443#Psalmen,35,14#14. Als wärs ein Freund, ein Bruder mir, ging ich daher / wie trauernd um die Mutter schlich ich düster. /
14444#Psalmen,35,15#15. Nun, da ich strauchle, freun sie, scharen sich / umscharen mich Gemiedne, die ich nie gekannt / zerreißen, ruhen nicht. /
14445#Psalmen,35,16#16. Mit bösem Hohn und Drohn / knirschts wider mich die Zähne. /
14446#Psalmen,35,17#17. Wie lange, Herr, siehst du es an? / Bring wieder meine Seel aus ihrem Arg / von Bestien meine Einzige. /
14447#Psalmen,35,18#18. Ich will dir huldigen in großer Schar / in vielem Volk will ich dich rühmen. /
14448#Psalmen,35,19#19. Daß meiner sich nicht freun die lügnerischen Feinde / mich hassen ohne Grund, wie sie das Auge öffnen. /
14449#Psalmen,35,20#20. Weil Unfrieden sie reden / den Ruhigen im Land der Tücke Rede sinnen /
14450#Psalmen,35,21#21. zu mir das Maul sie weiten / und sprechen: ,Hei, hei! / Erschaut hats unser Auge!'
14451#Psalmen,35,22#22. Du siehst es, Ewiger, so schweige nicht! / Herr, bleib nicht fern von mir! /
14452#Psalmen,35,23#23. Reg dich, wach auf zu meinem Richten / mein Gott, o Herr, zu meinem Streit! /
14453#Psalmen,35,24#24. Richt mich nach deiner Rechtlichkeit, Gott, Ewiger / nicht sollen sie sich meiner freun /
14454#Psalmen,35,25#25. nicht sollen sie in ihrem Herzen sprechen: / ,Hei, unsre Lust!' / Nicht sprechen: ,Haben ihn vernichtet!' /
14455#Psalmen,35,26#26. Zu Schmach und Schande alle / die sich an meinem Unheil freun! / Daß sie in Scham und Schimpf sich hüllen / die wider mich (den Mund) geweitet. /
14456#Psalmen,35,27#27. Daß jauchzen und sich freun / die meinen Rechtssieg wollten / und sprechen immerdar: ,Groß ist der Herr / der seines Knechtes Heil gewollt!' /
14457#Psalmen,35,28#28. Und meine Zunge raune deinen Sieg / und alletage deinen Preis.»
14458#Psalmen,36,1#1. Mit dem Begleitspieler. Vom Knecht des Ewigen, von Dawid.
14459#Psalmen,36,2#2. «Den Spruch von Frevlers Missetat hab ich im Sinn: / Furcht Gottes gibt es nicht vor seinen Augen! /
14460#Psalmen,36,3#3. Denn glatt hält ers in seinen Augen / sich Sünde auszufinden und zu hassen. /
14461#Psalmen,36,4#4. Die Worte seines Mundes: Falsch und Trug / er meidet klug und gütig Handeln. /
14462#Psalmen,36,5#5. Trug trachtet er auf seinem Lager / und stellt sich auf unguten Weg / verwirft das Böse nicht.
14463#Psalmen,36,6#6. O Ewger, in den Himmel raget deine Liebe / und deine Treue an die Wolken; /
14464#Psalmen,36,7#7. dein Recht ist hoch wie Gottesberge / dein Richten wie das weite Meer: / Den Menschen und den Tieren hilfst du, Ewiger! /
14465#Psalmen,36,8#8. Wie köstlich deine Liebe, Gott! / Die Menschenkinder, die im Schatten deiner Flügel sich geborgen /
14466#Psalmen,36,9#9. sie trinken von der Fülle deines Hauses / vom Strome deiner Wonnen tränkst du sie! /
14467#Psalmen,36,10#10. Bei dir ist ja des Lebens Quell / in deinem Lichte schaun wir Licht. /
14468#Psalmen,36,11#11. Wahr deine Liebe den Bekennern / und deine Rechtstat den geraden Herzen! /
14469#Psalmen,36,12#12. Daß nicht an mich der Fuß der Hoffart komme / und nicht der Frevler Hand mich stoße. /
14470#Psalmen,36,13#13. Da fallen hin die Übeltäter / sie stürzen, können nicht mehr auf.»
14471#Psalmen,37,1#1. Von Dawid. «Erhitz dich ob der Bösen nicht / ereifre dich nicht ob der Übeltäter! /
14472#Psalmen,37,2#2. Denn wie das Kraut so welken schnell sie hin / wie grünend Gras vertrocknen sie. /
14473#Psalmen,37,3#3. Vertrau dem Ewigen! So schaffe gut / bewohn das Land und weide sicher; /
14474#Psalmen,37,4#4. verwöhne dich beim Ewigen / er gibt dir deines Herzens Wünsche. /
14475#Psalmen,37,5#5. Wälz auf den Ewgen dein Ergehn / vertrau auf ihn, er wird es wirken /
14476#Psalmen,37,6#6. aufgehen lassen wie das Licht dein Recht / und dein Gericht wie Mittagshelle. /
14477#Psalmen,37,7#7. Wart still des Ewigen und harre sein / erhitz dich nicht ob dem, des Weg im Glück / dem Mann, der Ränke übt. /
14478#Psalmen,37,8#8. Steh ab vom Zorn und laß vom Grimm! / Erhitz dich nicht! / Zum Unheil nur! /
14479#Psalmen,37,9#9. Die Bösen werden ja vernichtet / und die des Ewgen harren, sind des Landes Erben. /
14480#Psalmen,37,10#10. Ein Weilchen noch, da ist kein Frevler! / Merkst du auf seinen Ort: Er ist nicht da! /
14481#Psalmen,37,11#11. Und die Gebeugten erben dann das Land / verwöhnen sich an Heiles Fülle. /
14482#Psalmen,37,12#12. Der Frevler trachtet wider den Gerechten / knirscht gegen ihn die Zähne. /
14483#Psalmen,37,13#13. Der Herr, er spottet sein / er sieht ja, daß sein Tag kommt. /
14484#Psalmen,37,14#14. Da haben sie das Schwert gezückt, die Frevler / und ihren Bogen sie gespannt / den Armen und den Elenden zu fällen / zu schlachten, die gerade wandeln. /
14485#Psalmen,37,15#15. Ihr Schwert dringt ihnen in das Herz / und ihre Bogen brechen.
14486#Psalmen,37,16#16. Gut: Wenig des Gerechten / statt vieler Frevler Fülle. /
14487#Psalmen,37,17#17. Der Frevler Arme, sie zerbrechen / doch die Gerechten stützt der Ewige. /
14488#Psalmen,37,18#18. Der Ewge kennt der Schlichten Tage / und ihr Besitz besteht in Ewigkeit. /
14489#Psalmen,37,19#19. Sie werden nicht zuschanden in des Unglücks Zeit / und in des Hungers Tagen sind sie satt. /
14490#Psalmen,37,20#20. Die Frevler, ja, die schwinden hin / des Ewgen Feinde wie der Fluren Pracht: / Dahin in Rauch, dahin!
14491#Psalmen,37,21#21. Entleiht der Böse, zahlt er nicht; / der Redliche, er gönnt und gibt. /
14492#Psalmen,37,22#22. Ja, die er segnet, sind des Landes Erben / die er verflucht, sie werden ausgetilgt. /
14493#Psalmen,37,23#23. Vom Ewgen sind des Mannes Schritte rechtgestellt / und seinen Wandel wählt er. /
14494#Psalmen,37,24#24. Stürzt er, erliegt er nicht / weil seine Hand der Ewge stützt. /
14495#Psalmen,37,25#25. Ein Knabe war ich, ward nun alt / doch sah ich nie den Rechtlichen verlassen / nie seinen Samen Brot erbitten. /
14496#Psalmen,37,26#26. Er gönnt und leihet allezeit / und seine Saat, sie wird zum Segen! /
14497#Psalmen,37,27#27. Das Böse meide, / Gutes tu / so wohne ewiglich. /
14498#Psalmen,37,28#28. Liebt ja der Ewige das Recht / verläßt nicht seine Frommen / für ewig sind sie behütet. / Der Frevler Brut jedoch wird ausgetilgt. /
14499#Psalmen,37,29#29. Die Rechtlichen ererben sich das Land / und werden ewig auf ihm wohnen. /
14500#Psalmen,37,30#30. Der Mund des Rechtlichen raunt Weisheit / und seine Zunge redet Recht. /
14501#Psalmen,37,31#31. Die Weisung seines Gottes ruht in seinem Herzen / nicht wanken seine Schritte. /
14502#Psalmen,37,32#32. Es späht der Frevler dem Gerechten nach / sucht ihn zu töten. /
14503#Psalmen,37,33#33. Der Ewge überläßt ihn nicht in seine Hand / verdammt ihn nicht, wird er gerichtet. /
14504#Psalmen,37,34#34. Hoff auf den Ewigen und wahre seinen Weg / er hebt dich hoch, das Land zu erben / und du ersiehst der Frevler Tilgung. /
14505#Psalmen,37,35#35. Ich sah da einen Frevler trotzig / sich zeigend wie die Edelrebe, frischbelaubt. /
14506#Psalmen,37,36#36. Man ging vorbei, und sieh, er war nicht da / ich sucht ihn, er war nicht zu finden. /
14507#Psalmen,37,37#37. Das Schlichte wahre und aufs Grade sieh / denn Zukunft hat der Friedliche. /
14508#Psalmen,37,38#38. Die Missetäter aber sind getilgt mitsammen / der Frevler Zukunft ist vernichtet.
14509#Psalmen,37,39#39. Der Sieg der Frommen kommt vom Ewigen / der ihre Burg zur Zeit der Not. /
14510#Psalmen,37,40#40. Da hilft der Ewge ihnen, rettet sie / er rettet von den Frevlern sie, schafft ihnen Sieg / weil sie bei ihm sich bargen.»
14511#Psalmen,38,1#1. Psalm von Dawid. Zur Anrufung.
14512#Psalmen,38,2#2. «Straf, Ewiger, mich nicht in deinem Zorn / und züchtige mich nicht in deinem Grimm! /
14513#Psalmen,38,3#3. Denn deine Pfeile sind in mich gefallen / auf mich fiel deine Hand. /
14514#Psalmen,38,4#4. Nichts Heiles ist an meinem Leib vor deinem Grimm / kein Friede im Gebein mir wegen meiner Sünde. /
14515#Psalmen,38,5#5. Denn meine Sünden gehn mir übers Haupt / wie schwere Last sind sie, zu schwer für mich. /
14516#Psalmen,38,6#6. Es stinken und es faulen meine Schwären / ob meiner Torheit. /
14517#Psalmen,38,7#7. Gekrümmt, gebeugt bin ich so sehr / umdüstert schleich ich alletag. /
14518#Psalmen,38,8#8. Denn meine Lenden sind voll Brand / nichts Heiles ist an meinem Leib. /
14519#Psalmen,38,9#9. Erschöpft, zerschmettert bin ich gar so sehr / ich schrei aus meines Herzens Stöhnen! /
14520#Psalmen,38,10#10. O Herr, vor dir steht all mein Ächzen / mein Seufzen ist dir nicht verborgen. /
14521#Psalmen,38,11#11. Mein Herz, es schwindet, läßt mich meine Kraft / auch meiner Augen Licht ist nicht mehr bei mir. /
14522#Psalmen,38,12#12. Die Freunde und Gefährten stehen abseits meiner Wunde / und meine Nächsten halten fern. /
14523#Psalmen,38,13#13. Die mir ans Leben wollen, stellen Fallen / und die mein Unheil suchen, reden Tücke / und raunen Ränke alletag. /
14524#Psalmen,38,14#14. Da bin ich wie ein Tauber, höre nicht / und wie ein Stummer, der den Mund nicht auftut. /
14525#Psalmen,38,15#15. Ich ward wie einer, der nicht hört / in dessen Munde keine Widerrede. /
14526#Psalmen,38,16#16. Denn dir zu harr ich, Ewiger / du wirst erwidern, Herr, mein Gott! /
14527#Psalmen,38,17#17. Da ich gesprochen: ,Daß sie über mich nicht jubeln / (den Mund) nicht weiten, wenn mein Fuß versagt!' /
14528#Psalmen,38,18#18. Dem Sturz bin ich bereitgegeben / und immer steht vor mir mein Schmerz. /
14529#Psalmen,38,19#19. Denn meine Sünde sage ich / und bin besorgt ob der Verfehlung. /
14530#Psalmen,38,20#20. Wo meines Lebens Feinde mächtig / und zahlreich, die um Lug mich hassen. /
14531#Psalmen,38,21#21. Die Böses für das Gute zahlen / und mich befehden, weil ich nach dem Guten strebe. /
14532#Psalmen,38,22#22. Verlaß mich nicht, o Ewiger / mein Gott, sei mir nicht fern! /
14533#Psalmen,38,23#23. Eil mir zuhilfe, Herr, mein Heil!»
14534#Psalmen,39,1#1. Mit dem Begleitspieler, für Jedutun. Ein Psalm von Dawid.
14535#Psalmen,39,2#2. «Ich sprach: / ,Will wahren vor Versündung durch die Zunge meine Wege / will wahren meinem Munde den Verschluß / solang der Frevler vor mir ist.' /
14536#Psalmen,39,3#3. So schwieg ich still / verstummte vor dem Guten / jedoch mein Schmerz war heftig. /
14537#Psalmen,39,4#4. Heiß war mein Herz in meinem Innern / in meinem Sinnen loht' ein Feuer / da redet' ich mit meiner Zunge: /
14538#Psalmen,39,5#5. Tu, Ewiger, mir kund mein Ende / und meiner Tage Ausmaß, was es ist / will wissen, wie ich bin vergänglich! /
14539#Psalmen,39,6#6. Nach Spannen gabst du mir ja meine Tage / und meine Frist ist wie ein Nichts vor dir: / ein Hauch nur alles, alles Menschlichen Bestand.» / Sela.
14540#Psalmen,39,7#7. «Im Dunkel nur geht hin der Mensch / ihr Lärmen: Eitel. / Da häuft er auf und weiß nicht, wer es heimbringt. /
14541#Psalmen,39,8#8. Und nun, was hoff ich, Herr? / Mein Harren steht zu dir! /
14542#Psalmen,39,9#9. Von allen meinen Missetaten rette mich / und mach zum Schimpf des Schändlichen mich nicht!
14543#Psalmen,39,10#10. Ich bin verstummt und öffne nicht den Mund / weil du's getan. /
14544#Psalmen,39,11#11. Nimm von mir deine Plage / vom Streiten deiner Hand vergeh ich! /
14545#Psalmen,39,12#12. Mit Strafen ob der Sünde züchtigst du den Mann / du machst zerfallen wie die Motte seine Pracht: / ein Hauch nur aller Mensch.» / Sela.
14546#Psalmen,39,13#13. «Hör, Ewiger, mein Beten / und meinen Schrei vernimm! / Schweig nicht zu meiner Träne! / Denn Schutzgast bin ich bei dir / Beisaß wie alle meine Väter. /
14547#Psalmen,39,14#14. Schau von mir weg, damit ichs mir entrücke / eh daß ich geh und nicht mehr bin.»
14548#Psalmen,40,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid ein Psalm.
14549#Psalmen,40,2#2. «Gehofft, gehoffet hab ich auf den Ewigen: / er neigte sich zu mir und hörte auf mein Schrein /
14550#Psalmen,40,3#3. zog aus des Grausens Grube mich hervor / aus verschlingendem Schlamm / und stellte auf den Felsen meine Füße. / Er sichert' meine Tritte /
14551#Psalmen,40,4#4. gab in den Mund mir neuen Sang / ein Preislied unserm Gott! / Es sehens viele und verehren / vertraun dem Ewigen.
14552#Psalmen,40,5#5. Beglückt der Mann / der sich zur Sicherheit den Ewigen gesetzt / und sich zu Wahngebilden nicht gewandt / Abwegigen der Lüge. /
14553#Psalmen,40,6#6. Viel wirktest du, o Ewiger, mein Gott / von deinen Wundern, deinem Planen für uns / nichts, das dir gliche! / Wollt künden es und reden: / Zu reich, es zu erzählen!
14554#Psalmen,40,7#7. Hast Schlachtung, Spende nicht begehrt / da du die Ohren mir geöffnet; / Hochopfer und Entsündungsgabe hast du nicht verlangt. /
14555#Psalmen,40,8#8. Da sprach ich: ,Sieh, ich bin gekommen!' - Ists in des Buches Rolle ja von mir verschrieben. -
14556#Psalmen,40,9#9. Was dir gefällt, mein Gott, das wollt ich tun / und deine Weisung war in meinem Innern. /
14557#Psalmen,40,10#10. Ich kündete das Recht in großer Schar / sieh, meine Lippen schloß ich nicht / du, Ewiger, du weißt es: /
14558#Psalmen,40,11#11. Hab deine Rechtlichkeit im Herzen nicht verhüllt / hab deine Treue und dein Heil gekündet / hab deine Liebe, deine Wahrheit nicht verhehlt / vor großer Schar. /
14559#Psalmen,40,12#12. Du, Ewiger, wirst dein Erbarmen nicht vor mir verschließen / stets werden deine Liebe, deine Treue mich behüten. /
14560#Psalmen,40,13#13. Weil mich umschwemmen Leiden ohne Zahl / ereilten meine Sünden mich, ich kann nicht aufsehn / sind ihrer mehr als meines Hauptes Haare / mein Herz hat mich verlassen. /
14561#Psalmen,40,14#14. Gib Huld, o Ewger, mich zu retten / o Ewiger, zu meiner Hilfe eile! /
14562#Psalmen,40,15#15. Zuschanden werden und erblassen allesamt / die mir ans Leben wollen, es zu tilgen / zurück entweichen, sind in Schmach / die Unglück mir wünschen! /
14563#Psalmen,40,16#16. Sie stehen starr infolge ihrer Schande / die zu mir sprachen: ,Hei, hei!' /
14564#Psalmen,40,17#17. Es jubeln, freuen sich durch dich / alldie dich suchen / es sprechen immer: ,Groß der Ewige!' / die lieben dein Heil! /
14565#Psalmen,40,18#18. Und ich, so arm und elend / der Herr, er rechnet mir es an. / Mein Beistand und mein Retter du / mein Gott, nicht säume!»
14566#Psalmen,41,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14567#Psalmen,41,2#2. «Beglückt der, der des Armen achtet! / Am Tag des Unglücks rettet ihn der Ewige. /
14568#Psalmen,41,3#3. Der Ewige behütet und erhält ihn / daß er im Lande glücklich sei; / wirst ihn nicht lassen seiner Feinde Gier. /
14569#Psalmen,41,4#4. Der Ewge stützt ihn auf dem Schmerzensbett; / du wandelst all sein Lager, da er krank. /
14570#Psalmen,41,5#5. Ich sprach: ,Gib, Ewiger, mir Gunst! / Heil meine Seele, da ich dir gesündigt!' /
14571#Psalmen,41,6#6. Es sprechen meine Feinde, da mir schlecht: / ,Wann stirbt er, daß sein Name schwinde?' /
14572#Psalmen,41,7#7. Und kommt er mich zu sehn / so spricht er Trug / sein Herz, es sammelt Unheil / er geht hinaus und redet. /
14573#Psalmen,41,8#8. Zusammen zischeln alle meine Hasser wider mich / und trachten Böses mir: /
14574#Psalmen,41,9#9. ,Ein Ding, unheilbar / sei Ängstigung in ihm / und wie er sich gelegt, steh er nicht wieder auf!' /
14575#Psalmen,41,10#10. Sogar mein Bundesfreund, dem ich vertraute / der aß von meinem Brot / er weitet, hinterher, ob mir (den Mund).
14576#Psalmen,41,11#11. Du aber, Ewiger, gib Gunst mir / und hilf mir auf, daß ich es ihnen zahle! /
14577#Psalmen,41,12#12. Daran erkenn ich, daß du mein verlangst: / Daß über mich mein Feind nicht jubelt. /
14578#Psalmen,41,13#13. Und ich, in meiner Schlichtheit hast du mich gefaßt / und stellst mich vor dein Angesicht für ewig.»
14579#Psalmen,41,14#14. «Gepriesen sei der Ewige, Gott Jisraëls / von Ewigkeit zu Ewigkeit: / Amen und Amen!»
14580#Psalmen,42,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Maskil-lied von den Söhnen Korahs.
14581#Psalmen,42,2#2. «Wie die Hindin schreit / an (trocknen) Wasserläufen / so schreit meine Seele / nach dir, o Gott. /
14582#Psalmen,42,3#3. Es dürstet meine Seele mir nach Gott / nach Gott, lebendig / wann komm ich und erscheine / vor Gottes Antlitz? /
14583#Psalmen,42,4#4. Es ward mir meine Träne Brot / bei Tag und Nacht. / Da sie mir sagen alletag: / ,Wo ist dein Gott?' /
14584#Psalmen,42,5#5. Des denk ich und ergieße / ob mir die Seele: / Wie ich im Zuge hinschritt / zum Haus des Ewgen wallte / bei Schall des Jubels und der Huldigung / im Festgedränge.
14585#Psalmen,42,6#6. Was beugst du, meine Seele, dich / und jammerst in mir? / Erharre Gott, denn noch will ich ihm hulden / der ist des Angesichtes Heil!
14586#Psalmen,42,7#7. Mein Gott / gebeugt in mir ist meine Seele / drum, weil ich dein gedenke / vom Land des Jardens / von den Hermonhöhn / vom Berg Miz'ar. /
14587#Psalmen,42,8#8. Flut ruft zu Flut / im Donner deiner Zacken / all deine Wogen, deine Wellen / sie gingen über mich. /
14588#Psalmen,42,9#9. Am Tag entbiete doch der Ewge seine Liebe / und nachts, da ist sein Lied bei mir / das Flehn zu meines Lebens Gott. /
14589#Psalmen,42,10#10. Ich sprech zum Gott, der mir mein Fels: / ,Warum vergißt du mein? / Warum schleich düster ich / in Feindes Druck?' /
14590#Psalmen,42,11#11. Zu Mord in meinen Gliedern / so schmähn mich meine Dränger / da sie mir sagen alletag: / ,Wo ist dein Gott?'
14591#Psalmen,42,12#12. Was beugst du, meine Seele, dich / was jammerst du in mir? / Erharre Gott, denn noch will ich ihm hulden / der meines Angesichtes Heil ist und mein Gott.»
14592#Psalmen,43,1#1. «Schaff Recht mir, Gott, und streite meinen Streit / vor liebelosem Volk / vom Mann des Trugs und Unrechts / errette mich. /
14593#Psalmen,43,2#2. Denn du, Gott meines Hortes / warum verwirfst du mich / warum schleich düster ich / in Feindes Druck? /
14594#Psalmen,43,3#3. Send aus dein Licht und deine Treue / daß sie mich leiten / zu deinem heilgen Berg mich bringen / und deiner Wohnstatt. /
14595#Psalmen,43,4#4. Dann komme ich zu Gottes Altar / zum Gott der Freude meiner Lust / und huldige mit Harfenklang dir / o Gott, mein Gott.
14596#Psalmen,43,5#5. Was beugst du, meine Seele dich / was jammerst du in mir? / Erharre Gott, denn noch will ich ihm hulden / der meines Angesichtes Heil ist und mein Gott.»
14597#Psalmen,44,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von den Söhnen Korahs, ein Maskil-lied.
14598#Psalmen,44,2#2. «O Gott, mit unsern Ohren haben wir gehört / und unsre Väter haben uns erzählt: / Die Tat, die du getan in ihren Tagen / in Urzeittagen. /
14599#Psalmen,44,3#3. Du, dessen Hand vertrieben Völker / du pflanztest sie; / der du zerschlugst Nationen / du ließt sie sprossen. /
14600#Psalmen,44,4#4. Denn nicht mit ihrem Schwerte nahmen sie das Land / ihr Arm wars nicht, der ihnen half: / Nein, deine Rechte und dein Arm / das Licht in deinem Antlitz, weil du ihnen hold. /
14601#Psalmen,44,5#5. Du bist mein König, Gott / entbiete Jaakobs Heil! /
14602#Psalmen,44,6#6. Durch dich nur stoßen wir die Dränger / durch deinen Namen treten wir die Feinde. /
14603#Psalmen,44,7#7. Denn nicht auf meinen Bogen bau ich / mein Schwert wird mir nicht helfen. /
14604#Psalmen,44,8#8. Ja, du hilfst uns vor unsern Feinden / und unsre Hasser machtest du zuschanden. /
14605#Psalmen,44,9#9. So rühmen wir uns Gottes alletag / und ewig huldigen wir deinem Namen.» / Sela.
14606#Psalmen,44,10#10. «Nun hast du uns verworfen und beschämt / und zogst nicht aus mit unsern Scharen /
14607#Psalmen,44,11#11. ließt rückwärts weichen uns vorm Feind / daß unsre Hasser ihre Beute machten. /
14608#Psalmen,44,12#12. Gabst uns wie Schafe hin zum Fraß / hast zu den Völkern uns verstreut /
14609#Psalmen,44,13#13. verkauft dein Volk und nicht für Reichtum / nicht hochgetrieben ihren Preis. /
14610#Psalmen,44,14#14. Du machtest uns zum Schimpf für unsre Nachbarn / zu Hohn und Spott für die um uns. /
14611#Psalmen,44,15#15. Du machtest uns zum Spottspruch bei den Völkern / zum Kopfesschütteln bei den Nationen. /
14612#Psalmen,44,16#16. Alltags ist meine Schmach vor mir / und Schande deckt mir mein Gesicht /
14613#Psalmen,44,17#17. vom Schrei des Lästerers und Höhners / vor Feind und Rächerischem!
14614#Psalmen,44,18#18. All dies traf uns, wir aber haben deiner nicht vergessen / und nicht getrogen deinem Bund. /
14615#Psalmen,44,19#19. Es wich nicht unser Herz zurück / und unser Schritt bog nicht von deiner Bahn /
14616#Psalmen,44,20#20. zerschlugst du uns an der Schakale Stätte / und decktest auf uns Todesdunkel. /
14617#Psalmen,44,21#21. Wenn unsres Gottes Namen wir vergessen / gebreitet unsre Hände fremdem Gott /
14618#Psalmen,44,22#22. hätt' Gott es nicht erforscht / da er des Herzens Heimlichkeiten kennt? /
14619#Psalmen,44,23#23. Für dich ja ließen wir uns würgen alletag / erachtet wie die Schafe an der Schlachtbank. /
14620#Psalmen,44,24#24. Wach auf, was schläfst du, Herr? / Erwach, verwirf doch nicht für immer! /
14621#Psalmen,44,25#25. Warum verbirgst du dein Gesicht / vergissest unser Elend, unsern Druck? /
14622#Psalmen,44,26#26. Sank ja zum Staub hin unsre Seele / es klebt am Boden unser Leib. /
14623#Psalmen,44,27#27. Auf! Hilf uns doch! / Erlöse uns um deiner Liebe willen!»
14624#Psalmen,45,1#1. Mit dem Begleitspieler, auf Blumenblättern. Von den Söhnen Korahs. Ein Maskil-lied, ein Liebesgesang.
14625#Psalmen,45,2#2. «Es wallt mein Herz mit schönem Wort / ich weih mein Werk dem König / die Sprache und des flinken Schreibers Schrift. /
14626#Psalmen,45,3#3. Vielschön bist du vor Menschenkindern / Anmut ist ausgegossen über deine Lippen. / Darum hat Gott für immer dich gesegnet. /
14627#Psalmen,45,4#4. Gürt um das Schwert dir an die Hüfte, Held / dein Stolz und deine Macht! /
14628#Psalmen,45,5#5. Ja, deine Macht: Steig auf und fahre hin / für Wahrwort und für Rechtsspruch. / Mag deine Rechte dir Geschosse schießen /
14629#Psalmen,45,6#6. geschärft sein deine Pfeile / sie fallen, Völker dir zu Füßen / des Königs Feinden in das Herz! /
14630#Psalmen,45,7#7. Dein Gottesthron steht ewiglich / ein Stab des Rechts ist deiner Königsherrschaft Stab. /
14631#Psalmen,45,8#8. Recht liebtest, Frevel haßtest du / drum hat dich Gott, dein Gott gesalbt / mit Öl der Lust vor deinen Freunden. /
14632#Psalmen,45,9#9. In Myrrhe, Aloë und Kassia all deine Kleider / aus Elfenbeinpalästen freut dich Saitenspiel. /
14633#Psalmen,45,10#10. Da Königstöchter mit Kleinodien für dich / die Buhle steht zu deiner Rechten mit dem Ophirgold.
14634#Psalmen,45,11#11. Hör, Tochter, sieh und neig dein Ohr / vergiß dein Volk und deines Vaters Haus! /
14635#Psalmen,45,12#12. Der König, er begehret deine Schöne / er ist dein Herr, wirf dich ihm hin! /
14636#Psalmen,45,13#13. Und Tochter Zors (kommt an) mit Gabe / es sänftgen dir das Antlitz / des Volkes Reiche. /
14637#Psalmen,45,14#14. An Schätzen alles, des Königs Tochter, Penima / aus Goldgewirke ihr Gewand! /
14638#Psalmen,45,15#15. Zur Beute führt man sie zum König / ihr nach die Mädchen / ihr als Gespielen führt man sie dir zu. /
14639#Psalmen,45,16#16. Man führt sie hin in Freuden und in Lust / so kommen sie in Königs Halle. /
14640#Psalmen,45,17#17. ,Statt deiner Väter sollen deine Söhne sein, / du machst zu Obern sie im ganzen Land.'
14641#Psalmen,45,18#18. Will deinen Namen künden alle Zeit um Zeit / drum hulden immer, ewig dir Nationen.»
14642#Psalmen,46,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von den Söhnen Korahs. Auf Alamot. Ein Lied.
14643#Psalmen,46,2#2. «Gott ist uns Burg und Macht / ein Hort in Nöten, wohl bewährt. /
14644#Psalmen,46,3#3. Drum bangt uns nicht, ob sich die Erde wendet / ob Berge wanken in der Meere Herzen. /
14645#Psalmen,46,4#4. Ob tosen, kochen seine Wasser / erzittern Berge, da es schwillt.» / Sela.
14646#Psalmen,46,5#5. «Des Stromes Arme - sie erfreuen Gottes Stadt / geheiligt für des Höchsten Wohnstatt. /
14647#Psalmen,46,6#6. Gott ist in ihr, sie wanket nicht! / Gott hilft ihr, daß der Morgen naht. /
14648#Psalmen,46,7#7. Es toben Völker, Königreiche wanken / gibt er sein Hallen, zagt die Erde. /
14649#Psalmen,46,8#8. Der Ewige der Scharen ist mit uns / und unsre Burg ist Jaakobs Gott.» / Sela.
14650#Psalmen,46,9#9. «Kommt, schaut des Ewgen Taten / da er Erstaunliches gewirkt auf Erden! /
14651#Psalmen,46,10#10. Tut ab den Krieg bis an der Erde Ende / zerbricht den Bogen und zerhaut den Speer; / verbrennt die Wagen im Feuer. /
14652#Psalmen,46,11#11. ,Laßt ab! Erkennt, daß Gott ich / hoch bei den Völkern, hoch auf Erden!'
14653#Psalmen,46,12#12. Der Ewige der Scharen ist mit uns / und unsre Burg ist Jaakobs Gott.» Sela.
14654#Psalmen,47,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.
14655#Psalmen,47,2#2. «Ihr Völker alle, schlaget in die Hand / jauchzt auf zu Gott mit Jubelschall! /
14656#Psalmen,47,3#3. Denn hoch und furchtbar ist der Ewige / ein König, groß ob aller Erden. /
14657#Psalmen,47,4#4. Zwingt nieder Völker unter uns / Nationen unter unsre Füße. /
14658#Psalmen,47,5#5. Er hat das Erbgut uns ersehn / den Stolz von Jaakob, den er liebt.» / Sela.
14659#Psalmen,47,6#6. «Gott stieg empor im Jubelhall / der Ewige beim Schall des Horns. /
14660#Psalmen,47,7#7. Spielt auf für Gott, spielt auf / spielt auf für unsern König, spielet auf! /
14661#Psalmen,47,8#8. Denn König aller Welt ist Gott / spielt ein Maskil-lied! /
14662#Psalmen,47,9#9. Gott ist der König über Völker / Gott sitzt auf seinem heilgen Thron. /
14663#Psalmen,47,10#10. Der Völker Edle sammeln sich / das Volk des Gottes Abrahams / denn Gottes sind der Erde Schilde / der hoch erhaben.»
14664#Psalmen,48,1#1. Lied. Ein Psalm von den Söhnen Korahs.
14665#Psalmen,48,2#2. «Groß ist der Ewige und hochgepriesen / in unsres Gottes Stadt, auf seinem heilgen Berg. /
14666#Psalmen,48,3#3. Du schöne Höhe, Wonne aller Erde / Berg Zijon, an des Nordens Seite / die Stadt des großen Königs! /
14667#Psalmen,48,4#4. Gott hat in ihren Burgen / als Veste sich bewährt.
14668#Psalmen,48,5#5. Denn sieh, die Könige, sie hatten sich verschworen / sie zogen ab mitsammen! /
14669#Psalmen,48,6#6. Sie sahns - und starrten / erschraken, flüchteten! /
14670#Psalmen,48,7#7. Ein Zittern packt' sie da / ein Krampf gleich der Gebärenden. /
14671#Psalmen,48,8#8. Im Oststurm brachest du die Tarschisch-schiffe! /
14672#Psalmen,48,9#9. So wie wirs hörten, haben wirs gesehn / an ihr, der Stadt des Ewigen der Scharen / Stadt unsres Gottes / - Gott sichre sie in Ewigkeit!» / Sela.
14673#Psalmen,48,10#10. «Wir denken, Gott, uns deine Liebe / in deinem Tempel drinnen. /
14674#Psalmen,48,11#11. So wie dein Name ist dein Ruhm / bis an der Erde Enden / des Rechtes voll ist deine Rechte. /
14675#Psalmen,48,12#12. Es freut sich Zijons Berg / Jehudas Töchter jubeln / ob deinem Richten! /
14676#Psalmen,48,13#13. Umwandert Zijon / geht rings darum / zählt seine Türme /
14677#Psalmen,48,14#14. stellt auf die Mauer euren Sinn / es ragen seine Paläste / daß ihrs der spätern Zeit erzählt: /
14678#Psalmen,48,15#15. Daß dies der Gott, er unser Gott für ewig / er wird uns führen bis zum Tod.»
14679#Psalmen,49,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.
14680#Psalmen,49,2#2. «Hört dies, ihr Völker alle / lauscht all ihr Weltbewohner /
14681#Psalmen,49,3#3. ja, Menschenkinder, Mannessöhne / mitsammen reich und arm! /
14682#Psalmen,49,4#4. Mein Mund will Weisheit reden / und meines Herzens Raunen Einsicht. /
14683#Psalmen,49,5#5. Ich neige einem Spruch mein Ohr / eröffne mit der Harfe mir mein Rätsellied: /
14684#Psalmen,49,6#6. ,Was brauch ich fürchten zu des Unglücks Zeit / daß Strafe an den Fersen mich umstellt!'
14685#Psalmen,49,7#7. Die da auf ihre Habe baun / und ihres Reichtums Fülle sich berühmen! /
14686#Psalmen,49,8#8. Den Bruder kann der Mann nicht lösen / sein Freikaufgeld der Gottheit er nicht geben! /
14687#Psalmen,49,9#9. Zu teuer wär der Loskauf ihres Lebens / und er vergeht für immer. /
14688#Psalmen,49,10#10. Daß ewiglich er lebte / die Grube nie erschaute? /
14689#Psalmen,49,11#11. Wo er ja sieht die Weisen sterben / mitsammen Tor und Narr vergehn / und lassen andern ihre Habe. /
14690#Psalmen,49,12#12. Ihr Innres (denkt): Für ewig stehen ihre Häuser / und ihre Wohnungen für Zeit um Zeit / sie nannten ihre Namen auf der Erde. /
14691#Psalmen,49,13#13. Jedoch der Mensch - im Glanze bleibt er nicht / und gleich dem Vieh vergeht er. /
14692#Psalmen,49,14#14. Dies ihre Weise, ihnen Zuversicht / und ihnen nach, die ihre Rede lieben.» / Sela.
14693#Psalmen,49,15#15. «Den Schafen gleich so gehn sie zur Scheol / der Tod, er weidet sie / es schalten ihrer die Geraden. / Zum Morgen wird da ihr Gebilde / zu Schrecken der Scheol, ihm Wohnung. /
14694#Psalmen,49,16#16. Nur Gott löst meine Seele / aus der Scheol, da er mich faßt.» / Sela.
14695#Psalmen,49,17#17. «Nicht fürchte, wenn wer sich bereichert / wenn seines Hauses Gut sich mehrt. /
14696#Psalmen,49,18#18. Nimmt er bei seinem Tod ja alldas nicht / nicht folgt hinab ihm nach sein Gut. /
14697#Psalmen,49,19#19. Bei seinem Leben mag er seine Seele segnen / mag man dich preisen, läßt du's gut dir gehn. /
14698#Psalmen,49,20#20. Kommst du zu seiner Väter Kreislauf, (findest du): / Sie nimmermehr das Licht erschaun. /
14699#Psalmen,49,21#21. Der Mensch im Glanz, er siehts nicht ein / und gleich dem Vieh vergeht er.»
14700#Psalmen,50,1#1. Psalm von Asaf. «Der Götter Gott, der Ewige / er spricht und ruft die Erde auf / vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang. /
14701#Psalmen,50,2#2. Von Zijon her, der Schönheit Krone / erstrahlt er, Gott /
14702#Psalmen,50,3#3. kommt unser Gott und bleibt nicht stumm / ein Feuer frißt vor ihm / und um ihn stürmts gewaltig. /
14703#Psalmen,50,4#4. Er ruft dem Himmel droben / der Erde, um sein Volk zu richten: /
14704#Psalmen,50,5#5. ,Versammelt meine Frommen mir / die meinen Bund geschlossen überm Opfer!'
14705#Psalmen,50,6#6. Verkünden soll der Himmel seine Rechtstat / daß Gott, er Richter ist.» / Sela.
14706#Psalmen,50,7#7. «,Hör an, mein Volk, und ich will reden! / Laß, Jisraël, mich zeugen wider dich! / Gott, dein Gott bin ich! /
14707#Psalmen,50,8#8. Nicht ob der Schlachtungen will ich dich mahnen / und deine Hochopfer sind stets vor mir. /
14708#Psalmen,50,9#9. Ich will aus deinem Haus den Stier nicht nehmen / aus deinen Hürden nicht die Böcke. /
14709#Psalmen,50,10#10. Denn mein ist alles Wild im Wald / die Tiere auf den tausend Bergen. /
14710#Psalmen,50,11#11. Ich kenne jeden Vogel in den Bergen / und was sich regt im Feld, es ist mir kund! /
14711#Psalmen,50,12#12. Wenn es mich hungert, muß ichs dir nicht sagen / mein ist das Festland und was es erfüllt. /
14712#Psalmen,50,13#13. Eß ich das Fleisch der Großstiere? / Das Blut der Böcke, trink ichs? /
14713#Psalmen,50,14#14. So schlacht es Gott zur Huldigung / und zahl dem Höchsten, was du ihm gelobt! /
14714#Psalmen,50,15#15. Und ruf mich an am Tag der Not / ich rette dich, du wirst mich ehren!'
14715#Psalmen,50,16#16. Zum Bösewicht jedoch spricht Gott: / ,Was hast von meinen Satzungen du zu erzählen / und trägst du meinen Bund in deinem Mund /
14716#Psalmen,50,17#17. wo du die Zucht doch haßt / und hinter dich wirfst meine Worte! /
14717#Psalmen,50,18#18. Siehst einen Dieb du, bist du Freund mit ihm / und mit den Ehebrechern ist dein Teil. /
14718#Psalmen,50,19#19. Läßt deinen Mund zum Bösen los / und deine Zunge knüpft Betrug. /
14719#Psalmen,50,20#20. Du sitzt und redest gegen deinen Bruder / legst Schimpf auf deiner Mutter Sohn. /
14720#Psalmen,50,21#21. Dies tatest du, da ich geschwiegen / da wähntest du, ich sei dir gleich! / Ich will dich rügen, dirs vor Augen stellen! /
14721#Psalmen,50,22#22. Beachtet dies, ihr Gottvergeßnen / eh ich zerreiß und keiner rettet! /
14722#Psalmen,50,23#23. Wer Huldigung mir schlachtet / mich ehrt und seinen Wandel richtet / dem zeig ich Gottes Heil!'»
14723#Psalmen,51,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid,
14724#Psalmen,51,2#2. da Natan, der Gottbegeistete, zu ihm kam, als er eingegangen war zu Bat-Scheba.
14725#Psalmen,51,3#3. «Gib Gnade, Gott, nach deiner Liebe mir / nach des Erbarmens Fülle tilge meine Sünden. /
14726#Psalmen,51,4#4. Viel wasche mich von meiner Schuld / von meiner Sünde mach mich rein. /
14727#Psalmen,51,5#5. Denn meine Missetaten kenne ich / und meine Sünde steht vor mir beständig. /
14728#Psalmen,51,6#6. Dir, dir allein hab ich gesündigt / getan, was bös in deinen Augen / auf daß du Recht behältst in deinem Spruch / rein bist in deinem Richten. /
14729#Psalmen,51,7#7. In Sünde ward ich ja geboren / in Schuld empfing mich meine Mutter. /
14730#Psalmen,51,8#8. Sieh, Wahrheit willst im Vogelflug du lehren / und im Verborgensten verkündest du mir Weisheit. /
14731#Psalmen,51,9#9. Entsündigst mich mit Ysop, daß ich rein / wäschst mich, daß weißer ich als Schnee. /
14732#Psalmen,51,10#10. Läßt hören Freude mich und Lust / die Glieder jauchzen, die du hast zermalmt. /
14733#Psalmen,51,11#11. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden / und alle meine Missetaten wische weg! /
14734#Psalmen,51,12#12. Ein reines Herz erschaff mir, Gott / und rechten Sinn erneu in meinem Innern. /
14735#Psalmen,51,13#13. Wirf mich nicht fort aus deinem Angesicht / und deinen heilgen Hauch nimm nicht von mir! /
14736#Psalmen,51,14#14. Gib wieder mir die Freude deines Heils / mit edlem Sinn belehne mich! /
14737#Psalmen,51,15#15. Daß ich Abtrünnge deine Wege lehre / die Sünder sich zu dir bekehren. /
14738#Psalmen,51,16#16. Befrei von Bluttat mich, o Gott / Gott meines Heils / daß meine Zunge juble deines Rechtes. /
14739#Psalmen,51,17#17. Herr, meine Lippen öffne / daß deinen Ruhm mein Mund verkünde! /
14740#Psalmen,51,18#18. Denn Schlachtung wünschst du nicht / - ich wollt sie geben - / Hochopfer magst du nicht. /
14741#Psalmen,51,19#19. Schlachtopfer Gottes sind: Gebrochner Geist; / ein Herz, zerbrochen und zerknirscht / verschmähst du, Gott, nicht.
14742#Psalmen,51,20#20. Tu Zijon gut in deiner Huld / bau auf die Mauern von Jeruschalaim. /
14743#Psalmen,51,21#21. Dann wirst du rechte Schlachtung wollen / Hochopfer vollverbrannt / dann höht man dir auf deinem Altar Stiere.»
14744#Psalmen,52,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Maskil-lied von Dawid,
14745#Psalmen,52,2#2. als der Edomite Doëg kam, es Schaul meldete und sprach: «Dawid ist ins Haus Ahimelechs gekommen.»
14746#Psalmen,52,3#3. «Was rühmst du dich der Bosheit, Starker / die Liebe Gottes währet alletag. /
14747#Psalmen,52,4#4. Verderben trachtet deine Zunge / wie scharfes Messer, Unheilstifter. /
14748#Psalmen,52,5#5. Liebst Böses mehr als Gutes / die Lüge als der Wahrheit Rede. / Sela.
14749#Psalmen,52,6#6. Liebst alle Worte des Verderbens / des Truges Zunge. /
14750#Psalmen,52,7#7. Ja, Gott wird dich für immer niederreißen / dich raffen, aus dem Zelt dich reißen / entwurzeln aus dem Land des Lebens.» / Sela.
14751#Psalmen,52,8#8. «Es sehens die Gerechten und verehren / und ihn verlachen sie: /
14752#Psalmen,52,9#9. ,Sieh da den Mann / der Gott zu seinem Hort nicht macht / der auf die Fülle seines Reichtums baut / und trotzt auf seine Niedertracht.' /
14753#Psalmen,52,10#10. Ich aber, wie ein Ölbaum grün in Gottes Haus / ich bau auf Gottes Liebe ewiglich. /
14754#Psalmen,52,11#11. Ich huldige dir ewig, daß du es vollbracht / wo ichs erhofft / und deinem Namen, daß er gut / vor deinen Frommen.»
14755#Psalmen,53,1#1. Mit dem Begleiter auf der Flöte. Ein Maskil-lied von Dawid.
14756#Psalmen,53,2#2. «Es spricht der Schändliche in seinem Herzen: / ,Es ist kein Gott!' / Verderbt, abscheulich, Unrecht / ist nicht, wer Gutes tut. /
14757#Psalmen,53,3#3. Gott überschaut vom Himmel / die Menschenkinder / zu sehn, ob ist, wer Einsicht hat / wer Gott erstrebt. /
14758#Psalmen,53,4#4. Ist alles Schlacke / allsamt verschmutzt? / Ist nicht, wer Gutes tut / ist auch nicht einer? /
14759#Psalmen,53,5#5. Wie? Merkens nicht die Übeltäter / sie, die mein Volk verzehren / wie Brot man zehrt? 6. Gott riefen sie nicht; /
14760#Psalmen,53,6#da schraken sie ein Schrecken / - ob auch kein Schrecken! - / denn Gott zerstreute deines Drängers Knochen. / Machst sie zuschanden, weil sie Gott verwarf.
14761#Psalmen,53,7#7. Wer gäb von Zijon doch die Hilfe Jisraëls! / Wenn wieder Gott sein Volk erbaut / wird Jaakob jubeln, Jisraël sich freun!»
14762#Psalmen,54,1#1. Mit dem Begleiter im Saitenspiel. Ein Maskil-lied von Dawid.
14763#Psalmen,54,2#2. Als die aus Sif kamen und zu Schaul sprachen: «Sieh, Dawid hält sich bei uns verborgen.»
14764#Psalmen,54,3#3. «O Gott, durch deinen Namen rette mich / durch deine Stärke schaff mir Recht! /
14765#Psalmen,54,4#4. Gott, höre mein Gebet / und lausch den Worten meines Mundes. /
14766#Psalmen,54,5#5. Denn Fremde stehen wider mich / und Dreiste wollen mir ans Leben. / Sie halten Gott sich nicht vor Augen.» / Sela.
14767#Psalmen,54,6#6. «Sieh, Gott wird Helfer mir / der Herr zu meiner Seele Stütze. /
14768#Psalmen,54,7#7. Das Böse fällt zurück auf meine Feinde / in deiner Wahrheit tilge sie! /
14769#Psalmen,54,8#8. Will Großmutsopfer dir dann schlachten / und hulden, Ewger, deinem Namen, daß er gut /
14770#Psalmen,54,9#9. weil er aus aller Not mich hat gerettet / mein Aug an meinen Feinden sich geweidet!»
14771#Psalmen,55,1#1. Mit dem Begleiter im Saitenspiel. Ein Maskil-lied von Dawid.
14772#Psalmen,55,2#2. «Merk auf mein Beten, Gott / entziehe dich nicht meinem Flehn! /
14773#Psalmen,55,3#3. Lausch mir, erhöre mich / wie ich in meinem Jammer weine und ich klage: /
14774#Psalmen,55,4#4. Ob Feindes Schrei / des Bösen Druck / die Unheil stürzen über mich / und mich mit Grimm befehden. /
14775#Psalmen,55,5#5. Mein Herz erzittert mir im Innern / und Todesängste fallen über mich. /
14776#Psalmen,55,6#6. Furcht kommt mich an und Zittern / es deckt mich Grauen.
14777#Psalmen,55,7#7. Da sprech ich: / ,Hätt ich Flügel wie die Taube / ich flöge fort und ließ mich nieder. /
14778#Psalmen,55,8#8. Sieh, weit wollt ich entflüchten / wollt in der Wüste weilen'» / Sela. /
14779#Psalmen,55,9#9. «,Enteilen, mir zur Rettung / vor Windesbraus und Sturm'.
14780#Psalmen,55,10#10. Verwirre, Herr, und teile ihre Sprache / denn Raub und Hader seh ich in der Stadt. /
14781#Psalmen,55,11#11. Bei Tag und Nacht umgibt sie dies an ihren Mauern / und Unheil und Verderben sind in ihrer Mitte. /
14782#Psalmen,55,12#12. Verderben ist in ihrem Innern / nicht weicht von ihrem Markt Gewalt und Trug.
14783#Psalmen,55,13#13. Denn nicht mein Feind beschimpft mich / das trüge ich / und nicht mein Hasser weitet über mich (den Mund) / wollt ihm mich bergen! /
14784#Psalmen,55,14#14. Doch du, Gefährte, mir gesellt / Vertrauter mir und Freund /
14785#Psalmen,55,15#15. die wir mitsammen traut berieten / in Gottes Haus vereinigt uns ergingen. /
14786#Psalmen,55,16#16. Mag über sie der Tod Vergessen breiten / da lebend zur Scheol sie sinken! / Denn Bosheit ist in ihrer Hausung, ihrem Innern.
14787#Psalmen,55,17#17. Zu Gott hin rufe ich / der Ewge wird mir helfen. /
14788#Psalmen,55,18#18. Des Abends, morgens und am Mittag / seufz ich und klage / da hört er meine Stimme /
14789#Psalmen,55,19#19. befreit in Frieden meine Seele / daß nichts mir naht. / 20. Denn sie, in Menge standen sie um mich: /
14790#Psalmen,55,20#Jischma-el und Jaanem / und des Ostens Wohner» / Sela. / «Die keine Eide kennen / und Gott nicht fürchten. /
14791#Psalmen,55,21#21. Die Hände reckt' er gegen seine Freunde / entweihte seinen Bund. /
14792#Psalmen,55,22#22. Glatt fließt der Rahm von seinem Mund / wo Krieg sein Sinn. / Gelinder als das Öl sind seine Worte / und sind doch Schwerter.
14793#Psalmen,55,23#23. Wirf auf den Ewigen dein Los / und er wird dich versorgen; / er läßt den Rechtlichen nie wanken. /
14794#Psalmen,55,24#24. Und du, o Gott / stößt in die tiefste Grube des Verderbens sie hinab / des Blutes und des Truges Männer / sie werden ihre Tage nicht durchlaufen! / Ich aber bau auf dich!»
14795#Psalmen,56,1#1. Mit dem Begleitspieler, vom «Täubchen der fernen Bäume». Von Dawid ein Michtam-lied, als die Pelischtäer ihn in Gat ergriffen.
14796#Psalmen,56,2#2. «Gib Gunst mir, Gott / weil Menschen nach mir gieren / und alletag der Krieger mich bedrängt. /
14797#Psalmen,56,3#3. Es gieren meine Feinde alletag / denn viele kämpfen gegen mich, du Hoher! /
14798#Psalmen,56,4#4. Am Tage, wo ich fürchte / vertrau ich dir. /
14799#Psalmen,56,5#5. Auf Gott, das Wort ich rühme / auf Gott vertrau ich, fürchte nicht / was täte Mensch mir?
14800#Psalmen,56,6#6. Sie höhnen meine Worte alletag / all ihre Pläne sind zum Bösen wider mich. /
14801#Psalmen,56,7#7. Sie rotten sich, verstecken sich / belauern meine Fersen / wonach sie trachten, ist: mein Leben.
14802#Psalmen,56,8#8. Für Unrecht sollten sie entrinnen? / Im Grimm stoß sie hinab, die Völker, Gott! /
14803#Psalmen,56,9#9. Mein Klagen hast du eingegossen / in deinen Schlauch getan ist meine Träne / ists nicht in deinem Fasse? /
14804#Psalmen,56,10#10. Wenn meine Feinde rückwärts weichen / am Tage, da ich rufe / da weiß ich, daß Gott zu mir steht. /
14805#Psalmen,56,11#11. Auf Gott, des Wort ich rühme / den Ewigen, des Wort ich rühme /
14806#Psalmen,56,12#12. auf Gott vertrau ich, fürchte nicht: / Was tät ein Mensch mir? /
14807#Psalmen,56,13#13. Obliegt mir, was ich dir gelobte, Gott; / ich zahl dir Huldungsopfer. /
14808#Psalmen,56,14#14. Weil du vom Tod errettet meine Seele / ja, meine Füße vor dem Sturz / daß ich vor Gott nun wandle / im Licht des Lebens!»
14809#Psalmen,57,1#1. Mit dem Begleitspieler. «Verdirb nicht», ein Michtam-lied von Dawid, als er vor Schaul in die Höhle floh.
14810#Psalmen,57,2#2. «Gib Gunst mir, Gott, gib Gunst mir. / Bei dir ja birgt sich meine Seele / in deiner Flügel Schatten berg ich mich / bis das Verderben abzieht. /
14811#Psalmen,57,3#3. Ich ruf zu Gott, dem Höchsten / zu Gott, der mirs vollendet. /
14812#Psalmen,57,4#4. Vom Himmel schickt er, rettet mich / da höhnt, der nach mir gieret» / Sela / - «Gott schicket seine Lieb und Treue - / nach meiner Seele! /
14813#Psalmen,57,5#5. Ich, unter Löwen lieg ich / bei Menschensöhnen, flammend / die, deren Zähne: Speer und Pfeile / und ihre Zunge: Scharfes Schwert.
14814#Psalmen,57,6#6. Höh ob dem Himmel dich, o Gott / ob aller Erde deine Herrlichkeit!
14815#Psalmen,57,7#7. Ein Netz für meine Schritte hatten sie bereitet / man beugte meine Seele / sie hatten eine Grube mir gegraben - / und fielen drein.» / Sela.
14816#Psalmen,57,8#8. «Fest ist mein Herz, o Gott / fest ist mein Herz / ich singe, spiele auf. /
14817#Psalmen,57,9#9. ,Wach auf, mein Preis / auf, Harfe, Zither!' / 10. Zum Morgendämmern weck ichs auf /
14818#Psalmen,57,10#daß ich dir hulde bei den Völkern, Herr / lobsinge bei den Nationen. /
14819#Psalmen,57,11#11. Denn groß ist bis zum Himmel deine Liebe / bis zu den Wolkenfetzen deine Treue. /
14820#Psalmen,57,12#12. Höh ob dem Himmel dich, o Gott / ob aller Erde deine Herrlichkeit!»
14821#Psalmen,58,1#1. Mit dem Begleitspieler. «Verdirb nicht», von Dawid ein Michtam-lied.
14822#Psalmen,58,2#2. «Ists wahr, sprecht Recht ihr im Geheimen / und richtet redlich ihr die Menschenkinder? /
14823#Psalmen,58,3#3. Ja, selbst im Herzen übt ihr Unrecht / im Land wägt eurer Hände Raub ihr zu! /
14824#Psalmen,58,4#4. Entfremdet sind vom Mutterleib die Bösen / entirrt vom Schoß die Lügenredner. /
14825#Psalmen,58,5#5. Gift haben sie, gleich Schlangengift / wie Otter, taub, die sich das Ohr verstopft /
14826#Psalmen,58,6#6. daß sie nicht höre der Beschwörer Laut / des weisen Runenrauners. /
14827#Psalmen,58,7#7. O Gott, zerschlag im Maul die Zähne ihnen / der Bestien Gebiß zerschmettre, Ewiger! /
14828#Psalmen,58,8#8. Zerfließen solln sie, wie das Wasser sich verläuft / schießt seine Pfeile er, sei'n sie wie abgewelkt. /
14829#Psalmen,58,9#9. So wie Verschwemmtes, das zerschmelzend schwindet / wie Weibes Fehlwurf, der die Sonne nie gesehn. /
14830#Psalmen,58,10#10. Eh man es merkt, sind eure Töpfe wie voll Giftdorn / noch lebt er, stürmts in ihm wie Glut.
14831#Psalmen,58,11#11. Es freut sich der Gerechte, da er Rache schaut / die Schritte badet er in Frevlers Blut. /
14832#Psalmen,58,12#12. Da spricht der Mensch: ,Noch wird dem Frommen Lohn / noch ist ein Gott, der richtet auf der Erde.'»
14833#Psalmen,59,1#1. Mit dem Begleitspieler. «Verdirb nicht!» Von Dawid ein Michtam-lied, als Schaul aussandte und sie das Haus bewachten, um ihn zu töten.
14834#Psalmen,59,2#2. «Errette mich, mein Gott, vor meinen Feinden / vor meinen Widersachern birg mich! /
14835#Psalmen,59,3#3. Errette mich vor Missetätern / und vor des Blutes Männern hilf mir! /
14836#Psalmen,59,4#4. Denn sieh, sie lauern meiner Seele auf / es lagern sich die Frechen wider mich / nicht mein Vergehn, nicht meine Sünde ists / o Ewiger! /
14837#Psalmen,59,5#5. Bin ohne Schuld! / Sie rennen, sind gerüstet / wach auf doch, mir entgegen, sieh! /
14838#Psalmen,59,6#6. Du, Ewiger, du, Gott der Scharen / Gott Jisraëls / wach auf, die Völker alle heimzusuchen / gib keine Gnade all den schimpflichen Verrätern!» / Sela.
14839#Psalmen,59,7#7. «Zur Steppensenke sollen sie zurück / und heulend wie der Hund die Stadt umjagen. /
14840#Psalmen,59,8#8. Seht an, mit ihrem Munde geifern sie / auf ihren Lippen Schwerter / denn: ,Wer mags hören!' /
14841#Psalmen,59,9#9. Du aber, Ewiger, verlachst sie / du spottest all der Völker! /
14842#Psalmen,59,10#10. Du Hort, dein will ich warten / denn Gott ist meine Burg. /
14843#Psalmen,59,11#11. Vor mich kommt meiner Liebe Gott / Gott läßt michs schaun an meinen Feinden.
14844#Psalmen,59,12#12. Schlag sie nicht tot, daß nicht mein Volk vergesse / treib sie umher mit deiner Macht und stürze sie / Herr, unser Schild! /
14845#Psalmen,59,13#13. Versündung ihrem Mund sei ihrer Lippen Wort / daß sie in ihrer Hoffart sich verfangen; / vom Eid, vom lügnerischen, künden sie. /
14846#Psalmen,59,14#14. Tilg aus im Grimm / tilg aus, daß sie nicht seien / daß man es wisse, daß ein Gott in Jaakob herrscht / bis an der Erde Enden!» / Sela.
14847#Psalmen,59,15#15. «Zur Steppensenke sollen sie zurück / und heulend wie der Hund die Stadt umjagen. /
14848#Psalmen,59,16#16. Da schweifen sie umher nach Fraß / sind sie nicht satt, so knurren sie. /
14849#Psalmen,59,17#17. Ich aber, ich will singen deiner Macht / und morgens jubeln deiner Gnade. / Denn du warst meine Burg / und Zuflucht mir am Tag der Not. /
14850#Psalmen,59,18#18. Mein Hort, dir will ich singen / denn Gott ist meine Burg / Gott meiner Liebe!»
14851#Psalmen,60,1#1. Mit dem Begleitspieler. Auf Blumenblättern, ein Zeugnis-1-. Ein Michtam-lied von Dawid zum Lehren. -1) -+Schuschan Edut-.++
14852#Psalmen,60,2#2. Als er Aram-Naharaim und Aram-Zoba verwüstete, und Joab zurückkehrte und Edom im Salztal schlug: Zwölftausend.
14853#Psalmen,60,3#3. «Gott, du verstießest uns, zerrissest uns / du zürntest; stell uns wieder her! /
14854#Psalmen,60,4#4. Du hast das Land erschüttert und zerspalten / verheile seine Risse, da es wankt. /
14855#Psalmen,60,5#5. Du ließest Hartes schaun dein Volk / ließt uns den Wein des Taumels trinken. /
14856#Psalmen,60,6#6. Du ließest deinen Frommen / (nur) einen Pfahl, als Zeichen aufgerichtet / des Bogens wegen». Sela.
14857#Psalmen,60,7#7. «Daß deine Lieblinge gerettet würden. / Hilf du mit deiner Rechten und erhöre mich! /
14858#Psalmen,60,8#8. Geredet hat (einst) Gott in seinem Heiligtum: / ,Aufjubeln will ich, will Schechem verteilen / das Tal von Sukkot meß ich aus. /
14859#Psalmen,60,9#9. Mein ist Gil'ad, Menaschsche mein / Efraim meines Hauptes Burg / Jehuda mein Zepter. /
14860#Psalmen,60,10#10. Moab mein Waschkrug / auf Edom werf ich meinen Schuh; / zu mir befreunde dich, Peleschetland! /
14861#Psalmen,60,11#11. Wer bringt mich nach der Burg Mazor / wer führt mich hin bis nach Edom!?'
14862#Psalmen,60,12#12. Hast du uns nicht verstoßen, Gott / zogst, Gott, nicht aus mit unsern Heeren? /
14863#Psalmen,60,13#13. Gib Rettung uns vor dem Bedränger / denn eitel ist der Menschen Hilfe. /
14864#Psalmen,60,14#14. Mit Gott wolln Sieg wir schaffen / er wird zertreten unsre Dränger!»
14865#Psalmen,61,1#1. Mit dem Begleiter auf dem Saitenspiel. Von Dawid.
14866#Psalmen,61,2#2. «Hör, Gott, mein Schreien / lausch meinem Beten! /
14867#Psalmen,61,3#3. Vom Erdenende ruf ich dich / da mir mein Herz verschmachtet; / führst auf den Felsen mich / der mir zu hoch! /
14868#Psalmen,61,4#4. Denn du warst Bergung mir / ein Trutzturm vor dem Feind. /
14869#Psalmen,61,5#5. Laß ewig mich in deinem Zelte weilen / mich bergen unter deiner Flügel Schutz.» / Sela.
14870#Psalmen,61,6#6. «Denn du, o Gott, hörst mein Geloben / gibst Erbe denen, die verehren deinen Namen. /
14871#Psalmen,61,7#7. Füg Tage zu des Königs Tagen / mach seine Jahre wie für Zeit um Zeiten. /
14872#Psalmen,61,8#8. Er throne ewiglich vor Gott / bestelle Lieb und Treu, daß sie ihn hüten. /
14873#Psalmen,61,9#9. So will ich ewig deinem Namen singen / wenn mein Gelöbnis ich bezahle, Tag um Tag.»
14874#Psalmen,62,1#1. Mit dem Begleitspieler. Für Jedutun. Ein Psalm von Dawid.
14875#Psalmen,62,2#2. «Nur Gottes harrt in Stille meine Seele / von ihm kommt meine Hilfe. /
14876#Psalmen,62,3#3. Nur er mein Fels und meine Hilfe / mein Hort, ich wanke nicht.» / Vollklang.
14877#Psalmen,62,4#4. «Bis wann traut ihr auf einen Mann / daß alle ihr zermalmt seid / gleich sinkender Wand / gleich stürzender Mauer? /
14878#Psalmen,62,5#5. Von seiner Höhe nur zu stürzen raten sie / belieben Lüge / mit ihrem Munde segnend / im Herzen fluchen sie.» Sela.
14879#Psalmen,62,6#6. «Nur Gottes harre stille, meine Seele / denn von ihm kommt mein Hoffen /
14880#Psalmen,62,7#7. nur er mein Fels und meine Hilfe / mein Hort, ich wanke nicht. /
14881#Psalmen,62,8#8. Auf Gott setz ich mein Heil und meine Ehre / mein Felsenhort und meine Bergung ist bei Gott. /
14882#Psalmen,62,9#9. Vertrauet auf ihn allezeit, o Volk! / Ergießt vor ihm das Herz / Gott ist uns Zuflucht.» / Sela.
14883#Psalmen,62,10#10. «Ein Hauch nur sind die Menschenkinder / nur Lug die Mannessöhne / steigts auf die Wage / sind sie mitsammen (leichter) als der Hauch. /
14884#Psalmen,62,11#11. Vertraut nicht auf Erpreßtes / und nicht auf Raub / seid nicht im Wahn! / Daß wachse euer Gut / setzt nicht darauf den Sinn! /
14885#Psalmen,62,12#12. Einmal hats Gott gesprochen / ein zweites Mal, wo ichs vernommen. / Denn Gottes ist die Macht /
14886#Psalmen,62,13#13. und dein, Herr, ist die Liebe / denn du zahlst jedermann nach seinem Tun!»
14887#Psalmen,63,1#1. Ein Psalm von Dawid, als er in der Wüste Jehuda war.
14888#Psalmen,63,2#2. «O Gott, mein Gott bist du, ich suche dich / es dürstet nach dir meine Seele / es lechzt nach dir mein Leib / im Land der Dürre, des Ermattens, ohne Wasser.
14889#Psalmen,63,3#3. So hab ich dich im Heiligtum geschaut / betrachtend deine Macht und deine Herrlichkeit. /
14890#Psalmen,63,4#4. Daß deine Liebe besser als das Leben / solln meine Lippen an dir rühmen. /
14891#Psalmen,63,5#5. So will bei meinem Leben ich dich preisen / bei deinem Namen meine Hände heben. /
14892#Psalmen,63,6#6. So wie an Fett und Mark labt meine Seele sich / mit Jubellippen rühmt mein Mund /
14893#Psalmen,63,7#7. wenn ich auf meinem Lager dein gedenke / und um die Wachen von dir raune /
14894#Psalmen,63,8#8. weil du mir Hilfe warst / und ich im Schatten deiner Flügel jauchze. /
14895#Psalmen,63,9#9. An dir hängt meine Seele / es hält mich deine Rechte. /
14896#Psalmen,63,10#10. Die aber ins Verderben meine Seele wünschen / sie kommen in der Erde Tiefen. /
14897#Psalmen,63,11#11. Hinfließen macht mans durch das Schwert / Schakalen werden sie zuteil. /
14898#Psalmen,63,12#12. Der König aber freue sich in Gott / es rühme jeder sich, der bei ihm schwört / ward ja der Mund gestopft den Lügenrednern!»
14899#Psalmen,64,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
14900#Psalmen,64,2#2. «Hör meine Stimme, Gott, in meinem Klagen / vor Feindes Schreck bewahr mein Leben! /
14901#Psalmen,64,3#3. Verbirg mich vor der Frevler Kreis / vor dem Gerott der Übeltäter! /
14902#Psalmen,64,4#4. Die wie ein Schwert die Zunge schleifen / und schießen ihren Pfeil: Das bittre Wort /
14903#Psalmen,64,5#5. um im Versteck den Schlichten zu beschießen; / ihn treffend, unversehens, fürchten nichts. /
14904#Psalmen,64,6#6. Festhalten sie zu bösem Plan / erzählen, Fallen zu verstecken / und meinen: Wer könnt sie ersehn! /
14905#Psalmen,64,7#7. Sie hüllen Unrecht, (sprechend:) ,Bleiben heil' / so tief verhüllt / in Mannes Innerstem, im Herzen tief. /
14906#Psalmen,64,8#8. Da trifft sie Gott mit einem Pfeil / da fallen unversehens ihre Schläge! /
14907#Psalmen,64,9#9. Es macht die Zunge sie an ihnen stürzen / es schütteln alle sich, die auf sie sehn. /
14908#Psalmen,64,10#10. Da fürchten alle Menschen / und künden Gottes Werk / da sie sein Tun begreifen. /
14909#Psalmen,64,11#11. Es freut im Ewgen sich der Rechtliche / und birgt sich bei ihm / und alle Herzensgraden rühmen sich.»
14910#Psalmen,65,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm. Von Dawid ein Lied.
14911#Psalmen,65,2#2. «Dir harret Preis, o Gott, in Zijon / dir zahlt man die Gelöbnisse. /
14912#Psalmen,65,3#3. Erhörer des Gebets / (womit) zu dir kommt alles Fleisch. /
14913#Psalmen,65,4#4. Wenn mich der Sünden Folgen überwältgen / wirst unsern Missetaten du Entsühner. /
14914#Psalmen,65,5#5. Beglückt, wen du erwählst, dir nahen läßt / daß er in deinen Höfen weile / daß wir uns sättigen am Guten deines Hauses / deines heiligen Tempels /
14915#Psalmen,65,6#6. in Ehrfurcht, da du uns erhörst im Recht / Gott unsres Heils / du aller Erdenenden Zuversicht / und fernen Meers. /
14916#Psalmen,65,7#7. Er hat in seiner Kraft die Berge aufgestellt / er ist mit Macht gegürtet. /
14917#Psalmen,65,8#8. Er stillt der Meere Tosen / das Tosen ihrer Wogen und der Völker Brausen. /
14918#Psalmen,65,9#9. Die an den Enden wohnen, fürchten deine Wunderzeichen / des Morgens und des Abends Ausgang machst du jubeln. /
14919#Psalmen,65,10#10. Du denkst der Erde, machst sie strömen / du machst sie überreich / ein Gottesstrom voll Wassers. / Du rüstest ihnen Korn / ja, rüstest recht sie aus /
14920#Psalmen,65,11#11. tränkst ihre Furchen, ebnest ihre Schollen / tränkst sie aus Schäfchenwolken / und segnest ihr Gewächs. /
14921#Psalmen,65,12#12. Du krönst das Jahr mit deinem Guten / und deine Spuren triefen Fülle. /
14922#Psalmen,65,13#13. Es triefen da die Auen in der Steppe / mit Jubel gürten sich die Höhen /
14923#Psalmen,65,14#14. die Triften kleiden sich mit Lämmern / die Täler hüllen sich in Korn / sie jubeln, ja, sie singen!»
14924#Psalmen,66,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Liedpsalm. «Jauchzt, alle Erde, auf zu Gott! /
14925#Psalmen,66,2#2. Singt seines Namens Herrlichkeit / macht herrlich seinen Preis! /
14926#Psalmen,66,3#3. Stimmt an zu Gott: ,Wie furchtbar ist dein Werk! / Ob deiner Hochmacht heucheln dir die Feinde.' /
14927#Psalmen,66,4#4. Es wirft vor dir sich alle Erde nieder / sie singen dir, lobsingen deinem Namen.» / Sela.
14928#Psalmen,66,5#5. «Kommt her und schaut die Taten Gottes / Furchtbares wirkend an den Menschenkindern. /
14929#Psalmen,66,6#6. Er wandelt Meer in trocknes Land / den Strom durchschreitet man zu Fuß. / Da freuen wir uns sein. /
14930#Psalmen,66,7#7. Er herrscht in seiner Kraft in Ewigkeit / es schauen seine Augen auf die Völker / die Trotzenden, sie kommen nimmer hoch.» / Sela.
14931#Psalmen,66,8#8. «Lobpreist, ihr Völker, unsern Gott / laßt hören seines Ruhmes Hall! /
14932#Psalmen,66,9#9. Der bracht ins Leben unsre Seele / und unsern Fuß nicht wanken ließ. /
14933#Psalmen,66,10#10. Denn du hast uns geprüft, o Gott / hast uns geläutert, wie man Silber läutert. /
14934#Psalmen,66,11#11. Hast in die Schlinge uns gebracht / und schweren Druck gelegt auf unsre Lenden. /
14935#Psalmen,66,12#12. Hast Menschen über unser Haupt gesetzt / in Feuer und in Wasser kamen wir / du aber führst uns (frei) zur Fülle. /
14936#Psalmen,66,13#13. Ich komme in dein Haus mit Opfern / und zahl dir mein Geloben /
14937#Psalmen,66,14#14. wo meine Lippen sich geöffnet / mein Mund in meiner Not geredet. /
14938#Psalmen,66,15#15. Hochopfer bring ich dir von Markigen / dazu der Widder Räucherung / bereite Rinder dir mit Böcken.» / Sela.
14939#Psalmen,66,16#16. «Kommt her und hört, daß ich erzähle / alldie ihr Gott ehrfürchtet / was meiner Seele er getan. /
14940#Psalmen,66,17#17. Zu ihm rief ich mit meinem Mund / hoch auf (rief) unten meine Zunge. /
14941#Psalmen,66,18#18. Hätt ich im Herzen Unrecht mir ersehn / würd es der Herr nicht hören. /
14942#Psalmen,66,19#19. Gott aber hörte mich / und lauschte meines Flehens Ruf. /
14943#Psalmen,66,20#20. Gelobt sei Gott, der nicht mein Beten abgetan / noch seine Liebe von mir.»
14944#Psalmen,67,1#1. Mit dem Begleiter im Saitenspiel. Ein Liedpsalm.
14945#Psalmen,67,2#2. «Gunst geb uns Gott und segne uns / aufleuchten lasse er bei uns sein Antlitz.» / Sela.
14946#Psalmen,67,3#3. «Daß man auf Erden deinen Weg erkenne / bei allen Völkern deine Hilfe. /
14947#Psalmen,67,4#4. Dir huldigen die Völker, Gott / dir huldigen die Völker alle. /
14948#Psalmen,67,5#5. Es freuen sich und jubeln die Nationen / weil du gerecht die Völker richtest / und leitest die Nationen auf der Erde.» / Sela.
14949#Psalmen,67,6#6. «Dir huldigen die Völker, Gott / dir huldigen die Völker alle. /
14950#Psalmen,67,7#7. Das Land gab seine Frucht. / So segnet Gott uns, unser Gott! /
14951#Psalmen,67,8#8. Uns segnet Gott / ihn fürchten all der Erde Enden.»
14952#Psalmen,68,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid ein Liedpsalm.
14953#Psalmen,68,2#2. «Erhebt sich Gott, zerstieben seine Feinde / und seine Hasser fliehn vor seinem Angesicht. /
14954#Psalmen,68,3#3. Wie Rauch verweht, wehst du es fort. / Wie vor dem Feuer Wachs zerschmilzt / so schwinden hin vor Gott die Bösen. /
14955#Psalmen,68,4#4. Die Rechtlichen jedoch sind froh / und jauchzen auf vor Gott / und jubeln in Freude. /
14956#Psalmen,68,5#5. Besinget Gott, spielt seinem Namen auf / höht ihn, der auf den Wolken hinfährt / mit Jah-Ruf seines Namens / und jauchzt vor ihm! /
14957#Psalmen,68,6#6. Der Waisen Vater und der Witwen Richter / ist Gott in seiner heilgen Wohnung. /
14958#Psalmen,68,7#7. Gott hat die einzgen Söhne im Heim gesiedelt / befreit Gefangene, im Wohlstand; / doch Trotzende, sie blieben in der Dürre.
14959#Psalmen,68,8#8. Gott, als vor deinem Volk du auszogst / herschrittest in der Wildnis» / Sela /
14960#Psalmen,68,9#9. «da bebt die Erde / ja, die Himmel troffen / vor Gott - der Sinai wars - / vor Gott, Gott Jisraëls.
14961#Psalmen,68,10#10. Großmütig streust du Regen, Gott; / dein Krankes, dein Erschöpftes / du hasts gefestigt. /
14962#Psalmen,68,11#11. Dein Aufgelebtes siedelt sich darin / du sorgst in deiner Güte für den Armen, Gott.
14963#Psalmen,68,12#12. Der Herr gibt aus das Wort / ihr Künderinnen: / ,Zahlreiches Heer /
14964#Psalmen,68,13#13. der Heere Könige / sie flüchten, fliehn / und in des Heimes Trift teilst du die Beute /
14965#Psalmen,68,14#14. wenn ihr beim Kochgeräte liegt: / Der Taube Flügel, silberübersponnen / und ihre Schwingen grünlichgelb im Gold /
14966#Psalmen,68,15#15. weil der Gewaltige vor Königen sie breitet / dort, wo es auf dem Zalmon schneit.'
14967#Psalmen,68,16#16. Der Götter Berg, des Drachens-1- Berg / des Fischleibs Berg, des Drachens Berg. / -1) -+Baschan-.++
14968#Psalmen,68,17#17. Was schaut ihr scheel, des Fischleibs Berge / der Berg, den Gott zum Sitz begehrt / dort wird der Ewge thronen ewiglich. /
14969#Psalmen,68,18#18. Der Götter Kriegsgefährt, zehntausende / und tausende der anderen - / auf sie der Ewige! / Den Sinai in Heiligkeit /
14970#Psalmen,68,19#19. erstiegst du hoch hinan / du führtest fort Gefangne / nahmst Gaben bei den Menschen / ja, bei den Trotzenden / auf daß er wohne, Jah, der Gott.
14971#Psalmen,68,20#20. Gepriesen Tag für Tag der Herr / der für uns trägt, Gott, unser Heil.» / Sela. /
14972#Psalmen,68,21#21. «Gott haben wir, den Gott zu Siegen / des Ewgen, Gottes, sind die Wege aus dem Tod. /
14973#Psalmen,68,22#22. Ja, Gott zerschlägt der Feinde Haupt / den haarbedeckten Scheitel / des, der in seinen Sünden wandelt. /
14974#Psalmen,68,23#23. Es spricht der Herr: / ,Aus Baschan hol ich heim / hol heim aus Meerestiefen. /
14975#Psalmen,68,24#24. Damit dein Fuß ins Blut hin schlage / daß deiner Hunde Zunge an den Feinden sich beteile.'
14976#Psalmen,68,25#25. Man schaut die Umzüge für dich, o Gott / die Umzüge im Heiligsten für meinen Gott und König. /
14977#Psalmen,68,26#26. Voran die Sänger / dahinter Saitenspieler / inmitten Mädchen, paukend: /
14978#Psalmen,68,27#27. ,In Scharen preiset Gott, den Ewigen!' / Die aus der Quelle Jisraëls: /
14979#Psalmen,68,28#28. Dort Binjamin, der Kleine, führt sie an, Jehudas Oberste in ihren Haufen / die Obersten Sebuluns, Obersten Naftalis.
14980#Psalmen,68,29#29. Dein Gott hat deine Macht entboten! / Befestige, Gott, was du uns geschaffen /
14981#Psalmen,68,30#30. von deinem Tempel an Jeruschalaim! / Da bringen Könige dir Huldigung /
14982#Psalmen,68,31#31. der Brüller, das Getier im Röhricht / der Hochtiere Gerotte unter Völkerkälbern / einschmeichelnd sich mit Silberbarren / verschwenderisch, die Völker, (seine) Nähe suchend. /
14983#Psalmen,68,32#32. Da kommen Fürsten aus Mizraim / Kusch, ausgestreckt zu Gott die Hände.
14984#Psalmen,68,33#33. Der Erde Königreiche, singet Gott / spielt auf dem Herrn» / Sela /
14985#Psalmen,68,34#34. «dem, der einherfährt an der Urzeit höchsten Himmeln / da gibt er seinen Hall, den Hall der Macht! /
14986#Psalmen,68,35#35. Preist: ,Gottes ist die Macht / auf Jisraël ruht seine Hoheit / und in den Wolken seine Macht!' /
14987#Psalmen,68,36#36. Gott, furchtbar du aus deinem Heiligtum / Gott Jisraëls! / Er gibt dem Volke Macht und Festigkeit. / Gepriesen Gott!»
14988#Psalmen,69,1#1. Mit dem Begleitspieler; auf Blumenblättern. Von Dawid.
14989#Psalmen,69,2#2. «Hilf mir, o Gott / denn bis ans Leben kommen mir die Wasser /
14990#Psalmen,69,3#3. bin eingesunken in der Tiefe Schlamm / und ist kein Halt / kam in die Wassertiefen / und Flut verschwemmt mich. /
14991#Psalmen,69,4#4. Bin matt vom Rufen / erdorrt ist meine Kehle / zunichte meine Augen / mir, meines Gottes harrend. /
14992#Psalmen,69,5#5. Mehr als des Hauptes Haare / sind, die mich grundlos hassen / so viel, die mich vernichten wollen / die mich um Lug befeinden! / Das, was ich nicht geraubt / soll ich erstatten. /
14993#Psalmen,69,6#6. O Gott, du weißt um meine Torheit / und meine Sünden sind dir nicht verborgen. /
14994#Psalmen,69,7#7. Mach nicht an mir zuschanden, die dein harren / Herr, Gott der Scharen! / Laß nicht ob mir erröten, die dich suchen / Gott Jisraëls! /
14995#Psalmen,69,8#8. Denn deinetwillen trug ich Schande / und deckte Schmach mein Angesicht. /
14996#Psalmen,69,9#9. Entfremdet ward ich meinen Brüdern / ein Unbekannter meiner Mutter Kindern. /
14997#Psalmen,69,10#10. Denn deines Hauses Eifer fraß mich / und deiner Schmäher Schmähen fiel auf mich. /
14998#Psalmen,69,11#11. Und weinte ich im Fasten meiner Seele / Schimpf ward es mir. /
14999#Psalmen,69,12#12. Macht Sackzeug ich mir zum Gewand / wars Spottspruch ihnen. /
15000#Psalmen,69,13#13. Es reden über mich, die in den Toren sitzen / beim Saitenspiel, die Rauschtrank saufen.
15001#Psalmen,69,14#14. Ich aber, mein Gebet gilt dir / o Ewiger, zur Zeit der Huld; / Gott, in der Fülle deiner Liebe / erhöre mich mit deiner treuen Hilfe. /
15002#Psalmen,69,15#15. Reiß aus dem Schlamm mich, daß ich nicht versinke / daß ich errettet sei vor meinen Hassern / und aus der Wasser Tiefen. /
15003#Psalmen,69,16#16. Nicht schwemme mich hinweg die Wasserflut / und nicht verschlinge mich die Tiefe / nicht schließe über mir der Brunnenschacht den Mund. /
15004#Psalmen,69,17#17. Erhör mich, Ewiger / denn gut ist deine Liebe / nach des Erbarmens Fülle / wend dich zu mir! /
15005#Psalmen,69,18#18. Verbirg dein Antlitz nicht vor deinem Knecht / weil mir so angst! / Erhör mich bald! /
15006#Psalmen,69,19#19. Nah meiner Seele, löse sie / befreie mich um meiner Feinde willen.
15007#Psalmen,69,20#20. Du kennst ja meine Schande / die Schmach, den Schimpf / dir gegenwärtig stehen alle meine Dränger. /
15008#Psalmen,69,21#21. Die Schmach zerbrach mein Herz / und ich bin siech; / ich hofft auf Mitleid, und ist keines / auf Tröster, doch ich fand sie nicht. /
15009#Psalmen,69,22#22. Sie taten mir in meine Speise Gift / zu meinem Durste reichten sie als Trank mir Säure. /
15010#Psalmen,69,23#23. Es sei ihr Tisch vor ihnen eine Schlinge / im Frieden ihnen eine Falle. /
15011#Psalmen,69,24#24. Erdunkeln solln zu sehen ihre Augen / laß ihre Lenden wanken immerzu. /
15012#Psalmen,69,25#25. Schütt deinen Grimm auf sie / es treffe sie das Flammen deines Angesichts. /
15013#Psalmen,69,26#26. Ihr Lager werde Öde / in ihren Zelten sei kein Wohner! /
15014#Psalmen,69,27#27. Denn sie, den du geschlagen, hetzen sie / und füllen auf den Schmerz der dir Erschlagnen. /
15015#Psalmen,69,28#28. Füg Schuld zu ihrer Schuld / in deinen Freispruch mögen sie nicht kommen. /
15016#Psalmen,69,29#29. Laß sie getilgt sein aus des Lebens Buch / und mit den Rechtlichen nicht aufgezeichnet sein. /
15017#Psalmen,69,30#30. Mich aber, elend, leidend / dein Heil, Gott, soll mich bergen! /
15018#Psalmen,69,31#31. Im Liede will ich Gottes Namen rühmen / großpreisen ihn in Huldigung /
15019#Psalmen,69,32#32. gefälliger dem Ewgen als ein junger Stier / gehörnt, gehuft. /
15020#Psalmen,69,33#33. Es sehens die Gebeugten, freuen sich / auflebe, Gottessucher, euer Herz! /
15021#Psalmen,69,34#34. Weil auf die Elenden der Ewge hört / und nicht verachtet seine Häftlinge.
15022#Psalmen,69,35#35. So rühme Himmel ihn und Erde / die Meere und allwas darin sich regt! /
15023#Psalmen,69,36#36. Denn Gott hilft Zijon / baut auf Jehudas Städte / daß dort sie wohnen, es besitzen! /
15024#Psalmen,69,37#37. Und seiner Knechte Same soll es erben / die seinen Namen lieben, drinnen wohnen.»
15025#Psalmen,70,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid. Zur Anrufung.
15026#Psalmen,70,2#2. «Gott, mich zu retten / o Ewiger, zu meiner Hilfe eile! /
15027#Psalmen,70,3#3. Zuschanden werden und erblassen / die mir ans Leben wollen / zurück entweichen, sind in Schmach / die Unglück mir wünschen /
15028#Psalmen,70,4#4. zurück auf ihrer Schande Spur / die rufen über mich: ,Hei, hei'! /
15029#Psalmen,70,5#5. Es jubeln, freuen sich durch dich / alldie dich suchen / es sprechen immer: ,Groß ist Gott' / die lieben dein Heil.
15030#Psalmen,70,6#6. Und ich, so arm und elend / Gott, eile zu mir! / Mein Beistand und mein Retter du / o Ewger, säume nicht!»
15031#Psalmen,71,1#1. «Bei dir, o Ewger, berg ich mich / werd nie zuschanden! /
15032#Psalmen,71,2#2. In deiner Rechtlichkeit errette mich, befrei mich / neig mir dein Ohr und hilf mir! /
15033#Psalmen,71,3#3. Sei mir ein Felsenheim, beständig hinzukommen; / du hast entboten, mich zu retten / bist ja mein Fels und meine Veste! /
15034#Psalmen,71,4#4. Mein Gott, befrei mich aus des Bösen Hand / der Faust des Ungerechten und Bedrückers. /
15035#Psalmen,71,5#5. Denn du bist meine Hoffnung, Herr / Gott, meine Zuversicht von Jugend an. /
15036#Psalmen,71,6#6. Ich stützt auf dich mich von der Mutter Schoß / von meiner Mutter Leib warst du mir Festigung / dir gilt mein Rühmen immerzu. /
15037#Psalmen,71,7#7. Als Wahrbeweis erschien ich vielen / weil du mein starker Hort. /
15038#Psalmen,71,8#8. Voll deines Ruhmes ist mein Mund / (voll) deines Preises alletag. /
15039#Psalmen,71,9#9. Wirf mich nicht weg zur Zeit des Alters / wenn meine Kraft vergeht, verlaß mich nicht! /
15040#Psalmen,71,10#10. Denn meine Feinde sagen / die meinem Leben lauern / mitsamt beraten /
15041#Psalmen,71,11#11. sie sprechen: / ,Verlassen hat ihn Gott / so jagt und packt ihn / denn keiner rettet!' /
15042#Psalmen,71,12#12. O Gott, sei mir nicht fern! / Mein Gott, zu meiner Hilfe eile! /
15043#Psalmen,71,13#13. Zuschanden solln, zunichte werden / sie, die Befeinder meiner Seele / gehüllt in Schimpf und Schmach / sie, die mein Unheil wollen! /
15044#Psalmen,71,14#14. Ich aber harre immerdar / und mehre all deinen Preis. /
15045#Psalmen,71,15#15. Mein Mund soll künden deine Rechtestat / und alletage deine Hilfe; / kanns ja nicht zählen.
15046#Psalmen,71,16#16. Ich komm mit Heldenruhm, Herr, Gott / ich künde deine Rechtstat, dein allein. /
15047#Psalmen,71,17#17. O Gott, du hast es mich gelehrt von Jugend an / und bis auf heut bezeug ich deine Wunder; /
15048#Psalmen,71,18#18. auch bis ins Alter, bis zum Greisentum / verlaß mich nicht, o Gott / daß ich den Künftigen von deinem Arme künde / und allem Kommenden von deiner Kraft. /
15049#Psalmen,71,19#19. Dein Rechteswirken, Gott, ist himmelhoch / der Großes du getan! / O Gott, wer ist wie du! /
15050#Psalmen,71,20#20. Der du mich schauen ließest viele, böse Not / doch wieder mich belebst / und aus der Erde Tiefen wieder mich heraufholst /
15051#Psalmen,71,21#21. mir meine Größe mehrst / dich zukehrst und mich tröstest. /
15052#Psalmen,71,22#22. So will auch ich dir hulden mit der Harfe / daß du bewährt, mein Gott / aufspielen auf der Zither / dir, Heilger Jisraëls. /
15053#Psalmen,71,23#23. Es sollen meine Lippen jubeln / spiel ich dir auf / und meine Seele, die du frei gemacht. /
15054#Psalmen,71,24#24. Auch meine Zunge soll von deiner Rechtheit raunen alletag / daß sie in Scham und Schanden, die mein Unheil suchen!»
15055#Psalmen,72,1#1. Von Schelomo. «Gott, gib dem König dein Gericht / und deine Rechtlichkeit des Königs Sohn! /
15056#Psalmen,72,2#2. So richte er dein Volk in Rechtlichkeit / und deine Elenden im Recht! /
15057#Psalmen,72,3#3. Auf daß die Berge Frieden tragen für das Volk / die Höhen stehen in Gerechtigkeit. /
15058#Psalmen,72,4#4. Er schaffe Recht des Volkes Armen / befrei die Elenden / zermalme den Bedrücker.
15059#Psalmen,72,5#5. Sie solln dich fürchten mit der Sonne Dauer / und vor dem Mond, für Zeit um Zeiten. /
15060#Psalmen,72,6#6. Er kommt herab wie Regen auf die Mahd / wie Wölkchenrieseln auf das Land. /
15061#Psalmen,72,7#7. Es blüht in seinen Tagen der Gerechte / und reicher Friede, bis kein Mond mehr ist. /
15062#Psalmen,72,8#8. Von Meer zu Meer wird er beherrschen / vom Strom bis zu der Erde Enden. /
15063#Psalmen,72,9#9. Es knien vor ihm die Wüstenwohner / und seine Feinde lecken Staub. /
15064#Psalmen,72,10#10. Die Könige von Tarschisch und der Seelande / sie bringen Gabe / die Könige Schebas und Sebas / nahn mit Geschenken. /
15065#Psalmen,72,11#11. Es bücken sich ihm alle Könige / und alle Völker dienen ihm. /
15066#Psalmen,72,12#12. Weil er den Elenden errettet, da er schreit / den Armen, wo ihm keiner hilft /
15067#Psalmen,72,13#13. er sich erbarmt des Armen und des Elenden / den Elenden das Leben rettet. /
15068#Psalmen,72,14#14. Aus Druck und Raub erlöst er ihre Seele / und teuer ist ihr Blut in seinen Augen: /
15069#Psalmen,72,15#15. ,Er lebe!' / Er gibt ihm von dem Gold Schebas / daß immerzu er für ihn bete / ihn segne alletag.
15070#Psalmen,72,16#16. Kornfülle sei im Land auf Bergeshöhn / es rausche wie im Libanon von seiner Frucht / aufsprieß es aus der Stadt wie Kraut des Bodens! /
15071#Psalmen,72,17#17. Für ewig sei sein Name / sein Name fruchte vor der Sonne! / Daß man mit ihm sich segne / ihn alle Völker glücklich preisen!»
15072#Psalmen,72,18#18. Gelobt sei Gott / der Ewige, Gott Jisraëls / der Wunder wirkt allein! /
15073#Psalmen,72,19#19. Gelobt der Name seiner Herrlichkeit für immer / daß voll sei seiner Herrlichkeit die ganze Erde. / Amen und amen!
15074#Psalmen,72,20#20. Zuende sind die Gebete Dawids, des Sohnes Jischais.
15075#Psalmen,73,1#1. Psalm von Asaf. «Gut ist doch Gott zu Jisraël / zu Herzensreinen. /
15076#Psalmen,73,2#2. Und ich - fast gingen meine Füße fehl / ein Nichts, so wären meine Schritte fortgegossen. /
15077#Psalmen,73,3#3. Denn ich beneidete die Prahler / da ich das Glück der Bösen sah. /
15078#Psalmen,73,4#4. Denn keine Qualen hat ihr Tod / und wohlgemästet ist ihr Gut. /
15079#Psalmen,73,5#5. Bei Menschenungemach sind sie nicht da / und mit den Leuten sind sie nicht betroffen. /
15080#Psalmen,73,6#6. Drum kleidet Hochmut ihren Hals / umhüllt Gewand des Raubes sie. /
15081#Psalmen,73,7#7. Aus Fett schaun ihre Augen vor / das Trachten bricht aus ihrem Herzen /
15082#Psalmen,73,8#8. sie höhnen, reden böse von Erpressung / von hoch her reden sie. /
15083#Psalmen,73,9#9. Sie setzen an den Himmel ihren Mund / und ihre Zunge schweift auf Erden: /
15084#Psalmen,73,10#10. ,Drum muß sein Volk so weit zurück / der Fülle Wasser ist für sie erschöpft!' /
15085#Psalmen,73,11#11. Und sagen: ,Wie kann Gott es wissen? / Und gibt es Kunde bei dem Höchsten?' /
15086#Psalmen,73,12#12. Sieh, diese Bösen / doch immerzu Getrosten / die reich an Gut!
15087#Psalmen,73,13#13. ,Nur leerhin hab mein Herz ich reingehalten / in Unschuld meine Hände mir gewaschen /
15088#Psalmen,73,14#14. und war geschlagen alletag / und ward mir Züchtigung an jedem Morgen.' /
15089#Psalmen,73,15#15. Wenn ich gesagt, erzählend: / ,Wie dies ist, siehe, deiner Söhne Volk' / hätt ich gelogen. /
15090#Psalmen,73,16#16. Ich glaubte das zu wissen / und Unrecht wars in meinen Augen.
15091#Psalmen,73,17#17. Bis ich zu Gottes ,Heiligtümern' kam / und ich ihr End erkannte: /
15092#Psalmen,73,18#18. Auf Schlüpfriges nur hast du sie gestellt / gestürzt sie in Verführungen.
15093#Psalmen,73,19#19. Wie wurden sie im Nu zum Schaudern / sind hin und weg im Schrecken. /
15094#Psalmen,73,20#20. Wie Traum nach dem Erwachen / machst, Herr, im Wachen du ihr Bild verächtlich. /
15095#Psalmen,73,21#21. Da mirs im Herzen gor / es mir in meinen Nieren bohrte /
15096#Psalmen,73,22#22. war ich ein Tor und wußte nichts / ein Vieh war ich vor dir.
15097#Psalmen,73,23#23. Und bin doch stets bei dir / du hältst mir meine rechte Hand! /
15098#Psalmen,73,24#24. Du leitest mich nach deinem Rat / und bringst mich auf der Ehre Spur. /
15099#Psalmen,73,25#25. Wen hab ich noch im Himmel / und neben dir begehr ich nichts auf Erden! /
15100#Psalmen,73,26#26. Mein Fleisch, mein Herz vergeht / doch meines Herzens Fels und Teil / Gott bleibt in Ewigkeit. /
15101#Psalmen,73,27#27. Denn sieh, die von dir Fernen sind verloren / austilgst du jeden, der dir treulos ist. /
15102#Psalmen,73,28#28. Ich aber, Gottes Nähe ist mir Glück / ich setz bei Gott, dem Herrn, mir meine Bergung / zu künden alle deine Werke.»
15103#Psalmen,74,1#1. Maskil-lied von Asaf. «Warum, o Gott, verstießest du für immer / raucht wider deiner Weide Schafe auf dein Zorn? /
15104#Psalmen,74,2#2. Denk der Gemeinde, die du dir voreinst erworben / erlöst als Stamm, der dir zu eigen / des Zijonsbergs, darauf du wohnst! /
15105#Psalmen,74,3#3. Heb deine Schritte / zu Trümmern ewighin / vernichtet alles hat der Feind im Heiligtum. /
15106#Psalmen,74,4#4. Es brüllen deine Dränger mitten deiner Feststatt / sie stellten ihre Zeichen hin als Wunderzeichen /
15107#Psalmen,74,5#5. daß man es wisse, wie hinauf man bringe / ins Waldgehölz die Äxte /
15108#Psalmen,74,6#6. daß nun ihr Schnitzwerk insgesamt / mit Hacke und mit Beilen sie zerschlagen. /
15109#Psalmen,74,7#7. In Feuer steckten sie dein Heiligtum / sie schändeten zuboden deines Namens Stätte. /
15110#Psalmen,74,8#8. Sie sprachen da im Herzen: / ,Wir wollen sie allsamt erdrücken!' / Verbrannten alle Gottesstätten in dem Land. /
15111#Psalmen,74,9#9. Wir haben unsre Wunderzeichen nicht ersehn / ist keiner mehr, der gottbegeistet / ist keiner bei uns, der da wüßte, bis wohin. /
15112#Psalmen,74,10#10. Bis wann soll, Gott, der Dränger lästern / soll ewig deinen Namen schmähn der Feind? /
15113#Psalmen,74,11#11. Was ziehst die Hand, die Rechte du zurück? / Heraus aus deinem Schoß, vertilge!
15114#Psalmen,74,12#12. Du aber, Gott, bist König mir aus Urzeit / Sieg schaffend in des Landes Mitte. /
15115#Psalmen,74,13#13. Du hast in deiner Macht das Meer zerstückt / zerbrachst der Drachen Köpfe überm Wasser. /
15116#Psalmen,74,14#14. Zerschmettertest die Häupter Liwjatans / gabst sie zum Fraß dem Volk, den Schiffen. /
15117#Psalmen,74,15#15. Du hast erspalten Quell und Bach / du trocknetest die Ströme, ungenannt. /
15118#Psalmen,74,16#16. Dein ist der Tag und dein die Nacht / du hast befestigt Leuchte, Sonne. /
15119#Psalmen,74,17#17. Du setztest aller Erde Grenzen / den Sommer und den Winter, du hast sie gebildet.
15120#Psalmen,74,18#18. Denk dessen, wie der Feind dich, Ewger, schmäht / und schändlich Volk verlästert deinen Namen! /
15121#Psalmen,74,19#19. Gib nicht dem Wildtier deiner Turtel Seele / vergiß das Leben deiner Ärmsten nicht für immer! /
15122#Psalmen,74,20#20. Blick auf den Bund / weil sich erfüllt des Landes Düsternis / mit Auen der Gewalt. /
15123#Psalmen,74,21#21. Laß den Zerknirschten nicht beschämt zurück / den Armen, Elenden laß deinen Namen rühmen! /
15124#Psalmen,74,22#22. Auf, Gott, und streite deinen Streit / denk deines Schimpfes alletag vom Schändlichen. /
15125#Psalmen,74,23#23. Vergiß nicht deiner Dränger Ruf / das Toben deiner Widersacher, wie es stetig steigt!»
15126#Psalmen,75,1#1. Mit dem Begleitspieler. «Verdirb nicht.» Ein Psalm von Asaf, ein Lied.
15127#Psalmen,75,2#2. «Wir huldigen dir, Gott / wir huldigen, nah ist dein Ruhm; / man kündet deine Wundertaten. /
15128#Psalmen,75,3#3. ,Bring ich die Zeit / so richt ich in Geradheit. /
15129#Psalmen,75,4#4. Es löst die Erde sich und ihre Wohner / ich habe ihre Säulen ausgemessen.» / Sela. /
15130#Psalmen,75,5#5. «Ich spreche zu den Prahlern: Prahlt nicht! / Und zu den Bösen: Hebt nicht euer Horn! /
15131#Psalmen,75,6#6. Hebt nicht zur Höhe euer Horn / und sprecht nicht mit gerecktem Hals!' /
15132#Psalmen,75,7#7. Denn nicht vom Aufgang noch vom Niedergang / noch von der Wüste des Gebirgs. /
15133#Psalmen,75,8#8. Nein, Gott ist Richter: / Den niedert, den erhöht er! /
15134#Psalmen,75,9#9. Ein Becher ist ja in des Ewgen Hand / es schäumt der Wein / gefüllt Gemisch / draus gießt er ein / ja, seine Hefen schlürfen, trinken / alle Bösen der Erde.
15135#Psalmen,75,10#10. Ich aber künde ewiglich / spiel auf dem Gotte Jaakobs.
15136#Psalmen,75,11#11. Und all der Bösen Hörner hau ich ab / hoch ragen des Gerechten Hörner!»
15137#Psalmen,76,1#1. Mit dem Begleiter auf Saitenspiel. Ein Psalm von Asaf, ein Lied.
15138#Psalmen,76,2#2. «Gekannt ist in Jehuda Gott / in Jisraël ist groß sein Name; /
15139#Psalmen,76,3#3. so ward in Schalem sein Gehütt / und seine Wohnstatt in Zijon. /
15140#Psalmen,76,4#4. Da dort er brach des Bogens Vogelpfeile / Schild, Schwert und Kampf.» / Sela.
15141#Psalmen,76,5#5. «Du Lichter, mächtig zeigst du dich / am Raubgebirge. /
15142#Psalmen,76,6#6. Den Führern ward der Sinn geraubt. / Sie schliefen ihren Schlaf / da fanden all die Krieger nicht die Hände; /
15143#Psalmen,76,7#7. vor deinem Grollen, Jaakobs Gott / entschliefen sie, mit Wagen und mit Roß. /
15144#Psalmen,76,8#8. Du, furchtbar warst du / und wer bestand vor dir / da du gezürnt! /
15145#Psalmen,76,9#9. Vom Himmel ließt du Richten hören / die Erde fürchtete, ward still. /
15146#Psalmen,76,10#10. Da aufstand, um zu richten, Gott / zu helfen allen, die gebeugt auf Erden.» / Sela.
15147#Psalmen,76,11#11. «Denn huldigen muß dir des Menschen Groll / mag sich der Rest mit Grollen gürten! /
15148#Psalmen,76,12#12. Gelobet, zahlt dem Ewgen, eurem Gott / ihr alle rings um ihn! / Man bringe Huldigung ihm, dem Gefürchteten /
15149#Psalmen,76,13#13. der da bezwang der Fürsten Mut / gefürchtet bei den Königen der Erde.»
15150#Psalmen,77,1#1. Mit dem Begleitspieler, für Jedutun. Von Asaf ein Psalm.
15151#Psalmen,77,2#2. «Mein Ruf zu Gott, ich schreie! / Mein Ruf zu Gott, o hör auf mich! /
15152#Psalmen,77,3#3. Am Tage meiner Not such ich den Herrn / nachts reckt sich meine Hand und hört nicht auf / es weigert sich dem Troste meine Seele. /
15153#Psalmen,77,4#4. Ich denke Gottes, und ich seufze / ich klage, es verhaucht mein Odem.» / Sela. /
15154#Psalmen,77,5#5. «Du hältst mir meiner Augen Lider / bestürzt bin ich und kann nicht reden.
15155#Psalmen,77,6#6. Ich überdenk der Vorzeit Tage / die Jahre von Urewigkeit /
15156#Psalmen,77,7#7. ich denk im Saitenspiel zur Nacht / besinns mit meinem Herzen und es forscht mein Geist: /
15157#Psalmen,77,8#8. Wird ewighin der Herr verstoßen / und nimmer wieder Huld erweisen? /
15158#Psalmen,77,9#9. Ist hin für immer seine Liebe / für alle Zeit geendet die Verheißung? /
15159#Psalmen,77,10#10. Hat Gott Begnadigung vergessen? / Im Zorn verschlossen sein Erbarmen?» / Sela. /
15160#Psalmen,77,11#11. «Ich sags, Schmach wär es mir (zu denken) / daß sich des Höchsten Rechte hätt geändert. /
15161#Psalmen,77,12#12. Ich denk der Taten Jahs / ja, ich bedenk dein Wunderwerk aus Urzeit. /
15162#Psalmen,77,13#13. Ich raune über all dein Wirken / von deinen Taten rede ich. /
15163#Psalmen,77,14#14. O Gott, in Heiligkeit dein Wandel / wer wäre Gottheit groß wie Gott! /
15164#Psalmen,77,15#15. Du bist der Gott, der Wunder wirkt / du zeigtest bei den Völkern deine Macht /
15165#Psalmen,77,16#16. erlöstest mit dem Arm dein Volk / die Söhne Jaakobs und Josefs.» / Sela.
15166#Psalmen,77,17#17. «Es sahen dich die Wasser, Gott / es sahen dich die Wasser, bebten / ja, rüttelten die Tiefen. /
15167#Psalmen,77,18#18. Es strömte Wassers das Gewölk / Hall gaben Wolkenfetzen / ja, deine Pfeile zuckten. /
15168#Psalmen,77,19#19. Dein Donnerhall im Sturmgeroll / das Festland hellten Blitze / es zuckte, zitterte die Erde. /
15169#Psalmen,77,20#20. Durchs Meer dein Weg / dein Pfad durch viele Wasser / und unerkennbar deine Spur!
15170#Psalmen,77,21#21. Wie Schafe führtest du dein Volk / durch Mosches Hand und Aharons.»
15171#Psalmen,78,1#1. Maskil-lied von Asaf. «Hör zu, mein Volk, zu meiner Weisung / neigt euer Ohr zu meines Mundes Worten. /
15172#Psalmen,78,2#2. Ich öffne meinen Mund im Spruch / laß strömen Rätsel aus der Urzeit. /
15173#Psalmen,78,3#3. Was wir gehört und wir erfahren / und unsre Väter uns erzählt /
15174#Psalmen,78,4#4. nicht wolln wirs ihren Kindern hehlen / der spätern Zeit verkündend / des Ewgen Ruhmestaten, seine Macht / und seine Wunder, die er wirkte. /
15175#Psalmen,78,5#5. Er richtete Bezeugung auf in Jaakob / und Weisung setzte er in Jisraël / die er geboten unsern Väter / sie ihren Söhnen kundzutun /
15176#Psalmen,78,6#6. auf daß es wisse späte Zeit / die Kinder, die geboren würden / aufstehn und es erzählen ihren Kindern /
15177#Psalmen,78,7#7. und ihr Vertraun auf Gott sie setzen / und nicht vergessen Gottes Taten / und die Gebote sein bewahren /
15178#Psalmen,78,8#8. und nicht wie ihre Väter sind / ein trotziges, unbändiges Geschlecht / Geschlecht, das seinen Sinn nicht eingestellt / und dessen Geist nicht treu zu Gott.
15179#Psalmen,78,9#9. Efraims Söhne, Bogenschützen, wohlgewappnet / die sich am Tag des Kampfs gewandt! /
15180#Psalmen,78,10#10. Sie wahrten nicht den Bund mit Gott / und weigerten zu gehn in seiner Weisung. /
15181#Psalmen,78,11#11. Vergaßen seiner Taten / und seiner Wunder, die er sie ließ schauen. /
15182#Psalmen,78,12#12. Vor ihren Vätern tat er Wunder / im Land Mizraim, Zoans Trift. /
15183#Psalmen,78,13#13. Er spaltete das Meer und führt' sie durch / und stellt' wie einen Damm die Wasser. /
15184#Psalmen,78,14#14. Er führte mit der Wolke sie am Tag / die Nacht durch mit des Feuers Schein; /
15185#Psalmen,78,15#15. er spaltete die Felsen in der Wüste / und tränkte sie, wie Flutenfülle; /
15186#Psalmen,78,16#16. ließ Bäche quellen aus dem Fels / den Strömen gleich das Wasser stürzen.
15187#Psalmen,78,17#17. Doch sündigten sie weiter wider ihn / dem Höchsten trotzend in der Wüste; /
15188#Psalmen,78,18#18. versuchten Gott in ihrem Herzen / als Speise sie verlangten für ihr Lüsten /
15189#Psalmen,78,19#19. und redeten von Gott und sprachen: / ,Vermag es Gott, ein Mahl zu rüsten in der Wüste? /
15190#Psalmen,78,20#20. Gewiß, er schlug den Fels, daß Wasser flossen / und Flüsse strömten; / ob er wohl Brot auch geben kann / ob Fleisch bereiten seinem Volk?' /
15191#Psalmen,78,21#21. Drum, da der Ewige es hörte / kam er in Zorn / ein Feuer brannte gegen Jaakob / ja, Zorn stieg gegen Jisraël; /
15192#Psalmen,78,22#22. weil sie an Gott nicht glaubten / und nicht vertrauten seiner Hilfe. /
15193#Psalmen,78,23#23. Und er gebot den Wolkenfetzen droben / des Himmels Türen tat er auf /
15194#Psalmen,78,24#24. als Speise ließ er Manna auf sie regnen / und Korn des Himmels gab er ihnen /
15195#Psalmen,78,25#25. der Höhen Brot aß da der Mann / er sandte Zehrung ihnen zum Ersatten. /
15196#Psalmen,78,26#26. Er ließ den Ost am Himmel fahren / und trieb in seiner Macht den Südwind /
15197#Psalmen,78,27#27. ließ regnen auf sie Fleisch wie Staub / wie Sand am Meer beschwingte Vögel; /
15198#Psalmen,78,28#28. ließ sie in seines Lagers Mitte fallen / ringsum an seinen Heimen. /
15199#Psalmen,78,29#29. Da aßen sie und wurden gar sehr satt / und ihr Gelüsten bracht er ihnen. /
15200#Psalmen,78,30#30. Noch war ihr Lüsten ihnen nicht zuwider / noch war ihr Fraß in ihrem Mund /
15201#Psalmen,78,31#31. fuhr Gottes Zorn auf wider sie / schlug nieder ihre Fettgefüllten / die Burschen Jisraëls warf er zu Boden.
15202#Psalmen,78,32#32. Bei alldem sündigten sie weiter / und glaubten nicht an seine Wundertaten; /
15203#Psalmen,78,33#33. da ließ im Hauch er schwinden ihre Tage / und ihre Jahre im Erschrecken. /
15204#Psalmen,78,34#34. Schlug er sie nieder, suchten sie ihn auf / und kehrten um und strebten hin zu Gott /
15205#Psalmen,78,35#35. gedachten, daß doch Gott ihr Fels / der Gott, der Höchste, ihr Erlöser. /
15206#Psalmen,78,36#36. Und sie beschwatzten ihn mit ihrem Mund / mit ihrer Zunge heuchelten sie ihm; /
15207#Psalmen,78,37#37. doch war ihr Herz nicht fest bei ihm / und sie nicht treu in seinem Bund. /
15208#Psalmen,78,38#38. Doch er, erbarmend, er vergab die Schuld / tilgt sie nicht aus / nahm oft den Zorn zurück / und hielt nicht wach all seinen Grimm. /
15209#Psalmen,78,39#39. Und er bedachte, daß sie Fleisch / ein Hauch, der geht und nicht zurückkehrt.
15210#Psalmen,78,40#40. Wie oft sie in der Wüste ihm getrotzt / sie in der Öde ihn gekränkt /
15211#Psalmen,78,41#41. und immer wieder Gott versucht / den Heilgen Jisraëls erprobt mit Wunderzeichen /
15212#Psalmen,78,42#42. gedachten nicht mehr seiner Hand / des Tages, da er sie erlöst vom Feind /
15213#Psalmen,78,43#43. da in Mizraim seine Wunderzeichen er erstellt / und seine Wahrbeweise im Gefild von Zoan: /
15214#Psalmen,78,44#44. Er wandelt' ihre Ströme um in Blut / daß man ihr Wasser nicht konnt trinken /
15215#Psalmen,78,45#45. Geschmeiß entsandt er unter sie, das fraß sie / und Frösche, die sie tilgten; /
15216#Psalmen,78,46#46. er gab dem Nager ihre Ernte / und ihren Mühertrag dem Heuschreck; /
15217#Psalmen,78,47#47. er schlug mit Hagel ihre Rebe / und ihre Maulbeerbäume mit den Schloßen; /
15218#Psalmen,78,48#48. er gab dem Hagel preis ihr Vieh / und ihren Viehbesitz den Reschefvögeln; /
15219#Psalmen,78,49#49. ließ los an ihnen seines Zornes Glut / die Wut und Dräun und Drangsal / Entfesselung von Unheilsboten. /
15220#Psalmen,78,50#50. Baut eine Bahn für seinen Zorn / entzog dem Tod nicht ihre Seele / der Seuche gab er hin ihr Leben; /
15221#Psalmen,78,51#51. schlug alles Erstgeborne in Mizraim / die Erstlingskraft in Hams Gezelten. /
15222#Psalmen,78,52#52. Ließ ausziehn Lämmern gleich sein Volk / führt sie wie eine Herde in der Wüste /
15223#Psalmen,78,53#53. und leitet sicher sie, daß sie nicht fürchten / und ihre Feinde deckt das Meer. /
15224#Psalmen,78,54#54. Bracht sie zu seinem heiligen Bereich / dem Berg, den seine Rechte sich erwarb; /
15225#Psalmen,78,55#55. trieb Völker aus vor ihnen / verlost sie nach der Schnur zum Erbbesitz / und ließ in ihren Zelten wohnen / die Stämme Jisraëls.
15226#Psalmen,78,56#56. Doch sie versuchten, kränkten Gott, den Höchsten / und achteten nicht seiner Warnungen /
15227#Psalmen,78,57#57. und wichen treulos wie die Väter / und schwenkten wie ein trügerischer Bogen; /
15228#Psalmen,78,58#58. erzürnten ihn mit ihren Kultgemächern / und reizten ihn mit ihren Bildern. /
15229#Psalmen,78,59#59. Das hörte Gott und kam in Zorn / gar sehr verwarf er Jisraël /
15230#Psalmen,78,60#60. verstieß das Heim in Schilo / das Zelt, das bei den Menschen er erstellt /
15231#Psalmen,78,61#61. und gab gefangen seine Macht / und seine Herrlichkeit in Drängers Hand. /
15232#Psalmen,78,62#62. Gab preis dem Schwert sein Volk / und auf sein Erbe zürnte er. /
15233#Psalmen,78,63#63. Da fraß das Feuer seine Burschen / und seine Mädchen wurden nicht beklagt. /
15234#Psalmen,78,64#64. Es fielen seine Priester durch das Schwert / um seine Witwen weinte man nicht.
15235#Psalmen,78,65#65. Auffuhr da wie ein Schlafender der Herr / ein Held, der aus dem Weinrausch aufschreit /
15236#Psalmen,78,66#66. schlug seine Feinde rückwärts / gab ihnen ewge Schmach. /
15237#Psalmen,78,67#67. Jedoch verwarf er Josefs Zelt / den Stamm Efraim wählt er nicht; /
15238#Psalmen,78,68#68. erwählt Jehudas Stamm / den Zijonsberg, den er so liebt /
15239#Psalmen,78,69#69. und baute höhengleich sein Heiligtum / so wie die Erde, die für ewig er gegründet /
15240#Psalmen,78,70#70. und wählte Dawid, seinen Knecht / und holt ihn von der Schafe Hürden; /
15241#Psalmen,78,71#71. bracht von den Säugenden ihn her / zu weiden Jaakob, sein Volk / und Jisraël, sein Erbe. /
15242#Psalmen,78,72#72. Er weidet sie nach seines Herzens Schlichtheit / und führt in Einsicht sie mit seinen Händen.»
15243#Psalmen,79,1#1. Psalm von Asaf. «O Gott, es drangen Völker in dein Erbe / entweihten deinen heilgen Tempel / Jeruschalaim machten sie zu Trümmerhaufen. /
15244#Psalmen,79,2#2. Sie gaben deiner Knechte Leichnam / zum Fraß dem Vogelvolk des Himmels / das Fleisch deiner Frommen / der Erde Getier; /
15245#Psalmen,79,3#3. wie Wasser gossen sie ihr Blut / rings um Jeruschalaim / und keiner begrub. /
15246#Psalmen,79,4#4. Wir wurden Schmach bei unsern Nachbarn / zum Hohn und Spott für die um uns.
15247#Psalmen,79,5#5. Bis wann, o Ewger, zürnst du immerzu / und brennt wie Feuer dein Eifer? /
15248#Psalmen,79,6#6. Gieß deinen Grimm aus auf die Völker / die dich nicht kennen / und auf die Königreiche / die nicht bei deinem Namen rufen /
15249#Psalmen,79,7#7. weil Jaakob man gefressen / und seine Trift verwüstet. /
15250#Psalmen,79,8#8. Gedenk uns nicht die frühern Sünden / schnell komme vor uns dein Erbarmen / weil wir sehr elend. /
15251#Psalmen,79,9#9. Hilf uns, Gott unsres Heils / um deines Namens Ehre / und rett uns und vergib uns unsre Sünden / um deinen Namen. /
15252#Psalmen,79,10#10. Warum doch solln die Völker sprechen: / ,Wo ist ihr Gott?' / Kund werde bei den Völkern, uns vor Augen / die Rache für das Blut / von deinen Knechten, das vergossen. /
15253#Psalmen,79,11#11. Es komme vor dich des Gefangnen Stöhnen / nach deines Armes Größe / laß einen Rest den Todgeweihten! /
15254#Psalmen,79,12#12. Zahl unsern Nachbarn siebenfach in ihren Schoß / ihr Schmähn, mit dem sie dich geschmäht, o Herr! /
15255#Psalmen,79,13#13. Doch wir, dein Volk und deiner Weide Schafe / wolln huldigen dir ewiglich / erzählen deinen Preis durch Zeit um Zeit.»
15256#Psalmen,80,1#1. Mit dem Begleitspieler, auf Blumenblättern als Bezeugung, von Asaf, ein Psalm.
15257#Psalmen,80,2#2. «Hirt Jisraëls, erhöre! / Der wie die Schafe Josef leitet / erscheine, Thronender auf den Kerubim! /
15258#Psalmen,80,3#3. Vor Efraim, Binjamin und Menaschsche / weck deine Macht / komm uns zur Hilfe! /
15259#Psalmen,80,4#4. Gott, bring uns heim / erhell dein Antlitz, daß uns Heil wird! /
15260#Psalmen,80,5#5. O Ewger, Gott der Scharen / bis wann machst du zu Rauch das Beten deines Volks? /
15261#Psalmen,80,6#6. Du speisest sie: Als Brot die Träne / du tränktest sie mit Tränen, maßweis. /
15262#Psalmen,80,7#7. Machst uns befehdet unter unsern Nachbarn / und unsre Feinde spotten frei. /
15263#Psalmen,80,8#8. O Gott der Scharen, bring uns heim / erhell dein Antlitz, daß uns Heil wird!
15264#Psalmen,80,9#9. Hast einen Weinstock aus Mizraim ausgehoben / vertrieben Völker und ihn eingepflanzt. /
15265#Psalmen,80,10#10. Hast freigelegt vor ihm / damit er Wurzeln schlage / die Erde fülle. /
15266#Psalmen,80,11#11. Die Berge deckten sich mit seinem Schatten / und seine Ranken: Gottes Zedern. /
15267#Psalmen,80,12#12. Er breitete sein Laub zum Meer / und bis zum Strome seine Triebe. /
15268#Psalmen,80,13#13. Warum zerbrachst du seine Zäune / daß leer ihn pflücken alle Wanderer am Weg? /
15269#Psalmen,80,14#14. Daß ihn benagt der Eber vom Gehölz / das Wild des Feldes an ihm weidet? /
15270#Psalmen,80,15#15. O Gott der Scharen, kehr doch wieder / blick her vom Himmel, schau / gedenke dieses Weinstocks /
15271#Psalmen,80,16#16. des Setzlings, eingepflanzt von deiner Rechten / des Sohns, den du dir stark gemacht - /
15272#Psalmen,80,17#17. verbrannt im Feuer, abgetan! Laß sie vergehen vor dem Dräuen deines Angesichts. /
15273#Psalmen,80,18#18. Laß deine Hand sein ob dem Manne deiner Rechten / dem Menschensohn, den du dir stark gemacht! /
15274#Psalmen,80,19#19. Wir weichen nicht von dir / laß leben uns / auf daß wir deinen Namen rufen. /
15275#Psalmen,80,20#20. O Ewger, Gott der Scharen, bring uns heim / erhell dein Antlitz, daß uns Heil wird!»
15276#Psalmen,81,1#1. Mit dem Begleiter auf der Gittit, von Asaf.
15277#Psalmen,81,2#2. «Jauchzt auf zu Gott, der unsre Macht / zujubelt Jaakobs Gott! /
15278#Psalmen,81,3#3. Stimmt an das Spiel, die Pauke schlagt / der Zither Wohllaut mit der Harfe! /
15279#Psalmen,81,4#4. Blast Horn am Neumond / zum vollen Mond, am Tage unsres Festes! /
15280#Psalmen,81,5#5. Denn Satzung ists für Jisraël / Gebühr dem Gotte Jaakobs; /
15281#Psalmen,81,6#6. Bezeugung, die er in Jehosef setzte / als wider Land Mizraim er gezogen. Ich hörte eine Sprache, die ich nicht gekannt: /
15282#Psalmen,81,7#7. ,Von Bürde macht ich seine Schultern frei / vom Tragkorb ließen seine Hände. /
15283#Psalmen,81,8#8. Riefst du in Not, macht ich dich frei / erhörte dich in Donnerhüllung. / Ich prüfte dich am Haderwasser.'» / Sela.
15284#Psalmen,81,9#9. «,Hör an, mein Volk, daß ich dich warne: / Wenn, Jisraël, du auf mich hörst /
15285#Psalmen,81,10#10. kein fremder Gott sein wird in dir / du dich nicht niederwirfst dem Gott der Fremde: /
15286#Psalmen,81,11#11. Bin ich der Ewige, dein Gott / der aus dem Land Mizraim dich heraufgeführt; / tu weit auf deinen Mund, daß ich ihn fülle! /
15287#Psalmen,81,12#12. Doch hörte nicht mein Volk auf meine Stimme / und Jisraël war mir nicht willig. /
15288#Psalmen,81,13#13. Da ließ ich sie in ihres Herzens Starrheit / daß sie nach ihrem Trachten wandeln. /
15289#Psalmen,81,14#14. Wollt auf mich hören doch mein Volk / und Jisraël in meinen Wegen wandeln: /
15290#Psalmen,81,15#15. Bald wollt ich ihre Feinde beugen / und gegen ihre Dränger kehren meine Hand! /
15291#Psalmen,81,16#16. Des Ewgen Hasser würden vor ihm heucheln / doch ihre Zeit, sie würde ewig sein. /
15292#Psalmen,81,17#17. Ich würd ihn speisen von des Weizens Fett / und aus dem Fels dich sättigen mit Honig.'»
15293#Psalmen,82,1#1. Psalm von Asaf. «Gott stehet in der Gottgemeinde / im Kreis der ,Götter' richtet er. /
15294#Psalmen,82,2#2. ,Wie lange wollt ihr Unrecht richten / bevorzugt ihr die Bösen?'» / Sela.
15295#Psalmen,82,3#3. «,Dem Niedern und der Waise gebt Gericht / Recht Armen und Geringen! /
15296#Psalmen,82,4#4. Den Niedern rettet und den Elenden / befreiet aus der Hand der Bösen!' /
15297#Psalmen,82,5#5. Sie wissen nichts und merken nichts / im Dunkeln wandeln sie - / da wanken all der Erde Gründe. /
15298#Psalmen,82,6#6. ,Ich meinte, Götter seid ihr / des Höchsten Söhne alle. /
15299#Psalmen,82,7#7. Jedoch wie Menschen sterbet ihr / wie einer von den Herren fallt ihr!'
15300#Psalmen,82,8#8. Auf, Gott, die Erde richte / denn du, du eignest alle Völker!»
15301#Psalmen,83,1#1. Psalmlied von Asaf.
15302#Psalmen,83,2#2. «Gott, halt nicht still / nicht schweige, bleib nicht ruhig, Gott! /
15303#Psalmen,83,3#3. Denn siehe, deine Feinde toben / und deine Hasser höhn das Haupt. /
15304#Psalmen,83,4#4. Bereden Tücke deinem Volk / ratschlagen über deine Schützlinge. /
15305#Psalmen,83,5#5. Sie sprechen: ,Auf, laß uns als Volk sie tilgen / daß nicht gedacht mehr wird der Name Jisraëls!' /
15306#Psalmen,83,6#6. Ja, sie entschieden sich, geeinten Herzens / sie schließen wider dich den Bund: /
15307#Psalmen,83,7#7. Die Zelte Edoms, die von Jischmaël / Moab und Hagrier /
15308#Psalmen,83,8#8. Gebal, Ammon und Amalek / Pelischter samt den Wohnern Zors /
15309#Psalmen,83,9#9. auch Aschschur schließt sich ihnen an / zum Arm geworden für die Söhne Lots.» / Sela.
15310#Psalmen,83,10#10. «Tu ihnen wie Midjan / wie Sisera / so wie Jabin am Kischonfluß! /
15311#Psalmen,83,11#11. Die ausgetilgt zu En-Dor / zu Dünger worden auf dem Acker. /
15312#Psalmen,83,12#12. Mach sie, mach ihre Edlen / wie Oreb und Seëb / wie Sebah und Zalmunna alle ihre Fürsten; /
15313#Psalmen,83,13#13. die da gesprochen: / ,Wir wollen uns erobern / die Augen Gottes.' /
15314#Psalmen,83,14#14. Mein Gott, mach sie so wie das Sturmgeröll / wie Spreu vor Wind /
15315#Psalmen,83,15#15. wie wenn den Wald das Feuer brennt / und wie die Flamme Berge loht /
15316#Psalmen,83,16#16. so jage sie in deinem Wetter / mit deinem Sturm verscheuche sie! /
15317#Psalmen,83,17#17. Füll ihr Gesicht mit Schmach / daß, Ewiger, man deinen Namen suche! /
15318#Psalmen,83,18#18. Zuschanden sein, verschreckt sie für und für / erbleichen und vergehen /
15319#Psalmen,83,19#19. daß man erkenne, daß dein Name, Ewiger, allein / zuhöchst ist ob aller Erde!»
15320#Psalmen,84,1#1. Mit dem Begleiter auf der Gittit. Von den Söhnen Korahs ein Psalm.
15321#Psalmen,84,2#2. «Wie lieblich deine Heime / o Ewiger der Scharen! /
15322#Psalmen,84,3#3. Es bangt und lechzt so meine Seele / nach des Ewigen Höfen. / Mein Herz und Leib, sie rufen / zu Gott, lebendig! /
15323#Psalmen,84,4#4. Das Vöglein auch, es findet sich ein Haus / die Schwalbe sich ein Nest / darein sie ihre Jungen legt. / Deine Altäre, o Ewiger der Scharen / mein König und mein Gott! /
15324#Psalmen,84,5#5. Beglückt, die weilen in deinem Haus / dich ewig preisen!» / Sela.
15325#Psalmen,84,6#6. «Beglückt der Mann, des Macht bei dir! / Sie, Wanderschaft in ihrem Herzen /
15326#Psalmen,84,7#7. sie ziehn vorbei am Tal ha-Bacha / der Quelle, daran sie sich lagern / die ja mit Segen vollgedeckt der frühe Regen. /
15327#Psalmen,84,8#8. Sie ziehen hin von Schar zu Schar / vor Gott erscheints in Zijon. /
15328#Psalmen,84,9#9. O Ewger, Gott der Scharen / hör mein Gebet / horch auf, Gott Jaakobs.» / Sela.
15329#Psalmen,84,10#10. «Schild uns, sieh her, o Gott / und schau das Antlitz deines dir Gesalbten. /
15330#Psalmen,84,11#11. Denn besser ist ein Tag in deinen Höfen / als tausend / und lieber weilen an der Schwelle / in meines Gottes Haus / als wohnen in des Frevels Zelten. /
15331#Psalmen,84,12#12. Denn Sonne ist und Schild der Ewge, Gott / Gunst gibt und Ehr der Ewige / versagt kein Glück / in Schlichtheit Wandelnden. /
15332#Psalmen,84,13#13. O Ewiger der Scharen / beglückt der Mensch, der dir vertraut!»
15333#Psalmen,85,1#1. Mit dem Begleitspieler, von den Söhnen Korahs ein Psalm.
15334#Psalmen,85,2#2. «Begnadet hast du, Ewiger, dein Land / hast Jaakob wieder aufgebaut. /
15335#Psalmen,85,3#3. Vergeben deines Volkes Schuld / bedeckt all ihre Sünde.» / Sela. /
15336#Psalmen,85,4#4. «Hast fortgetan all deinen Grimm / zurückgenommen deines Zornes Glut. /
15337#Psalmen,85,5#5. Kehr um zu uns, Gott unsres Heils / und brich dein Zürnen mit uns. /
15338#Psalmen,85,6#6. Willst ewig du uns zürnen / hinhalten deinen Groll für Zeit um Zeit? /
15339#Psalmen,85,7#7. Wirst du nicht wieder uns beleben / daß sich an dir dein Volk erfreu? /
15340#Psalmen,85,8#8. Laß deine Liebe, Ewiger, uns schauen / und deine Hilfe gib uns!
15341#Psalmen,85,9#9. Will hören, was der Ewige, Gott, redet: / Ja, Frieden redet er ob seinem Volk / und seinen Frommen / und niemehr kehren sie zur Torheit wieder. /
15342#Psalmen,85,10#10. Ja, nah für die ihn fürchten ist sein Heil / daß Herrlichkeit in unsrem Lande wohne /
15343#Psalmen,85,11#11. daß Lieb und Treue sich begegnen / daß sich Gerechtigkeit und Friede küssen. /
15344#Psalmen,85,12#12. Daß Treue aus der Erde sproßt / Gerechtigkeit vom Himmel schaut. /
15345#Psalmen,85,13#13. Gleich wird der Ewige das Gute geben / und unser Land gibt seine Frucht; /
15346#Psalmen,85,14#14. Gerechtigkeit wird vor ihm wandeln / und seine Schritte richten auf den Weg.»
15347#Psalmen,86,1#1. Gebet von Dawid. «Neig, Ewiger, dein Ohr, erhöre mich / denn arm und elend bin ich. /
15348#Psalmen,86,2#2. Behüte meine Seele, weil ich fromm; / hilf deinem Knecht, mein Gott du / der dir vertraut. /
15349#Psalmen,86,3#3. Gib Gunst mir, Herr / denn zu dir ruf ich alletag. /
15350#Psalmen,86,4#4. Erfreu die Seele deines Knechtes / denn zu dir, Herr, erheb ich meine Seele. /
15351#Psalmen,86,5#5. Denn gut bist und vergebend du, o Herr / und reich an Liebe allen, die dich rufen. /
15352#Psalmen,86,6#6. Hör, Ewiger, mein Beten / und lausch dem Hallen meiner Bitten. /
15353#Psalmen,86,7#7. Am Tage meiner Not ruf ich dich an / denn du erhörst mich. /
15354#Psalmen,86,8#8. Ist keiner bei den Göttern, Herr, wie du / und keins wie deine Werke. /
15355#Psalmen,86,9#9. Die Völker alle, die du hast gemacht / sie werden kommen / sich vor dir niederwerfen, Herr / und deinen Namen ehren. /
15356#Psalmen,86,10#10. Denn groß bist du und Wunder wirkend / du Gott, allein. /
15357#Psalmen,86,11#11. Weis, Ewiger, mir deinen Weg / daß ich in deiner Wahrheit wandle / mach meinen Sinn geeint / zu fürchten deinen Namen. /
15358#Psalmen,86,12#12. Ich huldige dir, Herr, mein Gott / von ganzem Herzen / will deinen Namen ehren ewiglich /
15359#Psalmen,86,13#13. weil deine Liebe groß an mir / und du errettet meine Seele / aus der Scheol tiefunten. /
15360#Psalmen,86,14#14. O Gott, die Frechen stehen wider mich / der Dreisten Rotte heischt mein Leben / dich halten sie sich nicht vor Augen. /
15361#Psalmen,86,15#15. Du aber, Herr, bist Gott, erbarmend, gnädig / langmütig, reich an Lieb und Treue. /
15362#Psalmen,86,16#16. Kehr dich zu mir, gib Gunst mir / gib deinem Knechte deine Stärke / und hilf dem Sohne deiner Magd! /
15363#Psalmen,86,17#17. Erwirk an mir ein günstig Zeichen / daß meine Hasser sehen und sich schämen / daß du mir, Ewger, hilfst, und du mich tröstest.»
15364#Psalmen,87,1#1. Von den Söhnen Korahs ein Psalmlied. «Die Gründung auf des Heiligtumes Bergen! /
15365#Psalmen,87,2#2. Es liebt der Ewige die Tore Zijons / vor allen Heimen Jaakobs. /
15366#Psalmen,87,3#3. Von dir ist Herrliches verheißen / Stadt Gottes!» / Sela. /
15367#Psalmen,87,4#4. «Ich nenne Rahab, Babel denen, die mich kennen / Peleschet, sieh, und Zor und Kusch: / ,Der da wird dort geboren.' /
15368#Psalmen,87,5#5. Doch Zijon wird verheißen: / ,So Mann für Mann wird dort geboren!' / Und er errichtet sie zuhöchst. /
15369#Psalmen,87,6#6. Der Ewge zählt, wenn Völker er verzeichnet: / ,Der da wird dort geboren!' / Sela.
15370#Psalmen,87,7#7. Und Sänger wie Flötenspieler. / All meine Quellen sind in dir!»
15371#Psalmen,88,1#1. Psalmlied von den Söhnen Korahs. Mit dem Begleiter, auf der Flöte zu spielen. Ein Maskil-lied von Heman, dem Esrahiten.
15372#Psalmen,88,2#2. «O Ewiger, Gott meines Heils! / Tags schreie ich und nachts vor dir. /
15373#Psalmen,88,3#3. Es komme vor dich mein Gebet / da neige meinem Schrein dein Ohr! /
15374#Psalmen,88,4#4. Denn satt an Übeln wurde meine Seele / mein Leben kam bis an Scheol. /
15375#Psalmen,88,5#5. Ich ward gezählt mit denen, / die zur Grube fahren / ward wie ein Mann, der ohne Kraft; /
15376#Psalmen,88,6#6. ,frei' mit den Toten / so wie Erschlagne, die im Grabe ruhn / an die man nie mehr denkt / die da von deiner Hand hinweggerafft. /
15377#Psalmen,88,7#7. Du tatest in die Grube mich, tiefunten / in Finsternis, in Tiefen. /
15378#Psalmen,88,8#8. Es lastet über mir dein Grimm / mit allen deinen Wogen drückst du nieder.» / Sela.
15379#Psalmen,88,9#9. «Vertrieben hast du mir die Freunde / du machtest mich zum Abscheu ihnen; / bin eingekerkert, komm nicht frei! /
15380#Psalmen,88,10#10. Mein Aug vergeht vor Elend / ich rufe, Ewiger, dich alletag / ich breite zu dir meine Hände. /
15381#Psalmen,88,11#11. Tust du den Toten Wunder? / Stehn Refaïm auf, dir zu huldigen?» / Sela. /
15382#Psalmen,88,12#12. «Erzählt im Grab man deine Liebe / und deine Treu im Abaddon? /
15383#Psalmen,88,13#13. Wird kund im Dunkelreich dein Wunder / und deine Rechtestat im Lande des Vergessens?
15384#Psalmen,88,14#14. Doch ich, zu dir schrei ich, o Ewiger / und (alle) Morgen dringt vor dich mein Beten. /
15385#Psalmen,88,15#15. Warum verstößt du, Ewger, meine Seele / verbirgst dein Angesicht vor mir? /
15386#Psalmen,88,16#16. Arm bin ich, hinfällig von Jugend an / trug deine Schrecken, immerzu! /
15387#Psalmen,88,17#17. Auf mich ergehen deine Zornesbrände / und deine Schrecknisse vernichten mich. /
15388#Psalmen,88,18#18. Umströmen mich wie Wasser alletag / umschlingen mich mitsammen. /
15389#Psalmen,88,19#19. Vertrieben hast du Freund mir und Gefährten / und mir vertraut ist - Dunkel!»
15390#Psalmen,89,1#1. Maskil-lied von Etan, dem Esrahiten.
15391#Psalmen,89,2#2. «Des Ewgen Liebestaten will ich stets besingen / und für und für verkünden deine Treue mit dem Mund. /
15392#Psalmen,89,3#3. Denn ewig, sprach ich, ist die Liebe aufgebaut / der Himmel - deine Treue rüstest du in ihm. /
15393#Psalmen,89,4#4. ,Mit meinem Auserwählten schloß ich einen Bund / ich schwor es Dawid, meinem Knecht: /
15394#Psalmen,89,5#5. Für ewig will ich gründen deinen Samen / will baun für Zeit um Zeiten deinen Thron.'» / Sela.
15395#Psalmen,89,6#6. «So huldigen die Himmel, Ewger, deinem Wundertun / auch deiner Treue in der Schar der Heilgen. /
15396#Psalmen,89,7#7. Denn wer reicht, in den Wolken, an den Ewigen / wer gleicht dem Ewgen unter Götterwesen? /
15397#Psalmen,89,8#8. Dem Gott, gefürchtet, in der Heilgen Rat, gewaltig / und furchtbar über alle rings um ihn. /
15398#Psalmen,89,9#9. Der Ewige, der Gott der Scharen / wer ist wie du, du starker Jah / und deine Treue rings um dich! /
15399#Psalmen,89,10#10. Du zwingst des Meeres Schwellen / wenn seine Wogen steigen, dämpfst du sie. /
15400#Psalmen,89,11#11. Du tratest wie ein Aas die Rahab / mit deinem mächtgen Arm zerstreutest du die Feinde. /
15401#Psalmen,89,12#12. Dein ist der Himmel, dein ist auch die Erde / das Festland und was es erfüllt / hast du gegründet. /
15402#Psalmen,89,13#13. Den Nord, den Süd hast du geschaffen / Tabor und Hermon, daß sie deinem Namen jauchzen. /
15403#Psalmen,89,14#14. Dein ist der Arm mit Heldenkraft / stark deine Hand, hoch deine Rechte. /
15404#Psalmen,89,15#15. Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Grund / die Liebe und die Treue stehn vor deinem Antlitz.
15405#Psalmen,89,16#16. Beglückt das Volk, das Freude kennt / die, Ewiger, im Leuchten deines Angesichtes wandeln /
15406#Psalmen,89,17#17. ob deines Namens jubeln alletag / durch deine Rechtestat erhöht sind. /
15407#Psalmen,89,18#18. Denn ihrer Macht Berühmen bist du / durch deine Huld ragt unser Horn /
15408#Psalmen,89,19#19. denn von dem Ewigen ist unser Schild / vom Heilgen Jisraëls, der unser König.
15409#Psalmen,89,20#20. Einst redetest du im Gesicht zu deinen Frommen / und sprachst: / ,Ich habe Heil gebreitet auf den Helden / erhöht den Auserwählten aus dem Volk; /
15410#Psalmen,89,21#21. gefunden hab ich Dawid, meinen Knecht / mit meinem heilgen Öle ihn gesalbt. /
15411#Psalmen,89,22#22. Daß meine Hand fest mit ihm sei / ja, daß mein Arm ihn stärke. /
15412#Psalmen,89,23#23. Nicht soll der Feind ihn überlisten / der Mann des Unrechts ihn nicht drücken. /
15413#Psalmen,89,24#24. Und ich zerschlage vor ihm seine Dränger / und seine Hasser stoß ich nieder. /
15414#Psalmen,89,25#25. Und meine Treu und meine Liebe sind bei ihm / durch meinen Namen ragt sein Horn. /
15415#Psalmen,89,26#26. Ich setz aufs Meer hin seine Hand / und auf die Ströme seine Rechte. /
15416#Psalmen,89,27#27. Er soll mich rufen: Vater bist du mir! / Mein Gott und meiner Hilfe Fels! /
15417#Psalmen,89,28#28. Und ich auch mache ihn zum Erstgebornen / zum Höchsten unter Königen der Erde. /
15418#Psalmen,89,29#29. Ich will ihm ewig wahren meine Liebe / mein Bund bleib ihm bewährt. /
15419#Psalmen,89,30#30. Ich will für ewig setzen seinen Samen / und seinen Thron so wie des Himmels Tage. /
15420#Psalmen,89,31#31. Wenn seine Söhne meine Weisung lassen / und nicht nach meinen Rechten wandeln /
15421#Psalmen,89,32#32. wenn meine Satzungen sie schänden / und meine Rechtsgebote sie nicht wahren: /
15422#Psalmen,89,33#33. So straf ich mit der Rute ihren Abfall / mit Schlägen ihre Missetat /
15423#Psalmen,89,34#34. doch meine Liebe will ich ihm nicht brechen / und nicht zur Lüge machen meine Treue. /
15424#Psalmen,89,35#35. Nicht schänden meinen Bund / nicht wandeln meiner Lippen Ausspruch. /
15425#Psalmen,89,36#36. Eins hab in meinem Heiligtum ich zugeschworen / - sollt ich Dawid zum Lügner werden? -: /
15426#Psalmen,89,37#37. Sein Same soll für ewig sein / sein Thron der Sonne gleich vor mir /
15427#Psalmen,89,38#38. dem Monde gleich für immer fest / dem Zeugen im Gewölk, bewährt!'» / Sela.
15428#Psalmen,89,39#39. «Und doch hast du verstoßen und verworfen / hast gegen deinen dir Gesalbten dich erzürnt; /
15429#Psalmen,89,40#40. verwarfst den Bund mit deinem Knecht / hast in den Staub geschändet seine Weihekrone. /
15430#Psalmen,89,41#41. Zerrissest alle seine Mauern / du legtest Furcht in seine Vesten. /
15431#Psalmen,89,42#42. Es plündern ihn, alldie des Weges ziehn / er ward zum Schimpf für seine Nachbarn. /
15432#Psalmen,89,43#43. Gehöht hast du die Rechte seiner Dränger / erfreut all seine Feinde. /
15433#Psalmen,89,44#44. Ja, triebst zurück die Härte seines Schwertes / ließt ihm nicht Halt im Kampf. /
15434#Psalmen,89,45#45. Hast seinen Glanz ihm abgetan / und seinen Thron zur Erde hingeworfen. /
15435#Psalmen,89,46#46. Du hast verkürzt die Tage seiner Jugend / und Schande über ihn gehüllt.» / Sela.
15436#Psalmen,89,47#47. «Bis wann wirst, Ewger, du dich dauernd bergen / wird brennen gleich dem Feuer deine Wut? /
15437#Psalmen,89,48#48. Gedenk, wie ich vergänglich! - / Wie doch zu nichts schufst du die Menschenkinder alle! /
15438#Psalmen,89,49#49. Wer ist der Mann, der lebt / und nicht den Tod erschaute / der seine Seele rettet aus Scheol?» / Sela.
15439#Psalmen,89,50#50. «Wo ist sie, deine einstge Liebe, Herr / die Dawid du geschworen hast in deiner Treue? /
15440#Psalmen,89,51#51. Gedenk, Herr, deiner Knechte Schmach / wie ichs im Schoße trag von all den vielen Völkern /
15441#Psalmen,89,52#52. wie deine Feinde schmähten, Ewiger / sie schmähten hinter deinem dir Gesalbten!»
15442#Psalmen,89,53#53. «Gepriesen sei der Ewige in Ewigkeit. Amen und Amen!»
15443#Psalmen,90,1#1. Gebet von Mosche, dem Gottesmann. «Herr, Heimstatt bist du / bists uns gewesen für und für. /
15444#Psalmen,90,2#2. Eh die Gebirge noch geboren / gekreißt die Erde mit dem Festland / und von der Ewigkeit zur Ewigkeit bist / du Gott. /
15445#Psalmen,90,3#3. Du führst den Menschen bis zum Staub zurück / dann sprichst du: / ,Kehrt um, ihr Menschenkinder!' /
15446#Psalmen,90,4#4. Denn tausend Jahre sind in deinen Augen / wie Gesterns Tag, wenn er vorbei / Wachtweile in der Nacht. /
15447#Psalmen,90,5#5. Du gießt sie hin / im Samentropfen werden sie. / Am Morgen wie das Gras, vergänglich /
15448#Psalmen,90,6#6. am Morgen sprießt es - und vergeht / zum Abend ist es welk und dürr. /
15449#Psalmen,90,7#7. Ja, wir vergehn durch deinen Zorn / in deinem Grimm sind wir verschreckt. /
15450#Psalmen,90,8#8. Hast unsre Sünden vor dich hingestellt / und unser Heimliches in deines Angesichtes Helle. /
15451#Psalmen,90,9#9. Ja, alle unsre Tage schwinden hin in deinem Grimm / wir enden unsre Jahre gleich dem Hauch.
15452#Psalmen,90,10#10. Die Tage unsres Lebens / sind drunter: Siebzig Jahre / und wenn in Kräften, achtzig Jahr / und ihre Hast ist Müh und Trug. / Denn schnell enteilts, und wir verfliegen. /
15453#Psalmen,90,11#11. Wer wüßte deines Zornes Wucht / wie dich zu fürchten, deinen Grimm? /
15454#Psalmen,90,12#12. Lehr unsre Tage recht zu zählen / daß wir ein weises Herz erbringen.
15455#Psalmen,90,13#13. Komm wieder, Ewiger! Bis wann? / Laß deiner Knechte dirs geleiden! /
15456#Psalmen,90,14#14. Ersättige zum Morgen uns mit deiner Liebe / daß wir uns jubelnd freuen alle unsre Tage. /
15457#Psalmen,90,15#15. Erfreu uns gleich den Tagen, da du uns gebeugt / den Jahren, wo wir Unglück sahn. /
15458#Psalmen,90,16#16. Laß deinen Knechten sichtbar sein dein Wirken / und deinen Glanz ob ihren Kindern! /
15459#Psalmen,90,17#17. Es sei die Huld des Ewgen, unsres Gottes, über uns / und unsrer Hände Werk richt auf für uns / ja, unsrer Hände Werk, errichte es!»
15460#Psalmen,91,1#1. «Der in des ,Höchsten' Bergung ruht / im Schatten des ,Gewaltgen' sich verweilt! /
15461#Psalmen,91,2#2. Ich sprech zum ,Ewgen': Meine Burg und meine Veste / mein Gott, auf den ich baue! /
15462#Psalmen,91,3#3. Denn er, er rettet dich vor Voglers Schlinge / verderbender Pest. /
15463#Psalmen,91,4#4. Mit seinem Fittich schirmt er dich / und unter seine Schwingen flüchtest du / Schild ist und Mauer seine Treu. /
15464#Psalmen,91,5#5. Nicht fürchtest du den Schreck der Nacht / den Pfeil, der fliegt am Tag /
15465#Psalmen,91,6#6. die Pest, die durch das Dunkel schleicht / die Seuche, die verheert am Mittag. /
15466#Psalmen,91,7#7. Ob tausend fallen dir zur Seite / und zehnmaltausend dir zur Rechten / dir naht es nicht. /
15467#Psalmen,91,8#8. Nur mit den Augen schaust du es / und das Vergelten an den Bösen siehst du.
15468#Psalmen,91,9#9. Denn du: Der ,Ewge', meine Zuflucht / er ist der ,Höchste', den du Heimstatt dir gemacht. /
15469#Psalmen,91,10#10. Nicht kann dir Böses widerfahren / und keine Plage naht in deinem Zelt. /
15470#Psalmen,91,11#11. Denn er entbietet seine Boten dir / auf allen deinen Wegen dich zu hüten. /
15471#Psalmen,91,12#12. Auf Händen werden sie dich tragen / daß an den Stein dein Fuß nicht stößt; /
15472#Psalmen,91,13#13. hin über Ungetier und Natter wirst du schreiten / zertreten Großgetier und Drachen. /
15473#Psalmen,91,14#14. ,Weil er mich liebt, will ich ihn retten / ihn höhen, weil er meinen Namen kennt. /
15474#Psalmen,91,15#15. Er ruft mich an, und ich erhör ihn / und bin bei ihm in Not / befrei ihn, schaff ihm Ehre. /
15475#Psalmen,91,16#16. Mit langem Leben sättige ich ihn / und laß ihn schaun mein Heil.'»
15476#Psalmen,92,1#1. Ein Psalmlied. Für den Sabbattag.
15477#Psalmen,92,2#2. «Gut ists, dem Ewigen zu huldigen / zu singen deinem Namen, Höchster. /
15478#Psalmen,92,3#3. Zu künden morgens deine Liebe / und deine Treue in den Nächten /
15479#Psalmen,92,4#4. auf Zehnsait und auf Harfe / zum Klingen auf der Zither. /
15480#Psalmen,92,5#5. Denn du erfreutest, Ewiger, mich durch dein Tun / und ob der Werke deiner Hände juble ich. /
15481#Psalmen,92,6#6. Wie groß sind deine Werke, Ewiger / sehr tief dein Planen! /
15482#Psalmen,92,7#7. Der leere Mann, er merkt es nicht / der Tor begreift dies nicht: /
15483#Psalmen,92,8#8. Wenn Böse sprossen wie das Gras / aufblühen alle Übeltäter - / daß sie getilgt für ewig werden! /
15484#Psalmen,92,9#9. Du aber - ewiglich erhaben, Ewiger! /
15485#Psalmen,92,10#10. Denn, siehe, deine Feinde, Ewiger / denn, siehe, deine Feinde schwinden / zerstieben alle Übeltäter. /
15486#Psalmen,92,11#11. Und du erhöhest wie des Wildstiers mir mein Horn / ich bin getränkt mit frischem Öl. /
15487#Psalmen,92,12#12. Mein Aug erschauts an meinen Feinden / an Bösen, die da aufstehn wider mich / erhörens meine Ohren. /
15488#Psalmen,92,13#13. Der Rechtliche sproßt wie die Palme / wächst wie die Zeder auf dem Libanon. /
15489#Psalmen,92,14#14. Gepflanzt im Haus des Ewigen / und in den Höfen unsres Gottes sprossen sie. /
15490#Psalmen,92,15#15. Noch blühen sie im Alter / und werden markig sein und grün: /
15491#Psalmen,92,16#16. Zu künden, daß gerecht der Ewige / mein Fels, kein Unrecht ist an ihm.»
15492#Psalmen,93,1#1. «Der Ewige ward König, kleidet sich in Stolz / es kleidet sich der Ewige, in Macht sich gürtend. / Gar sicher steht das Festland, ohne Wanken. /
15493#Psalmen,93,2#2. Fest steht dein Thron von je / von uran bist du. /
15494#Psalmen,93,3#3. Es hoben Ströme, Ewiger / es hoben Ströme ihren Schall / es heben Ströme ihr Gebraus. /
15495#Psalmen,93,4#4. Vor vieler Wasser Schall / gewaltger Meereswogen / gewaltig in der Höhe ist der Ewige.
15496#Psalmen,93,5#5. Was du bezeugt, ward voll bewährt / und deinem Hause ziemet Heiligkeit / o Ewger, für der Tage Dauer!»
15497#Psalmen,94,1#1. «Du Gott des Rächens, Ewiger / du Gott des Rächens, erscheine! /
15498#Psalmen,94,2#2. Erhebe dich, der Erde Richter / zahl heim Vergeltung an die Stolzen! /
15499#Psalmen,94,3#3. Bis wann die Bösen, Ewiger / bis wann solln sie, die Bösen jubeln? /
15500#Psalmen,94,4#4. Es sprudeln, reden dreist / es rühmen sich die Übeltäter alle. /
15501#Psalmen,94,5#5. Dein Volk, o Ewiger, zerschlagen sie / und drücken dein Besitztum. /
15502#Psalmen,94,6#6. Die Witwe und den Fremdling würgen sie / und morden hin die Waisen /
15503#Psalmen,94,7#7. und sprechen: ,Nimmer sieht es Jah / nicht merkt es Jaakobs Gott!' /
15504#Psalmen,94,8#8. Merkt auf, ihr Narrn im Volk / ihr Toren, wann wollt ihrs begreifen? /
15505#Psalmen,94,9#9. Der pflanzt das Ohr, sollt er nicht hören? / Sollt, der das Aug geformt, nicht schaun? /
15506#Psalmen,94,10#10. Der Völker züchtigt, sollt nicht strafen / er, der den Menschen lehrt Erkennen? /
15507#Psalmen,94,11#11. Der Ewge weiß des Menschen Pläne / denn Hauch sind sie!
15508#Psalmen,94,12#12. Beglückt der Mann / den du, Jah, züchtigst / und den aus deiner Weisung du belehrst; /
15509#Psalmen,94,13#13. ihm Ruh zu bringen vor des Unheils Tagen / bis daß gegraben ist des Bösen Grube. /
15510#Psalmen,94,14#14. Denn nicht verstößt der Ewige sein Volk / sein Erbe läßt er nicht. /
15511#Psalmen,94,15#15. Denn wieder kehrt zum Recht das Richten; / so folgt ihm, all ihr Herzensgraden.
15512#Psalmen,94,16#16. Wer steht zu mir bei Bösen / wer tritt zu mir bei Übeltätern? /
15513#Psalmen,94,17#17. Wär nicht der Ewige mir Hilfe / fast weilt' in Todesstille meine Seele. /
15514#Psalmen,94,18#18. Wenn ich gedacht, es wankt mein Fuß / da stützt mich deine Liebe, Ewiger. /
15515#Psalmen,94,19#19. Wenn viel in mir die Ängste wurden / erheitert deine Tröstung meine Seele. /
15516#Psalmen,94,20#20. Gesellt sich dir, am Thron, die Tücke? / Dem Schöpfer Unrecht beim Gesetzeswerk? /
15517#Psalmen,94,21#21. Die da gerottet um des Frommen Leben / unschuldig Blut befreveln sie. /
15518#Psalmen,94,22#22. Da ward der Ewge mir zur Burg / mein Gott zum Felsen, mir zum Schirm. /
15519#Psalmen,94,23#23. Er zahlte ihnen heim ihr Unrecht / in ihrer Bosheit tilgt er sie / tilgt sie der Ewge, unser Gott.»
15520#Psalmen,95,1#1. «Kommt, laßt dem Ewigen uns jubeln / dem Felsen jauchzen unsres Heils; /
15521#Psalmen,95,2#2. mit Huldigung uns vor sein Antlitz treten / zujauchzen ihm mit Klängen: /
15522#Psalmen,95,3#3. Denn er, der Ewge, ist ein großer Gott / ein König, groß ob allen Göttern. /
15523#Psalmen,95,4#4. In dessen Hand der Erde Tiefen / und sein der Berge Schätze. /
15524#Psalmen,95,5#5. Sein ist das Meer, und er hat es geschaffen / das Festland formten seine Hände. /
15525#Psalmen,95,6#6. Kommt, laßt uns niederwerfen und uns beugen / knien vor dem Ewgen, unserm Schöpfer. /
15526#Psalmen,95,7#7. Denn er ist unser Gott / wir seiner Weide Volk / die Herde seiner Hand; / noch heute, hörtet ihr auf seine Stimme! /
15527#Psalmen,95,8#8. Verstockt das Herz nicht wie am Haderort / am Tage der Versuchung in der Wüste! /
15528#Psalmen,95,9#9. Wo mich versuchten eure Väter / mich prüften, wo sie doch mein Werk gesehn /
15529#Psalmen,95,10#10. durch vierzig Jahre. / Da zankte ich mit dem Geschlecht / und sprach: / ,Volk irren Sinnes sind sie / und sie, sie wissen nicht um meine Wege!' /
15530#Psalmen,95,11#11. Bis daß ich schwor in meinem Zorn: / ,Ob sie zu meiner Weilstatt kommen!'»
15531#Psalmen,96,1#1. «Dem Ewgen singet neuen Sang / dem Ewgen singet, alle Erde. /
15532#Psalmen,96,2#2. Dem Ewgen singet, preiset seinen Namen / von Tag zu Tage kündet seine Hilfe! /
15533#Psalmen,96,3#3. Erzählet bei den Völkern seine Herrlichkeit / bei allen Nationen seine Wunder. /
15534#Psalmen,96,4#4. Daß groß der Ewige und hochgerühmt / er furchtbar über alle Götter. /
15535#Psalmen,96,5#5. Denn alle Völkergötter sind nur Nichtse / der Ewge aber schuf die Himmel. /
15536#Psalmen,96,6#6. Erhabenheit und Glanz sind vor ihm / und Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
15537#Psalmen,96,7#7. Dem Ewgen gebt, ihr Völkersippen / dem Ewgen gebet Ehr und Macht! /
15538#Psalmen,96,8#8. Dem Ewgen gebet seines Namens Ehr / nehmt Gabe, kommt zu seinen Höfen! /
15539#Psalmen,96,9#9. Werft euch dem Ewgen hin in heilgem Schmuck / erbebet vor ihm alle Erde! /
15540#Psalmen,96,10#10. Sprecht bei den Völkern: ,König ist der Ewige!' / Gar sicher steht das Festland, ohne Wanken. / Die Völker richtet er in Rechtlichkeit! /
15541#Psalmen,96,11#11. Es freut der Himmel sich, es jauchzt die Erde / es tost das Meer und was es füllt. /
15542#Psalmen,96,12#12. Es jauchzt die Flur und alles was darauf! / Dann jubeln all des Waldes Bäume! /
15543#Psalmen,96,13#13. Vorm Ewgen, wenn er kommt / er kommt, die Welt zu richten / das Festland richtet in Gerechtigkeit / in seiner Treue die Nationen.»
15544#Psalmen,97,1#1. «Der Ewige ward König! / Da jauchzt die Erde / da freuen sich die vielen Seelande. /
15545#Psalmen,97,2#2. Gewölk und Wetterdunkel sind um ihn / Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones Grund. /
15546#Psalmen,97,3#3. Vor ihm geht Feuer aus / loht rings um seine Feinde. /
15547#Psalmen,97,4#4. Das Festland hellen seine Blitze / es siehts und bebt die Erde. /
15548#Psalmen,97,5#5. Die Berge schmelzen hin wie Wachs / vorm Ewigen, vorm Herrn der ganzen Erde. /
15549#Psalmen,97,6#6. Die Himmel künden seine Rechtestat / es schauen alle Völker seine Ehre! /
15550#Psalmen,97,7#7. Zuschanden werden alle Bildanbeter / die sich der Nichtse rühmen. / Ihm werfen alle Götter sich zu Boden. /
15551#Psalmen,97,8#8. Es hörts und freut sich Zijon / es jubeln auf Jehudas Töchter / ob deines Richtens, Ewiger. /
15552#Psalmen,97,9#9. Denn du bist, Ewiger, zuhöchst / ob aller Erde / bist hoch erhaben über allen Göttern. /
15553#Psalmen,97,10#10. Die ihr den Ewgen liebet, haßt das Böse: / Er hütet seiner Frommen Leben / der Bösen Hand entreißt er sie. /
15554#Psalmen,97,11#11. Licht ist gesät für den Gerechten / für die geraden Herzens Freude; /
15555#Psalmen,97,12#12. freut euch, Gerechte, an dem Ewigen / und huldigt seinem heilgen Anruf!»
15556#Psalmen,98,1#1. Psalm. «Dem Ewgen singet neuen Sang / weil Wunderbares er getan! / Geholfen hat ihm seine Rechte / sein heilger Arm. /
15557#Psalmen,98,2#2. Der Ewige tat seine Hilfe kund / hat vor der Völker Augen / enthüllet seine Rechtstat. /
15558#Psalmen,98,3#3. Er dachte seiner Liebe, seiner Treue / dem Hause Jisraël / es schauten aller Erde Enden / die Hilfe unsres Gottes. /
15559#Psalmen,98,4#4. Jauchzt auf zum Ewgen, alle Erde / brecht aus und jubelt und spielt auf! /
15560#Psalmen,98,5#5. Spielt auf dem Ewgen mit der Zither / der Zither und des Liedes Schall! /
15561#Psalmen,98,6#6. Mit den Trompeten und des Hornes Hall / jauchzt vor dem Ewigen, dem König! /
15562#Psalmen,98,7#7. Es tost das Meer und was es füllt / das feste Land und dessen Wohner. /
15563#Psalmen,98,8#8. Die Ströme klatschen in die Hand / allsamt die Berge jubeln: /
15564#Psalmen,98,9#9. Vorm Ewgen, wenn er kommt / die Welt zu richten / das Festland richtet in Gerechtigkeit / und Völker in Geradheit.»
15565#Psalmen,99,1#1. «Der Ewige ward König / da beben die Völker / er thront auf Kerubim / da wankt die Erde. /
15566#Psalmen,99,2#2. Der Ewge ist in Zijon groß / und hoch ist er ob allen Völkern. /
15567#Psalmen,99,3#3. Sie huldgen deinem Namen / so groß und furchtbar / geheiligt ist er /
15568#Psalmen,99,4#4. des Königs Macht / der liebt das Recht. / Du hast Geradheit festgesetzt / Recht und Gerechtigkeit in Jaakob / hast du geschaffen. /
15569#Psalmen,99,5#5. Höht unsern Gott, den Ewigen / und werft euch hin zum Schemel seiner Füße! / Geheiligt ist er.
15570#Psalmen,99,6#6. Mosche und Aharon von seinen Priestern / und Schemuël von Rufenden zu seinem Namen / die riefen zu dem Ewigen / und er erhört sie. /
15571#Psalmen,99,7#7. In einer Wolkensäule redet' er zu ihnen / sie wahrten, was er hatt' bezeugt / und das Gesetz, das ihnen er gegeben. /
15572#Psalmen,99,8#8. Du, Ewger, unser Gott, erhörtest sie / ein Gott, vergebend, warst du ihnen / sie reinigend trotz dem, was sie getan. /
15573#Psalmen,99,9#9. Höht unsern Gott, den Ewigen / und werft euch hin zu seinem heilgen Berg / denn heilig ist der Ewge, unser Gott!»
15574#Psalmen,100,1#1. Psalm zur Huldigung. «Jauchzt auf zum Ewgen, alle Erde! /
15575#Psalmen,100,2#2. Dem Ewgen dient in Freude / kommt vor ihn hin mit Jubel! /
15576#Psalmen,100,3#3. Erkennet, daß der Ewige, er Gott / er uns geschaffen, sein sind wir: / Sein Volk und seiner Weide Herde. /
15577#Psalmen,100,4#4. Zieht ein mit Huldigung in seine Tore / mit Preis in seine Höfe / und huldigt ihm und preiset seinen Namen /
15578#Psalmen,100,5#5. daß gut der Ewige / für ewig seine Liebe / für Zeit um Zeiten seine Treue.»
15579#Psalmen,101,1#1. Von Dawid ein Psalm. «Will Lieb und Recht besingen / dir, Ewger, spiel ich auf /
15580#Psalmen,101,2#2. sing ein Maskil-lied auf des Schlichten Weg: / ,Wann kommst du zu mir! / Laß wandeln mich mit meinem ganzen Herzen / in meinem Haus! /
15581#Psalmen,101,3#3. Nicht halt ich mir vor Augen / ein ruchlos Ding / Verführertreiben haß ich / bleibt nicht bei mir! /
15582#Psalmen,101,4#4. Verkehrter Sinn sei fern von mir / den Bösen kenn ich nicht! /
15583#Psalmen,101,5#5. Wer insgeheim beredet seinen Nächsten / den tilge ich. / Wer stolzen Blicks und weiter Gier / ertrag ihn nicht. /
15584#Psalmen,101,6#6. Hab meine Augen auf dem Wahrhaften im Land / bei mir zu weilen; / wer schlichten Weges wandelt / der darf mir dienen. /
15585#Psalmen,101,7#7. Nicht weilt in meinem Haus / wer Tücke übt; / wer Lügen redet, bleibt nicht / vor meinen Augen. /
15586#Psalmen,101,8#8. Allmorgen tilge ich / alle Bösen im Land / um auszurotten aus des Ewgen Stadt / alle Übeltäter!'»
15587#Psalmen,102,1#1. «Des Elenden Gebet, da er vergeht / und vor dem Ewgen ausgießt seine Klage /
15588#Psalmen,102,2#2. hör, Ewger, mein Gebet / mein Schreien komme zu dir! /
15589#Psalmen,102,3#3. Birg nicht vor mir dein Antlitz / am Tag, wo mir so angst / neig mir dein Ohr! / Am Tage, wo ich rufe / erhör mich bald! /
15590#Psalmen,102,4#4. Denn wie im Rauch vergehen meine Tage / und meine Knochen dorren wie im Brand. /
15591#Psalmen,102,5#5. Getroffen dorrt wie Gras mein Herz / ja, ich vergaß, mein Brot zu essen. /
15592#Psalmen,102,6#6. Vor meines Stöhnens Ruf / klebt an der Zunge mir der Gaumen. /
15593#Psalmen,102,7#7. Bin gleich dem Nachtkauz in der Wüste / ward wie die Eule auf den Trümmern /
15594#Psalmen,102,8#8. ich wache, und ich bin / so wie der Vogel, vereinsamt, auf einem Dach. /
15595#Psalmen,102,9#9. Mich schmähen meine Feinde alletag / die mich umtollen, fluchen bei mir. /
15596#Psalmen,102,10#10. Denn Asche esse ich wie Brot / und meinen Trank misch ich mit Tränen. /
15597#Psalmen,102,11#11. Ob deines Grolls und deines Zorns / daß du mich faßtest und mich hinwarfst. /
15598#Psalmen,102,12#12. Wie Schatten, hingeneigt, sind meine Tage / und ich, wie Gras verwelk ich.
15599#Psalmen,102,13#13. Du aber, Ewiger, thronst ewiglich / dein Anruf ist für Zeit um Zeiten. /
15600#Psalmen,102,14#14. Wirst dich erheben / Zijons dich erbarmen / wenn Zeit ist, Gnade ihm zu zeigen / wenn kommt die Frist. /
15601#Psalmen,102,15#15. Denn deine Knechte lieben seine Steine / und seinem Boden sind sie gut. /
15602#Psalmen,102,16#16. Des Ewgen Namen fürchten dann die Völker / und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit /
15603#Psalmen,102,17#17. weil aufgebaut der Ewge Zijon / und sich gezeigt in seiner Herrlichkeit /
15604#Psalmen,102,18#18. er sich gewendet zu des Einsamen Gebet / und nicht verschmäht ihr Beten. /
15605#Psalmen,102,19#19. Sei dies verschrieben für die späte Zeit / daß neugeschaffen Volk ihn rühme, Jah! /
15606#Psalmen,102,20#20. Weil er geschaut von seiner heilgen Höhe / der Ewige vom Himmel niederblickt zur Erde /
15607#Psalmen,102,21#21. das Stöhnen des Gefangenen zu hören / die Todgeweihten zu befrein. /
15608#Psalmen,102,22#22. Daß man des Ewgen Ruf in Zijon künde / und in Jeruschalaim seinen Ruhm. /
15609#Psalmen,102,23#23. Wenn sich vereint die Völker sammeln / die Königreiche, um dem Ewigen zu dienen.
15610#Psalmen,102,24#24. Er brach im Niedertreten meine Kraft / kürzt' meine Tage. /
15611#Psalmen,102,25#25. Ich sprach: / ,Gott, laß in meiner Tage Mitte / mich nicht entschweben! / Durch Zeit um Zeiten währen deine Jahre. /
15612#Psalmen,102,26#26. Einst hast die Erde du gegründet / als deiner Hände Werk die Himmel; /
15613#Psalmen,102,27#27. sie gehen hin, doch du bestehst / sie alle morschen wie ein Kleid / läßt sie vergehen wie ein Tuch / und sie sind weg. /
15614#Psalmen,102,28#28. Du aber bleibst / und deine Jahre enden nicht. /
15615#Psalmen,102,29#29. Die Kinder deiner Knechte werden wohnen / ihr Same hat vor dir Bestand.'»
15616#Psalmen,103,1#1. Von Dawid. «Den Ewgen preise, meine Seele / und alles in mir seinen heilgen Namen! /
15617#Psalmen,103,2#2. Den Ewgen preise, meine Seele / vergiß nicht all sein Wohlerweisen. /
15618#Psalmen,103,3#3. Ihn, der vergeben alle deine Sünde / geheilt hat all dein Kranken /
15619#Psalmen,103,4#4. erlöst dein Leben von der Grube / mit Liebe und Erbarmen dich umkränzt. /
15620#Psalmen,103,5#5. Der sättigte mit Gutem deine Lust / daß gleich dem Laubabfall du deine Jugend neust. /
15621#Psalmen,103,6#6. Der Ewge wirkt Gerechtigkeit / und Richten allen den Bedrückten. /
15622#Psalmen,103,7#7. Tat seine Wege Mosche kund / den Kindern Jisraël sein Handeln; /
15623#Psalmen,103,8#8. barmherzig ist der Ewige und gnädig / langmütig, reich an Liebe. /
15624#Psalmen,103,9#9. Nicht fortzu streitet er / nicht ewig trägt er nach. /
15625#Psalmen,103,10#10. Nicht unsern Sünden gleich tat er mit uns. / Nicht unsern Missetaten nach vergalt er uns /
15626#Psalmen,103,11#11. denn wie der Himmel hoch ist ob der Erde / so stark ob denen, die ihn fürchten, seine Liebe. /
15627#Psalmen,103,12#12. Wie fern der Sonnenaufgang ist vom Untergang / so weit entfernt er von uns unsre Missetaten. /
15628#Psalmen,103,13#13. Wie sich erbarmt ein Vater seiner Kinder / erbarmt der Ewige sich derer, die ihn fürchten. /
15629#Psalmen,103,14#14. Weiß er ja unsre Formung / gedenkend, daß wir Staub; /
15630#Psalmen,103,15#15. der Mensch, wie Gras sind seine Tage / so wie des Feldes Blume blüht er; /
15631#Psalmen,103,16#16. da geht der Wind darüber hin, ist sie nicht mehr / und kennt sie nimmer ihre Stätte; /
15632#Psalmen,103,17#17. des Ewgen Liebe aber währt / von Ewigkeit zu Ewigkeit ob denen, die ihn fürchten / und seine Rechtlichkeit zu Kindeskindern /
15633#Psalmen,103,18#18. für die, die wahren seinen Bund / gedenkend seiner Fügungen, um sie zu üben.
15634#Psalmen,103,19#19. Der Ewge baut' im Himmel seinen Thron / sein Königtum, es waltet über allem. /
15635#Psalmen,103,20#20. Den Ewgen preiset, seine Boten / ihr Heldenstarke, Wirker seines Worts / gehorchend seines Wortes Hall! /
15636#Psalmen,103,21#21. Den Ewgen preiset, alle seine Scharen / ihr Diener, Wirker seines Willens! /
15637#Psalmen,103,22#22. Den Ewgen preiset, alle seine Werke / an allen Orten seines Waltens / den Ewgen preise, meine Seele!»
15638#Psalmen,104,1#1. «Den Ewgen preise, meine Seele! / O Ewiger, mein Gott, du bist gar groß / du kleidest dich in Pracht und Prangen. /
15639#Psalmen,104,2#2. Der breitet Helle wie ein Kleid / der spannt den Himmel wie ein Zelttuch /
15640#Psalmen,104,3#3. der bälkt in Wassern seine Söller / die Wolken sich zum Fahrzeug macht / und wandelt auf des Windes Flügeln /
15641#Psalmen,104,4#4. zu seinen Boten macht die Winde / zu seinen Dienern Feuer, flammend. /
15642#Psalmen,104,5#5. Er stellt die Erde fest auf ihre Stützen / daß sie nicht wanke für und für. /
15643#Psalmen,104,6#6. Mit Fluten wie mit einem Kleide hattest du's gedeckt / auf den Gebirgen standen Wasser. /
15644#Psalmen,104,7#7. Vor deinem Schelten flohen sie / entflüchteten vor deines Donners Hall /
15645#Psalmen,104,8#8. sie stiegen über Berge, sanken in die Täler / hin an den Ort, wo jenen du den Grund gelegt. /
15646#Psalmen,104,9#9. Du setztest Schranke, daß sie nicht drob weggehn / nie mehr die Erde decken.
15647#Psalmen,104,10#10. Der sendet frei die Quellen in die Bäche / daß zwischen Bergen sie dahinziehn /
15648#Psalmen,104,11#11. sie tränken all des Feldes Tiere / die wilden Esel löschen ihren Durst. /
15649#Psalmen,104,12#12. Auf ihnen wohnt des Himmels Vogelvolk / aus dem Gezweige lassen sie die Stimme schallen. /
15650#Psalmen,104,13#13. Der tränkt aus seinen Söllern die Gebirge / von deiner Werke Frucht wird satt die Erde. /
15651#Psalmen,104,14#14. Gras läßt er sprießen für das Vieh / und Kräuter bei des Menschen Arbeit / um Brot hervorzubringen aus der Erde /
15652#Psalmen,104,15#15. und Wein, des Menschen Herz erhebend / von Duftöl ihm das Antlitz zu erhellen / und Brot, das Menschenherz erlabt. /
15653#Psalmen,104,16#16. Satt werden da des Ewgen Bäume / die Zedern auf dem Libanon, die er gepflanzt /
15654#Psalmen,104,17#17. daselbst die Vögel nisten / der Storch, des Hausung die Zypressen. /
15655#Psalmen,104,18#18. Die hohen Berge für die Felsenböcke / das Steingeklüft als Schlupf den Klippendachsen. /
15656#Psalmen,104,19#19. Er schuf den Mond zu festen Zeiten / die Sonne, daß sie ihren Heimgang kennt. /
15657#Psalmen,104,20#20. Du bringst das Dunkel, es wird Nacht; / da regt sich alles Wild des Waldes. /
15658#Psalmen,104,21#21. Die Bestien brüllen auf nach Raub / und um von Gott zu fordern ihre Nahrung; /
15659#Psalmen,104,22#22. strahlt auf die Sonne, ziehn sie sich zurück / und lagern sich in ihrer Hausung. /
15660#Psalmen,104,23#23. Da zieht der Mensch hinaus zu seinem Werk / und seiner Arbeit bis zum Abend.
15661#Psalmen,104,24#24. Wie viel sind deiner Werke, Ewiger / sie alle hast du in Weisheit geschaffen / voll ist die Erde deiner Schöpfungen. /
15662#Psalmen,104,25#25. Da ist das Meer, so groß und weitgespannt / dort ist Gerege ohne Zahl / die Tiere, kleine mit den großen. /
15663#Psalmen,104,26#26. - Da zogen sie in Schiffen hin / mit Liwjatan, den du, mit ihm dich zu belustgen, schufst. - /
15664#Psalmen,104,27#27. Sie alle harren dein / daß ihnen du die Nahrung gibst zur Zeit. /
15665#Psalmen,104,28#28. Du gibst sie ihnen, und sie sammeln auf / du öffnest deine Hand, sie werden satt des Guten. /
15666#Psalmen,104,29#29. Birgst du dein Antlitz, schrecken sie / nimmst ihren Odem, so vergehn sie / und kehren heim zu ihrem Staub. /
15667#Psalmen,104,30#30. Schickst deinen Odem aus, sind sie erschaffen / und du erneust der Erde Antlitz. /
15668#Psalmen,104,31#31. Des Ewgen Herrlichkeit sei ewighin / es freue sich der Ewge seiner Werke! /
15669#Psalmen,104,32#32. Der auf die Erde schaut, da bebt sie / rührt an die Berge, und sie rauchen! /
15670#Psalmen,104,33#33. Ich will mein Leben lang dem Ewgen singen / aufspielen meinem Gott, dieweil ich bin. /
15671#Psalmen,104,34#34. Mag ihm mein Sinnen wohlgefallen / ich will des Ewigen mich freun! /
15672#Psalmen,104,35#35. Vergehen solln die Sünder von der Erde / die Bösen sollen nicht mehr sein! Den Ewgen preise, meine Seele! / Preist Jah!»
15673#Psalmen,105,1#1. «Dem Ewgen huldigt, rufet seinen Namen / verkündet bei den Völkern seine Taten! /
15674#Psalmen,105,2#2. Singt ihm, spielt ihm / besprechet alle seine Wunder! /
15675#Psalmen,105,3#3. Berühmt euch seines heilgen Namens / der Herze freu sich, die den Ewgen suchen! /
15676#Psalmen,105,4#4. Strebt nach dem Ewigen und seiner Macht / sucht stets sein Antlitz! /
15677#Psalmen,105,5#5. Denkt seiner Wunder, die er tat / der Wahrbeweise sein, Rechtssprüche seines Mundes /
15678#Psalmen,105,6#6. der Same seines Knechtes Abraham / Jaakobs Söhne, ihm Erwählte!
15679#Psalmen,105,7#7. Er ist der Ewge, unser Gott / auf aller Erde ist sein Richten. /
15680#Psalmen,105,8#8. Er denket ewig seines Bundes / des Worts, das er entboten, tausendstem Geschlecht /
15681#Psalmen,105,9#9. die er mit Abraham beschlossen / und seines Schwurs an Jishak. /
15682#Psalmen,105,10#10. Er stellt' ihn hin für Jaakob zum Satz / für Jisraël als ewgen Bund /
15683#Psalmen,105,11#11. und sprach: / ,Dir geb ich Land Kenaan / als Anteil euch zum Erbe.' /
15684#Psalmen,105,12#12. Da sie gezählte Leute waren / gering und Gastende darin; /
15685#Psalmen,105,13#13. sie wanderten von Volk zu Volk / von Königreich zu anderer Nation. /
15686#Psalmen,105,14#14. Ließ keinen Menschen sie bedrücken / und rügte Könige um sie: /
15687#Psalmen,105,15#15. ,Rührt nicht an meine Gesalbten / den mir Begeisteten tuet nicht übel!'
15688#Psalmen,105,16#16. Er rief den Hunger übers Land / und alle Brotesstütze brach er. /
15689#Psalmen,105,17#17. Vorangeschickt hatt er den Mann / zum Knecht verkauft ward Josef. /
15690#Psalmen,105,18#18. Sie zwangen in die Fessel seinen Fuß / ins Eisen kam sein Nacken /
15691#Psalmen,105,19#19. bis zu der Zeit, da sich sein Wort erfüllte / des Ewgen Spruch sich ihm bewährte. /
15692#Psalmen,105,20#20. Der König sandte, löste ihn / der Völker Herrscher, und entfesselt' ihn; /
15693#Psalmen,105,21#21. macht ihn zum Herrn in seinem Haus / zum Herrscher über alle seine Habe; /
15694#Psalmen,105,22#22. zu fesseln seine Obersten durch seinen Willen / und seine Alten, er belehrt sie.
15695#Psalmen,105,23#23. Jisraël kam dann nach Mizraim / und Jaakob gastete im Lande Hams. /
15696#Psalmen,105,24#24. Gar fruchtbar machte er sein Volk / und mächtiger als seine Dränger. /
15697#Psalmen,105,25#25. Da wandelt' sich ihr Herz, sein Volk zu hassen / zu argem Planen wider seine Knechte. /
15698#Psalmen,105,26#26. Da sandt er Mosche, seinen Knecht / Aharon, den er erwählt. /
15699#Psalmen,105,27#27. Die taten in sich seiner Wunderzeichen Worte / und Wahrbeweise an dem Lande Hams. /
15700#Psalmen,105,28#28. Er sandte Dunkel aus, verdunkelte / sie trotzten seinem Worte nicht! /
15701#Psalmen,105,29#29. Er wandelte in Blut um ihre Wasser / und machte ihre Fische sterben. /
15702#Psalmen,105,30#30. Es wimmelte ihr Land von Fröschen / in ihrer Könige Gemächern. /
15703#Psalmen,105,31#31. Er sprach, da kam Geschmeiß / und Ungeziefer über all ihr Land; /
15704#Psalmen,105,32#32. als ihren Regen gab er Hagel / und Feuerlohe auf ihr Land; /
15705#Psalmen,105,33#33. schlug ihre Rebe, ihre Feige / zerschmetterte die Bäume ihrer Markung. /
15706#Psalmen,105,34#34. Er sprach, da kam der Heuschreck / und Nager ohne Zahl. /
15707#Psalmen,105,35#35. Die fraßen alles Kraut im Land / die fraßen ihres Bodens Frucht. /
15708#Psalmen,105,36#36. Dann schlug er alle Erstgeburt im Land / den Erstling aller ihrer Kraft /
15709#Psalmen,105,37#37. und führte sie hinaus mit Silber und mit Gold / da war kein Stürzender in seinen Stämmen. /
15710#Psalmen,105,38#38. Froh war Mizraim, da sie gingen / weil Schreck vor ihnen sie befallen.
15711#Psalmen,105,39#39. Er breitet' als Verhang die Wolke / und Feuer, um die Nacht zu hellen. /
15712#Psalmen,105,40#40. Man bat, da bracht' er Wachteln / mit Himmelsbrot macht er sie satt /
15713#Psalmen,105,41#41. tat auf den Fels, und Wasser flossen / sie liefen in der Dürre als ein Strom: /
15714#Psalmen,105,42#42. Weil seines heilgen Wortes er gedacht / und seines Knechtes Abraham. /
15715#Psalmen,105,43#43. So führt' sein Volk mit Jubel er hinaus / im Jauchzen seine Auserwählten. /
15716#Psalmen,105,44#44. Er gab der Völker Länder ihnen / der Nationen Mühen erbten sie /
15717#Psalmen,105,45#45. auf daß sie seine Satzungen bewahren / und seine Weisungen behüten! / Preist Jah!»
15718#Psalmen,106,1#1. «Preist Jah! / Dem Ewgen huldigt, daß er gütig / daß ewig seine Liebe! /
15719#Psalmen,106,2#2. Wer redet aus des Ewgen mächtge Taten / läßt hören seinen ganzen Preis! /
15720#Psalmen,106,3#3. Beglückt sie, die des Rechtes wahren / wer übt Gerechtigkeit zu jeder Frist! /
15721#Psalmen,106,4#4. Denk, Ewger, mein bei deines Volks Begnadung / bedenke mich bei deiner Hilfe! /
15722#Psalmen,106,5#5. Zu schaun das Glück der dir Erwählten / bei deines Volkes Freude mich zu freuen / mit deinem Erbe mich zu rühmen.
15723#Psalmen,106,6#6. Gesündigt haben wir mit unsern Vätern / gefehlt, gefrevelt. /
15724#Psalmen,106,7#7. Denn unsre Väter in Mizraim / sie achteten nicht deiner Wunder / gedachten deiner vielen Liebe nicht / und trotzten an dem Meer, dem Schilfmeer. /
15725#Psalmen,106,8#8. Er aber rettet' sie um seines Namens willen / um seine Stärke kundzutun. /
15726#Psalmen,106,9#9. Er schalt das Schilfmeer, und es trocknete / er führt' sie durch die Fluten wie auf einer Weide; /
15727#Psalmen,106,10#10. half ihnen aus des Hassers Hand / erlöst' sie aus der Hand des Feindes. /
15728#Psalmen,106,11#11. Da deckten Wasser ihre Dränger / blieb ihrer auch nicht einer übrig. /
15729#Psalmen,106,12#12. Da glaubten sie an seine Worte / und sangen seinen Preis.
15730#Psalmen,106,13#13. Doch schnell vergaßen sie sein Wirken / und harrten seines Planes nicht. /
15731#Psalmen,106,14#14. Es lüstet' sie ein Lüsten in der Wüste / und sie versuchten in der Öde Gott. /
15732#Psalmen,106,15#15. Da gab er ihnen ihr Verlangen / dann sandt er Schwund in ihren Leib. /
15733#Psalmen,106,16#16. Die eiferten im Lager gegen Mosche / und gegen Aharon, des Ewigen Geweihten. /
15734#Psalmen,106,17#17. Aufging die Erde und verschlang den Datan / bedeckt' die Rotte des Abiram. /
15735#Psalmen,106,18#18. Es zündete ein Feuer ihre Sippe / und eine Flamme lohte fort die Frevler. /
15736#Psalmen,106,19#19. Sie machten sich ein Kalb am Horeb / und warfen hin sich einem Gußbild /
15737#Psalmen,106,20#20. und tauschten ihre Herrlichkeit / für eines Stiers Gebild, der Gras frißt. /
15738#Psalmen,106,21#21. Vergaßen Gott, der ihnen Helfer / der Großes wirkte in Mizraim /
15739#Psalmen,106,22#22. und Wunder in dem Lande Hams / und Schauriges am Schilfmeer. /
15740#Psalmen,106,23#23. Und er gedachte sie zu tilgen / wärs nicht, daß Mosche, sein Erwählter / getreten in den Riß vor ihm / zu wenden vom Verderben seinen Grimm. /
15741#Psalmen,106,24#24. Und sie mißachteten das Land der Lust / sie glaubten seinem Worte nicht /
15742#Psalmen,106,25#25. in ihren Zelten schwatzten sie / nicht hörend auf des Ewgen Stimme. /
15743#Psalmen,106,26#26. Da hob er ihretwegen seine Hand / sie hinzuschlagen in der Wüste /
15744#Psalmen,106,27#27. und zu verwerfen bei den Völkern ihren Samen / sie in die Lande zu verstreun. /
15745#Psalmen,106,28#28. Da traten sie ins Joch des Baal-Peor / und aßen Totenopfer. /
15746#Psalmen,106,29#29. Sie kränkten ihn durch ihre Taten / da brach der Gottesschlag in sie. /
15747#Psalmen,106,30#30. Auftrat da Pinehas, erwirkte Schutz / da ward dem Gottesschlag gewehrt. /
15748#Psalmen,106,31#31. Das ward ihm als Verdienst gerechnet / für Zeit um Zeiten, ewiglich. /
15749#Psalmen,106,32#32. Und sie erzürnten an des Haders Wasser / schlimm ward es Mosche ihretwillen /
15750#Psalmen,106,33#33. weil seinem Willen sie getrotzt / und er mit seinen Lippen sich versprochen.
15751#Psalmen,106,34#34. Sie tilgten nicht die Völker / wie es der Ewge sie geheißen. /
15752#Psalmen,106,35#35. Sie mischten mit den Völkern sich / und lernten ihre Taten /
15753#Psalmen,106,36#36. sie dienten ihren Götzen / daß ihnen sie zum Fallstrick wurden /
15754#Psalmen,106,37#37. sie ihre Söhne schlachteten / und ihre Töchter den Dämonen; /
15755#Psalmen,106,38#38. vergossen schuldlos Blut / Blut ihrer Söhne, ihrer Töchter / die sie Kenaans Götzen schlachteten / daß durch das Blut das Land in Schuld war. /
15756#Psalmen,106,39#39. Sie wurden unrein durch ihr Tun / und buhlerisch in ihrem Treiben. /
15757#Psalmen,106,40#40. Da flammte Gottes Antlitz auf ob seinem Volk / und er verabscheute sein Erbe /
15758#Psalmen,106,41#41. und gab sie in der Völker Hand / daß ihre Hasser sie beherrschten. /
15759#Psalmen,106,42#42. Da drückten ihre Feinde sie / daß unter ihre Hände sie sich beugten. /
15760#Psalmen,106,43#43. Er rettete sie vielemale / da sie getrotzt in ihrem Rat / in ihrer Sünde sich erniedert. /
15761#Psalmen,106,44#44. Da sah er ihre Not / als er ihr Schreien hörte /
15762#Psalmen,106,45#45. gedachte ihnen seinen Bund / ließ sichs geleiden nach der Fülle seiner Liebe /
15763#Psalmen,106,46#46. ließ sie Erbarmen finden / vor allen, die sie fortgeführt.
15764#Psalmen,106,47#47. Hilf, Ewiger, uns, unser Gott / hol uns zusammen aus den Völkern / zu hulden deinem heilgen Namen / und uns mit deinem Preis zu rühmen!»
15765#Psalmen,106,48#48. «Gelobt der Ewige, Gott Jisraëls / von Ewigkeit zu Ewigkeit.» / Und alles Volk sprach: / «Amen! Preist Jah!»
15766#Psalmen,107,1#1. «Dem Ewgen huldigt, daß er gütig / daß ewig seine Liebe!
15767#Psalmen,107,2#2. Das sagen die vom Ewigen Erlösten / die er erlöst aus Drängers Hand /
15768#Psalmen,107,3#3. und aus den Landen sie gesammelt / vom Aufgang und vom Niedergang / von Nord und Meer. /
15769#Psalmen,107,4#4. Sie irrten in der Wüste, Öde, fern vom Weg / und fanden nicht bewohnten Ort. /
15770#Psalmen,107,5#5. In Hunger und in Durst / verhaucht' in ihnen ihre Seele. /
15771#Psalmen,107,6#6. Da schrien sie auf zum Ewigen in ihrer Not / aus ihren Drängnissen errettet' er sie /
15772#Psalmen,107,7#7. und führt' sie auf geradem Weg / zu kommen zu bewohntem Ort. /
15773#Psalmen,107,8#8. Nun hulden sie dem Ewigen: Daß seine Liebe / und seine Wunder an den Menschenkindern. /
15774#Psalmen,107,9#9. Weil er gestillt die durstge Seele / die Seele, die gehungert hat, gefüllt mit Gutem.
15775#Psalmen,107,10#10. Die da in Dunkel, Todesnacht verweilen / Gefangene in Qual und Eisen /
15776#Psalmen,107,11#11. weil Gottes Worten sie getrotzt / den Rat des Höchsten sie verworfen. /
15777#Psalmen,107,12#12. Nun beugt' durch Mühsal er ihr Herz / sie stürzten hin, und keiner half. /
15778#Psalmen,107,13#13. Da schrien sie auf zum Ewigen in ihrer Not / aus ihren Drängnissen befreit' er sie /
15779#Psalmen,107,14#14. führt' sie aus Dunkel und aus Todesnacht / und ihre Bande sprengte er. /
15780#Psalmen,107,15#15. Nun hulden sie dem Ewigen: Daß seine Liebe / und seine Wunder an den Menschenkindern. /
15781#Psalmen,107,16#16. Weil er zerbrochen erzne Tore / zerhaun der Riegelbalken Eisen.
15782#Psalmen,107,17#17. Betörte, die ob ihres Abfalls Weg / und ihrer Sünden wegen sind in Qualen. /
15783#Psalmen,107,18#18. Es ekelt' jeder Speise ihre Seele / und sie gelangten bis zu Todes Toren. /
15784#Psalmen,107,19#19. Da schrien sie auf zum Ewigen in ihrer Not / aus ihren Drängnissen befreit' er sie. /
15785#Psalmen,107,20#20. Er schickt' sein Wort und heilte sie / und rettet' sie aus ihren Gruben. /
15786#Psalmen,107,21#21. Nun hulden sie dem Ewigen: Daß seine Liebe / und seine Wunder an den Menschenkindern. /
15787#Psalmen,107,22#22. Und schlachten Schlachtopfer der Huldigung / und künden jubelnd seine Taten.
15788#Psalmen,107,23#23. Die ausziehn auf das Meer in Schiffen / die tun ihr Werk auf weiten Wassern: /
15789#Psalmen,107,24#24. Die sahen da des Ewgen Taten / und seine Wunder in der Wassertiefe! /
15790#Psalmen,107,25#25. Er sprach und ließ erstehn den Sturmwind / der türmte seine Wellen. /
15791#Psalmen,107,26#26. Sie steigen himmelwärts, sie sinken zu den Tiefen / daß ihre Seele sich in Elend löst. /
15792#Psalmen,107,27#27. Sie tanzen und sie schwanken wie der Trunkne / und alle ihre Weisheit ist vernichtet. /
15793#Psalmen,107,28#28. Da schrien sie auf zum Ewigen in ihrer Not / da führt' aus ihren Drängnissen er sie hinaus. /
15794#Psalmen,107,29#29. Hält an den Sturm zur Stille / daß ihre Wellen schweigen. /
15795#Psalmen,107,30#30. Da freun sie sich, daß die gestillt / er leitet sie zu ihres Wunsches Ort. /
15796#Psalmen,107,31#31. Nun hulden sie dem Ewigen: Daß seine Liebe / und seine Wunder an den Menschenkindern. /
15797#Psalmen,107,32#32. Hoch preisen sie ihn in des Volkes Schar / und rühmen ihn im Rat der Alten.
15798#Psalmen,107,33#33. Er macht aus Strömen Wüste / aus Wasserquellen Durstland /
15799#Psalmen,107,34#34. Fruchtland zu Salzgrund / ob seiner Wohner Schlechtigkeit. /
15800#Psalmen,107,35#35. Er macht aus Wüste Wasserteich / Dürrland zu Wasserquellen /
15801#Psalmen,107,36#36. und siedelt dort die Hungernden. / Sie gründen einen Ort zum Wohnen /
15802#Psalmen,107,37#37. besäen Felder, pflanzen Weingeländ / bereiten Frucht und Ernte. /
15803#Psalmen,107,38#38. Da er sie segnet', mehrten sie sich sehr / nicht wenig machte er ihr Vieh. /
15804#Psalmen,107,39#39. Dann mindern sie sich, sinken hin / vom Druck, von Not und Kummer. /
15805#Psalmen,107,40#40. Er schüttete Verachtung auf die Edlen / und ließ sie irren in der Leere ohne Weg. /
15806#Psalmen,107,41#41. Er hob den Armen aus dem Elend / und macht draus Sippen wie die Herde. /
15807#Psalmen,107,42#42. Es sehns die Frommen, freuen sich / und alles Unrecht schließt den Mund.
15808#Psalmen,107,43#43. Wer weise ist, beachte das / man merke auf des Ewgen Liebestaten!»
15809#Psalmen,108,1#1. Psalmlied von Dawid.
15810#Psalmen,108,2#2. «Fest ist mein Herz, o Gott / ich singe, spiele auf / (der du) auch meine Ehre! /
15811#Psalmen,108,3#3. Auf, Harfe, Zither / daß ich, da morgens ich erwache /
15812#Psalmen,108,4#4. dir hulde bei den Völkern, Ewiger / und dir lobsinge bei den Nationen. /
15813#Psalmen,108,5#5. Denn groß ist, ob dem Himmel, deine Liebe / bis zu den Wolkenfetzen deine Treue. /
15814#Psalmen,108,6#6. Höh ob dem Himmel dich, o Gott / ob aller Erde deine Herrlichkeit!
15815#Psalmen,108,7#7. Daß deine Lieblinge gerettet werden / hilf du mit deiner Rechten und erhöre mich! /
15816#Psalmen,108,8#8. Geredet hat (einst) Gott in seinem Heiligtum. / Aufjubeln will ich, will Schechem verteilen / das Tal von Sukkot meß ich aus. /
15817#Psalmen,108,9#9. Mein ist Gil'ad, Menaschsche mein / Efraim meines Hauptes Burg / Jehuda mein Zepterstab /
15818#Psalmen,108,10#10. Moab mein Waschkrug / auf Edom werf ich meinen Schuh / Peleschetland befreund ich mir. /
15819#Psalmen,108,11#11. Wer bringt mich nach der Burg Mibzar / wer führt mich hin bis nach Edom? /
15820#Psalmen,108,12#12. Hast du uns nicht verstoßen, Gott / zogst, Gott, nicht aus mit unsern Heeren? /
15821#Psalmen,108,13#13. Gib Rettung uns vor dem Bedränger / denn eitel ist der Menschen Hilfe. /
15822#Psalmen,108,14#14. Mit Gott wolln Sieg wir schaffen / er wird zertreten unsre Dränger!»
15823#Psalmen,109,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid ein Psalm. «Gott, der mein Preis / nicht schweige! /
15824#Psalmen,109,2#2. Da wider mich des Bösen Mund / der Tücke Mund sie aufgetan / zu mir geredet mit der Lüge Zunge /
15825#Psalmen,109,3#3. sie mit des Hasses Worten mich umringt / und grundlos mich bekämpft. /
15826#Psalmen,109,4#4. Für meine Liebe feinden sie mich an / wo ich Gebet gab. /
15827#Psalmen,109,5#5. Sie fügen Arg mir zu statt Gutem / und Haß statt meiner Liebe.
15828#Psalmen,109,6#6. Setz einen Bösen über ihn / ein Widergeist tret ihm zur Rechten! /
15829#Psalmen,109,7#7. Wird er gerichtet, geh er schuldig aus / und sein Gebet, es werde Sünde! /
15830#Psalmen,109,8#8. Es sollen seine Tage wenig sein / was ihm bestimmt, bekomm ein anderer! /
15831#Psalmen,109,9#9. Es sollen seine Kinder Waisen werden / sein Weib zur Witwe. /
15832#Psalmen,109,10#10. Umirren sollen seine Kinder / und die nach ihm gefragt, geforscht / aus seinen Trümmerstätten. /
15833#Psalmen,109,11#11. Der Schuldherr laure allem, was er hat / und Fremde sollen plündern seinen Mühertrag! /
15834#Psalmen,109,12#12. Nicht bleib ihm, der ihm Liebe wahrte / nicht, der sich annimmt seiner Waisen. /
15835#Psalmen,109,13#13. Es sei sein Nachbleib zur Vertilgung / in anderem Geschlecht verlösch ihr Name. /
15836#Psalmen,109,14#14. Der Väter Sünde werde ihm gedacht beim Ewigen / und seiner Mutter Schuld verlösche nicht! /
15837#Psalmen,109,15#15. Sie sein beständig vor dem Ewigen / er tilge von der Erde ihr Gedenken: /
15838#Psalmen,109,16#16. Weil er an Liebe üben nie gedacht / gejagt den armen Mann, den Elenden / den Herzenswunden, ihn zu töten. /
15839#Psalmen,109,17#17. Er liebte Fluch - so treff er ihn / wollt nicht den Segen - bleib er ihm denn fern! /
15840#Psalmen,109,18#18. Zog an den Fluch wie sein Gewand / er drang wie Wasser in sein Inneres / wie Öl in sein Gebein. /
15841#Psalmen,109,19#19. So sei er ihm zum Kleid, das ihn umhüllt / zum Gurt, der ständig ihn umgürtet! /
15842#Psalmen,109,20#20. Dies meiner Hasser Lohn vom Ewigen / die Böses reden wider meine Seele.
15843#Psalmen,109,21#21. Du aber, Gott, mein Herr / tu mir um deines Namens willen / weil gütig deine Liebe, rette mich! /
15844#Psalmen,109,22#22. Denn arm und elend bin ich / durchbohrt mein Herz in meinem Innern. /
15845#Psalmen,109,23#23. Wie Schatten, der sich neigt, so geh ich hin / bin leergeschüttelt wie vom Heuschreck. /
15846#Psalmen,109,24#24. Es brechen meine Knie vom Fasten / es schwand mir meines Fleisches Fett. /
15847#Psalmen,109,25#25. Und ich, zum Schimpf ward ich bei ihnen / sie sehn mich, schütteln mit dem Haupt. /
15848#Psalmen,109,26#26. Hilf, Ewger, mir, mein Gott / befreie mich nach deiner Liebe /
15849#Psalmen,109,27#27. daß man erkenne, daß dies deine Hand / daß du es, Ewiger, getan. /
15850#Psalmen,109,28#28. Laß jene fluchen - du, du segnest / wie (gegen mich) sie stehn, sei'n sie zuschanden / dieweil dein Knecht sich freue! /
15851#Psalmen,109,29#29. Laß meine Feinde sich in Schande kleiden / wie in den Mantel hülln in ihre Schmach! /
15852#Psalmen,109,30#30. Ich aber huldige dem Ewgen laut mit meinem Mund / inmitten vieler preis ich ihn /
15853#Psalmen,109,31#31. weil er zur Rechten trat dem Armen / ihn zu befrein vor seines Lebens Richtern.»
15854#Psalmen,110,1#1. Von Dawid ein Psalm. «Des Ewgen Spruch an meinen Herrn: / ,Sitz mir zur Rechten / bis deine Feinde ich gemacht / zum Schemel deiner Füße!' /
15855#Psalmen,110,2#2. Das Zepter deiner Macht / streckt hin der Ewige von Zijon: / ,Schlag drein inmitten deiner Feinde!' /
15856#Psalmen,110,3#3. Dein Volk zum Fürstentum / am Tag, da du geboren / in heilger Hoheit; / von Mutterschoßes Morgendämmern / da noch auf dir der Kindheit Tau /
15857#Psalmen,110,4#4. es hats der Ewige geschworen / bedenkt sich nicht: / ,Du sollst für ewig Priester sein / an meinem Tempel / König der Gerechtigkeit-1-!' / -1) -+Malkizedek-.++
15858#Psalmen,110,5#5. Der Herr steht dir zur Rechten / zerschmettert Könige an seines Zornes Tag. /
15859#Psalmen,110,6#6. Er richtet unter Völkern / voll ists von Leichen / schlägt Rabba: / Das Haupt zu Boden! /
15860#Psalmen,110,7#7. Vom Strom am Wege trinkt er / hebt drum das Haupt.»
15861#Psalmen,111,1#1. «Preist Jah! / Ich huldige dem Ewigen mit ganzem Herzen / im Kreis der Graden, der Gemeinschaft. /
15862#Psalmen,111,2#2. Groß sind des Ewgen Taten / erstrebt von allen, die sie lieben. /
15863#Psalmen,111,3#3. Erhabenheit und Glanz sein Tun / und seine Rechtestat steht ewig. /
15864#Psalmen,111,4#4. Gedenken schuf er seinen Wundern / begnadend und erbarmend ist der Ewige. /
15865#Psalmen,111,5#5. Gibt Speise denen, die ihn fürchten / gedenket ewig seines Bundes. /
15866#Psalmen,111,6#6. Zeigt seinem Volke seiner Werke Kraft / da er der Völker Erbe ihnen gab. /
15867#Psalmen,111,7#7. Die Werke seiner Hände wahr und recht / und zuverlässig alle seine Fügungen. /
15868#Psalmen,111,8#8. Gestützt für immer, ewiglich / gemacht in Wahrheit und gerade. /
15869#Psalmen,111,9#9. Erlösung sandt er seinem Volk / entbot ihm ewig seinen Bund / geheiligt, schaurig ist sein Name! /
15870#Psalmen,111,10#10. Der Weisheit Anfang ist des Ewgen Furcht / und gutes Glück für alle, die sie üben / sein Preis steht ewiglich!»
15871#Psalmen,112,1#1. «Preist Jah! / Beglückt der Mann, wenn er den Ewgen fürchtet / an seinen Rechtgeboten Lust hat. /
15872#Psalmen,112,2#2. Im Land wird stark sein Same sein / Geschlecht der Graden wird gesegnet. /
15873#Psalmen,112,3#3. Vermögen, Reichtum sind in seinem Haus / und sein gerechtes Tun steht ewig. /
15874#Psalmen,112,4#4. Aufstrahlt im Dunkel Licht den Graden / dem Gönnenden, erbarmend und gerecht. /
15875#Psalmen,112,5#5. Wohl ist dem Mann, der gönnt und leiht / hält seine Sachen nach dem Recht. /
15876#Psalmen,112,6#6. Ja, ewig wankt er nicht / zu ewgem Namen bleibt der Rechtliche. /
15877#Psalmen,112,7#7. Vor böser Kunde bangt er nicht / fest ist sein Herz, vertrauend auf den Ewigen. /
15878#Psalmen,112,8#8. Gestützt sein Herz, es fürchtet nicht / bis daß ers schaut an seinen Drängern. /
15879#Psalmen,112,9#9. Er streute aus und gab den Armen / sein rechtes Tun steht ewiglich / sein Horn, es ragt in Ehren. /
15880#Psalmen,112,10#10. Der Böse siehts und ärgert sich / knirscht mit den Zähnen und vergeht / der Bösen Wunsch, er schwindet!»
15881#Psalmen,113,1#1. «Preist Jah! / Lobpreist, des Ewgen Knechte / lobpreist des Ewgen Namen! /
15882#Psalmen,113,2#2. Des Ewgen Name sei gerühmt / von nun an bis in Ewigkeit. /
15883#Psalmen,113,3#3. Vom Sonnenaufgang bis zum Untergang / gepriesen sei des Ewgen Name! /
15884#Psalmen,113,4#4. Hoch über allen Völkern ist der Ewige / und ob den Himmeln seine Herrlichkeit. /
15885#Psalmen,113,5#5. Wer ist wie unser Gott, der Ewige / so hochauf thronend /
15886#Psalmen,113,6#6. so tiefhin schauend / im Himmel und auf Erden! /
15887#Psalmen,113,7#7. Der aus dem Staub erhebt den Niedern / und aus dem Schmutz den Elenden erhöht /
15888#Psalmen,113,8#8. ihn hinzusetzen bei den Edlen / den Edlen seines Volkes; /
15889#Psalmen,113,9#9. der setzt die Ungesegnete im Haus / als frohe Mutter ihrer Kinder. / Preist Jah!»
15890#Psalmen,114,1#1. «Als Jisraël zog aus Mizraim / Haus Jaakob aus Barbarenvolk /
15891#Psalmen,114,2#2. da ward Jehuda ihm zum Heiligtum / Jisraël ihm zum Herrschbereich. /
15892#Psalmen,114,3#3. Das Meer, es sah und floh / der Jarden kehrte sich zurück /
15893#Psalmen,114,4#4. die Berge hüpften wie die Widder / die Höhen wie die jungen Schafe.
15894#Psalmen,114,5#5. Was ist dir, Meer, daß du entfliehst / daß, Jarden, du dich rückwärts kehrst /
15895#Psalmen,114,6#6. ihr Berge, daß ihr hüpft wie Widder / ihr Höhen, wie die jungen Schafe? /
15896#Psalmen,114,7#7. Erbebe vor dem Herrn, o Erde / vor ihm, dem Gotte Jaakobs /
15897#Psalmen,114,8#8. der wandelt Fels in Wasserteich / Gestein in Wasserquelle.»
15898#Psalmen,115,1#1. «Nicht uns, o Ewiger, nicht uns / nein, deinem Namen gib die Ehre / um deine Liebe, deine Treue. /
15899#Psalmen,115,2#2. Was solln die Völker sprechen: / ,Wo ist denn ihr Gott?' /
15900#Psalmen,115,3#3. Wo unser Gott im Himmel ist / allwas er will, das tut er. /
15901#Psalmen,115,4#4. Sind ihre Götzen: Silber, Gold / Gemächt von Menschenhänden; /
15902#Psalmen,115,5#5. Mund haben sie und reden nicht / sie haben Augen, sehen nicht. /
15903#Psalmen,115,6#6. Sie haben Ohren, hören nicht / die Nase haben sie und riechen nicht. /
15904#Psalmen,115,7#7. Mit ihren Händen - / sie greifen nicht! / Mit ihren Füßen - / sie gehen nicht / sie reden nicht mit ihrer Kehle! /
15905#Psalmen,115,8#8. Gleich ihnen werden ihre Bildner sein / allwer auf sie vertraut!
15906#Psalmen,115,9#9. Jisraël, du vertrau dem Ewigen! / Ihr Schutz und Schild ist er. /
15907#Psalmen,115,10#10. Haus Aharons, vertraut dem Ewigen! / Ihr Schutz und Schild ist er! /
15908#Psalmen,115,11#11. Den Ewgen Fürchtende, vertraut dem Ewigen! / Ihr Schutz und Schild ist er. /
15909#Psalmen,115,12#12. Der Ewge hat an uns gedacht, er segnet / er segnet das Haus Jisraël / er segnet das Haus Aharon; /
15910#Psalmen,115,13#13. er segnet, die den Ewgen fürchten / die Kleinen mit den Großen. /
15911#Psalmen,115,14#14. Hinzutun soll der Ewige zu euch / zu euch und euren Kindern! /
15912#Psalmen,115,15#15. Gesegnet ihr dem Ewigen / des Himmels Schöpfer und der Erde! /
15913#Psalmen,115,16#16. Der Himmel, Himmel ist des Ewigen / die Erde aber gab er für die Menschenkinder. /
15914#Psalmen,115,17#17. Nein, nicht die Toten preisen Jah / und nicht, die in die Stille sinken. /
15915#Psalmen,115,18#18. Wir aber preisen Jah / von nun an bis in Ewigkeit. / Preist Jah!»
15916#Psalmen,116,1#1. «Ich liebe! / Denn der Ewige hört / auf meine Stimme, auf mein Flehn! /
15917#Psalmen,116,2#2. Weil er sein Ohr mir zugeneigt / da ich im Schwurwort anrief /
15918#Psalmen,116,3#3. da Todesbande mich umfingen / die Ängste der Scheol mich trafen / ich Not und Kummer fand /
15919#Psalmen,116,4#4. und ich des Ewgen Namen anrief: / ,Ach, Ewiger, errette meine Seele!' /
15920#Psalmen,116,5#5. Begnadend ist der Ewge und gerecht / und unser Gott erbarmend. /
15921#Psalmen,116,6#6. Der Ahnungslosen Hüter ist der Ewige / erniedrigt war ich, und er half mir! /
15922#Psalmen,116,7#7. Kehr, meine Seele, heim zu deiner Ruh / denn wohlgetan hat dir der Ewige. /
15923#Psalmen,116,8#8. Ja, du entrissest meine Seele aus dem Tod / mein Aug der Träne / meinen Fuß dem Sturz. /
15924#Psalmen,116,9#9. Nun wandl' ich vor dem Ewigen / in Lebens Landen. /
15925#Psalmen,116,10#10. Hatt ich Vertrauen, da ich sprach: / ,Tief bin ich gebeugt?' /
15926#Psalmen,116,11#11. Ich sprachs in meiner Hast; / unwahr ist jeder Mensch.
15927#Psalmen,116,12#12. Wie soll dem Ewgen ich vergelten / allwas er Gutes mir erwiesen? /
15928#Psalmen,116,13#13. Des Heiles Becher halte ich / und ruf des Ewgen Namen an! /
15929#Psalmen,116,14#14. Was ich gelobt, zahl ich dem Ewigen / in Gegenwart all seines Volks! /
15930#Psalmen,116,15#15. War teuer in des Ewgen Augen / das Sterben seiner Frommen! /
15931#Psalmen,116,16#16. Ach, Ewiger / bin ja dein Knecht / ich bin dein Knecht / bin deiner Sklavin Sohn / du lösest meine Bande /
15932#Psalmen,116,17#17. dir schlacht ich Schlachtopfer der Huldigung / und ruf des Ewgen Namen. /
15933#Psalmen,116,18#18. Was ich gelobt, zahl ich dem Ewigen / in Gegenwart all seines Volks! /
15934#Psalmen,116,19#19. In Höfen an des Ewgen Haus / in deiner Mitte, Jeruschalaim! / Preist Jah!»
15935#Psalmen,117,1#1. «Den Ewgen preiset, alle Völker / ihn rühmet, alle Nationen! /
15936#Psalmen,117,2#2. Weil mächtig an uns seine Liebe / des Ewgen Treue ewiglich! / Preist Jah!»
15937#Psalmen,118,1#1. «Dem Ewgen huldigt, daß er gütig / daß ewig seine Liebe! /
15938#Psalmen,118,2#2. Soll Jisraël es sagen / daß ewig seine Liebe! /
15939#Psalmen,118,3#3. Soll Aharons Haus es sagen / daß ewig seine Liebe! /
15940#Psalmen,118,4#4. Solln, die den Ewgen fürchten, sagen / daß ewig seine Liebe!
15941#Psalmen,118,5#5. Rief ich aus Enge Jah / erhört mich in der Weite Jah! /
15942#Psalmen,118,6#6. Der Ewige mit mir, nicht fürcht ich; / was könnt ein Mensch mir tun? /
15943#Psalmen,118,7#7. Der Ewige mit mir, bei meinen Helfern / und ich erschau's an meinen Hassern! /
15944#Psalmen,118,8#8. Gut, sich zu bergen bei dem Ewigen / statt zu vertraun auf Menschen! /
15945#Psalmen,118,9#9. Gut, sich zu bergen bei dem Ewigen / statt zu vertraun auf Edle! /
15946#Psalmen,118,10#10. Umringen alle Völker mich / im Anruf ,Ewiger', da schlag ich sie! /
15947#Psalmen,118,11#11. Umringen, ja umringeln mich / im Anruf ,Ewiger', da schlag ich sie! /
15948#Psalmen,118,12#12. Umringen mich wie Bienen / verlöschen wie der Dornen Feuer; / im Anruf ,Ewiger', da schlag ich sie! /
15949#Psalmen,118,13#13. Du stießest, stießest mich zum Sturz / der Ewge aber half mir. /
15950#Psalmen,118,14#14. Mir Macht und Kraft ist Jah / und ward mir Rettung. /
15951#Psalmen,118,15#15. Des Jubels Hall und Heil / in der Gerechten Zelten: / Des Ewgen Rechte schaffet Macht. /
15952#Psalmen,118,16#16. Des Ewgen Rechte ist erhoben / des Ewgen Rechte schaffet Macht. /
15953#Psalmen,118,17#17. Nicht sterb ich, nein, ich lebe / und will die Werke Jahs erzählen. /
15954#Psalmen,118,18#18. Gezüchtigt hat mich Jah / jedoch dem Tod mich nicht gegeben! /
15955#Psalmen,118,19#19. Tut auf für mich die Tore der Gerechtigkeit / daß ich drein eingeh, hulde Jah! /
15956#Psalmen,118,20#20. In dies, das Tor des Ewigen / wo die Gerechten eingehn! /
15957#Psalmen,118,21#21. Daß ich dir hulde, weil du mich erhörtest / und mir zur Rettung wurdest. /
15958#Psalmen,118,22#22. Stein, den die Bauleute verworfen / er ist zum höchsten Eckstein worden. /
15959#Psalmen,118,23#23. Vom Ewigen ist das geschehn / ein Wunder ists in unsern Augen /
15960#Psalmen,118,24#24. was diesen Tag der Ewige gewirkt / laßt uns drob jubeln und uns freuen!
15961#Psalmen,118,25#25. Ach, Ewger, hilf doch! / Ach, Ewiger, laß doch gelingen! /
15962#Psalmen,118,26#26. Gesegnet, der da eingeht in des Ewgen Namen / wir segnen euch vom Haus des Ewigen! /
15963#Psalmen,118,27#27. Gott ist der Ewige, er gab uns Licht. / Das Festtier knüpft mit Seilen / an des Altares Hörner!
15964#Psalmen,118,28#28. Mein Gott bist du, ich hulde dir / mein Gott, ich höhe dich! /
15965#Psalmen,118,29#29. Dem Ewgen huldigt, daß er gut / daß ewig seine Liebe!»
15966#Psalmen,119,1#1. «Beglückt, die fehlfrei wandeln / die gehen in des Ewgen Weisung! /
15967#Psalmen,119,2#2. Beglückt, die seine Mahnungen beachten / die ihn mit ganzem Herzen suchen! /
15968#Psalmen,119,3#3. Die auch kein Unrecht tun / in seinen Wegen wandeln. /
15969#Psalmen,119,4#4. Du hast geboten deine Fügungen / sie wohl zu wahren. /
15970#Psalmen,119,5#5. Daß doch so recht bestünden meine Wege / zu wahren deine Satzungen. /
15971#Psalmen,119,6#6. Dann würd ich nie zuschanden / blick ich auf alle deine Gebote. /
15972#Psalmen,119,7#7. Ich hulde dir mit gradem Herzen / wenn deines Rechtes Vorschriften ich lerne. /
15973#Psalmen,119,8#8. Will deine Satzungen bewahren / verlaß mich vollends nicht!
15974#Psalmen,119,9#9. Wodurch macht rein ein Jüngling seinen Pfad? / Wenn er ihn wahrt nach deinem Wort. /
15975#Psalmen,119,10#10. Mit ganzem Herzen such ich dich / laß mich nicht irregehn von deinen Geboten! /
15976#Psalmen,119,11#11. Im Herzen wahr ich deinen Ausspruch / daß ich nicht fehle wider dich. /
15977#Psalmen,119,12#12. Gepriesen bist du, Ewiger / o lehr mich deine Satzungen! /
15978#Psalmen,119,13#13. Mit meinen Lippen zähl ich her / alle Rechtsvorschriften deines Mundes. /
15979#Psalmen,119,14#14. Am Wege deiner Mahnungen erfreu ich mich / wie über allen Reichtum. /
15980#Psalmen,119,15#15. Von deinen Fügungen erzähle ich / und schau auf deine Pfade. /
15981#Psalmen,119,16#16. An deinen Satzungen ergötz ich mich / vergesse nicht dein Wort.
15982#Psalmen,119,17#17. Erweis es deinem Knechte, daß ich lebe / und wahre dein Wort. /
15983#Psalmen,119,18#18. Mach frei die Augen mir, damit ich schaue / die Wunder aus deiner Weisung. /
15984#Psalmen,119,19#19. Ein Fremdling bin ich im Land / verhülle mir nicht deine Gebote. /
15985#Psalmen,119,20#20. Die Seele mir genießt in Sehnen / nach deinen Rechtsvorschriften allezeit. /
15986#Psalmen,119,21#21. Du dräust den Frechen, die verflucht / die irregehn von deinen Geboten. /
15987#Psalmen,119,22#22. Tu ab von mir die Schande und die Schmach / denn deine Mahnungen hab ich gewahrt. /
15988#Psalmen,119,23#23. Und sitzen Fürsten auch, bereden sich mit mir / erzählt dein Knecht von deinen Satzungen. /
15989#Psalmen,119,24#24. Ja, deine Mahnungen sind mein Ergötzen / die Männer meines Rats.
15990#Psalmen,119,25#25. Es klebt am Staube meine Seele / belebe mich nach deinem Wort! /
15991#Psalmen,119,26#26. Erzählt ich meinen Wandel, hast du mich erhört / o lehr mich deine Satzungen! /
15992#Psalmen,119,27#27. Deiner Fügungen Weg laß mich begreifen / daß ich erzähl von deinen Wundern. /
15993#Psalmen,119,28#28. Es tränt die Seele mir vor Kummer / erhalte mich nach deinem Wort! /
15994#Psalmen,119,29#29. Den Weg der Lüge halt mir fern / begnade mich mit deiner Weisung! /
15995#Psalmen,119,30#30. Den Weg der Treue habe ich erwählt / halt vor mir deine Rechtsvorschriften. /
15996#Psalmen,119,31#31. Ich halte mich an deine Mahnungen / laß, Ewiger, mich nicht zuschanden werden! /
15997#Psalmen,119,32#32. Den Weg deiner Gebote will ich laufen / da du den Sinn mir weitest.
15998#Psalmen,119,33#33. Weis, Ewiger, mir deiner Satzungen Weg / daß ich ihn folgend wahre! /
15999#Psalmen,119,34#34. Laß mich begreifen und bewahren deine Weisung / daß ich sie halte ganzen Herzens! /
16000#Psalmen,119,35#35. Führ hin mich auf dem Pfade deiner Gebote / denn ihn begehr ich. /
16001#Psalmen,119,36#36. Neig hin mein Herz zu deinen Mahnungen / und nicht zu Gewinn! /
16002#Psalmen,119,37#37. Wend meine Augen, daß sie Trug nicht sehn / durch deinen Weg belebe mich! /
16003#Psalmen,119,38#38. Bewähre deinem Knechte deinen Spruch / der deiner Furcht (ergeben). /
16004#Psalmen,119,39#39. Nimm ab von mir den Schimpf, vor dem mir bangt / weil deine Rechtsvorschriften gut sind. /
16005#Psalmen,119,40#40. Sieh, mich verlangt nach deinen Fügungen / in deiner Rechtlichkeit belebe mich!
16006#Psalmen,119,41#41. Daß zu mir kommen deine Liebestaten, Ewiger / dein Heil nach deinem Ausspruch. /
16007#Psalmen,119,42#42. Daß Antwort meinem Lästrer ich entgegne / weil ich vertraue auf dein Wort. /
16008#Psalmen,119,43#43. Reiß vollends nicht aus meinem Mund der Wahrheit Wort / denn deiner Rechtsvorschriften harre ich. /
16009#Psalmen,119,44#44. Will deine Weisung stetig wahren / auf ewig, immerzu. /
16010#Psalmen,119,45#45. So wandle ich in Weite / weil deine Fügungen ich suche. /
16011#Psalmen,119,46#46. Will reden deine Mahnungen vor Königen / und nicht zuschanden werden. /
16012#Psalmen,119,47#47. Und will ergötzen mich an deinen Geboten / die ich so liebe. /
16013#Psalmen,119,48#48. Die Hände will ich heben zu deinen Geboten / die ich so liebe / und will erzählen deine Satzungen.
16014#Psalmen,119,49#49. Gedenk des Worts an deinen Knecht / drauf du mich harren machtest. /
16015#Psalmen,119,50#50. Das ist mein Trost in meinem Elend / daß mich dein Spruch belebt. /
16016#Psalmen,119,51#51. Die Frechen haben mich so sehr verhöhnt / von deiner Weisung wich ich nicht. /
16017#Psalmen,119,52#52. Gedenk ich deiner Rechtsvorschriften von uran / bin, Ewger, ich getröstet. /
16018#Psalmen,119,53#53. Ein Glühn erfaßt mich ob der Bösen / die deine Weisung lassen. /
16019#Psalmen,119,54#54. Erstarkung sind mir worden deine Satzungen / im Hause meines Bangens. /
16020#Psalmen,119,55#55. Ich denke nächtens deines Namens, Ewger / und wahre deine Weisung. /
16021#Psalmen,119,56#56. Dies ist mir worden / weil deine Fügungen ich wahrte.
16022#Psalmen,119,57#57. Mein Teil der Ewige, so sagt ich / zu wahren deine Worte. /
16023#Psalmen,119,58#58. Ich sänftige dein Antlitz ganzen Herzens / gib Gunst mir nach deinem Spruch. /
16024#Psalmen,119,59#59. Ich überdenke meine Wege, kehre meine Schritte / zu deinen Mahnungen. /
16025#Psalmen,119,60#60. Ich eile, zaudre nicht / zu wahren deine Gebote. /
16026#Psalmen,119,61#61. Der Bösen Stricke halten mich / hab deine Weisung nicht vergessen. /
16027#Psalmen,119,62#62. Zu Mitternacht steh auf ich, dir zu huldigen / ob deines Rechtes Vorschriften. /
16028#Psalmen,119,63#63. Freund bin ich allen, die dich fürchten / den Wahrern deiner Fügungen. /
16029#Psalmen,119,64#64. Voll deiner Liebe, Ewger, ist die Erde / deine Satzungen lehre mich.
16030#Psalmen,119,65#65. Du tatest Gutes deinem Knecht / o Ewiger, nach deinem Wort. /
16031#Psalmen,119,66#66. Lehr Wohlverständnis und Erkenntnis mich / weil ich vertrau auf deine Gebote. /
16032#Psalmen,119,67#67. Sagt ehedem ich aus, so irrte ich / nun aber wahr ich deinen Spruch. /
16033#Psalmen,119,68#68. Gut bist du, Gutes wirkend / o lehr mich deine Satzungen! /
16034#Psalmen,119,69#69. Die Frechen legen Lug auf mich / ich aber, ganzen Herzens halt ich deine Fügungen. /
16035#Psalmen,119,70#70. Verdummt ist wie im Fett ihr Herz / doch ich ergötze mich an deiner Weisung. /
16036#Psalmen,119,71#71. Wohl mir, daß ich mich beugen ließ / auf daß ich lerne deine Satzungen. /
16037#Psalmen,119,72#72. Gut ist mir deines Mundes Weisung / vor Tausenden von Gold- und Silberstücken.
16038#Psalmen,119,73#73. Es haben deine Hände mich gemacht, bereitet / mach mich begreifen, daß ich lerne deine Gebote! /
16039#Psalmen,119,74#74. Es sehn mich, die dich fürchten, und sind froh / da deines Worts ich harre. /
16040#Psalmen,119,75#75. Ich weiß, o Ewiger, daß deine Vorschriften gerecht / und du in Treuen mich gebeugt. /
16041#Psalmen,119,76#76. So sei nun deine Liebe mir zum Trost / nach deinem Spruch an deinen Knecht. /
16042#Psalmen,119,77#77. Es komme an mich dein Erbarmen, daß ich lebe / weil deine Weisung mein Ergötzen. /
16043#Psalmen,119,78#78. Zuschanden gehn die Frechen, da sie lügend mich entrechtet / doch ich erzähl von deinen Fügungen. /
16044#Psalmen,119,79#79. Es kehren zu mir wieder, die dich fürchten / und kennen deine Mahnungen. /
16045#Psalmen,119,80#80. Untadlig sei mein Herz in deinen Satzungen / auf daß ich nicht zuschanden werde.
16046#Psalmen,119,81#81. Nach deinem Heil vergeht mir meine Seele / dein Wort erharre ich. /
16047#Psalmen,119,82#82. Nach deinem Spruch vergehen meine Augen / zu sagen: ,Wann wirst du mich trösten?' /
16048#Psalmen,119,83#83. Ich ward ja wie ein Schlauch im Qualm / doch deiner Satzungen vergaß ich nicht. /
16049#Psalmen,119,84#84. Wieviel sind deines Knechtes Tage? / Wann übst an meinen Hetzern du Gericht? /
16050#Psalmen,119,85#85. Die Frechen haben Gruben mir gegraben / was nicht nach deiner Weisung. /
16051#Psalmen,119,86#86. All deine Gebote sind bewährt / man hetzt um Lug mich, steh mir bei! /
16052#Psalmen,119,87#87. Fast hätten sie mich ausgetilgt im Land / ich aber ließ nicht deine Fügungen. /
16053#Psalmen,119,88#88. Nach deiner Liebe gib mir Leben / daß ich bewahre deines Mundes Mahnung.
16054#Psalmen,119,89#89. In Ewigkeit steht, Ewiger, dein Wort / im Himmel fest. /
16055#Psalmen,119,90#90. Für Zeit um Zeit bleibt deine Treue / du gründetest die Erde, und sie stand. /
16056#Psalmen,119,91#91. Nach deinen Rechtsvorschriften stehn sie heut / denn alle sind dir Knechte. /
16057#Psalmen,119,92#92. Wär deine Weisung mir nicht mein Ergötzen / vergangen wäre ich in meinem Elend. /
16058#Psalmen,119,93#93. Will nimmermehr vergessen deine Fügungen / da du durch sie mir Leben gabst. /
16059#Psalmen,119,94#94. Dein bin ich, hilf mir / denn deine Fügungen erstreb ich. /
16060#Psalmen,119,95#95. Mir lauern Böse auf, mich zu vernichten / ich aber achte deiner Mahnungen. /
16061#Psalmen,119,96#96. Für alles Ganze schaute ich ein Ende / weit ist unendlich dein Gebot.
16062#Psalmen,119,97#97. Wie lieb ich deine Weisung / sie ist mein Sinnen alletag. /
16063#Psalmen,119,98#98. Vor meinen Feinden macht mich weise dein Gebot / denn ewig ist es mein. /
16064#Psalmen,119,99#99. Vor allen, die mich lehrten, ward ich klug / weil deine Mahnungen mir Zuspruch sind /
16065#Psalmen,119,100#100. einsichtiger als Alte / weil deine Fügungen ich wahrte. /
16066#Psalmen,119,101#101. Von jedem bösen Pfad hielt ich die Schritte fern / damit dein Wort ich wahre. /
16067#Psalmen,119,102#102. Von deinen Rechtsvorschriften wich ich nicht / weil du mich unterwiesen. /
16068#Psalmen,119,103#103. Wie süß dein Ausspruch meinem Gaumen / vor Honig meinem Mund. /
16069#Psalmen,119,104#104. Aus deinen Fügungen erlern ich Einsicht / drum haß ich jeden Pfad des Lugs.
16070#Psalmen,119,105#105. Als Leuchte meinem Fuße ist dein Wort / und Licht für meinen Pfad. /
16071#Psalmen,119,106#106. Ich schwörs und will es halten: / Zu wahren deines Rechtes Vorschriften. /
16072#Psalmen,119,107#107. Bin tief gebeugt, o Ewiger / belebe mich nach deinem Wort! /
16073#Psalmen,119,108#108. Nimm huldvoll, Ewger, meines Mundes Großmut / und deine Rechtsvorschriften lehre mich! /
16074#Psalmen,119,109#109. Die Kehle war mir stets in meiner Hand / und doch vergaß ich deine Weisung nicht. /
16075#Psalmen,119,110#110. Die Bösen stellten eine Falle mir / doch irrt ich nicht von deinen Fügungen. /
16076#Psalmen,119,111#111. Zueigen nahm ich deine Mahnungen für immer / denn meines Herzens Wonne sind sie. /
16077#Psalmen,119,112#112. Ich neig mein Herz, zu üben deine Satzungen / für ewig, folgend.
16078#Psalmen,119,113#113. Zwiespältge hasse ich / und deine Weisung lieb ich. /
16079#Psalmen,119,114#114. Bist meine Bergung und mein Schild / dein Wort erharre ich. /
16080#Psalmen,119,115#115. Weicht von mir, Bösewichte / ich will bewahren meines Gottes Gebote. /
16081#Psalmen,119,116#116. Stütz mich nach deinem Wort, auf daß ich lebe / mach mich an meinem Hoffen nicht zuschanden! /
16082#Psalmen,119,117#117. Stütz mich, daß Heil mir werde / ich ewig schau auf deine Satzungen. /
16083#Psalmen,119,118#118. Verwirfst alldie entirren deinen Satzungen / denn Lüge ist ihr Trügen. /
16084#Psalmen,119,119#119. Räumst weg als Schlacken all des Landes Böse / drum lieb ich deine Mahnungen. /
16085#Psalmen,119,120#120. In Angst vor dir erstarrt mein Leib / vor deinem Richten fürcht ich.
16086#Psalmen,119,121#121. Ich hab geübt Gerechtigkeit und Recht / gib meinen Drängern mich nicht hin! /
16087#Psalmen,119,122#122. Tritt ein für deinen Knecht zum Guten / daß mich die Frechen nicht bedrücken. /
16088#Psalmen,119,123#123. Es schmachten meine Augen um dein Heil / um deines Rechtes Spruch. /
16089#Psalmen,119,124#124. Tu deinem Knecht nach deiner Liebe / und lehr mich deine Satzungen. /
16090#Psalmen,119,125#125. Dein Knecht bin ich, gib Einsicht mir / auf daß ich deine Mahnungen erkenne. /
16091#Psalmen,119,126#126. Zeit ist es, für den Ewigen zu handeln / sie brachen deine Weisung. /
16092#Psalmen,119,127#127. Drum lieb ich deine Gebote / vor Gold und Edelerz. /
16093#Psalmen,119,128#128. Drum halte ich die Fügungen in allem ganz gerad / und jeden Pfad der Lüge hasse ich.
16094#Psalmen,119,129#129. Gar wunderbar sind deine Mahnungen / darum bewahrt sie meine Seele. /
16095#Psalmen,119,130#130. Das Öffnen deiner Worte leuchtet / macht klug die Toren. /
16096#Psalmen,119,131#131. Aufsperr ich meinen Mund und lechze / weil ich verlang nach deinen Geboten. /
16097#Psalmen,119,132#132. Kehr dich zu mir und gib mir Gunst / wie's recht für die, die deinen Namen lieben. /
16098#Psalmen,119,133#133. Stell meine Schritte fest durch deinen Spruch / und laß kein Unrecht herrschen über mich. /
16099#Psalmen,119,134#134. Erlöse mich vom Druck der Menschen / und ich will wahren deine Fügungen! /
16100#Psalmen,119,135#135. Dein Antlitz lasse leuchten deinem Knecht / und lehr mich deine Satzungen! /
16101#Psalmen,119,136#136. In Wasserströmen fließen meine Augen / weil jene nicht beachtet deine Weisung.
16102#Psalmen,119,137#137. Gerecht bist du, o Ewiger / gerad dein Richten. /
16103#Psalmen,119,138#138. Als Recht hast du entboten deine Mahnungen / und sehr bewährt. /
16104#Psalmen,119,139#139. Mich reibt mein Eifern auf / denn es vergaßen deiner Worte meine Dränger. /
16105#Psalmen,119,140#140. Geläutert ist dein Ausspruch sehr / dein Knecht, er liebt ihn. /
16106#Psalmen,119,141#141. Gering bin ich, verachtet / doch deine Fügungen vergaß ich nicht. /
16107#Psalmen,119,142#142. Gerecht ist deine Rechtlichkeit für ewig / und deine Weisung Wahrheit. /
16108#Psalmen,119,143#143. Ob Enge mich und Drangsal überkommen / sind deine Gebote mein Ergötzen. /
16109#Psalmen,119,144#144. Gerecht sind deine Mahnungen für ewig; / mach mich begreifen, daß ich lebe!
16110#Psalmen,119,145#145. Ich ruf von ganzem Herzen / erhör mich, Ewiger / daß deine Satzungen ich halte. /
16111#Psalmen,119,146#146. Ich ruf dich, hilf mir / daß deine Mahnungen ich wahre. /
16112#Psalmen,119,147#147. Ich nah im Dämmern, und ich schreie / und harre deiner Worte. /
16113#Psalmen,119,148#148. (Es öffnen) früh sich meine Augen vor den Wachen / zu sinnen über deinen Spruch. /
16114#Psalmen,119,149#149. Hör meinen Ruf nach deiner Liebe, Ewiger / laß leben mich nach deinem Richten. /
16115#Psalmen,119,150#150. Die nahen, hinter Treubruch jagend / doch deiner Weisung sind sie fern. /
16116#Psalmen,119,151#151. Nah bist du Ewiger / und alle deine Gebote Wahrheit. /
16117#Psalmen,119,152#152. Längst wußt ich es aus deinen Mahnungen / weil du für ewig sie gegründet.
16118#Psalmen,119,153#153. Sieh meine Not und rette mich / denn deine Weisung hab ich nicht vergessen. /
16119#Psalmen,119,154#154. Führ meinen Streit und löse mich / nach deinem Spruch belebe mich. /
16120#Psalmen,119,155#155. Fern von den Bösen ist das Heil / weil deine Satzungen sie nicht gesucht. /
16121#Psalmen,119,156#156. Groß, Ewiger, ist dein Erbarmen / nach deinem Richten laß mich leben. /
16122#Psalmen,119,157#157. Viel meine Hetzer und Bedränger / von deinen Mahnungen wich ich nicht ab. /
16123#Psalmen,119,158#158. Ich seh Verräter, und mich widerts / die deinen Ausspruch nicht gewahrt. /
16124#Psalmen,119,159#159. Sieh, daß ich liebe deine Fügungen / nach deiner Liebe, Ewger, laß mich leben. /
16125#Psalmen,119,160#160. Der Anfang deines Worts ist Wahrheit / und ewig ist dein rechtes Richten.
16126#Psalmen,119,161#161. Es haben Fürsten schuldlos mich verfolgt / vor deinen Worten bangt mein Herz. /
16127#Psalmen,119,162#162. Froh bin ich deines Ausspruchs / wie der, der reiche Beute findet. /
16128#Psalmen,119,163#163. Lug hasse und verabscheu ich / und deine Weisung liebe ich. /
16129#Psalmen,119,164#164. Dich rühm ich siebenmal am Tag / ob deiner richtgen Rechtsvorschriften. /
16130#Psalmen,119,165#165. Viel Friede denen, die da deine Weisung lieben / kein Anstoß ihnen! /
16131#Psalmen,119,166#166. Ich harre deiner Hilfe, Ewiger / und deine Gebote üb ich. /
16132#Psalmen,119,167#167. Es wahret meine Seele deine Mahnungen / ich lieb sie sehr. /
16133#Psalmen,119,168#168. Ich wahre deine Fügungen und Mahnungen / denn alle meine Wege stehn vor dir!
16134#Psalmen,119,169#169. Es nah vor dich mein Flehen, Ewiger / nach deinem Wort mach mich begreifen! /
16135#Psalmen,119,170#170. Es komm mein Flehen vor dich hin / nach deinem Spruch errette mich! /
16136#Psalmen,119,171#171. Es strömen meine Lippen Preis / weil du mich lehrest deine Satzungen. /
16137#Psalmen,119,172#172. Es sage meine Zunge deinen Ausspruch an / denn alle deine Gebote sind recht. /
16138#Psalmen,119,173#173. Zum Beistand sei mir deine Hand / weil deine Fügungen ich mir erwählt. /
16139#Psalmen,119,174#174. Nach deinem Heil verlang ich, Ewiger / Ergötzen ist mir deine Weisung. /
16140#Psalmen,119,175#175. Es lebe meine Seele, preise dich / und deine Rechtessprüche stehn mir bei. /
16141#Psalmen,119,176#176. Ich irre wie verlornes Lamm; / such deinen Knecht! / Denn deine Gebote hab ich nicht vergessen.»
16142#Psalmen,120,1#1. Maalot-lied. «Zum Ewigen in meiner Not / ruf ich, und er erhört mich: /
16143#Psalmen,120,2#2. O Ewiger, errette meine Seele / vor Lügenlippe / betrügender Zunge! /
16144#Psalmen,120,3#3. Was (Gott) dir geben soll / und was hinzutun / betrügende Zunge? /
16145#Psalmen,120,4#4. Des Kriegers spitze Pfeile / mit Ginstergluten! /
16146#Psalmen,120,5#5. Weh mir, daß ich geweilt in Meschech / daß ich gewohnt bei Kedars Zelten! /
16147#Psalmen,120,6#6. So lang gewohnt hat meine Seele / bei Friedenshassern! /
16148#Psalmen,120,7#7. Ich - Friede, daß ich ihn verkünde / doch sie - zum Kampf!»
16149#Psalmen,121,1#1. Maalot-lied. «Ich hebe meine Augen zu den Bergen / woher kommt meine Hilfe? /
16150#Psalmen,121,2#2. Kommt meine Hilfe von dem Ewigen / des Himmels Schöpfer und der Erde?» /
16151#Psalmen,121,3#3. «Nicht läßt er wanken deinen Fuß / nicht schläft dein Hüter. /
16152#Psalmen,121,4#4. Sieh, nimmer schläft noch schlummert / der Hüter Jisraëls. /
16153#Psalmen,121,5#5. Der Ewge ist dein Hüter / der Ewige dir Schatten / ist dir zur rechten Hand. /
16154#Psalmen,121,6#6. Tags wird die Sonne dich nicht schlagen / der Mond bei Nacht. /
16155#Psalmen,121,7#7. Der Ewge hütet dich vor allem Bösen / behütet deine Seele. /
16156#Psalmen,121,8#8. Der Ewige bewacht dein Gehn und Kommen / von nun an bis in Ewigkeit.»
16157#Psalmen,122,1#1. Maalot-lied. Von Dawid. «Ich freute mich, als man mir sagte: / ,Zum Haus des Ewgen wolln wir gehn!' /
16158#Psalmen,122,2#2. Es standen unsre Füße / in deinen Toren, Jeruschalaim. /
16159#Psalmen,122,3#3. Jeruschalaim, auferbaut / als Stadt, der ihrs geeint sich sammelte /
16160#Psalmen,122,4#4. da hin die Stämme aufwärtszogen / die Stämme Jahs / ein (heiliges) Zusammentreffen für Jisraël / zu huldigen des Ewgen Namen. /
16161#Psalmen,122,5#5. Denn dort saß man auf Thronen zu Gericht / auf Thronen für das Haus Dawid.
16162#Psalmen,122,6#6. Wünscht Frieden Jeruschalaim: / Gesichert deine Freunde! /
16163#Psalmen,122,7#7. Sei Friede in deinen Mauern / Gesichertsein in deinen Burgen! /
16164#Psalmen,122,8#8. Um meine Brüder, meine Freunde / verheiß ich Frieden über dich. /
16165#Psalmen,122,9#9. Um unsres Gottes, um des Ewgen Haus / erstreb ich Glück für dich.»
16166#Psalmen,123,1#1. Maalot-lied. «Zu dir erheb ich meine Augen / der du im Himmel thronst. /
16167#Psalmen,123,2#2. Sieh, wie der Knechte Augen / auf ihrer Herren Hand / die Augen der Magd / zur Hand ihrer Herrin / so unsre Augen auf den Ewgen, unsern Gott / bis er uns Gunst gibt. /
16168#Psalmen,123,3#3. Gib Gunst uns, Ewiger, gib Gunst / denn übersatt sind wir der Schmach /
16169#Psalmen,123,4#4. ward übersatt uns unsre Seele / vom Spott der Sicheren / dem Schimpf der Stolzen!»
16170#Psalmen,124,1#1. Maalot-lied. Von Dawid. «Wär nicht der Ewge, der für uns gewesen / - so spreche Jisraël -
16171#Psalmen,124,2#2. wär nicht der Ewge, der für uns gewesen / als Menschen gegen uns erstanden /
16172#Psalmen,124,3#3. dann hätten sie lebendig uns verschlungen / da Zorn ob uns ihr Angesicht entflammt. /
16173#Psalmen,124,4#4. Dann hätten uns die Wasser fortgerissen / ein Strom wär hingegangen über unsre Seele! /
16174#Psalmen,124,5#5. Dann wären über unsre Seele hingegangen / die wilden Wasser. /
16175#Psalmen,124,6#6. Gelobt der Ewige, der uns nicht gab / als Raub für ihre Zähne! /
16176#Psalmen,124,7#7. War unsre Seele wie ein Vöglein / entronnen aus der Fänger Schlinge: / Die Schlinge brach / und wir entrannen! /
16177#Psalmen,124,8#8. Es ward uns Hilfe in des Ewgen Namen / des Himmels Schöpfer und der Erde!»
16178#Psalmen,125,1#1. Maalot-lied. «Die auf den Ewigen vertraun / sind wie der Zijonsberg / der nimmer wankt und ewig bleibt! /
16179#Psalmen,125,2#2. Jeruschalaim, Berge rings darum / der Ewige rings um sein Volk / von nun an bis in Ewigkeit! /
16180#Psalmen,125,3#3. Denn nicht wird ruhn des Frevels Stab / auf der Gerechten Los / auf daß nicht die Gerechten strecken / nach Unrecht ihre Hände. /
16181#Psalmen,125,4#4. Tu gut, o Ewiger, den Guten / und denen, die gerad in ihren Herzen. /
16182#Psalmen,125,5#5. Doch die zu ihren krummen Wegen abgehn / die führe fort der Ewige / die Übeltäter! Friede über Jisraël!»
16183#Psalmen,126,1#1. Maalot-lied. «Als Zijon wieder baut' der Ewige / da waren wir wie träumend. /
16184#Psalmen,126,2#2. Da füllte sich mit Lachen unser Mund / und unsre Zunge sich mit Jubel. / Da sprach man bei den Völkern: / ,Groß hat der Ewige getan an diesen!' /
16185#Psalmen,126,3#3. Groß hat der Ewige getan an uns / wir wurden froh! /
16186#Psalmen,126,4#4. Bau, Ewiger, uns wieder auf / wie Wasserläufe in der Steppe. /
16187#Psalmen,126,5#5. Die säen mit Tränen / mit Jubel solln sie ernten. /
16188#Psalmen,126,6#6. Da geht er hin und weint / der hält im Griff die Saat / da kommt er heim mit Jubel / der trägt seine Garben!»
16189#Psalmen,127,1#1. Maalot-lied. Von Schelomo. «Baut nicht der Ewige das Haus / dann schaffen leerhin, die dran bauen. / Wahrt nicht der Ewige die Stadt / wacht leerhin der Wächter. /
16190#Psalmen,127,2#2. Umsonst für euch, daß früh ihr aufsteht / so späthin weilt / die ihr das Brot der Mühsal eßt! So geb' ers zweitens seinem ,Liebling':
16191#Psalmen,127,3#3. Sieh, als Geschenk vom Ewgen Söhne / als Lohn des Leibes Frucht! /
16192#Psalmen,127,4#4. Wie Pfeile in des Helden Hand / so sind der Jugend Söhne. /
16193#Psalmen,127,5#5. Beglückt der Mann / der seinen Köcher vollgefüllt mit ihnen! / Nicht werden sie zuschanden / wenn mit den Feinden sie im Tore reden.»
16194#Psalmen,128,1#1. Maalot-lied. «Beglückt, allwer den Ewgen fürchtet / auf seinen Wegen wandelt: /
16195#Psalmen,128,2#2. Daß deiner Hände Mühertrag du ißt / beglückt du, wohl dir! /
16196#Psalmen,128,3#3. Dein Weib sei wie ein Weinstock, fruchtend / im Innern deines Hauses / wie Ölbaumstämmchen deine Kinder / um deinen Tisch!
16197#Psalmen,128,4#4. Sieh, so gesegnet wird der Mann / den Ewgen fürchtend. /
16198#Psalmen,128,5#5. Es segne dich der Ewige von Zijon / und schau das Glück Jeruschalaims / all deine Lebenstage! /
16199#Psalmen,128,6#6. Und schaue Kinder deinen Kindern / den Frieden über Jisraël!»
16200#Psalmen,129,1#1. Maalot-lied. «Viel haben sie von jung an mich bedrängt / - so spreche Jisraël! -
16201#Psalmen,129,2#2. Viel haben sie von jung an mich bedrängt / ob auch nicht bezwungen. /
16202#Psalmen,129,3#3. Auf meinen Rücken (ladend) pflügten Pflüger / lang zogen sie die Furchen. /
16203#Psalmen,129,4#4. Der Ewige, gerecht / schnitt ab der Bösen Strick. /
16204#Psalmen,129,5#5. In Schande weichen sie zurück / alle Hasser Zijons. /
16205#Psalmen,129,6#6. Sie sind wie Gras der Dächer / das, eh mans abreißt, schon verdorrt /
16206#Psalmen,129,7#7. wovon der Schnitter seine Hand nicht füllt / noch seinen Bausch der Garbenbinder; /
16207#Psalmen,129,8#8. und sprechen, die vorbeigehn, nicht: ,Des Ewgen Segen euch! / Wir wolln euch segnen mit des Ewgen Namen!'»
16208#Psalmen,130,1#1. Maalot-lied. «Aus Tiefen ruf ich dich / o Ewiger! /
16209#Psalmen,130,2#2. Herr, höre meine Stimme! / Laß deine Ohren lauschend sein / der Stimme meines Flehns! /
16210#Psalmen,130,3#3. Wenn Sünden du bewahrest, Jah / wer könnte da, o Herr, bestehn? /
16211#Psalmen,130,4#4. Wo bei dir die Vergebung / daß man dich fürchte. /
16212#Psalmen,130,5#5. Ich hoffe, Ewiger / es hoffet meine Seele / und seines Wortes harre ich /
16213#Psalmen,130,6#6. des Herrn (harrt) meine Seele / mehr als die harren auf den Morgen / die harren auf den Morgen! /
16214#Psalmen,130,7#7. So harre, Jisraël, des Ewigen / denn bei dem Ewgen ist die Liebe / und viel bei ihm Erlösung. /
16215#Psalmen,130,8#8. Und er wird lösen Jisraël / von allen seinen Sünden!»
16216#Psalmen,131,1#1. Maalot-lied von Dawid. «O Ewiger! / Nicht stolz ist mir mein Herz / nicht hoch sind meine Augen / nicht geh ich um mit Großem / mir Unfaßbarem. /
16217#Psalmen,131,2#2. Hab ich nicht hingebreitet / beschwichtigt meine Seele / wie Säuglingskind an seiner Mutter / wie Säuglingskind an mir die Seele?
16218#Psalmen,131,3#3. Harr, Jisraël, des Ewigen / von nun an bis in Ewigkeit!»
16219#Psalmen,132,1#1. Maalot-lied. «Gedenke, Ewiger, Dawid / all sein Gebeugtsein. /
16220#Psalmen,132,2#2. Er, der dem Ewigen geschworen / gelobt dem Hehren Jaakobs: /
16221#Psalmen,132,3#3. ,Ob ich betrete meines Hauses Zelt / ob ich besteige meines Lagers Bett /
16222#Psalmen,132,4#4. ob meinen Augen Schlaf ich gebe / und meinen Wimpern Schlummer /
16223#Psalmen,132,5#5. bis ich dem Ewgen eine Stätte finde / ein Heim dem Hehren Jaakobs!' /
16224#Psalmen,132,6#6. Sieh, in Efrata haben wirs erhört / wir fanden es in Sede-Jaar: /
16225#Psalmen,132,7#7. Laßt uns zu seinen Heimen kommen / uns niederwerfen an dem Schemel seiner Füße! /
16226#Psalmen,132,8#8. Auf, Ewiger, zu deiner Weilstatt / du und die Lade deiner Macht! /
16227#Psalmen,132,9#9. Laß deine Priester sich in Rechtssieg kleiden / und deine Frommen, laß sie jubeln! /
16228#Psalmen,132,10#10. Um Dawid, deinen Knecht / weis nicht zurück das Antlitz deines dir Gesalbten!
16229#Psalmen,132,11#11. Geschworen hat der Ewige Dawid / in Treuen, nimmer geht er davon ab: / ,Von deines Leibes Frucht / setz ich dir auf den Thron! /
16230#Psalmen,132,12#12. Wenn deine Söhne wahren meinen Bund / und die Bezeugung, die ich sie gelehrt / dann solln auch ihre Söhne für und für / dir sitzen auf dem Thron!' /
16231#Psalmen,132,13#13. Denn Zijon hat der Ewige erwählt / es sich zum Sitz begehrt: /
16232#Psalmen,132,14#14. ,Dies sei mir Ruhstatt für und für / hier thron ich, weil ich sein begehrt! /
16233#Psalmen,132,15#15. Ich segne, segne ihre Speise / mach ihre Armen satt des Brots /
16234#Psalmen,132,16#16. und ihre Priester kleide ich in Heil / und ihre Frommen sollen jauchzend jubeln! /
16235#Psalmen,132,17#17. Dort lasse ich Dawid ein Horn ersprießen / rüst eine Leuchte meinem mir Gesalbten; /
16236#Psalmen,132,18#18. ich hüll in Schande seine Feinde / auf ihm erblüht sein Weihekranz!'»
16237#Psalmen,133,1#1. Maalot-lied von Dawid. «Sieh an, wie gut, wie schön / wenn Brüder so mitsammen weilen!
16238#Psalmen,133,2#2. Wie würzig Öl aufs Haupt / das abfließt auf den Bart / den Bart Aharons; / das abfließt über die Maßen /
16239#Psalmen,133,3#3. wie der Tau des Hermons; / das abfließt über die Berge Zijons: / Ja, so hat dort der Ewige / den Segen entboten: / Leben in Ewigkeit!»
16240#Psalmen,134,1#1. Maalot-lied. «Sieh, preist den Ewigen, all ihr, des Ewgen Diener / die ihr im Haus des Ewgen stehet in den Nächten! /
16241#Psalmen,134,2#2. Hebt eure Hände: ,Heilig!' / Und preist den Ewigen! /
16242#Psalmen,134,3#3. Der Ewge segne dich von Zijon / des Himmels Schöpfer und der Erde!»
16243#Psalmen,135,1#1. «Preist Jah! / Lobpreist des Ewgen Namen / lobpreist, des Ewgen Knechte /
16244#Psalmen,135,2#2. die ihr da steht im Haus des Ewigen / den Höfen an dem Hause unsres Gottes! /
16245#Psalmen,135,3#3. Preist Jah, daß gut der Ewige / singt seinem Namen, daß er gütig! /
16246#Psalmen,135,4#4. Denn Jaakob hat sich Jah erwählt / Jisraël sich zu eigen! /
16247#Psalmen,135,5#5. Ich weiß es ja: Groß ist der Ewige / und unser Herr vor allen Göttern! /
16248#Psalmen,135,6#6. Allwas der Ewige begehrt, hat er gewirkt / im Himmel und auf Erden / in Meeren und in allen Tiefen: /
16249#Psalmen,135,7#7. Läßt Wolken schweben von der Erde Ende / er schafft zum Regen Blitze / er läßt den Wind aus seinen Kammern fahren. /
16250#Psalmen,135,8#8. Er, der Mizraims Erstgeborne schlug / vom Menschen bis zum Vieh /
16251#Psalmen,135,9#9. der Wunderzeichen, Wahrbeweise sandte / in deine Mitte, Mizraim / an Par'o und allen seinen Knechten. /
16252#Psalmen,135,10#10. Der viele Völker schlug / hinwürgte mächtge Könige: /
16253#Psalmen,135,11#11. Den Sihon, König des Emori / und Og, den König des Baschan / und alle Königreiche Kenaans /
16254#Psalmen,135,12#12. und gab ihr Land zum Erbe / für Jisraël zum Erbe, für sein Volk. /
16255#Psalmen,135,13#13. O Ewiger, dein Name währt für immer / o Ewiger, dein Anruf für und für! /
16256#Psalmen,135,14#14. Ja, seinem Volke schafft der Ewge Recht / und seiner Knechte läßt er sichs geleiden.
16257#Psalmen,135,15#15. Der Völker Götzen: Silber, Gold / Gemächt von Menschenhänden. /
16258#Psalmen,135,16#16. Mund haben sie und reden nicht / sie haben Augen und sehen nicht /
16259#Psalmen,135,17#17. sie haben Ohren und hören nicht / auch ist kein Hauch in ihrem Mund. /
16260#Psalmen,135,18#18. Gleich ihnen werden ihre Bildner sein / allwer auf sie vertraut.
16261#Psalmen,135,19#19. Haus Jisraël, preist ihr den Ewigen! / Haus Aharon, preist ihr den Ewigen! /
16262#Psalmen,135,20#20. Haus Lewi, preiset ihr den Ewigen! / Den Ewgen Fürchtende, preist ihr den Ewigen! /
16263#Psalmen,135,21#21. Gepriesen sei der Ewige aus Zijon / der thront in Jeruschalaim: / Preist Jah!»
16264#Psalmen,136,1#1. «Dem Ewgen huldigt, daß er gut / daß ewig seine Liebe!
16265#Psalmen,136,2#2. Dem Gott der Götter huldigt / daß ewig seine Liebe!
16266#Psalmen,136,3#3. Dem Herrn der Herren huldigt / daß ewig seine Liebe!
16267#Psalmen,136,4#4. Der große Wunder wirkt allein / daß ewig seine Liebe!
16268#Psalmen,136,5#5. Der schuf den Himmel in Weisheit / daß ewig seine Liebe!
16269#Psalmen,136,6#6. Der abgedeckt die Erde ob den Wassern / daß ewig seine Liebe!
16270#Psalmen,136,7#7. Der große Leuchten schuf / daß ewig seine Liebe!
16271#Psalmen,136,8#8. Die Sonne, um am Tag zu herrschen / daß ewig seine Liebe!
16272#Psalmen,136,9#9. Den Mond, die Sterne, um bei Nacht zu herrschen / daß ewig seine Liebe!
16273#Psalmen,136,10#10. Der schlug an ihren Erstgeborenen Mizraim / daß ewig seine Liebe!
16274#Psalmen,136,11#11. Und Jisraël aus ihrer Mitte führte / daß ewig seine Liebe!
16275#Psalmen,136,12#12. Mit starker Hand und ausgestrecktem Arm / daß ewig seine Liebe!
16276#Psalmen,136,13#13. Der da in Stücke stückt das Schilfmeer / daß ewig seine Liebe!
16277#Psalmen,136,14#14. Und mittendurch ließ schreiten Jisraël / daß ewig seine Liebe!
16278#Psalmen,136,15#15. Und Par'o und sein Heer ins Schilfmeer warf / daß ewig seine Liebe!
16279#Psalmen,136,16#16. Der durch die Wüste wandern ließ sein Volk / daß ewig seine Liebe!
16280#Psalmen,136,17#17. Der schlug die großen Könige / daß ewig seine Liebe!
16281#Psalmen,136,18#18. Hinwürgte mächtge Könige / daß ewig seine Liebe!
16282#Psalmen,136,19#19. Den Sihon, König des Emori / daß ewig seine Liebe!
16283#Psalmen,136,20#20. Und Og, den König des Baschan / daß ewig seine Liebe!
16284#Psalmen,136,21#21. Und gab ihr Land zum Erbe / daß ewig seine Liebe!
16285#Psalmen,136,22#22. Für Jisraël zum Erbe / daß ewig seine Liebe!
16286#Psalmen,136,23#23. Der uns in unsrer Niedrigkeit bedacht / daß ewig seine Liebe!
16287#Psalmen,136,24#24. Und uns befreit von unsern Drängern / daß ewig seine Liebe!
16288#Psalmen,136,25#25. Der allem Fleische Brot gibt / daß ewig seine Liebe!
16289#Psalmen,136,26#26. Dem Gott des Himmels huldigt / daß ewig seine Liebe!»
16290#Psalmen,137,1#1. «Dort an den Strömen Babels weilten wir / ach, weinten wir / wenn Zijons wir gedachten! /
16291#Psalmen,137,2#2. An Weidenbäume dort / hängten wir unsere Zithern. /
16292#Psalmen,137,3#3. Denn dort verlangten unsre Zwingherrn von uns Sangesworte / und unsre Dränger Freudenspiel: / ,So singet uns von Zijons Sang!' /
16293#Psalmen,137,4#4. Wie sängen wir des Ewgen Sang / auf Fremdlands Erde? /
16294#Psalmen,137,5#5. Vergäß ich dein, Jeruschalaim / versagte meine Rechte /
16295#Psalmen,137,6#6. es klebte meine Zunge mir am Gaumen / wenn dein ich nicht gedächte / hielt ich Jeruschalaim mir nicht vor / oban bei meinem Freudenspiel.
16296#Psalmen,137,7#7. Gedenke, Ewiger, den Söhnen Edoms / den Tag Jeruschalaims / die sagten: ,Bloßlegt! Bloß! / Bis auf den Grund darin!' /
16297#Psalmen,137,8#8. Maid Babel, du Verheerte! / Beglückt, der dir bezahlt dein Tun / das du uns angetan! /
16298#Psalmen,137,9#9. Beglückt, der packt und schmettert deine Kindlein / hin an den Felsen!»
16299#Psalmen,138,1#1. Von Dawid. «Ich hulde dir von ganzem Herzen / vor Göttern spiele ich dir auf! /
16300#Psalmen,138,2#2. Ich werf mich hin zu deinem heilgen Tempel / und hulde deinem Namen / ob deiner Liebe, deiner Treue. / Denn über allen deinen Ruf / hast deinen Spruch du groß bewährt. /
16301#Psalmen,138,3#3. Am Tage, da ich rief, du mich erhörtest / da stärktest du in meiner Seele mir die Kraft! /
16302#Psalmen,138,4#4. Dir hulden, Ewger, alle Könige der Erde / da sie die Sprüche deines Mundes hörten /
16303#Psalmen,138,5#5. und singen von des Ewgen Wegen / daß groß des Ewgen Ehre. /
16304#Psalmen,138,6#6. Weil hoch der Ewge, und den Niedern sieht / den Stolzen aus der Ferne kennt. /
16305#Psalmen,138,7#7. Und schreit ich mitten durch die Drangsal / belebst du mich / reckst deine Hand ins Antlitz meiner Feinde / es hilft mir deine Rechte. /
16306#Psalmen,138,8#8. Der Ewige vollbringt für mich / o Ewger, deine Liebe ist für immer! / Laß nicht die Werke deiner Hände!»
16307#Psalmen,139,1#1. Mit dem Begleitspieler. Von Dawid ein Psalm. «Du hast mich, Ewiger, erforscht, du weißt /
16308#Psalmen,139,2#2. du kennst mein Sitzen und mein Stehn / du achtest fernher auf mein Denken. /
16309#Psalmen,139,3#3. Mein Gehn und Liegen hast du ausgemessen / und bist vertraut mit allen meinen Wegen. /
16310#Psalmen,139,4#4. Ist ja kein Wort auf meiner Zunge / da hast du, Ewiger, es ganz gewußt. /
16311#Psalmen,139,5#5. Hast hinten mich und vorn umengt / und auf mich deine Hand gelegt. /
16312#Psalmen,139,6#6. Zu wunderbar mir, zu begreifen / zu hoch, ich faß es nicht. /
16313#Psalmen,139,7#7. Wo geh ich hin vor deinem Hauch / wo flücht ich mich vor deinem Antlitz! /
16314#Psalmen,139,8#8. Steig ich zum Himmel, bist du dort / und bett ich in Scheol mich, da bist du! /
16315#Psalmen,139,9#9. Nähm ich des Morgendämmerns Flügel / und weilte ich an Meeres Ende /
16316#Psalmen,139,10#10. auch dort würd deine Hand mich führen / mich fassen deine Rechte. /
16317#Psalmen,139,11#11. Und spräche ich: ,Tiefdunkel schlinge mich / Nacht sei die Helle um mich her!' - /
16318#Psalmen,139,12#12. Auch Dunkel dunkelt nicht vor dir. / Die Nacht hell wie der Tag / das Dunkel gleich der Helle. /
16319#Psalmen,139,13#13. Denn du hast meine Nieren mir geschaffen / du wobest mich in meiner Mutter Leib. /
16320#Psalmen,139,14#14. Ich hulde dir / daß ich im Schrecklichen war ausgesondert. / Ja, wunderbar sind deine Werke / und meine Seele weiß es wohl. /
16321#Psalmen,139,15#15. Mein Wesen war dir nicht verborgen / wie im Geheimen ich geschaffen / gewirkt ward in der Erde Tiefen. /
16322#Psalmen,139,16#16. Mein Werden sahen deine Augen / in deinem Buche waren alle sie verschrieben / (im Schriftbund) eingebundne Tage / nicht einer (kommt hinzu) bei ihnen.
16323#Psalmen,139,17#17. Doch mir, wie wert ist deine Freundschaft mir, o Gott! / Wie zahlreich jener Häupter /
16324#Psalmen,139,18#18. wollt ich sie zählen, sind sie mehr als Sand - / zähl ichs zuende, noch bin ich bei dir /
16325#Psalmen,139,19#19. wenn du, o Gott, den Bösen tötest! / Blutmenschen, weicht von mir! /
16326#Psalmen,139,20#20. Sie, die zu Treubruch dich besprechen / zu Falschem nennen, deine Feinde. /
16327#Psalmen,139,21#21. Haß ich nicht deine Hasser, Ewiger? / Mich widerts deiner Widersacher! /
16328#Psalmen,139,22#22. Mit letztem Hasse haß ich sie / sind meine Feinde worden! /
16329#Psalmen,139,23#23. Erforsch mich, Gott / erkenn mein Herz / prüf mich und merk mein Ängsten! /
16330#Psalmen,139,24#24. Und schau, ob Weg zu kränken in mir ist / und leite mich auf ewgem Wege!»
16331#Psalmen,140,1#1. Mit dem Begleitspieler. Ein Psalm von Dawid.
16332#Psalmen,140,2#2. «Errette, Ewger, mich vor bösem Menschen / und vor dem Mann der Räuberei bewahre mich /
16333#Psalmen,140,3#3. die Arg im Herzen trachten / Kampf schüren alletag. /
16334#Psalmen,140,4#4. Sie spitzen ihre Zunge wie die Schlange / der Spinne Gift ist hinter ihren Lippen.» / Sela.
16335#Psalmen,140,5#5. «Behüt mich, Ewger, vor des Bösen Hand / und vor dem Mann der Räuberei bewahre mich / die da gedacht, zu stürzen meine Tritte. /
16336#Psalmen,140,6#6. Es scharrten ein die Frechen Schlinge mir und Stricke / sie spannten an den Weg ein Netz für mich / sie stellten Fallen mir.» / Sela.
16337#Psalmen,140,7#7. «Ich sprech zum Ewigen: ,Mein Gott bist du! / Lausch, Ewiger, der Stimme meines Flehens!' /
16338#Psalmen,140,8#8. Gott, du mein Herr, Macht meines Heils / schirmst mir das Haupt am Tag des Kampfs! /
16339#Psalmen,140,9#9. Gib, Ewger, nicht des Bösen Lüsten / erfüll sein Trachten nicht, daß sie erhöht.» / Sela.
16340#Psalmen,140,10#10. «Das Gift der mich Umringenden / das Unheil ihrer Lippen decke! /
16341#Psalmen,140,11#11. Daß auf sie Gluten fallen / in Feuer stürz er sie / in Schlünde, draus sie nicht erstehen! /
16342#Psalmen,140,12#12. Der Mann der Zunge steh nicht fest im Land / der Mann des Raubs, das Böse hetze ihn zum Sturz! /
16343#Psalmen,140,13#13. Ich weiß, der Ewge schafft dem Armen Recht / Gericht den Elenden! /
16344#Psalmen,140,14#14. Ja, die Gerechten hulden deinem Namen / vor deinem Antlitz weilen die Geraden!»
16345#Psalmen,141,1#1. Psalm von Dawid. «Ich ruf dich, Ewiger, eil her zu mir! / Lausch meiner Stimme, da ich zu dir rufe! /
16346#Psalmen,141,2#2. Es stehe mein Gebet als Räucherwerk vor dir / mein Händeheben als ein Abendopfer! /
16347#Psalmen,141,3#3. Setz, Ewger, eine Wache meinem Mund / behüte meiner Lippen Tür! /
16348#Psalmen,141,4#4. Neig nicht mein Herz zu bösem Ding / zu tätigen ein Tun in Bosheit / mit Männern, Übeltätern; / nie will ich kosten ihre Leckerbissen. /
16349#Psalmen,141,5#5. Schlägt mich der Rechtliche, ists Liebe / und weist er mich zurecht, ists Öl fürs Haupt. / Mag ihm mein Haupt nicht wehren! / Nur zu! / Und ich: Gebet bei ihrem Wehtun /
16350#Psalmen,141,6#6. wenn losgelassen mit dem Stein in Händen ihre Richter - / sie hören meine Worte, die so hold.
16351#Psalmen,141,7#7. Wie wenn wer ackert, wühlt die Erde / sind unsre Knochen hingestreut zur Öffnung der Scheol. /
16352#Psalmen,141,8#8. Denn, Gott, mein Herr, zu dir (schaun) meine Augen / der ich bei dir mich berge, gieß nicht aus mein Leben! /
16353#Psalmen,141,9#9. Bewahr mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt / und vor der Übeltäter Fallen. /
16354#Psalmen,141,10#10. Laß in die eignen Netze falln die Bösen allesamt / indes ich weitergeh!»
16355#Psalmen,142,1#1. Maskil-lied von Dawid. Als er in der Höhle war. Ein Gebet.
16356#Psalmen,142,2#2. «Laut schreie ich zum Ewgen / laut flehe ich zum Ewgen! /
16357#Psalmen,142,3#3. Ich schütte vor ihn meine Klage / mein Leid verkünde ich vor ihm. /
16358#Psalmen,142,4#4. Verhaucht mein Odem sich in mir / kennst du doch meinen Pfad / da, auf dem Wege, den ich geh / verscharrten sie die Falle mir! /
16359#Psalmen,142,5#5. Schau rechts und sieh: / Hab keinen, der mich kennt / verloren ist die Zuflucht mir / fragt keiner nach meiner Seele!
16360#Psalmen,142,6#6. Ich schrei zu dir, o Ewiger / ich spreche: Du bist meine Zuflucht / mein Teil im Land der Lebenden. /
16361#Psalmen,142,7#7. Lausch meinem Schreien, weil ich sehr erniedrigt / errette mich vor meinen Hetzern / die überstark für mich! /
16362#Psalmen,142,8#8. Führ aus dem Kerker meine Seele / zu hulden deinem Namen! / Daß sich mit mir die Rechtlichen bekrönen / weil du es mir erwiesen!»
16363#Psalmen,143,1#1. Psalm von Dawid. «Hör, Ewiger, mein Beten / lausch meinem Flehn / in deiner Treu erhöre mich / in deiner Rechtlichkeit! /
16364#Psalmen,143,2#2. Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht / ist keiner, der da lebt, ja recht vor dir. /
16365#Psalmen,143,3#3. Hat ja der Feind die Seele mir gehetzt / zuboden mir mein Leben hingeschlagen / in Finsternis mich weilen lassen / gleich ewig Toten; /
16366#Psalmen,143,4#4. daß sich in mir verhaucht mein Odem / in meinem Innern mir mein Herz erstarrt.
16367#Psalmen,143,5#5. Ich denk der einstgen Tage / und raune über all dein Tun / erzähl von deiner Hände Werk. /
16368#Psalmen,143,6#6. Ich breite meine Hände aus zu dir / die Seele zu dir wie verschmachtet Land. / Sela.
16369#Psalmen,143,7#7. Schnell, Ewiger, erhöre mich / mein Odem schwindet, birg mir nicht dein Antlitz! / Ich gliche denen, die zur Grube fahren. /
16370#Psalmen,143,8#8. Laß mich am Morgen deine Liebe hören / weil ich auf dich vertrau! / Tu mir den Weg kund, den ich gehen soll / denn zu dir heb ich meine Seele! /
16371#Psalmen,143,9#9. Errette mich vor meinen Feinden, Ewiger / Zu dir! Daß ich mich berge. /
16372#Psalmen,143,10#10. Lehr mich nach deinem Willen tun / weil du mein Gott / es leite mich dein gütger Geist / durch ebnes Land. /
16373#Psalmen,143,11#11. Um deines Namens willen, Ewiger, belebe mich / um deine Rechtlichkeit führ aus der Drängnis meine Seele! /
16374#Psalmen,143,12#12. In deiner Liebe tilge meine Feinde / vernichte alle Dränger meiner Seele / weil ich dein Knecht!»
16375#Psalmen,144,1#1. Von Dawid. «Gepriesen sei der Ewige, mein Fels / der meine Hände lehrt zum Kampf / und meine Finger für den Krieg. /
16376#Psalmen,144,2#2. Du, meine Gnade und mein Hort / Hochburg und Retter mir / mein Schild, du, bei dem ich mich berge / der Völker unter mich zwingt!
16377#Psalmen,144,3#3. O Ewiger, was ist der Mensch, daß du ihn kennst / der Menschensohn, daß du ihn achtest? /
16378#Psalmen,144,4#4. Der Mensch, dem Hauche gleicht er / und seine Zeit ist wie der Schatten, der enteilt. /
16379#Psalmen,144,5#5. O Ewger, neige deinen Himmel, steig herab / rühr an die Berge, daß sie rauchen! /
16380#Psalmen,144,6#6. Laß Blitze blitzen und zersprenge sie / schieß deine Pfeile und verwirre sie! /
16381#Psalmen,144,7#7. Streck deine Hände aus der Höhe / befrei, entreiße mich aus vielen Wassern / der Hand der Fremdlandssöhne /
16382#Psalmen,144,8#8. die, deren Mund zu Trug spricht / und deren Schwurhand: Lügenschwur!
16383#Psalmen,144,9#9. Ich singe, Gott, dir neuen Sang / auf Zehnsaitharfe spiel ich dir. /
16384#Psalmen,144,10#10. Der gibt den Königen den Sieg / der rettet Dawid, seinen Knecht / vor bösem Schwert. /
16385#Psalmen,144,11#11. Befrei, entreiße mich / der Hand der Fremdlandssöhne / die, deren Mund zu Trug spricht / und deren Schwurhand: Lügenschwur!
16386#Psalmen,144,12#12. Weil unsre Söhne Pflänzlinge / hochaufgewachsen / in ihrer Jugend / und unsre Töchter gleich den Pfeilern / gemeißelt an des Tempels Bau /
16387#Psalmen,144,13#13. die Speicher uns gefüllt / vorbringend Art um Art / zu tausend, vielmaltausend unsre Schafe / auf unsern Fluren /
16388#Psalmen,144,14#14. die Rinder trächtig uns / keins ausgebrochen, keins entlaufen / und keine Klage ist auf unsern Plätzen: /
16389#Psalmen,144,15#15. Beglückt das Volk, dems so ergeht! / Beglückt das Volk, des Gott der Ewige!»
16390#Psalmen,145,1#1. Preislied von Dawid. «Ich will dich höhen, du mein Gott, o König / will preisen deinen Namen für und für! /
16391#Psalmen,145,2#2. Dich preis ich alletag / und rühme deinen Namen für und für! /
16392#Psalmen,145,3#3. Groß ist der Ewige und hochgerühmt / und seine Größe unergründlich. /
16393#Psalmen,145,4#4. Geschlecht rühmt dem Geschlechte deine Werke / und deine Machterweise künden sie. /
16394#Psalmen,145,5#5. Den Glanz der Ehre deiner Herrlichkeit / und deiner Wunder Dinge will ich sagen! /
16395#Psalmen,145,6#6. Daß deiner Furchtbarkeiten Macht sie künden / und deine Größe ich erzähle. /
16396#Psalmen,145,7#7. Bericht von deiner vielen Güte sprudeln sie / von deiner Rechtstat jubeln sie. /
16397#Psalmen,145,8#8. Begnadend und erbarmend ist der Ewige / langmütig, reich an Liebe. /
16398#Psalmen,145,9#9. Gut ist der Ewige zu allen / und sein Erbarmen über alle seine Werke. /
16399#Psalmen,145,10#10. Dir hulden, Ewger, alle deine Werke / und deine Frommen preisen dich. /
16400#Psalmen,145,11#11. Die Ehre deines Königtums erzählen sie / und deine Macht verkünden sie /
16401#Psalmen,145,12#12. den Menschenkindern seine Machterweise kundzutun / den Glanz der Ehre seines Königtums. /
16402#Psalmen,145,13#13. Dein Königtum ein Königtum für alle Ewigkeiten / und deine Herrschaft aller Zeit um Zeit!
16403#Psalmen,145,14#14. Der Ewge, stützend alle Fallenden / aufrichtend alle die Gebeugten! /
16404#Psalmen,145,15#15. Die Augen aller schauen aus auf dich / und du gibst ihnen ihre Speise rechter Zeit. /
16405#Psalmen,145,16#16. Auftust du deine Hand / und sättigst alles Lebende mit Huld. /
16406#Psalmen,145,17#17. Gerecht der Ewige in allen seinen Wegen / und treu in allem seinem Wirken. /
16407#Psalmen,145,18#18. Nah ist der Ewige all seinen Rufern / alldenen, die ihn anrufen in Treuen. /
16408#Psalmen,145,19#19. Das Wünschen derer, die ihn fürchten, wirkt er / ihr Schreien hört er und befreit sie. /
16409#Psalmen,145,20#20. Der Ewge hütet alle, die ihn lieben / doch alle Bösen tilgt er. /
16410#Psalmen,145,21#21. Den Preis des Ewigen sagt an mein Mund / es rühme seinen heilgen Namen alles Fleisch / für immer, ewig!»
16411#Psalmen,146,1#1. «Preist Jah! Den Ewgen preise meine Seele! /
16412#Psalmen,146,2#2. Ich will den Ewgen preisen, weil ich lebe / aufspielen meinem Gott, solang ich bin. /
16413#Psalmen,146,3#3. Traut nicht auf Edle / und auf den Menschensohn, bei dem kein Heil! /
16414#Psalmen,146,4#4. Geht aus sein Odem, kehrt er heim zu seiner Erde / an jenem Tag sind seine Pläne hin.
16415#Psalmen,146,5#5. Beglückt der, dem zur Hilfe Jaakobs Gott / des Hoffen auf den Ewgen, seinen Gott! /
16416#Psalmen,146,6#6. Er, der den Himmel und die Erde schuf / das Meer und alles was darin / der Treue wahret ewiglich. /
16417#Psalmen,146,7#7. Er schafft den Unterdrückten Recht / gibt Brot den Hungernden / der Ewge löset die Gefangenen /
16418#Psalmen,146,8#8. der Ewige erhellt die Blinden / der Ewge richtet auf Gebeugte / der Ewge liebt die Rechtlichen. /
16419#Psalmen,146,9#9. Der Ewige bewahrt die Fremdlinge / die Witwe und die Waise stützt er / den Weg der Bösen aber krümmt er. /
16420#Psalmen,146,10#10. Der Ewige ist König ewiglich / dein Gott, o Zijon, für und für! / Preist Jah!»
16421#Psalmen,147,1#1. «Preist Jah / denn gut ists aufzuspielen unserm Gott / denn wohltuts, würdig ist der Preis. /
16422#Psalmen,147,2#2. Aufbaut der Ewige Jeruschalaim / heimholt er die Verstoßnen Jisraëls. /
16423#Psalmen,147,3#3. Der heilet die gebrochnen Herzens / verbindet ihre Wunden. /
16424#Psalmen,147,4#4. Der zählt die Zahl den Sternen / und ihnen allen Namen nennt. /
16425#Psalmen,147,5#5. Groß unser Herr und reich an Kraft / und seine Einsicht ohne Maß! /
16426#Psalmen,147,6#6. Der Ewige stützt die Gebeugten / erniedrigt Böse bis zur Erde. /
16427#Psalmen,147,7#7. Stimmt an dem Ewigen mit Huldigung / spielt unserm Gott auf mit der Zither: /
16428#Psalmen,147,8#8. Der mit Gewölk den Himmel deckt / der Erde Regenguß bereitet / der sprossen läßt der Berge Gras; /
16429#Psalmen,147,9#9. der gibt dem Vieh sein Brot / den jungen Raben, die da rufen. /
16430#Psalmen,147,10#10. Nicht an des Rosses Stärke hat er Lust / nicht an des Mannes Schenkeln Wohlgefallen. /
16431#Psalmen,147,11#11. Gefallen hat der Ewige an denen, die ihn fürchten / die harren seiner Liebe.
16432#Psalmen,147,12#12. Jeruschalaim, rühm den Ewigen / preis, Zijon, deinen Gott! /
16433#Psalmen,147,13#13. Weil er gefestigt deiner Tore Riegelbalken / gesegnet deine Kinder hat in dir. /
16434#Psalmen,147,14#14. Der Frieden deiner Grenze schuf / und mit des Weizens Fett dich sättigt. /
16435#Psalmen,147,15#15. Der sein Geheiß zur Erde sendet / wie schnell läuft hin sein Wort! /
16436#Psalmen,147,16#16. Der macht den Schnee wie Wolle / den Reif wie Asche streut; /
16437#Psalmen,147,17#17. wirft aus er seinen Sturm, sind sie gebunden / vor seinem Frost - wer kann bestehn? /
16438#Psalmen,147,18#18. Entsendet er sein Wort, macht er sie schmelzen / läßt wehen seinen Wind, da strömen Wasser. /
16439#Psalmen,147,19#19. Der Jaakob kündet seine Worte / und seine Satzungen und Rechtsvorschriften Jisraël. /
16440#Psalmen,147,20#20. Nicht tat er so allwelchem Volk / die Rechtsvorschriften kennen sie nicht. / Preist Jah!»
16441#Psalmen,148,1#1. «Preist Jah! / Den Ewgen preist vom Himmel her / preist ihn in Höhen! /
16442#Psalmen,148,2#2. Preist ihn, all seine Boten / preist ihn, all seine Scharen! /
16443#Psalmen,148,3#3. Preist, Sonne ihn und Mond / preist ihn, des Lichtes Sterne alle! /
16444#Psalmen,148,4#4. Preist ihn, der Himmel Himmel / ihr Wasser, die ihr ob dem Himmel!
16445#Psalmen,148,5#5. Sie solln des Ewgen Namen preisen: / Denn er gebot, da waren sie erschaffen! /
16446#Psalmen,148,6#6. Er stellt' sie hin für immer, ewig / gab Schranke, nicht zu überschreiten.
16447#Psalmen,148,7#7. Den Ewgen preiset von der Erde / ihr Ungetiere, alle Meerestiefen! /
16448#Psalmen,148,8#8. Du Feuer, Hagel, Schnee und Dunst / du Sturmwind, wirkend sein Geheiß! /
16449#Psalmen,148,9#9. Ihr Berge und ihr Höhen alle / Fruchtbäume und alle Zedern. /
16450#Psalmen,148,10#10. Du Wild und alles Vieh / Gerege und beschwingter Vogel. /
16451#Psalmen,148,11#11. Ihr Könige der Erde, Völker alle / ihr Oberste und Richtende auf Erden /
16452#Psalmen,148,12#12. ihr Jünglinge und Jungfraun auch / ihr Alten mit den Jungen!
16453#Psalmen,148,13#13. Sie solln des Ewigen Namen preisen: / Denn ragend ist allein sein Name / sein Glanz ob Erde und ob Himmel!
16454#Psalmen,148,14#14. Der seinem Volke höht das Horn / Preis allen seinen Frommen gab / den Kindern Jisraël / dem Volk, ihm nah! / Preist Jah!»
16455#Psalmen,149,1#1. «Preist Jah! / Dem Ewgen singet neuen Sang / sein Preislied in der Schar der Frommen! /
16456#Psalmen,149,2#2. Es freu sich Jisraël mit seinem Schöpfer / die Kinder Zijons jubeln ihres Königs! /
16457#Psalmen,149,3#3. Sie sollen preisen seinen Namen mit Schalmei / aufspielen ihm mit Pauke und mit Zither! /
16458#Psalmen,149,4#4. Denn Huld zeigt seinem Volk der Ewige / schmückt die Gebeugten mit dem Heil. /
16459#Psalmen,149,5#5. Es jauchzen auf in Ehr die Frommen / da jubeln sie auf ihren Lagern. /
16460#Psalmen,149,6#6. In ihrer Kehle Gottes Hochruhm / zwieschneidig Schwert in ihren Händen: /
16461#Psalmen,149,7#7. Zu wirken Rache an den Völkern / und Züchtigung an den Nationen; /
16462#Psalmen,149,8#8. zu fesseln ihre Könige mit Ketten / und ihre Mächtigen mit Eisenbanden; /
16463#Psalmen,149,9#9. geschrieben Recht an ihnen zu vollziehn. Glanz ist er allen seinen Frommen / preist Jah!»
16464#Psalmen,150,1#1. «Preist Jah! / Preist Jah in seinem Heiligtum! / Preist ihn im Hochgedecke seiner Macht!
16465#Psalmen,150,2#2. Preist ihn in seinen Machterweisen / preist ihn nach seiner Größe Fülle!
16466#Psalmen,150,3#3. Preist ihn mit Hörnerschmettern / preist ihn mit Harfe und mit Zither!
16467#Psalmen,150,4#4. Preist ihn mit Pauke und Schalmei / preist ihn mit Saitenspiel und Flöte!
16468#Psalmen,150,5#5. Preist ihn mit Zimbeln schallend / preist ihn mit Zimbeln schmetternd! /
16469#Psalmen,150,6#6. Den Ewgen preise aller Odem! / Preist Jah!»